Rechtsprechung
| BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Rechte und Pflichten des Frachtführers - Abgrenzung von Speditionsvertrag und Frachtvertrag - Ausführung der Beförderung im Wege des Selbsteintritts
- rabüro.de
Zur Haftung des Frachtführers bei Nichtbefolgung einer Weisung des berechtigten Absenders
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1982, 1944
- MDR 1982, 986
- VersR 1982, 669
Wird zitiert von ... (19) Zitiert selbst (5)
- BGH, 27.10.1978 - I ZR 30/77
Klage auf Zahlung von Frachtlohn - Gegenanspruch auf Schadensersatz wegen …
Auszug aus BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80
Maßgeblich für diese rechtliche Beurteilung ist, daß die Auslieferung des beförderten Gutes an den berechtigten Empfänger Hauptleistung des Frachtführers ist und die Nichterfüllung dieser Verpflichtung den Tatbestand des Verlustes i. S. des Art. 17 I CMR ausfüllt (Senat, NJW 1979, 2473 = MDR 1979, 470 = VersR 1979, 276 = Betr 1979, 1178; VersR 1979, 1154). - BGH, 21.11.1975 - I ZR 74/75
Aufrechnungsverbot nach ADSp
Auszug aus BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80
Verordnungsermächtigung">412 HGB ebenfalls die zwingenden Frachtführervorschriften der CMR anzuwenden sind (vgl. BGHZ 65, 340 [342] = NJW 1976, 1029); denn die Bekl. hat die Beförderung im Wege des Selbsteintritts ausgeführt und hat daher nach § … - BGH, 09.02.1979 - I ZR 67/77
Schadensersatz nach den Vorschriften des Übereinkommens über den …
Auszug aus BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80
Verordnungsermächtigung">412 II HGB die Rechte und Pflichten eines Absenders nach den Vorschriften der CMR; das Fehlen eines Frachtbriefs berührt nicht die Wirksamkeit und den Inhalt des Vertrages (Art. 4 S. 2 CMR; Senat, NJW 1979, 2471); denn der Frachtvertrag nach CMR ist anders als der Eisenbahnfrachtvertrag und in gleicher Weise wie die übrigen Landfrachtverträge Consensualvertrag; der Frachtbrief ist Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion, wohl aber in gewissen Fällen eine Bedeutung für das Bestehen einer Vermutung: Art. 9 II CMR; als Schutz für den Frachtführer bei der Ausübung des Verfügungsrechts: Art. 12 V lit. a CMR; bei der Wertangabe: Art. 24 CMR; für die Angabe des besonderen Interesses: Art. 26 CMR; für die aufeinanderfolgenden Frachtführer: Art. 34 CMR. - BGH, 03.03.1972 - I ZR 55/70
Ersatz eines Transportschadens - Haftung für Verschulden Dritter aus …
Auszug aus BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80
Das BerGer. weist auch zu Recht darauf hin, daß der Bekl. ein einheitlicher Beförderungsauftrag erteilt worden sei, die Warenkartons vom Auslieferungsort S. nach Lüttich zu befördern, und daß es für die rechtliche Beurteilung nicht darauf ankomme, daß die Strecke von S. nach F. zu ihrem Zentrallager von der Bekl. im Nahverkehr zurückgelegt worden sei (vgl. Senat, NJW 1972, 866 [867 r. Sp.]); der einheitliche Vertrag ist daher einheitlich nach den Vorschriften der CMR zu beurteilen. - BGH, 04.06.1976 - I ZR 121/75
Vorlage des Originalfrachtbriefs als Voraussetzung für Schadensersatzpflicht des …
Auszug aus BGH, 27.01.1982 - I ZR 33/80
Der Nachweis des Inhalts der Weisung ist in einem solchen Falle zwar nicht durch Vorlage der Absenderausfertigung des Frachtbriefs möglich, er kann aber in jeder anderen prozessual zulässigen Weise geführt werden; die Darlegungs und Beweislast obliegt nach allgemeinen Prozeßgrundsätzen dem, der sich auf einen bestimmten Inhalt beruft, und damit regelmäßig dem Absender, der Schutz des Frachtführers ist damit hinreichend gewahrt (vgl. Senat, NJW 1976, 1746, zur EVO).
- OLG Naumburg, 27.09.2024 - 7 U 30/24
Frachtführerhaftung im internationalen Straßengüterverkehr: Aktivlegitimation; …
Denn der Frachtbrief ist in erster Linie Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion (vgl. BGH, Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944).Zum anderen soll der Inhalt der Weisung eindeutig festgelegt sein (vgl. BGH, Urteil vom 04. Juli 2002 - I ZR 302/99, NJW-RR 2002, 1608; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 194).
Die Eintragung der Weisung schützt den Frachtführer vor der Gefahr, wegen einer Falschauslieferung oder falschen Behandlung des Gutes haftbar gemacht zu werden (vgl. BGH, Urteil vom 04. Juli 2002 - I ZR 302/99, NJW-RR 2002, 1608; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 194;… Jesser-Huß in Münchener Kommentar zum HGB, 5. Aufl. 2023, Rdn. 24 zu Art. 12 CMR;… Reuschele in Staub, Handelsgesetzbuch, Großkommentar, 6. Aufl., Rdn. 39 zu Art. 12 CMR;… Temme in Thume, CMR, 3. Aufl., Rdn. 5 und 9 bis 18 zu Art. 12 CMR).
Die Anwendung des Art. 12 Abs. 5 lit. a CMR entfällt daher grundsätzlich nur dann, wenn es an einem Schutzbedürfnis für den Frachtführer fehlt (vgl. BGH, Urteil vom 04. Juli 2002 - I ZR 302/99, NJW-RR 2002, 1608; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944).
Denn der Frachtbrief ist in erster Linie Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion (vgl. BGH, Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944).
Wollte man das anders beurteilen, dann würde man dem Frachtbrief doch eine konstitutive Wirkung beimessen, was im Hinblick auf die Person des Absenders jedoch nicht gewollt ist (dies ausdrücklich verneinend: BGH, Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944).
Er ist nur Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion (vgl. BGH, Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 162/03, GRUR 2006, 863 / 865; BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944).
- BGH, 27.04.2006 - I ZR 162/03
ex works
Denn der Frachtbrief ist nur Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion (vgl. BGH, Urt. v. 27.1.1982 - I ZR 33/80, TranspR 1982, 105 = VersR 1982, 669). - BGH, 21.09.2017 - I ZR 47/16
Internationaler Straßengüterverkehr: Weisung als einseitiges Recht zur …
Rn. 15 Dieses Ergebnis steht nicht in Widerspruch zur Rechtsprechung des Senats, wonach ein durch weisungswidrige Auslieferung des beförderten Gutes eingetretener Verlust nach Art. 17 Abs. 1 CMR ersatzfähig ist (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, TranspR 1982, 105, 106 = VersR 1982, 669).Die Anwendung des Art. 12 Abs. 7 Fall 1 CMR setzt die Ausstellung eines Frachtbriefs nicht voraus (vgl. BGH, TranspR 1982, 105, 106;… Herber/Piper, CMR, 1996, Art. 12 Rn. 41;… Thume/Temme aaO Art. 12 Rn. 61;… Boesche in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn aaO Art. 12 CMR Rn. 18;… aA GroßKomm.HGB/Reuschle aaO Art. 12 CMR Rn. 50;… MünchKomm.HGB/Jesser-Huß aaO Art. 12 CMR Rn. 33;… Koller aaO Art. 12 CMR Rn. 9).
- BGH, 04.07.2002 - I ZR 302/99
Bindung des Frachtführers an eine nicht im Frachtbrief eingetragene Weisung
Zum anderen soll der Inhalt der Weisung eindeutig festgelegt sein (vgl. BGH, Urt. v. 27.1.1982 - I ZR 33/80, TranspR 1982, 105, 106 = VersR 1982, 669).Damit besteht auch nicht die Gefahr, daß ein nicht mehr verfügungsberechtigter Absender eine Weisung erteilt (vgl. BGH TranspR 1982, 105, 106).
- BGH, 24.06.1987 - I ZR 127/85
Containertransport; Ersatzpflicht des Frachtführers im kombinierten Verkehr
Auf den Gesichtspunkt der Gesamtbetrachtung hat der Senat im Bereich des innerstaatlichen und des grenzüberschreitenden Straßengüterverkehrs - im Bereich des ersteren bis zur Neufassung des § 26 GüKG durch das Zweite Gesetz zur Änderung des Güterkraftverkehrsgesetzes vom 9. Juli 1979 (BGBl I S. 960) und Einfügung des Absatzes 5 des § 1 KVO in die Kraftverkehrsordnung - in ständiger Rechtsprechung zurückgegriffen, wenn sich der Frachtführer bzw. der Spediteur-Frachtführer (§§ 412, 413 HGB), der einen Auftrag zur Beförderung im Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen übernommen hatte, gegenüber der ihn nach § 26 GüKG a. F. zwingend treffenden Haftung nach der Kraftverkehrsordnung bzw. gegenüber der ebenfalls zwingenden Haftung nach der CMR (Art. 41 CMR) darauf berief, daß der Schaden im speditionellen Vor- oder Nachlauf oder sonst an einer Stelle eingetreten sei, hinsichtlich der die Frachtführerhaftung abdingbar sei (…BGH Urt. vom 28. Mai 1971 - I ZR 149/69, VersR 1971, 755;… Urt. vom 3. März 1972 - I ZR 55/70, NJW 1972, 866 = VersR 1972, 431;… Urt. vom 4. Mai 1979 - I ZR 51/78, LM Nr. 8 zu § 413 HGB = VersR 1979, 811; Urt. vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80, NJW 1982, 1944 = VersR 1982, 669;… vgl. auch Helm aaO m. w. Nachw.). - OLG Düsseldorf, 02.11.2005 - 15 U 23/05
Frachtführerhaftung; Verschulden; Leichtfertigkeit, Haftungshöchstbetrag
Rspr.: grundlegend BGH, Urt. v. 27. Oktober 1978, I ZR 30/77, www.jurisweb.de Rn. 14 = VersR 1979, 276 = NJW 1979, 2473; Urt. v. 27. Januar 1982, I ZR 33/80, www.jurisweb.de Rn. 12 = NJW 1982, 1944; Urt. v. 18. Mai 1995, I ZR 151/93, www.jurisweb.de Rn. 19 = TranspR 1995, 383; Urt. v. 10. Juli 1997, I ZR 75/95, www.jurisweb.de Rn. 21 = TranspR 1998, 106). - BGH, 01.12.2004 - IV ZR 291/03
Formularmäßige Abbedingung des Kündigungserfordernisses in der …
bb) In diesem Verständnis wird der Versicherungsnehmer dadurch bestärkt, daß parallel dazu auf entsprechende Beförderungsverträge die Vorschriften der CMR vom Vertragsschluß bis zur Beendigung des internationalen Transports anzuwenden sind, somit auch während des gesamten innerdeutschen Beförderungsabschnitts (vgl. BGH, Urteil vom 27. Januar 1982 - I ZR 33/80 - VersR 1982, 669 unter I;… Koller, Transportrecht 5. Aufl. vor Art. 1 CMR Rdn. 2 und Art. 1 CMR Rdn. 1), so daß sich die vertragliche Haftung, auf die sich der Versicherungsschutz erstreckt, auch im Inland nach den für den internationalen Straßengüterverkehr geltenden Bestimmungen richtet. - OLG Hamburg, 19.11.2009 - 6 U 249/07
Valorentransportversicherung: Versicherung der Abholung und Auskehrung von …
Schadensteilung">425 HGB bzw. Art. 17 CMR in Fällen angenommen, in denen der Frachtführer das Gut an den Empfänger ausgeliefert hatte, ohne Weisungen des Absenders zu beachten (vgl. BGH NJW 1982, 1944, 1945; OLG Hamburg TranspR 1990, 188, 190;… abw. Koller, aaO, § 422 HGB Rn 26, der § 280 BGB i.V.m. § 433 HGB anwenden will).Im Urteil des Bundesgerichtshofs hat der Frachtführer zwar an den ursprünglich bezeichneten Empfänger ausgeliefert, dieser war aber nicht mehr der berechtigte Empfänger, weil der Absender zwischenzeitlich dem Frachtführer die Weisung erteilt hatte, die Beförderung anzuhalten und das Gut auf Lager zu nehmen (NJW 1982, 1944, 1945).
- OLG Düsseldorf, 30.03.1995 - 18 U 26/94
Vereinbarung der AGB eines Paketdienstes im Verkehr unter Kaufleuten
Dies hat der BGH in mehreren Entscheidungen betont (NJW 1979, 2473; 1982, 1944, 1945; VersR 1979, 1154 ). - LG Saarbrücken, 27.06.2018 - 17 HKO 9/16
Internationaler Straßengüterverkehr: Schadenersatzanspruch bei Warenverlust
Denn der Frachtbrief ist nur Beweisurkunde und hat keine konstitutive Funktion (vgl. BGH, Urt. v. 27.1.1982 - I ZR 33/80, TranspR 1982, 105 = VersR 1982, 669). - OLG Düsseldorf, 13.11.2013 - 18 U 120/12
Haftung des Frachtführers wegen Verletzung einer "On-Hold"-Vereinbarung
- OLG München, 26.01.2011 - 7 U 3426/10
Frachtführerhaftung: Leichtfertige Auslieferung des Transportguts entgegen einer …
- BGH, 25.10.1995 - I ZR 230/93
Haftung des Spediteur-Frachtführers für Verluste während des speditionellen …
- OLG Saarbrücken, 18.06.2003 - 5 U 540/02
Frachtführerhaftpflichtversicherung: Inhaltskontrolle der Bestimmung von …
- OLG Stuttgart, 11.11.2009 - 3 U 98/09
Internationaler Straßengüterverkehrt: Rücktrittserklärung mit Rechtsfolgenhinweis …
- OLG Brandenburg, 30.04.2025 - 7 U 43/24
Haftung unter den Voraussetzungen des Art. 34 CMR für die Ausführung der gesamten …
- BGH, 02.12.1982 - I ZR 176/80
Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs wegen nur teilweiser Auslieferung …
- OLG München, 15.12.2010 - 7 U 3426/10
Haftung des Transporteurs wegen Nichtbeachtung eines "on hold" Vermerks; …
- OLG Düsseldorf, 11.01.2006 - 18 U 18/05
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