Neue Kooperation: dejure.org × Doctrine bringen KI-Power für Aktenanalyse, Recherche und Texterstellung. Doctrine entdecken
×

Rechtsprechung
   OVG Thüringen, 25.04.2002 - 3 KO 264/01   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2002,3166
OVG Thüringen, 25.04.2002 - 3 KO 264/01 (https://dejure.org/2002,3166)
OVG Thüringen, Entscheidung vom 25.04.2002 - 3 KO 264/01 (https://dejure.org/2002,3166)
OVG Thüringen, Entscheidung vom 25. April 2002 - 3 KO 264/01 (https://dejure.org/2002,3166)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,3166) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.

Volltextveröffentlichungen (2)

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Inländische Fluchtalternative auf Grund der militärischen Präsenz der KFOR-Truppen und der aufgebauten UN-Zivilverwaltung im Kosovo; Übergriffe des albanischstämmigen Bevölkerungsteils auf Angehörigen der Roma und Ashkali; Zumutbarkeit der Rückkehr im Hinblick auf die ...

Hinweis zu den Links:
Zu grauen Einträgen liegen derzeit keine weiteren Informationen vor. Sie können diese Links aber nutzen, um die Einträge beispielsweise in Ihre Merkliste aufzunehmen.

Verfahrensgang

 
Sortierung



Kontextvorschau





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (25)Zitiert selbst (51)

  • BVerfG, 10.07.1989 - 2 BvR 502/86

    Tamilen

    Auszug aus OVG Thüringen, 25.04.2002 - 3 KO 264/01
    Das Fehlen des wirtschaftlichen Existenzminimums am Ort einer inländischen Fluchtalternative ist deshalb nur dann asylerheblich, wenn es verfolgungsbedingt ist (vgl. BVerfG, Beschluss vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502/86 u. a. - BVerfGE 80, 315 m. w. N.; BVerwG, Urteile vom 15. Mai 1990 - 9 C 17.89 - BVerwGE 85, 139; vom 20. November 1990 - 9 C 72.90 - BVerwGE 87, 141; vom 14. Dezember 1993 - 9 C 45.92 - DVBl. 1994, 524; Beschluss vom 22. Mai 1996 - 9 B 136/96 - Buchholz 402.25 § 1 AsylVfG Nr. 186; Urteil vom 9. September 1997- 9 C 43.96 - BVerwGE 105, 204).

    Unter politischer Verfolgung im Sinne des Asylrechts ist - wie noch einmal hervorgehoben sei - grundsätzlich staatliche Verfolgung zu verstehen (BVerfG, Beschluss vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502 u.a.- BVerfGE 80, 315; BVerwG, Urteil vom 18. Januar 1994 - 9 C 48.92 - BVerwGE 95, 42).

    Anders läge es dann, wenn die Schutzgewährung die Kräfte eines konkreten Staates übersteigt; jenseits der ihm an sich zur Verfügung stehenden Mittel endet seine asylrechtliche Verantwortlichkeit (BVerfG, Beschluss vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502/86 u. a. - BVerfGE 80, 315).

    Vielmehr handelt es sich hierbei um von der KFOR und der Übergangsverwaltung nicht gebilligte (exzessive) Verhaltensweisen (vgl. hierzu BVerfG, Beschluss vom 10. Juli 1989 - 2 BvR 502/86 u. a. - BVerfGE 80, 315); die außerhalb der Verantwortlichkeit der Staatsgewalt stehen.

  • OVG Sachsen-Anhalt, 19.02.2002 - A 3 S 673/98

    Jugoslawien, Kosovo, Albaner, Ashkali, Politische Entwicklung, Gebietsgewalt, …

    Auszug aus OVG Thüringen, 25.04.2002 - 3 KO 264/01
    In der rechtlichen Beurteilung stimmt er darin mit der Rechtsprechung anderer Oberverwaltungsgerichte überein (vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 16. Juli 1999 - 9 ZB 99.31429 - OVG Rheinland-Pfalz; Urteil vom 9. November 1999 - 7 A 13272/94.OVG - und Beschluss vom 12. Mai 2000 - 7 A 10395/95.OVG - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 10. Dezember 1999 -14 A 3768/94.A - und vom 5. Mai 2000 -14 A 3334/94.A - Hessischer VGH, Beschluss vorn 15. Februar 2000 - 7 UE 3645/99.A - Niedersächsisches OVG, Urkeil vom 24. Februar 2000 - 12 L 748/99 - und vom 30. März 2000 - 12 L 4192/99 - sowie Beschlüsse vom 31. Januar 2001 - 8 L 6555/96 - und vom 14. September 2001 - 7 A 701/97 - VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30 März 2000 - A 14 S 431/98 - OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 19. Februar 2002 - A 3 S 673/98 -).

    Die tatsächliche Beurteilung zur Lage dieser Minderheiten im Kosovo teilt die Instanzrechtsprechung (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 12. Mai 2000 - 7 A 10395/95.OVG - OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 5. Mai 2000 -14 A 3334/94.A - und Beschluss vom 28. Dezember 2001 -13 A 4338194.A - Niedersächsisches OVG, Beschlüsse vom 30. März 2000 -12 L 4192/99 - vom 23. Mai 2001 - 10 L 2259/98 - und vom 14. September 2001 -10 LB -2234/01, VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 30 März 2000 - A 14 S 431/98 - und Beschluss vom 28. Dezember 2001 - 13 A 4338/94.A - OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 19. Februar 2002 - A 3 S 673/98).

    Ob ein Anspruch der Kläger zu 1, 3 und 4 wegen einer extremen allgemeinen Gefahrenlage im Hinblick auf ihre behauptete Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Ashkali schon deshalb ausgeschlossen ist bzw. ihrer Klage insoweit das Rechtsschutzbedürfnis fehlt, weil ihnen nach dem Erlass des Thüringer Innenministeriums vom 19. November 2001 für sechs Monate, beginnend ab 8. November 2001, eine Duldung zu erteilen ist und ihnen damit ein dem § 53 Abs. 6 AuslG, § 54 AuslG gleichwertiger Schutz zur Seite steht, kann dahin gestellt bleiben (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 12. Juli 2001 -1 C 2.01 - DVBl. 2001, 1531; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. März 2000 -14 A 521/00.A-; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. April 2000 - A 14 S 2559/98 - Urteil vom 20. September 2001 - A 14 S 2130/00 - OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 19. Februar 2002 - A 3 S 673/98 - OVG Saarland, Beschluss vom 5. Juni 2000 - 3 R 115/99 - Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 14. September 2001 -10 LB 2234/01 - OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 30. Oktober 2001 - 7 A 11967/98.OVG -).

  • BVerfG, 23.01.1991 - 2 BvR 902/85

    Jeziden

    Auszug aus OVG Thüringen, 25.04.2002 - 3 KO 264/01
    Die Gefahr eigener politischer Verfolgung kann sich auch aus gegen Dritte gerichteten Maßnahmen ergeben, wenn diese Dritten wegen eines asylerheblichen Merkmals verfolgt werden, das der Asylsuchende mit ihnen teilt, und wenn er sich mit ihnen in einer nach Ort, Zeit und Wiederholungsträchtigkeit vergleichbaren Lage befindet, so dass er bisher eher zufällig von ausgrenzenden Rechtsgutbeeinträchtigungen als verschont anzusehen ist (Gefahr der Gruppenverfolgung; vgl. dazu BVerfG, Beschloss vom 23. Januar 1991 - 2 BvR 1827/89 - BVerfGE 83, 216; BVerwG, Urteil vom 5. Juli 1994 - 9 C 158.94 - NVwZ 1995, 175 m. w. N.).

    Voraussetzung hierfür wäre aber, dass diese etwa Verfolgungsmaßnahmen anregt, unterstützt, billigt oder tatenlos hinnimmt und damit den Betroffenen den erforderlichen Schutz versagt, weil sie hierzu nicht willens oder nicht in der Lage ist (BVerfG, Beschluss vom 2. Juli 1980 -1 BvR 147/80 u.a. - BVerfGE 54, 341; BVerfG, Beschluss vom 23. Januar 1991 - 2 BvR 902/85 u. a. - BVerfGE 83, 216).

  • OVG Thüringen, 09.12.2005 - 3 KO 287/02
    Die im Jahre 1963 geborene Klägerin stellte gemeinsam mit ihrer Familie (Ehemann und zwei Kinder) einen Asylantrag und verfolgte dieses Begehren gerichtlich weiter, zuletzt vor dem Senat unter dem Aktenzeichen 3 KO 264/01.

    3 KO 287/02 Ergänzend wird auf den Inhalt der Gerichtsakten (zu diesem Verfahren und dem Verfahren 3 KO 264/01) und der beigezogenen Behördenakten (Ausländer- und Asylakte der Klägerin) Bezug genommen, die Gegenstand der Beratung gewesen sind.

    Der weiter gehende Ausspruch des Verwaltungsgerichts (hinsichtlich des Vorliegens der Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 AusIG a. F. und etwaiger sonstiger Abschiebungshindernisse i. S. d. § 53 AusIG a. F.) ist nicht mehr Gegenstand des Berufungsverfahrens, weil die Klage insoweit durch das auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 25. April 2002 im Verfahren 3 KO 264/01 ergangene rechtskräftige Urteil des Senats abgewiesen worden ist.

    Insofern nimmt der Senat zunächst Bezug auf sein auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 25. April 2002 im Verfahren 3 KO 264/01 ergangenes Urteil, mit dem die Klage der Klägerin im Übrigen abgewiesen worden ist.

    Die Kosten des Berufungsverfahrens hat (soweit über die Berufung der Klägerin und die Verfahrenskosten nicht bereits durch das Urteil vom 25. April 2002 - 3 KO 264/01 - entschieden worden ist) der Bundesbeauftragte als unterlegener Rechtsmittelführer gemäß § 154 Abs. 2 und 3 VwGO zu tragen; Gerichtskosten werden gemäß § 83b AsylVfG nicht erhoben.

  • VGH Hessen, 26.02.2003 - 7 UE 847/01

    Inländische Fluchtalternative für Kosovo-Albaner; verneintes …

    OVG, Urt. v. 25.04.2002 - 3 KO 264/01 - AA, Lagebericht v. 06.02.2002 (131.); AA, ad hoc-Bericht v. 27.11.2002 (135.)).

    OVG, Urt. v. 25.04.2002 - 3 KO 264/01 -).

  • VGH Hessen, 24.06.2003 - 7 UE 3606/99

    Abschiebungshindernis - fehlende Bezahlbarkeit von Medikamenten im Heimatland

    OVG, Urt. v. 25.04.2002 - 3 KO 264/01 - AA, Lagebericht v. 06.02.2002 (131.); AA, ad hoc-Bericht v. 27.11.2002 (135.)).

    Schließlich bieten auch die vorhandenen Erkenntnisquellen keinerlei Hinweise dafür, dass sich die KFOR und die internationale zivile Präsenz in absehbarer Zeit aus dem Kosovo zurückziehen (vgl. AA, ad hoc-Berichte v. 04.06.2002 (133.) u. v. 27.11.2002 (135.); Schweizerische Flüchtlingshilfe, Kosovo-Lageanalyse vom März 2000 (97.); VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 17.03.2002 - A 14 S 1167/98 - OVG Nordrhein-Westfalen, B. v. 13.03.2001 - 14 A 4479/94.A - Niedersächsisches OVG, B. v. 03.05.2001 - 8 L 1233/99 - Thüringisches OVG, Urt. v. 25.04.2002 - 3 KO 264/01 -).

Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
dejure.org Übersicht OVG Thüringen
dejure.org nutzen ohne Ablenkung
Werbung abschalten. Jetzt buchen! Keine automatische Verlängerung.
Info zum PUR-Angebot
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht