Rechtsprechung
| OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
GG Art 5 Abs. 3 S. 1; NHG § 37 Abs. 3 S. 2; NHG § 37 Abs. 3 S. 3; NHG § 38 Abs. 2; NHG § 51 Abs. 1; NHG § 51 Abs. 2; VwVfG § 46
Antrag gegen den Abbruch des Auswahlverfahrens zur Besetzung der Stelle des Präsidenten einer Hochschule; Zuständigkeit für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
NHG,NW § 38 Abs. 2; GG Art. 5 Abs. 3 S. 1
Antrag gegen den Abbruch des Auswahlverfahrens zur Besetzung der Stelle des Präsidenten einer Hochschule; Zuständigkeit für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens
Kurzfassungen/Presse (2)
- niedersachsen.de (Pressemitteilung)
Musikhochschule Hannover durfte das Besetzungsverfahren für die Präsidentenstelle nicht abbrechen
- niedersachsen.de (Pressemitteilung)
Auch der Senat der Musikhochschule kann vom Ministerium verlangen, dass das Auswahlverfahren für die Leitung fortgesetzt wird
Verfahrensgang
- VG Hannover, 21.03.2024 - 2 B 5534/23
- OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (22)
- BVerwG, 29.11.2012 - 2 C 6.11
Konkurrentenstreit; Richterstelle; Beförderung; Bewerbungsverfahrensanspruch; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).In formeller Hinsicht setzt der Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens weiter voraus, dass die Bewerber von dem Abbruch rechtzeitig und in geeigneter Form - etwa durch die erneute Ausschreibung der betreffenden Stelle oder durch Mitteilung - Kenntnis erlangen (BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 28; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19).
Ebenso stellt es einen sachlichen, dem Organisationsermessen zugehörigen Grund für einen Abbruch dar, wenn der Dienstherr sich entschlossen hat, die Stelle neu zuzuschneiden (BVerwG, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 16; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 23).
So kann er aufgrund seines Beurteilungsspielraums bei der Bewerberauswahl das Verfahren abbrechen, wenn kein Bewerber seinen Erwartungen entspricht (BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG - 2 A 3.13 -, juris Rn. 19) oder wenn nachträglich ein wesentlich besser geeigneter Interessent auftritt, der dem zunächst ausgewählten Bewerber nach Maßgabe des Art. 33 Abs. 2 GG vorgeht (BVerwG…, Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 23).
Der Dienstherr kann das Stellenbesetzungsverfahren aber auch abbrechen, weil er erkannt hat, dass es vor dem Hintergrund des Art. 33 Abs. 2 GG fehlerhaft ist (BVerwG, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 30).
Dementsprechend ist der Abbruch regelmäßig gerechtfertigt, wenn dem Dienstherrn im Wege der einstweiligen Anordnung untersagt worden ist, den von ihm ausgewählten Bewerber zu ernennen und/oder einen ausgeschriebenen Dienstposten zu übertragen, denn daraus kann regelmäßig der Schluss gezogen werden, dass die bisherige Verfahrensweise im Hinblick auf Art. 33 Abs. 2 GG erheblichen Zweifeln begegnet (vgl. BVerwG, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 20; vgl. auch Nds. OVG, Beschluss vom 13.3.2012 - 5 ME 41/12 -).
Unsachlich sind demgegenüber solche Gründe, die das Ziel verfolgen, einen unerwünschten Kandidaten aus leistungsfremden Erwägungen von der weiteren Auswahl für die Stelle auszuschließen oder einen bestimmten Bewerber bei der späteren Auswahlentscheidung zu bevorzugen (BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 20).
Wird der Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens diesen formellen und materiellen Anforderungen gerecht, ist der Bewerbungsverfahrensanspruch der ursprünglichen Bewerber erloschen (BVerwG, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 11;… Beschluss vom 27.2.2014 - BVerwG 1 WB 7.13 -, juris Rn. 28; Nds. OVG, Beschluss vom 27.5.2014 - 5 ME 60/14 - Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 24) und ein Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes mit dem Ziel, den Dienstherrn zur Fortführung des Stellenbesetzungsverfahrens zu verpflichten, bleibt ohne Erfolg.
- BVerwG, 26.01.2012 - 2 A 7.09
Konkurrentenstreit; Beförderung; Versetzungsbewerber; Beförderungsbewerber; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).Ein Bewerber wird grundsätzlich nur durch die schriftliche Fixierung der wesentlichen (Abbruch-)Erwägungen in die Lage versetzt, etwa anhand von Akteneinsicht sachgerecht darüber befinden zu können, ob die Entscheidung des Dienstherrn seinen Bewerbungsverfahrensanspruch berührt und ob Rechtsschutz in Anspruch genommen werden soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 28 f.;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 34).
In formeller Hinsicht setzt der Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens weiter voraus, dass die Bewerber von dem Abbruch rechtzeitig und in geeigneter Form - etwa durch die erneute Ausschreibung der betreffenden Stelle oder durch Mitteilung - Kenntnis erlangen (BVerwG, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 28;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19).
So kann er aufgrund seines Beurteilungsspielraums bei der Bewerberauswahl das Verfahren abbrechen, wenn kein Bewerber seinen Erwartungen entspricht (BVerwG, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG - 2 A 3.13 -, juris Rn. 19) oder wenn nachträglich ein wesentlich besser geeigneter Interessent auftritt, der dem zunächst ausgewählten Bewerber nach Maßgabe des Art. 33 Abs. 2 GG vorgeht (BVerwG…, Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 23).
Unsachlich sind demgegenüber solche Gründe, die das Ziel verfolgen, einen unerwünschten Kandidaten aus leistungsfremden Erwägungen von der weiteren Auswahl für die Stelle auszuschließen oder einen bestimmten Bewerber bei der späteren Auswahlentscheidung zu bevorzugen (BVerwG, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 20).
- BVerwG, 03.12.2014 - 2 A 3.13
Abbruch; Aufgabenbereich; Ausschreibung; Auswahlverfahren; …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15; Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19; Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).Ein Bewerber wird grundsätzlich nur durch die schriftliche Fixierung der wesentlichen (Abbruch-)Erwägungen in die Lage versetzt, etwa anhand von Akteneinsicht sachgerecht darüber befinden zu können, ob die Entscheidung des Dienstherrn seinen Bewerbungsverfahrensanspruch berührt und ob Rechtsschutz in Anspruch genommen werden soll (vgl. BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 28 f.; Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 34).
Die Annahme, die maßgeblichen Erwägungen könnten auch erstmals im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes gegen den Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens dargelegt werden, mindert die Rechtsschutzmöglichkeiten der Bewerber in unzumutbarer Weise (vgl. BVerwG, Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 34).
So kann er aufgrund seines Beurteilungsspielraums bei der Bewerberauswahl das Verfahren abbrechen, wenn kein Bewerber seinen Erwartungen entspricht (BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17; Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG - 2 A 3.13 -, juris Rn. 19) oder wenn nachträglich ein wesentlich besser geeigneter Interessent auftritt, der dem zunächst ausgewählten Bewerber nach Maßgabe des Art. 33 Abs. 2 GG vorgeht (BVerwG…, Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 23).
Der Dienstherr kann das Stellenbesetzungsverfahren aber auch abbrechen, weil er erkannt hat, dass es vor dem Hintergrund des Art. 33 Abs. 2 GG fehlerhaft ist (BVerwG…, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17; Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 30).
- BVerfG, 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs (Art …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Nach Art. 33 Abs. 2 GG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 4 GG kann der unterlegene Bewerber in einem gerichtlichen Verfahren überprüfen lassen, ob er durch die Auswahlentscheidung in seinem subjektiv-öffentlichen Recht aus Art. 33 Abs. 2 GG verletzt worden ist (BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 20).Um eine Durchsetzung der in Art. 33 Abs. 2 GG gewährleisteten Rechte sicherstellen zu können, erfordert der Bewerbungsverfahrensanspruch eine angemessene Gestaltung des Auswahlverfahrens (BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 21; Nds. OVG…, Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - Beschluss vom 27.5.2014 - 5 ME 60/14 - Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 21).
Dem Bewerbungsverfahrensanspruch ist auch bei der Entscheidung über den Abbruch eines laufenden Auswahlverfahrens Rechnung zu tragen (…vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.4.2005 - 1 BvR 2231/02 u. a. -, juris Rn. 40; Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 22).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).
- OVG Niedersachsen, 28.06.2021 - 5 ME 50/21
Becherde gegen Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens einer Professur wegen …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Um eine Durchsetzung der in Art. 33 Abs. 2 GG gewährleisteten Rechte sicherstellen zu können, erfordert der Bewerbungsverfahrensanspruch eine angemessene Gestaltung des Auswahlverfahrens (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 21; Nds. OVG, Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - Beschluss vom 27.5.2014 - 5 ME 60/14 - Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 21).Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).
Ebenso stellt es einen sachlichen, dem Organisationsermessen zugehörigen Grund für einen Abbruch dar, wenn der Dienstherr sich entschlossen hat, die Stelle neu zuzuschneiden (BVerwG…, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 16; Nds. OVG, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 23).
Wird der Abbruch des Stellenbesetzungsverfahrens diesen formellen und materiellen Anforderungen gerecht, ist der Bewerbungsverfahrensanspruch der ursprünglichen Bewerber erloschen (BVerwG…, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 11;… Beschluss vom 27.2.2014 - BVerwG 1 WB 7.13 -, juris Rn. 28; Nds. OVG, Beschluss vom 27.5.2014 - 5 ME 60/14 - Nds. OVG, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 24) und ein Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes mit dem Ziel, den Dienstherrn zur Fortführung des Stellenbesetzungsverfahrens zu verpflichten, bleibt ohne Erfolg.
- BVerfG, 24.06.2014 - 1 BvR 3217/07
Verfassungsbeschwerde gegen die organisatorische Ausgestaltung der Medizinischen …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Zwar ist in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anerkannt, dass der Schutz der Wissenschaftsfreiheit gewährleistet, dass die erforderliche Mitwirkung der Wissenschaftler im wissenschaftsorganisatorischen Gesamtgefüge nicht entwertet werden darf (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.6.2014 - 1 BvR 3217/07 -, juris Rn. 83; Nds. OVG…, Beschluss vom 2.9.2014 - 5 ME 104/14 -, juris Rn. 37).Vor diesem Hintergrund wird auch die herausgehobene Bedeutung des Senats der Hochschule bei der Auswahlentscheidung und dem begleitenden Verfahren bei der Besetzung der Hochschulleitung betont (…vgl. Masoud/Seckelmann, in: Epping, NHG, 2. Aufl. 2024, § 38 Rn. 21: "Herrin des Auswahlverfahrens") und ferner daraus abgeleitet, dass bei verfassungskonformer Auslegung des § 38 Abs. 2 Satz 6 NHG der Entscheidungs- und Zurückweisungsspielraum des Fachministeriums über den Besetzungsvorschlag des Senats eng darauf bemessen sei, ob rechtliche Hindernisse (etwa nach §§ 38 Abs. 3 NHG, 45 Abs. 1 StGB) der Ernennung des vorgeschlagenen Kandidaten entgegenstehen (…vgl. Masoud/Seckelmann, a.a.O., Rn. 25); mithin kann die Auswahlentscheidung des Fachministeriums nicht beliebig nach Maßstäben der eigenen Personalpolitik getroffen werden (kein freies politisches Ermessen des Fachministeriums, vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.6.2014 - 1 BvR 3217/07 -, juris Rn. 83).
Die Empfehlung der Findungskommission ist deshalb für den Senat in keiner Weise verbindlich, weil der Wille des Senats in allen Phasen des Findungsprozesses maßgeblich Berücksichtigung finden muss (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.6.2014 - 1 BvR 3217/07 -, juris Rn. 83; Nds. OVG…, Beschluss vom 2.9.2014 - 5 ME 104/14 -, juris Rn. 37).
- BVerwG, 09.03.2005 - 6 C 3.04
Landesamt für Verfassungsschutz; Scientology; informationelles …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Sie ist der Ansicht, selbst wenn man eine Eilbedürftigkeit der Sache und ein Selbsteintrittsrecht des Präsidiums im Verhältnis zum Senat nicht annähme und einen Verfahrensfehler nicht entsprechend § 1 Abs. 1 NVwVfG in Verbindung mit § 46 VwVfG für unbeachtlich hielte, hätte der Zuständigkeitsmangel wegen des offenkundig fehlenden Einflusses auf die Sachentscheidung keine rechtlichen Auswirkungen, und verweist auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. März 2005 - 6 C 3.04 -.Gegenteiliges kann auch dem von der Antragsgegnerin angeführten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. März 2005 - BVerwG 6 C 3.04 - nicht entnommen werden.
Vielmehr führt das Bundesverwaltungsgericht in dieser Entscheidung selbst aus, dass der Verweis auf den Rechtsgedanken des § 46 VwVfG bei Verstößen gegen die sachliche Zuständigkeit nicht weiterführt, weil die Vorschrift sich nach ihrem insoweit eindeutigen Wortlaut nicht auf die Verletzung von Vorschriften über die sachliche Zuständigkeit erstreckt, sondern lediglich Fehler hinsichtlich der örtlichen Zuständigkeit in den Blick nimmt (BVerwG, Urteil vom 9.3.2005 - BVerwG 6 C 3.04 -, juris Rn. 28).
- BVerwG, 10.12.2020 - 2 C 12.20
Ausschluss von Schadensersatz- und Entschädigungsansprüchen bei rechtmäßigem …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, die vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden ist, kommt dem Dienstherrn hinsichtlich der Beendigung eines eingeleiteten Bewerbungs- und Auswahlverfahrens ein weites organisatorisches und verwaltungspolitisches Ermessen zu; der Abbruch des Auswahlverfahrens erfordert jedoch einen sachlichen Grund (BVerwG…, Urteil vom 25.4.1996 - BVerwG 2 C 21.95 -, juris Rn. 21;… Urteil vom 22.7.1999 - BVerwG 2 C 14.98 -, juris Rn. 26;… Urteil vom 31.3.2011 - BVerwG 2 A 2.09 -, juris Rn. 16;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 15;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19; Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 26; vgl. auch Nds. OVG…, Beschluss vom 14.9.2006 - 5 ME 219/06 -, juris Rn. 14;… Beschluss vom 30.9.2010 - 5 ME 169/10 -, juris Rn. 17;… Beschluss vom 16.6.2011 - 5 ME 199/11 - Beschluss vom 19.1.2012 - 5 ME 464/11 - BVerfG, Kammerbeschluss vom 19.12.2008 - 2 BvR 627/08 -, juris Rn. 8 f.), welcher grundsätzlich - d. h. sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt - in den Akten schriftlich dokumentiert sein muss (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 28.11.2011 - 2 BvR 1181/11 -, juris Rn. 23; BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 29;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 19;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 20; Nds. OVG…, Beschluss vom 28.6.2021 - 5 ME 50/21 -, juris Rn. 22).So kann er aufgrund seines Beurteilungsspielraums bei der Bewerberauswahl das Verfahren abbrechen, wenn kein Bewerber seinen Erwartungen entspricht (BVerwG…, Urteil vom 26.1.2012 - BVerwG 2 A 7.09 -, juris Rn. 27;… Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG - 2 A 3.13 -, juris Rn. 19) oder wenn nachträglich ein wesentlich besser geeigneter Interessent auftritt, der dem zunächst ausgewählten Bewerber nach Maßgabe des Art. 33 Abs. 2 GG vorgeht (BVerwG, Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 23).
Der Dienstherr kann das Stellenbesetzungsverfahren aber auch abbrechen, weil er erkannt hat, dass es vor dem Hintergrund des Art. 33 Abs. 2 GG fehlerhaft ist (BVerwG…, Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 17;… Urteil vom 3.12.2014 - BVerwG 2 A 3.13 -, juris Rn. 19; Urteil vom 10.12.2020 - BVerwG 2 C 12.20 -, juris Rn. 30).
- OVG Niedersachsen, 02.09.2014 - 5 ME 104/14
Zuständigkeit des Hochschulsenats für die Abberufung einzelner Mitglieder des …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Zwar ist in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts anerkannt, dass der Schutz der Wissenschaftsfreiheit gewährleistet, dass die erforderliche Mitwirkung der Wissenschaftler im wissenschaftsorganisatorischen Gesamtgefüge nicht entwertet werden darf (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 24.6.2014 - 1 BvR 3217/07 -, juris Rn. 83; Nds. OVG, Beschluss vom 2.9.2014 - 5 ME 104/14 -, juris Rn. 37).Die Empfehlung der Findungskommission ist deshalb für den Senat in keiner Weise verbindlich, weil der Wille des Senats in allen Phasen des Findungsprozesses maßgeblich Berücksichtigung finden muss (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 24.6.2014 - 1 BvR 3217/07 -, juris Rn. 83; Nds. OVG, Beschluss vom 2.9.2014 - 5 ME 104/14 -, juris Rn. 37).
- OVG Niedersachsen, 16.05.2013 - 5 ME 92/13
Bemessen des Streitwertes in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes um …
Auszug aus OVG Niedersachsen, 11.07.2024 - 5 ME 31/24
Auszugehen ist insoweit von einem Grundgehalt der Besoldungsgruppe W 3 in Höhe von 6.912,71 EUR mit der Folge, dass der Halbjahresbetrag 41.476,26 EUR beträgt; eine Halbierung dieses Wertes findet für das Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes in Fällen des Abbruches eines Auswahlverfahrens nicht statt (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 16.5.2013 - 5 ME 92/13 -, juris Rn. 28). - OVG Niedersachsen, 02.05.2019 - 5 ME 68/19
Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens; Berufungsverfahren; …
- OVG Niedersachsen, 07.05.2018 - 5 ME 41/18
- BVerwG, 22.07.1999 - 2 C 14.98
Klageänderung durch Erweiterung des sachlichen Streitstoffs; -, Sachdienlichkeit …
- BVerwG, 25.04.1996 - 2 C 21.95
Beamtenrecht: Beendigung eines Beförderungsverfahrens
- BVerfG, 28.04.2005 - 1 BvR 2231/02
Anwendung der sog. Landeskinderklausel bei der Besetzung von Notarstellen
- BVerfG, 28.02.2007 - 2 BvR 2494/06
Verfassungsmäßigkeit der nachträglichen Beschränkung des Bewerberkreises bei der …
- BVerwG, 31.03.2011 - 2 A 2.09
Schadensersatzanspruch; Bewerberauswahl; Auswahlverfahren; rechtmäßiger Abbruch; …
- OVG Niedersachsen, 14.09.2006 - 5 ME 219/06
Voraussetzungen für den Abruch eines Besetzungsverfahrens durch eine Behörde und …
- BVerfG, 19.12.2008 - 2 BvR 627/08
Verfassungsmäßigkeit des Abbruchs eines beamtenrechtlichen Auswahlverfahrens im …
- BVerwG, 27.02.2014 - 1 WB 7.13
Auswahlverfahren; Abbruch des Verfahrens; Bewerbungsverfahrensanspruch; …
- VGH Bayern, 11.08.2015 - 6 CE 15.1379
Zuständig für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens ist, wer bei dessen …
- OVG Niedersachsen, 30.09.2010 - 5 ME 169/10
Rechtmäßigkeit des Vorbehalts eines Dienstherrn zur Besetzung eines …
- VG Hannover, 04.02.2025 - 2 B 5359/24
Abbruch des Auswahlverfahrens; Fachministierum (noch) nicht zuständig; …
Die dagegen erhobene Beschwerde der Antragsgegnerin zu 1 wies das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht mit Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 - zurück.Zwar hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in dem vorherigen Verfahren der ersten Abbruchentscheidung (Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris) angeführt, dass für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens die Stelle zuständig sei, die bei der Durchführung des Stellenbesetzungsverfahrens die Auswahlentscheidung zu treffen hätte und sich aus der diesbezüglichen Regelung des § 38 Abs. 2 Satz 1 und 6 NHG ergebe, dass das Fachministerium, mithin der Antragsgegner zu 2, zuständig sei (…Rn. 16).
Zum allgemeinen Maßstab für den Abbruch eines Auswahlverfahrens bei einer Stellenbesetzung hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in dem Verfahren hinsichtlich der ersten Abbruchentscheidung (Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris Rn. 12 ff.) bereits wie folgt ausgeführt:.
Hinsichtlich der Höhe des festzusetzenden Streitwertes in Bezug auf den Abbruch eines Auswahlverfahrens gelten dieselben Maßstäbe wie für das Auswahlverfahren selbst (siehe Nds. OVG, Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris Rn. 35 m.w.N.).
Eine Halbierung dieses Wertes findet für das Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes in Fällen des Abbruches eines Auswahlverfahrens nicht statt (vgl. Nds. OVG, Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris Rn. 35;… Beschluss vom 16. Mai 2013 - 5 ME 92/13 -, juris Rn. 28).
- VG Schleswig, 12.06.2025 - 12 B 80/24
Besetzung der neuen Präsidentin der CAU Kiel untersagt
Ob die Funktion der Findungskommission nur darin besteht, es dem Senat durch Reduzierung des Bewerberfeldes auf (mindestens) zwei Kandidaten zu ermöglichen, sich mit den verbleibenden Kandidaten intensiver auseinanderzusetzen und so in vertretbarer Zeit eine fundierte Wahlentscheidung zwischen den Verbliebenen zu treffen (so beispielsweise zum Verhältnis des Senats zum Erweiterten Senat nach dem sächsischen Hochschulrecht, OVG Bautzen…, Beschluss vom 2. August 2010 - 2 B 181/10 -, Rn. 13; zum Verhältnis von Senat und Findungskommission nach dem abweichend ausgestalteten niedersächsischen Hochschulrecht, OVG Lüneburg, Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, Rn. 32; beide juris), lässt sich den Regelungen aus § 23 Abs. 6 Satz 7, Rn. 9 , 12 und 16 HSG in Verbindung mit § 5 Abs. 11 Satz 1 bis 3 und 6 Wahlsatzung CAU nicht entnehmen. - VG Hannover, 10.02.2025 - 6 B 4861/24
Abbruch Auswahlverfahren; Auswahlverfahren; Wissenschaftsfreiheit; Verpflichtung …
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht durch Beschluss vom 11. Juli 2024 (5 ME 31/24) zurück.In seinem Beschluss vom 11. Juli 2024 im Verfahren 5 ME 31/24 hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht diesbezüglich ausgeführt (…juris Rn. 21):.
- OVG Sachsen-Anhalt, 09.01.2025 - 1 M 85/24
Abbruch und Fortführung eines kommunalen Beförderungsstellenbesetzungsverfahrens
Rn. 13 Zuständig für den Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens ist bereits nach allgemeinen Regeln, wer bei dessen Durchführung die Auswahlentscheidung zu treffen hätte (siehe: BayVGH…, Beschluss vom 11.8.2015 - 6 CE 15.1379 -, juris Rn. 18; OVG Niedersachsen, Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris Rn. 16). - VG Magdeburg, 21.01.2025 - 5 B 417/24
Besetzung der Stelle des Kanzlers einer Hochschule
Der Wahlvorschlag der Findungskommission ist für den Senat nicht verbindlich, weil der Wille des Senats in allen Phasen des Auswahlverfahrens maßgeblich Berücksichtigung finden muss (vgl. NdsOVG, Beschluss vom 11. Juli 2024 - 5 ME 31/24 -, juris, Rn. 32). - VG Hannover, 21.03.2024 - 2 B 5534/23
Musikhochschule Hannover muss Besetzungsverfahren für die Präsidentenstelle …
Vielmehr müsse das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur über einen Abbruch des Auswahlverfahrens über die Stelle eines Präsidenten einer Hochschule in staatlicher Trägerschaft entscheiden (Az. 5 ME 31/24).
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