Rechtsprechung
| OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01 |
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StBerG § 68; ; ZPO § ... 256 Abs. 1; ; ZPO § 91; ; ZPO § 92 Abs. 1; ; ZPO § 269 Abs. 3; ; ZPO § 708 Nr. 10; ; ZPO § 711; ; EStG § 16 Abs. 3 Satz 1; ; EStG § 16 Abs. 3; ; EStG § 16 Abs. 1 Nr. 1; ; AO § 42; ; AO § 182 Abs. 1; ; BGB § 254; ; BGB § 278; ; BGB § 209 Abs. 1
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Fehlerhafte Gestaltungsberatung ; Betriebsaufspaltung ; Industriemaschinen ; Einkommenssteuerbescheid ; Steuerberatung; Verantwortlichkeit des Steuerberaters
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Wuppertal, 24.10.2000 - 5 O 346/99
- OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (82)
- BGH, 02.07.1992 - IX ZR 268/91
Verjährung des Ersatzanspruchs gegen Steuerberater bei Außenprüfung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Die Verjährung eines vertraglichen Ersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; dessen Bestandskraft oder Unanfechtbarkeit ist für den Verjährungsbeginn nicht erforderlich (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGHZ 129, 386, 388 = NJW 1995, 2108; BGH NJW 1996, 1895, 1896; NJW-RR 1997, 50, 51; NJW 1998, 1486, 1488; NJW 1998, 1488, 1489; NJW-RR 1998, 742 f.; NJW 2000, 69, 70; NJW 2000, 2678, 2679).Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - eine mangelhaften Gestaltungsberatung zum Abschluss eines für den Auftraggeber nachteiligen Gestaltungsvertrages geführt hat (BGHZ 119, 69, 72 = NJW 1992, 2766, 2767 f.; BGH NJW 1993, 1137, 1138; NJW 1993, 1139, 1141; NJW 1996, 1895, 1896; Zugehör, NW-Beilage zu Heft 21/1995, 1, 13).
Auch ein Feststellungs-(Grundlagen-)Bescheid des Finanzamtes ist geeignet, die Verjährungsfrist in Lauf zu setzen, wenn und soweit er gemäß § 182 Abs. 1 AO für die Folgebescheide bindend ist (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768 mwN.; BGH NJW 93, 2799, 2802).
Ein Schaden im Sinne des § 68 StBerG tritt frühestens dann ein, wenn das Finanzamt durch Feststellungs- oder Leistungsbescheid die steuerlichen Nachteile herbeigeführt hat, da sich erst dadurch der Fehler des Steuerberaters ausgewirkt hat und der Steuerpflichtige bis dahin noch keine Vermögensnachteile erlitten hat (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGH NJW 1995, 2039, 2041, oben a) mwN.); dies war hinsichtlich des vorliegend allein in Frage stehenden Zeitraums erst mit dem Zugang des Feststellungsbescheids für 1993 der Fall (oben b).
- BFH, 21.01.1999 - IV R 96/96
Personelle Verflechtung bei Betriebsaufspaltung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Beherrschungsidentität liegt deshalb auch dann vor, wenn die Gesellschafter, die die Betriebsgesellschaft beherrschen, bei dem als Rechtsgemeinschaft oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisierten Besitzunternehmen ebenfalls über die Mehrheit der Stimmen verfügen, sofern kraft Gesetzes (z.B. § 745 BGB) oder Vertrags (§ 709 Abs. 2 BGB) wenigstens für "die Geschäfte des täglichen Lebens" das Mehrheitsprinzip maßgeblich ist (BFHE 174, 80 = BStBl II 1994, 466 = NJW-RR 1994, 1449; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).Dass die personellen Verflechtung als Voraussetzung für eine Betriebsaufspaltung durch anderweitige Gestaltungen der Verträge für die Grundstücksgesellschaft und insbesondere durch Einführung eines "Einstimmigkeitsprinzips" hätten vermieden werden können, entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFHE 140, 90 = BStBl II 1984, 212; BFHE 151, 457 = BStBl II 1989, 96; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887 mwN.), und wird auch vom Beklagten nicht in Zweifel gezogen.
Die - der Annahme einer personellen Verflechtung entgegenstehende (oben 2 b) -Schaffung eines Einstimmigkeitsprinzips ist für sich genommen keine missbräuchliche Gestaltung im Sinne des § 42 AO (BFHE 187, 570 = BFH NJW 1999, 1887).
Dass solche besonderen Umstände vorliegen, muss im Einzelfall festgestellt werden; die objektive Feststellungslast trägt die Finanzbehörde, wenn sie daraus günstige Rechtsfolgen für sich ableiten will (BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).
- BFH, 15.10.1998 - IV R 20/98
Betriebsaufspaltung: Faktische Beherrschung beim Ehegattenmodell
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Beherrschungsidentität liegt deshalb auch dann vor, wenn die Gesellschafter, die die Betriebsgesellschaft beherrschen, bei dem als Rechtsgemeinschaft oder Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisierten Besitzunternehmen ebenfalls über die Mehrheit der Stimmen verfügen, sofern kraft Gesetzes (z.B. § 745 BGB) oder Vertrags (§ 709 Abs. 2 BGB) wenigstens für "die Geschäfte des täglichen Lebens" das Mehrheitsprinzip maßgeblich ist (BFHE 174, 80 = BStBl II 1994, 466 = NJW-RR 1994, 1449; BFHE 181, 284 = BStBl II 1997, 44 = NJW-RR 1997, 732; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054; BFHE 187, 570 = NJW 1999, 1887).Eine Zusammenrechnung der Anteile von Ehegatten, volljährigen Kindern und sonstigen Angehören kommt nicht in Betracht; zwischen diesen besteht auch keine Vermutung auf die Verfolgung gleichgerichteter wirtschaftliche Interessen (BVerfGE 69, 188 = BStBl II 1985, 475 = NJW 1984, 2929; BFHE 145, 221 = BStBl II 1986, 362 = NJW 1986, 2785; BFHE 146, 266 = BStBl II 1986, 611; BFHE 147, 256 = BStBl II 1986, 913; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054).
Die finanzgerichtliche Rechtsprechung hat jedoch eine solche eine personelle Verflechtung kraft tatsächlicher Beherrschung nur in seltenen Ausnahmefällen bejaht (…vgl. die Nachw. bei Schmidt, § 15 EStG, Rn. 836 f.); sie kommt nur dann in Betracht, wenn auf die Gesellschafter, deren Stimmen zur Erreichung der im Einzelfall erforderlichen Stimmenmehrheit fehlen, aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen Druck dahingehend ausgeübt werden kann, dass sie sich dem Willen der beherrschenden Person oder Personengruppe unterordnen (vgl. BFHE 119, 462 = BStBl II 1976, 750 = NJW 1976, 2288; BFHE 136, 287 = BStBl II 1982, 662; BFHE 159, 480 = BStBl II 1990, 500; BFHE 182, 216 = BStBl II 1997, 437 = NJW 1997, 1943; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054 mwN.).
Selbst jahrelanges konfliktfreies Zusammenleben allein lässt den Schluss auf eine faktische Beherrschung nicht zu; hierzu bedarf es vielmehr weitergehender Beweisanzeichen (vergl. BVerfGE 69, 188 = BStBl II 1985, 475 = NJW 1985, 2939; BFHE 145, 221 = BStBl II 1986, 362 = NJW 1986, 2785; BFHE 174, 503 = BStBl II 1994, 922; BFHE 187, 260 = BStBl II 1997, 445 = NJW 1999, 1054;… Schmidt aaO., Rn. 845 ff. mwN.), für die der Beklagte nichts vorgetragen hat.
- BGH, 18.12.1997 - IX ZR 180/96
Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen einen Steuerberater
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Im übrigen ist eine Feststellungsklage bereits dann zulässig, wenn sie unter dem Gesichtspunkt der Prozesswirtschaftlichkeit zu einer sinnvollen und sachgemäßen Erledigung des Streitpunktes führt (BGH NJW 98, 1488, 1491 mwN.).War die Schadensentwicklung jedenfalls bei Erhebung der Feststellungsklage noch nicht beendet, darf der Auftraggeber deshalb auf Feststellung klagen und hieran ohne Rücksicht darauf festhalten, ob die Schadensentwicklung inzwischen beendet ist; auch hinsichtlich des bereits entstandenen und bezifferbaren Schadens braucht er keine Leistungsklage zu erheben (…BGH aaO; NJW-RR 92, 1110, 1111; NJW 98, 1488, 1491; NJW 20000, 69; jeweils mwN.).
Hierbei hat er den Mandanten in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen wahren und eine Fehlentscheidung zu vermeiden (BGHZ 128, 358, 361 = NJW 1995, 958; BGHZ 129, 386, 396 = NJW 1995, 2108, 2110; BGH NJW 1993, 2799, 2800; NJW 1995, 3248; NJW 1997, 1008, 1011 [insoweit in BGHZ 134, 212 nicht abgedruckt]; NJW 1998, 1221; NJW 1998, 1486; NJW 1998, 1488, 1489 und 1491).
Die Verjährung eines vertraglichen Ersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; dessen Bestandskraft oder Unanfechtbarkeit ist für den Verjährungsbeginn nicht erforderlich (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGHZ 129, 386, 388 = NJW 1995, 2108; BGH NJW 1996, 1895, 1896; NJW-RR 1997, 50, 51; NJW 1998, 1486, 1488; NJW 1998, 1488, 1489; NJW-RR 1998, 742 f.; NJW 2000, 69, 70; NJW 2000, 2678, 2679).
- BGH, 18.12.1997 - IX ZR 153/96
Schadensersatzpflicht eines Steuerberaters
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Hierbei hat er den Mandanten in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen wahren und eine Fehlentscheidung zu vermeiden (BGHZ 128, 358, 361 = NJW 1995, 958; BGHZ 129, 386, 396 = NJW 1995, 2108, 2110; BGH NJW 1993, 2799, 2800; NJW 1995, 3248; NJW 1997, 1008, 1011 [insoweit in BGHZ 134, 212 nicht abgedruckt]; NJW 1998, 1221; NJW 1998, 1486; NJW 1998, 1488, 1489 und 1491).Hierzu bedarf es jedoch des Vertrags konkreter Tatsachen, die den Schluss zulassen, der Mandant hätte sich über den Rat oder die Warnung des Beraters hinweggesetzt; andernfalls ist der gegen ihn sprechende Anschein nicht erschüttert (…BGH aaO.; NJW 1998, 1486, 1487; NJW 1998, 1482, 1492).
Die Verjährung eines vertraglichen Ersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; dessen Bestandskraft oder Unanfechtbarkeit ist für den Verjährungsbeginn nicht erforderlich (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGHZ 129, 386, 388 = NJW 1995, 2108; BGH NJW 1996, 1895, 1896; NJW-RR 1997, 50, 51; NJW 1998, 1486, 1488; NJW 1998, 1488, 1489; NJW-RR 1998, 742 f.; NJW 2000, 69, 70; NJW 2000, 2678, 2679).
- BGH, 03.06.1993 - IX ZR 173/92
Steuerliche Beratung gemäß höchstrichterlicher Rechtsprechung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Hierbei hat er den Mandanten in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen wahren und eine Fehlentscheidung zu vermeiden (BGHZ 128, 358, 361 = NJW 1995, 958; BGHZ 129, 386, 396 = NJW 1995, 2108, 2110; BGH NJW 1993, 2799, 2800; NJW 1995, 3248; NJW 1997, 1008, 1011 [insoweit in BGHZ 134, 212 nicht abgedruckt]; NJW 1998, 1221; NJW 1998, 1486; NJW 1998, 1488, 1489 und 1491).Geht es um das hypothetische Ergebnis eines Ausgangsverfahrens mit rechtlich gebundener Entscheidung, hat das Regressgericht nicht zu fragen, wie dieses ohne den Fehler des Beraters vermutlich geendet hätte, sondern selbst zu beurteilen, zu welchem Ergebnis es richtigerweise geendet hätte (BGH NJW 2001, 146, 148; Ganter, NJW 1996, 1310, 1320; jeweils mwN.); dies gilt auch dann, wenn die Haftung eines rechtlichen oder steuerlichen Beraters von der rechtlich gebundenen hypothetischen Entscheidung einer (Finanz-)Behörde abhängig ist (…BGH aaO.; BGHZ 133, 110, 114 = NJW 1996, 2501, 2502; BGH NJW 1993, 2799, 2800; NJW 1996, 842, 843;… Ganter aaO.; G. Fischer, NJW 1999, 2933, 2997).
Auch ein Feststellungs-(Grundlagen-)Bescheid des Finanzamtes ist geeignet, die Verjährungsfrist in Lauf zu setzen, wenn und soweit er gemäß § 182 Abs. 1 AO für die Folgebescheide bindend ist (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768 mwN.; BGH NJW 93, 2799, 2802).
- BFH, 24.08.1989 - IV R 135/86
Zu den Anforderungen an die sachliche Verflechtung im Rahmen einer …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Eine enge sachliche Verflechtung liegt vor, wenn das vermietete oder verpachtete Grundstück zu den wesentlichen Betriebsgrundlagen des von einer Kapitalgesellschaft betriebenen gewerblichen Unternehmens gehört; dies ist bei einem Fabrikationsgrundstück der vorliegenden Art der Fall (BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014; BFHE 166, 55 = BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 183, 100 = BStBl II 1997, 565 = NJW-RR 1997, 1462; jeweils mwN.).Die weiter erforderliche enge personelle Verflechtung beider Unternehmen setzt keine völlige Personenidentität oder völlig gleiche Beteiligungsverhältnisse voraus; sie liegt vielmehr schon dann vor, wenn eine Person oder Personengruppe beide Unternehmen in der Weise beherrscht, dass sie in der Lage ist, in beiden Unternehmen einen einheitlichen Geschäfts- und Betätigungswillen durchzusetzen (ständige Rechtsprechung, vergl. etwa BFH [Großer Senat] BFHE 103, 440 = BStBl II 1972, 63; BFHE 166, 55= BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 184, 512 = BStBl II 1998, 254 = NJW-RR 1998, 1042; BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014).
Weitere Voraussetzung für die Annahme einer Betriebsaufspaltung bleibt aber auch in diesem Fall, dass das Besitzunternehmen der Betriebsgesellschaft das Grundstück tatsächlich überlässt, weil erst hierdurch die für eine sachliche Verflechtung erforderliche Verknüpfung beider Unternehmen hergestellt wird (BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014 mwN.; BFHE 166, 55 = BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 183, 100 = BStBl II 1997, 565 = NJW-RR 1997, 1462; BFHE 185, 500 = BStBl II 1998, 578 = NJW-RR 1998, 1251).
- BGH, 11.05.1995 - IX ZR 140/94
Verjährung des Ersatzanspruchs gegen einen Steuerberater; Geltung der …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Hierbei hat er den Mandanten in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen wahren und eine Fehlentscheidung zu vermeiden (BGHZ 128, 358, 361 = NJW 1995, 958; BGHZ 129, 386, 396 = NJW 1995, 2108, 2110; BGH NJW 1993, 2799, 2800; NJW 1995, 3248; NJW 1997, 1008, 1011 [insoweit in BGHZ 134, 212 nicht abgedruckt]; NJW 1998, 1221; NJW 1998, 1486; NJW 1998, 1488, 1489 und 1491).Der insoweit darlegungs- und beweispflichtige Beklagte hat keinerlei Umstände vorgetragen, die sein Verschulden an der objektiven Pflichtverletzung ausräumen könnten (vergl. BGHZ 129, 386, 399 = NJW 1995, 2108, 2111; BGH NJW 1995, 2106, 2107; NJW 1996, 312, 313; NJW 2001, 518, 519).
Die Verjährung eines vertraglichen Ersatzanspruches gegen einen Steuerberater, der steuerliche Nachteile seines Mandanten verschuldet hat, beginnt regelmäßig mit der Bekanntgabe des belastenden Steuerbescheides; dessen Bestandskraft oder Unanfechtbarkeit ist für den Verjährungsbeginn nicht erforderlich (BGHZ 119, 69, 73 = NJW 1992, 2766, 2768; BGHZ 129, 386, 388 = NJW 1995, 2108; BGH NJW 1996, 1895, 1896; NJW-RR 1997, 50, 51; NJW 1998, 1486, 1488; NJW 1998, 1488, 1489; NJW-RR 1998, 742 f.; NJW 2000, 69, 70; NJW 2000, 2678, 2679).
- BGH, 10.12.1992 - IX ZR 54/92
Verjährung und Fälligkeit von Ansprüchen aus fehlerhafter Steuernberatung
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Solange ein Steuerpflichtiger auf diese Weise gegen den Bestand der Steuerschuld vorgeht, hat er kein berechtigtes Interesse daran, von seinem Schuldner bereits jetzt Zahlung zu erhalten; in einem solchen Fall ist die Klage auf Feststellung der Ersatzpflicht der richtige Weg (BGH NJW 1993, 1137, 1139 mwN.).Hierbei hat er auch die Gefahren zu berücksichtigen, die dem Mandanten im Falle einer Betriebsaufspaltung drohen (BGH NJW-RR 1987, 210 ff.; NJW-RR 1992, 1110, 1113 f.; NJW 1993, 1137, 1138; OLG Schleswig OLGR 1999, 162 ff.).
Dies gilt auch dann, wenn - wie hier - eine mangelhaften Gestaltungsberatung zum Abschluss eines für den Auftraggeber nachteiligen Gestaltungsvertrages geführt hat (BGHZ 119, 69, 72 = NJW 1992, 2766, 2767 f.; BGH NJW 1993, 1137, 1138; NJW 1993, 1139, 1141; NJW 1996, 1895, 1896; Zugehör, NW-Beilage zu Heft 21/1995, 1, 13).
- BFH, 12.09.1991 - IV R 8/90
Grundstück mit Betriebshalle (Fabrikationsgrundstück) als wesentliche …
Auszug aus OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 23 U 30/01
Eine enge sachliche Verflechtung liegt vor, wenn das vermietete oder verpachtete Grundstück zu den wesentlichen Betriebsgrundlagen des von einer Kapitalgesellschaft betriebenen gewerblichen Unternehmens gehört; dies ist bei einem Fabrikationsgrundstück der vorliegenden Art der Fall (BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014; BFHE 166, 55 = BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 183, 100 = BStBl II 1997, 565 = NJW-RR 1997, 1462; jeweils mwN.).Die weiter erforderliche enge personelle Verflechtung beider Unternehmen setzt keine völlige Personenidentität oder völlig gleiche Beteiligungsverhältnisse voraus; sie liegt vielmehr schon dann vor, wenn eine Person oder Personengruppe beide Unternehmen in der Weise beherrscht, dass sie in der Lage ist, in beiden Unternehmen einen einheitlichen Geschäfts- und Betätigungswillen durchzusetzen (ständige Rechtsprechung, vergl. etwa BFH [Großer Senat] BFHE 103, 440 = BStBl II 1972, 63; BFHE 166, 55= BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 184, 512 = BStBl II 1998, 254 = NJW-RR 1998, 1042; BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014).
Weitere Voraussetzung für die Annahme einer Betriebsaufspaltung bleibt aber auch in diesem Fall, dass das Besitzunternehmen der Betriebsgesellschaft das Grundstück tatsächlich überlässt, weil erst hierdurch die für eine sachliche Verflechtung erforderliche Verknüpfung beider Unternehmen hergestellt wird (BFHE 158, 245 = BStBl II 1989, 1014 mwN.; BFHE 166, 55 = BStBl II 1992, 347; BFHE 168, 96 = BStBl II 1992, 830; BFHE 183, 100 = BStBl II 1997, 565 = NJW-RR 1997, 1462; BFHE 185, 500 = BStBl II 1998, 578 = NJW-RR 1998, 1251).
- BGH, 09.11.1995 - IX ZR 161/94
Beratungspflichten des Steuerberaters bei Verhandlungen über den Abschluß eines …
- BFH, 26.03.1992 - IV R 50/91
Fabrikations-dienende Grundstücke als wesentliche Betriebsgrundlagen
- BGH, 07.05.1992 - IX ZR 151/91
Haftung des Steuerberaters bei Abweichung von einer dem Mandanten günstigen …
- BVerfG, 12.03.1985 - 1 BvR 571/81
Betriebsaufspaltung
- BGH, 13.06.1996 - IX ZR 233/95
Prüfungsmaßstab im Regreßprozeß bei Führung des Ausgangsverfahrens nach dem …
- BGH, 29.02.1996 - IX ZR 180/95
Verjährung des Regreßanspruchs gegen den Steuerberater
- BGH, 04.05.2000 - IX ZR 142/99
Risikoaufklärung des Steuerberaters
- BGH, 03.05.2001 - IX ZR 46/00
Beweislastregeln in einem Haftpflichtprozeß
- BFH, 27.11.1985 - I R 115/85
Zur Beurteilung der personellen Verflechtung zwischen Besitz- und …
- BGH, 28.09.2000 - IX ZR 6/99
Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung der Rechtslage bei …
- BFH, 21.08.1996 - X R 25/93
Zur Bedeutung des gesellschaftsrechtlichen Einstimmigkeitserfordernisses bei der …
- BFH, 02.04.1997 - X R 21/93
Sachliche Verflechtung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung bei Vermietung eines …
- BFH, 08.11.1971 - GrS 2/71
Völlige Personenidentität in Fällen der Betriebsaufspaltung nicht Voraussetzung …
- BFH, 06.03.1997 - XI R 2/96
Konkurs der Betriebsgesellschaft beendet regelmäßig Betriebsaufspaltung und führt …
- BGH, 20.11.1997 - IX ZR 62/97
Beratungspflichten des mit einem umfassenden Dauermandat betrauten steuerlichen …
- BGH, 29.04.1993 - IX ZR 109/92
Verjährungsbeginn für Ersatzansprüche gegen Steuerberater frühestens mit Erlaß …
- BGH, 09.06.1994 - IX ZR 125/93
Zulässigkeit eines Grundurteils über eine Feststellungsklage; Beiziehung von …
- BGH, 30.09.1993 - IX ZR 73/93
Anscheinsbeweis bei Rechtsberatungsvertrag
- BGH, 23.03.1987 - II ZR 190/86
Beginn der Verjährung einer Schadensersatzforderung gegen ein Vorstandsmitglied …
- BGH, 09.12.1999 - IX ZR 129/99
Verjährung des Sekundäranspruchs gegen den Rechtsanwalt
- BGH, 05.11.1992 - IX ZR 200/91
Wirksamkeit der Teilkündigung eines Vertrages
- BFH, 23.04.1996 - VIII R 13/95
1. Vorrang der mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung vor § 15 Abs. 1 Nr. 2 …
- BGH, 20.10.1994 - IX ZR 116/93
Verletzung der anwaltlichen Beratungspflicht im Rahmen der Rückabwicklung eines …
- BGH, 27.01.2000 - IX ZR 45/98
Zulässigkeit eines Grundurteils
- BGH, 03.12.1992 - IX ZR 61/92
Haftung des Beraters bei Ausscheiden eines Gesellschafter wegen fehlerhafter …
- BFH, 10.12.1998 - III R 61/97
Gewerblicher Grundstückshandel: Veräußerung von Anteilen
- BGH, 21.03.2000 - IX ZR 183/98
Verjährungsbeginn bei Haftung eines Steuerberaters
- BGH, 23.01.1998 - V ZR 272/96
Form der Einwilligung des Eigentümers in die Auflassung eines Grundstücks
- BFH, 29.01.1997 - XI R 23/96
Für Betriebsaufspaltung notwendige personelle Verflechtung bei Beteiligung des …
- BFH, 15.01.1998 - IV R 8/97
Gewerbesteuerpflicht eines Besitzunternehmens
- BGH, 30.09.1999 - IX ZR 139/98
Haftung des Steuerberaters für fehlerhafte Steuerberatung im Rahmen unerlaubter …
- BGH, 12.02.1998 - IX ZR 190/97
Verjährung des Schadensersatzanspruchs gegen einen Steuerberater
- BFH, 14.12.1993 - VIII R 13/93
1. Ableben eines Freiberuflers führt nicht zur Betriebsaufgabe - 2. Eine …
- BGH, 13.11.1997 - IX ZR 37/97
Haftpflicht des Rechtsanwalts; Anscheinsbeweis für beratungsgemäßes Verhalten …
- BFH, 16.06.1982 - I R 118/80
Betriebsaufspaltung bei Beherrschung des Betriebsunternehmens über eine …
- BFH, 24.07.1986 - IV R 98/85
Verfassungsmäßigkeit - Betriebsaufspaltung - Besitzunternehmen - …
- BGH, 09.07.1992 - IX ZR 50/91
Schadenseintritt bei fehlerhafter Prozeßführung des Rechtsanwalts
- BGH, 23.11.1995 - IX ZR 225/94
Haftungsausfüllende Kausalität bei anwaltlicher Pflichtverletzung; Abhängigkeit …
- BFH, 01.12.1989 - III R 94/87
Voraussetzungen für eine Betriebsaufspaltung aufgrund faktischer Beherrschung
- BGH, 20.06.1996 - IX ZR 100/95
Verjährung der Ersatzansprüche gegen den Steuerberater; Hinweispflicht des …
- BFH, 29.07.1976 - IV R 145/72
Rechtsgrundsätze der Betriebsaufspaltung - Rechtsform einer Personengesellschaft …
- BGH, 07.02.1995 - X ZR 32/93
Verjährung von Ansprüchen wegen fehlerhafter Anwaltsberatung
- BFH, 09.11.1983 - I R 174/79
Keine Betriebsaufspaltung bei mehrheitlicher Beteiligung, wenn …
- BFH, 29.10.1987 - VIII R 5/87
Zur Bedeutung der Einstimmigkeitsabrede beim Besitzunternehmen für die personelle …
- BFH, 18.02.1986 - VIII R 125/85
Betriebsaufspaltung - Besondere Umstände - Anteile an Unternehmen - Anteile von …
- BGH, 17.04.1986 - IX ZR 200/85
Abrede über den Gebrauch empfängnisverhütender Mittel unter Partnern einer …
- BGH, 13.03.1997 - IX ZR 81/96
Inhalt eines Anwaltsvertrages; Mitverschulden durch falsche Angaben gegenüber dem …
- BFH, 13.11.1997 - IV R 67/96
Abfärbewirkung bei Betriebsaufspaltung
- BGH, 10.10.1991 - IX ZR 38/91
Feststellungsinteresse eines Rechtsanwalts an Nichtbestehen einer Regreßpflicht
- BGH, 18.11.1999 - IX ZR 420/97
Haftungsausfüllende Kausalität bei Beratungsverschulden des Rechtsanwalts
- BGH, 17.10.1991 - IX ZR 255/90
Haftung des steuerlichen Beraters für verspätete Abgabe von Steuererklärungen
- BGH, 26.01.1995 - IX ZR 10/94
Umfang der Prüfungspflicht des Steuerberaters bei einem auf bestimmte Aufgaben …
- BGH, 04.06.1996 - IX ZR 246/95
Darlegungs- und Beweislast bei Inanspruchnahme des Steuerberaters wegen …
- BGH, 21.09.2000 - IX ZR 127/99
Ersatzansprüche - Kreispachtgeschädigte - Landwirtschaftsbetrieb - Gemeinderat - …
- BFH, 12.11.1985 - VIII R 240/81
Zum Fortbestand des Rechtsinstituts der Betriebsaufspaltung und zur Frage der …
- BFH, 13.12.1983 - VIII R 90/81
Der Wegfall der tatbestandlichen Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung führt …
- BGH, 02.07.1992 - IX ZR 256/91
Schadensersatzpflicht des Rechtsanwalts wegen versäumten Vorbehalts beschränkter …
- BGH, 06.02.1992 - IX ZR 95/91
Pflichten des Rechtsanwalts bei Ausarbeitung einer Vertragsgestaltung
- BGH, 12.12.1996 - IX ZR 214/95
Berechtigung zum Vorsteuerabzug bei Lieferung von Tierarzneimitteln
- BFH, 25.08.1993 - XI R 6/93
Entfällt infolge der Veräußerung der Anteile an der Betriebsgesellschaft die …
- BGH, 31.01.1991 - IX ZR 124/90
Haftung des Steuerberaters für Festsetzung von Verspätungszuschlägen
- BGH, 28.09.1995 - IX ZR 158/94
Haftung des Steuerberaters für Nichtberücksichtigung einer festen …
- BGH, 22.04.1999 - IX ZR 112/98
Pflichten des Steuerberaters im Rahmen der Mitwirkung an …
- BFH, 15.12.1988 - IV R 36/84
Eine Betriebsaufgabe liegt auch vor, wenn bei einer Betriebsaufspaltung die …
- BFH, 05.12.1996 - IV R 83/95
Auch für vor dem 1. Januar 1980 vorgenommene Einlagen entspricht der Einlagewert …
- BGH, 05.12.1996 - IX ZR 61/96
Schadensersatzpflicht des Steuerberaters bei der Verschmelzung von zwei …
- BFH, 28.01.1982 - IV R 100/78
Personelle Verflechtung bei Betriebsaufspaltung im Falle mittelbarer Beteiligung
- BGH, 24.09.1986 - IVa ZR 236/84
Beratungsverschulden und Schaden bei der Neuordnung der Vermögensverhältnisse von …
- BGH, 06.06.1991 - IX ZR 195/90
Ursächlichkeit eines Fehlers eines steuerlichen Beraters bei einer Außenprüfung …
- BGH, 08.12.1994 - IX ZR 254/93
Schadensersatzanspruch gegen einen Steuerberater wegen der Empfehlung einer …
- BGH, 09.07.1992 - IX ZR 55/91
Belehrungspflicht des Steuerberaters bezüglich der Vorsteuerabzugsfähigkeit auf …
- BGH, 07.11.1991 - IX ZR 288/90
Vertragsverletzung - Steuerberater - Stiftung - Stiftungsgründung - …
- LG Düsseldorf, 08.09.2006 - 13 O 289/04
Anwaltshaftung
Rn. 139 Die Klägerin ist auch nicht gehalten, nach Aufhebung der Steuerbescheide und Abschluss der Entwicklung der Beraterkosten im Laufe des Rechtsstreites wegen des verbleibenden streitigen Schadens Leistungsklage zu erheben ( BGH NJW 2000, 69; OLG Düsseldorf Urt. vom 20.11.2001, 23 U 30/01). - OLG Düsseldorf, 29.10.2002 - 23 U 205/01
Verjährung von Haftungsansprüchen gegen einen Steuerberater
Auch ein Feststellungs(grundlagen)Bescheid ist geeignet, die Verjährungsfrist in Lauf zu setzen, wenn und soweit er gemäß § 182 Abs. 1 AO für die Folgebescheide bindend ist (BGH NJW 1992, 2766, 2768; NJW 1993, 2799, 2802; Urteil des Senats vom 20.11.2001, S. 23 - 23 U 30/01).
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