Rechtsprechung
| OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- zip-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)
Kein genereller Vorrang des Ausgleichs von Verlustvorträgen vor Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals
- ra.de
- Owlit(Abodienst, Leitsatz frei)
Auslegung von Genussscheinbedingungen; kein Vorrang des Ausgleichs von Verlustvorträgen vor Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 133; BGB § 157
Auslegung von Genussscheinbedingungen hinsichtlich der Beteiligung der Genussscheininhaber am Verlust der Gesellschaft - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Auslegung von Genussscheinbedingungen hinsichtlich der Beteiligung der Genussscheininhaber am Verlust der Gesellschaft
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)
Genussscheinbedingungen können nach Unklarheitenregel auszulegen sein
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Genussscheinbedingungen können nach Unklarheitenregel auszulegen sein
Besprechungen u.ä. (2)
Verfahrensgang
- LG München I, 31.07.2014 - 5 HKO 24890/12
- OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
- BGH - II ZR 164/15 (Verfahren ohne Entscheidung erledigt)
Papierfundstellen
- ZIP 2015, 1433
- WM 2015, 2192
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (15)
- BGH, 05.10.1992 - II ZR 172/91
Ausgestaltung von Genußscheinrechten - Beseitigung des Grundkapitals durch …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Nach der Rechtsprechung des BGH sind Genussscheinbedingungen als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehen (Urteil vom 05.10.1992, II ZR 192/91, BGHZ 119, 305, 312, Juris Tz. 13; Urteil vom 28.05.2013, II ZR 67/12, Juris Tz. 32).Dass aber gerade für von Kreditinstituten in der Rechtsform der AG begebene Genussscheine die bislang angenommene weitgehende Vertragsfreiheit (vgl. BGHZ 119, S. 305 ff, 314) nicht gelten und es - nur - insoweit einen Einheitsgenussschein geben sollte, erscheint wenig überzeugend (…so auch Casper, ZIP 2015, S. 201 ff, 205).
Ein generelles gesetzliches Leitbild für Genussrechte gibt es nicht, bei der Ausgestaltung im Einzelnen sind die Vertragsparteien daher weitgehend frei (BGHZ 119, S. 305 ff, 309).
- OLG München, 21.11.2013 - 23 U 1864/13
Anwendung der AGB-rechtlichen Unklarheitenregelung bei Auslegung von …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Rn. 62 1.2.3.1 Die Unklarheitenregel des § 305 c Abs. 2 BGB ist anwendbar (dazu bereits OLG München, Urteil vom 12.01.2012, 23 U 2737/11, Juris Tz. 58 ff, sowie Urteil vom 21.11.2013, 23 U 1864/13, Juris Tz. 49 ff.).Rn. 96 Etwas anderes ergibt sich nicht aus der Entscheidung des hiesigen Senats vom 21.11.2013 (23 U 1864/13, Juris Tz. 82).
- BGH, 28.05.2013 - II ZR 67/12
Anpassung von Genussscheinbedingungen nach Abschluss eines Beherrschungs- und …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Nach der Rechtsprechung des BGH sind Genussscheinbedingungen als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehen (Urteil vom 05.10.1992, II ZR 192/91, BGHZ 119, 305, 312, Juris Tz. 13; Urteil vom 28.05.2013, II ZR 67/12, Juris Tz. 32).Die grundlegende Frage, ob Genussscheinbedingungen als Allgemeine Geschäftsbedingungen anzusehen sind, hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden (BGH, Urteil vom 28.05.2013, II ZR 67/12, Juris Tz. 32).
- BGH, 29.04.2008 - KZR 2/07
Erdgassondervertrag
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Dies gilt nicht nur im Verbandsprozess, sondern auch im Individualprozess (BGH, Teilurteil vom 29.04.2008, KZR 2/07, BGHZ 176, S. 244, Tz. 19;… Urteil vom 28.10.2009, VIII ZR 320/07, NJW 2010, S. 993 ff, 994, Tz. 25). - BGH, 03.07.2002 - XII ZR 327/00
Formularmäßige Vereinbarung eines Gewährleistungsausschlusses für die …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den von der Beklagten im nicht nachgelassenen Schriftsatz vom 13.05.2015 (Bl. 535 ff.) zitierten Entscheidungen des BGH (NJW-RR 2010, S. 63 ff. Tz. 13 und NJW 2002, S. 3232 Tz. 21 und 24). - BGH, 28.10.2009 - VIII ZR 320/07
Unwirksame Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderverträgen
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Dies gilt nicht nur im Verbandsprozess, sondern auch im Individualprozess (…BGH, Teilurteil vom 29.04.2008, KZR 2/07, BGHZ 176, S. 244, Tz. 19; Urteil vom 28.10.2009, VIII ZR 320/07, NJW 2010, S. 993 ff, 994, Tz. 25). - BGH, 04.07.2013 - I ZR 156/12
Beförderungsausschlussklausel eines Paketdienstunternehmens: Auslegung der in …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Fernliegende Auslegungsmöglichkeiten bleiben dabei außer Betracht (BGH NJW-RR 2014, S. 215, 216 Tz. 25). - BGH, 29.05.2009 - V ZR 201/08
Rechtsfolgen der unterbliebenen Protokollierung von Zeugenaussagen
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus den von der Beklagten im nicht nachgelassenen Schriftsatz vom 13.05.2015 (Bl. 535 ff.) zitierten Entscheidungen des BGH (NJW-RR 2010, S. 63 ff. Tz. 13 und NJW 2002, S. 3232 Tz. 21 und 24). - BGH, 24.01.1992 - V ZR 267/90
Übergang eines schuldrechtlichen Erbbauzinsanspruchs bei Veräußerung des …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Zinsen sind die nach Laufzeit bemessene, gewinn- und umsatzunabhängige Vergütung für den Gebrauch eines auf Zeit überlassenen Kapitals (BGH NJW-RR 1992, S. 591, 592;… Grüneberg in Palandt, BGB, 74. Aufl, § 246 Rz. 2). - OLG München, 12.01.2012 - 23 U 2737/11
Genussschein: Objektive Auslegung von Genussscheinbedingungen und Anwendung der …
Auszug aus OLG München, 11.06.2015 - 23 U 3466/14
Rn. 62 1.2.3.1 Die Unklarheitenregel des § 305 c Abs. 2 BGB ist anwendbar (dazu bereits OLG München, Urteil vom 12.01.2012, 23 U 2737/11, Juris Tz. 58 ff, sowie Urteil vom 21.11.2013, 23 U 1864/13, Juris Tz. 49 ff.). - BGH, 27.09.1982 - II ZR 16/82
Zinsbegriff und Umsatzbeteiligung
- OLG Frankfurt, 16.11.2011 - 19 U 12/11
Zur Inhaltskontrolle von Genussscheinbedingungen nach §§ 307 ff. BGB im Hinblick …
- BGH, 30.06.2009 - XI ZR 364/08
Formularmäßige Vereinbarung der Zulässigkeit der Änderung der Bedingungen nach …
- BGH, 17.12.1987 - VII ZR 307/86
Zustandekommen eines Architektenvertrages
- BGH, 09.11.1992 - II ZR 192/91
Handlungspflichten zur Abwendung einer gefährlichen Begegnung im Schiffsverkehr
- OLG Düsseldorf, 24.09.2020 - 6 U 23/19
Auslegung von Genussscheinbedingungen; Erwartungshorizont eines …
Rn. 248 Zwar könnte die Formulierung, "durch" sie - gemeint ist die Ausschüttung - dürfe kein Bilanzverlust "entstehen", bei (allein) wortwörtlichem Verständnis dahingehend aufgefasst werden, dass der Bilanzverlust nicht durch die Ausschüttung "entsteht", wenn ein solcher auch ohne sie - wegen der Verlustvorträge - auszuweisen wäre, ein bereits bestehender Bilanzverlust also lediglich erhöht würde (so wohl zu einer gleichlautenden Klausel: OLG München, Urteil vom 11. Juni 2015, 23 U 3466/14, juris Rn. 90 f., wobei die Klage nach Hinweis der Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofes vor dem BGH [II ZR 164/15] zurückgenommen wurde). - LG München I, 19.12.2019 - 5 HKO 15088/15
Niederlassungsfreiheit
Im Geschäftsjahr, in dem ein Jahresüberschuss erzielt wird, der zur Begleichung der Ausschüttungen genügt, es aber aufgrund von Verlustvorträgen zu einem Bilanzverlust kommt, entsteht der Bilanzverlust nicht durch die Ausschüttungen, sondern infolge des Verlustvortrages (vgl. OLG München AG 2015, 576, 579 = ZIP 2015, 1433, 1438 f. = WM 2015, 2192, 2197 f.; a.A. LG Düsseldorf WM 2019, 498, 507).Dies trifft auf die Verzinsung entsprechend § 2 Abs. 1 der Genussscheinbedingungen allerdings nicht zu, weil es sich dabei um Gewinnbeteiligungen, aber nicht um Zinsen im Rechtssinne handelt (vgl. OLG München ZIP 2015, 1433, 1439 = WM 2015, 2192, 2198;… Habersack in: Münchener Kommentar zum AktG, 4. Aufl., § 221 Rdn. 94).
- OLG Düsseldorf, 24.09.2020 - 6 U 137/19 Rn. 189 Zwar könnte die Formulierung, "durch" sie - gemeint ist die Ausschüttung - dürfe kein Bilanzverlust "entstehen", bei (allein) wortwörtlichem Verständnis dahingehend aufgefasst werden, dass der Bilanzverlust nicht durch die Ausschüttung "entsteht", wenn ein solcher auch ohne sie - wegen der Verlustvorträge - auszuweisen wäre, ein bereits bestehender Bilanzverlust also lediglich erhöht würde (so wohl zu einer gleichlautenden Klausel: OLG München, Urteil vom 11. Juni 2015, 23 U 3466/14, juris Rn. 90 f., wobei die Klage nach Hinweis der Dokumentationsstelle des Bundesgerichtshofes vor dem BGH [II ZR 164/15] zurückgenommen wurde).
- LG Berlin, 30.06.2020 - 11 O 66/16
Begriff "Bilanzverlust" in Genussrechtsbedingungen
Ein solches liege nicht vor, wenn in einem Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss erzielt wurde und es nur in Folge eines Verlustvortrages aus dem Vorjahr zu einem Bilanzverlust kommt (OLG München, Urteil vom 11.06.2015 - 23 U 3466/14 - juris Rn. 86 ff.).
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