Rechtsprechung
| OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19 |
Volltextveröffentlichungen (6)
- openjur.de
- Rechtsprechungsdatenbank Saarland
§ 17 StVG, § 7 Abs 4 StVO, § 7 Abs 5 StVO, § 41 Abs 1 Zeichen 298 StVO
Haftungsverteilung nach Fahrzeugkollision durch grob verkehrswidrigen Fahrstreifenwechsel - IWW
- Verkehrsrecht Blog (Kurzinformation und Volltext)
Anscheinsbeweis spricht auch beim Reißverschlussverfahren gegen Fahrstreifenwechsler
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- anwaltonline.com(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Kurzinformation)
Fahrzeugkollision durch grob verkehrswidrigen Fahrstreifenwechsel
- anwalt.de (Kurzinformation)
Reißverschlussverfahren: Anscheinsbeweis spricht gegen den Spurwechsler
Verfahrensgang
- LG Saarbrücken, 29.01.2019 - 6 O 347/17
- OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Papierfundstellen
- NJW-RR 2019, 1436
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (10)
- OLG Düsseldorf, 22.07.2014 - 1 U 152/13
Haftungsverteilung bei Kollision zweier Fahrzeuge im Zuge des Einscherens im …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Rn. 30 b) Diese Grundsätze gelten auch für einen Spurwechsel im Reißverschlussverfahren (OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014 - I-1 U 152/13, juris Rn. 36;… OLG München r+s 2017, 657 Rn. 9;… Heß in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, Straßenverkehrsrecht 25. Aufl. § 7 StVO Rn. 25).Denn nach dem Wortlaut des § 7 Abs. 4 StVO, der besagt, dass sich Spurwechsler "jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen", haben sich bei einer Verengung rechts die Rechtsfahrenden unter Vortritt des ersten Linksfahrers nach links hin einzuordnen (OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014 - I-1 U 152/13, juris Rn. 29).
- BGH, 07.02.2012 - VI ZR 133/11
Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Quotelung von Sachverständigenkosten
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Nur vermutete Tatbeiträge oder die bloße Möglichkeit einer Schadensverursachung auf Grund geschaffener Gefährdungslage haben deswegen außer Betracht zu bleiben (…BGH NJW 2007, 506, 507 Rn. 18; 2012, 1953, 1954 Rn. 5; Senat OLGR 2009, 394;… NJW-RR 2017, 350, 351 Rn. 37). - BGH, 21.11.2006 - VI ZR 115/05
Abwägung der Verursachungsanteile bei Fehlen der Fahrerlaubnis; Umfang des …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Nur vermutete Tatbeiträge oder die bloße Möglichkeit einer Schadensverursachung auf Grund geschaffener Gefährdungslage haben deswegen außer Betracht zu bleiben (BGH NJW 2007, 506, 507 Rn. 18;… 2012, 1953, 1954 Rn. 5; Senat OLGR 2009, 394;… NJW-RR 2017, 350, 351 Rn. 37).
- OLG München, 21.04.2017 - 10 U 4565/16
Kollision beim Spurwechsel - Anscheinsbeweis und Haftungsverteilung
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Rn. 30 b) Diese Grundsätze gelten auch für einen Spurwechsel im Reißverschlussverfahren (OLG Düsseldorf…, Urteil vom 22.07.2014 - I-1 U 152/13, juris Rn. 36; OLG München r+s 2017, 657 Rn. 9;… Heß in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, Straßenverkehrsrecht 25. Aufl. § 7 StVO Rn. 25). - LG Saarbrücken, 10.02.2017 - 13 S 140/16
Haftung bei Kfz-Unfall: Kollision bei mit einem Spurwechsel verbundenen …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Rn. 29 Der Fahrzeugführer, der auf einer Fahrbahn mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung nach einem Überholvorgang auf den ursprünglichen Fahrstreifen wechselt, hat sich an den Verhaltenspflichten über den Fahrstreifenwechsel auszurichten, die durch die Vorschriften für das Überholen allenfalls ergänzt, nicht aber verdrängt werden (LG Saarbrücken NJW 2017, 3395, 3396). - KG, 06.05.2010 - 12 U 144/09
Haftung beim Auffahrunfall: Anscheinsbeweis beim Auffahrunfall nach …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Der rechtliche Zusammenhang zwischen dem Spurwechsel und dem Auffahren ist noch nicht unterbrochen, wenn sich der Unfall ereignet, nachdem sich der Fahrstreifenwechsler etwa fünf Sekunden im Fahrstreifen des Auffahrenden befunden hat (KG NJW-RR 2011, 28 f.: 4,5 s;… Heß in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, aaO). - OLG Saarbrücken, 20.10.2016 - 4 U 104/15
Verkehrsunfallhaftung bei Kollision eines Pkw mit einem Kraftrad: Notwendige …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Nur vermutete Tatbeiträge oder die bloße Möglichkeit einer Schadensverursachung auf Grund geschaffener Gefährdungslage haben deswegen außer Betracht zu bleiben (…BGH NJW 2007, 506, 507 Rn. 18;… 2012, 1953, 1954 Rn. 5; Senat OLGR 2009, 394; NJW-RR 2017, 350, 351 Rn. 37). - KG, 01.09.2010 - 12 U 205/09
Schadensersatz wegen Kfz-Unfall: Auffahrunfall im Zusammenhang mit einem …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Dieser Anscheinsbeweis ist ausgeräumt, wenn sich das Auffahren in einem zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit dem Fahrstreifenwechsel ereignet hat (KG MDR 2011, 158, 159;… Heß in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, aaO). - OLG München, 26.04.2013 - 10 U 357/12
Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Alleinige Haftung des Spurwechslers bei …
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Rn. 42 4. Wegen der hohen Sorgfaltsanforderungen des § 7 Abs. 5 Satz 1 StVO, der den Ausschluss einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer verlangt, ist grundsätzlich - und damit erst recht im vorliegenden Fall des unzulässigen Rechtsüberholens unter Überfahren einer schraffierten Sperrfläche - von der vollen Haftung des Spurwechslers auszugehen, weil die einfache Betriebsgefahr des anderen Kraftfahrzeugs hinter das gewichtige Verschulden des Spurwechslers zurücktritt (OLG München, Urteil vom 26.04.2013 - 10 U 357/12, juris Rn. 9;… Heß in Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, aaO;… Freymann in Geigel, aaO Rn. 218). - KG, 17.05.1979 - 22 U 702/79
Spurwechsels nach dem Reißverschlußverfahren
Auszug aus OLG Saarbrücken, 01.08.2019 - 4 U 18/19
Er darf insbesondere nie darauf vertrauen, dass ihm der Benutzer des durchgehenden Streifens den Vortritt einräumt, sondern muss durch allmähliches, spitzwinkliges Hinübersetzen und vorherige Rückschau und Richtungszeichen dessen Gefährdung vermeiden (KG, Urteil vom 17.05.1979 - 22 U 702/79, juris;… Freymann in Geigel, aaO Rn. 215).
- AG Brandenburg, 22.05.2025 - 33 C 53/24 Rn. 97 Bei dieser Lage hatte die Klägerin dann aber auch die Vorschrift des § 7 Abs. 5 StVO zu beachten, wonach ein Fahrstreifen - auch wenn er wie hier wegfällt - nur dann wechseln darf, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 98 Beim Wegfall des linken Fahrstreifens hat der auf der durchgehenden rechten Fahrspur fahrende Fahrer - hier der Beklagte zu 1.) - aber den Vortritt, da mit ihm der "Reißverschluss" des § 7 Abs. 4 StVO beginnt, auch wenn der auf der durchgehenden Fahrspur fahrende Beklagte zu 1.) ein Einordnen des klägerischen Pkws grundsätzlich ermöglichen musste und seinen Vortritt nicht erzwingen durfte (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Die auf dem nicht durchgehenden Fahrstreifen fahrende Klägerin durfte dem entsprechend nicht ohne weiteres darauf vertrauen, dass ihr der Spurwechsel von dem bevorrechtigten Beklagten zu 1.) auf dem durchgehenden rechten Fahrstreifen unter Verzicht auf sein Vorrecht ermöglicht wird (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 100 Die Klägerin hätte sich somit hier nur unter besonderer Rücksichtnahme und mit angemessener Geschwindigkeit - unter Beachtung der hier bestehenden Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h - im Wechsel 1:1 nach rechts auf die durchgehende Fahrspur einordnen dürfen (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Vielmehr muss er den Spurwechsel nicht nur rechtzeitig anzeigen und zurück schauen sondern darf er dann auch nur allmählich auf den anderen Fahrstreifen hinüberfahren (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 103 Das Kraftfahrzeug des Beklagten zu 1.), welches sich unstreitig auf dem durchgehenden (hier rechten) Fahrstreifen befunden hatte, genoss nämlich anerkanntermaßen den Vorrang vor dem klägerischen Pkw, der unstreitig auf dem endenden (linken) Fahrstreifen fuhr (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 104 Der Beklagte zu 1.) durfte auch darauf vertrauen, dass die Klägerin nicht in riskanter Weise auf den von ihnen benutzten Fahrstreifen wechselt (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Dass die Klägerin dies nicht getan hat, ist ihr somit dann auch als ein nicht unerhebliches Verschulden hier mit anzulasten (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Jedenfalls spricht der Umstand, dass beide Fahrzeuge sich unmittelbar vor der Kollision nahezu parallel nebeneinander befanden eher dagegen, dass der Beklagte zu 1.) zum Zeitpunkt der Kollision überhaupt in einer Position war, bei der er der Klägerin das Einordnen nach rechts hätte ermöglichen können oder gar müssen (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 107 Ein solch großer "Vorsprung" des Pkws der Klägerin war hier somit entsprechend dem Ergebnis der Beweisaufnahme und dem unstreitigen Vortrag der Prozessparteien zum Zeitpunkt des Fahrstreifenwechsels durch die Klägerin und der sich unmittelbar hieran anschließenden Kollision der beiden Fahrzeuge dem entsprechend gerade nicht [zumindest nicht mehr] gegeben (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Dieser "Reisverschluss" beginnt jedoch auf dem durchgehenden Fahrstreifen (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 110 In der Rechtsprechung ist nunmehr auch klargestellt, dass das Gefährdungsverbot bei Fahrstreifenwechsel gemäß § 7 Abs. 5 StVO auch im Zusammenhang mit dem "Reisverschlussverfahren" gemäß § 7 Abs. 4 StVO gilt (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Äußerste Sorgfalt setzt aber ausreichende Rückschau auf den nachfolgenden Verkehr und einen ausreichenden Abstand zu ihm auf den angestrebten Fahrstreifen voraus (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Grundsätzlich trifft den Verkehrsteilnehmer, der unter Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer den Fahrstreifen wechselt, somit ggf. sogar die volle Haftung (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 113 Eine Mithaftung der Beklagten kommt aber dann in Betracht, wenn eine überhöhte Geschwindigkeit des Beklagten zu 1.) vorlag und/oder feststeht, dass der Beklagte zu 1.) die Gefahr der Kollision auf sich hätte zukommen sehen müssen; er also hätte erkennen müssen, dass die Klägerin ihm - trotz der Verengung des Verkehrsraums im linken Bereich - den Vortritt nicht gewähren würde (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 114 In derartigen Fällen liegt dann nämlich eine Sorgfaltspflichtverletzung des bevorrechtigten Beklagten zu 1.) vor (Verstoß gegen § 3 StVO und/oder § 1 Abs. 2 und § 11 Abs. 3 StVO), der nicht mit überhöhte Geschwindigkeit hätte fahren dürfen und/oder auf seinen Vorrang hätte verzichten müssen, so dass dann auch eine Mithaftungsquote zuzusprechen ist (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 116 Vermindert der an sich bevorrechtigte Fahrer z.B. nicht rechtzeitig seine Geschwindigkeit und verzichtet er auch nicht auf seinen Vorrang, obwohl er erkannt hat, dass sein Vorrang nicht von der anderen Verkehrsteilnehmerin beachtet wird, kommt ggf. sogar eine Mithaftung bis zu einer Quote von 50 % - nicht aber wie von der Klägerseite hier mit einer Quote von 75 % begehrt - in Betracht (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 117 Wegen der im Reißverschlussverfahren nämlich auch den spurhaltenden Verkehrsteilnehmer - hier dem Beklagten zu 1.) - treffenden Sorgfaltspflichten gemäß § 1, § 3 StVO und § 11 Abs. 3 StVO trifft diesen bei einem Zusammenstoß mit einer Spurwechslerin grundsätzlich auch eine gewisse Mithaftung, wobei sich die jeweilige Quote nach den Umständen des Einzelfalls richtet (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 118 Entsprechend dem Vortrag der Prozessparteien sowie aufgrund des Ergebnisses der Beweisaufnahme hätte der Beklagte zu 1.) hier aber wohl bei gehöriger Vorsicht und einer ggf. möglichen, aber unterbliebenen Ausweichreaktion sowie bei einer Abbremsung (anstatt einer Beschleunigung) seines Kraftfahrzeugs den Unfall ggf. wohl noch vermeiden können (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]), so dass eine Mithaftung des bevorrechtigten Beklagten zu 1.) von lediglich 1/3 nach Abwägung der beiderseitigen Verursachungsbeiträge hier im konkreten Fall gerechtfertigt erscheint.
Rn. 119 Vorliegend scheidet eine über 33, 33 % liegende Mithaftung der Beklagten aber nach Überzeugung des erkennenden Gerichts (auch unter Berücksichtigung der vom Pkw der Klägerin ausgehenden Betriebsgefahr) aus, da auch die Klägerin verschuldensbegründend die ihr auch im Reißverschlussverfahren obliegenden gesteigerten Pflichten aus § 7 Abs. 5 StVO hier nicht beachtet hat (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
Rn. 127 Kommt es somit im konkreten Fall an einer Stelle der Fahrbahn, wo sich diese von 2 auf 1 Fahrstreifen verengt, zu einer derartigen Kollision, ist grundsätzlich von einer quotenmäßigen Haftungsteilung auszugehen (BGH, Urteil vom 08.03.2022, Az.: VI ZR 47/21; BGH, Urteil vom 08.10.1965, Az.: 4 StR 466/65; OLG Brandenburg, Urteil vom 25.07.2024, Az.: 12 U 8/24; OLG Hamm, Urteil vom 19.09.2023, Az.: 7 U 99/22; OLG Celle, Urteil vom 20.05.2020, Az.: 14 U 193/19; OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019, Az.: 4 U 18/19; OLG Köln, Beschluss vom 29.06.2017, Az.: 19 U 56/17; OLG München, Urteil vom 21.04.2017, Az.: 10 U 4565/16; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014, Az.: I-1 U 152/13; OLG Stuttgart, Urteil vom 14.04.2010, Az.: 3 U 3/10; KG Berlin, Beschluss vom 19.10.2009, Az.: 12 U 227/08; KG Berlin, Beschluss vom 03.09.2009, Az.: 12 U 136/09; OLG Hamm, Urteil vom 16.11.2004, Az.: 9 U 110/04; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 08.12.2003, Az.: 16 U 173/03; KG Berlin, Urteil vom 23.10.1995, Az.: 12 U 1861/94; OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.10.1991, Az.: 15 U 133/90; KG Berlin, Urteil vom 14.01.1991, Az.: 12 U 7816/89; KG Berlin, Urteil vom 07.06.1990, Az.: 12 U 4191/89; KG Berlin, Urteil vom 12.11.1987, Az.: 12 U 5147/86; KG Berlin, Urteil vom 08.01.1987, Az.: 12 U 2618/87; KG Berlin, Urteil vom 01.07.1985, Az.: 12 U 3939/84; KG Berlin, Urteil vom 10.01.1985, Az.: 12 U 2227/84; KG Berlin, Urteil vom 29.09.1983, Az.: 12 U 3546/82; OLG Stuttgart, Beschluss vom 28.12.1982, Az.: 1 Ss 826/82; OLG Schleswig, Urteil vom 27.06.1979, Az.: 9 U 124/78; KG Berlin, Urteil vom 17.05.1979, Az.: 22 U 702/79; LG Potsdam, Urteil vom 09.01.2024, Az.: 11 O 290/22; LG Hamburg, Urteil vom 03.03.2023, Az.: 337 O 50/22; LG Verden, Urteil vom 15.10.2019, Az.: 5 O 139/18; LG Hamburg, Urteil vom 07.05.2019, Az.: 323 O 218/18; LG Frankfurt/Oder, Urteil vom 09.04.2018, Az.: 13 O 302/17; LG München II, Urteil vom 14.10.2016, Az.: 12 O 3303/16; LG Dortmund, Urteil vom 07.01.2014, Az.: 21 O 359/12; LG München I, Urteil vom 11.12.2008, Az.: 19 O 3476/08; LG Berlin, Urteil vom 27.08.2007, Az.: 59 O 56/07; LG Hanau, Urteil vom 29.09.2003, Az.: 4 O 545/03; LG Berlin, Urteil vom 07.05.2003, Az.: 24 O 34/03; LG München I, Urteil vom 07.06.2002, Az.: 17 S 22537/01; LG Erfurt, Urteil vom 13.07.2001, Az.: 2 S 475/00; LG Halle/Saale, Urteil vom 11.09.1998, Az.: 5 O 396/97; LG Bielefeld, Urteil vom 05.07.1995, Az.: 1 S 252/94; AG Hamburg, Urteil vom 30.07.2015, Az.: 32 C 4/15; AG Rüdesheim, Beschluss vom 04.09.2014, Az.: 3 C 208/14; AG Dinslaken, Urteil vom 15.02.2013, Az.: 32 C 239/11; AG Frankfurt/Main, Urteil vom 28.12.2012, Az.: 29 C 2270/11 [46]; AG Dortmund, Urteil vom 23.02.2010, Az.: 423 C 12873/09; AG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2007, Az.: 52 C 3472/06; AG Düsseldorf, Urteil vom 17.11.2006, Az.: 41 C 3418/06; AG Hamburg, Urteil vom 07.07.2005, Az.: 50A C 102/05; AG Rüsselsheim, Urteil vom 06.11.2000, Az.: 3 C 743/00 [33]).
- OLG Hamm, 19.09.2023 - 7 U 99/22
Reißverschlussverfahren; Spurwechsel; Gefährdungsausschluss; Vorfahrt
Der nachfolgende Fahrzeugführer auf der rechten Spur muss sich zugleich im Einzelfall - wie hier - bei hinreichender Erkennbarkeit des anstehenden Spurwechsel Verstöße gegen § 7 Abs. 4 StVO, § 3 Abs. 1 Satz 2 StVO und gegen § 1 Abs. 2 StVO entgegenhalten lassen (im Anschluss an OLG Saarbrücken, Urteil vom 01.08.2019 - 4 U 18/19, NJW-RR 2019, 1436 = juris Rn. 42; OLG München, Urteil vom 21.04.2017 - 10 U 4565/16, r+s 2017, 657 = juris Rn.19; OLG Düsseldorf, Urteil vom 22.07.2014 - I-1 U 152/13, BeckRS 2014, 21934 = juris Rn.38; KG, Beschluss vom 19.10.2009 - 12 U 227/08, NJW-RR 2010, 1113 = juris Rn.10), die - wie hier - eine Haftungsteilung rechtfertigen können.Hierbei verkennt der Senat nicht, dass auch im Reißverschlussverfahren derjenige, der den durchgehenden Fahrstreifen befährt, grundsätzlich Vorrang vor demjenigen hat, der auf seinen Fahrstreifen nicht durchfahren kann und daher wechseln muss; eine Mithaftung kommt für ihn jedoch in Betracht, wenn er erkennen kann, dass das Fahrzeug auf dem benachbarten Fahrstreifen ihm den Vortritt nicht gewähren wird und er seine Geschwindigkeit nicht herabsetzt oder in anderer Weise falsch reagiert (stdg. obergerichtliche Rspr., vgl. etwa OLG Saarbrücken Urt. v. 1.8.2019 - 4 U 18/19, juris Rn. 42;… OLG München Urt. v. 21.4.2017 - 10 U 4565/16, juris Rn.19;… OLG Düsseldorf Urt. v. 22.7.2014 - I-1 U 152/13, juris Rn.38; KG Berlin Beschl. v. 19.10.2009 - 12 U 227/08, juris Rn.10; KG Berlin Beschl. v. 2.9.2009 - 12 U 136/09, juris Rn.37).
- OLG Zweibrücken, 21.12.2020 - 1 U 108/19
Bemessung der Haftungsanteile mehrerer Verkehrsteilnehmer an Verkehrsunfall auf …
Kommt es auf einer Autobahn beim Ausscheren von dem rechten auf den linken Fahrstreifen in einem nahen zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit dem Spurwechsel zu einem Zusammenstoß mit einem sich auf der linken Spur nähernden Fahrzeug, so kann nach Anscheinsgrundsätzen angenommen werden, dass der ausscherende Fahrstreifenwechsler den an ihn zu stellenden hohen Sorgfaltsanforderungen nicht genügt hat (vgl. OLG München BeckRS 2018, 15975; OLG Bremen VersR 1997, 253; KG NZV 2004, 28; OLG Saarbrücken, Urt. v. 01.08.2019, Az. 4 U 18/19, NJW-RR 2019, 1436, Rn. 21 mwN.;… Heß, in: Burmann/Heß/Hühnermann/Jahnke, Straßenverkehrsrecht, 26. Aufl. 2020, § 7 StVO Rn. 25). - LG Nürnberg-Fürth, 15.02.2024 - 2 O 4326/22
Anforderungen an den Nachweis eines "gestellten" Unfalls
Dies führt nach einheitlicher und ständiger Rechtsprechung zu einer vollen und alleinigen Haftung des Spurwechslers (z.B. OLG München Endurteil v. 23.3.2022 - 10 U 7411/21, BeckRS 2022, 6219; OLG Saarbrücken 1.8.2019 - 4 U 18/19; OLG Hamm 27.10.2014 - 9 U 60/14; OLG München 13.7.2018 - 10 U 1856/17).
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 18.06.2019 - I-4 U 18/19 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
§§ 2 UKlaG, 10 Abs. 1 HWG, Art. 86, 88, 89 Richtlinie 2001/83/EG
Werbung für Arzneimittel, Produktwerbung, Absatzwerbung, Unternehmenswerbung, Imagewerbung - kanzlei.biz
Rezeptpflichtige Arzneimittel - Werbung untersagt
- wrp (Wettbewerb in Recht und Praxis)(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Wettbewerbsrecht/Heilmittelwerberecht: Medikamentenmonat
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- damm-legal.de (Kurzinformation)
Supermarkt darf auch nicht indirekt für verschreibungspflichtige Medikamente werben
- deutsche-apotheker-zeitung.de (Pressemeldung)
Holländischer Supermarkt darf in Deutschland nicht für Rx werben
Verfahrensgang
- LG Dortmund, 04.12.2018 - 25 O 301/18
- OLG Hamm, 18.06.2019 - I-4 U 18/19
Papierfundstellen
- GRUR-RR 2020, 37
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (7)
- EuGH, 05.05.2011 - C-316/09
MSD Sharp & Dohme - Humanarzneimittel - Richtlinie 2001/83/EG - Verbot der …
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Für verschreibungspflichtige Arzneimittel wird dieser weite Werbungsbegriff durch den Zweck der Richtlinie 2001/83 bestätigt, der darin besteht, einen wirksamen Schutz der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten, und der in Anbetracht der schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, zu denen ein Fehlgebrauch oder ein Überverbrauch solcher Arzneimittel führen kann, ein Verbot der Werbung für diese Arzneimittel rechtfertigt (EuGH, Urteil vom 05. Mai 2011 - C-316/09 Rn. 28 bis 30 - MSD Sharp & Dohme/Merckle).Rn. 98 Die beanstandete (Zeitungs-)Anzeige, mit der der Verbraucher ohne weitere Zwischenschritte konfrontiert wird - und allein mit diesem Aspekt zur Abgrenzung einer als "Pull-Dienst" verfügbaren Mitteilung ohne Werbecharakter von einer solchen als "Push-Dienst" verfügbaren mit Werbecharakter beschäftigen sich die vom Landgericht zitierten Ausführungen des EuGH, Urteil vom 05. Mai 2011 - C-316/09 MSD Sharp& Dohme/Merckle -, verfolgt zweifelsohne dieses Ziel.
- BGH, 29.11.2018 - I ZR 237/16
Versandapotheke - Wettbewerbsverstoß durch inländische Versandapotheke: Werbung …
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Von Bedeutung sind insoweit - abgesehen von direkten Hinweisen auf namentlich genannte oder sonst unzweideutig kenntlich gemachte Arzneimittel - die Gestaltung der Werbung, der Zusammenhang, in dem sie steht, der Name des werbenden Unternehmens und inhaltliche Hinweise, wie etwa die Beschreibung eines Indikationsgebietes und der Sinn verwendeter Begriffe (BGH WRP 2019, 187, 189 - Versandapotheke; WRP 2009, 1385, 1387- DeguSmiles & more; WRP 1993, 473, 474 - Pharma-Werbespot).Rn. 72 Die Vorschrift des § 10 Abs. 1 HWG untersagt nicht allein die Werbung für ein einzelnes Produkt, geschweige denn nur eine solche für ein klar als verschreibungspflichtig dargestelltes Arzneimittel (BGH WRP 2019, 187, 189 - Versandapotheke).
- BGH, 17.06.1992 - I ZR 221/90
Pharma-Werbespot - HWG - Unternehmens-/Produktwerbung
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Von Bedeutung sind insoweit - abgesehen von direkten Hinweisen auf namentlich genannte oder sonst unzweideutig kenntlich gemachte Arzneimittel - die Gestaltung der Werbung, der Zusammenhang, in dem sie steht, der Name des werbenden Unternehmens und inhaltliche Hinweise, wie etwa die Beschreibung eines Indikationsgebietes und der Sinn verwendeter Begriffe (BGH WRP 2019, 187, 189 - Versandapotheke; WRP 2009, 1385, 1387- DeguSmiles & more; WRP 1993, 473, 474 - Pharma-Werbespot).- und genau dem will das Heilmittelwerbegesetz mit der Einbeziehung produktbezogener Werbung in seinen Geltungsbereich entgegenwirken (vgl. BGH WRP 1993, 473, 474 - Pharma-Werbespot).
- BGH, 24.11.2016 - I ZR 163/15
Freunde werben Freunde - Wettbewerbsverstoß: Ausloben und Gewähren von …
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Rn. 101 Damit kommt es nicht darauf an, ob die Beklagte als ausländischer Versandhändler der Arzneimittelpreisbindung des § 7 Abs. 1 Nr. 2 HWG i.V.m. § 3 AMPreisV zuwiderhandelt - und dies bedürfte ohnehin noch weiterer Feststellungen (vgl. BGH WRP 2017, 694 - Freunde werben Freunde). - OLG München, 15.03.2012 - 29 U 3438/11
Wettbewerbsverstoß: Zulässigkeit eines Arzneimittellieferservice
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Rn. 102 Unbeantwortet bleiben kann auch, ob die Beklagte mit ihrer Werbung gegen § 43 Abs. 1 S. 1 AMG verstößt, was zweifelhaft ist (vgl. OLG München, Urteil vom 15. März 2012 - 29 U 3438/11 -, Rn. 55, juris) - und selbst der Kläger scheint ausweislich der Berufungsbegründung für den Regelungsbereich des HWG hiervon nicht überzeugt zu sein. - EuGH, 19.10.2016 - C-148/15
Die deutsche Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verstößt …
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Rn. 60 Die in Rede stehende Anzeige stellt einen Verstoß gegen die - i.S.d. Art. 36 AEUV zum Schutze von Gesundheit und Leben gerechtfertigte (vgl. zu dieser Thematik EuGH, Urt. v. 19.10.2016 - C-148/15 Rz. 28ff. - Deutsche Parkinson Vereinigung/Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs) - Vorschrift des § 10 Abs. 1 HWG, in der es u.a. wie folgt heißt:. - LG Dortmund, 04.12.2018 - 25 O 301/18
Auszug aus OLG Hamm, 18.06.2019 - 4 U 18/19
Rn. 34 unter Abänderung des Urteils des Landgerichts Dortmund vom 04.12.2018, Az.: LG Dortmund - 25 O 301/18 -,.
- OLG Hamm, 05.11.2019 - 4 U 11/19
Anspruch auf Unterlassung einer Printwerbung
Die Höhe der Pauschale ist angemessen, Einwendungen hiergegen hat die Beklagte nicht erhoben (vgl. auch Urteil des Senats vom 18.06.2019 - 4 U 18/19 - Medikamentenmonat und vom 16.08.2018 - I-4 U 79/17, 4 U 79/17 - Zum Biker in acht Tagen, Bikerweek; OLG München Urteil vom 22.03.2019 - 6 U 3026/17). - LG Regensburg, 23.06.2020 - 1 HKO 2585/19
Unzulässige Werbung für ein Gewinnspiel mit Brillen als Preis
Rn. 21 Von Bedeutung sind insoweit - abgesehen von direkten Hinweisen auf namentlich genannte oder sonst unzweideutig kenntlich gemachte Arzneimittel - die Gestaltung der Werbung, der Zusammenhang, in dem sie steht, der Name des werbenden Unternehmens und inhaltliche Hinweise, wie etwa die Beschreibung eines Indikationsgebiets und der Sinn verwendeter Begriffe (vgl. OLG Hamm WRP 2019, 1371-1375).
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