Rechtsprechung
| BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11 |
Volltextveröffentlichungen (14)
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BGB § 204 Abs. 2
- openjur.de
§ 204 Abs. 2 BGB
- bundesgerichtshof.de
- rechtsinformationen.bund.de
Ende der Verjährungshemmung: Stillstand des Verfahrens durch Untätigkeit der Parteien nach einem Terminsantrag im Rahmen einer Stufenklage
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 204 Abs 2 S 2 BGB
Ende der Verjährungshemmung: Stillstand des Verfahrens durch Untätigkeit der Parteien nach einem Terminsantrag im Rahmen einer Stufenklage - IWW
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Ende der Verjährungshemmung wegen Untätigkeit der Parteien unter Verfahrensleitung der Gerichts
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 204 Abs. 2 S. 2
Ende der Verjährungshemmung wegen Untätigkeit der Parteien unter Verfahrensleitung der Gerichts - datenbank.nwb.de
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensrecht - Stufenklage: Gericht muss Prozess nach Auskunftsstufe fördern!
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (3)
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Verjährungshemmung und die Untätigkeit der Parteien im Prozess
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Kein Stillstand des Verfahrens bei Untätigkeit der Parteien nach unbestimmter Terminsanberaumung
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Kein Stillstand des Verfahrens bei Untätigkeit der Parteien nach unbestimmter Terminsanberaumung
Besprechungen u.ä. (2)
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Zivilprozessualer Rechtsprechungsreport
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Stufenklage: Gericht muss Prozess nach Auskunftsstufe fördern! (IBR 2013, 250)
Verfahrensgang
- LG Köln, 15.07.2010 - 81 O 223/09
- OLG Düsseldorf, 08.12.2010 - U (Kart) 17/10
- BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Papierfundstellen
- NJW 2013, 1666
- MDR 2013, 615
- NJ 2013, 385
- FamRZ 2013, 782
Wird zitiert von ... (17) Zitiert selbst (11)
- BGH, 27.01.2005 - VII ZR 238/03
Unterbrechung der Verjährung bei Nichtbetreiben des Prozesses
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Eine Untätigkeit der Parteien führt dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB und folglich auch nicht zum Ende der Verjährungshemmung, wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (Anschluss an BGH, Urteil vom 27. Januar 2005, VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869 m.w.N.).Rn. 16 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs führt eine Untätigkeit der Parteien dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F., wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. BGH, Urteile vom 19. September 1978 - VI ZR 141/77, VersR 1978, 1142, 1143; vom21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496; vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132, 133; vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869, jeweils zu § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F., der Vorgängervorschrift von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB;… MünchKommBGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 77).
Soweit es um die Voraussetzungen von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F. (§ 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F.) geht, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass die Verantwortung für das Betreiben des Prozesses vom Gericht auf den Kläger übergeht, wenn das Gericht mit dessen ausdrücklich oder konkludent erklärtem Einverständnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht (vgl. BGH, Urteile vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869; vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496, 2497).
Insoweit unterscheidet sich der Streitfall signifikant von demjenigen, der dem Senatsurteil vom 27. Januar 2005 (VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869) zugrunde lag.
- BGH, 21.02.1983 - VIII ZR 4/82
Unterbrechung der Verjährung durch Klageerhebung; Anforderungen an die Führung …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 16 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs führt eine Untätigkeit der Parteien dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F., wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. BGH, Urteile vom 19. September 1978 - VI ZR 141/77, VersR 1978, 1142, 1143; vom21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496; vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132, 133; vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869, jeweils zu § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F., der Vorgängervorschrift von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB;… MünchKommBGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 77).Soweit es um die Voraussetzungen von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F. (§ 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F.) geht, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, dass die Verantwortung für das Betreiben des Prozesses vom Gericht auf den Kläger übergeht, wenn das Gericht mit dessen ausdrücklich oder konkludent erklärtem Einverständnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht (vgl. BGH, Urteile vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869; vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496, 2497).
- BGH, 10.07.1979 - VI ZR 81/78
Stillstand des Verfahrens und Auswirkungen auf die Verjährung von Ansprüchen - …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Der Gesetzgeber hat ausdrücklich davon abgesehen, die durch Rechtshängigkeit herbeigeführte Verjährungsunterbrechung (jetzt: Verjährungshemmung) enden zu lassen, wenn eine Partei das Gericht nicht an die Fortsetzung des Prozesses erinnert (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1979 - VI ZR 81/78, NJW 1979, 2307, 2308 unter Bezugnahme auf Motive I, S. 333, zitiert bei Mugdan, Die gesamten Materialien zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band I, S. 535).Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, dass das Abwarten eines Klägers auf das pflichtgemäße Tätigwerden des Gerichts auch über einen Zeitraum von mehreren Jahren dazu grundsätzlich nicht ausreicht (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1979 - VI ZR 81/78, NJW 1979, 2307, 2308).
- BGH, 13.07.2004 - KZR 27/01
Berufung auf Formnichtigkeit eines Franchisevertrages; Pflicht des …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Die Kosten des gesamten Revisionsverfahrens - KZR 27/01 und VII ZR 263/11 - trägt die Beklagte.Die Beklagte trägt entgegen der Entscheidung der Vorinstanzen auch die Kosten des Revisionsverfahrens KZR 27/01 allein, weil sie dort vollständig unterlegen war.
- BGH, 22.03.2006 - IV ZR 93/05
Auslegung eines Testaments; Aufteilung des Nachlasses zwischen den ehelichen …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 22 Zwar ist anerkannt, dass im Fall einer Stufenklage ein vom Kläger zu vertretender Stillstand des Verfahrens eintreten kann, wenn der Kläger nach Erledigung der vorangegangenen Stufe den auf Zahlung gerichteten Leistungsantrag nicht weiterverfolgt (BAG, NJW 1986, 2527 f.; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. März 2006 - IV ZR 93/05, NJW-RR 2006, 948 Rn. 14;… MünchKomm BGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 78 a.E.). - BGH, 09.02.2012 - VII ZR 31/11
Ingenieur- und Architektenhonorar: Beurteilung einer Mindestsatzunterschreitung …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 26 2. Aus diesem Betrag kann der Kläger ab 12. Januar 2000, dem Tag, der dem Tag folgt, an dem die Stufenklage rechtshängig geworden ist, lediglich Zinsen in Höhe von 5 % verlangen, §§ 291, 288 BGB a.F., § 352 Abs. 1 Satz 1 HGB a.F. - jeweils in der bis zum 30. April 2000 gültigen Fassung -, Art. 229 § 1 Abs. 1 Satz 3 EGBGB (vgl. auch BGH, Urteil vom 9. Februar 2012 - VII ZR 31/11, NJW 2012, 1792 Rn. 26;… BVerwG, NVwZ 2009, 599 Rn. 26; OLG Frankfurt, OLGR Frankfurt 2009, 472, 474). - BGH, 12.10.1999 - VI ZR 19/99
Begriff des triftigen Grundes nach § 211 Abs. 2 BGB
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 16 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs führt eine Untätigkeit der Parteien dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F., wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. BGH, Urteile vom 19. September 1978 - VI ZR 141/77, VersR 1978, 1142, 1143; vom21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496; vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132, 133; vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869, jeweils zu § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F., der Vorgängervorschrift von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB;… MünchKommBGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 77). - BAG, 28.01.1986 - 3 AZR 449/84
Revisionszulassung auf einen tatsächlich und rechtlich abtrennbaren Teil des …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 22 Zwar ist anerkannt, dass im Fall einer Stufenklage ein vom Kläger zu vertretender Stillstand des Verfahrens eintreten kann, wenn der Kläger nach Erledigung der vorangegangenen Stufe den auf Zahlung gerichteten Leistungsantrag nicht weiterverfolgt (BAG, NJW 1986, 2527 f.; vgl. auch BGH…, Urteil vom 22. März 2006 - IV ZR 93/05, NJW-RR 2006, 948 Rn. 14;… MünchKomm BGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 78 a.E.). - BVerwG, 24.07.2008 - 7 A 2.07
Landessammelstelle; Ausgabenverantwortung; Zweckausgaben; Verwaltungsausgaben; …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 26 2. Aus diesem Betrag kann der Kläger ab 12. Januar 2000, dem Tag, der dem Tag folgt, an dem die Stufenklage rechtshängig geworden ist, lediglich Zinsen in Höhe von 5 % verlangen, §§ 291, 288 BGB a.F., § 352 Abs. 1 Satz 1 HGB a.F. - jeweils in der bis zum 30. April 2000 gültigen Fassung -, Art. 229 § 1 Abs. 1 Satz 3 EGBGB (vgl. auch BGH…, Urteil vom 9. Februar 2012 - VII ZR 31/11, NJW 2012, 1792 Rn. 26; BVerwG, NVwZ 2009, 599 Rn. 26; OLG Frankfurt, OLGR Frankfurt 2009, 472, 474). - BGH, 19.09.1978 - VI ZR 141/77
Förderung des Prozesses bei Nichterfüllung einer gerichtlichen Auflage im Rahmen …
Auszug aus BGH, 07.02.2013 - VII ZR 263/11
Rn. 16 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs führt eine Untätigkeit der Parteien dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB n.F., wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. BGH, Urteile vom 19. September 1978 - VI ZR 141/77, VersR 1978, 1142, 1143; vom21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983, 2496; vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132, 133; vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, BauR 2005, 868, 869, jeweils zu § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F., der Vorgängervorschrift von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB;… MünchKommBGB/Grothe, 6. Aufl., § 204 Rn. 77). - LG Köln, 16.02.2001 - 81 O (Kart) 223/99
- VGH Baden-Württemberg, 05.03.2021 - 12 S 621/18
Anspruch auf Erstattung der Kosten für Jugendhilfeleistungen; Ausschluss und …
Bloße Untätigkeit der Beteiligten genügt indes nicht, wenn das Gericht die Verantwortung für die Verfahrensleitung hat und daher der Fortgang von Amts wegen zu betreiben ist, etwa durch Bestimmung eines Termins zur mündlichen Verhandlung (…Grothe in: Münchener Kommentar zum BGB, § 204 Rn. 76 und 79;… vgl. auch BGH, Urteile vom 27.01.2005 - VII ZR 238/03 -, juris Rn. 13, und vom 07.02.2013 - VII ZR 263/11 -, juris Rn. 16 m.w.N.). - OLG Köln, 06.12.2024 - 15 U 300/24
Anspruch des Erben auf Herausgabe von Vervielfältigungen von Tonbandaufnahmen aus …
Die Terminsbestimmung und Verfahrensgestaltung ist dann nämlich allein Aufgabe des Gerichts (deutlich zur Stufenklage BGH, Urteil vom 7. Februar 2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666 Rn. 16, 18 f., 22; BGH, Urteil vom 8. Februar 1995 - XII ZR 24/94, NJW-RR 1995, 770, 771). - BGH, 12.06.2026 - V ZR 205/24
Beruhen des Stillstands auf dem Nichtbetreiben des Verfahrens durch die Parteien; …
Eine Untätigkeit der Parteien führt aber nicht zum Stillstand des Verfahrens i.S.d. § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB, wenn die Verfahrensleitung bei dem Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. BGH…, Urteil vom 19. September 1978 - VI ZR 141/77, VersR 1978, 1142 [juris Rn. 13];… Urteil vom 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, NJW-RR 2005, 606, 607 [juris Rn. 13] zu § 211 Abs. 2 BGB aF; Urteil vom 7. Februar 2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666 Rn. 16 mwN).Die Bestimmung des Zeitpunktes, in welchem die Verjährungshemmung enden würde, weil eine Partei das Gericht nicht an die Fortsetzung des Prozesses erinnert, würde zu erheblichen Schwierigkeiten und Rechtsunsicherheit führen (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666 Rn. 20 mit Verweis auf die Gesetzesmaterialien).
- OLG Frankfurt, 07.06.2018 - 8 U 153/17
Verjährung des Darlehensrückzahlungsanspruches
Ein vorsorglicher Terminsantrag oder eine ähnliche Handlung der Klägerin, welche es nicht rechtfertigen würden, dem Schweigen der Klägerin in der Folgezeit einen konkludenten Erklärungswert mit gegenteiligem Inhalt beizumessen (so in BGH, Urteil vom 07.02.2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666, 1667), sind nicht ersichtlich. - OLG Düsseldorf, 13.06.2018 - 8 UF 217/17
Verwirkung des nachehelichen Unterhalts nach Rechtshängigkeit
Zwar führt das Versäumnis einer Partei, das Gericht an die Fortsetzung des Prozesses zu erinnern, nicht zu einer Beendigung der Verjährungshemmung (vgl. hierzu BGH NJW 2013, 1666). - LG Duisburg, 30.10.2014 - 8 O 332/06 Rn. 80 Weiter entspricht es ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung, dass es bei der Stufenklage zu einem vom Kläger zu vertretenden Stillstand kommen kann, wenn er nach der Erledigung der vorangegangenen Stufe den auf Zahlung gerichteten Leistungsantrag nicht weiterverfolgt (BGH NJW 2013, 1666 Tz. 22).
Rn. 97 In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass es zu keinem vom Kläger zu vertretenden Stillstand des Verfahrens kommen kann, wenn das Gericht selbst Anlass dafür gegeben hat, dass das Verfahren nicht weiter betreiben wird, insbesondere, wenn das Gericht selbst für den Fortgang des Verfahrens Sorge zu tragen hatte (BGH NJW 2013, 1666).
Eine solche Anregung zur Fortsetzung des Prozesses muss das Gericht also abwarten (BGH NJW 2013, 1666 Tz. 22 m.w.N.).
Rn. 124 Folgerichtig hat der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen zum neuen Verjährungsrecht (GRUR 2008, 258; NJW 2012, 2180; NJW 2013, 1666) auch gar nicht erst erörtert, ob die Vollstreckung des Hilfsanspruchs zu einem Neubeginn der Verjährung des Leistungsanspruchs, sondern jeweils nur dazu ausgeführt, dass, solange vollstreckt wird, die durch die Vollstreckung des Hilfsanspruchs ausgelöste Hemmung des Leistungsantrags nicht endet.
- AG Ludwigshafen, 23.06.2014 - 5a F 205/13
Unterhaltsstufenklage: Zulässigkeit eines Antrags auf gerichtliche …
Rn. 8 Zu beachten ist schließlich, dass im Stufenantragsverfahren nach Erledigung der Auskunftsstufe durch Teilbeschluss Verfahrensstillstand eintritt, so lange der Antragsteller keinen Sachantrag verfolgt, etwa indem er seinen Leistungsantrag beziffert oder die Zwangsvollstreckung aus dem erwirkten Teilbeschluss betreibt (vergl. BGH NJW 2013, 1666 Rn 22). - BGH, 29.06.2022 - VII ZB 52/21
Rechtzeitiger Eingang einer formwirksamen Berufungsschrift
Ein Nichtbetreiben des Verfahrens durch die Parteien ist unbeschadet der Frage, ob ein Betreiben des Verfahrens für die Klägerin nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Beklagten mangels einer die Kosten des Verfahrens deckenden Masse überhaupt zumutbar war und ob deswegen in ihrer Person ein triftiger Grund für das Nichtbetreiben des Verfahrens bestand (vgl. hierzu BGH…, Urteil vom 6. Mai 2004 - IX ZR 205/00, NJW 2004, 3418, juris Rn. 11;… Urteil vom 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97, NJW 1999, 1101, juris Rn. 16 ff.; jeweils m.w.N.), nicht anzunehmen, weil das Berufungsgericht dem Verfahren von Amts wegen Fortgang geben musste (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 2013 - VII ZR 263/11 Rn. 16 m.w.N., NJW 2013, 1666;… Urteil vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132, juris Rn. 14;… Urteil vom 10. Juli 1979 - VI ZR 81/78, NJW 1979, 2307, juris Rn. 16). - OLG Frankfurt, 11.12.2015 - 8 U 279/12
Argentinische Inhaberschuldverschreibung: Hemmung der Verjährung durch Klage in …
Eine Untätigkeit der Parteien führt nämlich dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB und folglich auch nicht zum Ende der Verjährungshemmung, wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. etwa BGH, Urteil vom 07.02.2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666, 1667 m. w. N.). - OLG Frankfurt, 12.06.2015 - 8 U 93/12
Argentinische Inhaberschuldverschreibungen: Kein Erfüllungsverweigerungsrecht des …
Eine Untätigkeit der Parteien führt nämlich dann nicht zum Stillstand des Verfahrens im Sinne des § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB und folglich auch nicht zum Ende der Verjährungshemmung, wenn die Verfahrensleitung beim Gericht liegt, das für den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hat (vgl. etwa BGH, Urteil vom 07.02.2013 - VII ZR 263/11, NJW 2013, 1666, 1667 m. w. N.). - OLG Düsseldorf, 08.01.2026 - 2 U 69/24
Anilox-Walze
- OLG Frankfurt, 30.04.2018 - 8 U 153/17
Mehrere Hemmungsgründe: Keine Addition der Hemmungszeiträume!
- SG München, 09.08.2024 - S 46 SO 124/24
Zur Hemmung des Erlöschens des Anspruchs des Sozialhilfeträgers auf Kostenersatz …
- KG, 06.11.2023 - 18 UF 78/22
Festsetzung eines Nachteilsausgleichs bei Geltendmachung des Trennungsunterhalts …
- OLG Bamberg, 07.05.2024 - 12 U 112/23
Verjährungshemmung, Prozessunterbrechung, Wiederaufnahme des Verfahrens, …
- LG Heidelberg, 05.10.2016 - 4 O 348/14
Rechtsanwaltshaftung: Schadensersatzanspruch wegen Verjährung eines …
- AG Marl, 29.10.2020 - 36 F 416/18
Verjährung Hemmung Stufenklage
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