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Rechtsprechung
   BFH, 26.07.1989 - X R 42/86   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1989,6159
BFH, 26.07.1989 - X R 42/86 (https://dejure.org/1989,6159)
BFH, Entscheidung vom 26.07.1989 - X R 42/86 (https://dejure.org/1989,6159)
BFH, Entscheidung vom 26. Juli 1989 - X R 42/86 (https://dejure.org/1989,6159)
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (7)

  • BFH, 30.11.1987 - VIII B 3/87

    Großbetriebsprüfungsstelle - Oberfinanzdirektion - Außenprüfung - Nichtigkeit - …

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Wann diese Voraussetzungen erfüllt sind, läßt sich (wie die unvollständige, beispielhafte Aufzählung in § 125 Abs. 2 AO 1977 einerseits und in § 125 Abs. 3 AO 1977 andererseits bestätigt) nicht generell, sondern nur von Fall zu Fall entscheiden (Beschluß des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 30. November 1987 VIII B 3/87, BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183, m. w. N.).

    Dabei sind strenge Maßstäbe anzulegen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 11. Februar 1966 VII CB 149.64, BVerwGE 23, 237, 238, und BFH in BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183).

    Er verdient nur dann ausnahmsweise keine Beachtung (§ 124 Abs. 3 AO 1977), wenn er die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, daß von niemandem erwartet werden kann, ihn als verbindlich anzuerkennen (vgl. u. a. BFH-Beschluß vom 1. Oktober 1981 IV B 13 /81, BFHE 134, 223, BStBl II 1982, 133, 135; BFH-Urteile vom 13. Mai 1987 II R 140/84, BFHE 150, 70, BStBl II 1987, 592, 593, und in BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183, 185).

  • BFH, 01.10.1981 - IV B 13/81

    Verwaltungsakt - Nichtigkeit

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Er verdient nur dann ausnahmsweise keine Beachtung (§ 124 Abs. 3 AO 1977), wenn er die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, daß von niemandem erwartet werden kann, ihn als verbindlich anzuerkennen (vgl. u. a. BFH-Beschluß vom 1. Oktober 1981 IV B 13 /81, BFHE 134, 223, BStBl II 1982, 133, 135; BFH-Urteile vom 13. Mai 1987 II R 140/84, BFHE 150, 70, BStBl II 1987, 592, 593, und in BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183, 185).
  • BFH, 13.05.1987 - II R 140/84

    Verwaltungsakt - Schreiben des Finanzamtes - Neuer Fristlauf - Steuerbegünstigte …

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Er verdient nur dann ausnahmsweise keine Beachtung (§ 124 Abs. 3 AO 1977), wenn er die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, daß von niemandem erwartet werden kann, ihn als verbindlich anzuerkennen (vgl. u. a. BFH-Beschluß vom 1. Oktober 1981 IV B 13 /81, BFHE 134, 223, BStBl II 1982, 133, 135; BFH-Urteile vom 13. Mai 1987 II R 140/84, BFHE 150, 70, BStBl II 1987, 592, 593, und in BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183, 185).
  • BFH, 18.07.1985 - VI R 41/81

    Lohnsteuernachforderungsbescheid - Formularmäßiger Erlaß - Wesentliche Ergänzung …

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Selbst wenn der Bescheid vom 11. Juni 1985 der strengeren Regelung des § 119 Abs. 3 AO 1977 unterfiele und deshalb hätte unterschrieben oder mit dem Namen eines bestimmten Beamten hätte versehen werden müssen, könnte das FG-Urteil keinen Bestand haben; denn ein Verstoß gegen diese Formvorschrift führt nicht zur Nichtigkeit, sondern nur zur Anfechtbarkeit (Umkehrschluß aus § 125 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977; ebenso Urteil vom 18. Juli 1985 VI R 41/81, BFHE 144, 240, BStBl II 1986, 169, m. w. N.).
  • BVerwG, 11.02.1966 - VII CB 149.64

    Einberufung zum Ersatzdienst bei einer anerkannten Organisation ohne Antrag des …

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Dabei sind strenge Maßstäbe anzulegen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 11. Februar 1966 VII CB 149.64, BVerwGE 23, 237, 238, und BFH in BFHE 151, 354, BStBl II 1988, 183).
  • BFH, 28.09.1984 - III R 58/83

    Scheinverwaltungsakt - Einheitswertbescheid - Computerausdruck

    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Diese Gesamtwürdigung, bei der - ebenso wie bei der Inhaltsbestimmung eines Verwaltungsakts durch Auslegung (…vgl. dazu Gräber / Ruban, a.a.O., § 118 Rz. 18, m. w. N.) - keine revisionsrechtliche Bindung an die Feststellungen der Tatsacheninstanz besteht, führt im Streitfall dazu, daß der Bescheid vom 11. Juni 1985 der Schriftform genügt: Zweifel, die insoweit durch die Verwendung der Kopie und durch den mitabgelichteten Aufdruck "Durchschrift" hätten begründet werden und allein den Rechtsgeltungswillen des FA hätten betreffen können (vgl. BFH-Urteil vom 28. September 1984 III R 58/83, BFHE 142, 204, BStBl II 1985, 42; FG Düsseldorf, Urteil vom 11. September 1985 VIII 325/81 V, Entscheidungen der Finanzgerichte 1986, 55), sind durch die handschriftlichen "Erläuterungen" in der Anlage zum Bescheid mit hinreichender Deutlichkeit ausgeräumt worden.
  • FG Düsseldorf, 11.09.1985 - VIII 325/81
    Auszug aus BFH, 26.07.1989 - X R 42/86
    Diese Gesamtwürdigung, bei der - ebenso wie bei der Inhaltsbestimmung eines Verwaltungsakts durch Auslegung (…vgl. dazu Gräber / Ruban, a.a.O., § 118 Rz. 18, m. w. N.) - keine revisionsrechtliche Bindung an die Feststellungen der Tatsacheninstanz besteht, führt im Streitfall dazu, daß der Bescheid vom 11. Juni 1985 der Schriftform genügt: Zweifel, die insoweit durch die Verwendung der Kopie und durch den mitabgelichteten Aufdruck "Durchschrift" hätten begründet werden und allein den Rechtsgeltungswillen des FA hätten betreffen können (vgl. BFH-Urteil vom 28. September 1984 III R 58/83, BFHE 142, 204, BStBl II 1985, 42; FG Düsseldorf, Urteil vom 11. September 1985 VIII 325/81 V, Entscheidungen der Finanzgerichte 1986, 55), sind durch die handschriftlichen "Erläuterungen" in der Anlage zum Bescheid mit hinreichender Deutlichkeit ausgeräumt worden.
  • BFH, 04.12.2013 - X B 155/12

    Wirksamkeit eines mithilfe automatischer Einrichtungen erstellten, …

    Rn. 4 Nach der Rechtsprechung führt zudem das Fehlen einer Unterschrift des Behördenleiters, seines Vertreters oder seines Beauftragten unter einen nicht formularmäßigen oder mithilfe automatischer Einrichtungen erlassenen Steuerbescheid (Verstoß gegen § 157 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 119 Abs. 3 Satz 2 AO) nicht zur Nichtigkeit des Bescheids (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345;… BFH-Beschlüsse vom 29. Januar 1992 II B 139/91, BFH/NV 1993, 399, und II B 132/91, BFH/NV 1992, 788).
  • FG Köln, 16.09.2015 - 2 K 2040/12

    Vorsteuervergütung: Anforderungen an die schriftlichen Erklärungen bzw. …

    Das Schriftlichkeitserfordernis bei Steuerbescheiden ist beispielsweise gewahrt, wenn dem Inhaltsadressaten nur eine Kopie eines Steuerbescheids übersandt wird, sich aber aus den Gesamtumständen hinreichend deutlich ergibt, welche Regelung durch wen und wem gegenüber getroffen werden soll (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345 für den Fall der Übersendung einer Bescheidkopie mit angefügten handschriftlichen Erläuterungen).

    Auch sonst liegt in der fehlenden Unterschrift kein besonders schwerwiegender Formfehler im Sinne von § 125 AO vor (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345).

  • BFH, 25.03.2013 - I B 26/12

    Aufhebung eines unter dem Vorbehalt der Nachprüfung stehenden …

    Danach führt das Fehlen einer Unterschrift des Behördenleiters, seines Vertreters oder seines Beauftragten unter einen nicht formularmäßigen oder mit Hilfe automatischer Einrichtungen erlassenen Steuerbescheid (Verstoß gegen § 157 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 119 Abs. 3 Satz 2 AO) nicht zur Nichtigkeit des Bescheids (vgl. BFH-Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345;… BFH-Beschlüsse vom 29. Januar 1992 II B 139/91, BFH/NV 1993, 399, und II B 132/91, BFH/NV 1992, 788; ebenso v. Wedelstädt in Beermann/Gosch, AO § 125 Rz 20; Seer in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 119 AO Rz 21;… Klein/Brockmeyer/Ratschow, AO, 11. Aufl., § 119 Rz 28).
  • FG München, 20.05.2010 - 11 K 2508/07

    Unzulässigkeit der Anfechtung von nach Erledigungserklärungen ergangenen …

    Er verdient nur dann ausnahmsweise keine Beachtung (§ 124 Abs. 3 AO), wenn er die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, dass von niemandem erwartet werden kann, ihn als verbindlich anzuerkennen (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 27. Juli 1989 X R 42/86, BFH NV 1990, 345 und vom 13. Mai 1987 II R 140/84, BStBl II 1987, 592, 593).
  • FG Düsseldorf, 09.03.2004 - 9 K 4035/02

    Sonderausgabenabzug; Nachforderungszinsen; Hinterziehungszinsen; …

    Ein Schriftformverstoß führt zur Nichtigkeit der Steuerfestsetzung (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 26. Juli 1989 X R 42/86, Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 1990, 345).
  • FG Münster, 03.07.2018 - 5 K 2587/16

    Zur Aufteilung des Vorsteuerabzugs und zur Bemessung einer unentgeltlichen …

    Rn. 30 Entgegen der Auffassung der Klägerin ist ein Verwaltungsakt, dem die Unterschrift fehlt nicht nichtig, sondern dieser kann lediglich rechtswidrig sein (BFH, Urt. vom 26.07.1989 - X R 42/86, BStBl. II 1986, 169; BFH…, Beschluss vom 25.03.2013 - I B 26/12, BFH/NV 2013, 1061, 1062;… Seer, in: Tipke/Kruse, AO/FGO, § 119 Rdn. 21).
  • BFH, 29.01.1992 - II B 132/91

    Formularmäßiger Erlass eines handschriftlichen Steuerbescheides

    Soweit die Beschwerde ausführt, von grundsätzlicher Bedeutung sei die Rechtsfrage, ob ein Verstoß gegen § 119 Abs. 3 AO 1977 zur Rechtswidrigkeit, zur Nichtigkeit oder zur Sanktionslosigkeit führe, zumal der BFH einerseits (Urteil in BFHE 144, 240, BStBl II 1986, 169) die fehlende Unterschrift wegen § 127 AO 1977 für unbeachtlich erklärt habe, andererseits (Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345) angedeutet habe, daß die fehlende Unterschrift zur Anfechtbarkeit führe, und schließlich der erkennende Senat in seiner Entscheidung vom 5. Dezember 1984 II R 25/83 (nicht veröffentlicht - NV -) ausgesprochen habe, ein Verstoß gegen § 119 Abs. 3 AO 1977 führe nicht zur Nichtigkeit, während das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz (Urteil vom 12. November 1980 V 50/79, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1981, 322, aufgehoben durch das o. a. BFH-Urteil in BFHE 144, 240, BStBl II 1986, 169) ebenso wie der Bundesgerichtshof - BGH - (Urteil vom 16. März 1984 RiZ [R] 6/83, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1984, 2533) das Fehlen der Unterschrift als schweren, offensichtlichen und zur Nichtigkeit führenden Mangel angesehen hätten, ist die Beschwerde unbegründet.
  • FG Saarland, 04.07.2002 - 1 K 195/01

    Nichtigkeit von Schätzungsbescheiden / Zugangsvermutung und Postabsendeverfahren

    Er verdient nur dann ausnahmsweise keine Beachtung (§ 124 Abs. 3 AO), wenn er die an eine ordnungsgemäße Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, dass von niemandem erwartet werden kann, ihn als verbindlich anzuerkennen (vgl. zu allem z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345 m.w.N.).
  • BFH, 29.01.1992 - II B 139/91

    Anforderungen an formularmäßige Erlassung von Steuerbescheiden

    Soweit die Beschwerde ausführt, von grundsätzlicher Bedeutung sei die Rechtsfrage, ob ein Verstoß gegen § 119 Abs. 3 AO 1977 zur Rechtswidrigkeit, zur Nichtigkeit oder zur Sanktionslosigkeit führe, zumal der BFH einerseits (Urteil in BFHE 144, 240, BStBl II 1986, 169) die fehlende Unterschrift wegen § 127 AO 1977 für unbeachtlich erklärt habe, andererseits (Urteil vom 26. Juli 1989 X R 42/86, BFH/NV 1990, 345) angedeutet habe, daß die fehlende Unterschrift zur Anfechtbarkeit führe, und schließlich der erkennende Senat in seiner Entscheidung vom 5. Dezember 1984 II R 25/83 (nicht veröffentlicht - NV -) ausgesprochen habe, ein Verstoß gegen § 119 Abs. 3 AO 1977 führe nicht zur Nichtigkeit, während das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz (Urteil vom 12. November 1980 V 50/79, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1981, 322, aufgehoben durch das o.a. BFH-Urteil in BFHE 144, 240, BStBl II 1986, 169) ebenso wie der Bundesgerichtshof - BGH - (Urteil vom 16. März 1984 RiZ (R) 6/83, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1984, 2533) das Fehlen der Unterschrift als schweren, offensichtlichen und zur Nichtigkeit führenden Mangel angesehen hätten, ist die Beschwerde unbegründet.
  • FG Hessen, 25.11.1997 - 5 K 572/94

    Örtlich zuständiges Finanzamt (FA) zum Erlass eines Grunderwerbsteuerbescheides; …

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