Rechtsprechung
| BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
- BGH, 10.05.1961 - VIII ZR 115/58
Papierfundstellen
- DB 1960, 117
Wird zitiert von ... (11) Zitiert selbst (8)
- RG, 04.09.1936 - VII 42/36
1. Kann der Eigentümer einer Ware das daran geltend gemachte kaufmännische …
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Darüber hinaus kann es auch gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn jemand die eigene Vertragspflicht verletzt, aber trotzdem von seinem Vertragsgegner die Erfüllung des Vertrages verlangt oder aus dessen Vertragsverletzung Rechte herleiten will (für den Fall positiver Vertragsverletzung RGZ 123, 238, 241; 149, 401, 404; 152, 119, 123;… Soergel/Siebert BGB 9. Aufl. § 242 Anm. 134).Sie entspricht auch der schon vom Reichsgericht vertretenen Ansicht, eine Einschränkung der Rechte aus § 326 BGB wegen eigener Vertragsuntreue trete nicht ein, wenn aus dem Verhalten des Gegners zu entnehmen sei, daß er auf die Innehaltung der Vertragspflicht kein Gewicht mehr lege (RGZ 152, 119, 124).
- RG, 05.02.1929 - VII 506/28
1. Kann sich eine Vertragspartei, die aus einer ihr bekannten Tatsache keinen …
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Darüber hinaus kann es auch gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn jemand die eigene Vertragspflicht verletzt, aber trotzdem von seinem Vertragsgegner die Erfüllung des Vertrages verlangt oder aus dessen Vertragsverletzung Rechte herleiten will (für den Fall positiver Vertragsverletzung RGZ 123, 238, 241; 149, 401, 404; 152, 119, 123;… Soergel/Siebert BGB 9. Aufl. § 242 Anm. 134).Dabei ist in RGZ 123, 238, 241 einschränkend ausgesprochen, durch die Tatsache, daß beide Vertragsteile den Vertrag verletzen, würden die Schadensersatzansprüche, die jeder Teil durch die Vertragsverletzungen des anderen erlangt, nicht beseitigt; denn dies würde im Ergebnis dazu führen, daß überhaupt von keiner Vertragsverletzung gesprochen werden könnte, wenn beide Parteien den Vertrag nicht erfüllen.
- BGH, 29.04.1959 - IV ZR 311/58
Restitutionsklage
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Eine Wiedereröffnung, ohne daß die Voraussetzungen des § 139 ZPO vorlägen, nur auf Grund nachträglichen Parteivorbringens mag zwar nicht unzulässig sein (a.A. RGZ 115, 222;… Stein/Jonas/Schönke ZPO 18. Aufl. § 133 Anm. II 2), sie steht aber jedenfalls im freien richterlichen Ermessen, das in der Revision nicht nachprüfbar ist (…BGH Urt. v. 2. April 1958 - V ZR 203/56 - JR 1958, 344; Urt. v. 29. April 1959 - IV ZR 311/58 - NJW 1959, 1369, 1370).
- RG, 10.12.1935 - VII 135/35
1. Kennt der Besteller den Mangel im Sinne des § 640 Abs. 2 BGB. schon, wenn er …
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Darüber hinaus kann es auch gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn jemand die eigene Vertragspflicht verletzt, aber trotzdem von seinem Vertragsgegner die Erfüllung des Vertrages verlangt oder aus dessen Vertragsverletzung Rechte herleiten will (für den Fall positiver Vertragsverletzung RGZ 123, 238, 241; 149, 401, 404; 152, 119, 123;… Soergel/Siebert BGB 9. Aufl. § 242 Anm. 134). - BGH, 02.04.1958 - V ZR 203/56
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Eine Wiedereröffnung, ohne daß die Voraussetzungen des § 139 ZPO vorlägen, nur auf Grund nachträglichen Parteivorbringens mag zwar nicht unzulässig sein (a.A. RGZ 115, 222;… Stein/Jonas/Schönke ZPO 18. Aufl. § 133 Anm. II 2), sie steht aber jedenfalls im freien richterlichen Ermessen, das in der Revision nicht nachprüfbar ist (BGH Urt. v. 2. April 1958 - V ZR 203/56 - JR 1958, 344;… Urt. v. 29. April 1959 - IV ZR 311/58 - NJW 1959, 1369, 1370). - BGH, 24.10.1955 - II ZR 216/54
Stillschweigender Verzicht des HV, Schweigen des HV auf eine vom U unter …
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Erklärte sich die Klägerin nicht gegenüber Anregungen, die Vertragsbestimmung zu ändern, so war eine Vereinbarung, da Schweigen in diesem Falle nur als Ablehnung gewertet werden kann, gerade nicht zustande gekommen (vgl. BGH Urt. v. 24. Oktober 1955 - II ZR 216/54 - LM HGB § 346 D Nr. 7). - BGH, 28.06.1957 - VIII ZR 252/56
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Diese ihm zustehende Einrede hindert den Eintritt des Verzuges, ohne daß sie besonders vorgebracht zu werden braucht (Urteil des BGH v. 28. Juni 1957 - VIII ZR 252/56 - S. 8, insoweit nicht abgedruckt bei LM BGB § 276 Ha Nr. 2). - RG, 12.11.1926 - II 63/26
Mündlichkeit des Verfahrens
Auszug aus BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
Eine Wiedereröffnung, ohne daß die Voraussetzungen des § 139 ZPO vorlägen, nur auf Grund nachträglichen Parteivorbringens mag zwar nicht unzulässig sein (a.A. RGZ 115, 222;… Stein/Jonas/Schönke ZPO 18. Aufl. § 133 Anm. II 2), sie steht aber jedenfalls im freien richterlichen Ermessen, das in der Revision nicht nachprüfbar ist (…BGH Urt. v. 2. April 1958 - V ZR 203/56 - JR 1958, 344;… Urt. v. 29. April 1959 - IV ZR 311/58 - NJW 1959, 1369, 1370).
- BGH, 28.03.1996 - VII ZR 228/94
Rücktritt von einem Werkvertrag über Planungsleistungen wegen Zeitverzugs; …
§ 326 BGB ist grundsätzlich nicht anwendbar, wenn dem Schuldner die Einrede des nichterfüllten Vertrags (§ 20 BGB) zusteht, da er dann überhaupt nicht in Verzug geraten kann (BGH, Urteile vom 1. Oktober 1986 - VIII ZR 132/85 = NJW 1987, 251, 252 f und vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 - LM § 326 (C) Nr. 1 a).Die Einrede hindert den Eintritt des Verzugs, ohne daß sie vom Schuldner besonders vorgebracht zu werden braucht (BGH, Urteile vom 19. November 1959 aaO., vom 8. Juli 1982 - VII ZR 96/81 = NJW 1982, 2494, 2495; vom 6. Dezember 1991 - V ZR 229/90 = BGHZ 116, 244, 249).
Allerdings kann der Gläubiger ausnahmsweise trotz eigener Vertragsverletzung aus § 326 BGB vorgehen, wenn der Schuldner zu erkennen gegeben hat, daß er auf die Einhaltung der verletzten Vertragspflicht des Gläubigers kein Gewicht legt oder dessen Vertragsuntreue duldet (…vgl. BGH, Urteile vom 1. Oktober 1986 aaO. S. 253 und vom 19. November 1959 aaO.).
- BGH, 01.10.1986 - VIII ZR 132/85
Leistung des Schadensersatzanspruchs im Hinblick auf eine vorvertragliche …
Das Verhalten der Klägerin erfüllte jedoch die Voraussetzungen einer die Gläubigerrechte ausschließenden Vertragsuntreue nicht, wobei dahinstehen mag, inwieweit es sich überhaupt um einen allgemeinen Rechtsgrundsatz handelt (dazu Senatsurteile vom 29. Oktober 1957 - VIII ZR 282/56 = WM 1958, 113 unter I 3 d und vom 14. Juli 1971 - VIII ZR 49/70 = WM 1971, 1304 unter II 2 a) und ob die Vertragsuntreue ein ungeschriebenes - negatives - Tatbestandsmerkmal des § 326 BGB darstellt oder nicht schon - zumindest in den meisten Fällen - den Schuldnerverzug nicht eintreten läßt (dazu Senatsurteile vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 = WM 1960, 110 unter I 3; vom 11. Oktober 1967 - VIII ZR 143/65 = WM 1967, 1239 unter II 1 a …und vom 14. Juli 1971 a.a.O. unter aa).Legt der Schuldner auf die Einhaltung bestimmter Vertragspflichten des Gläubigers kein Gewicht (dazu Senatsurteil vom 19. November 1959 aaO) oder duldet er dessen Vertragsuntreue, so kann er hieraus keine Rechte herleiten.
- BGH, 14.07.1971 - VIII ZR 49/70
Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs wegen Verletzung einer …
Was aber die Berufung auf eine sonstige Vertragsverletzung des Gegners betrifft, so kann es gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn derjenige, der die eigene Vertragspflicht verletzt, aus einer Vertragsverletzung des Gegners das Recht herleiten will, sich vom Vertrage zu lösen (RGZ 123, 238; 149, 401; 152, 119; Urteile des erkennenden Senats vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 = WM 1960, 110; vom 3. Oktober 1962 - VIII ZR 34/62 = LM BGB § 276 [H] Nr. 6 = BGHWarn 1962 Nr. 204 = MDR 1963, 301).
- BGH, 10.03.1978 - V ZR 67/76
Entstehen eines Zinsanspruchs bei Erschwerungen einer Finanzierungsmöglichkeit - …
Es ist anerkannten Rechts, daß es gegen Treu und Glauben verstoßen kann, wenn jemand die eigene Vertragspflicht verletzt und trotzdem von seinem Vertragspartner (uneingeschränkte) Erfüllung des Vertrages verlangt (vgl. etwa BGH Urteil vom 19. November 1959, VIII ZR 115/58, WM 1960, 110 m.w.N.). - BGH, 11.10.1967 - VIII ZR 143/65
Verzug eines vorleistungsverpflichteten Schuldners - Voraussetzungen der Heilung …
- BGH, 08.11.1960 - I ZR 99/59
Unterlassungsanspruch bei geschäftlicher Verleumdung - Unrichtigkeit einer Angabe …
In allen übrigen Fällen ist die Wiedereröffnung in das Ermessen des Gerichts gestellt (BGHZ 30, 60, 65 f [BGH 29.04.1959 - IV ZR 311/58] ; ferner BGH vom 19.11.1959 - VIII ZR 115/58) Somit brauchte das Berufungsgericht nicht zum Zwecke der Prüfung, ob in dem prozeßwidrig nachgereichten Schriftsatz eine anspruchtilgende Auskunft enthalten sei, wieder in die mündliche Verhandlung einzutreten. - BGH, 02.02.1960 - VI ZR 2/59
Rechtsmittel
Nur wenn sich aus dem neuen Vorbringen ergeben hätte, daß die bisherige Verhandlung lückenhaft war und die Ausübung des Fragerechts geboten gewesen wäre, hätte die Verhandlung auf den Antrag des Beklagten wieder eröffnet werden müssen (BGHZ 30, 60, 65 [BGH 29.04.1959 - IV ZR 311/58] und die dort angeführten weiteren Nachweise; BGH Urteil vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58). - BGH, 06.12.1979 - III ZR 23/77
Streitigkeit um Nutzungsrechte beziehungsweise Verträge an Thermalwasserquelle - …
Voraussetzung ist allerdings grundsätzlich die eigene Vertragstreue des Gläubigers; eine Ausnahme von diesem Grundsatz gilt indes u.a., wenn der Schuldner auf die Einhaltung der fraglichen Vertragspflicht durch den Gläubiger kein Gewicht legt (BGH Urteil vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 = LM § 326 (C) BGB Nr. 1 a) oder sich unberechtigt vom Vertrag lossagt, ohne diese Entscheidung in irgendeiner Weise mit der Erfüllungsbereitschaft des anderen Teils zu verknüpfen (…BGH Urteil vom 1. Dezember 1976 a.a.O. m.w.Nachw.;… Jauernig/Vollkommer a.a.O. § 326 Anm. 2 b)). - BGH, 16.09.1969 - VI ZR 294/67
Anspruch auf Schadensersatz wegen entgangenen Gewinns - Schadensersatz wegen …
Zudem kann es gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn jemand, der die ihm obliegende Vertragspflicht verletzt hat, von seinem Gegner Erfüllung des Vertrages oder, bei dessen Weigerung, Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangt (vgl. BGH Urteil vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 - LM § 326 [C] Nr. 1 a). - BGH, 20.11.1967 - VIII ZR 115/65
Auslegung einer Akkreditivvereinbarung - Sukzessivlieferungsvertrag über schnell …
In der Rechtsprechung wird zwar angenommen, daß, wer selbst vertragsuntreu ist, nicht aus der Vertragsuntreue des anderen Teiles Rechte für sich herleiten könne (vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 19. November 1959 - VIII ZR 115/58 - LM BGB § 326 [C] Nr. 1 a = WM 1960, 110; vom 29. Oktober 1957 - VIII ZR 282/56 - LM BGB § 325 Nr. 6 = WM 1958, 113). - BGH, 30.11.1960 - VIII ZR 29/60
Rechtsmittel
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".
Rechtsprechung
| BGH, 10.05.1961 - VIII ZR 115/58 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer
Rechtsmittel
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Verfahrensgang
- BGH, 19.11.1959 - VIII ZR 115/58
- BGH, 10.05.1961 - VIII ZR 115/58
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (1)
- BGH, 02.12.1958 - VI ZR 310/54
Auszug aus BGH, 10.05.1961 - VIII ZR 115/58
Der Bundesgerichtshof hatim Beschluß vom 2. Dezember 1958 (VI ZR 310/54 - NJW 1959, 287 = LM BGB § 419 Nr. 12) in einem solchen Falle die Auffassung vertreten, daß der Übernehmer des Vermögens für alle Kosten des anhängigen Rechtsstreits haftet, mögen sie bereits entstanden sein oder auf Grund des eingeleiteten Vertrages erst im weiteren Ablauf des Verfahrens erwachsen.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".