Rechtsprechung
| BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01 - 4/Str/v/Str |
Volltextveröffentlichungen (6)
- VERIS(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- Reguvis VergabePortal - Veris(Abodienst, Leitsatz ggf. frei)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GWB § 97 Abs. 7; VOB/A § 24 Nr. 3
Ausschluss eines Angebots aus dem Vergabeverfahren wegen der Einschaltung von Nachunternehmern
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Funktion der ergänzenden Angabe der Registernummer gemäß § 35a Abs. 1 Satz 1 GmbH-Gesetz (GmbHG) und Folgen einer unzutreffenden Registernummer; Bindungswirkung einer Erklärung zum Einsatz von Nachunternehmen im Rahmen eines Angebotes nach der Vergabe- und Vertragsordnung ...
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
Angebotsänderung durch nachträgliche Einschaltung von Nachunternehmern
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Thüringer Oberlandesgericht (Leitsatz)
Nicht angebotener Nachunternehmereinsatz
Besprechungen u.ä.
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)
Darf man ein Angebot hinsichtlich des Nachunternehmereinsatzes ändern? (IBR 2001, 387)
Verfahrensgang
- VK Südbayern, 20.12.2000 - 120.3-3194.1-25-11/00
- BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01 - 4/Str/v/St
Papierfundstellen
- VergabeR 2001, 222
Wird zitiert von ... (28) Zitiert selbst (9)
- BGH, 20.01.1994 - VII ZR 174/92
Wirksamkeit von unter Verstoß gegen die Formvorschriften der Gemeindeordnung …
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt es sich bei den Formvorschriften der Gemeindeordnung , die die Vertreter der Gemeinden beim Abschluss von Verträgen zu beachten haben, um materielle Vorschriften über die Beschränkung der Vertretungsmacht, die dem Schutz der öffentlich-rechtlichen Körperschaften und ihrer Mitglieder dienen (BGH NJW 1994, 1528 ; 1998, 3058/3060 jeweils m.w.N.).Ein derartiger Ausnahmefall liegt dann vor, wenn der mit der Formvorschrift bezweckte Schutz deshalb bedeutungslos geworden ist, weil das nach der Gemeindeordnung für die Willensbildung zuständige Organ der öffentlich-rechtlichen Körperschaft den Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts materiell gebilligt hat (BGH NJW 1994, 1528 ; 1973, 1494/1495).
Dann ist der ursprüngliche Vertrag "als wirksam anzusehen" (BGH NJW 1994, 1528 ), obwohl er der Schriftform der Gemeindeordnung nicht genügt.
- BGH, 19.12.2000 - X ZB 14/00
Anrufung der Vergabekammer nach Abschluß des Vergabeverfahrens
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Zwar kann die Vergabekammer in zulässiger Weise nicht mehr angerufen werden, sobald das Vergabeverfahren durch wirksame Auftragserteilung abgeschlossen ist (BGH Beschluss vom 19.12.2000 X ZB 14/00; BayObLGZ 1999, 318 ; KG ZIP 2000, 1746 ; OLG Brandenburg ZIP 2000, 2327).Der Beigeladene hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens entsprechend §§ 91 ff. ZPO (vgl. BGH Beschluss vom 19.12.2000 X ZB 14/00 Umdruck S. 21) sowie entsprechend § 162 Abs. 3 VwGO die außergerichtlichen Kosten der Antragstellerin (vgl. BayObLG Beschluss vom 8.2.2001 Verg 13/00, Umdruck S. 4 f.) zu tragen.
- OLG Düsseldorf, 29.11.2000 - Verg 21/00
Ausschluß von nicht der Leistungsbeschreibung entsprechenden Angeboten
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
aa) Das Angebot des Beigeladenen ist auszuschließen, da der Beigeladene es im Laufe des Vergabeverfahrens abgeändert hat (vgl. OLG Düsseldorf IBR 2001, 75).Dabei spielt es keine Rolle, ob die Änderungen zentrale und wichtige Leistungspositionen betreffen oder ob die Abweichungen letztlich Einfluss auf das Wettbewerbsergebnis haben können (vgl. OLG Düsseldorf IBR 2001, 75).
- BayObLG, 07.10.1999 - Verg 3/99
Vergaberechtliches Nachprüfungsverfahren nach Vertragsschluss
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
a) Gegen die Zulässigkeit des Nachprüfungsantrags, die auch im Verfahren der sofortigen Beschwerde zu berücksichtigen ist (vgl. BayObLGZ 1999, 318/319), bestehen keine Bedenken.Zwar kann die Vergabekammer in zulässiger Weise nicht mehr angerufen werden, sobald das Vergabeverfahren durch wirksame Auftragserteilung abgeschlossen ist (BGH Beschluss vom 19.12.2000 X ZB 14/00; BayObLGZ 1999, 318 ; KG ZIP 2000, 1746 ; OLG Brandenburg ZIP 2000, 2327).
- BGH, 15.04.1998 - VIII ZR 129/97
Wirksamkeit von Erklärungen des Landrats als Vertreter des Landkreises zu Zeiten …
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs handelt es sich bei den Formvorschriften der Gemeindeordnung , die die Vertreter der Gemeinden beim Abschluss von Verträgen zu beachten haben, um materielle Vorschriften über die Beschränkung der Vertretungsmacht, die dem Schutz der öffentlich-rechtlichen Körperschaften und ihrer Mitglieder dienen (BGH NJW 1994, 1528 ; 1998, 3058/3060 jeweils m.w.N.). - BGH, 08.06.1973 - V ZR 72/72
Erstattung der entstehenden Kosten durch eine Betriebsverlagerung - Zusicherung …
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Ein derartiger Ausnahmefall liegt dann vor, wenn der mit der Formvorschrift bezweckte Schutz deshalb bedeutungslos geworden ist, weil das nach der Gemeindeordnung für die Willensbildung zuständige Organ der öffentlich-rechtlichen Körperschaft den Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts materiell gebilligt hat (BGH NJW 1994, 1528 ; 1973, 1494/1495). - KG, 07.06.2000 - KartVerg 3/00
Nachprüfungsantrag nach Zuschlagserteilung)
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Zwar kann die Vergabekammer in zulässiger Weise nicht mehr angerufen werden, sobald das Vergabeverfahren durch wirksame Auftragserteilung abgeschlossen ist (BGH Beschluss vom 19.12.2000 X ZB 14/00; BayObLGZ 1999, 318 ; KG ZIP 2000, 1746 ; OLG Brandenburg ZIP 2000, 2327). - OLG Schleswig, 01.06.1999 - 6 Verg 1/99
Anforderungen an die Form des Zuschlags im Vergabeverfahren für öffentliche …
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Zu diesem für die Gültigkeit maßgebenden Zeitpunkt bestand aber angesichts der zwischenzeitlichen Zustellung des Nachprüfungsantrags (§ 115 Abs. 1 GWB ) bereits ein gesetzliches Verbot im Sinne von § 134 BGB (OLG Schleswig WuW 1999, 1259/1262;… Boesen Vergaberecht § 115 , GWB Rn. 13; Gröning ZIP 1999, 52/56;… Niebuhr/Kulartz/Kus/Portz Vergaberecht § 114 GWB Rn. 48; a. A. Vill BauR 1999, 971/979). - OLG Brandenburg, 07.11.2000 - Verg 2/00
Wirksamkeit des Zuschlags ohne Vorabinformation des nicht berücksichtigten …
Auszug aus BayObLG, 13.03.2001 - Verg 1/01
Zwar kann die Vergabekammer in zulässiger Weise nicht mehr angerufen werden, sobald das Vergabeverfahren durch wirksame Auftragserteilung abgeschlossen ist (BGH Beschluss vom 19.12.2000 X ZB 14/00; BayObLGZ 1999, 318 ; KG ZIP 2000, 1746 ; OLG Brandenburg ZIP 2000, 2327).
- OLG Düsseldorf, 18.10.2006 - Verg 30/06
Auschluss des Angebots vom Vergabeverfahren wegen Umwandlung der Bieter-GmbH
So lag dem Beschluss des BayObLG vom 13.3.2001 (Verg 1/01, VergabeR 2001, 222) zugrunde, dass - vergaberechtlich unschädlich - von vorneherein das übernehmende Unternehmen Bieter war. - OLG Düsseldorf, 11.10.2006 - Verg 34/06
Vergaberecht: Angebotsausschluss bei Verschmelzung der Anbieter-GmbH vor …
Dem Beschluss des BayObLG vom 13.3.2001 (Verg 1/01, VergabeR 2001, S. 222) lag zugrunde, dass Bieterin das übernehmende Unternehmen war. - VK Thüringen, 25.01.2002 - 216-4002.20-055/01-J-S
Umfang des Prüfungsrechts der Vergabekammer im Vergabenachprüfungsverfahren
Gemäß der Entscheidung des BayObLG Verg 1/01, ist eine nachträgliche Veränderung des Verhältnisses von Eigenleistung und Fremdleistung eine Abänderung des Angebotes und damit unzulässig, eine kalkulationserhebliche Erklärung, da dieses einen Eingriff in das Angebot nach sich ziehen würde, was eine unzulässige Verhandlung im Sinne des § 24 Nr. 3 VOB/A wäre.Eine unzulässige Verhandlung nach § 24 Nr. 3 VOB/A bleibt eine unzulässige Verhandlung unabhängig von deren Umfang.· Veränderte die nachträgliche Benennung der an Nachunternehmer zu vergebenden Leistungen wesentlich die Wettbewerbsstellung der AST im Vergabeverfahren? Die durch die VST der AST nachträglich ermöglichte Benennung von an Nachunternehmer zu vergebenden Leistungen ist eine unzulässige Nachverhandlung im Sinn des § 24 Nr. 3 VOB/A (siehe BayObLG Verg 1/01;… Vergaberecht, 3/2001, S. 222 ff.) Durch die nachträgliche Erklärung der AST konnte diese ihre Stellung im Vergabeverfahren nachträglich wesentlich verändern, indem aus einer fachlich nicht geeigneten Bieterin (ist nach eigenem Schreiben vom 20.11.2001 nicht in der Lage die Straßenbeleuchtung selber auszuführen), über die Angabe der an Nachunternehmer zu vergebende Leistung und den benannten Nachunternehmer, eine geeignete Bieterin wurde.
- VK Schleswig-Holstein, 07.08.2002 - VK-SH 9/02
Keine Benennung von Nachunternehmern nach Angebotseröffnung
Dies führe - so die AG unter Hinweis auf den Beschluss des Bayrischen Obersten Landesgerichts vom 13.03.2001 - Verg 1/01 - zum Ausschluss des Angebots.Eine solche Art der Aufklärung ist unzulässig, da eine durch Nachverhandeln bewirkte Verschiebung der Leistungsanteile zwischen Haupt- und Nachunternehmer stets einen bedeutsamen Eingriff in die Kalkulation und damit eine Veränderung des Angebots darstellt (…vgl. OLG Düsseldorf, Beschl. v. 16.05.2001, S. 14 des Entscheidungsabdrucks;… ebenso OLG Thüringen -, Beschl. v. 05.12.2001, S. 7 des Entscheidungsabdrucks; BayObLG, Beschl. v. 13.03.2001, - Verg 1/01 - S. 4 f. des Entscheidungsabdrucks).
- VK Südbayern, 20.11.2002 - 43-10/02
Gleichwertigkeit muss bei Angebotsabgabe nachgewiesen werden
Die genannten Änderungen würden Nachverhandlungen voraussetzen, die unstatthaft i. S. des § 24 Nr. 3 VOB/A sind, da der Wechsel von einer Ausführung ausschließlich im Bieterbetrieb zum Teileinsatz von Nachunternehmern einen tiefgreifenden Eingriff in die Angebotsgestaltung darstellt und somit auch die Wettbewerbsstellung des Bieters ändert (vgl. BayObLG München vom 13.03.2001 - Az.: Verg 1/01). - VK Thüringen, 27.02.2003 - 216-4002.20-041/02-G-S
Verpflichtung der Vergabestelle zum Ausschluss eines Angebotes von der zu …
Nach Beschluss des BayObLG Verg 1/01 sind nach der Angebotseröffnung nachträgliche Änderungen des Verhältnisses von Eigenleistung und Nachunternehmeranteil unzulässig,stellen eine unzulässige Verhandlungen nach § 24 Nr. 3 VOB/A dar, da mit dem Ausführungswechsel ein tiefgreifender Eingriff in die Angebotsgestaltung verbunden ist. - BayObLG, 08.11.2002 - Verg 27/02
Ausschluss eines Bieters wegen Unzulänglichkeit von Erklärungen zum …
Da der Einsatz des Großunternehmens S.-AG als Nachunternehmer mit Mittelstandsförderung nicht ohne weiteres in Verbindung gebracht werden kann, war die Angabe von einem vernünftigen Empfänger in der Lage der Vergabestelle objektiv so aufzufassen (vgl. BayObLG VergabeR 2001, 222/224), dass die Antragstellerin auch den Einsatz weiterer bisher nicht namentlich genannter mittelständischer Nachunternehmer vorgesehen hat, wobei zur Art und Umfang dieses Nachunternehmereinsatzes wiederum jegliche konkrete Angaben fehlen. - VK Südbayern, 17.02.2004 - 03-01/04
Ausschluss eines Angebots von der Wertung im Vergabeverfahren bei Erklärung von …
(vgl. OLG Düsseldorf Verg 21/00 v. 29.11.2000, ebenso BayObLG Verg 1/01 v. 13.03.2001). - OLG Schleswig, 08.12.2005 - 6 Verg 12/05
Fehlende Angabe von Ordnungsziffern bei Nachunternehmerleistungen
Insbesondere dürfen Angebote nicht im Wege des § 24 VOB/A vervollständigt werden; dies gilt auch für Erklärungen zum Nachunternehmereinsatz (vgl. OLG Düsseldorf, Beschl. v. 19.07.2000, Verg 10/00, BauR 2000, 1623 und Beschl. v. 05.05.2004, Verg 10/04, NZBau 2004, 315; BayObLG, Beschl. v. 13.03.2001, Verg 1/01, VergabeR 2001, 222 und Beschl. v. 27.11.2002, Verg 29/02, VergabeR 2003, 217). - VK Südbayern, 24.06.2004 - 35-05/04
Vergabe eines Dienstleistungsauftrags; Prüfung der Zulässigkeit eines …
(vgl. OLG Düsseldorf Verg 21/00 v. 29.11.2000, ebenso BayObLG Verg 1/01 v. 13.03.2001). - VK Thüringen, 26.09.2002 - 216-4002.20-018/02-SCZ
Vergabeverfahren "Bundesautobahn A 9"
- VK Thüringen, 17.04.2002 - 216-4002.20-008/02-SHL-S
Ist Krankenhaus GmbH öffentlicher Auftraggeber?
- VK Südbayern, 28.12.2001 - 47-11/01
Verpachtung des Rechts zur Aufstellung von Großflächenwerbeanlagen
- VK Südbayern, 15.06.2001 - 18-05/01
Rechtsfolgen einer unvollständigen Tariftreueerklärung
- VK Südbayern, 17.02.2004 - 120.3-3194.1-67-12/03
Nachprüfungsverfahren: Antragsbefugnis dann, wenn keine reale Chance auf den …
- VK Thüringen, 29.08.2003 - 216-4002.20-015/03-HIG
Fehlen der Antragsbefugnis wegen mangelnder Erfolgsaussicht; Zwingender …
- VK Thüringen, 25.09.2001 - 216-4002.20-101/01-EF-S
Dokumentationspflicht nach der VOB
- VK Bund, 18.03.2004 - VK 2-152/03
Baumaßnahme - Kampfmittelräumung
- VK Südbayern, 27.08.2003 - 33-07/03
Prüfungsbefugnis der Vergabekammer
- VK Südbayern, 10.11.2003 - 49-10/03
Antragsbefugnis und Identität des Bieters
- VK Thüringen, 20.06.2002 - 216-4002.20-015/02-NDH
Nachunternehmer-Liste fehlt: Ausschluss zwingend!
- VK Thüringen, 18.03.2003 - 216-4002.20-001/03-MHL
Nebenangebot: Erfordernis der Eindeutigkeit (analoge Anwendung des § 9 VOB/A) …
- VK Niedersachsen, 28.08.2001 - 203-VgK-17/01
Zulässigkeit und Begründetheit eines Nachprüfungsverfahrens im Vergaberecht; …
- VK Südbayern, 15.06.2001 - 15 5/01
Möglichkeit des Ausschlusses eines Angebotes bei unvollständigen Preisangaben; …
- VK Südbayern, 03.04.2003 - 10-03/03
Änderungen an den Verdingungsunterlagen
- VK Thüringen, 26.02.2003 - 216-4002.20-001/03-GRZ
Unerheblichkeit einer Übererfüllung der Ausschreibungskriterien; Nachträgliche …
- VK Südbayern, 20.06.2001 - 15-05/01
Ausschreibung des Neubaus einer Justizvollzugsanstalt; Zulässigkeit eines …
- BayObLG, 20.12.2000 - 120.3-3194.1/00
Bayerisches Oberstes Landesgericht
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