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Rechtsprechung
   VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19.F   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2020,13218
VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19.F (https://dejure.org/2020,13218)
VG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 28.04.2020 - 8 L 3670/19.F (https://dejure.org/2020,13218)
VG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 28. April 2020 - 8 L 3670/19.F (https://dejure.org/2020,13218)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    § 36 Abs 2 Satz 3 BauGB, § 6 Abs 1 BImSchG, § 5 BImSchG, § 13 BImSchG, § 21a Abs 1 Satz 2 9 BImSchVO, § 10 Abs 8 Satz 2 BImSchG, § 41 HVwVfG
    1. Soll das gemeindliche Einvernehmen (§ 36 Abs. 2 Satz 3 BauGB) in einem immissionsrechtlichen Genehmigungsbescheid ersetzt werden, wobei allein dessen verfügender Teil öffentlich bekanntgemacht wird, genügt die bloße Erwähnung der Ersetzungsabsicht in der Begründung des ...

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (16)

  • BVerwG, 14.04.2000 - 4 C 5.99

    Außenbereichsvorhaben; Verstoß gegen das Bauplanungsrecht; Beseitigungsanordnung; …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    28 Abs. 2 GG gewährleistet den Gemeinden als Teil der Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft das Recht, in eigener Verantwortung im Rahmen der Gesetze für ihr Gemeindegebiet die Bodennutzung festzulegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, BRS 63 Nr. 115; vom 15. Dezember 1989, - 4 C 36.86 -, BVerwGE 84, 209; vom 16. Dezember 1988 - 4 C 40.86 -, BVerwGE 81, 95).

    Zur Sicherung der planerischen Handlungsfreiheit trifft er in § 36 Abs. 1 BauGB Vorsorge dafür, dass die Gemeinde als sachkundige Behörde in Ortsteilen, in denen sie noch nicht geplant hat, an der Beurteilung der bebauungsrechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzung mitentscheidend beteiligt wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, BRS 63 Nr. 115; vom 7. Februar 1986, - 4 C 43.83 -, BRS 46 Nr. 142; vom 10. August 1988 - 4 C 20.84 -, BRS 48 Nr. 144 und vom 31. Oktober 1990 - 4 C 85.88 -, Buchholz 406.11, § 35 BauGB Nr. 265).

    Auch wenn sich § 36 BauGB darin erschöpft, das behördliche Genehmigungsverfahren näher auszugestalten und nach der Formel des Bundesverwaltungsgerichts nicht erst aus der Planungshoheit abgeleitete materielle Rechte begründet, sondern sie voraussetzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, a.a.O.) und auf das Rechtsmittel der Gemeinde hin das Vorliegen der Voraussetzungen des § 35 BauGB in vollem Umfang nachzuprüfen ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. Juli 2010 - 4 C 4.08 -, BVerwGE 137, 247 und vom 20. Mai 2010 - 4 C 117.09 -, BVerwGE 137, 74 m.w.N.), so sichert doch in den Fällen seiner Anwendbarkeit § 36 BauGB in vollem Umfang die Gewährleistung der gemeindlichen Planungshoheit nach Art. 28 Abs. 2 GG.

  • BVerwG, 10.08.1988 - 4 C 20.84

    Verletzung des gemeindlichen Beteiligungsrechts bei Anweisung zur Erteilung einer …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Zur Sicherung der planerischen Handlungsfreiheit trifft er in § 36 Abs. 1 BauGB Vorsorge dafür, dass die Gemeinde als sachkundige Behörde in Ortsteilen, in denen sie noch nicht geplant hat, an der Beurteilung der bebauungsrechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzung mitentscheidend beteiligt wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, BRS 63 Nr. 115; vom 7. Februar 1986, - 4 C 43.83 -, BRS 46 Nr. 142; vom 10. August 1988 - 4 C 20.84 -, BRS 48 Nr. 144 und vom 31. Oktober 1990 - 4 C 85.88 -, Buchholz 406.11, § 35 BauGB Nr. 265).

    1988 - 4 C 20.84 -, BauR 1988, 694; OVG Lüneburg, Urteil vom 23. Juni 2009 - 12 LC 136/07 -, BRS 74 Nr. 179; Söfker in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, Stand: November 2014, § 36 BauGB Rdnr. 43).".

  • VGH Hessen, 14.05.2019 - 9 B 2016/18
    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Dies führt letztlich dazu, dass bei der zu treffenden Interessenabwägung vor allem die erkennbaren Erfolgsaussichten der jeweiligen Klage von Bedeutung sind (Hess. VGH, Beschluss vom 14. Mai 2019 - 9 B 2016/18 -, Rn. 7 , juris).

    Eine solche Fallgestaltung lag der Entscheidung des 9. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichthofs vom 14.05.2019 ( 9 B 2016/18 - juris Rn 2 f.) zugrunde, denn dort war die sofortige Vollziehung des Bescheides nach § 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO für den Bescheid zur Genehmigung und Errichtung der Windkraftanlagen und für das Ersetzen des gemeindlichen Einvernehmens angeordnet worden und die betroffene Gemeinde beantragte die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Klage gegen die der Beigeladenen erteilte Genehmigung sowie für die Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens.

  • VGH Hessen, 13.05.2015 - 4 B 1/15
    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Der 4. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs geht in ständiger Rechtsprechung davon aus, dass eine betroffene Gemeinde im Falle der Ersetzung ihres Einvernehmens nach § 36 Abs. 2 BauGB primär Rechtsschutz gegen die Ersetzungsentscheidung suchen muss und nicht zugleich die Erteilung der Baugenehmigung an einen Dritten anfechten kann (Hess. VGH, Beschluss vom 13.05.2015 - 4 B 1/15 -, juris Rn 10).

    (Hess. VGH, Beschluss vom 13. Mai 2015 - 4 B 1/15 -, juris Rn 7 - 10).

  • BVerwG, 07.02.1986 - 4 C 43.83

    Voraussetzungen für die Erteilung einer Baugenehmigung bei fehlendem Einvernehmen …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Zur Sicherung der planerischen Handlungsfreiheit trifft er in § 36 Abs. 1 BauGB Vorsorge dafür, dass die Gemeinde als sachkundige Behörde in Ortsteilen, in denen sie noch nicht geplant hat, an der Beurteilung der bebauungsrechtlichen Zulässigkeitsvoraussetzung mitentscheidend beteiligt wird (vgl. BVerwG, Urteile vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, BRS 63 Nr. 115; vom 7. Februar 1986, - 4 C 43.83 -, BRS 46 Nr. 142; vom 10. August 1988 - 4 C 20.84 -, BRS 48 Nr. 144 und vom 31. Oktober 1990 - 4 C 85.88 -, Buchholz 406.11, § 35 BauGB Nr. 265).
  • VGH Hessen, 01.04.2014 - 9 A 2030/12

    Erweiterung eines Tiermastbetriebs in Fronhausen ist zulässig - Klage der …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Dass eine Gemeinde, deren verweigertes Einvernehmen nach § 36 Abs. 2 Satz 3 BauGB ersetzt wurde, isoliert gegen die Ersetzungsentscheidung mit der Anfechtungsklage vorgehen kann, entspricht auch der Rechtsprechung des 9. Senats des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (Hess. VGH, Urteil vom 01.04.2014 - 9 A 2030/12 -, juris Rn 36 ).
  • OVG Niedersachsen, 09.03.1999 - 1 M 405/99

    Aufschiebende Wirkung; Widerspruch einer Gemeinde; Widerspruch gegen eine …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Die Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens wird nicht von § 212 a Abs. 1 BauGB erfasst, weil es sich bei der Ersetzungsentscheidung um keine bauaufsichtliche Zulassung eines Vorhabens handelt (…Kalb/Külpmann in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, 135. EL September 2019, § 212 a Rn 27a; OVG Lüneburg, Beschluss vom 09.03.1999 - 1 M 405/99 -, juris).
  • VG Köln, 07.04.2022 - 8 K 3758/19
    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Es wurde von der Antragstellerin aber mit Einreichung der Klage vorgelegt (Anlage 2 zur Klageschrift, Bl. 120 bis 142 GA im Verfahren 8 K 3758/19 - Bl. 164 - 186 GA).
  • BVerwG, 15.12.1989 - 4 C 36.86

    Interkommunales Abstimmungsgebot bei einem Schlachthofvorhaben im Grenzgebiet …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    28 Abs. 2 GG gewährleistet den Gemeinden als Teil der Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft das Recht, in eigener Verantwortung im Rahmen der Gesetze für ihr Gemeindegebiet die Bodennutzung festzulegen (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, BRS 63 Nr. 115; vom 15. Dezember 1989, - 4 C 36.86 -, BVerwGE 84, 209; vom 16. Dezember 1988 - 4 C 40.86 -, BVerwGE 81, 95).
  • BVerwG, 20.05.2010 - 4 C 7.09

    Windenergieanlagen; Flächennutzungsplan; ~ mit den Wirkungen des § 35 Abs. 3 Satz …

    Auszug aus VG Frankfurt/Main, 28.04.2020 - 8 L 3670/19
    Auch wenn sich § 36 BauGB darin erschöpft, das behördliche Genehmigungsverfahren näher auszugestalten und nach der Formel des Bundesverwaltungsgerichts nicht erst aus der Planungshoheit abgeleitete materielle Rechte begründet, sondern sie voraussetzt (vgl. BVerwG…, Urteil vom 14. April 2000 - 4 C 5.99 -, a.a.O.) und auf das Rechtsmittel der Gemeinde hin das Vorliegen der Voraussetzungen des § 35 BauGB in vollem Umfang nachzuprüfen ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 1. Juli 2010 - 4 C 4.08 -, BVerwGE 137, 247 und vom 20. Mai 2010 - 4 C 117.09 -, BVerwGE 137, 74 m.w.N.), so sichert doch in den Fällen seiner Anwendbarkeit § 36 BauGB in vollem Umfang die Gewährleistung der gemeindlichen Planungshoheit nach Art. 28 Abs. 2 GG.
  • BVerwG, 11.08.2008 - 4 B 25.08

    Baugenehmigung; Einvernehmen der Gemeinde; Planungshoheit der Gemeinde.

  • BVerwG, 01.07.2010 - 4 C 4.08

    Windenergieanlage; Regionalplan; in Aufstellung befindliches Ziel; …

  • BVerwG, 16.12.1988 - 4 C 40.86

    Raumplanungshoheit

  • OVG Niedersachsen, 23.06.2009 - 12 LC 136/07

    Aufhebung eines Bauvorbescheids bei unwirksamer Ersetzung eines Einvernehmens für …

  • VGH Hessen, 27.09.2004 - 2 TG 1630/04

    Kein vorläufiger Rechtsschutz für eine Gemeinde gegen die Errichtung mehrerer …

  • BVerwG, 05.03.1999 - 4 B 62.98
  • VG Koblenz, 10.06.2020 - 4 K 702/17

    Ortsgemeinde Wilzenberg-Hußweiler kann Bau von Windenergieanlagen nicht …

    Die vorliegende Sachverhaltsgestaltung unterscheidet sich damit in einem entscheidenden Punkt von derjenigen in dem klägerseits in Bezug genommenen Beschluss des Verwaltungsgerichts Frankfurt (vom 28. April 2020 ­ 8 L 3670/19.F ­, juris), nach dessen Leitsatz 1 die bloße Erwähnung der Ersetzungsabsicht in der Begründung des Bescheides nicht genügt.
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