Rechtsprechung
| BGH, 09.02.1993 - XI ZB 2/93 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Wirksamkeit - Prozeßhandlung - Vertreter - Rechtsanwalt - Handeln als Vertreter - Erkennbarkeit
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BRAO § 53; ZPO § 78
Wirksame Prozeßhandlung des Vertreters aufgrund der Gesamtumstände - ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Papierfundstellen
- NJW 1993, 1925
- MDR 1993, 469
- VersR 1994, 193
- BB 1993, 752
- AnwBl 1993, 634
Wird zitiert von ... (26) Zitiert selbst (4)
- BGH, 08.10.1991 - XI ZB 6/91
Ordnungsgemäße Unterschrift
Auszug aus BGH, 09.02.1993 - XI ZB 2/93
Jede andere Deutung unterstellt ihm den Willen zu einer eindeutig unzulässigen Prozeßhandlung und verstößt damit gegen den Auslegungsgrundsatz, daß im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (Senatsbeschluß vom 8. Oktober 1991 - XI ZB 6/91I ZB 6/91 = BGHR ZPO § 577 - Auslegung 1 m.w.Nachw.). - BGH, 14.12.1990 - V ZR 329/89
Hinweispflicht des amtlich bestellten Vertreters
Auszug aus BGH, 09.02.1993 - XI ZB 2/93
Es reicht aus, wenn das Handeln als Vertreter sich aus den Umständen hinreichend deutlich erkennbar ergibt (BGH, Urteil vom 14. Dezember 1990 - V ZR 329/89 = NJW 1991, 1175, 1176). - BGH, 09.12.1974 - III ZR 134/72
Rechtsmittelgericht - Rechtsanwalt - Vertreter - Prozeßhandlungen
Auszug aus BGH, 09.02.1993 - XI ZB 2/93
Um darüber keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, wäre es zwar zweckmäßig gewesen, wenn Rechtsanwalt S. sich in dem Schriftsatz ausdrücklich als "allgemeiner Vertreter" oder "amtlich bestellter Vertreter" bezeichnet hätte; notwendig für die Wirksamkeit der Prozeßhandlung ist ein solcher Zusatz aber nicht (BGH, Urteil vom 9. Dezember 1974 - III ZR 134/72 = NJW 1975, 542, 543 und Beschluß vom 19. Oktober 1972 - VII ZB 12/72 = VersR 1973, 86). - BGH, 19.10.1972 - VII ZB 12/72
Berufungsverfahren - Berufungsschrift - Ordnungsgemäße Berufungsschrift - …
Auszug aus BGH, 09.02.1993 - XI ZB 2/93
Um darüber keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, wäre es zwar zweckmäßig gewesen, wenn Rechtsanwalt S. sich in dem Schriftsatz ausdrücklich als "allgemeiner Vertreter" oder "amtlich bestellter Vertreter" bezeichnet hätte; notwendig für die Wirksamkeit der Prozeßhandlung ist ein solcher Zusatz aber nicht (BGH, Urteil vom 9. Dezember 1974 - III ZR 134/72 = NJW 1975, 542, 543 und Beschluß vom 19. Oktober 1972 - VII ZB 12/72 = VersR 1973, 86).
- BGH, 12.02.2003 - XII ZR 324/98
Voraussetzungen eines Grundurteils; Ausgleichsansprüche zwischen ehemaligen …
Ein darüber hinausgehendes Verständnis würde der Klägerin den Willen zu einem unzulässigen Klagantrag unterstellen und verstieße damit gegen den Auslegungsgrundsatz, daß im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (BGH Beschlüsse vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93 - NJW 1993, 1925, vom 17. Oktober 2001 - VIII ZB 32/01 - BGH-Report 2002, 125 f.). - BGH, 20.12.2022 - VI ZR 279/21
Formanforderungen an eine Berufungsbegründung: Verdeutlichung eines …
Es reicht aus, wenn sich das Handeln als Vertreter für das Gericht aus den Umständen hinreichend deutlich erkennbar ergibt (…vgl. zum allgemeinen/amtlich bestellten Vertreter BGH, Beschlüsse vom 28. Juli 2005 - III ZB 56/05, NJW 2005, 3415, juris Rn. 6;… vom 22. Oktober 1998 - VII ZB 15/98, NJW 1999, 365, juris Rn. 7;… vom 3. Mai 1995 - XII ZB 53/95, NJW-RR 1995, 950, juris Rn. 9; vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925, juris Rn. 3; jeweils mwN).Ein solches Auslegungsergebnis würde ihm den Willen zu einer eindeutig unzulässigen Prozesshandlung unterstellen und damit gegen den Auslegungsgrundsatz verstoßen, dass im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (siehe hierzu auch BGH, Beschlüsse vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93, juris Rn. 3 …und vom 28. Juli 2005 - III ZB 56/05, NJW 2005, 3415, juris Rn. 8 aE).
- BGH, 28.07.2005 - III ZB 56/05
Erkennbarkeit des Handelns eines Rechtsanwalts als amtlich bestellter Vertreter
Um darüber keinerlei Mißverständnisse aufkommen zu lassen, wäre es zwar zweckmäßig gewesen, wenn Rechtsanwalt S. sich in jenen Schriftsätzen ausdrücklich als "allgemeiner Vertreter" oder "amtlich bestellter Vertreter" bezeichnet hätte; notwendig für die Wirksamkeit der Prozeßhandlung ist ein solcher Zusatz aber nicht (BGH, Beschluß vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93 = BGHR ZPO § 78 Abs. 1 Vertreter, amtlicher 2 m.zahlr.w.N.).
- BGH, 02.07.2004 - V ZR 290/03
Ergänzung des Klageantrags - Voraussetzungen einer Abänderungsklage - Auslegung …
Vielmehr ist stets davon auszugehen, daß sie mit ihrer Prozeßhandlung das erreichen will, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrer recht verstandenen Interessenlage entspricht (BGHZ 115, 286, 290; BGH, Beschl. v. 9. Februar 1993, XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925; Beschl. v. 22. Mai 1995, II ZB 2/95, NJW-RR 1995, 1183 f.;… Urt. v. 18. Juni 1996, VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210, 1211;… Urt. v. 24. November 1999, XII ZR 94/98, NJW-RR 2000, 1446;… Urt. v. 17. Mai 2000, VIII ZR 210/99, NJW 2000, 3216, 3217; Senat, Beschl. v. 30. April 2003, V ZB 71/02, NJW 2003, 2388).Daß der Wille des Klägers auf die Erhebung einer unzulässigen Klage gerichtet gewesen wäre, kann nicht unterstellt werden (BGH, Urt. v. 9. Februar 1993, XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925).
- BGH, 22.05.1995 - II ZB 2/95
Klageschrift - Auslegung - Auskunft - Beschlussverfahren - Berufung - …
Vielmehr ist zugunsten der Prozeßpartei stets davon auszugehen, daß sie im Zweifel mit ihrer Prozeßhandlung das bezweckt, was nach Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und was der recht verstandenen Interessenlage der Prozeßpartei entspricht (st. Rspr. des Bundesgerichtshofes; vgl. BGH, Beschl. v. 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925 m.w. Rechtsprechungsnachweisen). - BGH, 22.10.1998 - VII ZB 15/98
Handeln eines Rechtsanwalts als amtlich bestellter Vertreter
Es muß aber zumindest aus den die Prozeßhandlung begleitenden Umständen hinreichend deutlich erkennbar sein, daß ein Handeln für einen anderen postulationsfähigen Rechtsanwalt vorliegt (BGH, Urteil vom 9. Dezember 1974 - III ZR 134/72, NJW 1975, 542, 543; Urteil vom 14. Dezember 1990 - V ZR 329/89, NJW 1991, 1175, 1176; Beschluß vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925). - BGH, 24.11.1999 - XII ZR 94/98
Auslegung einer Berufungsschrift bei Vertretung des bei dem Oberlandesgericht …
Sie orientiert sich an dem Grundsatz, daß im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und dem recht verstandenen Interesse entspricht (…BGH Beschluß vom 8. Oktober 1991 - XI ZB 6/91 - NJW 1992, 243 = BGHR ZPO § 577 Auslegung 1; BGH Beschluß vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93 - NJW 1993, 1925). - OLG Nürnberg, 19.11.2014 - 12 W 2217/14
Elektronisches Handelsregister: Auslegung eines elektronisch übermittelten …
Vielmehr ist zugunsten des Verfahrensbeteiligten stets davon auszugehen, dass er im Zweifel mit seiner Verfahrenshandlung das bezweckt, was nach Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und was der recht verstandenen Interessenlage des Verfahrensbeteiligten entspricht (vgl. BGH, Beschluss vom 09.02.1993 - XI ZB 2/93, NJW 1993, 1925; Beschluss vom 11.11.1993 - VII ZB 24/93, NJW-RR 1994, 568, Beschluss vom 22.05.1995 - II ZB 2/95, NJW-RR 1995, 1183). - BGH, 18.06.1996 - VI ZR 325/95
Streitgegenstands-Verwechslung - § 511 ZPO <Fassung bis 31.12.01>, Berufung …
Das Berufungsgericht, das die Prozeßerklärung der Klägerin so versteht, daß die Berufung unzulässig wäre, verstößt gegen den Auslegungsgrundsatz, wonach im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (vgl. BGH, Beschluß vom 9. Februar 1993 - XI ZB 2/93 - VersR 1994, 193; Urteil vom 9. Oktober 1991 - VIII ZR 88/90 - ZIP 1992, 477, 478 unter II. 1. b)aa)). - OLG Bremen, 12.06.2019 - 1 EK 4/18
Entschädigung wegen unangemessener Verfahrensdauer
Dem liegt zugleich die Erwägung zugrunde, dass grundsätzlich davon auszugehen ist, dass eine Partei mit ihrer Prozesshandlung das erreichen will, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrer recht verstandenen Interessenlage entspricht (siehe BGH…, Urteil vom 09.10.1991 - VIII ZR 88/90, juris Rn. 16, BGHZ 115, 286; Beschluss vom 09.02.1993 - XI ZB 2/93, juris Rn. 3, NJW 1993, 1925;… Urteil vom 10.03.1994 - IX ZR 152/93, juris Rn. 12, NJW 1994, 1537;… Beschluss vom 22.05.1995 - II ZB 2/95, juris Rn. 11, NJW-RR 1995, 1183;… Urteil vom 18.06.1996 - VI ZR 325/95, juris Rn. 11, NJW-RR 1996, 1210;… Urteil vom 24.11.1999 - XII ZR 94/98, juris Rn. 4, NJW-RR 2000, 1446;… Urteil vom 17.05.2000 - VIII ZR 210/99, juris Rn. 11, NJW 2000, 3216;… Beschluss vom 30.04.2003 - V ZB 71/02, juris Rn. 7, NJW 2003, 2388;… Urteil vom 02.07.2004 - V ZR 290/03, juris Rn. 10, NJW-RR 2005, 371;… Beschluss vom 05.12.2012 - IV ZR 188/12, juris Rn. 8…, Beschluss vom 12.07.2016 - VIII ZB 55/15, juris Rn. 6, WuM 2016, 632). - OLG Stuttgart, 20.12.2019 - 5 U 202/18
Kaufvertrag über einen Gebrauchtwagen mit einem Dieselmotor vom Typ EA 189: …
- KG, 10.09.2007 - 12 U 87/07
Berufungsbegründung: Unterzeichnung durch einen nicht im Briefkopf der Kanzlei …
- VK Rheinland, 06.12.2018 - VK K 52/17
Inhouse-Voraussetzungen nachträglich entfallen: In welcher Weise ist Rechtsschutz …
- OLG Hamm, 30.10.2007 - 28 U 46/07
Anwaltshaftung wegen verjährter Gewährleistungsansprüche aufgrund falscher …
- BGH, 15.01.2002 - X ZR 31/00
Verfahrensrecht - Beweislasterleichterung für den Geschädigten
- BGH, 03.05.1995 - XII ZB 53/95
Zur Wirksamkeit einer Berrufung, die von einem beim Berufungsgericht nicht …
- OLG Zweibrücken, 01.12.2004 - 7 U 62/04
Rechtsanwaltsverschulden bei Berufungsfristversäumung: Unterzeichnung der …
- OLG Celle, 24.09.2012 - 2 W 247/12
Gerichtsgebühren bei Widerruf der Absicht zur Klagerhebung zeitlich vor Eingang …
- OLG Dresden, 15.08.2022 - 4 W 422/22
1. Die ausdrücklich 'namens und in Vollmacht der Antragsteller' durch …
- OLG Stuttgart, 20.08.2012 - 14 W 8/12
Streitwertbeschwerde: Beschwer der Partei bei Festsetzung eines zu niedrigen …
- LG Stuttgart, 12.01.2010 - 17 O 387/09
Urheberrecht - Urheberrechtsschutz für qualifizierten Mietspiegel?
- BGH, 13.11.1996 - VIII ZB 37/96
Zur Frage der ordnungsgemäßen Berufungseinlegung durch eine postulationsfähigen …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 17.06.2024 - 19 E 246/24
Beschwerde des Prozessbevollmächtigten gegen die Festsetzung des Streitwerts
- OLG Dresden, 15.02.2024 - 4 W 80/24
Streitwertbeschwerde eines Rechtsanwalts wegen der Heraufsetzung des Streitwerts
- OLG Dresden, 15.08.2022 - 4 W 423/22
Unterlassungsansprüche wegen einer Bild- und Wortberichterstattung …
- LG Bonn, 04.09.2017 - 4 O 50/16
Bewilligung von Prozesskostenhilfe durch erneute Antragstellung trotz einer …
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 11.03.1993 - 24 U 213/92 |
Volltextveröffentlichung
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de (Leitsatz)
ZPO § 256 Abs. 1
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Zulässigkeit einer Feststellungsklage; Feststellungsinteresse; Ungewisser Schadenseintritt; Verjährung
Papierfundstellen
- VersR 1994, 193
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