Rechtsprechung
| BVerwG, 31.08.1960 - VIII C 391.59 |
Volltextveröffentlichung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BVerwG, 31.08.1960 - VIII C 391.59
- BVerwG, 12.12.1960 - VIII C 391.59
Wird zitiert von ... (23)
- BVerwG, 15.07.1986 - 9 C 8.86
Zeugenaussage - Beweiswürdigung - Ausländische Urkunden - Beweiskraft
Eine Vernehmung mußte sich um so mehr aufdrängen, als das Berufungsgericht bei der von ihm angenommenen Ermangelung zeitlicher Angaben in der schriftlichen Erklärung hätte sehen müssen, daß zum einen für eine Verwertung der Erklärung als schriftliche Zeugenaussage jedenfalls die materiellen Voraussetzungen des gemäß § 98 VwGO anwendbaren § 377 Abs. 4 ZPO nicht vorlagen, weil das Berufungsgericht die Erklärung "in Ermangelung näherer Angaben" gerade nicht als "ausreichend" im Sinne dieser Bestimmung erachtet hat, und daß es zum anderen grundsätzlich unzulässig ist, Schriftstücke, die sich inhaltlich als Wissenserklärungen ihres Verfassers über bestimmte Tatsachen darstellen, im Wege des Urkundenbeweises zu verwerten (vgl. BGH L.-M. § 377 ZPO Nr. 5 = MDR 1970, 135 sowie Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1 und Beschluß vom 15. Februar 1984 - BVerwG 9 CB 149.83 - Buchholz 310 § 96 VwGO Nr. 30).Allerdings kann insoweit ein Rügeverlust nach § 295 Abs. 1 ZPO eintreten (vgl. Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - a.a.O.).
- BVerwG, 16.02.1990 - 9 B 325.89
Einziehung des Vertriebenenausweises
Das gilt auch insoweit, als die Beschwerde offenbar geltend machen will, die Auskunftspersonen hätten als Zeugen vernommen werden müssen (vgl. dazu Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1). - BVerwG, 12.05.1992 - 9 B 293.91
Voraussetzungen für die Ausstellung eines Vertriebenenausweises - Anforderungen …
Vielmehr ist der Verfasser regelmäßig als Zeuge zu vernehmen (Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1; Beschluß vom 15. Februar 1984 - BVerwG 9 CB 149.83 - Buchholz 310 § 96 VwGO Nr. 30; Urteil vom 15. Juli 1986 - BVerwG 9 C 8.86 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 45).Das gilt allerdings nicht, wenn die Beteiligten mit einer urkundenbeweislichen Verwertung einverstanden sind (Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - a.a.O.) oder wenn der Verfasser der Erklärung als Zeuge unerreichbar ist (…Beschluß vom 15. Februar 1984 - BVerwG 9 CB 149.83 - a.a.O.).
Im Hinblick auf die im Schriftsatz vom 10. Mai 1991 enthaltenen Ausführungen kann auch von einem Rügeverlust (vgl. dazu Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - a.a.O.) nicht gesprochen werden.
- BVerwG, 24.11.1977 - 6 B 16.77
Umfang der gerichtlichen Pflicht zur Aufklärung des Sachverhalts - …
Von einer in der mündlichen Verhandlung in der Vorinstanz zu erhebenden "Rüge" im Sinne des § 295 ZPO kann nur gesprochen werden, wenn eindeutig zum Ausdruck gebracht worden ist, der von einem (etwaigen) Verfahrensverstoß betroffene Beteiligte werde sich mit diesem Verfahrensverstoß nicht abfinden (Urteil vom 31. August 1964 - BVerwG VIII C 350.63 - [BVerwGE 19, 231]; zum Erfordernis der Rüge bis zum Abschluß der Instanz auch Urteil vom 12. Februar 1959 - BVerwG III C 133.57 - [BVerwGE 8, 149 = NJW 1959 S. 1099] und Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1]). - BVerwG, 16.01.1992 - 9 B 192.91
Entstehung des Vertriebenenstatus - maßgebendes Vertreibungsgebiet - deutsche …
Weil in der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht keine substantiierten Beweisanträge gestellt wurden und sich dem Berufungsgericht eine weitere Beweisaufnahme auch nicht aufzudrängen brauchte, und ferner der Verzicht auf die Vernehmung der Auskunftspersonen Swiatek, Pompetzki-Fritsche sowie Franz und Kasimira Seifert als Zeugen gemäß § 173 VwGO i. V. mit §§ 373 ff. ZPO nicht gerügt worden ist (vgl. zum Verlust des Rügerechts Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 - Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1), vermögen allerdings die Aufklärungsrügen nicht durchzugreifen, mit denen sich die Beschwerde gegen die Auffassung des Berufungsgerichts wendet, die am 8. Januar 1948 in Leobschütz, Oberschlesien, geborene Klägerin erfülle als sogenannte Spätgeborene die Voraussetzungen des § 1 Abs. 2 Nr. 3 BVFG nicht, weil sie Polen weder als deutsche Staatsangehörige noch als deutsche Volkszugehörige im Sinne des § 6 BVFG verlassen habe. - BVerwG, 09.06.1970 - VI B 22.69
Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde - Darlegung der grundsätzlichen …
Jedenfalls unter Umstanden wie den hier vorliegenden hätte die Rüge der Unterlassung dieser Zeugenvernehmungen bis zum Abschluß der Vorinstanz erhoben werden müssen (vgl. zu diesem Erfordernis Urteile vom 12. Februar 1959 - BVerwG III C 133.57 - [BVerwGE 8, 149 = NJW 1959, 1099], vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [Buchholz BVerwG 310, § 130 VwGO Nr. 1], vom 31. August 1964 - BVerwG VIII C 350.63 - [BVerwGE 19, 231] und Beschluß vom 2. März 1965 - BVerwG VI C 12.63 -); dies um so mehr, als dem Kläger, der - selbst Volljurist - mit seinem Prozeßbevollmächtigten zu der mündlichen Verhandlung des Berufungsgerichts am 13. Dezember 1968 erschienen war, im Verlauf dieser klar sein mußte, daß das Berufungsgericht nicht beabsichtigte, die Zeugen zu vernehmen. - BVerwG, 03.10.1972 - VI B 57.71
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Verletzung …
Da schon hiernach ein Verfahrensmangel nicht vorliegt, kann dahingestellt bleiben, ob nicht ein auch für § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO wirksamer Rügeverlust dadurch eingetreten ist, daß nicht bis zum Abschluß der Vorinstanz eindeutig - gegebenenfalls durch einen hier nicht gestellten Antrag nach § 86 Abs. 2 VwGO - zum Ausdruck gebracht worden ist, der von einem etwaigen Verfahrensmangel betroffene Beteiligte werde sich mit diesem Verfahrensverstoß nicht abfinden (vgl. in diesem Zusammenhang Urteil vom 12. Februar 1959 - BVerwG III C 133.57 - [BVerwGE 8, 149 = NJW 1959, 1099], Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [Buchholz 310 § 130 VwGO Nr. 1], Urteil vom 31. August 1964 - BVerwG VIII C 350.63 - [BVerwGE 19, 231], Beschlüsse vom 2. März 1965 - BVerwG VI C 12.63 -, vom 9. Juni 1970 - BVerwG VI B 22.69 -, vom 13. August 1970 - BVerwG VI B 7.70 - und vom 4. Dezember 1970 - BVerwG VI B 37.70 -). - BVerwG, 23.06.1966 - III C 236.64 Ferner ist eine Verwertung schriftlicher Zeugenerklärungen als Zeugenbeweis, sofern die Voraussetzungen des § 377 Abs. 3 und 4 ZPO nicht erfüllt sind, sowie eine urkundenbeweisliche Verwertung von Zeugenprotokollen anderer Verfahren gegen den Widerspruch eines Beteiligten oder gegenüber einem Vernehmungsantrage unzulässig (…Baumbach-Lauterbach, a.a.O. Anm. 4 C zu § 286 ZPO, BGHZ 7, 116; Hanswerner Müller in NJW 1959, 21;… Klinger, VwGO, 2. Aufl., Anm. Alb zu § 96 VwGO;… Rosenberg, Lehrbuch des Deutschen Zivilprozeßrechts, 9. Aufl., § 119 IV 2; BVerwG, Urteile vom 4. November 1955 - BVerwG II C 269.54 - [BVerwGE 2, 310 = DVBl. 1956, 134], vom 25. Mai 1960 - BVerwG VIII C 110.59 - [DVBl. 1960, 731] undvom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]).
Damit stellt sich die Frage, ob der von der Klägerin gerügte Verfahrensmangel als geheilt anzusehen ist (§ 173 VwGO, § 295 ZPO); denn durch eine unter Verletzung des Grundsatzes der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme durchgeführte Beweiserhebung wird keine Verfahrensvorschrift verletzt, auf deren Einhaltung nicht verzichtet werden könnte(Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]).
- BVerwG, 17.11.1972 - IV C 41.68
Verstoß gegen den prozessrechtlichen Grundsatz der Unmittelbarkeit der …
Die prozeßrechtlichen Vorschriften über die Beweiserhebung sind weitgehend nicht derart zwingend, daß die Streitbeteiligten auf ihre Befolgung nicht wirksam verzichten könnten; dies ist allgemeine Meinung (vgl. z.B. Wieczorek, Zivilprozeßordnung Band II 1957, § 295 Anm. B II b 2) und vom Bundesverwaltungsgericht schon wiederholt entschieden worden (vgl. Urteile vom 12. Februar 1959 - BVerwG III C 133.57 - [BVerwGE 8, 149 ff.], vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [Buchholz 310, § 130 VwGO Nr. 1] und vom 23. Juni 1966 - BVerwG III C 236.64 - [Buchholz 310, § 86 Abs. 1 VwGO Nr. 49]). - BVerwG, 15.12.1976 - 8 C 54.76
Versagung weiterer Zurückstellung vom Grundwehrdienst - Rechtsmittel im …
Ob das Verwaltungsgericht bei der Einholung und Verwertung der Auskunft sonstige Vorschriften über die Beweiserhebung verletzt hat, braucht nicht weiter untersucht zu werden, weil es sich insoweit um verzichtbare Regelungen handelt, deren Nichtbeachtung der Kläger bereits in der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht hätte rügen müssen (vgl. Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]). - BVerwG, 05.12.1972 - VI B 37.72
Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache innerhalb der …
- BVerwG, 20.10.1965 - VI C 117.63
Rückforderung von aufgrund eines zurückgenommenen Versorgungsbescheides gezahlten …
- BVerwG, 03.12.1973 - VI B 62.73
Begründetheit einer Nichtzulassungsbeschwerde
- BVerwG, 29.10.1991 - 9 B 79.91
Widerlegbare Vermutung der deutschen Volkszugehörigkeit - Bekenntnis zum …
- BVerwG, 28.04.1976 - 3 C 36.75
Entschädigung für verfolgungsbedingte Ostschäden an Grundvermögen - …
- BVerwG, 09.11.1961 - VIII C 491.59
Rechtsmittel
- BVerwG, 29.08.1968 - VI B 52.67
Anforderungen an die Darlegung und Bezeichnung der grundsätzlichen Bedeutung …
- BVerwG, 12.08.1967 - IV B 252.65
Heilung eines Verfahrensmangels durch die unterlasssene Rüge in der nächsten …
- BVerwG, 02.03.1965 - VI C 12.63
Rechtsmittel
- BVerwG, 19.10.1987 - 9 B 319.87
Rechtmäßigkeit einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - …
- BVerwG, 26.05.1987 - 9 B 54.87
Volljährigkeit des Ausweisbewerbers als Voraussetzung der Fähigkeit zu einem …
- BVerwG, 08.09.1961 - VI C 86.58
Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit trotz Mitgliedschaft in der …
- BVerwG, 22.10.1965 - VII CB 119.65
Antrag auf Zurückstellung vom Wehrdienst auf Grund einer Unentbehrlichkeit im …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| BVerwG, 12.12.1960 - VIII C 391.59 |
Verfahrensgang
- BVerwG, 31.08.1960 - VIII C 391.59
- BVerwG, 12.12.1960 - VIII C 391.59
Papierfundstellen
- NJW 1961, 379
- DVBl 1961, 346
Wird zitiert von ... (9)
- BVerwG, 31.08.1988 - 4 B 153.88
Voraussetzungen für die Rüge der Verletzung der Ladungsfrist; Verwirklichung den …
§ 295 Abs. 1 ZPO läßt die Heilung von Verfahrensmängeln nicht nur im Falle eines ausdrücklichen Verzichts, sondern auch im Falle des Unterbleibens einer Rüge seitens der betroffenen Partei zu (BVerwG, Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG 8 C 391.59 -, NJW 1961, 379 ; Beschluß vom 4. November 1977 - BVerwG 4 C 71.77 - Buchholz 303 § 295 ZPO Nr. 1). - BVerwG, 23.06.1966 - III C 236.64 Ferner ist eine Verwertung schriftlicher Zeugenerklärungen als Zeugenbeweis, sofern die Voraussetzungen des § 377 Abs. 3 und 4 ZPO nicht erfüllt sind, sowie eine urkundenbeweisliche Verwertung von Zeugenprotokollen anderer Verfahren gegen den Widerspruch eines Beteiligten oder gegenüber einem Vernehmungsantrage unzulässig (…Baumbach-Lauterbach, a.a.O. Anm. 4 C zu § 286 ZPO, BGHZ 7, 116; Hanswerner Müller in NJW 1959, 21;… Klinger, VwGO, 2. Aufl., Anm. Alb zu § 96 VwGO;… Rosenberg, Lehrbuch des Deutschen Zivilprozeßrechts, 9. Aufl., § 119 IV 2; BVerwG, Urteile vom 4. November 1955 - BVerwG II C 269.54 - [BVerwGE 2, 310 = DVBl. 1956, 134], vom 25. Mai 1960 - BVerwG VIII C 110.59 - [DVBl. 1960, 731] undvom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]).
Damit stellt sich die Frage, ob der von der Klägerin gerügte Verfahrensmangel als geheilt anzusehen ist (§ 173 VwGO, § 295 ZPO); denn durch eine unter Verletzung des Grundsatzes der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme durchgeführte Beweiserhebung wird keine Verfahrensvorschrift verletzt, auf deren Einhaltung nicht verzichtet werden könnte(Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]).
- BVerwG, 15.12.1976 - 8 C 54.76
Versagung weiterer Zurückstellung vom Grundwehrdienst - Rechtsmittel im …
Ob das Verwaltungsgericht bei der Einholung und Verwertung der Auskunft sonstige Vorschriften über die Beweiserhebung verletzt hat, braucht nicht weiter untersucht zu werden, weil es sich insoweit um verzichtbare Regelungen handelt, deren Nichtbeachtung der Kläger bereits in der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht hätte rügen müssen (vgl. Urteil vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379]).
- OLG Rostock, 17.02.1995 - II WsRH 10/94
Verhaftung von Mitgliedern der polnischen Intelligenz. Deportation von mind. 300 …
Solche Tötungen sind aber, weil sie als Gegenterror erfolgen, schlechthin als völkerrechtswidrig anzusehen (vgl. Artzt/Penner a.a.O. S.109 ff., BGH NJW 1961, 379; BGHSt 23, 103, 107). - BFH, 05.10.1967 - V B 29/67
Verhandlungsführung - Überflüssiges Vorbringen - Rechtliches Gehör - Revision
Das BVerwG hat daher in Fällen, in denen die versagung des rechtlichen Gehörs beanstandet wurde, unter sinngemäßer Heranziehung des § 295 Abs. 1 ZPO -- einer Vorschrift, die nach § 155 FGO auch für das finanzgerichtliche Verfahren sinngemäß gilt -- in ständiger Rechtsprechung den folgenden Grundsatz vertreten: "Zur schlüssigen Rüge der Verletzung einer solchen (verzichtbaren) Verfahrensvorschrift mit der Revision gehört die Angabe, daß die Verletzung in der Vorinstanz gerügt worden ist ..." (BVerwGE 8, 149; ferner Urteil des BVerwG vom 12. Dezember 1960 VIII C 391/59 in NJW 1961, 379 und BVerwGE 19, 231). - BVerwG, 28.04.1976 - 3 C 36.75
Entschädigung für verfolgungsbedingte Ostschäden an Grundvermögen - …
Die Voraussetzungen der gemäß § 98 VwGO entsprechend anwendbaren Vorschrift des § 377 Abs. 4 ZPO, unter denen eine Verwertung schriftlicher Erklärungen im Wege des Zeugenbeweises zulässig ist (vgl. Urteile vom 4. November 1955 - BVerwG II C 269.54 - [BVerwGE 2, 310], vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379] und vom 8. Oktober 1969 - BVerwG V C 94.66 - [BVerwGE 34, 77]), liegen hier entgegen der von den Klägern vertretenen Ansicht zwar nicht vor; denn es fehlt bereits an der Möglichkeit einer schriftlichen Anhörung des Zeugen auf Veranlassung des Gerichts. - BGH, 14.06.1967 - IV ZR 8/66
Pflicht des Gerichts zur Vernehmung eines Zeugen nach schriftlicher Aussage
Die schriftliche Bekundung eines Zeugen gemäß § 377 Abs. 4 ZPO ist nicht ein Beweismittel eigener Art, etwa Urkundenbeweis, sondern sie ist Zeugenbeweis (…Baumbach-Lauterbach, 29. Aufl., Anm. 3 A zu § 377 ZPO;… Rosenberg, 8. Aufl., § 119 IV 1;… Stein-Jonas-Schönke-Pohle, 18. Aufl., Anm. V zu § 377 ZPO; KG in JW 1936, 1309 Nr. 41; BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1960, VIII C 391/59, NJW 1961, 379 Nr. 24). - BVerwG, 12.08.1967 - IV B 252.65
Heilung eines Verfahrensmangels durch die unterlasssene Rüge in der nächsten …
Denn entweder ist der in einer Verletzung des § 96 Abs. 2 VwGO liegende Verfahrensmangel hier gemäß § 295 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit § 173 VwGO dadurch geheilt worden, daß die Kläger nicht bei der nächsten mündlichen Verhandlung den Mangel gerügt haben (vgl. Urteile vom 12. Februar 1959 - BVerwG III C 133.57 - [BVerwGE 8, 149 (150) [BVerwG 12.02.1959 - III C 133/57]], vom 31. August 1960 - BVerwG VIII C 391.59 - [NJW 1961, 379] sowie vom 23. Juni 1966 - BVerwG III C 236.64 -); dafür, daß die Kläger den Mangel im Berufungsverfahren nicht mehr hätten rügen können, weil er möglicherweise erst im Urteil selbst in Erscheinung getreten wäre, ist nichts dargetan oder ersichtlich. - BGH, 16.01.1975 - III ZR 41/72
Auskunftspflichtigkeit als Nebenpflicht aus einem notariellen Vertrag - …
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".