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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2026,6401
OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25 (https://dejure.org/2026,6401)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 20.01.2026 - 19 U 64/25 (https://dejure.org/2026,6401)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 20. Januar 2026 - 19 U 64/25 (https://dejure.org/2026,6401)
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Volltextveröffentlichungen (4)

  • Justiz Baden-Württemberg

    Art 5 Abs 2 EUV 2016/679, Art 6 EUV 2016/679, Art 21 Abs 1 EUV 2016/679, Art 17 EUV 2016/679

  • IWW

    Art. 5 Abs. 2 DSGVO, Art. 6 DSGVO, Art. 21 Abs. 1 DSGVO, Art. 17 DSGVO
    Datenschutz

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Wirtschaftsauskunftei; Speicherfrist

  • rechtsportal.de

    Wirtschaftsauskunftei; Speicherfrist

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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (5)

  • BGH, 18.12.2025 - I ZR 97/25

    Von Vertragspartnern einer Wirtschaftsauskunftei eingemeldete Daten über …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25
    Das Oberlandesgericht Köln habe in dem Urteil vom 10. April 2025 (15 U 249/24, juris; Anmerkung: zwischenzeitlich aufgehoben und zurückverwiesen durch BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25, juris) überzeugend argumentiert, dass die Beklagte zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen Informationen über Zahlungsstörungen, die in das Schuldnerverzeichnis nach § 882b ZPO eingetragen seien oder eingetragen werden könnten, auch dann nicht länger speichern dürfe als für das Schuldnerverzeichnis vorgesehen (also sechs Monate), wenn die Beklagte die Information nicht durch Einsicht in das Schuldnerverzeichnis, sondern aus anderen Quellen erhalten habe.

    Rn. 38 Ein anderes Ergebnis sei auch nicht durch die vom Kläger zitierte Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln veranlasst (OLG Köln, Urteil vom 10. April 2025 - I-15 U 249/24 -, juris), weil diese zwischenzeitlich vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden sei (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25 -, juris).

    Von der Vorschrift erfasst wird ein weites Spektrum von Interessen, das nicht auf gesetzlich verankerte und bestimmte Interessen beschränkt ist (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25 -, juris Rn. 15 m.w.N.).

    Der Bundesgerichtshof hat die hier maßgeblichen Rechtsfragen geklärt (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25 -, juris).

  • OLG Köln, 10.04.2025 - 15 U 249/24

    Wirtschaftsauskunfteien (wie Schufa) müssen Einträge über Zahlungsstörungen bei …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25
    Das Oberlandesgericht Köln habe in dem Urteil vom 10. April 2025 (15 U 249/24, juris; Anmerkung: zwischenzeitlich aufgehoben und zurückverwiesen durch BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25, juris) überzeugend argumentiert, dass die Beklagte zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen Informationen über Zahlungsstörungen, die in das Schuldnerverzeichnis nach § 882b ZPO eingetragen seien oder eingetragen werden könnten, auch dann nicht länger speichern dürfe als für das Schuldnerverzeichnis vorgesehen (also sechs Monate), wenn die Beklagte die Information nicht durch Einsicht in das Schuldnerverzeichnis, sondern aus anderen Quellen erhalten habe.

    Rn. 38 Ein anderes Ergebnis sei auch nicht durch die vom Kläger zitierte Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln veranlasst (OLG Köln, Urteil vom 10. April 2025 - I-15 U 249/24 -, juris), weil diese zwischenzeitlich vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden sei (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2025 - I ZR 97/25 -, juris).

    Die abweichende Beurteilung durch das Oberlandesgericht Köln (OLG Köln, Urteil vom 10. April 2025 - I-15 U 249/24 -, juris) ist durch den Bundesgerichtshof in der zuvor zitierten Entscheidung aufgehoben worden.

  • OLG Frankfurt, 18.01.2023 - 7 U 100/22

    Speicherungen von Daten in Wirtschaftsauskunftei nach Forderungstilgung

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25
    Rn. 34 Zutreffend habe das Oberlandesgericht Frankfurt insoweit ausgeführt, dass die Auskünfte der Beklagten auch erforderlich seien, um die die Informationsparität zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern auszugleichen (Urteil vom 18. Januar 2023 - 7 U 100/22 -, juris Rn. 33).

    Sonst wären die Kreditgeber ausschließlich auf Eigenangaben potentieller Kreditnehmer angewiesen (vgl. OLG Frankfurt, Urteil vom 18. Januar 2023 - 7 U 100/22 -, juris Rn. 38 (Revision beim BGH anhängig unter VI ZR 32/23); OLG Stuttgart…, Urteil vom 22. Oktober 2025 - 9 U 141/24 -, juris Rn. 30 ).

    Auch um die Wertung des Art. 6 Absatz 1 Satz 1 Buchstabe f DSGVO nicht auszuhöhlen, muss eine atypische Situation rechtlicher, wirtschaftlicher, ethischer, sozialer, gesellschaftlicher und/oder familiärer Natur vorliegen, die eine besondere Schutzwürdigkeit des Betroffenen begründet (ebenso: OLG Frankfurt, Urteil vom 18. Januar 2023 - 7 U 100/22 -, juris Rn. 45).

  • OLG Stuttgart, 22.10.2025 - 9 U 141/24

    Keine Darlegungs- und Beweislast einer beklagten Wirtschaftsauskunftei für die …

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25
    Dabei sind empirische Daten über erhöhte Zahlungsausfälle von Schuldnern mit Negativeinträgen nicht maßgeblich (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 22. Oktober 2025 - 9 U 141/24 -, juris Rn. 43 ).

    Sonst wären die Kreditgeber ausschließlich auf Eigenangaben potentieller Kreditnehmer angewiesen (vgl. OLG Frankfurt…, Urteil vom 18. Januar 2023 - 7 U 100/22 -, juris Rn. 38 (Revision beim BGH anhängig unter VI ZR 32/23); OLG Stuttgart, Urteil vom 22. Oktober 2025 - 9 U 141/24 -, juris Rn. 30 ).

    Rn. 82 Schon nach dem Wortlaut des Art. 21 Absatz 1 DSGVO muss eine besondere Situation vorliegen (ebenso: OLG Dresden…, Urteil vom 1. Juli 2025 - 4 U 177/25 -, juris Rn. 62; OLG Stuttgart, Urteil vom 22. Oktober 2025 - 9 U 141/24 -, juris Rn. 73 ).

  • OLG Dresden, 01.07.2025 - 4 U 177/25

    DSGVO Bonitätsauskunft: Warum bleiben bezahlte Schulden drei Jahre gespeichert?

    Auszug aus OLG Karlsruhe, 20.01.2026 - 19 U 64/25
    Das bedingt eine hinreichend aussagekräftige Speicherfrist (vgl. OLG Dresden, Urteil vom 1. Juli 2025 - 4 U 177/25 -, juris Rn. 41f.).

    Rn. 82 Schon nach dem Wortlaut des Art. 21 Absatz 1 DSGVO muss eine besondere Situation vorliegen (ebenso: OLG Dresden, Urteil vom 1. Juli 2025 - 4 U 177/25 -, juris Rn. 62; OLG Stuttgart…, Urteil vom 22. Oktober 2025 - 9 U 141/24 -, juris Rn. 73 ).

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