Rechtsprechung
| BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Darlegungslast und Beweislast eines Schuldners für das Nichtbestehen einer Schuld im Falle einer Rückforderung - Inhalt eines Vorbehalts bei Zahlung eines Schuldners an den Gläubiger - Auslegung einer Bürgschaft bei Verbürgen im Rahmen eines Formularvertrages - Umfang ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- MDR 1977, 1012
- WM 1977, 418
- WM 1977, 812
- BB 1977, 1116
- DB 1977, 1594
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (8)
- BGH, 10.10.1957 - VII ZR 419/56
Bestimmbarkeit der Bürgschaft
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Daß die Rechtswirksamkeit von Bürgschaftsverpflichtungen, die unübersehbar sind und eine uferlose Ausweitung des § 765 Abs. 2 BGB zur Folge haben können, nicht anzuerkennen ist (BGHZ 25, 318, 319), gilt ganz allgemein und unabhändig davon, ob eine konkrete Schutzbedürftigkeit des Bürgen vorliegt.Jedenfalls kann sich ein Dritter, der sich verpflichtet hat, nur für Forderungen aus der Geschäftsverbindung des Kunden zu der Bank einzustehen, darauf verlassen, daß er für solche, erst von einem anderen erworbene Forderungen nicht in Anspruch genommen wird (…vgl. BGH Urt. vom 4. Juni 1964 - VII ZR 35/63 = WM 1964, 813 - dort sogar für den Fall des Ankaufs eines bei der betreffenden Bank zahlbaren Wechsels; s. hierzu aber auch BGHZ 25, 318, 319).
- BGH, 29.09.1969 - VIII ZR 9/68
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Denn wenn eine Bank nach der Kündigung ihre Forderungen gegen den Kunden durch eigene Transaktionen erweitert, so tut sie das nicht in Abwicklung der alten, sondern im Zuge einer neuen Geschäftsverbindung (Senatsurteil vom 29. September 1969 - VIII ZR 9/68 = WM 1969, 1276).Der Kläger hatte sich aber nicht schlechthin für alle Ansprüche der Beklagten zu 1 aus irgendeiner bankmäßigen Geschäftsverbindung, sondern nur für die Ansprüche der Klägerin aus der im Zeitpunkt der Bürgschaftsübernahme bestehenden Geschäftsverbindung verbürgt (Senatsurteil vom 29. September 1969 a.a.O.).
- BGH, 08.11.1973 - VII ZR 246/72
Fehlender Anspruch auf Ersatz anteiligen Erschließungsaufwands nach Übernahme der …
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Das reicht aber nicht aus (BGHZ 61, 359, 363).
- BGH, 28.11.1957 - VII ZR 42/57
Kreditbürgschaft
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Es kann offenbleiben, ob Fälle denkbar sind, in denen die Berufung des Bürgen einer Gesellschaft, deren Anteile sich alle in seiner Hand vereinen, auf die Aufhebung der bankmäßigen Geschäftsverbindung gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB) verstößt, wenn die Bank der Gesellschaft anschließend im Einvernehmen mit dem Bürgen Sanierungsmittel zufließen läßt (zur Frage der Arglist bei Berufung auf die Formnichtigkeit einer Bürgschaft vgl. BGH Urt. vom 28. November 1957 - VII ZR 42/57 = WM 1958, 71). - BGH, 29.11.1956 - II ZR 156/55
Haftung des alleinigen Gesellschafters der GmbH
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Die GmbH bleibt, auch wenn sich alle Geschäftsanteile durch Abtretung in einer Hand vereinen, juristische Person und ist im Rechtssinne nicht mit ihrem alleinigen Gesellschafter identisch (BGHZ 22, 226, 229). - BGH, 03.02.1965 - VIII ZR 70/63
Wirksamkeit eines Bürgschaftsvertrages - Übernahme einer Bürgschaft für alle …
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Verbürgt sich jemand in einem Formularvertrag für alle gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen einer Bank gegen einen Kunden, so ist die Bürgschaft regelmäßig so auszulegen, daß sie nur Forderungen aus dem bankmäßigen Geschäftsverkehr sichern soll (Senatsurteil vom 3. Februar 1965 - VIII ZR 70/63 = WM 1965, 230). - BGH, 04.06.1964 - VII ZR 35/63
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Jedenfalls kann sich ein Dritter, der sich verpflichtet hat, nur für Forderungen aus der Geschäftsverbindung des Kunden zu der Bank einzustehen, darauf verlassen, daß er für solche, erst von einem anderen erworbene Forderungen nicht in Anspruch genommen wird (vgl. BGH Urt. vom 4. Juni 1964 - VII ZR 35/63 = WM 1964, 813 - dort sogar für den Fall des Ankaufs eines bei der betreffenden Bank zahlbaren Wechsels; s. hierzu aber auch BGHZ 25, 318, 319). - RG, 22.03.1912 - VII 477/11
Reichsstempel. Zahlung mit Vorbehalt.
Auszug aus BGH, 06.06.1977 - VIII ZR 323/75
Nimmt der Gläubiger die Leistung trotzdem an, so verbleibt es, falls es später zum Streit über die Forderung kommt, bei seiner Beweislast (…RG a.a.O.;… Staudinger/Kaduk, a.a.O. Bem. 19;… Weber in RGRK a.a.O.;… Palandt/Heinrichs, a.a.O.;… Soergel/R.Schmidt, a.a.O.; vgl. auch RGZ 79, 140, 142).
- BGH, 27.06.1979 - VIII ZR 233/78
Abschluss eines Bürgschaftsvertrages - Nichthaftung als Bürge wegen …
Die Klägerin konnte aber nun nicht nach Konkurseröffnung weitere Forderungen gegen die Hauptschuldnerin von Dritten sich abtreten lassen und damit ihre durch die Bürgschaft begründete freie Sicherheit ausfüllen (vgl. Senatsurteile vom 29. September 1969 - VIII ZR 9/68 = WM 1969, 1276, 1277; vom 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75 = WM 1977, 812, 814). - BGH, 16.01.1992 - IX ZR 113/91
Voraussetzungen für die Beschränkung der Unwirksamkeitsfolge auf einen inhaltlich …
Daher ist eine Verbürgung für alle bestehenden und künftigen Ansprüche einer Bank gegen den Hauptschuldner, die sich aus der bankmäßigen Geschäftsverbindung ergeben, zulässig (BGHZ 25, 318, 321; BGH, Urt. v. 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75, LM BGB § 767 Nr. 9; Senatsurt. v. 6. Dezember 1984 IX ZR 115/83, ZIP 1985, 267, 268 f.). - BGH, 14.11.1991 - IX ZR 20/91
Übernahme einer Bürgschaft durch Mitglieder einer Baubetreuungsgesellschaft
Dementsprechend können künftige Kreditschulden "aus laufender Geschäftsverbindung" ebenso im voraus verbürgt werden (BGH, Urt. v. 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75, WM 1977, 812, 814 unter II 1; Senatsurt. v. 7. November 1985 - IX ZR 40/85, NJW 1986, 928, 929) wie die Gesamtheit der in einem anderen Vertrage übernommenen vertraglichen Verpflichtungen (…vgl. BGH, Urt. v. 12. Juni 1980 - VII ZR 270/79, WM 1980, 951 f).
- BGH, 07.11.1985 - IX ZR 40/85
Schriftform bei Verbürgung für künftige Ansprüche
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Hauptschuld bestimmt genug bezeichnet, wenn der Bürge nach dem Inhalt der von ihm unterschriebenen Urkunde für die bestehenden und künftigen Ansprüche, die sich aus der bankmäßigen Geschäftsverbindung zwischen der Bank oder Sparkasse und dem Hauptschuldner ergeben, einzustehen versprochen hat (BGHZ 25, 318, 321 [BGH 10.10.1957 - VII ZR 419/56]; 77, 167 [BGH 20.05.1980 - VI ZR 202/78]; BGH Urteile v. 3. Februar 1965 - VIII ZR 70/63, NJW 1965, 965; v. 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75, LM BGB § 767 Nr. 9; v. 6. Dezember 1984 - IX ZR 115/83, ZIP 1985, 267). - BGH, 05.04.1990 - IX ZR 111/89
Bürgschaft - Unbestimmtheit
Eine Auslegung dahin, daß die Bürgschaft auch für die in der zweiten Alternative aufgezählten weiteren Verbindlichkeiten - aus Wechseln, Bürgschaften und abgeleitetem Recht - stillschweigend nur im Rahmen der bankmäßigen Geschäftsverbindung zwischen der Sparkasse und der Firma BCT als Bürgin.übernommen sein soll (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 3. Februar 1965 - VIII ZR 70/63, WM 1965, 230, 231 unter 1; v. 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75, WM 1977, 812, 814 unter II 1), scheidet hier aus. - BGH, 21.01.1993 - IX ZR 90/92
Keine wirksame Bürgschaft ohne Bezeichnung der Hauptschuld
Darin liegt der wesentliche Unterschied zu den Sachverhalten, die den Urteilen des Bundesgerichtshofs vom 3. Februar 1965 (VIII ZR 70/63 - WM 1965, 230) und vom 6. Juni 1977 (VIII ZR 323/75 - WM 1977, 812) zugrunde lagen. - BGH, 22.05.1986 - IX ZR 108/85
Zweckerreichung der Bürgschaft bei Eintritt des Bürgen in eine Gesellschaft
Eine frühere Kündigung des Kreditverhältnisses, durch die die bankmäßige Geschäftsverbindung der Klägerin mit der Hauptschuldnerin aufgehoben worden und deshalb eine nachfolgende Gewährung oder Ausweitung von Krediten von der Bürgschaft des Beklagten nicht mehr gedeckt gewesen wäre (BGH, Urt. v. 6. Juni 1977 - VIII ZR 323/75, WM 1977, 812, 814), ist nicht behauptet. - BGH, 29.06.1979 - III ZR 112/78
Amtspflicht - Verletzung - Übernahme in Beamtenverhältnis - Bewerber - Ermittlung …
Die Kl. konnte aber nun nicht nach Konkurseröffnung weitere Forderungen gegen die Hauptschuldnerin von Dritten sich abtreten lassen und damit ihre durch die Bürgschaft begründete freie Sicherheit ausfüllen (vgl. Senat, WM 1969, 1276 [1277]; 1977, 812 [814]).
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".