Rechtsprechung
| FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04 A (E) |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
EStG (1999) § 2 Abs. 3 § 10 d Abs. 2
Verlustvortrag; Beschränkung des vertikalen Verlustausgleichs; Steuerfreiheit des Existenzminimums; "echte" Verluste; Einschränkung der laufenden Liquidität; KG-Beteiligung; Teilwert-Abschreibungen und Rückstellungen - Verlustvortrag aufgrund Teilwert-AfA und ... - datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Verlustvortrag aufgrund Teilwert-AfA und Rückstellungen im Rahmen einer KG-Beteiligung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Prüfung der einkommensteuerlichen Freistellung des Existenzminimums; Berücksichtigung von nicht ausgeglichenen Verlusten aus Vorjahren; Gebotenheit einer jahresübergreifenden Betrachtung; Durchschlagen der auf Teilwertabschreibungen und Rückstellungen im Rahmen einer ...
Verfahrensgang
- FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04 A (E)
- BFH, 29.04.2005 - XI B 127/04
Papierfundstellen
- EFG 2004, 1679
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (10)
- FG Köln, 26.02.2004 - 15 V 6362/03
Kein ernstlicher Zweifel an Verfassungsmäßigkeit der Mindestbesteuerung im Rahmen …
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Denn sie dient der Sicherung der Lebensgrundlage des Steuerpflichtigen und seiner Familie im jeweiligen Jahr (ebenso FG Köln Beschluss vom 26. Februar 2004 15 V 6362/03, EFG 2004, 909).Verluste, die in den Vorjahren erzielt wurden bzw. die im Folgejahr erzielt werden, bleiben hierbei grundsätzlich außer Betracht, selbst wenn sie sich steuerlich bisher nicht ausgewirkt haben (FG Köln in EFG 2004, 909).
Rn. 23 Eine Unterscheidung zwischen "echten" und "unechten" Verlusten (vgl. BFH-Beschluss vom 9. Mai 2001 XI B 151/00, BFHE 195, 314, BStBl II 2001, 552) erübrigt sich nach alledem (FG Köln in EFG 2004, 909).
- BFH, 09.05.2001 - XI B 151/00
Verfassungsmäßigkeit der Mindestbesteuerung
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Rn. 23 Eine Unterscheidung zwischen "echten" und "unechten" Verlusten (vgl. BFH-Beschluss vom 9. Mai 2001 XI B 151/00, BFHE 195, 314, BStBl II 2001, 552) erübrigt sich nach alledem (FG Köln in EFG 2004, 909).Rn. 24 Darüber hinaus bestehen an der Möglichkeit des Gesetzgebers, den vertikalen Verlustausgleich -wie durch § 2 Abs. 3 EStG und durch § 10 d Abs. 2 und 3 EStG geschehen- zu beschränken und einen Verlust über mehrere Veranlagungszeiträume zeitlich zu strecken, keine verfassungsrechtlichen Bedenken (BFH-Beschluss in BFHE 195, 314, BStBl II 2001, 552); insoweit besitzt der Gesetzgeber einen erheblichen Gestaltungsspielraum (BVerfG-Beschluss vom 30. September 1999 2 BvR 1818/91, BVerfGE 99, 88, HFR 1999, 44, NJW 1998, 3769).
- BFH, 06.03.2003 - XI B 7/02
Verfassungsmäßigkeit der Mindestbesteuerung
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
An die Zweifel hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts sind, wenn die Verfassungswidrigkeit von Normen geltend gemacht wird, keine strengeren Anforderungen zu stellen als im Falle der Geltendmachung fehlerhafter Rechtsanwendung (BFH-Beschlüsse vom 6. März 2003 XI B 7/02, BFHE 201, 141, BStBl II 2003, 516 und XI B 76/02, BFHE 202, 147, BStBl. II 2003, 523 und vom 10. Februar 1984 III B 40/83, BFHE 140, 396, BStBl II 1984, 454).Rn. 18 Wie der BFH in seinen Beschlüssen vom 6. März 2003 (XI B 7/02 und XI B 76/02, a.a.O.) ausgeführt hat, bestehen an der Verfassungsmäßigkeit des § 2 Abs. 3 EStG insoweit ernstliche Zweifel, als in Anwendung dieser Norm eine Einkommensteuer selbst dann festzusetzen ist, wenn die beschränkt ausgleichsfähigen negativen Einkünfte die positiven Einkünfte im Veranlagungszeitraum dergestalt übersteigen, dass dem Steuerpflichtigen infolge des tatsächlichen Mittelabflusses von seinem im Veranlagungszeitraum Erworbenen nicht einmal das Existenzminimum verbleibt.
- BFH, 06.03.2003 - XI B 76/02
Verfassungsmäßigkeit der Mindestbesteuerung
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
An die Zweifel hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts sind, wenn die Verfassungswidrigkeit von Normen geltend gemacht wird, keine strengeren Anforderungen zu stellen als im Falle der Geltendmachung fehlerhafter Rechtsanwendung (BFH-Beschlüsse vom 6. März 2003 XI B 7/02, BFHE 201, 141, BStBl II 2003, 516 und XI B 76/02, BFHE 202, 147, BStBl. II 2003, 523 und vom 10. Februar 1984 III B 40/83, BFHE 140, 396, BStBl II 1984, 454).Rn. 18 Wie der BFH in seinen Beschlüssen vom 6. März 2003 (XI B 7/02 und XI B 76/02, a.a.O.) ausgeführt hat, bestehen an der Verfassungsmäßigkeit des § 2 Abs. 3 EStG insoweit ernstliche Zweifel, als in Anwendung dieser Norm eine Einkommensteuer selbst dann festzusetzen ist, wenn die beschränkt ausgleichsfähigen negativen Einkünfte die positiven Einkünfte im Veranlagungszeitraum dergestalt übersteigen, dass dem Steuerpflichtigen infolge des tatsächlichen Mittelabflusses von seinem im Veranlagungszeitraum Erworbenen nicht einmal das Existenzminimum verbleibt.
- BVerfG, 25.09.1992 - 2 BvL 5/91
Grundfreibetrag
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Ausgehend von den Verfassungsgrundsätzen des Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1 des Grundgesetzes -GG-, wonach der Staat dem Steuerpflichtigen von seinem Erworbenen soviel steuerfrei belassen muss, wie er zur Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhalts und -unter Berücksichtigung von Art. 6 Abs. 1 GG- desjenigen seiner Familie benötigt (Existenzminimum) bildet der existenznotwendige Bedarf von Verfassungs wegen die Untergrenze für den Zugriff durch die Einkommensteuer (sog. subjektives Nettoprinzip; Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts -BVerfG- vom 25. September 1992 2 BvL 5/91, 8/91, 14/91, BStBl II 1993, 413 und vom 10. November 1998 2 BvL 42/93, BStBl II 1999, 174, jeweils m.w.N.). - BVerfG, 30.09.1998 - 2 BvR 1818/91
Verlustabzug
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Rn. 24 Darüber hinaus bestehen an der Möglichkeit des Gesetzgebers, den vertikalen Verlustausgleich -wie durch § 2 Abs. 3 EStG und durch § 10 d Abs. 2 und 3 EStG geschehen- zu beschränken und einen Verlust über mehrere Veranlagungszeiträume zeitlich zu strecken, keine verfassungsrechtlichen Bedenken (BFH-Beschluss in BFHE 195, 314, BStBl II 2001, 552); insoweit besitzt der Gesetzgeber einen erheblichen Gestaltungsspielraum (BVerfG-Beschluss vom 30. September 1999 2 BvR 1818/91, BVerfGE 99, 88, HFR 1999, 44, NJW 1998, 3769). - BVerfG, 10.11.1998 - 2 BvL 42/93
Kinderexistenzminimum I
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Ausgehend von den Verfassungsgrundsätzen des Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1 des Grundgesetzes -GG-, wonach der Staat dem Steuerpflichtigen von seinem Erworbenen soviel steuerfrei belassen muss, wie er zur Bestreitung seines notwendigen Lebensunterhalts und -unter Berücksichtigung von Art. 6 Abs. 1 GG- desjenigen seiner Familie benötigt (Existenzminimum) bildet der existenznotwendige Bedarf von Verfassungs wegen die Untergrenze für den Zugriff durch die Einkommensteuer (sog. subjektives Nettoprinzip; Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts -BVerfG- vom 25. September 1992 2 BvL 5/91, 8/91, 14/91, BStBl II 1993, 413 und vom 10. November 1998 2 BvL 42/93, BStBl II 1999, 174, jeweils m.w.N.). - BFH, 05.03.2001 - IX B 90/00
Verlängerte Spekulationsfrist verfassungsgemäß?
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Ernstliche Zweifel können auch Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit einer dem angefochtenen Bescheid zugrunde liegenden Norm begründen (ständige Rechtsprechung, vgl. z. B. BFH-Beschlüsse vom 15. Dezember 2000 IX B 128/99, BStBl II 2001, 411 und vom 5. März 2001 IX B 90/00, BStBl II 2001, 405). - BFH, 15.12.2000 - IX B 128/99
Überperiodischer Verlustabzug bei Spekulationsgeschäften
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
Ernstliche Zweifel können auch Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit einer dem angefochtenen Bescheid zugrunde liegenden Norm begründen (ständige Rechtsprechung, vgl. z. B. BFH-Beschlüsse vom 15. Dezember 2000 IX B 128/99, BStBl II 2001, 411 und vom 5. März 2001 IX B 90/00, BStBl II 2001, 405). - BFH, 10.02.1984 - III B 40/83
Vollzugsaussetzung - Investitionshilfegesetz
Auszug aus FG Düsseldorf, 19.07.2004 - 18 V 2127/04
An die Zweifel hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des angefochtenen Verwaltungsakts sind, wenn die Verfassungswidrigkeit von Normen geltend gemacht wird, keine strengeren Anforderungen zu stellen als im Falle der Geltendmachung fehlerhafter Rechtsanwendung (BFH-Beschlüsse vom 6. März 2003 XI B 7/02, BFHE 201, 141, BStBl II 2003, 516 und XI B 76/02, BFHE 202, 147, BStBl. II 2003, 523 und vom 10. Februar 1984 III B 40/83, BFHE 140, 396, BStBl II 1984, 454).
- FG Düsseldorf, 22.11.2005 - 3 K 7241/01
Beschränkter Verlustausgleich; Verfassungsmäßigkeit - Verfassungsmäßigkeit von § …
Im übrigen sieht der BFH unter Hinweis auf seine Beschlüsse vom 06.03.2003 (Az: XI B 7/02 und XI B 76/02, BStBl. II 2003, 516 und 523) keine ernstlichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von § 2 Abs. 3 EStG a.F. (dazu auch BFH v. 29.04.2005 - XI B 127/04, BStBl. II 2005, 609 im Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss des FG Düsseldorf vom 19.07.2004 - 18 V 2127/04, EFG 2004, 1679 und BFH v. 25.06.2004 - XI B 20/03, BFH/NV 2005, 176 im Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss des FG Düsseldorf vom 06.01.2002 - 11 V 6077/02, DStRE 2003, 856). - FG Düsseldorf, 17.06.2005 - 3 K 7241/01
Mindestbesteuerung; Existenzminimum; Verlustausgleichsbeschränkung - …
Im übrigen sieht der BFH unter Hinweis auf seine Beschlüsse vom 06.03.2003 (Az: XI B 7/02 und XI B 76/02, BStBl. II 2003, 516 und 523) keine ernstlichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit von § 2 Abs. 3 EStG a.F. (dazu auch BFH v. 29.04.2005 - XI B 127/04, veröffentlicht am 15.06.2005 - www.bundesfinanzhof.de - im Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss des FG Düsseldorf vom 19.07.2004 - 18 V 2127/04, EFG 2004, 1679 und BFH v. 25.05.2004 - XI B 20/03, BFH/NV 2005, 176 im Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss des FG Düsseldorf vom 06.01.2002 - 11 V 6077/02, DStRE 2003, 856).
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