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Rechtsprechung
   VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2017,38806
VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17 (https://dejure.org/2017,38806)
VG Cottbus, Entscheidung vom 02.10.2017 - 3 L 424/17 (https://dejure.org/2017,38806)
VG Cottbus, Entscheidung vom 02. Oktober 2017 - 3 L 424/17 (https://dejure.org/2017,38806)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • Entscheidungsdatenbank Brandenburg

    § 105 Abs 1 Nr 2 GWB, § 2 Abs 1 S 1 SpielhG BB, § 29 Abs 4 S 4 GlüStVtr BB 2012, § 3 A... bs 1 SpielhG BB, § 3 Abs 2 SpielhG BB, § 7 Abs 2 SpielhG BB, Art 46 Abs 2 AEUV, Art 56 AEUV, EURL 23/2014, § 24 GlüStVtr BB 2012, § 25 GlüStVtr BB 2012
    Gewerberecht einschl. berufliche Bildung (ohne Erwachsenenbildungsrecht)

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
 
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Wird zitiert von ... (27)Zitiert selbst (34)

  • OVG Niedersachsen, 05.09.2017 - 11 ME 169/17

    Ermittlung eines öffentlichen Bedürfnisses bzw. der besonderen örtlichen …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Dafür reicht es nicht aus, dass der Spielhallenbetreiber oder Kunden seiner Spielhallen hypothetisch von einer unionsrechtlichen Grundfreiheit Gebrauch machen könnten (BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016, aaO. juris, Rn. 83; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO., Rn. 160, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. …und vom 4. September 2017, aaO. jeweils zitiert nach juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017).

    Diese Anforderung gilt nicht nur für die Rechtfertigung staatlicher Glücksspielmonopole, sondern für die Rechtfertigung von Einschränkungen der Dienstleistungsfreiheit allgemein, auch wenn bei der Anwendung dieser Kriterien nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die Dienstleistungsfreiheit durch die Errichtung eines staatlichen Monopols ungleich stärker beschränkt wird als durch Regelungen, die lediglich bestimmte Vertriebs- und Vermarktungsformen verbieten (BVerwG…, Urteil vom 1. Juni 2011 - BVerwG 8 C 5.10 -, juris, Rn. 35 m. w. N.; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. …und vom 4. September 2017, aaO., jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris).

    Durch die strengere Reglementierung des gewerblichen Glücksspiels soll gerade den Anforderungen an eine systematische und kohärente Normierung des gesamten Glücksspielbereichs Rechnung getragen werden (OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO. Rn. 160, juris; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO.; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO.).

    Unzulässig ist es auch, die Anziehungskraft des Spiels durch zugkräftige Werbebotschaften zu erhöhen, die bedeutende Gewinne verführerisch in Aussicht stellen (vgl. EuGH…, Urteil vom 8. September 2010 aaO. u.a. -, juris, Rn. 103 f.; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO.).

    Gleiches gilt im Übrigen für den Bereich der Sportwetten, in dem gegen das Angebot von nicht erlaubnisfähigen Live-Wetten vorgegangen wird (OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Eine verlustfreie Abwicklung ihrer zu schließenden Spielhallen können die Spielhallenbetreiber nicht verlangen (BVerfG…, Urteil vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 -, a.a.O., Rn. 193; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Es gilt der Grundsatz, dass die für die Spielhalle genutzten Räumlichkeiten und die Betriebsmittel, wie Spielgeräte und andere Einrichtungsgegenstände, auch anderweitig nutzbar sind (BVerfG…, Urteil vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. -, a.a.O., Rn. 194; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Werden mehrere Spielhallen betrieben, sind die Auswirkungen einer Schließung auf das gesamte Unternehmen zu betrachten, und zwar unabhängig von der Rechtsform, in der das Unternehmen die Spielhallen betreibt (OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Dieser Investitionsschutz soll bei einem Betreiberwechsel während des Übergangszeitraums nicht entfallen (BVerwG…, Urteil vom 5. April 2017 - BVerwG 8 C 16.16 -, juris, Rn. 48; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Der allgemeine Gleichheitssatz in Art. 3 Abs. 1 GG zwingt die Länder nicht, über die einheitliche Auslegung einer Norm hinaus eine ähnliche Vollzugspraxis zu pflegen, einmal davon abgesehen, dass die Betroffenen tatbestandlich keinen Anspruch darauf haben, von den Behörden verschiedener Bundesländer gleichbehandelt zu werden (OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

  • BVerfG, 07.03.2017 - 1 BvR 1314/12

    Erfolglose Verfassungsbeschwerden gegen landesrechtliche Einschränkungen für …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Das BVerfG hat weder den in den Ländern Berlin und Saarland vorgesehenen Mindestabstand von ebenfalls 500 m noch den in Bayern vorgesehenen Mindestabstand von 250 m beanstandet (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017, a. a. O.).

    Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 7. März 2017(- 1 BvR 1314/12 u.a. -, juris, Rn. 183ff.) klargestellt:.

    Auch dienen die Vorschriften des Landesglücksspielgesetzes über die Spielhallen und insbesondere § 3 BbgSpielhG der Begrenzung der Spielhallendichte damit einhergehend der Zahl des verfügbaren gewerblichen Automatenspiels und damit der Beschränkung des Gesamtangebots (vgl. BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 - aaO., Rn. 135).

    Eine verlustfreie Abwicklung ihrer zu schließenden Spielhallen können die Spielhallenbetreiber nicht verlangen (BVerfG, Urteil vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 -, a.a.O., Rn. 193; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Spielhallenbetreiber mussten deshalb bereits seit diesem Urteil damit rechnen, dass der Landesgesetzgeber den Betrieb von Spielhallen strenger regulieren würde (BVerfG, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. -, a.a.O., Rn. 190).

    Es gilt der Grundsatz, dass die für die Spielhalle genutzten Räumlichkeiten und die Betriebsmittel, wie Spielgeräte und andere Einrichtungsgegenstände, auch anderweitig nutzbar sind (BVerfG, Urteil vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. -, a.a.O., Rn. 194; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

    Auch die in Form von Berechnungen einer Steuerberatungsgesellschaft dargelegten Investitionen vermitteln kein aus Art. 14 GG folgendes schützenswertes Vertrauen auf uneingeschränkte Amortisierung getätigter Investitionen (so auch BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017, a. a. O., Rn. 189 ff., das zudem die stetige Veränderung gerade der glückspielrechtlichen Regelungen betont), wobei bei Fortschreitung der dort genannten Abschreibungssätze für die Zeit bis Juni 2016 sich die genannten Investitionen mittlerweile nahezu amortisiert haben dürften.

    In diesem Zusammenhang wird verwiesen auf die Äußerungen des Bundesverfassungsgerichts zu einem sich möglicherweise ergebenden außerordentlichen Kündigungsrecht (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017, a. a. O., Rn. 194, unter Verweis auf BGH, Urteil vom 20. November 2013 - XII ZR 77/12 -, juris).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.06.2017 - 4 B 307/17

    Betrieb von Bestandsspielhallen nach dem 1.7.2017 nur noch mit …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Diese Anforderung gilt nicht nur für die Rechtfertigung staatlicher Glücksspielmonopole, sondern für die Rechtfertigung von Einschränkungen der Dienstleistungsfreiheit allgemein, auch wenn bei der Anwendung dieser Kriterien nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die Dienstleistungsfreiheit durch die Errichtung eines staatlichen Monopols ungleich stärker beschränkt wird als durch Regelungen, die lediglich bestimmte Vertriebs- und Vermarktungsformen verbieten (BVerwG…, Urteil vom 1. Juni 2011 - BVerwG 8 C 5.10 -, juris, Rn. 35 m. w. N.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. …und vom 4. September 2017, aaO., jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris).

    Durch die strengere Reglementierung des gewerblichen Glücksspiels soll gerade den Anforderungen an eine systematische und kohärente Normierung des gesamten Glücksspielbereichs Rechnung getragen werden (OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO. Rn. 160, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO.).

    Dass die mit der Regulierung der Spielhallen (Einführung eines glücksspielrechtlichen Erlaubniserfordernisses in Verbindung mit Mindestabstandsgebot und Verbundverbot) bezweckte Regelung durch die Werbepraxis vor allem für staatliche Lotterien konterkariert werden könnte, ist nicht ersichtlich (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris Rn. 40).

    Die Eignung zur Zielerreichung im Bereich der Spielhallen wird hierdurch nicht aufgehoben (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris, Rn. 42).

    Es schließt auch die Gefahr willkürlicher Entscheidungen aus (OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris, Rn. 61).

    Es fehlt zudem an dem erforderlichen Beschaffungsvorgang, weil der Betrieb dem Erlaubnisgeber nicht unmittelbar wirtschaftlich zu Gute kommt (vgl. Nr. 11 ff., 14 f. der Erwägungsgründe der RL 2014/23/EU; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris Rn. 77ff. m.w.N.).

    30 Die von der Antragstellerin angeregte Vorlage an den Europäischen Gerichtshof gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV ist daher wegen der Unmissverständlichkeit seiner Rechtsprechung sowie der angeführten klarstellenden Erwägungsgründe der RL 2014/23/EU nicht geboten (vgl. zum Vorstehenden: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO.).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 11.06.2015 - 1 B 5.13

    Keine Unanwendbarkeit der Regelungen des Spielhallengesetzes Berlin für …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Dafür reicht es nicht aus, dass der Spielhallenbetreiber oder Kunden seiner Spielhallen hypothetisch von einer unionsrechtlichen Grundfreiheit Gebrauch machen könnten (BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016, aaO. juris, Rn. 83; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO., Rn. 160, juris; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. …und vom 4. September 2017, aaO. jeweils zitiert nach juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017).

    Weiter setzt die Eignung der Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit voraus, dass sie zur Erreichung der mit ihr verfolgten Gemeinwohlzwecke in systematischer und kohärenter Weise beiträgt (EuGH…, Urteil vom 8. September 2010 - Rs. C-316/07 u.a. -, juris, Rn. 88 ff., Urteil vom 8. September 2010 - Rs. C-46/08 -, juris, Rn. 64 ff., Urteil vom 6. November 2003 - Rs. C-243/01 -, juris, Rn. 67; Sächsisches OVG, Beschluss vom 22. August 2017 - 3 B 189/17 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015, aaO. und Beschluss vom 22. April 2008 - VG 3 L 343/07 -).

    Durch die strengere Reglementierung des gewerblichen Glücksspiels soll gerade den Anforderungen an eine systematische und kohärente Normierung des gesamten Glücksspielbereichs Rechnung getragen werden (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO. Rn. 160, juris; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO.).

    Allerdings ist die Belastung des Eingriffs in die Berufsfreiheit in zweifacher Weise durch die Regelung im Saarländischen Spielhallengesetz abgemildert, und zwar durch die fünfjährige Übergangsfrist und die Möglichkeit einer Härtefallbefreiung bei der Entscheidung über die Wiedererteilung nach Fristablauf (vgl. § 12 Abs. 2 Satz 1 SSpielhG;… BayVerfGH, Entscheidung vom 28. Juni 2013 - Vf. 10-VII-12 u.a. -, NVwZ 2014, S. 141 ; OVG Niedersachsen…, Beschluss vom 15. April 2014 - 7 ME 121/13 -, juris, Rn. 59; StGH Baden-Württemberg…, Urteil vom 17. Juni 2014 - 1 VB 15/13 -, juris, Rn. 356 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris, Rn. 183; VG Bremen…, Beschluss vom 2. September 2011 - 5 V 514/11 -, juris, Rn. 26).

  • OVG Sachsen, 14.09.2017 - 3 B 199/17

    Härtefall; Spielhalle; Mindestabstand; Messung

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Dafür reicht es nicht aus, dass der Spielhallenbetreiber oder Kunden seiner Spielhallen hypothetisch von einer unionsrechtlichen Grundfreiheit Gebrauch machen könnten (BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016, aaO. juris, Rn. 83; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015, aaO., Rn. 160, juris; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. und vom 4. September 2017, aaO. jeweils zitiert nach juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017).

    Diese Anforderung gilt nicht nur für die Rechtfertigung staatlicher Glücksspielmonopole, sondern für die Rechtfertigung von Einschränkungen der Dienstleistungsfreiheit allgemein, auch wenn bei der Anwendung dieser Kriterien nicht außer Acht gelassen werden darf, dass die Dienstleistungsfreiheit durch die Errichtung eines staatlichen Monopols ungleich stärker beschränkt wird als durch Regelungen, die lediglich bestimmte Vertriebs- und Vermarktungsformen verbieten (BVerwG…, Urteil vom 1. Juni 2011 - BVerwG 8 C 5.10 -, juris, Rn. 35 m. w. N.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO. und vom 4. September 2017, aaO., jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017, aaO., juris).

    Ebenso wenig vermögen typische, den gesetzgeberischen Vorstellungen von einer gesetzlichen Regelung entsprechende Folgen eine sachliche Unbilligkeit zu begründen (BVerfG…, Beschluss vom 3. September 2009 - 1 BvR 2539/07 -, juris, Rn. 30 ff., zu § 227 AO; Sächsisches OVG, Beschluss vom 14. September 2017 - 3 B 199/17 -, juris …und vom 22. August 2017, aaO.).

  • BVerwG, 05.04.2017 - 8 C 16.16

    Fünf Jahre Bestandsschutz für Alt-Spielhallen auch bei Betreiberwechsel

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Rn. 44 Gegen die obigen Überlegungen spricht nicht, dass nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Übergangsregelung des § 29 Abs. 4 Satz 2 GlüStV spielhallen- und nicht betreiberbezogen auszulegen ist (BVerwG, Urteil vom 5. April 2017 - BVerwG 8 C 16.16 -, juris, Rn. 42 ff.).

    Dieser Investitionsschutz soll bei einem Betreiberwechsel während des Übergangszeitraums nicht entfallen (BVerwG, Urteil vom 5. April 2017 - BVerwG 8 C 16.16 -, juris, Rn. 48; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, aaO., m.w.N.).

  • VGH Baden-Württemberg, 25.04.2017 - 6 S 1765/15

    Abstand zwischen zwei Spielhallen nach GlSpielG BW

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Er ist jedoch nach dem allgemeinen Sprachgebrauch eindeutig dahingehend zu verstehen, dass er die kürzeste Entfernung zwischen zwei geographischen Punkten über den direkten Luftweg durch eine parallel zur Erdoberfläche verlaufende Strecke bezeichnet (vgl. Wikipedia und Duden, jeweils Stichwort "Luftlinie"; vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017, aaO., juris).

  • OVG Sachsen, 22.08.2017 - 3 B 189/17

    Kohärenzgebiet; Verbundverbot; Abstandgebot; Erfolgsaussicht; unbillige Härte; …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Weiter setzt die Eignung der Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit voraus, dass sie zur Erreichung der mit ihr verfolgten Gemeinwohlzwecke in systematischer und kohärenter Weise beiträgt (EuGH…, Urteil vom 8. September 2010 - Rs. C-316/07 u.a. -, juris, Rn. 88 ff., Urteil vom 8. September 2010 - Rs. C-46/08 -, juris, Rn. 64 ff., Urteil vom 6. November 2003 - Rs. C-243/01 -, juris, Rn. 67; Sächsisches OVG, Beschluss vom 22. August 2017 - 3 B 189/17 -, juris;… Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015, aaO. und Beschluss vom 22. April 2008 - VG 3 L 343/07 -).

    Ebenso wenig vermögen typische, den gesetzgeberischen Vorstellungen von einer gesetzlichen Regelung entsprechende Folgen eine sachliche Unbilligkeit zu begründen (BVerfG…, Beschluss vom 3. September 2009 - 1 BvR 2539/07 -, juris, Rn. 30 ff., zu § 227 AO; Sächsisches OVG, Beschluss vom 14. September 2017 - 3 B 199/17 -, juris und vom 22. August 2017, aaO.).

  • OVG Hamburg, 21.01.2016 - 4 Bs 90/15

    Erteilung einer Spielhallenerlaubnis - Gesetzgebungszuständigkeit - …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Insoweit wird auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glücksspielstaatsvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin, Bayern und des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (BVerfG, Beschluss vom 07. März 2017 -1 BvR 1314/12 -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6/15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Lüneburg, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 -, jeweils zitiert nach juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 -, juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 -, juris).

    Da sich ein Spielhallenbetreiber nach Ablauf der Übergangsfrist auf eine Schließung seines Gewerbetriebes einstellen musste, bedarf es der substanziellen Darlegung, welche konkreten Schritte er unternommen hat, um den Eintritt eines Härtefalls abzuwenden (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 5. August 2015 - 2 BvR 2190/14 -, Rn. 26; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016, aaO.).

  • EuGH, 12.06.2014 - C-156/13

    Die vom Land Schleswig-Holstein vorübergehend verfolgte liberalere …

    Auszug aus VG Cottbus, 02.10.2017 - 3 L 424/17
    Außerdem darf sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist (EuGH, Urteil vom 12. Juni 2014 - Rs. C-156/13 -, beck-online, Rn. 21 ff., m. w. N.; BVerwG…, Urteil vom 20. Juni 2013 -, beck-online, Rn. 28, …und Urteil vom 24. November 2010 - BVerwG 8 C 14.09 -, beck-online, Rn. 62).

    Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs können Beschränkungen der Glücksspieltätigkeiten durch zwingende Gründe des Allgemeininteresses gerechtfertigt sein, zu denen u.a. die Ziele des Schutzes der Verbraucher und der Sozialordnung, der Vermeidung von Anreizen für die Bürger zu überhöhten Ausgaben für das Spielen einschließlich der Ziele der Suchtbekämpfung sowie des Jugend- und Spielerschutzes gehören (EuGH, Urteil vom 12. Juni 2014, a. a. O., Rn. 21ff;… Urteil vom 8. September 2010, aaO., juris, Rn. 45 …und Urteil vom 8. September 2010, a. a. O., juris, Rn. 79).

  • BVerwG, 16.12.2016 - 8 C 6.15

    Landesrechtliche Einschränkungen für Spielhallen in Berlin und Rheinland-Pfalz …

  • BVerwG, 24.11.2010 - 8 C 14.09

    Beurteilungszeitpunkt bei Anfechtungsklage; Bundesstaat; Bund und Länder; …

  • BVerwG, 01.06.2011 - 8 C 5.10

    Berufsausübungsfreiheit; Berufswahlfreiheit; DDR-Gewerbeerlaubnis; …

  • BVerfG, 28.03.2006 - 1 BvR 1054/01

    Grundrechtskonformität des staatlichen Sportwettenmonopols

  • BGH, 20.11.2013 - XII ZR 77/12

    Gewerberaummietvertrag: Außerordentliche Kündigung wegen behördlicher Ankündigung …

  • BVerfG, 03.09.2009 - 1 BvR 2539/07

    Verfassungsmäßigkeit der Festsetzung von Nachzahlungszinsen und der Ablehnung …

  • BVerfG, 05.08.2015 - 2 BvR 2190/14

    Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung zur vorläufigen …

  • BVerfG, 28.02.2017 - 1 BvR 1103/15

    Nichtannahmebeschluss: Zur Vereinbarkeit der Versagung einer Billigkeitsmaßnahme …

  • BVerwG, 04.09.2012 - 5 B 8.12

    Ausbildungsförderung; Anrechnung von Vermögen; Vermeidung unbilliger Härten

  • VG Darmstadt, 17.07.2017 - 3 L 3491/17

    Duldung einer Spielhalle

  • VG Frankfurt/Main, 26.03.2015 - 10 K 2362/13
  • StGH Baden-Württemberg, 17.06.2014 - 1 VB 15/13

    Spielhallen

  • EuGH, 06.11.2003 - C-243/01

    GESETZE, DIE DAS SAMMELN VON WETTEN DEM STAAT ODER SEINEN KONZESSIONÄREN …

  • EuGH, 30.04.2014 - C-390/12

    Pfleger u.a. - Art. 56 AEUV - Freier Dienstleistungsverkehr - Charta der …

  • EuGH, 14.06.2017 - C-685/15

    Online Games u.a. - Vorlage zur Vorabentscheidung - Art. 49 AEUV - …

  • VerfGH Bayern, 28.06.2013 - 10-VII-12

    Verfassungsmäßigkeit von Bestimmungen des Glücksspielstaatsvertrags

  • OVG Niedersachsen, 04.09.2017 - 11 ME 206/17

    Abstandsgebot; Bundestreue; Dienstleistungsfreiheit; Geldspielgerät; …

  • EuGH, 21.09.1999 - C-124/97

    Läärä u.a. - Freier Dienstleistungsverkehr - Ausschließliches Recht zum Betrieb …

  • EuGH, 22.01.2015 - C-463/13

    Das Unionsrecht steht der Durchführung einer neuen Ausschreibung in Italien, die …

  • OVG Niedersachsen, 15.04.2014 - 7 ME 121/13

    Anordnung einer sofortigen Vollziehung der Schließung einer nach neuem …

  • OVG Berlin-Brandenburg, 10.05.2017 - 1 N 72.15

    Sportwetten; Vermittlung; Tipomat; Cashpoint; Spielhalle; Trennungsgebot; keine …

  • VG Cottbus, 11.06.2015 - 3 K 1152/12

    Ordnungsrecht

  • VG Bremen, 31.08.2011 - 5 V 514/11

    Kein Anspruch auf Erteilung von Erlaubnissen für sog. Mehrfachspielhallen nach …

  • VG Cottbus, 22.04.2008 - 3 L 343/07
  • VG Cottbus, 07.09.2020 - 3 K 786/17
    Insoweit wird in Fortsetzung der Rechtsprechung der Kammer (Beschlüsse der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 11 ff.; vom 1. April 2019 - 3 L 207/18 - S. 6 ff. d. Entscheidungsabdrucks; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 7 ff. d. Entscheidungsabdrucks, Urteile der Kammer vom 28. Juli 2020 - 3 K 569/17 - und vom 27. August 2020 - 3 K 1915/16 -, jeweils S. 6 ff. d. Entscheidungsabdrucks) auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts und des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg verwiesen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 97 ff.; BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 - juris Rn. 19 ff.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - juris Rn. 98 ff.).

    Rn. 28 Soweit sich die Klägerin mit Schriftsatz vom 27. Juni 2017 auf die Unionsrechtswidrigkeit der Regelungen des Brandenburgischen Spielhallengesetzes beruft und insbesondere ein Verstoß gegen die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit (Art. 56 und Art. 49 AEUV), gegen das Kohärenz- und Transparenzgebot sowie unionsrechtliche Gleichbehandlungsgebot rügt, führt dies nicht zum Erfolg (vgl. hierzu Beschlüsse der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 11 ff. d. Entscheidungsabdrucks, bestätigt durch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27. Januar 2020 - OVG 1 47.19 - m.w.N.).

    Entsprechendes gilt hinsichtlich des Einwands, die Erlaubnis nach § 2 Abs. 1 BbgSpielhG sei als Dienstleistungskonzession i.S.d. § 105 GWB zu behandeln, deren Erteilung dem Vergaberecht unterläge (hierzu: hierzu Beschlüsse der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 14 ff. d. Entscheidungsabdrucks m.w.N.; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27. Januar 2020 - OVG 1 47.19 - S. 11 f. d. Entscheidungsabdrucks).

    Härten, die dem Gesetzeszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestandes bewusst in Kauf genommen hat, können eine Befreiung aus Billigkeitsgründen regelmäßig nicht rechtfertigen (Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - Rn. 41 m.w.N.).

    Die Härtefallklausel des § 7 Abs. 2 BbgSpielhG ist entgegen der Auffassung der Klägerin mit Blick auf den Zweck der gesetzlichen Regelung, dem systematischen Zusammenhang, in dem die Befreiungsvorschriften stehen und nach systematischer Auslegung restriktiv zu handhaben (Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - Rn. 41; vgl. zur hessischen Vorschrift VG Gießen…, Beschluss vom 29. Januar 2018 - 4 L 9704/17.GI - juris Rn. 47 m.w.N.).

    Der Klägerin ist nicht darin zu folgen, eine verlustfreie Abwicklung ihrer zu schließenden Spielhallen verlangen zu können (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 193; ausführlich auch Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

    Rn. 34 Ihr obliegt die substanzielle Darlegung, welche konkreten Schritte sie unternommen hat, um den Eintritt eines Härtefalls abzuwenden (…vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 190 ff., vom 5. August 2015 - 2 BvR 2190/14 - juris Rn. 26; OVG Hamburg…, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 12/18 - juris Rn. 119; Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

    Werden - wie hier - mehrere Spielhallen betrieben, sind die Auswirkungen einer Schließung auf das gesamte Unternehmen zu betrachten (vgl. OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 258/17 - juris Rn. 25; Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 43).

    Vor diesem Stichtag investierte Finanzmittel sind nur dann zu betrachten, wenn nachvollziehbar dargestellt wird, aus welchen Gründen eine überwiegende Amortisation bis zum 30. Juni 2017 trotz aller Anstrengungen nicht möglich war (Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

  • VG Cottbus, 05.04.2019 - 3 L 214/18

    Gewerberecht einschl. berufliche Bildung (ohne Erwachsenenbildungsrecht)

    Insoweit wird in Fortsetzung der Rechtsprechung der Kammer (Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 11) auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg und anderer Obergerichte für die Vorgaben durch den Glückspielvertrag und die entsprechenden Gesetze der Länder Berlin und Bayern sowie des Saarlandes zum Betreiben von Spielhallen verwiesen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. -, juris; BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. Mai 2017 - OVG 1 N 72.15 -, juris und Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 169/17 - und vom 4. September 2017 - 11 ME 206/17 - juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 - juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 25. April 2017 - 6 S 1765/15 - juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 90/15 - juris; Urteil der Kammer vom 11. Juni 2015 - 3 K 1152/12 - juris).

    Sie sollen in die Lage versetzt werden, unbeeinflusst zu entscheiden, ob sie das Spiel fortsetzen möchten (hierzu ausführlich Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 14).

    Ferner ist nicht ausreichend, dass der Spielhallenbetreiber oder Kunden seiner Spielhallen hypothetisch von einer unionsrechtlichen Grundfreiheit Gebrauch machen könnten (ausführlich hierzu Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 16-18 m.w.N.).

    Außerdem darf sie nicht über das hinausgehen, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist (vgl. Nachweise im Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 19).

    Durch die strengere Reglementierung des gewerblichen Glücksspiels soll gerade den Anforderungen an eine systematische und kohärente Normierung des gesamten Glücksspielbereichs Rechnung getragen werden (OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015, a.a.O. Rn. 160, juris; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017, a.a.O.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016, a.a.O., Rn. 52; Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017, a.a.O., Rn. 17 - 18).

    Auch die in § 7 BbgSpielhG geregelte fünfjährige Übergangsfrist und die Härtefallregelung führen zu einer Konturierung der Auswahlkriterien (Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 20 f., 24).

    Rn. 30 Aus den mit Beschlüssen der Kammer (vom 2. Oktober 2017, a.a.O., Rn. 25 f.), des OVG Nordrhein-Westfalen (…vom 8. Juni 2017, a.a.O., Rn. 77 ff.) und des VG Regensburg (…Urteil vom 24. Januar 2019 - RN 5 K 17.1858 u.a. - juris Rn. 44) genannten Gründen stellt die Erteilung einer glückspielrechtlichen Erlaubnis nach § 24 GlüStV bzw. § 3 BbgGlüAG entgegen der Auffassung der Antragstellerin keine Konzessionsvergabe nach § 105 Abs. 1 Nr. 2 GWB, Art. 5 Nr. 1b der Richtlinie 2014/23/EU des Europäischen Parlaments dar (ferner auch VG Augsburg…, Urteil vom 13. Juni 2018 - Au 8 K 17.1676 u.a. - juris Rn. 79).

  • VG Potsdam, 05.09.2019 - 3 K 2260/16

    Gewerbeuntersagung

    Bei der Regelung handelt es sich um objektive Berufszulassungsregelung, die sich nur durch die Abwehr nachweisbarer oder höchstwahrscheinlicher Gefahren für hinreichend gewichtige Gemeinschaftsgüter rechtfertigen lässt (…vgl. BVerfG, a. a. O., Rn. 130 ff. für die Abstandsgebote mit entsprechenden Zielsetzungen in den Ländern Berlin und Saarland; VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 14.).

    Vor diesem Hintergrund ist es den Spielhallenbetreibern zumutbar, die neuen Erlaubnisanforderungen einzuhalten und die daraus folgenden wirtschaftlichen Einbußen hinzunehmen (…vgl. BVerfG, a. a. O., Rn. 158 f.; VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn.14; Beschluss vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 -, juris Rn.15.).

    Außerdem wird die Schwere des Eingriffs vorliegend in zweifacher Weise verringert (…vgl. BVerfG, a. a. O., Rn. 183, für eine entsprechende Regelung im Saarländischen Spielhallengesetz; VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 24;… Beschluss vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - juris Rn. 29.).

    Vor diesem Hintergrund ist auch eine Regelung mit einem Mindestabstand von 500 Metern Luftlinie und ohne Ausnahmemöglichkeit angemessen (so im Ergebnis auch VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 24;… Beschluss vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 -, juris Rn. 29.).

    Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch ist als Luftlinienabstand die kürzeste Entfernung zwischen zwei geographischen Punkten über den direkten Luftweg durch eine parallel zur Erdoberfläche verlaufende Wegstrecke zu verstehen (vgl. VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 38.).

    Dieses Verständnis gebietet auch der Sinn und Zweck des Abstandsgebots (so auch VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 38.).

    Die seitens der Klägerin gewünschte Auslegung würde den durch den brandenburgischen Gesetzgeber verfolgten Zweck, einer möglichst effektiven Begrenzung der Spielhallendichte, konterkarieren und ist daher nicht zulässig (vgl. VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 39.).

  • VG Cottbus, 28.02.2022 - 8 K 471/18
    Insoweit schließt sich die Einzelrichterin der umfangreichen Rechtsprechung der bisher für Gewerberecht zuständigen 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Cottbus an (Beschlüsse der 3. Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 11 ff.; vom 1. April 2019 - 3 L 207/18 - S. 6 ff. d. Entscheidungsabdrucks; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 7 ff. d. Entscheidungsabdrucks sowie Urteil vom 28. Juli 2020 - 3 K 107/07 - juris Rn.18 ff.) und macht sich auch die umfassenden Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts und des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zu eigen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 97 ff.; BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 - juris Rn. 19 ff.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - juris Rn. 98 ff.), die auch auf die Regelungen im Brandenburgischen Spielhallengesetz übertragbar sind.

    Das hohe Gewicht der Suchtprävention und des Spielerschutzes überwiegen den wirtschaftlichen Interessen der Spielhallenbetreiber (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12, u. a. - juris Rn. 158 f.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - Rn. 146 ff.; Beschlüsse der 3. Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn.14 …und vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - juris Rn. 15), zumal die Schwere des Eingriffs durch die fünfjährige Übergangsfrist (§ 11 Abs. 1 Satz 1 BbgSpielhG) und die Härtefallregelung (§ 11 Abs. 2 BbgSpielhG) abgemildert wird (vgl. BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 - Rn. 63 f.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - Rn. 165; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 - juris Rn. 50).

    Soweit sich der Kläger auf die Unionsrechtswidrigkeit der Regelungen des Brandenburgischen Spielhallengesetzes beruft und insbesondere ein Verstoß gegen die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit (Art. 56 und Art. 49 AEUV), gegen das Kohärenz- und Transparenzgebot sowie unionsrechtliche Gleichbehandlungsgebot rügt, führt dies nicht zum Erfolg (vgl. hierzu Beschlüsse der 3. Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 11 ff. d. Entscheidungsabdrucks, bestätigt durch Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27. Januar 2020 - OVG 1 S 47.19 - Entscheidungsabdruck Seite 5 ff. m.w.N).

    Es begegnet keinen rechtlichen Bedenken, dass der brandenburgische Landesgesetzgeber - anders als andere Landesgesetzgeber (vgl. etwa Art. 12 AGGlüStV in Bayern) - auf die durch § 29 Abs. 4 Satz 5 GlüStV eröffnete Möglichkeit verzichtet hat, in seinen Durchführungsbestimmungen vertiefende Einzelheiten zur Handhabung bzw. Ausgestaltung des Befreiungstatbestandes zu regeln (vgl. dazu ausführlich: VG Cottbus, Beschluss vom 02. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, Rn. 45, juris).

    Eine verlustfreie Abwicklung ihrer zu schließenden Spielhallen können die Spielhallenbetreiber nicht verlangen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 193; ausführlich auch: Beschluss der 3. Kammer des VG Cottbus vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

    Die Einzelrichterin macht sich insoweit die herleitenden Ausführungen der 3. Kammer des Verwaltungsgerichts Cottbus (Beschluss der 3. Kammer des VG Cottbus vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41 ff., VG Cottbus…, Urteil vom 28. Juli 2020, Az. VG 3 K 107/17, Rn. 27, juris) zu eigen.

    Dem Kläger obliegt die substanzielle Darlegung, welche konkreten Schritte er unternommen hat, um den Eintritt eines Härtefalls abzuwenden (…vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 190 ff., vom 5. August 2015 - 2 BvR 2190/14 - juris Rn. 26; OVG Hamburg…, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 12/18 - juris Rn. 119; Beschluss der 3. Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

  • VG Cottbus, 28.07.2020 - 3 K 107/17
    Insoweit wird in Fortsetzung der Rechtsprechung der Kammer (Beschlüsse der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 11 ff.; vom 1. April 2019 - 3 L 207/18 - S. 6 ff. d. Entscheidungsabdrucks; vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - S. 7 ff. d. Entscheidungsabdrucks) insbesondere auf die Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts und des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg verwiesen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 97 ff.; BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 - Rn. 19 ff.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - Rn. 98 ff.), die auf die Regelungen im Brandenburgischen Spielhallengesetz übertragbar sind.

    Das hohe Gewicht der Suchtprävention und des Spielerschutzes überwiegen den wirtschaftlichen Interessen der Spielhallenbetreiber (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12, u. a. - juris Rn. 158 f.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - Rn. 146 ff.; Beschlüsse der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn.14 …und vom 5. April 2019 - 3 L 214/18 - juris Rn. 15), zumal die Schwere des Eingriffs durch die fünfjährige Übergangsfrist (§ 7 Abs. 1 Satz 1 BbgSpielhG) und die Härtefallregelung (§ 7 Abs. 2 BbgSpielhG) abgemildert wird (vgl. BVerwG…, Urteil vom 16. Dezember 2016 - 8 C 6.15 - Rn. 63 f.; OVG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 - Rn. 165; OVG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 - juris Rn. 50).

    Rn. 25 Es kann dahinstehen, ob angesichts des eindeutigen Wortlauts von § 25 Abs. 2 GlüStV überhaupt von dem Verbot des baulichen Verbundes von Spielhallen nach § 3 Abs. 2 BbgSpielhG abgewichen werden darf (siehe hierzu den Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 48), weil die Klägerin das Vorliegen eines Härtefalls nicht hinreichend dargelegt und keine Nachweise geführt hat.

    Härten, die dem Gesetzeszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestandes bewusst in Kauf genommen hat, können eine Befreiung aus Billigkeitsgründen regelmäßig nicht rechtfertigen (Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - Rn. 41 m.w.N.).

    Eine verlustfreie Abwicklung ihrer zu schließenden Spielhallen können die Spielhallenbetreiber nicht verlangen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 193; ausführlich auch Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

    Rn. 28 Der Klägerin obliegt die substanzielle Darlegung, welche konkreten Schritte sie unternommen hat, um den Eintritt eines Härtefalls abzuwenden (…vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 7. März 2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. - juris Rn. 190 ff., vom 5. August 2015 - 2 BvR 2190/14 - juris Rn. 26; OVG Hamburg…, Beschluss vom 21. Januar 2016 - 4 Bs 12/18 - juris Rn. 119; Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 41).

    Werden - wie hier - mehrere Spielhallen betrieben, sind die Auswirkungen einer Schließung auf das gesamte Unternehmen zu betrachten, und zwar unabhängig von der Rechtsform, in der das Unternehmen die Spielhallen betreibt (vgl. OVG Lüneburg…, Beschluss vom 5. September 2017 - 11 ME 258/17 - juris Rn. 25; Beschluss der Kammer vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 - juris Rn. 43).

  • VG Bremen, 17.03.2020 - 5 K 2875/18

    Glücksspielrecht - Erlaubnis zum Betrieb einer Spielhalle (Zuverlässigkeit, …

    Zudem wird die Schwere des Eingriffs vorliegend in mehrfacher Hinsicht verringert (…vgl. BVerfG, Beschl. v. 07.03.2017 - 1 BvR 1314/12 u.a. -, juris Rn. 158 f., 183; VG Cottbus, Beschl. v. 02.10.2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 14, 24 …und Beschl. v. 05.04.2019 - 3 L 214/18 -, juris Rn. 15): Der bremische Gesetzgeber hat zunächst eine Übergangsfrist in § 11 Abs. 3 Satz 1 BremSpielhG von fünf Jahren seit Inkrafttreten des GlüStV am 01.07.2012 vorgesehen.

    Da sich die Kriterien für die zu treffende Auswahlentscheidung hinreichend eindeutig aus § 11 Abs. 3a BremSpielhG ergeben, ist die Gefahr einer willkürlichen Entscheidung der Verwaltung ausgeschlossen (vgl. auch VG Cottbus, Beschl. v. 02.10.2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 24).

  • VG Düsseldorf, 12.03.2019 - 3 K 18384/17

    Spielhallen-Auswahlverfahren in Viersen müssen wiederholt werden

    Rn. 65 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris, Rn. 21 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris, Rn. 160; VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris, Rn. 18.
  • VG Freiburg, 29.11.2017 - 1 K 2506/15

    Härtefall für einen Spielhallenbetreiber; Anwendbarkeit der Härtefallregelung bei …

    Denn es handelt sich nicht um die Vergabe einer Dienstleistungskonzession nach § 105 Abs. 1 Nr. 2 GWB, welche den Abschluss entgeltlicher, wechselseitig bindender Verpflichtungen voraussetzt (vgl. VG Cottbus, Beschl. v. 02.10.2017 - 3 L 424/17 -, juris Rn. 25).
  • VK Rheinland, 12.03.2018 - VK K 2/18

    Spielhallenkonzession ist kein öffentlicher Auftrag!

    Zur Stützung ihrer Argumentation bezieht sich die Antragsgegnerin insbesondere auf die Entscheidungen VG Cottbus, Beschluss v. 02.10.2017 - 3 L 424/17 - und VG Aachen, Beschluss v. 14.06.2017 - 3 L 1111/16 - und führt darüber hinaus aus, dass diese Auffassung auch der sonstigen verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung entspreche.

    OVG NRW Beschluss v. 08.06.2017 - 4 B 307/17; vgl. VG Cottbus Beschluss v. 02.10.2017 - 3 L 424/17; BVerfG, Beschluss v. 07.03.2017 - 1 BvR 1314/12).

  • VG Düsseldorf, 02.07.2019 - 3 K 18952/17
    Rn. 66 Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 8. Juni 2017 - 4 B 307/17 -, juris, Rn. 21 ff.; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 11. Juni 2015 - OVG 1 B 5.13 -, juris, Rn. 160; VG Cottbus, Beschluss vom 2. Oktober 2017 - 3 L 424/17 -, juris, Rn. 18.
  • VG Düsseldorf, 12.03.2019 - 3 K 18544/17

    Spielhallen-Auswahlverfahren in Viersen müssen wiederholt werden

  • VG Düsseldorf, 02.04.2019 - 3 K 16494/17
  • VG Düsseldorf, 12.03.2019 - 3 K 18472/17

    Spielhallen-Auswahlverfahren in Viersen müssen wiederholt werden

  • VG Düsseldorf, 15.09.2020 - 3 K 1618/18
  • VG Düsseldorf, 07.05.2019 - 3 K 7565/18

    Glücksspiel- und Verwaltungsgebührenrecht

  • VG Düsseldorf, 30.04.2019 - 3 K 18659/17
  • VG Düsseldorf, 15.10.2019 - 3 K 6591/18
  • VG Düsseldorf, 03.03.2020 - 3 K 18712/17
  • VG Düsseldorf, 29.09.2020 - 3 K 6850/19
  • VG Düsseldorf, 07.05.2019 - 3 K 6803/18

    Glücksspielrecht

  • VG Düsseldorf, 07.05.2019 - 3 K 6655/18
  • VG Düsseldorf, 07.05.2019 - 3 K 1362/18
  • VG Düsseldorf, 30.04.2019 - 3 K 18711/17
  • VG Düsseldorf, 26.03.2019 - 3 K 2181/18
  • VG Düsseldorf, 02.07.2019 - 3 K 1302/18
  • VG Düsseldorf, 02.07.2019 - 3 K 19872/17
  • VG Düsseldorf, 07.05.2019 - 3 K 9538/18
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