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Rechtsprechung
   BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1983,7481
BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81 (https://dejure.org/1983,7481)
BGH, Entscheidung vom 04.02.1983 - V ZR 308/81 (https://dejure.org/1983,7481)
BGH, Entscheidung vom 04. Februar 1983 - V ZR 308/81 (https://dejure.org/1983,7481)
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Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer (Leitsatz)

    Beurkundung - Notar - Vorvertrag - Amtspflichtverletzung - Grundstück - Eigentumswohnung - Revision

Papierfundstellen

  • VersR 1983, 399
 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (15)

  • BGH, 20.12.1974 - V ZR 132/73

    Nichtbeurkundete Erklärung als Auslegungsmittel

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    b) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes erstreckt sich bei einem Vertrag, durch den sich der eine Teil zur Veräußerung eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung verpflichtet, das Beurkundungserforderais nach § 313 BGB, § 4 Abs. 3 WEG nicht nur auf die Grundstücks übereignungspflicht, sondern auf alle Vereinbarungen, aus denen sich nach dem Willen der Vertragspartner das schuldrechtliche Veräußerungsgeschäft zusammensetzt; dabei spielt keine Rolle, inwieweit die einzelnen Ansprüche aus dem Vertrag nach Kauf- oder Werkvertragsrecht zu beurteilen sind (BGH Urteile vom 13. November 1953, V ZR 173/52, LM BGB § 313 Nr. 3; vom 14. Juli 1961, VIII ZR 57/60, LM BGB § 313 Nr. 21; BGHZ 63, 359, 3615 69, 266, 268; 74, 346, 348).

    Weiter heißt es: "Pläne und Baubeschreibung sind Bestandteile dieses Vertrages Das Beurkundungserfordernis erstreckte sich mithin auch auf die Pläne (vgl. insoweit BGHZ 74, 346, 349 f) und auf die Baubeschreibung (vgl. BGH Urteile vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739; Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958 = BGHWara 1971, Nr. 143; BGHZ 63, 359, 362; 69, 266, 268; BGH Urteil vom 22. Juni 1979 V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Eine hiervon abweichende Ansicht hat der erkennende Senat nur in seinem Urteil vom 20. Dezember 1974 (BGHZ 63, 359, 362) vertreten.

    Viel mehr hat er lediglich im Hinblick auf BGHZ 63, 359 aus Gründen des Vertrauensschutzes "bis zum Bekanntwerden dieser Entscheidung" (vom 23. September 1977) eine rückwirkende Heilung angeordnet (vgl. hierzu die Amtliche Begründung des Regierungsentwurfs zum Beurkundungsänderungsgesetz, BT-Druck 8/3230 S. 6 unter c)).

    In der vom Berufungsgericht als Beleg angeführten Entscheidung BGHZ 63, 359, 361 hat der Senat nicht ausgesprochen, daß eine Beurkundung entgegen § 9 BeurkG schlechthin zulässig und amtspflichtgemäß sei; er hat lediglich den Standpunkt eingenommen, daß die Bezugnahme auf eine - entgegen § 9 BeurkG - nicht beigefügte Baubeschreibung nicht zur Formnichtigkeit des Vertrages zu führen brauche; zugleich hat er darauf hingewiesen, daß der Notar in Zweifelsfällen "vorsichtshalber zur Mitbeurkundung raten" werde (…vgl. auch die insoweit zutreffende Auslegung des Senatsurteils durch Regler, aaO S. 150).

    in BGHZ 63, 359, 361 ff (…M... gewisse Auflockerung der Formenstrenge" - aaO S. 363) und die Bedeutung dieser Entscheidung für die objektiven Anforderungen an einen pflichtbewußten "Durchschnittsnotar" sein.

    Dabei kann auch nicht unberücksichtigt bleiben, daß nach den Feststellungen des Berufungsgerichts die formlose Bezugnahme auf privatschriftliche Baubeschreibungen im Januar 1975 ''der allgemein üblichen Praxis entsprach" und der Senat in BGHZ 63, 359, 362 ausdrücklich "den praktischen Bedürfnissen" Rechnung tragen wollte.

  • BGH, 06.04.1979 - V ZR 72/74

    Baupläne: Bestandteil des beurkundeten Vertrags

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    b) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes erstreckt sich bei einem Vertrag, durch den sich der eine Teil zur Veräußerung eines Grundstücks oder einer Eigentumswohnung verpflichtet, das Beurkundungserforderais nach § 313 BGB, § 4 Abs. 3 WEG nicht nur auf die Grundstücks übereignungspflicht, sondern auf alle Vereinbarungen, aus denen sich nach dem Willen der Vertragspartner das schuldrechtliche Veräußerungsgeschäft zusammensetzt; dabei spielt keine Rolle, inwieweit die einzelnen Ansprüche aus dem Vertrag nach Kauf- oder Werkvertragsrecht zu beurteilen sind (BGH Urteile vom 13. November 1953, V ZR 173/52, LM BGB § 313 Nr. 3; vom 14. Juli 1961, VIII ZR 57/60, LM BGB § 313 Nr. 21; BGHZ 63, 359, 3615 69, 266, 268; 74, 346, 348).

    Weiter heißt es: "Pläne und Baubeschreibung sind Bestandteile dieses Vertrages Das Beurkundungserfordernis erstreckte sich mithin auch auf die Pläne (vgl. insoweit BGHZ 74, 346, 349 f) und auf die Baubeschreibung (vgl. BGH Urteile vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739; Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958 = BGHWara 1971, Nr. 143; BGHZ 63, 359, 362; 69, 266, 268; BGH Urteil vom 22. Juni 1979 V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Der Senat ist von ihr bereits in BGHZ 69, 266, 269 wieder abgerückt und hat hieran seither festgehalten (BGHZ 74, 346, 349; Senatsurteil vom 22. Juni 1979, V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Richtig ist zwar, daß zur Zeit der Beurkundung des Kaufanwärterverträges (28. Januar 1975) Pläne nach einhellig vertretener Ansicht nicht anlagefähig im Sinne des § 9 Abs. 1 Satz 2 BeurkG waren; insoweit hat in der Tat erst das Senatsurteil vom 6. April 1979 (BGHZ 74, 346, 349 f) eine Änderung gebracht.

  • BGH, 21.02.1978 - VI ZR 8/77

    Schadenszurechnung bei Notarhaftung

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Der Notar darf sich nicht damit begnügen, eine Urkunde herzustellen, in welcher der rechts geschäftliche Wille einen nur unvollkommenen Ausdruck findet und daher auslegungsbedürftig ist, sondern muß den ffsichersten" Weg gehen (ständige Rechtsprechung, vgl. schon RGZ 148, 321, 325; BGH Urteile vom 3. November 1955, III ZR 62/54 - insoweit in NJW 1956, 140 nicht abgedruckt; vom 13. März 1958, III ZR 197/56 = VersR 1958, 329 = WM 1958, 758; vom 15. Januar 1962, III ZR 177/60, LM BNotO § 19 Nr. 1 sowie BGHZ 70, 374, 375).

    Da der Beklagte als beurkundender Notar verpflichtet war, den sichersten Weg der Beurkundung zu wählen, hat er dadurch, daß er die Baubeschreibung der Niederschrift nicht beifügte und die Beteiligten auf die möglichen Rechtsfolgen dieser Unterlassung auch nicht hinwies, objektiv seine Amtspflicht verletzt (ebenso schon BGHZ 70, 374, 375).

    Der Beklagte durfte sich aber, wie im Ansatz übrigens wohl auch das Berufungsgericht nicht verkennt, nicht damit begnügen, eine solche Urkunde herzustellen, in der der rechtsgeschäftliche Wille nur "unvollkommen Ausdruck gefunden hat", sondern mußte den sichersten Weg wählen (BGHZ 70, 374, 375; vgl. auch Ludwig, AcP 180, 373, 39 b) Die vom Berufungsgericht verkannte Rechtslage beruht aber nicht - jedenfalls nicht allein - auf eindeutigen und klaren Vorschriften (§ 9 BeurkG, § 313 Satz 1 BGB); von Bedeutung für die Auslegung der Vorschriften konnte vielmehr auch die unklar gebliebene Beurteilung ihres Zusammenspiels 10 -.

  • BGH, 23.09.1977 - V ZR 90/75

    Nichtbeurkundung der Baubeschreibung im Grundstückskaufvertrag

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Weiter heißt es: "Pläne und Baubeschreibung sind Bestandteile dieses Vertrages Das Beurkundungserfordernis erstreckte sich mithin auch auf die Pläne (vgl. insoweit BGHZ 74, 346, 349 f) und auf die Baubeschreibung (vgl. BGH Urteile vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739; Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958 = BGHWara 1971, Nr. 143; BGHZ 63, 359, 362; 69, 266, 268; BGH Urteil vom 22. Juni 1979 V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Der Senat ist von ihr bereits in BGHZ 69, 266, 269 wieder abgerückt und hat hieran seither festgehalten (BGHZ 74, 346, 349; Senatsurteil vom 22. Juni 1979, V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

  • BGH, 22.06.1979 - V ZR 21/78

    Umfang des Beurkundungserfordernisses bei einem Grundstückskaufvertrag - …

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Weiter heißt es: "Pläne und Baubeschreibung sind Bestandteile dieses Vertrages Das Beurkundungserfordernis erstreckte sich mithin auch auf die Pläne (vgl. insoweit BGHZ 74, 346, 349 f) und auf die Baubeschreibung (vgl. BGH Urteile vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739; Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958 = BGHWara 1971, Nr. 143; BGHZ 63, 359, 362; 69, 266, 268; BGH Urteil vom 22. Juni 1979 V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Der Senat ist von ihr bereits in BGHZ 69, 266, 269 wieder abgerückt und hat hieran seither festgehalten (BGHZ 74, 346, 349; Senatsurteil vom 22. Juni 1979, V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

  • BGH, 28.05.1971 - V ZR 65/69
    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Weiter heißt es: "Pläne und Baubeschreibung sind Bestandteile dieses Vertrages Das Beurkundungserfordernis erstreckte sich mithin auch auf die Pläne (vgl. insoweit BGHZ 74, 346, 349 f) und auf die Baubeschreibung (vgl. BGH Urteile vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739; Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958 = BGHWara 1971, Nr. 143; BGHZ 63, 359, 362; 69, 266, 268; BGH Urteil vom 22. Juni 1979 V ZR 21/78, NJW 1979, 1984).

    Bereits aus dem erwähnten Senatsurteil vom 28. Mai 1971, V ZR 65/69, LM WohnungseigentumsG § 21 Nr. 1 = MDR 1971, 739 = s Betrieb 1971, 1350 = WM 1971, 958) war zu ersehen, daß die Bett zugnahme auf eine Baubeschreibung ohne deren Mitbeurkundung n (nach § 9 BeurkG) einen Formfehler darstellt, der gemäß §§ 313 Satz 1, 125 BGB zur Nichtigkeit des Vertrages führt, wenn der Formmangel nicht gemäß § 313 Satz 2 BGB geheilt wird.

  • BGH, 07.02.1980 - III ZR 153/78

    Rechtsnatur von Bebauungsplänen

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Eine Ausnahme von der genannten Regel wird allerdings für den Fall gemacht, daß das Kollegialgericht die Rechtslage trotz eindeutiger und klarer Vorschriften verkannt oder eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (BGHZ 27, 338, 343; BGH Urteile vom 28 Juni 1971, III ZR 111/68, NJW 1971, 1699, 1701 und vom 7. Februar 1980, III ZR 153/78, NJW 1980, 1679).
  • BGH, 29.05.1958 - III ZR 38/57

    Staatsanwaltschaftliche Pressemitteilungen und Amtspflichten bei Haftbefehl

    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Eine Ausnahme von der genannten Regel wird allerdings für den Fall gemacht, daß das Kollegialgericht die Rechtslage trotz eindeutiger und klarer Vorschriften verkannt oder eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (BGHZ 27, 338, 343; BGH Urteile vom 28 Juni 1971, III ZR 111/68, NJW 1971, 1699, 1701 und vom 7. Februar 1980, III ZR 153/78, NJW 1980, 1679).
  • BGH, 28.06.1971 - III ZR 111/68
    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Eine Ausnahme von der genannten Regel wird allerdings für den Fall gemacht, daß das Kollegialgericht die Rechtslage trotz eindeutiger und klarer Vorschriften verkannt oder eine eindeutige Bestimmung handgreiflich falsch ausgelegt hat (BGHZ 27, 338, 343; BGH Urteile vom 28 Juni 1971, III ZR 111/68, NJW 1971, 1699, 1701 und vom 7. Februar 1980, III ZR 153/78, NJW 1980, 1679).
  • BGH, 15.01.1962 - III ZR 177/60
    Auszug aus BGH, 04.02.1983 - V ZR 308/81
    Der Notar darf sich nicht damit begnügen, eine Urkunde herzustellen, in welcher der rechts geschäftliche Wille einen nur unvollkommenen Ausdruck findet und daher auslegungsbedürftig ist, sondern muß den ffsichersten" Weg gehen (ständige Rechtsprechung, vgl. schon RGZ 148, 321, 325; BGH Urteile vom 3. November 1955, III ZR 62/54 - insoweit in NJW 1956, 140 nicht abgedruckt; vom 13. März 1958, III ZR 197/56 = VersR 1958, 329 = WM 1958, 758; vom 15. Januar 1962, III ZR 177/60, LM BNotO § 19 Nr. 1 sowie BGHZ 70, 374, 375).
  • BGH, 14.07.1961 - VIII ZR 57/60
  • BGH, 03.11.1955 - III ZR 62/54

    Rechtsmittel

  • RG, 10.09.1935 - III 42/35

    1. Hat die Streitverkündung des minderjährigen, durch seinen Vater vertretenen …

  • BGH, 13.11.1953 - V ZR 173/52

    Rechtsmittel

  • BGH, 13.03.1958 - III ZR 197/56

    Rechtsmittel

  • BGH, 20.03.1984 - VI ZR 154/82

    Pflicht des Auftragnehmers bei Erteilung des Auftrags aufgrund besonderer …

    Nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 106, 406, 410) und des Bundesgerichtshofes kann allerdings gegen Beamte und Notare dann ein Schuldvorwurf entfallen, wenn ein mit mehreren Rechtskundigen besetztes Kollegialgericht nach mündlicher Verhandlung ihre Auffassung geteilt hat (BGHZ 27, 338, 343; 73, 161, 164 [BGH 14.12.1978 - III ZR 77/76]; BGH, Urt. v. 4. Februar 1983 - V ZR 308/81 - VersR 1983, 399 400).
  • OLG Hamm, 24.06.1986 - 28 U 19/86
    Zwar muß ein Notar nicht klüger sein als ein Kollegialgericht; dieser Grundsatz entschuldigt eine Pflichtverletzung des Notars jedoch nur dann, wenn das Kollegialgericht, ohne gegen eindeutige und klare gesetzliche Regeln zu verstoßen, ein pflichtgemäßes Verhalten des Notars ausdrücklich festgestellt hat (vgl. BGH VersR 1983, 399 ff).
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