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| OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10 (PKH) |
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§ 260 Abs 1 BGB, § 260 Abs 2 BGB, § 2314 Abs 1 S 1 BGB, § 254 ZPO
Pflichtteil: Ordnungsgemäße Erfüllung der Auskunftspflicht des Erben über den Nachlassbestand bei formaler Unvollständigkeit; Vorgehensweise des Berechtigten zur Durchsetzung; Voraussetzung für eine eidesstattliche Versicherung; Annahme mangelnder Sorgfalt bei ... - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 260 Abs. 1; ZPO § 888; BGB § 260 Abs. 2
Erfüllung der Verpflichtung zur Auskunftserteilung über den Bestand des Nachlasses; Voraussetzungen des Anspruchs auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Erfüllung der Verpflichtung zur Auskunftserteilung über den Bestand des Nachlasses; Voraussetzungen des Anspruchs auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung
Verfahrensgang
- LG Dessau-Roßlau, 16.07.2010 - 2 O 367/07
- OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10 (PKH)
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (9)
- OLG Hamburg, 26.05.2005 - 3 U 91/04
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Von einer Sorgfaltspflichtverletzung ist dagegen immer dann auszugehen, wenn Unrichtigkeiten oder Unvollständigkeiten der Auskunft bei Anwendung der gehörigen Sorgfalt hätten vermieden werden können (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2006, 3 U 91/04 zitiert nach juris).Rn. 12 Der Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung entsteht jedoch erst, wenn die Auskunft in formaler Hinsicht (äußerlich) vollständig erteilt worden ist (vgl. OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N).
In solchen Fällen hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, er muss vielmehr zunächst den Anspruch auf vollständige Erfüllung bzw. Ergänzung des Auskunftsanspruchs - im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO - durchsetzen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
Der Berechtigte kann dann allenfalls Ergänzung der Auskunftserteilung im Wege der Zwangsvollstreckung beanspruchen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
- BGH, 01.12.1983 - IX ZR 41/83
Einbeziehung von Hausrat in den Zugewinnausgleich
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Es muss - bezogen auf den Todeszeitpunkt - eine geordnete und nachprüfbare Zusammenstellung der dem Nachlass zugehörigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Auskunftspflichtigen enthalten, die dem Pflichtteilsberechtigten als Grundlage für die Berechnung des Nachlasses dienen kann (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris;… Lange in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 2314 BGB Rdn. 24;… Edenhofer in Palandt, BGB, 68. Aufl., § 2314 BGB Rdn. 6 m.w.N.).Andererseits begründet die Feststellung, das Verzeichnis sei in einzelnen Punkten unvollständig und unrichtig, nicht schon ohne weiteres die Annahme mangelnder Sorgfalt (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris).
Von einer Sorgfaltspflichtverletzung ist dagegen immer dann auszugehen, wenn Unrichtigkeiten oder Unvollständigkeiten der Auskunft bei Anwendung der gehörigen Sorgfalt hätten vermieden werden können (vgl. BGHZ 89, 137 - 149 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2006, 3 U 91/04 zitiert nach juris).
- OLG Oldenburg, 18.02.1992 - 5 U 109/91
Auskunft, Nachlaß, fiktiver, Verzeichnis, Ergänzung, Eidesstattliche …
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Rn. 12 Der Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung entsteht jedoch erst, wenn die Auskunft in formaler Hinsicht (äußerlich) vollständig erteilt worden ist (vgl. OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N).In solchen Fällen hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, er muss vielmehr zunächst den Anspruch auf vollständige Erfüllung bzw. Ergänzung des Auskunftsanspruchs - im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO - durchsetzen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
Der Berechtigte kann dann allenfalls Ergänzung der Auskunftserteilung im Wege der Zwangsvollstreckung beanspruchen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
- OLG Naumburg, 04.12.2006 - 4 UF 29/06
Zu den Voraussetzungen der Pflicht des Auskunftspflichtigen zur Abgabe einer …
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Rn. 12 Der Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung entsteht jedoch erst, wenn die Auskunft in formaler Hinsicht (äußerlich) vollständig erteilt worden ist (vgl. OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N).In solchen Fällen hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, er muss vielmehr zunächst den Anspruch auf vollständige Erfüllung bzw. Ergänzung des Auskunftsanspruchs - im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO - durchsetzen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
Der Berechtigte kann dann allenfalls Ergänzung der Auskunftserteilung im Wege der Zwangsvollstreckung beanspruchen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
- OLG Brandenburg, 11.02.1997 - 10 W 5/96
Zwangsvollstreckung bezüglich einer im Vergleich übernommenen Verpflichtung, …
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
In solchen Fällen hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, er muss vielmehr zunächst den Anspruch auf vollständige Erfüllung bzw. Ergänzung des Auskunftsanspruchs - im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO - durchsetzen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).Der Berechtigte kann dann allenfalls Ergänzung der Auskunftserteilung im Wege der Zwangsvollstreckung beanspruchen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
Insbesondere wenn die erteilte Auskunft mangels Übersichtlichkeit unzureichend ist und der Gläubiger demzufolge die Vollständigkeit des Verzeichnisses selbst noch gar nicht überprüfen konnte, ist ein Vorgehen nach § 260 Abs. 2 BGB nicht angezeigt (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25, 26).
- OLG Hamburg, 31.01.2002 - 3 U 72/01
Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung über die Richtigkeit der …
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
In solchen Fällen hat der Berechtigte noch keinen Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung, er muss vielmehr zunächst den Anspruch auf vollständige Erfüllung bzw. Ergänzung des Auskunftsanspruchs - im Wege der Zwangsvollstreckung nach § 888 ZPO - durchsetzen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).Der Berechtigte kann dann allenfalls Ergänzung der Auskunftserteilung im Wege der Zwangsvollstreckung beanspruchen (vgl. OLG Brandenburg FamRZ 1998, 179 zitiert nach juris; OLG Naumburg FamRZ 2007, 1813 - 1814 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg NJW-RR 2002, 1292; Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 26. Mai 2005, 3 U 91/04 zitiert nach juris; OLG Oldenburg NJW-RR 1992, 777 - 778 zitiert nach juris;… Bittner in Staudinger, BGB, Bearbeitung März 2009, § 260 BGB Rdn. 36 m.w.N.;… Krüger in Münchener Kommentar, BGB, 5. Aufl., § 259 BGB Rdn. 24, 25).
- BGH, 28.11.2007 - XII ZB 225/05
Anforderungen an die Erteilung einer Auskunft
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Denn auch wenn der Erbe die dem Pflichtteilsberechtigten nach §§ 2314, 260 Abs. 1 BGB geschuldete Auskunft ohne weiteres auch in Form eines oder mehrerer Schriftsätze seines Rechtsanwaltes erteilen kann, da die Auskunft nicht das gesetzliche Schriftformerfordernis des § 126 BGB erfüllen muss und eine eigenhändige Unterschrift des Erben dementsprechend nicht erforderlich ist (vgl. BGH FamRZ 2008, 600 - 602; OLG Nürnberg NJW-RR 2005, 808 - 809 zitiert nach juris), muss das Bestandsverzeichnis, selbst wenn es aus einer Mehrheit von Teilverzeichnissen bestehen darf, in jedem Fall die erforderliche Übersichtlichkeit und Verständlichkeit wahren und eine nachvollziehbare Aufgliederung der Aktiv- und Passivwerte enthalten. - OLG Nürnberg, 25.02.2005 - 5 U 3721/04
Zur Auskunftserteilung des Erben an den Pflichtteilsberechtigten
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Denn auch wenn der Erbe die dem Pflichtteilsberechtigten nach §§ 2314, 260 Abs. 1 BGB geschuldete Auskunft ohne weiteres auch in Form eines oder mehrerer Schriftsätze seines Rechtsanwaltes erteilen kann, da die Auskunft nicht das gesetzliche Schriftformerfordernis des § 126 BGB erfüllen muss und eine eigenhändige Unterschrift des Erben dementsprechend nicht erforderlich ist (vgl. BGH FamRZ 2008, 600 - 602; OLG Nürnberg NJW-RR 2005, 808 - 809 zitiert nach juris), muss das Bestandsverzeichnis, selbst wenn es aus einer Mehrheit von Teilverzeichnissen bestehen darf, in jedem Fall die erforderliche Übersichtlichkeit und Verständlichkeit wahren und eine nachvollziehbare Aufgliederung der Aktiv- und Passivwerte enthalten. - OLG München, 23.06.2005 - 19 U 2332/05
Auszug aus OLG Naumburg, 12.10.2010 - 1 U 73/10
Dem Vorbringen der Klägerin, die in ihrem Entwurf einer Berufungsbegründung insoweit auf ihren erstinstanzlichen Schriftsatz vom 10. März 2010 Bezug nimmt, lässt sich im übrigen hierzu entnehmen, dass es ihr im Hinblick auf das Gutachten des Privatsachverständigen K. mehr um Bewertungsfragen geht, die aber von vorne herein nicht Gegenstand einer rein tatsächlichen Auskunft sein können und müssen (vgl. OLG München, Urteil vom 23. Juni 2005, 19 U 2332/05 zitiert nach juris).
- OLG Hamburg, 28.09.2016 - 2 U 29/15
Pflichtteilsrecht: Umfang der Auskunftspflicht des Erben über den …
Es muss - bezogen auf den Todeszeitpunkt - eine geordnete und nachprüfbare Zusammenstellung der dem Nachlass zugehörigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten enthalten, die dem Pflichtteilsberechtigten als Grundlage für die Berechnung des Nachlasses dienen können (BGHZ 89, 137; OLG Sachsen-Anhalt, 1 U 73/10, nach juris Rz.6 m.w.N.). - OLG Köln, 06.12.2024 - 15 U 300/24
Anspruch des Erben auf Herausgabe von Vervielfältigungen von Tonbandaufnahmen aus …
Andererseits begründet bei gebotener Gesamtbetrachtung selbst die Feststellung einer Unvollständigkeit/Unrichtigkeit einer Auskunft in einzelnen Punkten noch nicht automatisch die Annahme mangelnder Sorgfalt, weil der in solchen Fällen zunächst in der Regel gegebene Verdachtsgrund i.S.d. § 259 Abs. 2 BGB entkräftet sein kann, wenn nur den Gesamtumständen nach anzunehmen ist, dass die mangelhafte Auskunft auch auf unverschuldeter Unkenntnis oder auf einem entschuldbaren Irrtum des Auskunftspflichtigen beruht hat (BGH, Urteil vom 1. Dezember 1983 - IX ZR 41/83, NJW 1984, 484, 485; siehe auch OLG Naumburg, Beschluss vom 12.Oktober 2010 - 1 U 73/10, BeckRS 2011, 25163). - OLG Saarbrücken, 24.01.2014 - 5 W 121/13
Zwangsmittelverfahren wegen einer unvertretbaren Handlung: Hauptsacheerledigung …
Es muss jedoch die tatsächlichen und fiktiven Nachlassgegenstände einzeln und übersichtlich, insbesondere durch Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva zusammenstellen, sowie die sonstigen Umstände angeben, die für die Durchsetzung des Anspruchs erforderlich sind (…Haas in: Staudinger, BGB, 2006, § 2314 Rdn. 38; OLG Naumburg, Beschl. v. 12.10.2010 - 1 U 73/10 - juris).
- OLG Düsseldorf, 06.06.2012 - U (Kart) 1/06
Voraussetzungen des Anspruchs auf Versicherung der Vollständigkeit und …
Jedoch begründet die Feststellung einer Unvollständigkeit oder Unrichtigkeit der Angaben in einzelnen Punkten andererseits nicht schon ohne Weiteres die Annahme mangelnder Sorgfalt (vgl. aus der neueren Rechtsprechung etwa OLG Naumburg, Beschluss v. 12. Oktober 2010 -1 U 73/10-, bei juris zu Rdnr. 8). - LG Wiesbaden, 13.07.2012 - 1 O 49/05
Zur Ermittlung des Verkehrswertes bei einem teilweise unter Denkmalschutz …
Der insoweit darlegungs- und beweisbelastete Kläger hat nicht hinreichend substantiiert objektive und konkrete Verdachtsmomente dargelegt, die auf mangelnde Sorgfalt der Beklagten deuten (vgl. zu diesem Erfordernis OLG Naumburg, Beschl. v. 12.10.2010 - 1 U 73/10, BeckRS 2011, 25163). - OLG Köln, 08.11.2023 - 24 W 49/23
Festsetzung eines Zwangsgelds gegen den Schuldner zur Erzwingung der titulierten …
Diese muss dem Pflichtteilsberechtigten als Grundlage für die Berechnung des Nachlasses dienen können; die einzelnen Aktiv- und Passivposten des tatsächlichen und des fiktiven Nachlasses sind transparent, konkret und einzeln zu benennen (OLG Naumburg, BeckRS 2011, 25163;… OLG Hamburg, BeckRS 2016, 125135 Rn. 31;… MünchKomm/Lange, BGB, a.a.O., § 2314 Rn. 30 m.w.Nachw.).
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