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Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,5572
VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90 (https://dejure.org/1990,5572)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22.03.1990 - 2 S 36/90 (https://dejure.org/1990,5572)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 22. März 1990 - 2 S 36/90 (https://dejure.org/1990,5572)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • openjur.de

    Erschlossensein eines Grundstücks - Grundstückszufahrt

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (18)

  • BVerwG, 29.04.1988 - 8 C 24.87

    Erschlossensein eines Grundstücks bei Bebauungshindernis infolge natürlicher …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der erk. Senat angeschlossen hat, bestimmen sich die Anforderungen an das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB nach dem Bebauungsrecht, nämlich dem Bauplanungsrecht einerseits und dem Bauordnungsrecht andererseits, wobei eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit hinwegzudenken ist (BVerwG, Urteil vom 14.1.1983 -- 8 C 81.81 --, DVBl. 1983, 904; Urteil vom 18.4.1986 -- 8 C 51, 52.85 --, DVBl. 1986, 774; Urteil vom 20.8.1986 -- 8 C 58.85 --, NVwZ 1987, 56; Urteil vom 3.11.1987 -- 8 C 78.86 --, DVBl. 1988, 242; Urteil vom 29.4.1988 -- 8 C 24.87 --, NVwZ 1988, 1134; Urteil vom 15.1.1988 -- 8 C 111.86 --, BWGZ 1988, 485; Urteil vom 21.10.1988 -- 8 C 56.87 --; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989 -- 2 S 696/87 --; Urteil vom 1.3.1990 -- 2 S 2395/89 --).

    Denn sowohl die Festsetzungen des Bebauungsplans "L" als auch die Geländeverhältnisse, wie sie sich dem Senat nach den vorgelegten Geländeschnitten und Lichtbildern darstellen, sprechen dafür, daß ein Stellplatz- oder Garagenvorhaben nur auf der nicht überplanten Teilfläche des Grundstücks als zulässig in Betracht kommt, die Herstellung einer verkehrssicheren Zufahrt von der Straße "Im B" zu einem Stellplatz- oder Garagenstandort auf der nicht überplanten Teilfläche des Grundstücks an der steilen Hanglage von ca. 45Grad und dem dadurch bedingten Niveauunterschied von mehreren Metern in nicht ausräumbarer Weise scheitert (vgl. BVerwG, Urteil vom 29.4.1988, aaO).

  • VGH Baden-Württemberg, 20.04.1989 - 2 S 395/87

    Erschließungsbeitrag; Erschlossensein bei Zu- und Ausfahrtsverbot

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Ist somit die Errichtung eines Stellplatzes oder einer Garage auf dem Grundstück des Antragstellers zu 1) bauplanungsrechtlich und bauordnungsrechtlich zulässig, ist zur Erschließung dieses Grundstücks eine Zufahrt im Sinne des bloßen Heranfahrens an die Grundstücksgrenze nicht ausreichend, sondern darüber hinaus die Möglichkeit der Zufahrt im engeren straßenrechtlichen Sinne erforderlich, die das "Herauffahren" auf das Grundstück und das Fahren in umgekehrter Richtung einschließt (vgl. dazu VGH Bad.-Württ, Urteil vom 20.4.1989 -- 2 S 395/87 --).

    Könnte dieses "Zufahrtshindernis" nur durch eine Änderung des Bebauungsplans "L" beseitigt werden, ist es im Rahmen des § 131 Abs. 1 BauGB nicht für "ausräumbar" zu halten (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.1.1984 -- 8 C 77.82 --, DVBl. 1984, 679; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 20.4.1989 -- 2 S 395/87 --).

  • VGH Baden-Württemberg, 17.04.1989 - 2 S 696/87

    Erschließungsbeitrag: Erschlossensein bei Zufahrtshindernis (Stützmauer)

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der erk. Senat angeschlossen hat, bestimmen sich die Anforderungen an das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB nach dem Bebauungsrecht, nämlich dem Bauplanungsrecht einerseits und dem Bauordnungsrecht andererseits, wobei eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit hinwegzudenken ist (BVerwG, Urteil vom 14.1.1983 -- 8 C 81.81 --, DVBl. 1983, 904; Urteil vom 18.4.1986 -- 8 C 51, 52.85 --, DVBl. 1986, 774; Urteil vom 20.8.1986 -- 8 C 58.85 --, NVwZ 1987, 56; Urteil vom 3.11.1987 -- 8 C 78.86 --, DVBl. 1988, 242; Urteil vom 29.4.1988 -- 8 C 24.87 --, NVwZ 1988, 1134; Urteil vom 15.1.1988 -- 8 C 111.86 --, BWGZ 1988, 485; Urteil vom 21.10.1988 -- 8 C 56.87 --; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989 -- 2 S 696/87 --; Urteil vom 1.3.1990 -- 2 S 2395/89 --).

    Von einer Anbaustraße wird daher ein Grundstück im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB erschlossen, für das diese allein, d.h. unabhängig von einer weiteren Anbaustraße, das herzugeben geeignet ist, was das Bebauungsrecht für die bestimmungsgemäße Nutzung (Bebaubarkeit) des Grundstücks an wegemäßiger Erschließung verlangt (VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989, aaO).

  • BVerwG, 16.02.1973 - IV C 66.69

    Konkretisierungserfordernis bei Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Wie das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat, gestattet die Festsetzung einer "öffentlichen Grünfläche" nur die Anlage einer lediglich begrünten Rasen- oder Parkfläche (BVerwG, Urteil vom 16.2.1973 -- IV C 66.69 --, Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 10; Urteil vom 21.6.1974 -- IV C 14.74 --, Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 148).
  • BVerwG, 15.01.1988 - 8 C 111.86

    Beitragsfähiger Aufwand - Verteilung - Zivilrechtlicher Grundstücksbegriff - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der erk. Senat angeschlossen hat, bestimmen sich die Anforderungen an das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB nach dem Bebauungsrecht, nämlich dem Bauplanungsrecht einerseits und dem Bauordnungsrecht andererseits, wobei eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit hinwegzudenken ist (BVerwG, Urteil vom 14.1.1983 -- 8 C 81.81 --, DVBl. 1983, 904; Urteil vom 18.4.1986 -- 8 C 51, 52.85 --, DVBl. 1986, 774; Urteil vom 20.8.1986 -- 8 C 58.85 --, NVwZ 1987, 56; Urteil vom 3.11.1987 -- 8 C 78.86 --, DVBl. 1988, 242; Urteil vom 29.4.1988 -- 8 C 24.87 --, NVwZ 1988, 1134; Urteil vom 15.1.1988 -- 8 C 111.86 --, BWGZ 1988, 485; Urteil vom 21.10.1988 -- 8 C 56.87 --; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989 -- 2 S 696/87 --; Urteil vom 1.3.1990 -- 2 S 2395/89 --).
  • BVerwG, 21.10.1983 - 8 C 174.81

    Gesetzwidriger Beitragsverzicht - Unbeachtlichkeit - Gewährender Verwaltungsakt - …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Wegen dieser schriftlichen und nach den gesamten Umständen wohl auch verbindlich erklärten Bestätigung wäre eine Beitragserhebung unzulässig, wenn sie als wirksamer Beitragsverzicht zu qualifizieren wäre oder doch zumindest die Grundlage für eine Verwirkung des Beitragserhebungsrechts der Antragsgegnerin bildete, da der Antragsteller zu 1) und seine Ehefrau von dieser Bestätigung ihr Einverständnis mit der Einbeziehung ihres alten Wohngrundstücks (Flst.Nr. 2165 und 2166) in die im Zuge der Straßenherstellung notwendig gewordene Baulandumlegung abhängig gemacht haben, die erst das Wohngrundstück des Antragstellers zu 1) einem durch die Straße "Im B" erschlossenen Grundstück nahegebracht hat (vgl. zum Beitragsverzicht BVerwG, Urteil vom 21.10.1983 -- 8 C 174.81 --, DVBl. 1984, 192; zur Verwirkung: BVerwG, Urteil vom 23.5.1975 -- IV C 73.73 --, BVerwGE 48, 247, 250; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 12.3.1984 -- 2 S 1753/83 --, BWGZ 1984, 504).
  • BVerwG, 18.04.1986 - 8 C 51.85

    Zulässigkeit eines zur Hälfte nach Frontlängen und zur anderen Hälfte nach …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der erk. Senat angeschlossen hat, bestimmen sich die Anforderungen an das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB nach dem Bebauungsrecht, nämlich dem Bauplanungsrecht einerseits und dem Bauordnungsrecht andererseits, wobei eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit hinwegzudenken ist (BVerwG, Urteil vom 14.1.1983 -- 8 C 81.81 --, DVBl. 1983, 904; Urteil vom 18.4.1986 -- 8 C 51, 52.85 --, DVBl. 1986, 774; Urteil vom 20.8.1986 -- 8 C 58.85 --, NVwZ 1987, 56; Urteil vom 3.11.1987 -- 8 C 78.86 --, DVBl. 1988, 242; Urteil vom 29.4.1988 -- 8 C 24.87 --, NVwZ 1988, 1134; Urteil vom 15.1.1988 -- 8 C 111.86 --, BWGZ 1988, 485; Urteil vom 21.10.1988 -- 8 C 56.87 --; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989 -- 2 S 696/87 --; Urteil vom 1.3.1990 -- 2 S 2395/89 --).
  • BVerwG, 20.08.1986 - 8 C 58.85

    Ortsdurchfahrten - Anbaustraße - Gehwege - Klassifizierte Straße - Erschlossene …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, der sich der erk. Senat angeschlossen hat, bestimmen sich die Anforderungen an das Erschlossensein im Sinne des § 131 Abs. 1 BBauG bzw. BauGB nach dem Bebauungsrecht, nämlich dem Bauplanungsrecht einerseits und dem Bauordnungsrecht andererseits, wobei eine durch eine andere Anbaustraße vermittelte Bebaubarkeit hinwegzudenken ist (BVerwG, Urteil vom 14.1.1983 -- 8 C 81.81 --, DVBl. 1983, 904; Urteil vom 18.4.1986 -- 8 C 51, 52.85 --, DVBl. 1986, 774; Urteil vom 20.8.1986 -- 8 C 58.85 --, NVwZ 1987, 56; Urteil vom 3.11.1987 -- 8 C 78.86 --, DVBl. 1988, 242; Urteil vom 29.4.1988 -- 8 C 24.87 --, NVwZ 1988, 1134; Urteil vom 15.1.1988 -- 8 C 111.86 --, BWGZ 1988, 485; Urteil vom 21.10.1988 -- 8 C 56.87 --; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 17.4.1989 -- 2 S 696/87 --; Urteil vom 1.3.1990 -- 2 S 2395/89 --).
  • BVerwG, 23.05.1975 - IV C 73.73

    Gemeindlicher Anspruch auf Vorausleistung auf den Erschließungsbeitrag; …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Wegen dieser schriftlichen und nach den gesamten Umständen wohl auch verbindlich erklärten Bestätigung wäre eine Beitragserhebung unzulässig, wenn sie als wirksamer Beitragsverzicht zu qualifizieren wäre oder doch zumindest die Grundlage für eine Verwirkung des Beitragserhebungsrechts der Antragsgegnerin bildete, da der Antragsteller zu 1) und seine Ehefrau von dieser Bestätigung ihr Einverständnis mit der Einbeziehung ihres alten Wohngrundstücks (Flst.Nr. 2165 und 2166) in die im Zuge der Straßenherstellung notwendig gewordene Baulandumlegung abhängig gemacht haben, die erst das Wohngrundstück des Antragstellers zu 1) einem durch die Straße "Im B" erschlossenen Grundstück nahegebracht hat (vgl. zum Beitragsverzicht BVerwG, Urteil vom 21.10.1983 -- 8 C 174.81 --, DVBl. 1984, 192; zur Verwirkung: BVerwG, Urteil vom 23.5.1975 -- IV C 73.73 --, BVerwGE 48, 247, 250; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 12.3.1984 -- 2 S 1753/83 --, BWGZ 1984, 504).
  • BVerwG, 21.06.1974 - IV C 14.74

    Nachbarklage gegen einen - nach dem Bebauungsplan - auf "öffentlicher Grünfläche" …

    Auszug aus VGH Baden-Württemberg, 22.03.1990 - 2 S 36/90
    Wie das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat, gestattet die Festsetzung einer "öffentlichen Grünfläche" nur die Anlage einer lediglich begrünten Rasen- oder Parkfläche (BVerwG, Urteil vom 16.2.1973 -- IV C 66.69 --, Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 10; Urteil vom 21.6.1974 -- IV C 14.74 --, Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 148).
  • BVerwG, 03.11.1987 - 8 C 77.86

    Erschließung von Grundstücken in Wohngebieten; Maßgeblichkeit des Inhalts eines …

  • BVerwG, 14.01.1983 - 8 C 81.81

    "Erschlossensein" eines Grundstücks"

  • BVerwG, 21.10.1988 - 8 C 56.87

    Durch Anbaustraße erschlossenens Grundstück; Nicht überfahrbarer Grünstreifen auf …

  • BVerwG, 25.01.1984 - 8 C 77.82

    Merkmal des Erschlossenseins i.S. des § 131 Abs. 1 Bundesbaugesetzbuch (BBauG) - …

  • VGH Baden-Württemberg, 01.03.1990 - 2 S 2395/89

    Gültigkeit der Verteilungsregelung und Merkmalsregelung einer …

  • BVerwG, 03.11.1987 - 8 C 78.86

    Möglichkeit des Treffens von Festsetzungen im Bebauungsplan über den Anschluss …

  • VGH Baden-Württemberg, 08.01.1990 - 2 S 3193/89

    Zum vorläufigen Rechtsschutz bei offenem Verfahrensausgang

  • VGH Baden-Württemberg, 12.03.1984 - 2 S 1753/83

    Erschließungsbeitrag; Genehmigungserfordernis bei rückwirkender Satzung; …

  • VGH Baden-Württemberg, 09.04.2019 - 8 S 1527/17

    Befreiung von einer anderweitigen Festsetzung iSv § 23 Abs. 5 Satz 1 BauNVO; …

    Rn. 47 Der Fläche, die die Baufenster umgibt, fehlt im vorliegenden Fall auch nicht aufgrund anderweitiger Festsetzungen - etwa nach § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB - die Qualität als Fläche für bauliche Anlagen (…"Bebaubarkeit des Grundstücks", vgl. Blechschmidt, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, Stand: Oktober 2018, § 23 BauNVO Rn. 2), was andernfalls die ausgesprochene Befreiung von der seitlichen Baugrenze hätte ins Leere laufen lassen oder jedenfalls unter Umständen bei der Auslegung der Befreiung weitere Fragen aufwerfen können (vgl. in diesem Zusammenhang BVerwG…, Beschluss vom 11.04.2017 - 4 B 11.17 -, BRS 85 Nr. 67 = juris Rn. 12; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 22.03.1990 - 2 S 36/90 -, juris Rn. 4;… Urteil vom 22.05.2003 - 2 S 446/02 -, juris Rn. 28; OVG Saarland, Beschluss vom 10.09.1986 - 2 R 313/85 -, BRS 46, Nr. 58).
  • VGH Baden-Württemberg, 01.06.1992 - 2 S 288/91

    Erschlossensein eines Wohngrundstückes - Heranfahrmöglichkeit - tatsächliches …

    Ein in einem Wohngebiet gelegenes Grundstück wird regelmäßig im Sinne des § 131 Abs. 1 BauGB erschlossen, wenn die Erschließungsanlage erlaubt, bis auf seine Höhe mit Versorgungsfahrzeugen und privaten Kraftfahrzeugen heranzufahren und es von dort - auch über einen Gehweg - zu betreten (wie BVerwGE 88, 70; Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung des Senats, zuletzt Beschluß vom 22.3.1990 - 2 S 36/90 -).

    Die hiergegen eingelegte Beschwerde hat der Senat durch Beschluß vom 22.3.1990 - 2 S 36/90 - im wesentlichen mit der Erwägung zurückgewiesen, daß das Grundstück der Kläger durch die Straße "I B" nicht im Sinne von § 131 Abs. 1 BauGB erschlossen werde.

    Rn. 14 Dem Senat lagen die Erschließungsbeitragsakten, die Umlegungsakten, die Bebauungsplanakten "L", die Akten des Verwaltungsgerichts Karlsruhe 7 K 209 und 210/89 sowie die Beschwerdeakten des Senats 2 S 36/90 vor; der Inhalt dieser Unterlagen war Gegenstand der mündlichen Verhandlung.

    Dieser Festsetzung ist ein beachtliches rechtliches Zugangshindernis zu entnehmen, das für nicht ausräumbar zu halten ist, weil es die Änderung des Bebauungsplans erforderte (vgl. dazu den Beschluß des Senats in dem vorläufigen Rechtsschutzverfahren vom 22.3.1990 - 2 S 36/90 - unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 25.1.1984, DVBl. 1984, 679 und auf das Urteil des Senats vom 20.4.1989 - 2 S 395/87 -).

    Der Senat hat bereits in seinem Beschluß vom 22.3.1990 (aaO, S. 5) unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG, Urteil vom 16.2.1973 - IV C 66.69 -, Buchholz 406.11, § 9 BBauG Nr. 10; Urteil vom 21.6.1974 - IV C 14.74 -, Buchholz 11, Art. 14 GG Nr. 148) ausgeführt, daß selbst die Festsetzung lediglich einer "öffentlichen Grünfläche" nur die Anlage und Unterhaltung einer begrünten Rasen- oder Parkfläche gestattet.

  • VGH Baden-Württemberg, 22.05.2003 - 2 S 446/02

    Erschließungsbeitrag - Abschnittsbildung - Buchgrundstücksbegriff

    Auf einem Grundstück, für das der Bebauungsplan eine private Grünfläche (Gartenfläche) festsetzt, kann ein Stellplatzvorhaben oder Garagenvorhaben auch nicht auf Grund des § 23 Abs. 5 BauNVO zugelassen werden (im Anschluss an VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 22.3.1990 - 2 S 36/90 -).

    § 23 Abs. 5 BauNVO gestattet dennoch nicht, die genannten Anlagen auf einer im Bebauungsplan festgesetzten privaten (oder öffentlichen) Grünfläche zuzulassen (VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 22.3.1990 - 2 S 36/90 -).

  • VGH Baden-Württemberg, 03.07.1990 - 2 S 968/90

    Ein planunterschreitender Straßenbau ist erschließungsbeitragsrechtlich …

    Solche Zweifel sind nach der ständigen Rechtsprechung des Senats anzunehmen, wenn ein Erfolg des Rechtsbehelfs in der Hauptsache wahrscheinlicher ist als dessen Mißerfolg (vgl. u.a. die Beschlüsse vom 8.1.1990 -- 2 S 3193/89 --; vom 22.3.1990 -- 2 S 36/90 --; vom 15.5.1990 -- 2 S 721/90 --).
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