Rechtsprechung
| OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16 |
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Erteilung eines Vorbescheids für die Errichtung eines Lebensmittel-Discounters mit einer Verkaufsfläche von 1.200 m² auf dem Grundstück i.R.d. Gebots der Rücksichtnahme
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Erteilung eines Vorbescheids für die Errichtung eines Lebensmittel-Discounters mit einer Verkaufsfläche von 1.200 m² auf dem Grundstück i.R.d. Gebots der Rücksichtnahme
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Düsseldorf - 11 K 4324/14
- OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (11)
- BVerwG, 03.02.1984 - 4 C 54.80
Zur Zulässigkeit von Verbrauchermärkten - Verfassungsmäßigkeit der …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 13 - 4 C 1.16 -, juris Rn. 16, zur (regelmäßigen) Unzulässigkeit eines großflächigen Einzelhandelsbetriebs in einem faktischen Mischgebiet, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = BRS 42 Nr. 50 = juris (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977), zur Unzulässigkeit in einem Industriegebiet; OVG NRW, Urteil vom 24. April 2013 - 7 A 1728/10 - juris 33, 54, zur Unzulässigkeit in einem faktischen Gewerbegebiet.Rn. 15 Vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Februar 1993 - 4 C 15.92 -, BRS 55 Nr. 174 = juris Rn. 25, sowie Beschlüsse vom 17. Dezember 2009 - 4 B 4.09 -, juris Rn. 9, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris 9 ff. (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); Roesner, in: Berliner Kommentar zum BauGB, Stand Januar 2014, § 34 Rn. 71d.
Rn. 21 - 4 B 14.02 -, juris Rn. 7; Urteil vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = BRS 55 Nr. 174, juris Rn. 9 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977);.
Rn. 26 - 4 C 10.04 -, BRS 69 Nr. 71 = juris Rn. 25 f, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris Rn. 10 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 59.
Rn. 32 So schon: BVerwG, Urteil vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = BRS 42 Nr. 50 = juris Rn. 15 f.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2013 - 2 A 1510/12
Erteilung eines bauplanungsrechtlichen Vorbescheids für die Errichtung bzw. den …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 26 - 4 C 10.04 -, BRS 69 Nr. 71 = juris Rn. 25 f, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris Rn. 10 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 59.Rn. 28 Vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.07 -, BRS 71 Nr. 157 = juris Rn. 19, 20; OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 68.
- BVerwG, 13.12.2007 - 4 C 9.07
Widerspruchsbehörde; Gemeinde als untere Bauaufsichtsbehörde; …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 28 Vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.07 -, BRS 71 Nr. 157 = juris Rn. 19, 20; OVG NRW, Urteil vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 68.
- BVerwG, 11.02.1993 - 4 C 15.92
Innenbereich - Einkaufszentrum - Raumordnungsrecht
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 15 Vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Februar 1993 - 4 C 15.92 -, BRS 55 Nr. 174 = juris Rn. 25, sowie Beschlüsse vom 17. Dezember 2009 - 4 B 4.09 -, juris Rn. 9, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris 9 ff. (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); Roesner, in: Berliner Kommentar zum BauGB, Stand Januar 2014, § 34 Rn. 71d. - BVerwG, 20.04.2000 - 4 B 25.00
"Sich-Einfügen" eines großflächigen Einzelhandelsbetriebs in die nähere Umgebung; …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 17 Vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. April 2000 - 4 B 25.00 -, juris Rn. 4 und 6. - BVerwG, 09.11.2016 - 4 C 1.16
Abstellen von Einkaufswagen; Einkaufswagen; Einzelhandelsbetrieb; Gebäude; …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 13 - 4 C 1.16 -, juris Rn. 16, zur (regelmäßigen) Unzulässigkeit eines großflächigen Einzelhandelsbetriebs in einem faktischen Mischgebiet, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = BRS 42 Nr. 50 = juris (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977), zur Unzulässigkeit in einem Industriegebiet; OVG NRW, Urteil vom 24. April 2013 - 7 A 1728/10 - juris 33, 54, zur Unzulässigkeit in einem faktischen Gewerbegebiet. - BVerwG, 17.02.2009 - 4 B 4.09
Begriff des Vorhabens in § 29 Abs. 1 Baugesetzbuch ( BauGB ) und in § 34 Abs. 3 …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 15 Vgl. BVerwG, Urteil vom 11. Februar 1993 - 4 C 15.92 -, BRS 55 Nr. 174 = juris Rn. 25, sowie Beschlüsse vom 17. Dezember 2009 - 4 B 4.09 -, juris Rn. 9, und vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BRS 42 Nr. 50 = juris 9 ff. (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977); Roesner, in: Berliner Kommentar zum BauGB, Stand Januar 2014, § 34 Rn. 71d. - OVG Nordrhein-Westfalen, 14.10.2013 - 2 A 204/12
Antrag auf Erteilung eines Vorbescheids für die Errichtung eines …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Damit geht zugleich auch die geltend gemachte Divergenz der Aussagen des 10. Senats in seinem Urteil vom 31. Oktober 2012 - 10 A 912/11 - über den Ausschluss von § 34 Abs. 3 BauGB im Prüfprogramm einer auf die Art der baulichen Nutzung beschränkten Bauvoranfrage, zu den Ausführungen des beschließenden Senats zu § 34 Abs. 3 BauGB in seinem Urteil vom 14. Oktober 2013 - 2 A 204/12 -, juris, an den Rechtsfragen vorbei, die im vorliegenden Verfahren in einem Berufungsverfahren zur Entscheidung anstehen würden. - BVerwG, 09.07.2002 - 4 B 14.02
Regelvermutung der negativen Auswirkungen großflächiger Einzelhandelbetriebe i.S. …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Rn. 21 - 4 B 14.02 -, juris Rn. 7; Urteil vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = BRS 55 Nr. 174, juris Rn. 9 (zu § 11 Abs. 3 BauNVO 1977);. - OVG Nordrhein-Westfalen, 31.10.2012 - 10 A 912/11
Erteilung zweier positiver bauplanungsrechtlicher Vorbescheide zur Errichtung …
Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 19.09.2017 - 2 A 1310/16
Damit geht zugleich auch die geltend gemachte Divergenz der Aussagen des 10. Senats in seinem Urteil vom 31. Oktober 2012 - 10 A 912/11 - über den Ausschluss von § 34 Abs. 3 BauGB im Prüfprogramm einer auf die Art der baulichen Nutzung beschränkten Bauvoranfrage, zu den Ausführungen des beschließenden Senats zu § 34 Abs. 3 BauGB in seinem Urteil vom 14. Oktober 2013 - 2 A 204/12 -, juris, an den Rechtsfragen vorbei, die im vorliegenden Verfahren in einem Berufungsverfahren zur Entscheidung anstehen würden. - OVG Nordrhein-Westfalen, 24.04.2013 - 7 A 1728/10
Erteilung eines Bauvorbescheides für die Nutzungsänderung einer Lagerhalle in …
- OVG Niedersachsen, 18.04.2017 - 5 OA 44/17
Einigungsgebühr; Erinnerung; Kostenerinnerung; Mitvergleichen; Terminsgebühr; …
Die Beschwerde der Prozessbevollmächtigten des Klägers gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Hannover (2. Kammer, Berichterstatter, 2 E 1285/17) vom 14. Februar 2017, soweit darin die Erinnerung gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss der Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle vom 20. Januar 2017 in Bezug auf das Verfahren 2 A 1310/16 zurückgewiesen worden ist, wird zurückgewiesen.Rn. 1 Die Prozessbevollmächtigten des Klägers begehren im Rahmen der Kostenfestsetzung nach § 164 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) in Bezug auf das Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) die Festsetzung einer 1, 0-fachen Einigungsgebühr nach § 2 Abs. 2 Satz 1 des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) in Verbindung mit Nr. 1000, 1003 der Anlage 1 zu § 2 Abs. 2 RVG (Vergütungsverzeichnis - VV RVG -), berechnet nach dem (Einzel-)Streitwert des Verfahrens 2 A 1310/16 in Höhe von 17.389,26 EUR, mithin die Festsetzung einer Einigungsgebühr in Höhe von 696,00 EUR.
Außerdem machen die Prozessbevollmächtigten des Klägers eine 1, 2-fache Terminsgebühr nach Nr. 3104 VV RVG, ebenfalls bemessen nach dem (Einzel-)Streitwert des Verfahrens 2 A 1310/16 in Höhe von 17.389,26 EUR, also eine Terminsgebühr in Höhe von 835,20 EUR, geltend.
Rn. 2 Den hierauf gerichteten Anträgen der Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 12. August 2016 (Bl. 162 der gemeinsamen Gerichtsakte der Verfahren 2 A 1310/16 und 2 B 1311/16 - gGA -) hat die Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle des Verwaltungsgerichts mit streitgegenständlichem Kostenfestsetzungsbeschluss vom 20. Januar 2017, der sowohl die Kostenfestsetzung für das Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) als auch die weiteren Kostenfestsetzungen für die Verfahren 2 B 1311/16 (Dienstpostenübertragung, Eilverfahren) und 2 A 1585/15 (dienstliche Beurteilung) enthält, nur teilweise entsprochen.
Zur Begründung ihrer Entscheidung hat die Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle ausgeführt, es sei nur eine Einigungsgebühr nach den addierten (Einzel-)Streitwerten der Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren; Streitwert: 17.389,26 EUR), 2 B 1311/16 (Dienstpostenübertragung, Eilverfahren; Streitwert: 17.389,26 EUR) und 2 A 1585/16 (dienstliche Beurteilung; Streitwert: 5.000,00 EUR) in Höhe von 1.013,00 EUR festzusetzen (Gesamtstreitwert: 39.778,52 EUR).
Rn. 3 2 A 1310/16 (Streitwert 17.389,26 EUR):.
Der Gesamtstreitwert der Verfahren 2 A 1310/16 und 2 A 1585/15 betrage 22.389,26 EUR, so dass eine Terminsgebühr in Höhe von 945, 60 EUR entstanden sei.
Rn. 5 2 A 1310/16 (Streitwert 17.389,26 EUR):.
Rn. 6 Die - die Kostenfestsetzung für das Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) betreffende - Erinnerung der Prozessbevollmächtigten des Klägers gemäß §§ 165, 151 VwGO hat das Verwaltungsgericht mit Beschluss vom 14. Februar 2017 (2 E 1285/17) unter Bezugnahme auf die Gründe des Kostenfestsetzungsbeschlusses vom 20. Januar 2017 zurückgewiesen; in diesem verwaltungsgerichtlichen Beschluss sind darüber hinaus die weiteren Kostenerinnerungen der Prozessbevollmächtigten des Klägers gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss der Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle vom 20. Januar 2017 in Bezug auf die Verfahren 2 B 1311/16 (2 E 1286/17) und 2 A 1585/15 (2 E 1287/17) zurückgewiesen worden.
Rn. 7 Gegen den die Kostenfestsetzung im Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) betreffenden Beschluss des Verwaltungsgerichts wenden sich die Prozessbevollmächtigten des Klägers mit der vorliegenden Beschwerde (5 OA 44/17).
Die Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle hat im Verfahren 2 A 1310/16.
Rn. 19 Diese ist jedoch nicht, wie die Prozessbevollmächtigten des Klägers meinen, auf die jeweiligen (Einzel-)Streitwerte der Verfahren 2 A 1310/16, 2 B 1311/16 und 2 A 1585/15 - im Verfahren 2 A 1310/16 also auf den Streitwert von 17.389,26 EUR - angefallen.
Rn. 21 Auch der Senat deutet den objektiven Inhalt des verwaltungsgerichtlichen Vergleichsbeschlusses nach § 106 Satz 2 VwGO vom 23. Juni 2016 (Bl. 122ff./gGA) aufgrund der gebotenen Auslegung entsprechend §§ 133, 157 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls dahin, dass damit nur ein Vergleich in dem Verfahren 2 B 1311/16 (Dienstpostenübertragung, Eilverfahren) geschossen worden ist und in diesen Vergleich die weiteren anhängig gewesenen Gegenstände der Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsache) und 2 A 1585/15 (dienstliche Beurteilung) einbezogen worden sind.
Rn. 22 Für die gefundene Auslegung spricht zunächst, dass nur ein Vergleichsvorschlag beschlossen worden ist und sich dessen Urschrift in der gemeinsamen Gerichtsakte der Verfahren 2 A 1310/16 und 2 B 1311/16 befindet (Bl. 122ff./gGA), während zur Gerichtsakte des Verfahrens 2 A 1585/15 nur eine Beschlussabschrift genommen worden ist (vgl. dortige Bl. 36f.).
Ferner erledigt sich, wenn die im Verfahren 2 B 1311/16 angegriffene Auswahlentscheidung aufgehoben und insoweit eine neue Entscheidung herbeigeführt wird, auch das Klageverfahren in der Hauptsache (2 A 1310/16).
Insbesondere vor diesem materiell-rechtlichen Hintergrund ist von einem Vergleich im - vorrangig zu entscheidenden - Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes (2 B 1311/16) auszugehen, der das Hauptsacheverfahren (2 A 1310/16) und das Beurteilungsverfahren (2 A 1585/15) mit erfasst.
Soweit der Kostenfestsetzungsbeschluss dem Kläger also für das Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) eine anteilige Einigungsgebühr in Höhe von 442, 68 EUR zuerkannt hat, steht ihm diese nicht zu.
Rn. 26 b) Zutreffend ist allerdings die Auffassung der Prozessbevollmächtigten des Klägers, der (Gesamt-)Kostenfestsetzungsbeschluss vom 20. Januar 2017 sei insoweit rechtswidrig, als er lediglich eine 1,2-fache Terminsgebühr, bezogen auf einen Gesamtstreitwert in Höhe von 22.389,26 EUR, festsetzt habe, nicht jedoch zwei 1,2-fache Terminsgebühren, jeweils bezogen auf die (Einzel-)Streitwerte der Verfahren 2 A 1310/16 und 2 A 1585/15.
Durch die Annahme des gerichtlichen Vergleichsvorschlags nach § 106 Satz 2 VwGO vom 23. Juni 2016 haben die (Haupt-)Beteiligten des Verfahrens 2 B 1311/16 einen schriftlichen Vergleich geschlossen, der die Verfahren 2 A 1310/16 und 2 A 1585/15 mit einbezogen hat.
Damit hätte eine streitige Entscheidung in den Klageverfahren 2 A 1310/16 und 2 A 1585/15 grundsätzlich nur aufgrund einer mündlichen Verhandlung ergehen dürfen, wenn sich diese Verfahren nicht zuvor durch Abschluss des Vergleichs im Verfahren 2 B 1311/16 erledigt hätten.
Rn. 28 Entgegen der Ansicht der Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle und des Verwaltungsgerichts ist die 1, 2-fache Terminsgebühr in den Verfahren 2 A 1310/16 und 2 A 1585/15 jedoch jeweils - und zwar bezogen auf die jeweiligen (Einzel-)Streitwerte in Höhe von 17.389,26 EUR bzw. 5.000,00 EUR - entstanden.
Rn. 29 c) Nach alledem können die Prozessbevollmächtigten des Klägers im Verfahren 2 A 1310/16 (Dienstpostenübertragung, Hauptsacheverfahren) eine 1, 2-fache Terminsgebühr auf den Streitwert von 17.389,26 EUR in Höhe von 835, 20 EUR geltend machen, eine Einigungsgebühr steht ihnen jedoch in diesem Verfahren nicht zu.
Rn. 30 Somit haben die Prozessbevollmächtigten des Klägers - bezogen auf das Verfahren 2 A 1310/16 - unter Berücksichtigung der unstreitigen Teile der diesbezüglichen Kostenfestsetzung einen Kostenfestsetzungsanspruch in Höhe von insgesamt 2.108,68 EUR, der sich wie folgt zusammensetzt (der verbesserten Anschaulichkeit wegen sind die beantragten Positionen und die im Kostenfestsetzungsbeschluss [KfB] zuerkannten Positionen ebenfalls ausgewiesen):.
Rn. 32 Da der angegriffene Kostenfestsetzungsbeschluss - bezogen auf das Verfahren 2 A 1310/16 - zu erstattende Kosten in Höhe von insgesamt 2.515,58 EUR festgesetzt hat, die Prozessbevollmächtigten des Klägers jedoch nur eine Festsetzung in Höhe von 2.108,68 EUR verlangen können, folgt hieraus, dass sie mit ihrer Beschwerde - gerichtet auf eine Kostenfestsetzung in Höhe von insgesamt 2.936,92 EUR - nicht durchdringen.
- VG Schwerin, 14.03.2019 - 2 A 2640/16
Erteilung eines Bauvorbescheides für einen Lebensmittel-Discountmarkt
Rn. 34 Zwar wird nach dieser Vorschrift ein weiteres Tatbestandsmerkmal für die Zulässigkeit von großflächigen Einzelhandelsbetrieben in einem (faktischen) Gebiet nach der Baunutzungsverordnung außerhalb eines faktischen Kerngebietes oder außerhalb faktischer "für sie festgesetzter Sondergebiete" geregelt, und zwar insoweit, als diese von der Frage abhängig ist, ob das Vorhaben Auswirkungen im Sinne von § 11 Abs. 3 Nr. 2 und 3 BauNVO hat (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 - Juris und - 2 A 1494/16 - Juris).Rn. 35 Gleichwohl folgt daraus nicht notwendig, dass § 11 Abs. 3 Nr. 2 und 3 BauNVO als negatives Tatbestandsmerkmal der Vorschriften zu den allgemeinen Baugebieten zu verstehen ist (so aber OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 und 2 A 1494/16 - Juris).
- VGH Bayern, 13.08.2019 - 15 ZB 18.751
Einzelhandelsausschlusses durch Bebauungsplan - Zulassung der Berufung
Sollten im Falle entsprechender "Ausnutzung" der Bindungswirkung des begehrten Bauvorbescheids (seine Existenz unterstellt) Vorhaben ermöglicht werden, die die Voraussetzungen des § 11 Abs. 3 BauNVO erfüllen, dürfte die planungsrechtliche Zulässigkeit in einem festgesetzten Gewerbegebiet gem. § 8 BauGB (im Fall der Wirksamkeit der Gewerbefestsetzung) sowie im Falle eines faktischen Gewerbegebiet gem. § 34 Abs. 2 BauGB i.V. mit § 8 BauNVO (sollte aufgrund einer prägenden Existenz von weiterem sondergebietsspezifischem Einzelhandel in der nach § 34 BauGB relevanten Umgebungsbebauung nicht von einer Gemengelage auszugehen sein;… vgl. OVG NRW, U.v. 20.11.2017 - 2 A 2779/15 - juris Rn. 86 ff.) scheitern (…zusammenfassend zu § 11 Abs. 3 BauNVO vgl. z.B. BayVGH, B.v. 12.2.2019 - 9 CS 18.177 - juris Rn. 23 ff.;… OVG Berlin-Brandenburg, B.v. 27.8.2014 - OVG 10 N 138.11 - juris Rn. 5 ff.; OVG NRW, B.v. 19.9.2017 - 2 A 1310/16 - juris Rn. 11 ff. m.w.N.).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 22.04.2020 - 2 A 270/19 Rn. 16 So ausdrücklich schon: BVerwG, Urteil vom 3. Februar 1984 - 4 C 54.80 -, BVerwGE 68, 342 = juris Rn. 11; vgl. auch OVG NRW, Urteile vom 19. September 2019 - 2 A 1310/16 -, juris Rn. 22 ff., und vom 2. Dezember 2013 - 2 A 1510/12 -, juris Rn. 55 ff.
- VG Köln, 04.08.2022 - 8 K 4417/21 Rn. 60 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 -, juris, Rn. 30 f.
- OVG Nordrhein-Westfalen, 11.01.2018 - 2 A 2365/17
Anforderungen an die Begründetheit einer Anhörungsrüge gem. Art. 103 Abs. 1 GG …
Er hat diese Entscheidung in seinem Beschluss vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 - (juris) ausdrücklich zitiert. - VG Köln, 04.08.2022 - 8 K 2648/19 Rn. 61 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 -, juris, Rn. 30 f.
- VG Düsseldorf, 15.11.2018 - 9 K 7742/16 Rn. 59, 61; OVG NRW, Beschluss vom 19. September 2017 - 2 A 1310/16 -, juris; Ernst, Zinkhahn, Bielenberg, Kommentar zum BauGB, Stand Mai 2018, § 11 BauNVO Rn. 83 ff.
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