Rechtsprechung
| OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- openjur.de
- Justiz Rheinland-Pfalz
§ 917 S 1 BGB, § 918 BGB, § 936 BGB, § 321a ZPO, § 522 Abs 2 ZPO
Nachbarrecht: Erlöschen eines schuldrechtlichen Nutzungsrechts an einem Privatweg durch gutgläubigen Grundstückserwerb; Voraussetzungen eines Notwegerechts - ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 918
Voraussetztungen eines Notwegerechts - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Voraussetzungen für das Bestehen eines Notwegerechts
- ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)
(Nur) vertragliches Wegerecht kann gutgläubig wegerworben werden!
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Koblenz, 05.03.2013 - 1 O 90/13
- OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (4)
- OLG Koblenz, 29.10.2012 - 2 U 1124/11
Begriff des Rezesses; Begründung und Erlöschen einer Grunddienstbarkeit
Auszug aus OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13
Zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks gehört heute, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann (in Anknüpfung an BGH, Teilurteil vom 12. Dezember 2008, V ZR 106/07, MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 f und OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29. Oktober 2012, 2 U 1124/11; Abgrenzung BGH, 9. November 1979, V ZR 85/78, BGHZ 75, 315 ff.).An alle tatbestandlichen Erfordernisse des § 917 S. 1 BGB ist angesichts des schwerwiegenden Eingriffs, den ein Notweg für das Eigentum des Nachbarn bedeutet, ein strenger Maßstab anzulegen (in Anknüpfung an OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29. Oktober 2012, 2 U 1124/11; Hinweisverfügung gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 7. Januar 2009 i.V.m Beschluss vom 26. März 2009 und Beschluss vom 16. Juni 2009 Gehörsrüge gemäß § 321 a ZPO, 2 U 715/09, NJOZ 2010, 153 sowie Hinweisbeschluss vom 22. März 2013, 2 U 117/13).
Rn. 12 Nach der jüngeren Rechtsprechung des BGH (Teilurteil vom 12.12.2008 - V ZR 106/07 - MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 ff weitergehend als BGHZ 75, 315 ff.; vgl. auch OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29.10.2012 - 2 U 1124/11) gehört zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann.
An alle tatbestandlichen Erfordernisse des § 917 S. 1 BGB ist angesichts des schwerwiegenden Eingriffs, den ein Notweg für das Eigentum des Nachbarn bedeutet, ein strenger Maßstab anzulegen (vgl. OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29.10.2012 - 2 U 1124/11; Hinweisverfügung gemäß § 522 Abs. 2 ZPO vom 07.01.2009 i.V.m Beschluss vom 26.03.2009 und Beschluss vom 16.06.2009 Gehörsrüge gemäß § 321 a ZPO - 2 U 715/09 - NJOZ 2010, 153; Hinweisbeschluss vom 22.03.2013 - 2 U 117/13).
- BGH, 12.12.2008 - V ZR 106/07
Anspruch eines Grundstückseigentümers gegen seine Nachbarn auf Duldung der …
Auszug aus OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13
Zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks gehört heute, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann (in Anknüpfung an BGH, Teilurteil vom 12. Dezember 2008, V ZR 106/07, MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 f und OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29. Oktober 2012, 2 U 1124/11; Abgrenzung BGH, 9. November 1979, V ZR 85/78, BGHZ 75, 315 ff.).Rn. 12 Nach der jüngeren Rechtsprechung des BGH (Teilurteil vom 12.12.2008 - V ZR 106/07 - MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 ff weitergehend als BGHZ 75, 315 ff.; vgl. auch OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29.10.2012 - 2 U 1124/11) gehört zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann.
- BGH, 09.11.1979 - V ZR 85/78
Notweg für Zufahrt mit Kraftfahrzeugen zu Wohngrundstück?
Auszug aus OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13
Zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks gehört heute, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann (in Anknüpfung an BGH, Teilurteil vom 12. Dezember 2008, V ZR 106/07, MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 f und OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29. Oktober 2012, 2 U 1124/11; Abgrenzung BGH, 9. November 1979, V ZR 85/78, BGHZ 75, 315 ff.).Rn. 12 Nach der jüngeren Rechtsprechung des BGH (Teilurteil vom 12.12.2008 - V ZR 106/07 - MDR 2009, 374 ff. = NJW-RR 2009, 515 ff weitergehend als BGHZ 75, 315 ff.; vgl. auch OLG Koblenz Hinweisbeschluss vom 29.10.2012 - 2 U 1124/11) gehört zu einer ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks, dass es mit dem eigenen Kraftfahrzeug angefahren werden kann.
- BGH, 15.04.1964 - V ZR 134/62
Auszug aus OLG Koblenz, 26.03.2013 - 3 W 179/13
Von einer vorhandenen anderweitigen Verbindungsmöglichkeit muss der Grundstückseigentümer auch dann Gebrauch machen, wenn sie umständlicher, weniger bequem oder kostspieliger ist als ein Notweg über das Nachbargrundstück (Anschluss BGH, Urteil vom 15. April 1964, V ZR 134/62,- NJW 1964, 1321 ff. = MDR 1964, 583 = WM 1964, 772 ff.) (Rn.13).Von einer vorhandenen anderweitigen Verbindungsmöglichkeit muss der Grundstückseigentümer auch dann Gebrauch machen, wenn sie umständlicher, weniger bequem oder kostspieliger ist als ein Notweg über das Nachbargrundstück (BGH, Urteil vom 15.04.1964 - V ZR 134/62 - NJW 1964, 1321 ff. = MDR 1964, 583 = WM 1964, 772 ff.).
- OLG Hamburg, 23.01.2020 - 6 U 100/17
Grunddienstbarkeit - Recht zum Überfahren eines Grundstücks
Dem hat sich die wohl überwiegende OLG-Rechtsprechung grundsätzlich angeschlossen (vgl. OLG Hamm, Urteil vom 22.3. 2018, 5 U 60/17, juris-Tz. 26; OLG Stuttgart, Urteil vom 30.9. 2014, 12 U 81/14, juris-Tz. 69; OLG München, Urteil vom 19.2. 2014, 7 U 4085/11, juris-Tz. 20; OLG Koblenz, Beschluss vom 26.3.2013, 3 W 179/13, juris-Tz. 12). - VG Aachen, 04.02.2014 - 6 K 1892/11
Straßenrecht; Feststellung; Öffentlichkeit; alter Weg; Widmungstheorie; …
Rn. 82 Vgl. BGH, Teilurteil vom 12. Dezember 2008 - V ZR 106/07 -, juris Rn. 24; Oberlandesgericht (OLG) Koblenz, Beschluss vom 26. März 2013 - 3 W 179/13 -, juris Rn. 13 und 15; Johlen, in: Gädtke, Bauordnung NRW, 12. Auflage 2011, § 4 Rn. 35. - OLG Rostock, 28.10.2022 - 3 U 13/21
Notwegerecht bei in einer privaten Ringstraße "gefangenem" Reihenhaus
Rn. 51 Der Ansicht des BGH, dass bei einem Wohngrundstück die notwendige Verbindung die Zufahrt, also das Anfahren des Grundstückes erfasst, haben sich das OLG Stuttgart (…Urt. v. 30.09.2014, 12 U 81/14, juris) sowie das OLG München (…Urt. v. 19.02.2014, 7 U 4085/11, juris), OLG Koblenz (Beschl. v. 26.03.2013, 3 W 179/13, juris) sowie der Senat (…Urt. v. 11.06.2020, 3 U 24/19 ) angeschlossen.
Bitte loggen Sie sich ein, um diese Funktion zu nutzen. Falls Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich in weniger als einer Minute eines kostenlos anlegen "Registrieren".