Rechtsprechung
| BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Rechtsstellung eines Tankstellenverwalters als Handelsvertreter - Voraussetzungen für den Ausschluss eines Ausgleichsanspruchs des Handelsvertreters gemäß § 89 b Abs. 3 S. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) - Berücksichtigung nachgeschobener Kündigungsgründe bei der Beurteilung der ...
Kurzfassungen/Presse
- EVERS.OK(Abodienst) (Leitsatz)
AA des TStH, Handelsvertretereigenschaft, Tankstellenhalter, Status eines TStH, Abgrenzung HV / AN, Scheinselbständigkeit, Weisungen, Öffnungszeiten, Geschäftszeiten, Betriebspflicht, stationärer Vertrieb, tägliche Inkassoabrechnung, Abgrechnung des Inkassos, Inkasso, ...
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (9)
- BGH, 06.02.1964 - VII ZR 100/62
Berücksichtigung von ersparten Betriebsunkosten des Handelsvertreters bei der …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Das Revisionsgericht kann dessen Entscheidung nur daraufhin nachprüfen, ob sie einen Rechtsirrtum oder einen Verstoß gegen Erfahrungssätze enthält oder wesentliches Vorbringen der Parteien ersichtlich unberücksichtigt gelassen hat (BGHZ 41, 129, 134, 135) [BGH 06.02.1964 - VII ZR 100/62].Der erkennende Senat hat in dem bereits erwähnten Urteil BGHZ 41, 129, 135 [BGH 06.02.1964 - VII ZR 100/62] darauf hingewiesen, daß unter der Jahresprovision, die nach § 89 b Abs. 2 HGB den Höchstbetrag des Ausgleichs darstellt, die Bruttoprovision zu verstehen ist, der Gesetzgeber also, wie auch die Gesetzgebungsmaterialien ergeben, bereits in Rechnung gestellt hat, da der Handelsvertreter aus seinen Provisionseinnahmen regelmäßig seine Unkosten zu bestreiten hat.
- BGH, 15.10.1964 - VII ZR 150/62
Ausgleichsanspruch eines Tankstelleninhabers
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Auch der erkennende Senat hat Tankstellenverwalter schon mehrfach als Handelsvertreter bezeichnet (Urteile vom 25. Mai 1961, VII ZR 230/58 und vom 15. Oktober 1964, NJW 1965, 248).Der erkennende Senat hat im Urteil vom 15. Oktober 1964 (NJW 65, 248) geäußert, die sog. Laufkundschaft einer Tankstelle scheide als Grundlage für einen Ausgleichsanspruch aus.
- BGH, 12.12.1963 - VII ZR 47/62
- Verbandstoffe und Watte -, AA des HV, erhebliche Vorteile, nachvertraglicher …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Falls das in nicht unerheblichem Maße festzustellen sein sollte, wären die dem Beklagten verbliebenen Vorteile aus der Tätigkeit der Kläger entsprechend geringer (vgl. dazu das Urteil des Senats vom 12. Dezember 1963, VII ZR 47/62).Das erfordert regelmäßig auch die Billigkeit nicht, da die Zuerkennung eines Ausgleichs immer erhebliche Vorteile des Unternehmers aus der Tätigkeit des Handelsvertreters voraussetzt (vgl. dazu die Urteile des Senats vom 29. März 1962, VII ZR 193/60 und vom 12. Dezember 1963, VII ZR 47/62).
- BGH, 12.06.1963 - VII ZR 272/61
Kündigung des Handelsvertretervertrages aufgrund eines zum Zeitpunkt der …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Wie der erkennende Senat u.a. in seinem Urteil vom 12. Juni 1963 - BGHZ 40, 13, 16 [BGH 12.06.1963 - VII ZR 272/61] - ausgesprochen hat, genügt es, um den Ausgleichsanspruch des Handelsvertreters gemäß § 89 b Abs. 3 Satz 2 HGB auszuschließen, daß wichtige Gründe für die Kündigung des Unternehmers im Zeitpunkt der Kündigung objektiv vorlagen. - BGH, 05.05.1958 - II ZR 245/56
Nachträgliche Geltendmachung vorhandener, dem Kündigenden aber nicht bekannter …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Bei der Beurteilung der Wirksamkeit einer Kündigung sind hiernach auch "nachgeschobene" Kündigungsgründe im allgemeinen zu berücksichtigen (vgl. dazu ferner BGHZ 27, 220; LM Nr. 10 zu § 626 BGB). - BGH, 13.05.1957 - II ZR 318/56
Ausgleichsanspruch beim Tod des Handelsvertreters
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Das widerspricht den Sinn und Zweck des Ausgleichs, der eine dem Handelsvertreter zustehende zusätzliche Vergütung für die von ihm dem Unternehmer durch die Zuführung neuer Kunden geleisteten Dienste darstellt (BGHZ 24, 214, 222) [BGH 13.05.1957 - II ZR 318/56]. - BGH, 07.03.1957 - II ZR 261/55
Entfallen des Ausgleichsanspruchs durch Kündigung durch den Unternehmer
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Für eine Ausschließung des Ausgleichsanspruchs würde es genügen, daß der Beklagte aus wichtigem Grunde wegen schuldhaften Verhaltens der Kläger hätte fristlos kündigen können, wenn er auch tatsächlich nur die ordentliche Kündigung ohne Anführung von Gründen ausgesprochen hat (BGHZ 24, 30, 35) [BGH 07.03.1957 - II ZR 261/55]. - BGH, 29.03.1962 - VII ZR 193/60
Begründeter Anlass, nachträgliche Konkurrenzsituation durch Beteiligung des U an …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Das erfordert regelmäßig auch die Billigkeit nicht, da die Zuerkennung eines Ausgleichs immer erhebliche Vorteile des Unternehmers aus der Tätigkeit des Handelsvertreters voraussetzt (vgl. dazu die Urteile des Senats vom 29. März 1962, VII ZR 193/60 und vom 12. Dezember 1963, VII ZR 47/62). - BGH, 25.05.1961 - VII ZR 230/58
- Esso 1 -, HV-Eigenschaft des TStH, Tankstellenpächter, Anspruch auf Herausgabe …
Auszug aus BGH, 31.05.1965 - VII ZR 279/63
Auch der erkennende Senat hat Tankstellenverwalter schon mehrfach als Handelsvertreter bezeichnet (Urteile vom 25. Mai 1961, VII ZR 230/58 und vom 15. Oktober 1964, NJW 1965, 248).
- BGH, 11.03.1982 - I ZR 27/80
Begriff der Vermittlungstätigkeit
Selbst wenn die Kunden mangels hinreichender gegenteiliger Anhaltspunkte davon ausgehen konnten, ihr Vertragspartner sei das Kaufhaus, ändert sich deshalb die rechtliche Beurteilung des zwischen den Parteien bestehenden Vertragsverhältnisses nicht (vgl. BGH v. 31.05.1965 - VII ZR 279/63, S. 8). - BGH, 28.03.1974 - VII ZR 18/73
Voraussetzungen für die Eigenschaft als Stammkunde eines Reisebüros - Übernahme …
Denn die für die Vorteilsermittlung notwendige Unterscheidung zwischen der dafür maßgeblichen "Stammkundschaft" und der außer Betracht zu lassenden "Laufkundschaft" (vgl. BGHZ 42, 244, 247; BGH, Urteil vom 31. Mai 1965 - VII ZR 279/63 -) läßt sich nur nach der Vorstellung und Bindung des Kunden an das Reiseunternehmen treffen. - BGH, 15.12.1967 - KZR 6/66
Bestimmung des zuständigen Revisionsgerichts in Kartellsachen - Vertrieb von …
Der rechtliche Charakter derartiger "Tankstellenverträge" als Agenturverträge ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes anerkannt (BGHZ 42, 244, 245 [BGH 15.10.1964 - VII ZR 150/62] , LM Art. V MRVO (BrZ) 78 Nr. 19 = NJW 1959, 1679 Nr. 8; Urteile vom 25. Mai 1961 - VII ZR 217/59 und VII ZR 230/58 - sowie Urteil vom 31. Mai 1965 - VII ZR 279/63 - vgl. auch Schröder, Recht der Handelsvertreter, 3. Aufl. 1961 Anm. 31 zu § 84 HGB).
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