Rechtsprechung
| BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- JLaw (App) | www.prinz.law
- Wolters Kluwer
Krankenkasse - Versicherungsverhältnis - Verneinen - Erstattung - Krankenhilfe
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
SGB X § 104 Abs. 1 § 111 S. 1
Zeitpunkt der Entstehung des Erstattungsanspruchs des Sozialhilfeträgers wegen geleisteter Krankenhilfe - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Besprechungen u.ä.
- Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
(Entscheidungsanmerkung)
Entstehung des Erstattungsanspruchs zwischen Sozialhilfeträger und Krankenkasse bei Verneinung eines Versicherungsverhältnisses (§§ 104 Abs. 1, 111 Satz 1 SGB X)
Verfahrensgang
- SG Lübeck, 01.11.1994 - S 7 KR 54/94
- LSG Schleswig-Holstein, 24.10.1995 - L 1 KR 12/95
- BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Papierfundstellen
- BSGE 79, 128
- NZS 1997, 248 (Ls.)
Wird zitiert von ... (14) Zitiert selbst (9)
- BSG, 25.04.1989 - 11a RK 4/87
Zuständigkeit iS. der Erstattungsvorschrift § 105 Abs. 1 S. 1 SGB X, Entstehung …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern entstehen nach der stRspr des BSG mit dem Vorliegen ihrer gesetzlichen Voraussetzungen und nicht erst mit ihrer behördlichen oder gerichtlichen Feststellung (…so schon zum Rechtszustand vor Inkrafttreten des SGB X: BSGE 50, 68, 69 mwN = SozR 2200 § 182b Nr. 16;… zum geltenden Recht: BSG SozR 1300 § 104 Nr. 6 S 13 f;… BSGE 65, 27, 29 = SozR 1300 § 111 Nr. 4 S 14 f; BSGE 65, 31, 38 = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24).Ob es dabei auf den Zeitpunkt der Erbringung der Sachleistung gegenüber dem Berechtigten (so der 4. Senat in BSGE 65, 31, 38 f = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24 f) oder auf den Zeitpunkt der Bezahlung der Kosten gegenüber dem Leistungserbringer (…so der 3. Senat in SozR 1300 § 111 Nr. 3 S 11) ankommt, kann in dem hier interessierenden Zusammenhang auf sich beruhen.
- BSG, 11.06.1992 - 12 RK 48/90
Freiwillige Krankenversicherung - Leistungsausschluß - bestehende Krankheit - …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Daß Entscheidungen des Versicherungsträgers über den versicherungsrechtlichen Status einer Person Tatbestandswirkung (Drittbindungswirkung) in dem vorgenannten Sinne zukommt, ist in der Rechtsprechung des BSG seit langem anerkannt (…vgl zB Urteil des 3. Senats vom 11. November 1975 - SozR 2200 § 381 Nr. 5;… Urteil des 8. Senats vom 26. Juli 1979 - SozR 2200 § 176c Nr. 3;… Urteile des 12. Senats vom 6. Februar 1992 - BSGE 70, 99 = SozR 3-1500 § 54 Nr. 15 und vom 11. Juni 1992 - SozR 3-2200 § 310 Nr. 1).Auch wenn sie sich als falsch erweist, kann ein Erstattungsanspruch nicht entstehen, weil wegen der die materielle Rechtslage überlagernden Tatbestandswirkung des Statusbescheides auch im Verhältnis zu dem die Erstattung begehrenden Leistungsträger bindend feststeht, daß eine Leistungspflicht der Krankenkasse (KK) nicht in Betracht kommt (…so ausdrücklich BSG SozR 2200 § 176c Nr. 3 S 6 ff; SozR 3-2200 § 310 Nr. 1 S 3 f).
- BSG, 09.02.1989 - 8 RK 25/87
Frist für die Geltendmachung des Erstattungsanspruchs bei Sachleistungen der …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Auch dies hat das BSG wiederholt entschieden und mit der Eigenständigkeit des Erstattungsanspruchs gegenüber dem Leistungsanspruch sowie der - materiellrechtlich gesehen - rein deklaratorischen Bedeutung der Leistungsbewilligung begründet (SozR 1300 § 111 Nr. 3 S 12;… Urteil vom 19. März 1996 - SozR 3-1300 § 111 Nr. 4).Ob es dabei auf den Zeitpunkt der Erbringung der Sachleistung gegenüber dem Berechtigten (…so der 4. Senat in BSGE 65, 31, 38 f = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24 f) oder auf den Zeitpunkt der Bezahlung der Kosten gegenüber dem Leistungserbringer (so der 3. Senat in SozR 1300 § 111 Nr. 3 S 11) ankommt, kann in dem hier interessierenden Zusammenhang auf sich beruhen.
- BSG, 06.02.1992 - 12 RK 15/90
Schwerbeschädigter - Rentner - Krankenversicherung - Kriegsopferversorgung - …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Daß Entscheidungen des Versicherungsträgers über den versicherungsrechtlichen Status einer Person Tatbestandswirkung (Drittbindungswirkung) in dem vorgenannten Sinne zukommt, ist in der Rechtsprechung des BSG seit langem anerkannt (…vgl zB Urteil des 3. Senats vom 11. November 1975 - SozR 2200 § 381 Nr. 5;… Urteil des 8. Senats vom 26. Juli 1979 - SozR 2200 § 176c Nr. 3; Urteile des 12. Senats vom 6. Februar 1992 - BSGE 70, 99 = SozR 3-1500 § 54 Nr. 15 …und vom 11. Juni 1992 - SozR 3-2200 § 310 Nr. 1). - BSG, 06.04.1989 - 2 RU 34/88
Beginn der Ausschlußfrist des § 111 SGB X, Ausschluß des Erstattungsanspruchs …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern entstehen nach der stRspr des BSG mit dem Vorliegen ihrer gesetzlichen Voraussetzungen und nicht erst mit ihrer behördlichen oder gerichtlichen Feststellung (…so schon zum Rechtszustand vor Inkrafttreten des SGB X: BSGE 50, 68, 69 mwN = SozR 2200 § 182b Nr. 16;… zum geltenden Recht: BSG SozR 1300 § 104 Nr. 6 S 13 f; BSGE 65, 27, 29 = SozR 1300 § 111 Nr. 4 S 14 f;… BSGE 65, 31, 38 = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24). - BSG, 22.06.1994 - 10 RKg 32/93
Kindergeld - Zahlungseinstellung - Nachzahlung - Verjährung
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Die für die Nachzahlung von Sozialleistungen geltende Ausschlußregelung des § 44 Abs. 4 SGB X ist, auch wenn man der Vorschrift einen über ihren eigentlichen Anwendungsbereich hinausreichenden Rechtsgrundsatz entnehmen wollte (dazu BSGE 74, 267, 268 = SozR 3-1200 § 45 Nr. 4 S 11 mwN), jedenfalls auf Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern nicht übertragbar. - BSG, 19.03.1996 - 2 Ru 22/95
Entstehen des Erstattungsanspruchs nach § 104 SGB X
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Auch dies hat das BSG wiederholt entschieden und mit der Eigenständigkeit des Erstattungsanspruchs gegenüber dem Leistungsanspruch sowie der - materiellrechtlich gesehen - rein deklaratorischen Bedeutung der Leistungsbewilligung begründet (…SozR 1300 § 111 Nr. 3 S 12; Urteil vom 19. März 1996 - SozR 3-1300 § 111 Nr. 4). - BSG, 14.05.1985 - 4a RJ 21/84
Gleichstellung mit rentenversicherungspflichtiger Beschäftigung oder Tätigkeit …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern entstehen nach der stRspr des BSG mit dem Vorliegen ihrer gesetzlichen Voraussetzungen und nicht erst mit ihrer behördlichen oder gerichtlichen Feststellung (…so schon zum Rechtszustand vor Inkrafttreten des SGB X: BSGE 50, 68, 69 mwN = SozR 2200 § 182b Nr. 16; zum geltenden Recht: BSG SozR 1300 § 104 Nr. 6 S 13 f;… BSGE 65, 27, 29 = SozR 1300 § 111 Nr. 4 S 14 f;… BSGE 65, 31, 38 = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24). - BSG, 26.03.1980 - 3 RK 96/78
Begriff Hilfsmittel iS des RVO § 182b (Straßenfaltfahrstuhl) - Zeitpunkt der …
Auszug aus BSG, 24.09.1996 - 1 RK 1/96
Erstattungsansprüche zwischen Sozialleistungsträgern entstehen nach der stRspr des BSG mit dem Vorliegen ihrer gesetzlichen Voraussetzungen und nicht erst mit ihrer behördlichen oder gerichtlichen Feststellung (so schon zum Rechtszustand vor Inkrafttreten des SGB X: BSGE 50, 68, 69 mwN = SozR 2200 § 182b Nr. 16;… zum geltenden Recht: BSG SozR 1300 § 104 Nr. 6 S 13 f;… BSGE 65, 27, 29 = SozR 1300 § 111 Nr. 4 S 14 f;… BSGE 65, 31, 38 = SozR 1300 § 111 Nr. 6 S 24).
- BSG, 28.03.2000 - B 8 KN 3/98 U R
Rechtsweg bei Erstattungsansprüchen, Untergang des Erstattungsanspruchs durch …
Solange der Status, zB des Kindsvaters, wovon dessen Unterhaltspflicht und damit der Erstattungsanspruch abhängt (…BSG vom 8. März 1990, BSGE 66, 246, 248 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 2), nicht festgestellt oder das Versicherungsverhältnis, wovon ebenfalls der Erstattungsanspruch abhängt, zuvor in einem förmlichen Feststellungsverfahren verneint worden war (BSG vom 24. September 1996, SozR 3-1300 § 111 Nr. 5 S 15 f), kann auch im Verhältnis der Sozialversicherungsträger untereinander der Erstattungsanspruch nicht entstehen und damit der Lauf der Frist nach § 111 SGB X nicht beginnen. - SG Aachen, 03.03.2009 - S 13 KR 141/08
Krankenversicherung
Der Kläger hat bisher die Erbringung unmittelbarer Krankenhilfe nicht behauptet, sodass insoweit ein Erstattungsanspruch überhaupt noch nicht entstanden ist (vgl. hierzu: BSG, Urteil vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 = BSGE 79, 182 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5).Die Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Versicherungsverhältnisses als "Statusentscheidung" bindet nicht nur den Betroffenen (hier: den Beigeladenen), sondern entfaltet Tatbestandswirkung auch für andere Rechtsträger, ist also von ihnen ohne Rücksicht auf die Rechtmäßigkeit der Feststellung wie eine Tatsache zu beachten (BSG, Urteil vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 = BSGE 79, 128 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5;… Urteil vom 17.06.1999 - B 12 KR 11 /99 R = SozR 3-5910 § 91a Nr. 6).
Dass Entscheidungen des Versicherungsträgers über den versicherungsrechtlichen Status einer Person Tatbestandswirkung (Drittbindungswirkung) in dem vorgenannten Sinne zukommt, ist in der Rechtsprechung seit langem anerkannt (BSG, Urteil vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 - m.w.N.).
Auch wenn sie sich als falsch erweist, kann ein Erstattungsanspruch nicht entstehen, weil wegen der die materielle Rechtslage überlagernden Tatbestandswirkung des Statusbescheides auch im Verhältnis zu dem die Erstattung begehrenden Leistungsträger bindend feststeht, dass eine Leistungspflicht der Krankenkasse nicht in Betracht kommt (BSG, Urteil vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 - unter Hinweis auf BSG…, Urteil vom 26.07.1979 - 8b RK 5/78 = SozR 2200 § 176c Nr. 3 …und Urteil vom 11.06.1992 - 12 RK 48/90 = SozR 3-2200 § 310 Nr. 1).
Diese Statusentscheidung hat für den Kläger und andere Dritte Tatbestandswirkung und kann von diesen weder beantragt noch angefochten werden (BSG, Urteile vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 - …und vom 17.06.1999 - B 12 KR 11/99 R - a.a.O).
- LSG Baden-Württemberg, 27.05.2014 - L 11 KR 1169/13
Krankenversicherung - Ruhen des Anspruchs auf Leistungen bei Beitragsrückstand - …
Anerkannt ist in der Rechtsprechung, dass der Entscheidung des Versicherungsträgers über den versicherungsrechtlichen Status einer Person Tatbestandswirkung zukommt (vgl BSG 24.09.1996, 1 RK 1/96; BSGE 79, 128 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5).
- BSG, 23.09.1997 - 2 RU 37/96
Krankenversicherungsträger - Unfallversicherungsträger - Leistungspflicht - …
Das ist nach der ständigen Rechtsprechung des BSG mit dem Vorliegen seiner gesetzlichen Voraussetzungen der Fall (§ 40 Abs. 1 SGB I) und nicht erst mit seiner behördlichen oder gerichtlichen Feststellung (BSGE 65, 27, 29; 65, 31, 38; BSG SozR 3-1300 § 111 Nr. 5). - BSG, 25.09.2000 - B 1 KR 2/00 R
Arbeitgeberausgleich bei der Entgeltfortzahlung
Das Bestehen oder Nichtbestehen eines Versicherungsverhältnisses in der gesetzlichen Krankenversicherung ist schon wiederholt als Statusentscheidung in diesem Sinne beurteilt worden (BSGE 79, 128 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5 mwN), so daß dem rechtskräftigen Urteil im Vorprozeß insoweit Tatbestandswirkung zukommt. - LSG Hessen, 15.03.2010 - L 1 KR 47/08
Erstattungsanspruch des Sozialhilfeträgers gegen die Krankenkasse - …
Aus diesen Gründen können Dritte einen solchen Status feststellenden Bescheid auch nicht anfechten (BSG…, Urteil vom 6. Februar 1992 - 12 RK 15/90 = SozR 3-1500 § 54 Nr. 15;… Urteil vom 17. Juni 1999 - B 12 KR 27/98 R = SozR 3-2200 § 310 Nr. 2;… Urteil vom 17. Juni 1999 - B 12 KR 11/99 R = SozR 3-5910 § 91a Nr. 6; Urteil vom 24. September 1996 - 1 RK 1/96 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5;… Urteil vom 26. Juli 1979 - 8b RK 5/78 = SozR 2200 § 176c Nr. 3; keine Tatbestandswirkung dagegen bei rechtskräftigem Bescheid über nachrangige Leistungspflicht, vgl. BSG, Urteil vom 28. September 1993 - 11 Rar 7/93 - und bei offenkundig rechtsfehlerhaftem Bescheid über Leistungsansprüche, s. Hessisches LSG…, Urteil vom 25. Juni 2009 - L 8 KR 201/07 - sowie Kater, in: Kassler Kommentar, § 10 SGB X, Rdnr. 54 ff. m.w.N.). - LSG Baden-Württemberg, 21.11.2014 - L 4 KR 5373/12
Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Erstattungsanspruch gem § 105 Abs 1 SGB …
Rn. 30 Der Senat kann im vorliegenden Rechtstreit dahinstehen lassen, ob die Klägerin für die Erbringung der streitgegenständlichen Sozialleistungen unzuständig war, insbesondere, ob sich ihre Zuständigkeit bereits aufgrund einer Bindung an ihre Unfallfolgen feststellende Bescheide vom 12. Dezember 1997 und 12. März 1998 gegenüber dem Versicherten, die weiterhin wirksam sind, weil sie die Klägerin nicht aufhob (§ 39 Abs. 2 SGB X), ergibt (eine Drittbindungswirkung im Falle der Feststellung eines Versicherungsverhältnisses bejahend: BSG, Urteile vom 24. September 1996 - 1 RK 1/96 - und vom 25. Juli 1979 - 8b RK 5/78 -, beide in juris; Urteil des Senats vom 22. März 2013 - L 4 KR 67/10 - nicht veröffentlicht; eine Drittbindungswirkung im Falle eines [teilweise] ablehnenden Leistungsbescheids bejahend: BSG, Urteile vom 1. September 1999 - B 13 RJ 49/98 R -, vom 26. Juli 2007 - B 13 R 38/06 R - und vom 26. Juni 2008 - B 13 R 37/07 R - LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 18. Juli 2013 - L 6 U 2895/11 - m.w.N.; Bayerisches LSG, Urteil vom 25. August 2011 - L 18 U 228/08 -, alle in juris; in diesen Fällen eine Drittbindungswirkung verneinend: BSG, Urteil vom 30. April 1991 - 2 RU 78/90 - LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2012 - L 1 KR 112/09 -, beide in juris; für die Fälle eines bewilligenden Leistungsbescheides eine Drittbindungswirkung verneinend: BSG, Urteil vom 20. November 2001 - B 1 KR 31/99 R -, in juris; Urteil des Senats vom 13. Mai 2011 - L 4 R 1301/10 - nicht veröffentlicht; vgl. auch Krasney, KrV 2014, 1 m.w.N., der unter Auseinandersetzung mit der uneinheitlichen Rechtsprechung die Bindung eines Leistungsträgers an die Entscheidung des zuständigen Leistungsträgers gegenüber dem Versicherten generell verneint) oder sie jedenfalls deshalb zuständig war, weil die streitgegenständlichen Leistungen aufgrund des Arbeitsunfalls des Versicherten vom 28. Mai 1996 von ihr zu erbringen waren. - LSG Nordrhein-Westfalen, 12.12.2019 - L 16 KR 509/18 Der Kläger ist zwar nicht Beteiligter (§ 12 SGB X) jenes Verwaltungsverfahrens gewesen, gleichwohl hat die Entscheidung der Beklagten ihm gegenüber Drittwirkung, weil diese im Rahmen ihrer hoheitlichen Befugnisse und auch nicht unter offensichtlichem Verstoß gegen geltendes Recht erfolgt ist (…vgl. Jansen SGG, 4. Aufl. 2012 § 141 Rn. 42 ; z.B. Nichtbestehen eines Versicherungsverhältnisses in der Krankenversicherung, BSG, Urteil vom 24.09.1996 - 1 RK 1/96 -, BSGE 79, 128-132, SozR 3-1300 § 111 Nr. 5 m.w.N.; anders bei Erstattungsansprüchen nach § 102 ff. SGB X, weil es sich dabei um originäre, nicht von der Rechtsposition des Leistungsberechtigten abgeleitete Ansprüche handele, BSG, Urteil vom 20.03.2018 - B 2 U 16/16 R; Urteil vom 13.12.2016 - B 1 KR 29/15 R -, beide unter juris ).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 07.03.2002 - L 16 KR 58/00
Krankenversicherung
Rn. 52 Die Entscheidung über die Zugehörigkeit des Klägers zur KVdR bei der AOK Westfalen-Lippe hingegen, bei der die Frage seiner Zugehörigkeit zur KVdS vielleicht zum Nachweis von Vorversicherungszeiten als Pflichtmitglied iS von § 5 Abs. 1 Nr. 11 SGB V von Bedeutung ist, war grundsätzlich der Regelung durch diese an den hier streitigen Verfahren nicht beteiligten und nicht zu beteiligenden Kasse vorbehalten, und diese wäre bei ihrer Entscheidungan eine Statusentscheidung der AOK Rheinland allenfalls dann gebunden gewesen, wäre sie bereits zulässiger Weise ergangen gewesen (vgl. BSG Urt.v. 24.9.96 1 RK 1/96). - LSG Bayern, 28.10.2015 - L 5 KR 440/13
Vorübergehender Entfall von Sozialhilfebedürftigkeit bewirkt dauerhafte …
Anerkannt ist in der Rechtsprechung, dass z.B. der Entscheidung des Versicherungsträgers über den versicherungsrechtlichen Status einer Person Tatbestandswirkung zukommt (vgl. BSG 24.09.1996, 1 RK 1/96; BSGE 79, 128 = SozR 3-1300 § 111 Nr. 5). - LSG Nordrhein-Westfalen, 07.03.2002 - L 16 KR 244/01
Krankenversicherung
- SG Dresden, 19.06.2008 - S 35 AL 1160/02
Entstehen des Erstattungsanspruchs nach § 103 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB …
- LSG Baden-Württemberg, 08.10.2002 - L 13 RA 2462/01
Bindungswirkung der Feststellung einer Krankenkasse zur freiwilligen …
- LSG Nordrhein-Westfalen, 22.09.1998 - L 5 (15) U 335/97
Entstehung eines Erstattungsanspruchs gemäß § 104 SGB X - Ausschlußfrist gemäß § …
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