Rechtsprechung
| BGH, 30.03.1977 - VIII ZR 300/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Vermietung eines Anwesens zum Betrieb einer Gaststätte oder Schankwirtschaft - Bestehen eines Anspruchs auf Entrichtung von Miete oder Pacht - Verstoß eines Vertrages gegen die guten Sitten
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (3)
- BGH, 11.11.1968 - VIII ZR 151/66
Sittenwidrigkeit eines Formularvertrags
Auszug aus BGH, 30.03.1977 - VIII ZR 300/75
Falls allerdings in einem Formularvertrag oder einem Vertrag, dessen wesentlicher Inhalt von allgemeinen Geschäftsbedingungen bestimmt ist, eine Vielzahl von Bestimmungen wegen Verstoßes gegen die guten Sitten unwirksam ist, so ist der ganze Vertrag nichtig (BGHZ 51, 55); ein solcher Sachverhalt liegt hier aber nicht vor, weshalb dahingestellt bleiben kann, ob es sich bei dem Unterpachtvertrag vom 21. Dezember 1972 um einen Formularvertrag handelt. - BGH, 05.10.1966 - VIII ZR 75/64
Abschluss eines Bierbezugvertrages - Anspruch auf Unterlassung - Nichtigkeit …
Auszug aus BGH, 30.03.1977 - VIII ZR 300/75
Die Möglichkeit, einengungsbedürftige Vertragsbestimmungen nach § 242 BGB auf einen zulässigen Inhalt zurückzuführen, steht der Annahme ihrer Nichtigkeit entgegen (Senatsurteile vom 22. Januar 1964 - VIII ZR 274/62 = LM BGB § 138 (Bc) Nr. 5 = MDR 1964, 747 und vom 5. Oktober 1966 - VIII ZR 75/64). - BGH, 22.01.1964 - VIII ZR 274/62
Auszug aus BGH, 30.03.1977 - VIII ZR 300/75
Die Möglichkeit, einengungsbedürftige Vertragsbestimmungen nach § 242 BGB auf einen zulässigen Inhalt zurückzuführen, steht der Annahme ihrer Nichtigkeit entgegen (Senatsurteile vom 22. Januar 1964 - VIII ZR 274/62 = LM BGB § 138 (Bc) Nr. 5 = MDR 1964, 747 und vom 5. Oktober 1966 - VIII ZR 75/64).
- BGH, 24.10.2025 - V ZR 129/24
Wirksamkeit der Vereinbarung der Vertragsstrafe in der Gemeinschaftsordnung; …
Aufgrund der Herabsetzungsmöglichkeit gem. § 343 BGB (…vgl. unten Rn. 23 ff.) kann nicht allein die Höhe der bei Zuwiderhandlung verwirkten Strafe die Sittenwidrigkeit begründen, sondern es müssen in aller Regel noch besondere Umstände hinsichtlich des Inhalts, des Beweggrundes oder des Zweckes der Abrede hinzutreten (vgl. BGH, Urteil vom 30. März 1977 - VIII ZR 300/75, WM 1977, 641, 643), die weder festgestellt noch sonst ersichtlich sind. - OLG Nürnberg, 24.03.2022 - 13 U 2275/21
Begründeter Anspruch aus einem abstrakten Schuldversprechen
Ist eine Vertragsstrafe verwirkt, so kann sie, falls sie unverhältnismäßig hoch ist, gemäß § 343 BGB herabgesetzt werden (BGH, Urteil vom 30.03.1977 - VIII ZR 300/75 -, Rn. 36, juris). - BGH, 06.07.1984 - V ZR 62/83
Zur Wirksamkeit einer unbefristeten Nutzungsverpflichtung
Denn es ist anerkannt, daß die Vereinbarung einer Vertragsstrafe nicht schon allein im Hinblick auf ihre Höhe sittenwidrig ist; hinzukommen müssen noch besondere Umstände (BGH Urteile vom 5. Oktober 1951, I ZR 74/50, LM BGB § 343 Nr. 1 b - insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 3, 193 = NJW 1952, 101 - und vom 30. März 1977, VIII ZR 300/75, LM BGB § 138 [Bc] Nr. 16 = WM 1977, 641, 643). - OLG Köln, 05.03.2013 - 3 U 168/10 Nach allgemeiner Ansicht reicht hierfür selbst eine unverhältnismäßige Höhe der Vertragsstrafe - die vorliegend nach den obigen Ausführungen ohnehin schon nicht gegeben ist - alleine nicht aus, vielmehr müssen weitere Umstände hinzukommen, die das Strafversprechen als sittenwidrig erscheinen lassen, denn bei allein unverhältnismäßiger Höhe besteht die Möglichkeit der Herabsetzung gemäß § 343 BGB (vgl. BGH, VIII ZR 300/75, Urt. v. 30.03.1977, WM 1977, 641, 643;… OLG Celle, 13 U 213/00, Urt. v. 22.03.2001, BauR 2001, 1108 f.;… Palandt-Grüneberg, BGB, 72. A. (2013), § 343 Rn. 4 m. w. N.).
- BGH, 25.01.1983 - KZR 2/82
Anspruch auf Rückzahlung eines erlangten "Zuschusses" von 1.000 DM wegen …
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Vorschrift nicht schon bei unverhältnismäßiger Höhe der Vertragsstrafe anwendbar, sondern erst beim Hinzutreten besonderer Umstände hinsichtlich des Inhalts, der Beweggründe und des Zweckes der Abrede (BGH Urteile vom 5. Oktober 1951 - I ZR 74/50 - LM BGB § 343 Nr. 1, insoweit in BGHZ 3, 193 nicht abgedruckt; vom 30. März 1977 - VIII ZR 300/75 - WM 1977, 641, 643; RGZ 114, 304, 307 m.w.N.;… Ballhaus in RGRK-BGB 12. Aufl. § 343 Rdn. 7).
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