Rechtsprechung
| LG München I, 12.06.2024 - 26 O 6325/24 |
Kurzfassungen/Presse (4)
- lawblog.de (Kurzinformation)
Sylt-Video darf nicht unverpixelt gezeigt werden
- beckmannundnorda.de (Kurzinformation)
BILD bzw. BILD Online durfte Sylt-Video und Standbilder nicht unverpixelt verbreiten und nicht identifizierend über beteiligte Person berichten
- urheberrecht.org (Kurzinformation)
Identifizierende Berichterstattung im Kontext des »Sylt-Videos«
- lto.de (Kurzinformation)
Frau aus Video gegen Bild-Zeitung erfolgreich: Sylt-Video darf nicht unverpixelt verbreitet werden
Verfahrensgang
- LG München I, 12.06.2024 - 26 O 6325/24
- LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
- OLG München, 21.05.2025 - 18 U 842/25
- OLG München, 25.06.2025 - 18 U 842/25
Wird zitiert von ...
- LG München I, 18.07.2024 - 26 O 719/124
Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Einstweilige Verfügung, Identifizierende …
Rn. 48 Anders als etwa die zunächst auf dem sog. "S.-Video" erkennbare junge Frau, die unverpixelt zu zeigen diese Kammer im Wege einer einstweiligen Verfügung bereits untersagt hat (LG München I v. 12.06.2024 - Az. 26 O 6325/24), tritt der Verfügungskläger - über das Mitsingen der veränderten Liedzeile hinaus - dadurch in besonderer Weise aus dem Kreis der an der Party Teilnehmenden hervor, dass er den durch Heben des rechten Armes und Andeuten eines "Hitlerbartes" mit der linken Hand den sog. "Hitlergruß" zeigt, was zumindest den objektiven Tatbestand des § 86a StGB (Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen) erfüllt (…vgl. nur BGH v. 19.08.2014 - Az. 3 StR 88/14 - Rz. 17).
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Rechtsprechung
| LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- openjur.de
- BAYERN | RECHT
BGB § 823 Abs. 2, § 1004; KUG § 22, § 23
Einstweilige Verfügung, Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Bildberichterstattung, Berechtigtes Interesse, Wortberichterstattung, Identifizierende Berichterstattung, Berichterstattung über Straftaten, Prangerwirkung, Konkludente Einwilligung, Öffentliches Interesse, ...
Verfahrensgang
- LG München I, 12.06.2024 - 26 O 6325/24
- LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
- OLG München, 21.05.2025 - 18 U 842/25
- OLG München, 25.06.2025 - 18 U 842/25
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (13)
- OLG München, 18.05.2021 - 18 U 144/21
Untersuchungshaft, Staatsanwaltschaft, Berichterstattung, Berufung, …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Die Zulässigkeit einer Bildberichterstattung beurteilt sich nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KunstUrhG (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 30;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 39).Insoweit gehört es zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Presse im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht; dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird, so dass eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, nicht stattfindet (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a;… BGH v. 06.02.2018 - Az.: VI ZR 76/17 - Rz. 10 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 31;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 40 f.).
Auf Seiten des Betroffenen ist von Bedeutung, welche Rolle dem Betroffenen in der Öffentlichkeit zukommt (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2a lit. bb;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 42 f.).
Diese Erwägungen gelten nicht nur bei der strafverfahrensbegleitenden Bildberichterstattung, bei der in der Abwägung der widerstreitenden Interessen - bereits bei der Prüfung, ob ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG vorliegt - gerade im Lichte der Unschuldsvermutung entsprechende Zurückhaltung geboten und eine mögliche Prangerwirkung zu berücksichtigen ist (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa;… vgl. auch BGH v. 06.02.2018 - VI ZR 76/17 - Rz. 46 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az. VI ZR 80/18 - Rz. 32 f.).
- BGH, 18.06.2019 - VI ZR 80/18
Strafverfahrensbegleitende identifizierende Wort- und Bildberichterstattung: …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Die Zulässigkeit einer Bildberichterstattung beurteilt sich nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KunstUrhG (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 30;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 39).Insoweit gehört es zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Presse im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht; dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird, so dass eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, nicht stattfindet (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a;… BGH v. 06.02.2018 - Az.: VI ZR 76/17 - Rz. 10 m.w.N.; BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 31;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 40 f.).
Diese Erwägungen gelten nicht nur bei der strafverfahrensbegleitenden Bildberichterstattung, bei der in der Abwägung der widerstreitenden Interessen - bereits bei der Prüfung, ob ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG vorliegt - gerade im Lichte der Unschuldsvermutung entsprechende Zurückhaltung geboten und eine mögliche Prangerwirkung zu berücksichtigen ist (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa;… vgl. auch BGH v. 06.02.2018 - VI ZR 76/17 - Rz. 46 m.w.N.; BGH v. 18.06.2019 - Az. VI ZR 80/18 - Rz. 32 f.).
Auch wenn es sich bei der streitgegenständlichen Abbildung um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne von § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG handelt, erfordert darüber hinaus § 23 Abs. 2 KunstUrhG zusätzlich eine Würdigung dahingehend, ob durch die konkret gewählte Abbildung eine über die Identifizierung hinausgehende Beeinträchtigung bewirkt wird und ob auch im Hinblick darauf ein besonderes Interesse gerade an der konkreten Veröffentlichung dieser Abbildung bejaht werden kann (BGH v. 19.06.2019 - VI ZR 80/18 - Rz. 37;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 41; OLG München v. 07.06.2022 - 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a).
- BGH, 17.12.2019 - VI ZR 249/18
Erkennbarmachung des Beschuldigten durch Wortberichterstattung über ein …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Die Zulässigkeit einer Bildberichterstattung beurteilt sich nach dem abgestuften Schutzkonzept der §§ 22, 23 KunstUrhG (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 30; BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 39).Insoweit gehört es zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Presse im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht; dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird, so dass eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, nicht stattfindet (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a;… BGH v. 06.02.2018 - Az.: VI ZR 76/17 - Rz. 10 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 31; BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 40 f.).
Auf Seiten des Betroffenen ist von Bedeutung, welche Rolle dem Betroffenen in der Öffentlichkeit zukommt (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2a lit. bb; BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 42 f.).
Auch wenn es sich bei der streitgegenständlichen Abbildung um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne von § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG handelt, erfordert darüber hinaus § 23 Abs. 2 KunstUrhG zusätzlich eine Würdigung dahingehend, ob durch die konkret gewählte Abbildung eine über die Identifizierung hinausgehende Beeinträchtigung bewirkt wird und ob auch im Hinblick darauf ein besonderes Interesse gerade an der konkreten Veröffentlichung dieser Abbildung bejaht werden kann (…BGH v. 19.06.2019 - VI ZR 80/18 - Rz. 37; BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 41; OLG München v. 07.06.2022 - 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a).
- OLG München, 07.06.2022 - 18 U 2993/22
Interessenabwägung bei identifizierender Verdachtsberichterstattung
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Insoweit gehört es zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Presse im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht; dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird, so dass eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, nicht stattfindet (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a;… BGH v. 06.02.2018 - Az.: VI ZR 76/17 - Rz. 10 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 31;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 40 f.).Auf Seiten des Betroffenen ist von Bedeutung, welche Rolle dem Betroffenen in der Öffentlichkeit zukommt (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2a lit. bb;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 42 f.).
Auch wenn es sich bei der streitgegenständlichen Abbildung um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne von § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG handelt, erfordert darüber hinaus § 23 Abs. 2 KunstUrhG zusätzlich eine Würdigung dahingehend, ob durch die konkret gewählte Abbildung eine über die Identifizierung hinausgehende Beeinträchtigung bewirkt wird und ob auch im Hinblick darauf ein besonderes Interesse gerade an der konkreten Veröffentlichung dieser Abbildung bejaht werden kann (…BGH v. 19.06.2019 - VI ZR 80/18 - Rz. 37;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 41; OLG München v. 07.06.2022 - 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a).
- BGH, 06.02.2018 - VI ZR 76/17
Veröffentlichung von Bildern des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff bei …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Insoweit gehört es zum Kern der Presse- und Meinungsfreiheit, dass die Presse im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden kann, was öffentliches Interesse beansprucht; dazu zählt auch die Entscheidung, ob und wie ein Presseerzeugnis bebildert wird, so dass eine Bedürfnisprüfung, ob eine Bebilderung veranlasst war, nicht stattfindet (vgl. OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; OLG München v. 07.06.2022 - Az. 18 U 2993/22 - Nr. 2 lit. a; BGH v. 06.02.2018 - Az.: VI ZR 76/17 - Rz. 10 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az.: VI ZR 80/18 - Rz. 31;… BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 249/18 - Rz. 40 f.).Diese Erwägungen gelten nicht nur bei der strafverfahrensbegleitenden Bildberichterstattung, bei der in der Abwägung der widerstreitenden Interessen - bereits bei der Prüfung, ob ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KunstUrhG vorliegt - gerade im Lichte der Unschuldsvermutung entsprechende Zurückhaltung geboten und eine mögliche Prangerwirkung zu berücksichtigen ist (OLG München v. 18.05.2021 - Az. 18 U 144/21 - Nr. 2a lit. aa; vgl. auch BGH v. 06.02.2018 - VI ZR 76/17 - Rz. 46 m.w.N.;… BGH v. 18.06.2019 - Az. VI ZR 80/18 - Rz. 32 f.).
- BGH, 29.09.2020 - VI ZR 449/19
"Fahndung" der Bildzeitung war erlaubt
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Denn wer den Rechtsfrieden bricht und durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen oder Rechtsgüter der Gemeinschaft angreift oder verletzt, muss grundsätzlich dulden, dass das von ihm selbst erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird (BGH, Urteil vom 29.9.2020 - VI ZR 449/19).1.2.5.Die von der Verfügungsbeklagten zitierte Entscheidung des BGH über eine Berichterstattung im Zusammenhang mit den Krawallen anlässlich des G20-Gipfels (BGH, Urteil vom 29.9.2020 - VI ZR 449/19) ist auf den vorliegenden Fall nicht übertragbar.
- BGH, 17.12.2019 - VI ZR 504/18
Anspruch auf Unterlassung einer identifizierenden Bildberichterstattung über ein …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Sondern sie gelten auch für sonstige gesellschaftlich relevante Fehlverhalten bzw. Verfehlungen, wobei auch hier eine Abwägung zwischen dem Berichterstattungsinteresse und der Schwere des berichteten Verhaltens einerseits und der durch die Berichterstattung bewirkten Beeinträchtigung für das allgemeine Persönlichkeitsrecht andererseits vorzunehmen ist (BGH v. 17.12.2019 - VI ZR 504/18 - Rz. 15). - BGH, 19.08.2014 - 3 StR 88/14
Tatort beim Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen …
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Im Gegensatz zu dem Zeigen des "Hitlergrußes", was zumindest den objektiven Tatbestand des § 86a StGB erfüllt und die Strafbarkeit daran anknüpft, dass diese Geste optisch wahrnehmbar gemacht wird (BGH v. 19.08.2014 - Az. 3 StR 88/14 - Rz. 17 m.w.N.), ist im Hinblick auf die Verfügungsklägerin gerade nicht geklärt, ob es sich um ein strafbares Verhalten handelt bzw. der Straftatbestand der Volksverhetzung nach § 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB verwirklicht wurde. - OLG München, 17.03.2016 - 29 U 368/16
Internetpranger
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Insofern kann in dem Zulassen des Filmens des Geschehens durch eine Privatperson, noch dazu einen Bekannten der Verfügungsklägerin, keine konkludente Einwilligung in eine Veröffentlichung durch Dritte wie vorliegend die Verfügungsbeklagte gesehen werden (vgl. etwa auch OLG München, Urteil vom 17. März 2016 - 29 U 368/16). - OLG München, 01.03.2018 - 29 U 1156/17
Öffentliche Anprangerung einzelner Personen im Rahmen medialer Berichterstattung
Auszug aus LG München I, 20.02.2025 - 26 O 6325/24
Eine Prangerwirkung liegt dann vor, wenn ein beanstandungswürdiges Verhalten aus der Sozialsphäre einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wird und sich dies schwerwiegend auf Ansehen und Persönlichkeitsentfaltung des Betroffenen auswirkt, was insbesondere dort in Betracht kommt, wo eine Einzelperson aus der Vielzahl derjenigen, die das vom Äußernden kritisierte Verhalten gezeigt haben, ohne konkreten Anlass herausgehoben wird, um die Kritik des als negativ bewerteten Geschehens durch Personalisierung zu verdeutlichen (OLG München, Urt. v. 1.3.2018 - 29 U 1156/17). - OLG Hamburg, 04.05.2004 - 7 U 10/04
Zur konkludenten Einwilligung beim Ausstrahlen von Aufnahmen während einer …
- BGH, 20.02.1968 - VI ZR 200/66
Vertrieb von Sammelbildern von Fußball-Nationalspielern - Annahme einer …
- OLG Frankfurt, 08.05.1990 - 6 W 62/90
Steuerberater
- OLG Frankfurt, 30.04.2026 - 16 U 90/25
Unwahre Tatsachenbehauptungen über geschlechtliche Identität und identifizierende …
Auch wenn es sich bei der streitgegenständlichen Abbildung um ein Bildnis aus dem Bereich der Zeitgeschichte im Sinne von § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG handelt, erfordert darüber hinaus § 23 Abs. 2 KUG zusätzlich eine Würdigung dahingehend, ob durch die konkret gewählte Abbildung eine über die Identifizierung hinausgehende Beeinträchtigung bewirkt wird und ob auch im Hinblick darauf ein besonderes Interesse gerade an der konkreten Veröffentlichung dieser Abbildung bejaht werden kann (…BGH, NJW 2020, 45, Rn. 37; LG München, GRUR-RS 2025, 24546 Rn. 16, jew. m.w.N.). - OLG München, 21.05.2025 - 18 U 842/25
Unterlassung der Veröffentlichung der identifizierenden Bildberichterstattung …
Der Senat beabsichtigt, die Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 20.02.2025, Az. 26 O 6325/24, gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen. - OLG München, 25.06.2025 - 18 U 842/25
Zurückweisung der Berufung der Verfügungsbeklagten wegen unzulässiger …
Die Berufung der Verfügungsbeklagten gegen das Urteil des Landgerichts München I vom 20.02.2025, Aktenzeichen 26 O 6325/24, wird zurückgewiesen.
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