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Rechtsprechung
   OLG Karlsruhe, 14.12.1999 - 3 U 20/99   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1999,12486
OLG Karlsruhe, 14.12.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,12486)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14.12.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,12486)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14. Dezember 1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,12486)
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Volltextveröffentlichung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (3)

  • anwaltonline.com (Kurzinformation)

    Verwirrten Mietern kann nicht so ohne weiteres gekündigt werden!

  • Bt-Recht(Abodienst, Leitsatz frei) (Leitsatz)

    Keine fristlose Kündigung wegen Störungen durch geistig verwirrten älteren Hausbewohner

  • kostenlose-urteile.de (Kurzmitteilung)

    Fristlose Kündigung aufgrund geistig verwirrter älterer Hausbewohnerin bei lediglich harmlosen Störungen unzulässig - Zu beachten ist soziale Rechtsstaatlichkeit, Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie Verbot der Benachteiligung wegen Behinderung

Papierfundstellen

  • MDR 2000, 578
 
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Wird zitiert von ... (7)

  • AG Brandenburg, 30.04.2024 - 30 C 196/23

    KCanG, Cannabiskonsum, Kündigungsgrund, Kündigung des Mietverhältnisses

    Rn. 89 Auch ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 04.02.2009, Az.: VIII ZR 66/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1491; BGH, Urteil vom 20.02.2008, Az.: VIII ZR 139/07, u.a. in: NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 11.12.2023, Az.: 30 C 86/23, u.a. in: BeckRS 2023, 35257, beck-online = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 31.07.2019, Az.: 31 C 181/18, u.a. in: BeckRS 2019, 16208, beck-online = IBRRS 2019, 2534 = IMRRS 2019, 0931 = Entscheidungsdatenbank Brandenburg = grundeigentum-verlag.de = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), jedoch ist eine derartige Abmahnung vorliegend unstreitig durch die Klägerin mit Schriftsatz vom 29.06.2023 (Blatt 15 bis 17 der Akte) gegenüber dem Beklagten erfolgt, so dass diese Voraussetzung vorliegend auch als gegeben anzusehen ist.

    Rn. 152 Darüber hinaus kann gemäß § 242 BGB nach allgemeinen Grundsätzen - ggf. sogar ohne schuldhaftes Verhalten eines Vertragsteils - vom anderen Vertragsteil aus "wichtigem Grund" gekündigt werden, wenn diesem die Fortsetzung des Mietverhältnisses nach "Treu und Glauben" objektiv nicht mehr zumutbar ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; OLG München, Urteil vom 07.06.1991, Az.: 21 U 4248/90, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seiten 202 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 31.07.2019, Az.: 31 C 181/18, u.a. in: BeckRS 2019, 16208, beck-online = IBRRS 2019, 2534 = IMRRS 2019, 0931 = Entscheidungsdatenbank Brandenburg = grundeigentum-verlag.de = "juris"; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

  • AG Brandenburg, 31.07.2019 - 31 C 181/18

    Beleidigungen und Straftaten rechtfertigen Kündigung!

    Auch ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 04.02.2009, Az.: VIII ZR 66/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1491; BGH, Urteil vom 20.02.2008, Az.: VIII ZR 139/07, u.a. in: NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), jedoch sind derartige Abmahnungen vorliegend unstreitig durch die Klägerin mit Schriftsätzen vom 13.06.2017, vom 17.10.2017, vom 01.02.2018 und vom 15.02.2018 gegenüber dem Beklagten erfolgt, so dass diese Voraussetzung vorliegend auch als gegeben anzusehen ist.

    Darüber hinaus kann gemäß § 242 BGB nach allgemeinen Grundsätzen - ggf. sogar ohne schuldhaftes Verhalten eines Vertragsteils - vom anderen Vertragsteil aus "wichtigem Grund" gekündigt werden, wenn diesem die Fortsetzung des Mietverhältnisses nach "Treu und Glauben" objektiv nicht mehr zumutbar ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; OLG München, Urteil vom 07.06.1991, Az.: 21 U 4248/90, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seiten 202 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

  • AG Brandenburg, 24.05.2017 - 31 C 125/16

    Vermieter muss Lärmbelästigung durch den Mieter nachweisen!

    Zwar ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 04.02.2009, Az.: VIII ZR 66/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1491; BGH, Urteil vom 20.02.2008, Az.: VIII ZR 139/07, u.a. in: NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), jedoch ist eine derartige Abmahnung vorliegend unstreitig durch die Klägerin mit Schriftsatz vom 22. März 2016 (Blatt 16 der Akte) gegenüber dem Beklagten erfolgt, so dass diese Voraussetzung vorliegend auch als gegeben anzusehen ist.

    Darüber hinaus kann gemäß § 242 BGB nach allgemeinen Grundsätzen sogar ohne schuldhaftes Verhalten eines Vertragsteils vom anderen Vertragsteil aus "wichtigem Grund" gekündigt werden, wenn diesem die Fortsetzung des Mietverhältnisses nach "Treu und Glauben" objektiv nicht zumutbar ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; OLG München, Urteil vom 07.06.1991, Az.: 21 U 4248/90, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seiten 202 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    So liegt es vor allem bei solchen pflichtwidrigen Beeinträchtigungen des Mietgebrauchs, bei denen sich die Schwere der Pflichtverletzung und Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses darauf gründet, dass die Beeinträchtigungen - obwohl sie abstellbar sind - laufend oder doch zumindest häufig weiterhin vorkommen (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    Auf den vorliegenden Fall übertragen ergibt sich hieraus die Beantwortung der Frage, ob die Mitglieder der Hausgemeinschaft des von dem Beklagten bewohnten Mehrfamilienhauses tatsächlich durch den Beklagten bzw. dessen Besucher/Gäste vermeintlich verursachten "Belästigungen" und wenn ja in welchem Umfang und welcher Art und Weise als sozialadäquat noch hinnehmen müssen oder nicht (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309).

  • AG Brandenburg, 11.12.2023 - 30 C 86/23

    Eine Wohnung ist kein Rockfestival!

    Zwar ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 04.02.2009, Az.: VIII ZR 66/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1491; BGH, Urteil vom 20.02.2008, Az.: VIII ZR 139/07, u.a. in: NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), jedoch ist eine derartige Abmahnung vorliegend durch die Klägerseite mit Schriftsatz vom 07.09.2021 - Anlage K 3 (Blatt 34 der Akte) - gegenüber dem Beklagten hinsichtlich des ruhestörenden Lärms auch erfolgt, so dass diese Voraussetzung vorliegend ebenso als gegeben anzusehen ist.

    Im Übrigen ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB zwar in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB (BGH, NJW 2009, Seite 1491; BGH, NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), wie bereits ausgeführt.

    Insofern kann auch gemäß § 242 BGB nach allgemeinen Grundsätzen ohne schuldhaftes Verhalten eines Vertragsteils vom anderen Vertragsteil aus "wichtigem Grund" gekündigt werden, wenn diesem die Fortsetzung des Mietverhältnisses nach "Treu und Glauben" objektiv nicht zumutbar ist (OLG München, OLG-Report 1997, Seite 159; OLG Karlsruhe, MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    So liegt es vor allem bei solchen pflichtwidrigen Beeinträchtigungen des Mietgebrauchs, bei denen sich - wie vorliegend - die Schwere der Pflichtverletzung und Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses darauf gründet, dass die Beeinträchtigungen - obwohl sie abstellbar sind - laufend oder doch zumindest häufig weiterhin vorkommen (OLG Karlsruhe, MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    Auf den vorliegenden Fall übertragen, ergibt sich hieraus die Beantwortung der Frage, ob die Mitglieder der Hausgemeinschaft des von dem Beklagten bewohnten Mehrfamilienhauses die durch den Beklagten verursachten "Lärm-Belästigungen" und wenn ja in welchem Umfang und welcher Art und Weise als sozialadäquat noch hinnehmen müssen (OLG Karlsruhe, MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309).

    Das Verhalten des Beklagten ist insgesamt somit schon aus diesem Grund als eine derart schwerwiegende Verletzung der vertraglichen Pflichten anzusehen, dass dem Kläger hier ein weiteres Festhalten am Mietvertrag mit dem Beklagten nicht mehr zugemutet werden kann (BGH, WuM 2009, Seite 762; OLG Karlsruhe, MDR 2000, Seite 578; LG Berlin, WuM 1999, Seite 329; LG Hamburg, WuM 1996, Seite 271; LG Duisburg, WuM 1988, Seiten 264 f.; LG Bonn, WuM 1998, Seite 439; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Emmendingen, WuM 1989, Seiten 231 f.; AG Köln, WuM 1987, Seite 21; AG Steinfurt, WuM 1987, Seite 260; AG Köln, WuM 1980, Seite 17; AG Köln, WuM 1977, Seite 29).

  • AG Brandenburg, 24.05.2017 - 31 C 125/17

    Zur fristlosen Kündigung des Wohnraumvertrages wegen Lärmbelästigung

    Zwar ist eine fristlose Kündigung gemäß § 543 Abs. 1 BGB in Verbindung mit § 569 Abs. 2 BGB in der Regel erst nach einer vorherigen Abmahnung zulässig (§ 543 Abs. 3 Satz 1 BGB; BGH, Urteil vom 04.02.2009, Az.: VIII ZR 66/08, u.a. in: NJW 2009, Seite 1491; BGH, Urteil vom 20.02.2008, Az.: VIII ZR 139/07, u.a. in: NJW 2008, Seite 1303; BGH, NJW 2007, Seite 2474; BGH, NJW 1992, Seiten 496 f.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309), jedoch ist eine derartige Abmahnung vorliegend unstreitig durch die Klägerin mit Schriftsatz vom 22. März 2016 (Blatt 16 der Akte) gegenüber dem Beklagten erfolgt, so dass diese Voraussetzung vorliegend auch als gegeben anzusehen ist.

    Darüber hinaus kann gemäß § 242 BGB nach allgemeinen Grundsätzen sogar ohne schuldhaftes Verhalten eines Vertragsteils vom anderen Vertragsteil aus "wichtigem Grund" gekündigt werden, wenn diesem die Fortsetzung des Mietverhältnisses nach "Treu und Glauben" objektiv nicht zumutbar ist (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; OLG München, Urteil vom 07.06.1991, Az.: 21 U 4248/90, u.a. in: NJWE-MietR 1997, Seiten 202 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    So liegt es vor allem bei solchen pflichtwidrigen Beeinträchtigungen des Mietgebrauchs, bei denen sich die Schwere der Pflichtverletzung und Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses darauf gründet, dass die Beeinträchtigungen - obwohl sie abstellbar sind - laufend oder doch zumindest häufig weiterhin vorkommen (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309; AG Bremen, Urteil vom 03.03.2004, Az.: 17 C 144/04, u.a. in: BeckRS 2004, Nr.: 08315).

    Auf den vorliegenden Fall übertragen ergibt sich hieraus die Beantwortung der Frage, ob die Mitglieder der Hausgemeinschaft des von dem Beklagten bewohnten Mehrfamilienhauses tatsächlich durch den Beklagten bzw. dessen Besucher/Gäste vermeintlich verursachten "Belästigungen" und wenn ja in welchem Umfang und welcher Art und Weise als sozialadäquat noch hinnehmen müssen oder nicht (OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999, Az.: 3 U 20/99, u.a. in: MDR 2000, Seite 578; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 17.07.2001, Az.: 32 C 169/00, u.a. in: Grundeigentum 2001, Seite 1134 = BeckRS 2001, Nr.: 30996309).

  • AG Berlin-Lichtenberg, 25.03.2014 - 6 C 425/13

    Wie weit sind Hausfriedensstörungen durch verwirrten Mieter noch hinzunehmen?

    Zwar sind bei der Interessenabwägung unter anderem das Sozialstaatsprinzip, die Menschenwürde und der Gleichbehandlungsgrundsatz zu berücksichtigen, so dass zu prüfen ist, ob die Störungen eines krankheitsbedingt verwirrten Mitbewohners bei grundgesetzorientierter Wertung noch als hinnehmbar angesehen werden können (vgl. OLG Karlsruhe MDR 2000, 578).
  • AG Flensburg, 03.09.2025 - 62 C 17/25
    Rn. 31 Schließlich ist in diese wertende Betrachtung auch die Frage mit einzubeziehen, ob die Mitglieder der Hausgemeinschaft die durch den Störer verursachten "Lärm-Belästigungen" generell, und wenn ja in welchem Umfang und welcher Art und Weise als sozialadäquat noch hinnehmen müssen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999 - 3 U 20/99, BeckRS 1999, 30978212; AG Brandenburg, Urteil vom 17.07.2001 - 32 C 169/00, BeckRS 2001, 30996309).

    Dies gilt insbesondere für derlei Beeinträchtigungen, die - obwohl sie abstellbar sind - laufend oder doch häufig weiterhin vorkommen (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.12.1999 - 3 U 20/99, BeckRS 1999, 30978212).

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Rechtsprechung
   OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99   

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https://dejure.org/1999,3560
OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,3560)
OLG Hamm, Entscheidung vom 14.06.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,3560)
OLG Hamm, Entscheidung vom 14. Juni 1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,3560)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Zulässigkeit; Teilurteil; Entscheidung; Instanzenzug; Abweichung; Horizontale Arbeitsteilung; Arzt; Behandlungsfehler

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2001, 95
 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (4)

  • BGH, 12.01.1999 - VI ZR 77/98

    Zulässigkeit eines Teilurteils

    Auszug aus OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99
    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf ein Teilurteil nur dann ergehen, wenn es von der Entscheidung über den Rest des geltend gemachten prozessualen Anspruchs unabhängig ist, so daß die Gefahr einander widerstreitender Erkenntnisse, auch durch das Rechtsmittelgericht, nicht besteht (BGH NJW 1993, 784; 1999, 1035).

    Ein Teilurteil ist schon dann unzulässig, wenn sich durch die bloße Möglichkeit einer abweichenden Entscheidung im Instanzenzug die Gefahr widersprechender Entscheidungen ergeben kann (BGH NJW-RR 1994, 379, 380; NJW 1999, 1035).

  • BGH, 12.01.1994 - XII ZR 167/92

    Zulässigkeit eines Teilurteils über eine Widerklage; Zurückverweisung durch das …

    Auszug aus OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99
    Ein Teilurteil ist schon dann unzulässig, wenn sich durch die bloße Möglichkeit einer abweichenden Entscheidung im Instanzenzug die Gefahr widersprechender Entscheidungen ergeben kann (BGH NJW-RR 1994, 379, 380; NJW 1999, 1035).
  • BGH, 26.09.1996 - X ZR 48/95

    Zulässigkeit eines Teilurteils über eine Widerklage im Werklohnprozeß

    Auszug aus OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99
    Es soll nicht zu einer unterschiedlichen Beurteilung bloßer Urteilselemente, die nicht in Rechtskraft erwachsen, kommen (BGH NJW 1997, 453, 455).
  • BGH, 04.02.1997 - VI ZR 69/96

    Zulässigkeit eines Teilurteils bei Verbindung von Zahlungs- und …

    Auszug aus OLG Hamm, 14.06.1999 - 3 U 20/99
    Das trifft auch für den gemäß § 301 Abs. 1 ZPO gleichstehenden Fall zu, daß von mehreren in einer Klage geltend gemachten Ansprüchen nur ein Teil des Klagebegehrens als zur Endentscheidung reif erachtet wird (BGH NJW 1997, 1709).
  • LAG Köln, 12.01.2005 - 7 Sa 754/04

    Arzthaftung, Regress, Teilurteil, Darlegungs- und Beweislast, Bestreiten mit …

    Ebensowenig steht in dem noch nicht erledigten Teil des vorliegenden Rechtsstreits eine Beweisaufnahme an, je nach deren Ergebnis sich die in dem Teilurteil gegenüber den Beklagten zu 3) und 4) getroffene Entscheidung als falsch erweisen könnte (so aber die Konstellation bei OLG Hamm NJW-RR 2001, 95 f.).
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   OLG Bamberg, 20.10.1999 - 3 U 20/99   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1999,17487
OLG Bamberg, 20.10.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,17487)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 20.10.1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,17487)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 20. Oktober 1999 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/1999,17487)
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Volltextveröffentlichungen (2)

  • Wolters Kluwer

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Berufung; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgründen; Voraussetzungen für den Anspruch auf Restwerklohn

  • juris (Volltext/Leitsatz)
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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NJW-RR 2000, 650
 
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Wird zitiert von ... (0)Zitiert selbst (3)

  • BGH, 14.05.1992 - VII ZR 204/90

    Vollstreckungsgegenklage bei notariell beurkundeter Unterwerfungserklärung - …

    Auszug aus OLG Bamberg, 20.10.1999 - 3 U 20/99
    Denn die Unwirksamkeit des Titels wird in einer auf Einwendungen gegen den titulierten Anspruch gestützten Vollstreckungsgegenklage, wie sie vorliegend gegeben ist, nicht geprüft (BGH NJW 1992, 2160).
  • BGH, 22.10.1998 - VII ZR 99/97

    BGH erklärt Unterwerfung unter die Zwangsvollstreckung in Bauträgerverträgen für …

    Auszug aus OLG Bamberg, 20.10.1999 - 3 U 20/99
    Es kann offen bleiben, ob die Unterwerfung des Klägers unter die Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen (III.8. des Vertrags) gemäß §§ 3, 12 MaBV i.V.m. § 134 BGB materiellrechtlich unwirksam ist, weil der Notar die Vollstreckungsklausel ohne besonderen Nachweis erteilen kann (vgl. hierzu BGH NJW 1999, 51).
  • BGH, 19.09.1988 - II ZR 362/87

    Rechtsschutzinteresse für Vollstreckungsgegenklage bei Erlöschen der titulierten …

    Auszug aus OLG Bamberg, 20.10.1999 - 3 U 20/99
    Das gilt aber nicht, wenn das Aufrechnungsverbot entsprechend seiner Zweckbestimmung als Mittel der Kreditsicherung verwandt worden ist, denn der Kreditgeber soll gerade dann darauf vertrauen dürfen, die ihm als Sicherheit abgetretene Forderung nicht durch Aufrechnung zu verlieren, wenn sein Schuldner insolvent wird (BGH NJW-RR 1989, 124, 125) [BGH 19.09.1988 - II ZB 362/87].
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   OLG Frankfurt, 24.02.2000 - 3 U 20/99   

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https://dejure.org/2000,7484
OLG Frankfurt, 24.02.2000 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,7484)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 24.02.2000 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,7484)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 24. Februar 2000 - 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,7484)
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Volltextveröffentlichung

  • juris (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de (Leitsatz)

    AKB § 1 Abs. 2
    Umfang einer vorläufigen Deckungszusage in der Kfz-Haftpflichtversicherung

Verfahrensgang

  • LG Gießen - 2 O 585/97
  • OLG Frankfurt, 24.02.2000 - 3 U 20/99
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   LSG Hamburg, 20.09.2000 - L 3 U 20/99   

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https://dejure.org/2000,49294
LSG Hamburg, 20.09.2000 - L 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,49294)
LSG Hamburg, Entscheidung vom 20.09.2000 - L 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,49294)
LSG Hamburg, Entscheidung vom 20. September 2000 - L 3 U 20/99 (https://dejure.org/2000,49294)
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Volltextveröffentlichungen (2)

 
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Wird zitiert von ...Zitiert selbst (3)

  • BSG, 12.12.1985 - 2 RU 40/85

    Unfallversicherung - Gefahrklassenbildung

    Auszug aus LSG Hamburg, 20.09.2000 - L 3 U 20/99
    Derartige Veränderungen sind erst nach Ablauf einer ausreichenden und angemessenen Frist zur Beobachtung und Neuordnung herbeizuführen (Bundessozialgericht, Urteil vom 12. Dezember 1985, 2 RU 40/85, in: SozR 2200 § 731 Nr. 2).

    Das Unfallversicherungsrecht hat nicht zum Ziel, einzelne Unternehmen mit derselben Unfallgefahr zusammenzufassen, sondern Unternehmensarten nach den sich aus der Natur der Sache ergebenden Kriterien zu bilden, weil bei ihnen die Annahme gerechtfertigt ist, dass der Grad der Unfallgefahr - unabhängig vom individuellen Risiko des einzelnen Unternehmens - in etwa gleich hoch ist (vgl. Bundessozialgericht, Urteil vom 12. Dezember 1985, a.a.O.).

    Allerdings können sie ein Ausmaß erreichen, welches eine weitere Unterteilung erfordert (vgl. BSG, Urteil vom 12. Dezember 1985, a.a.O.).

  • BSG, 18.10.1994 - 2 RU 6/94

    Unfallversicherung - Gefahrklasse

    Auszug aus LSG Hamburg, 20.09.2000 - L 3 U 20/99
    Im Gegensatz zum Sachverhalt der Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 18. Oktober 1994 (2 RU 6/94 in SGb 1995, 253) hat die Beklagte bei Aufstellung des Gefahrtarifs 1995 zutreffende Belastungsdaten zugrunde gelegt.

    Dazu reicht es, wenn sie bei der gerichtlichen Überprüfung als Zusammenfluss rechnerischer, wertender und gewichtender Faktoren nachvollziehbar ist (vgl. Bundessozialgericht, Urteil vom 18. Oktober 1994, a.a.O.).

  • BSG, 22.03.1983 - 2 RU 27/81

    Aufstellung eines Gefahrtarifs - Veranlagung abgrenzbarer Unternehmensteile - …

    Auszug aus LSG Hamburg, 20.09.2000 - L 3 U 20/99
    Nützlichkeits- und Zweckmäßigkeitserwägungen spielen jedoch keine Rolle (vgl. Bundessozialgericht, Urteil vom 22. März 1983, 2 RU 27/81, in: BSGE 55, 26 m.w.N.).
  • LSG Schleswig-Holstein, 19.06.2002 - L 8 U 120/01

    Unterschiedliche Gefahrklassen für Golfvereine und Golfbetreibergesellschaften

    Das LSG Hamburg hat in seinem Urteil vom 20. September 2000 - L 3 U 20/99 - (abgedruckt in E-LSG U-139) entschieden, dass die Beklagte mit dieser Regelung die für die Jahre 1995 und 1996 galt, den ihr einzuräumenden Beobachtungszeitraum noch nicht überschritten hatte (das Jahr 1997 war in jenem Rechtsstreit nicht streitig).
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