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Rechtsprechung
   OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2001,2671
OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01 (https://dejure.org/2001,2671)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 20.11.2001 - 23 U 30/01 (https://dejure.org/2001,2671)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 20. November 2001 - 23 U 30/01 (https://dejure.org/2001,2671)
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Volltextveröffentlichungen (6)

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)

    Fehlerhafte Gestaltungsberatung ; Betriebsaufspaltung ; Industriemaschinen ; Einkommenssteuerbescheid ; Steuerberatung; Verantwortlichkeit des Steuerberaters

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

 
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Wird zitiert von ... (2)Zitiert selbst (82)

  • BGH, 02.07.1992 - IX ZR 268/91

    Verjährung des Ersatzanspruchs gegen Steuerberater bei Außenprüfung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
    Die Verjährung eines vertraglichen Ersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; dessen Bestandskraft oder Unanfechtbarkeit ist für den Verjährungsbeginn nicht erforderlich (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGHZ 129, 386, 388 = NJW 1995, 2108; BGH NJW 1996, 1895, 1896; NJW-RR 1997, 50, 51; NJW 1998, 1486, 1488; NJW 1998, 1488, 1489; NJW-RR 1998, 742 f.; NJW 2000, 69, 70; NJW 2000, 2678, 2679).

    Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - eine mangelhaften Gestaltungsberatung zum Abschluss eines für den Auftraggeber nachteiligen Gestaltungsvertrages geführt hat (BGHZ 119, 69, 72 = NJW 1992, 2766, 2767 f.; BGH NJW 1993, 1137, 1138; NJW 1993, 1139, 1141; NJW 1996, 1895, 1896; Zugehör, NW-Beilage zu Heft 21/1995, 1, 13).

    Auch ein Feststellungs-(Grundlagen-)Bescheid des Finanzamtes ist geeignet, die Verjährungsfrist in Lauf zu setzen, wenn und soweit er gemäß § 182 Abs. 1 AO für die Folgebescheide bindend ist (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768 mwN.; BGH NJW 93, 2799, 2802).

    Ein Schaden im Sinne des § 68 StBerG tritt frühestens dann ein, wenn das Finanzamt durch Feststellungs- oder Leistungsbescheid die steuerlichen Nachteile herbeigeführt hat, da sich erst dadurch der Fehler des Steuerberaters ausgewirkt hat und der Steuerpflichtige bis dahin noch keine Vermögensnachteile erlitten hat (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGH NJW 1995, 2039, 2041, oben a) mwN.); dies war hinsichtlich des vorliegend allein in Frage stehenden Zeitraums erst mit dem Zugang des Feststellungsbescheids für 1993 der Fall (oben b).

  • BFH, 21.01.1999 - IV R 96/96

    Personelle Verflechtung bei Betriebsaufspaltung

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
    Beherrschungsidentität liegt deshalb auch dann vor, wenn die Gesellschafter, die die Betriebsgesellschaft beherrschen, bei dem als Rechtsgemeinschaft oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisierten Besitzunternehmen ebenfalls über die Mehrheit der Stimmen verfügen, sofern kraft Gesetzes (z.B. § 745 BGB) oder Vertrags (§ 709 Abs. 2 BGB) wenigstens für "die Geschäfte des täglichen Lebens" das Mehrheitsprinzip maßgeblich ist (BFHE 174, 80 = BStBl II 1994, 466 = NJW-RR 1994, 1449; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).

    Dass die personellen Verflechtung als Voraussetzung für eine Betriebsaufspaltung durch anderweitige Gestaltungen der Verträge für die Grundstücksgesellschaft und insbesondere durch Einführung eines "Einstimmigkeitsprinzips" hätten vermieden werden können, entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFHE 140, 90 = BStBl II 1984, 212; BFHE 151, 457 = BStBl II 1989, 96; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887 mwN.), und wird auch vom Beklagten nicht in Zweifel gezogen.

    Die - der Annahme einer personellen Verflechtung entgegenstehende (oben 2 b) -Schaffung eines Einstimmigkeitsprinzips ist für sich genommen keine missbräuchliche Gestaltung im Sinne des § 42 AO (BFHE 187, 570 = BFH NJW 1999, 1887).

    Dass solche besonderen Umstände vorliegen, muss im Einzelfall festgestellt werden; die objektive Feststellungslast trägt die Finanzbehörde, wenn sie daraus günstige Rechtsfolgen für sich ableiten will (BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).

  • BFH, 15.10.1998 - IV R 20/98

    Betriebsaufspaltung: Faktische Beherrschung beim Ehegattenmodell

    Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
    Beherrschungsidentität liegt deshalb auch dann vor, wenn die Gesellschafter, die die Betriebsgesellschaft beherrschen, bei dem als Rechtsgemeinschaft oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisierten Besitzunternehmen ebenfalls über die Mehrheit der Stimmen verfügen, sofern kraft Gesetzes (z.B. § 745 BGB) oder Vertrags (§ 709 Abs. 2 BGB) wenigstens für "die Geschäfte des täglichen Lebens" das Mehrheitsprinzip maßgeblich ist (BFHE 174, 80 = BStBl II 1994, 466 = NJW-RR 1994, 1449; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).

    Eine Zusammenrechnung der Anteile von Ehegatten, volljährigen Kindern und sonstigen Angehören kommt nicht in Betracht; zwischen diesen besteht auch keine Vermutung auf die Verfolgung gleichgerichteter wirtschaftliche Interessen (BVerfGE 69, 188 = BStBl II 1985, 475 = NJW 1984, 2929; BFHE 145, 221 = BStBl II 1986, 362 = NJW 1986, 2785; BFHE 146, 266 = BStBl II 1986, 611; BFHE 147, 256 = BStBl II 1986, 913; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054).

    Die finanzgerichtliche Rechtsprechung hat jedoch eine solche eine personelle Verflechtung kraft tatsächlicher Beherrschung nur in seltenen Ausnahmefällen bejaht (…vgl. die Nachw. bei Schmidt, § 15 EStG, Rn. 836 f.); sie kommt nur dann in Betracht, wenn auf die Gesellschafter, deren Stimmen zur Erreichung der im Einzelfall erforderlichen Stimmenmehrheit fehlen, aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen Druck dahingehend ausgeübt werden kann, dass sie sich dem Willen der beherrschenden Person oder Personengruppe unterordnen (vgl. BFHE 119, 462 = BStBl II 1976, 750 = NJW 1976, 2288; BFHE 136, 287 = BStBl II 1982, 662; BFHE 159, 480 = BStBl II 1990, 500; BFHE 182, 216 = BStBl II 1997, 437 = NJW 1997, 1943; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054 mwN.).

    Selbst jahrelanges konfliktfreies Zusammenleben allein lässt den Schluss auf eine faktische Beherrschung nicht zu; hierzu bedarf es vielmehr weitergehender Beweisanzeichen (vergl. BVerfGE 69, 188 = BStBl II 1985, 475 = NJW 1985, 2939; BFHE 145, 221 = BStBl II 1986, 362 = NJW 1986, 2785; BFHE 174, 503 = BStBl II 1994, 922; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054;… Schmidt aaO., Rn. 845 ff. mwN.), für die der Beklagte nichts vorgetragen hat.

  • LG Düsseldorf, 08.09.2006 - 13 O 289/04

    Anwaltshaftung

    Rn. 139 Die Klägerin ist auch nicht gehalten, nach Aufhebung der Steuerbescheide und Abschluss der Entwicklung der Beraterkosten im Laufe des Rechtsstreites wegen des verbleibenden streitigen Schadens Leistungsklage zu erheben ( BGH NJW 2000, 69; OLG Düsseldorf Urt. vom 20.11.2001, 23 U 30/01).
  • OLG Düsseldorf, 29.10.2002 - 23 U 205/01

    Verjährung von Haftungsansprüchen gegen einen Steuerberater

    Auch ein Feststellungs(grundlagen)Bescheid ist geeignet, die Verjährungsfrist in Lauf zu setzen, wenn und soweit er gemäß § 182 Abs. 1 AO für die Folgebescheide bindend ist (BGH NJW 1992, 2766, 2768; NJW 1993, 2799, 2802; Urteil des Senats vom 20.11.2001, S. 23 - 23 U 30/01).
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