Rechtsprechung
| BGH, 23.06.1960 - VIII ZR 115/59 |
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Kurzfassungen/Presse
Papierfundstellen
- NJW 1960, 1614 (Ls.)
- MDR 1960, 921
- DB 1960, 1214
Wird zitiert von ... (7) Zitiert selbst (2)
- BGH, 15.06.1951 - V ZR 86/50
Wegfall der Geschäftsgrundlage, wichtiger Grund, Aufklärungs- und …
Auszug aus BGH, 23.06.1960 - VIII ZR 115/59
Dieses Kündigungsrecht, das bei solchen Schuldverhältnissen aus wichtigem Gründe entsteht, tritt an die Stelle des Rücktrittsrechts, das bei anderen Schuldverhältnissen nach Wegfall der Geschäftsgrundlage gegeben ist (vgl. BGH Urt. v. 15. Juni 1951 - V ZR 86/50 - NJW 1951, 836). - BGH, 20.03.1953 - V ZR 123/51
Rechtsmittel
Auszug aus BGH, 23.06.1960 - VIII ZR 115/59
Eine Kündigung von Bierbezugsverträgen nach § 242 BGB ist dann zulässig, wenn die Durchführung des Vertrages durch außerhalb der Verantwortung des Verpflichteten liegende Umstände erheblich gefährdet und ihm deshalb nicht mehr zuzumuten ist (vgl. BGH Urt. v. 20. März 1953 - V ZR 123/51 - LM BGB § 247 Nr. 1 = BB 1953, 369 Nr. 894, Betrieb 1953, 485;… OLG Nürnberg, Urt. v. 31. März 1955 - 2 U 58/54 - in BayerJMBl 1955, 192).
- BGH, 26.05.1986 - VIII ZR 218/85
Wirksamkeit einzelner Klauseln in einem Zeitschriften-Abonnement-Vertrag; …
daher ein Festhalten an dem Vertrag nach Treu und Glauben nicht mehr zuzumuten ist (BGHZ 41, 104, 108; Senatsurteil vom 23. Juni 1960 - VIII ZR 115/59 = LM BGS § 242 (Bc) Nr. 10; BGH Urteil vom 5. März 1981 - III ZR 115/80 = WM 1981, 679 unter 4, jeweils m.w.Nachw.).Dafür fehlt jeder Anhalt, zumal der allgemeine Rechtsgrundsatz, daß Dauerrechtsverhältnisse aus wichtigem Grund gekündigt werden können, in der gleichen Weise aus dem Prinzip von Treu und Glauben abgeleitet wird (z.B. Senatsurteile vom 23. Juni 1960 a.a.O. und vom 28. April 1972 - VIII ZR 116/79 = LM BGB § 242 (Bc) Nr. 21) wie die Generalklausel des § 9 AGBG auf diesen Grundsatz Bezug nimmt.
- BGH, 27.02.1985 - VIII ZR 85/84
Auslegung eines Bierlieferungsvertrages im Hinblick auf ein mit einem Dritten …
In seiner Entscheidung vom 23. Juni 1960 (VIII ZR 115/59 = LM BGB § 242 (Bc) Nr. 10) hat der Senat zwar eine Auslegung für denkbar gehalten, nach der die Vertragspflicht des Gastwirts aus einem langfristigen Bierbezugsvertrag ihr Ende finde, wenn er die Gaststätte weder verpachten noch selbst weiterführen könne, diese Frage aber nicht abschließend beantwortet; daß der Senat dem Verpflichteten das Recht zur fristlosen Kündigung des Bezugsvertrages eingeräumt hat, beruhte auf der - mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbaren - Besonderheit des Falles, die darin bestand, daß der verpflichtete Grundstückseigentümer die Gaststätte nach dem Vertrag nicht selbst zu führen, sondern nur durch Verpachtung zu nutzen hatte und auf unabsehbare Zeit keine Aussicht für eine Verpachtung der Gastwirtschaft bestand. - BGH, 05.11.1980 - VIII ZR 232/79
Geltendmachung von Wechselansprüchen - Kauf von Kies und Baumaterial - Anspruch …
Mangels festbestimmter Lieferungsmengen oder Höchstmengen steht die letztere Vertragsart den Dauerschuldverhältnissen, für die das Institut der Kündigung gesetzlich vorgesehen oder von der Rechtsprechung entwickelt worden ist, so nahe, daß die Kündigung als das sachgerechte Mittel der Vertragsbeendigung erscheint (vgl. auch Senatsurteil vom 23. Juni 1960 - VIII ZR 115/59 = LM BGB § 242 (Bc) Nr. 10).
- BGH, 10.03.1976 - VIII ZR 268/74
Auslegung eines Bierliefervertrages - Kündigung zum Ende des Sudjahres - …
Wie alle Dauerschuldverhältnisse, so können auch langfristige Bierlieferungsverträge aus wichtigem Grund fristlos gekündigt werden (BGH Urteil vom 20. März 1953 - V ZR 123/51 = LM BGB § 247 Nr. 1; Senatsurteil vom 23. Juni 1960 - VIII ZR 115/59 = NJW 1960, 1614 [L.S] = LM BGB § 242 (Bc) Nr. 10). - BGH, 09.12.1970 - VIII ZR 9/69
- BGH, 25.01.1983 - KZR 2/82
Anspruch auf Rückzahlung eines erlangten "Zuschusses" von 1.000 DM wegen …
Ob der Beklagte verpflichtet blieb, als er die Gaststätte vorzeitig aufgab, hängt davon ab, ob ihm durch außergewöhnliche, außerhalb seines Verantwortungsbereichs liegende Umstände die Fortführung der Gaststätte unzumutbar geworden war und er keinen übernahmewilligen Nachfolger fand (vgl. dazu Hiddemann WM 1975, 945, 944 unter Hinweis auf BGH Urteil vom 23. Juni 1960 - VIII ZR 115/59 - LM BGB § 242 Bc Nr. 10 = NJW 1960, 1614 L., dort weitere Nachweise; zum Automatenaufstellvertrag vgl. BGH Urteile vom 3. März 1971 - VIII ZR 55/70 - WM 1971, 503, 504; vom 24. Januar 1973 - VIII ZR 147/71 - WM 1973, 388, 389). - BGH, 09.12.1970 - II ZR 9/69
Anforderungen an die Auslegung einer Bürgschaftserklärung - Hinreichende …
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