Rechtsprechung
| BFH, 30.10.2025 - X B 113, 114/24, X B 113/24, X B 114/24 |
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Steuererklärung und Ausschlussfristen
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§ 65 Abs 1 S 1 FGO, § 65 Abs 2 S 2 FGO, § 79b Abs 1 S 1 FGO, § 52a Abs 7 S 1 FGO, Art 103 Abs 1 GG
Steuererklärung und Ausschlussfristen
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§ 65 Abs. 2 Satz 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § ... 79b Abs. 1 FGO, § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO, § 79b Abs. 3 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 4 FGO, § 73 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 116 Abs. 6 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 1, 4 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO, § 116 Abs. 3 Satz 1 FGO, § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO, § 119 Nr. 3 FGO, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, § 79b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO, § 65 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 79b Abs. 1 Satz 1 FGO, § 79b Abs. 1 Satz 2 FGO, § 79b Abs. 3 Satz 1 FGO, § 79b Abs. 2 FGO, § 52a Abs. 7 Satz 1 FGO, § 79b FGO, § 116 Abs. 5 Satz 2 Halbsatz 2 FGO, § 143 Abs. 2 FGO
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Steuererklärung und Ausschlussfristen
- rechtsportal.de
Steuererklärung und Ausschlussfristen
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Steuererklärung und Ausschlussfristen
Verfahrensgang
- FG Sachsen, 21.10.2024 - 5 K 1006/23
- FG Sachsen, 21.10.2024 - 5 K 1007/23
- BFH, 30.10.2025 - X B 113, 114/24, X B 113/24, X B 114/24
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (15)
- FG Sachsen, 21.10.2024 - 5 K 1007/23
Ausschlussfrist nach § 79b Abs. 1 FGO bei Anfechtung von Schätzungsbescheiden …
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Auf die Beschwerde der Kläger wegen Nichtzulassung der Revision in dem Verfahren X B 113/24 wird das Urteil des Sächsischen Finanzgerichts vom 21.10.2024 - 5 K 1007/23 aufgehoben, soweit es die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer 2020 betrifft.Die Kläger erhoben Klagen, die beim FG für das Streitjahr 2019 unter dem Aktenzeichen 5 K 1006/23, für das Streitjahr 2020 unter dem Aktenzeichen 5 K 1007/23 geführt wurden.
In dem Verfahren 5 K 1007/23 waren in dem letztgenannten Hinweis Satzbestandteile so vertauscht, dass der Satz grammatikalisch unsinnig wurde.
Rn. 9 Das FG-Urteil vom 21.10.2024 - 5 K 1007/23 wurde den Klägern am 22.10.2024 zugestellt, das FG-Urteil vom 21.10.2024 - 5 K 1006/23 jedoch erst am 06.11.2024.
Die Nichtzulassungsbeschwerde betreffend das Verfahren 5 K 1007/23 (Einkommensteuer und Umsatzsteuer 2020) wurde unter dem Aktenzeichen X B 113/24, die Nichtzulassungsbeschwerde betreffend das Verfahren 5 K 1006/23 (Einkommensteuer 2019) unter dem Aktenzeichen X B 114/24 erfasst.
Rn. 11 Am 22.01.2025 reichten die Kläger unter Angabe der Aktenzeichen X B 113/24 und 5 K 1007/23 sowie des Streitgegenstandes "Einkommensteuer 2020 und Umsatzsteuer 2020" eine Beschwerdebegründung ein.
Zudem sei in dem Verfahren 5 K 1007/23 die Belehrung über die Folgen einer Fristversäumung nach § 79b Abs. 3 FGO unverständlich.
- BFH, 08.03.1995 - X B 243/94
Zur "Angabe" der Tatsachen zur Beschwer nach einer Fristsetzung gem. § 79b Abs. 1 …
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Nach ständiger Rechtsprechung eröffnet die Versäumung der Frist nach § 79b Abs. 1 FGO dem FG ebenfalls die Möglichkeit, die Klage als unzulässig zu behandeln (Senatsbeschlüsse vom 08.03.1995 - X B 243, 244/94, BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417, …und vom 30.07.1998 - X B 23/98, BFH/NV 1999, 205;… BFH-Beschlüsse vom 21.06.2002 - VII S 14/02 (PKH), BFH/NV 2002, 1465, …und vom 28.06.2017 - III B 90/16, BFH/NV 2017, 1324, Rz 10).Die Streitkomplexe müssen bis zur Erkennbarkeit "bestimmter Vorgänge" erläutert werden (Senatsbeschluss vom 08.03.1995 - X B 243, 244/94, BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417).
Rn. 39 (3) Soweit das FG den Senatsbeschluss vom 08.03.1995 - X B 243, 244/94 (BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417) augenscheinlich weitergehend interpretiert hat, beruht dies auf einem Missverständnis.
- BFH, 30.07.1998 - X B 23/98
Einkommensteuer - Schätzung der Besteuerungsgrundlagen - Nachreichen der …
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Nach ständiger Rechtsprechung eröffnet die Versäumung der Frist nach § 79b Abs. 1 FGO dem FG ebenfalls die Möglichkeit, die Klage als unzulässig zu behandeln (Senatsbeschlüsse vom 08.03.1995 - X B 243, 244/94, BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417, und vom 30.07.1998 - X B 23/98, BFH/NV 1999, 205;… BFH-Beschlüsse vom 21.06.2002 - VII S 14/02 (PKH), BFH/NV 2002, 1465, …und vom 28.06.2017 - III B 90/16, BFH/NV 2017, 1324, Rz 10).Die Versäumung einer nach § 79b Abs. 2 FGO gesetzten Frist betrifft allein die Ebene der Begründetheit (vgl. Senatsbeschluss vom 30.07.1998 - X B 23/98, BFH/NV 1999, 205).
- BFH, 22.05.2006 - VI R 49/04
Verfassungswidrigkeit der Ausschlussfrist in § 46 Abs. 2 Nr. 8 Satz 2 EStG
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Ein Steuerpflichtiger hat eine Steuererklärung ordnungsgemäß abgegeben, wenn er dem FA die gesetzlich formalisierte Auskunft über den Besteuerungstatbestand und seine Bemessungsgrundlage in einer Weise erteilt, dass dieses die Steuer festsetzen beziehungsweise die Besteuerungsgrundlagen feststellen kann (vgl. nur BFH-Beschluss vom 22.05.2006 - VI R 49/04, BFHE 213, 508, BStBl II 2006, 808, unter B.IV.2.b aa). - BFH, 09.07.2018 - VI B 113/17
Anforderungen an eine wirksame Fristsetzung gemäß § 79b Abs. 1 und Abs. 2 FGO
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Auch für die Fristen nach § 79b FGO gilt sowohl das Unterschriftserfordernis (BFH-Beschluss vom 09.07.2018 - VI B 113/17, BFH/NV 2018, 1153, Rz 6) als auch das Zustellerfordernis (…BFH-Urteil vom 24.06.1999 - V R 1/99, BFH/NV 1999, 1616, unter II.3.). - BFH, 25.01.2016 - VII B 97/15
Verfügung zur Setzung einer Ausschlussfrist muss vom Richter unterschrieben sein
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Rn. 28 (1) Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO ist, dass die in der Gerichtsakte befindliche Urschrift der Verfügung vom zuständigen Berufsrichter mit vollem Namen (ohne Paraphe) unterschrieben ist und eine Abschrift förmlich zugestellt wird (BFH-Beschlüsse vom 25.01.2016 - VII B 97/15, BFH/NV 2016, 764, Rz 6, …und vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, BFH/NV 2024, 536, Rz 6). - BFH, 16.10.2003 - XI B 95/02
Beschwerdebegründungsfrist versäumter Einlegungsfrist
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Die Frist ist unabhängig von der Beschwerdefrist mit zwei Monaten ab Zustellung zu berechnen (vgl. BFH-Beschlüsse vom 16.10.2003 - XI B 95/02, BFHE 203, 407, BStBl II 2004, 26, unter II.2., …und vom 07.01.2015 - V B 70/14, BFH/NV 2015, 516, Rz 9). - BFH, 28.06.2017 - III B 90/16
Versäumnis der Ausschlussfrist zur Angabe von Tatsachen
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Nach ständiger Rechtsprechung eröffnet die Versäumung der Frist nach § 79b Abs. 1 FGO dem FG ebenfalls die Möglichkeit, die Klage als unzulässig zu behandeln (Senatsbeschlüsse vom 08.03.1995 - X B 243, 244/94, BFHE 177, 201, BStBl II 1995, 417, …und vom 30.07.1998 - X B 23/98, BFH/NV 1999, 205;… BFH-Beschlüsse vom 21.06.2002 - VII S 14/02 (PKH), BFH/NV 2002, 1465, und vom 28.06.2017 - III B 90/16, BFH/NV 2017, 1324, Rz 10). - BFH, 15.11.2021 - VIII B 2/21
Behandlung eines Beweisantrags zu einer Verfahrensrüge im …
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Verstreicht die formal wirksam gesetzte Ausschlussfrist, ohne dass der Gegenstand des Klagebegehrens angegeben ist, wird die Klage unheilbar unzulässig (vgl. BFH-Beschluss vom 15.11.2021 - VIII B 2/21, BFH/NV 2022, 239, Rz 20). - BFH, 13.03.2024 - VIII B 129/22
Bezeichnung des Klagebegehrens
Auszug aus BFH, 30.10.2025 - X B 113/24
Rn. 28 (1) Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO ist, dass die in der Gerichtsakte befindliche Urschrift der Verfügung vom zuständigen Berufsrichter mit vollem Namen (ohne Paraphe) unterschrieben ist und eine Abschrift förmlich zugestellt wird (…BFH-Beschlüsse vom 25.01.2016 - VII B 97/15, BFH/NV 2016, 764, Rz 6, und vom 13.03.2024 - VIII B 129/22, BFH/NV 2024, 536, Rz 6). - BFH, 10.07.2025 - III R 25/24
Unzulässige Klage wegen nicht fristgemäßer Bezeichnung des Klagebegehrens
- BFH, 07.01.2015 - V B 70/14
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Verhältnis der Einlegungsfrist zur …
- BFH, 17.02.2000 - I R 119/97
Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens
- BFH, 21.06.2002 - VII S 14/02
PKH; unzulässiges Rechtsmittel wegen fehlerhafter Rechtsmittelbelehrung
- BFH, 24.06.1999 - V R 1/99
Zurückweisung von Erklärungen und Beweismitteln
- VG Berlin, 25.02.2025 - 14 K 261.23 Rn. 33 (2) Es kann auch dahinstehen, ob die aktuelle Auskunftslage ausreichende Anhaltspunkte dafür bietet, dass eine Gruppenverfolgung von Personen der LGBTQI+-Gemeinschaft anzunehmen ist, weil die bestehenden Diskriminierungen die nach § 3a AsylG erforderliche Eingriffsintensität oder Verfolgungsdichte erreichten, und die bloß abstrakte Möglichkeit etwaiger körperlicher Übergriffe durch Privatpersonen insoweit ausreichend sei, um eine hinreichend konkrete Verfolgungsgefahr anzunehmen (dafür: VG Berlin, Urteil vom 8. Januar 2025 - 17 K 248/23 A ; Urteil vom 17. Juli 2024 - 17 K 330/23 A; Urteil vom 24. April 2023 - 36 K 560/19 A; dagegen: VG Berlin, Urteil vom 13. Januar 2025 - 11 K 114/24 - Urteil vom 4. Dezember 2024 - 11 K 367/24 A - VG Köln…, Urteil vom 15. Mai 2023, a.a.O., Rn. 28; VG Göttingen…, Urteil vom 8. November 2022 - 4 A 175/19 -, BeckRS 2022, 35878 Rn. 30, beck-online).
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