Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - VII-Verg 9/09 |
Volltextveröffentlichungen (9)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
VOB/A § 2 Nr. 1 Satz 3; ; VOB/A § ... 9 Nr. 10; ; VOB/A § 25 Nr. 1; ; VOB/A § 25 Nr. 1 Abs. 1 b; ; VOB/A § 25 Nr. 1 Abs. 1 c; ; VOB/A § 26 Nr. 1; ; GWB § 107 Abs. 3 Satz 1; ; GWB § 113 Abs. 2 Satz 1; ; BGB § 133
- oeffentliche-auftraege.de
- VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Ausschluss eines Angebots von der Wertung wegen Änderungen an den Verdingungsunterlagen und unstatthafter Nachverhandlungen
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Unzulässiges Nachverhandeln auch ohne Wortlautänderung des Angebots
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Ausschluss eines Angebots von der Wertung wegen Änderungen an den Verdingungsunterlagen und unstatthafter Nachverhandlungen
Besprechungen u.ä. (2)
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Unzulässiges Nachverhandeln auch ohne Änderung des Wortlauts des Angebots! (IBR 2010, 105)
- ibr-online (Entscheidungsbesprechung)
Kein Ausschluss wegen fehlender Typenangabe bei produktspezifischer Ausschreibung! (IBR 2010, 46)
Verfahrensgang
- VK Köln, 20.02.2009 - VK VOB 44/08
- OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - VII-Verg 9/09
Papierfundstellen
- BauR 2010, 672
- VergabeR 2010, 277
- ZfBR 2010, 207 (Ls.)
- ZfBR 2010, 312 (Ls.)
Wird zitiert von ... (36) Zitiert selbst (13)
- BGH, 26.10.1983 - IVa ZR 80/82
Willenserklärung - Vorrang des wirklichen Willens - Interpretation - Verständnis
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Zu den Prüfungsmaßstäben hat der Bundesgerichtshof ausgeführt (BGH, Urt. v. 26.10.1983 - IVa ZR 80/82, NJW 1984, 721 m.w.N., gefestigte höchstrichterliche Rechtsprechung):.Dem stehen nicht ausgeräumte Zweifel daran entgegen, ob die Beigeladene Transformatoren mit Wicklungen aus Kupfer anbieten wollte, sowie ferner die Gewissheit, dass die Antragsgegnerin das Angebot der Beigeladenen jedenfalls nicht in dieser Weise verstanden hat (vgl. BGH, Urt. v. 26.10.1983 - IVa ZR 80/82, NJW 1984, 721 m.w.N.).
c) Da nicht bereits aus dem Angebotswillen und dem Verständnis des Erklärungsempfängers (der Antragsgegnerin) auf einen klaren Inhalt des Angebots geschlossen werden kann - hier wirkt sich aus, dass der Senat nicht feststellen kann, die Beigeladene habe die Transformatoren ausschreibungswidrig mit Aluminium-Wicklung anbieten wollen, allein die Antragsgegnerin und die von ihr zugezogenen Ingenieure haben gezweifelt, ob das Angebot nicht in diesem Sinn zu verstehen sei -, kommt es in einer weiteren Stufe des Auslegungsvorgangs darauf an, wie der Empfänger der empfangsbedürftigen Willenserklärung (hier die Antragsgegnerin) diese bei objektiver Würdigung aller Umstände und mit Rücksicht auf Treu und Glauben zu verstehen hatte (vgl. BGH, Urt. v. 26.10.1983 - IVa ZR 80/82, NJW 1984, 721 m.w.N.).
- BGH, 26.09.2006 - X ZB 14/06
Antragsbefugnis eines Bieters im Nachprüfungsverfahren; Ausschluss eines Bieters …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Im Nachprüfungsverfahren selbst musste die Antragstellerin nicht mehr rügen (ebenso BGH, Beschl. v. 26.9.2006 - X ZB 14/06, VergabeR 2007, 59, 65 Rn. 37). - BGH, 07.12.2006 - VII ZR 166/05
Berücksichtigung nachträglichen Verhaltens der Parteien bei Auslegung eines …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879;… Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199;… Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803; Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06).
- BGH, 05.11.2002 - X ZR 232/00
Pflicht des Ausschreibenden zur Vergabe des Auftrags
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Dem stehen die Grundsätze der Privatautonomie und der Vertragsabschlussfreiheit entgegen (vgl. BGH, Urt. v. 5.11.2002 - X ZR 232/00, NZBau 2003, 168;… Urt. v. 16.12.2003 - X ZR 282/02, NZBau 2004, 283, 284). - BGH, 24.06.1988 - V ZR 49/87
Berücksichtigung nach Zugang einer Willenserklärung eingetretener Umstände
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879;… Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199;… Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803;… Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06). - BGH, 16.10.1997 - IX ZR 164/96
Auslegung eines Bürgschaftsvertrages
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879; Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199;… Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803;… Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06). - BGH, 16.12.2003 - X ZR 282/02
Ansprüche des Bieters bei grundloser Aufhebung einer Ausschreibung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Dem stehen die Grundsätze der Privatautonomie und der Vertragsabschlussfreiheit entgegen (…vgl. BGH, Urt. v. 5.11.2002 - X ZR 232/00, NZBau 2003, 168; Urt. v. 16.12.2003 - X ZR 282/02, NZBau 2004, 283, 284). - BGH, 26.11.1997 - XII ZR 308/95
Auslegung einer mietvertraglichen Klausel über den Mietbeginn
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879;… Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199; Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803;… Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06). - OLG Düsseldorf, 29.11.2000 - Verg 21/00
Ausschluß von nicht der Leistungsbeschreibung entsprechenden Angeboten
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879;… Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199;… Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803;… Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06). - OLG Düsseldorf, 12.03.2007 - Verg 53/06
Vergabeverfahren - zur Berücksichtigung nachträglich abgegebener Erläuterungen …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 14.10.2009 - Verg 9/09
Nicht bei der Frage, wie der Erklärungsempfänger (hier der öffentliche Auftraggeber) die Willenserklärung (das Angebot) nach den Umständen zu verstehen hatte, aber bei der Feststellung, wie er sie tatsächlich verstanden hat, dürfen und müssen auch spätere Vorgänge, insbesondere das nachträgliche Verhalten oder Erklärungen des Bieters insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf seinen tatsächlichen Willen und das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers zulassen können (…vgl. u.a. BGH, Urt. v. 24.6.1988 - V ZR 49/87, NJW 1988, 2878, 2879;… Urt. v. 16.10.1997 - IX ZR 164/96, NJW-RR 1998, 259;… Urt. v. 16.9.1998 - V ZR 77/87, NJW-RR 1989, 198, 199;… Urt. v. 26.11.1997 - XII ZR 308/95, NJW-RR 1998, 801, 803;… Urt. v. 7.12.2006 - VII ZR 166/05, BauR 2007, 574 Rn. 18 - jeweils m.w.N.; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 29.11.2000 - Verg 21/00, VergabeR 2001, 38, 39; Beschl. v. 12.3.2007 - VII-Verg 53/06). - OLG Brandenburg, 06.10.2005 - Verg W 7/05
Vergabe öffentlicher Aufträge: Ausschluss eines Bieters wegen einer …
- BGH, 16.09.1988 - V ZR 77/87
Wirksamkeit einer Auflassungsvormerkung - Anspruch auf Zustimmung zur Löschung - …
- VK Köln, 20.02.2009 - VK VOB 44/08
- OLG München, 29.07.2010 - Verg 9/10
Vergabenachprüfungsverfahren: Präklusion einer Rüge der Vermischung von Eignungs- …
Da die Antragstellerin mit ihrem Antrag gescheitert ist, auf ihr Angebot den Zuschlag zu erteilen, hat sie 1/3 der Kosten zu tragen (vgl. zu einem ähnlichen Fall OLG Düsseldorf vom 14.10.2009 - Verg 9/09). - VK Bund, 18.02.2016 - VK 1-02/16
Nachprüfungsverfahren: Raumlufttechnische Anlagen
Wenn kein solches übereinstimmendes Verständnis von Erklärendem und Erklärungsempfänger festgestellt werden kann, kommt es darauf an, wie der Empfänger die empfangsbedürftige Willenserklärung bei objektiver Würdigung aller Umstände und mit Rücksicht auf Treu und Glauben zu verstehen hatte (s. zum Vorstehenden BGH, Urteil vom 26. Oktober 1983, IVa ZR 80/82, zitiert nach OLG Düsseldorf, Beschluss vom 14. Oktober 2009, VII-Verg 9/09 m.z.N. aus der weiteren Rechtsprechung des.Dementsprechend können nur bei der Feststellung, wie der Erklärungsempfänger (hier: die Ag) die Willenserklärung (hier: das Angebot der ASt) tatsächlich verstanden hat, auch spätere Vorgänge, insbesondere nachträgliche Erklärungen des Bieters, insoweit berücksichtigt werden, als sie Rückschlüsse auf das tatsächliche Verständnis des Erklärungsempfängers im Zeitpunkt des Zugangs der Willenserklärung zulassen (BGH, Urteil vom 7. Dezember 2006, VII ZR 166/05; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 14. Oktober 2009, aaO. m.w.N.; OLG München, Beschluss vom 21. Februar 2008, Verg 1/08).
- OLG Düsseldorf, 25.04.2012 - Verg 61/11
Ablehnung des Ausschlusses eines Angebots von der Wertung, da die Angebotspreise …
Rn. 30 b) Ein Ausschluss des Angebots der Beigeladenen käme aber in Betracht, wenn die Beigeladene durch ihr Verhalten oder nachträgliche Erklärungen zu erkennen gegeben hätte, dass sie nicht willens oder in der Lage ist, eine ausschreibungskonforme Leistung zu erbringen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 14. Oktober 2009, VII Verg 9/09, und 12. März 2007, VII Verg 53/06, jeweils m.w.N; mit anderer rechtlicher Begründung OLG München, Beschluss vom 15. November 2007, Verg 10/07).
- OLG Düsseldorf, 08.07.2020 - Verg 6/20
Nutzung eines fremden Benutzerkontos ist kein Ausschlussgrund!
Da es allein dem Gesetzgeber vorbehalten ist zu bestimmen, welche Mängel mit der schärfsten Sanktionen des Angebotsausschlusses geahndet werden (Senatsbeschluss vom 14. Oktober 2009, VII-Verg 9/09;… Haak/Hogeweg in Beck'scher Vergaberechtskommentar, 3. Auflage 2019, § 57 Rn. 10), können öffentliche Auftraggeber ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage nicht durch zusätzliche Anforderungen an die Übermittlung von Angeboten einen weiteren Ausschlussgrund schaffen. - OLG Düsseldorf, 23.03.2010 - Verg 61/09
Anforderungen an die Produktneutralität einer Ausschreibung
Dies führt grundsätzlich dazu, dass wegen der Verletzung des Grundsatzes produktneutraler Ausschreibung und unzulässiger Bevorzugung der Leitprodukte das Vergabeverfahren zu wiederholen ist (vgl. Senat, VergabeR 2010, 277). - VK Südbayern, 15.05.2015 - Z3-3-3194-1-05-01/15
Preis einziges Zuschlagskriterium: Fehlende Fabrikatsangaben können nachgefordert …
Das OLG Düsseldorf habe am 14.10.2009, Verg 9/09 entschieden, dass bei derartigen Ausschreibungen keine rechtliche Handhabe bestehe, ein Angebot von der Wertung auszuschließen, wenn nicht alle verlangten Angaben oder Erklärungen enthalten seien. - OLG München, 06.12.2012 - Verg 25/12
Vergabenachprüfungsverfahren: Aufhebung der Ausschreibung wegen grundlegender …
Gibt ein Bieter in einem solchen Fall ein Angebot mit anderen Produkten ab, wird ein solches Angebot nicht als Nebenangebot, sondern als zweites Hauptangebot angesehen (OLG Düsseldorf vom 1.10.2012 - Verg 34/12 und vom 14.10.2009 - Verg 9/09). - OLG Schleswig, 11.05.2016 - 54 Verg 3/16
Asphaltausbau - Vergabenachprüfungsverfahren: Auslegung eines Bieterangebots mit …
So darf das einmal angebotene Produkt nicht später wieder geändert werden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 14.10.2009, Verg 9/09, Rn. 18 bei juris; OLG München…, Beschluss vom 02.09.2010, Verg 17/10, Rn. 22 bei juris). - VK Südbayern, 18.10.2013 - Z3-3-3194-1-30-08/13
Wann kann ein zweites Hauptangebot abgegeben werden?
Aus diesem Grund steht auch die Rechtsprechung, dass Abweichungen von einem verdeckt produktspezifischen Leistungsverzeichnis nur dann zum Ausschluss des Angebots führen, wenn das angebotene Produkt aus anderen Gründen nicht dem Leistungsverzeichnis entspricht (OLG München B. v. 05.11.2009 Az.: Verg 15/09, im Ergebnis auch OLG Düsseldorf B. v. 14.10.2009 Az.: VII-Verg 9/09), dem Ausschluss des Angebots der Antragstellerin nicht entgegen. - OLG Düsseldorf, 02.05.2012 - Verg 104/11
Änderung der Vergabeunterlagen durch Anbieten eines bestimmten Fabrikats
Ein Ausschluss der Beigeladenen wegen fehlender Eignung aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit käme aber nur dann in Betracht, wenn sie nicht willens oder in der Lage wäre, ausschreibungskonform zu leisten (siehe: Senat, Beschlüsse vom 25. April 2012 - VII-Verg 61/11, 14. Juli 2011 - VII-Verg 61/11, 14. Oktober 2009 - VII-Verg 9/09 und 12. März 2007 - VII-Verg 53/06; OLG München, Beschlüsse vom 17. September und 15. November 2007 - Verg 10/07 "Uhrenanlage").Zur Feststellung, welchen Inhalt der Erklärende seinem Angebot tatsächlich beimisst, sind deshalb alle den Inhalt erläuternde Äußerungen des Bieters heranzuziehen, die einen Rückschluss auf seinen Willen im Zeitpunkt der Angebotsabgabe zulassen (Senat, Beschlüsse vom 14. Oktober 2009 - VII-Verg 9/09 und 12. März 2007 - VII-Verg 53/06).
- VK Westfalen, 07.04.2017 - VK 1-7/17
Zweifel bei der Auslegung des Angebots gehen zulasten des Bieters!
- OLG Koblenz, 26.02.2014 - 1 Verg 15/13
Abbrucharbeiten - Vergabeverfahren: Auslegung eines Angebots nach dem wirklichen …
- VK Sachsen, 23.05.2014 - 1/SVK/011-14
Bietergemeinschaften sind (fast) ohne Weiteres zulässig!
- VK Bund, 30.11.2012 - VK 2-131/12
Abschluss von Rahmenverträgen gem. § 127 Abs. 1 SGB V über die Versorgung mit …
- VK Düsseldorf, 09.01.2013 - VK-29/12
Vergaberecht & Mindestlohn: § 10 Abs. 1 TVgG-NRW ist drittschützend!
- VK Bund, 14.03.2017 - VK 1-15/17
Erneuerung - Erstellung Fundamente und Fundamentbalken
- VK Nordbayern, 03.08.2017 - 21.VK-3194-14/17
Auch Vorinformation löst Rügeobliegenheit aus!
- OLG Düsseldorf, 12.10.2011 - Verg 74/11
Zulässigkeit von Anforderungen an die Qualifikation des Auftragnehmers von …
- VK Berlin, 15.08.2011 - VK-B2-22/11
Eine Rüge kann nicht vorsorglich ausgesprochen werden!
- VK Münster, 12.09.2012 - VK 18/12
Auslegungsbedürftigkeit der Leistungsbeschreibung ist kein Mangel!
- VK Bund, 17.06.2011 - VK 1-57/11
Küchentechnik
- VK Sachsen, 06.07.2010 - 1/SVK/013-10
§ 107 Abs. 3 GWB weiterhin anwendbar!
- VK Sachsen, 18.03.2015 - 1/SVK/001-15
Reinigung und Reparatur von Regenwasserbehandlungsanlage: Ausschreibung nach …
- VK Sachsen, 12.03.2010 - 1/SVK/056-09
Keine Rügepflicht bei de-facto-Vergabe
- VK Bund, 12.03.2019 - VK 1-07/19
Fahrrinnenanpassung Unter- und Außenelbe für 14,5 m tiefgehende Containerschiffe; …
- VK Westfalen, 26.01.2015 - VK 24/14
Widersprüchliche Erklärungen = fehlende Erklärungen!
- VK Schleswig-Holstein, 11.02.2010 - VK-SH 29/09
Wann ist die Rüge (noch) rechtzeitig?
- VK Bund, 25.11.2011 - VK 1-138/11
Baumaßnahme - Lüftungstechnische Anlagen
- VK Südbayern, 19.05.2014 - Z3-3-3194-1-08-03/14
Muss ein Bieter verdeckte Produktvorgabe erkennen?
- VK Bund, 13.06.2025 - VK 1-30/25
Nachverhandlungsverbot ist kein Ausschlusstatbestand!
- VK Bund, 11.03.2019 - VK 1-05/19
Fahrrinnenanpassung Unter- und Außenelbe für 14,5 m tiefgehende Containerschiffe; …
- VK Niedersachsen, 23.03.2012 - VgK-06/12
Kein Bieterausschluss bei unzureichender Überprüfung von Angebotspreis
- VK Sachsen, 08.07.2014 - 1/SVK/020-14
Vertragsunterlagen geändert oder ergänzt: Angebot ist auszuschließen!
- VK Niedersachsen, 16.03.2012 - VgK-06/12
Überprüfung der Angemessenheit der Angebotspreise gem. § 19 Abs. 6 VOL/A-EG bei …
- VK Sachsen, 17.05.2011 - 1/SVK/012-11
Änderungen = Ausschluss!
- VK Bund, 19.11.2010 - VK 2-110/10
Bauleistungen nach VOB/A
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Rechtsprechung
| OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
Vergabenachprüfungsverfahren: Anwaltliche Geschäftsgebühr im Verfahren vor der Vergabekammer und deren Anrechnung auf die Verfahrensgebühr im Beschwerdeverfahren
- ibr-online
Geschäftsgebühr im Verfahren vor der VK: Anrechnung auf die Verfahrensgebühr
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- OLG München, 10.06.2009 - Verg 9/09
- OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (4)
- BGH, 29.09.2009 - X ZB 1/09
Gebührenanrechnung im Nachprüfungsverfahren
Auszug aus OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
19 a) Nach der Entscheidung des BGH vom 29.9.2009 - X ZB 1/09 - ist die Geschäftsgebühr, die der Rechtsanwalt für seine Tätigkeit im Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer erhält, auf die Verfahrensgebühr im Beschwerdeverfahren anzurechnen.Nach der bisherigen Rechtsprechung des I., III. und VIII. Zivilsenats des BGH ist diese Anrechnung auch im Außenverhältnis zum Prozessgegner in der Kostenfestsetzung anzuwenden (BGH vom 29.9.2009 - X ZB 1/09 m.w.N.).
Gegen diese Ansicht hat der X. Senat im Beschluss vom 29.9.2009 - X ZB 1/09 - zwar durchgreifende Zweifel geäußert, aber nicht abschließend Stellung genommen, da es hierauf im zu entscheidenden Fall nicht ankam.
- BGH, 07.03.2007 - VIII ZR 86/06
Rechtsfolgen der Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr
Auszug aus OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
20 b) Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, dass die Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr angerechnet wird und nicht umgekehrt (BGH vom 7.3.2007 - VIII ZR 86/06 als grundlegende Entscheidung). - BGH, 02.09.2009 - II ZB 35/07
Notwendigkeit der Festsetzung einer Verfahrensgebühr i.F.d. Entstehens für den …
Auszug aus OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
Doch hat der II. Zivilsenat des BGH - Beschluss vom 2.9.2009 - II ZB 35/07 - entschieden, dass sich die Anrechnung im Verhältnis zu Dritten nicht auswirke, und zwar auch nicht für Altfälle. - BGH, 23.09.2008 - X ZB 19/07
Geschäftsgebühr im Nachprüfungsverfahren
Auszug aus OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
14 a) Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 23.9.2008 - X ZB 19/07 -bemisst sich die Geschäftsgebühr für die Vertretung im Nachprüfungsverfahren für einen Rechtsanwalt, der bereits im Vergabeverfahren tätig geworden ist, nach Nr. 2301 VV RVG.
- OLG Brandenburg, 28.12.2011 - Verg W 2/11
Rücknahme der sofortigen Beschwerde: Kostenfestsetzung
Allerdings ist zu beachten, dass die anwaltliche Geschäftsgebühr im Verfahren vor der Vergabekammer auf die Verfahrensgebühr im Beschwerdeverfahren anzurechnen ist (BGH, Beschluss vom 29.9.2009, X ZB 1/09, NJW 2010, 76; OLG München, Beschluss vom 11.1.2010, Verg 9/09, jeweils zitiert nach Juris).
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Rechtsprechung
| OLG München, 10.06.2009 - Verg 9/09 |
Verfahrensgang
- OLG München, 10.06.2009 - Verg 9/09
- OLG München, 11.01.2010 - Verg 9/09
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