Rechtsprechung
| BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88 |
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Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Ortszuschlag - Geschiedener Soldat - Stufe 1 des Ortszuschlages
Verfahrensgang
- VG Minden, 24.04.1985 - 10 K 1972/83
- BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Papierfundstellen
- NJW 1991, 2718
- NVwZ 1991, 1085 (Ls.)
- FamRZ 1992, 173
- DÖV 1991, 942
Wird zitiert von ... (35) Zitiert selbst (8)
- BVerwG, 28.06.1990 - 6 C 41.88
Rückforderung des kinderbezogenen Anteils im Ortszuschlag
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Vom Revisionsgericht ist jedoch zu prüfen, ob das Berufungsgericht den Rechtsbegriff zutreffend ausgelegt und den entscheidungserheblichen Sachverhalt vollständig gewürdigt hat (Urteile vom 27. Januar 1987 - BVerwG 2 C 9.85 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 13] und vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 m.w.Nachw.]).Auch der Umstand, daß bei Erfüllung seiner Anzeigepflicht die Rechtswidrigkeit der Bescheide hätte offensichtlich werden müssen, führt für sich allein gleichfalls nicht zur verschärften Haftung des Klägers (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO.]).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 12 Abs. 2 BBesG ist ein Mangel offensichtlich, wenn der Empfänger die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer acht gelassen hat (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO. m.w.Nachw.]).
Dies kann allenfalls im Rahmen der Billigkeitsentscheidung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG , § 49 Abs. 2 Satz 3 SVG von Bedeutung sein (Urteil vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [aaO.]).
- BAG, 25.06.1987 - 6 AZR 332/85
Höhe des Ortszuschlags eines geschiedenen, nicht zur Zahlung von Unterhalt …
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Was unter der gesetzlichen Formulierung "aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet" zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelung im Bundesbesoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 29. Januar 1987 - BVerwG 2 C 6.85 - [Buchholz 239.1 § 50 BeamtVG Nr. 2 = ZBR 1987, 282]; Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25. Juni 1987 - BAG 6 AZR 332/85 - [ZTR 1987, 308]).Umstände, die dafür sprechen, der Besoldungsgesetzgeber habe von dem familienrechtlichen Begriff der "Verpflichtung zum Unterhalt" abgehen wollen, wie er in den §§ 1569 ff. BGB seinen Ausdruck gefunden hat, sind nicht erkennbar (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25. Juni 1987 - BA 6 AZR 332/85 - [aaO.]).
- BVerfG, 10.10.1978 - 2 BvL 10/77
Ortszuschlag bei Geschiedenen
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Der Zweck dieser Ortszuschlagsregelung besteht aber darin, "im Blick auf die beamtenrechtliche Alimentationspflicht gegenüber der 'Beamtenfamilie' diese Voraussetzung in der fortbestehenden unterhaltsrechtlichen Bindung zwischen dem geschiedenen Ehegatten und der dadurch bewirkten erhöhten Unterhaltsbelastung des Beamten zu sehen" (BVerfGE 49, 260, 275).
- BVerwG, 13.11.1986 - 2 C 29.84
Beihilfe - Rückforderung - Nichtanrechnung von Krankenversicherungsleistungen
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Nach diesen beamten- und soldatenrechtlichen Vorschriften, die den Rückforderungsbestimmungen des § 48 Abs. 2 Sätze 5 bis 8 VwVfG vorgehen (Urteil vom 13. November 1986 - BVerwG 2 C 29/84 - Buchholz 238.927 BVO NW Nr. 7 m.w.Nachw.), unterliegt der Kläger der verschärften Haftung gemäß § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG , § 49 Abs. 2 Satz 2 SVG in Verbindung mit §§ 819 Abs. 1, 818 Abs. 4 BGB , so daß die Berufung auf den Wegfall der Bereicherung ausgeschlossen ist. - BVerwG, 11.02.1983 - 6 B 61.82
Rückforderung von Überzahlungen
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Diese Billigkeitsentscheidung soll eine allen Umständen des Einzelfalls gerecht werdende, für die Behörde zumutbare, für den Bereicherten tragbare Lösung ermöglichen, bei der auch Alter, Leistungsfähigkeit und sonstige Lebensverhältnisse des Herausgabepflichtigen eine maßgebende Rolle spielen (Beschluß vom 11. Februar 1983 - BVerwG 6 B 61.82 - [ZBR 1983, 193]). - BVerwG, 29.01.1987 - 2 C 6.85
Beamtenrecht - Ruhestandsbeamter - Ortszuschlag - Ehescheidung
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Was unter der gesetzlichen Formulierung "aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet" zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelung im Bundesbesoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 29. Januar 1987 - BVerwG 2 C 6.85 - [Buchholz 239.1 § 50 BeamtVG Nr. 2 = ZBR 1987, 282]; Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 25. Juni 1987 - BAG 6 AZR 332/85 - [ZTR 1987, 308]). - BVerwG, 27.01.1987 - 2 C 9.85
Überzahlter Anwärterverheiratetenzuschlag - Ehegatte im öffentlichen Dienst - …
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Vom Revisionsgericht ist jedoch zu prüfen, ob das Berufungsgericht den Rechtsbegriff zutreffend ausgelegt und den entscheidungserheblichen Sachverhalt vollständig gewürdigt hat (Urteile vom 27. Januar 1987 - BVerwG 2 C 9.85 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 13] und vom 28. Juni 1990 - BVerwG 6 C 41.88 - [Buchholz 240 § 12 BBesG Nr. 17 m.w.Nachw.]). - BVerwG, 03.07.1986 - 6 C 100.84
Beamtenrecht - Familienzuschlag - Unterhaltsverpflichtung
Auszug aus BVerwG, 12.03.1991 - 6 C 51.88
Hiernach ist der Soldat so lange zum Unterhalt verpflichtet, wie er den Unterhalt seines früheren Ehegatten im wesentlichen zu bestreiten hat (Urteil vom 3. Juli 1986 - BVerwG 6 C 100.84 - [Buchholz 235 § 40 BBesG Nr. 11 = NJW 1987, 391]).
- VGH Baden-Württemberg, 06.07.2016 - 4 S 2082/15
Zur Rückforderung von Bezügen bei Kenntnis des Mangels des rechtlichen Grundes …
Während im unmittelbaren Anwendungsbereich des § 819 BGB nur die (positive) Kenntnis vom Mangel des rechtlichen Grundes zur verschärften Haftung führt, genügt es im Besoldungsrecht gemäß § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG, wenn der Mangel so offensichtlich war, dass der Empfänger ihn hätte erkennen müssen (vgl. zur Ergänzungsfunktion des § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG zu § 819 BGB BVerwG, Urteile vom 09.05.2006, a.a.O., vom 12.03.1991 - 6 C 51.88 -, ZBR 1991, 303, vom 28.06.1990 - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, 622, vom 28.02.1985 - 2 C 16.84 -, BVerwGE 71, 77, und vom 25.11.1982 - 2 C 14.81 -, BVerwGE 66, 251; Senatsbeschlüsse vom 31.01.2005 - 4 S 2430/04 -, und vom 02.06.2003 - 4 S 2051/01 - Hessischer VGH, Urteil vom 17.03.1993 - 1 UE 2773/87 -, ZBR 1994, 62).Nicht (mehr) ausreichend ist es nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urteil vom 26.04.2012, a.a.O.), wenn bloße Zweifel bestehen und es einer Nachfrage bedarf (vgl. ferner BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, Schütz BeamtR ES/C V 5 Nr. 84, vom 12.03.1991, a.a.O., vom 28.06.1990, a.a.O.; Senatsurteil vom 24.09.2013 - 4 S 1268/13 - Hessischer VGH…, Urteil vom 17.03.1993, a.a.O.; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 12.08.1992, a.a.O.).
Dabei ist jedoch nicht die gesamte Rechtsbeziehung, aus welcher der Bereicherungsanspruch erwächst, nochmals unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben zu würdigen, sondern auf das konkrete Rückforderungsbegehren und vor allem auf die Modalitäten der Rückabwicklung und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände des Beamten abzustellen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 26.04.2012 - 2 C 15.10 -, a.a.O., vom 26.04.2012 - 2 C 4.11 -, a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 12.03.1991, a.a.O., …und vom 25.11.1982, a.a.O.;… Senatsbeschlüsse vom 31.01.2005, a.a.O.;… vom 02.06.2003, a.a.O.; Niedersächsisches OVG…, Beschluss vom 29.07.2013, a.a.O.).
Den wirtschaftlichen Verhältnissen der Klägerin hat die Beklagte bereits durch die Ratenzahlung angemessen Rechnung getragen (vgl. zu dieser Möglichkeit BVerwG…, Urteil vom 25.11.1982, a.a.O.; ferner Urteil vom 12.03.1991, a.a.O.;… Senatsbeschlüsse vom 23.09.2013, a.a.O., vom 31.01.2005, a.a.O., …und vom 02.06.2003 - 4 S 2051/01 -, a.a.O.).
- OVG Niedersachsen, 25.09.2018 - 5 LB 98/16
Ehegattenunterhalt; Ehescheidung; Entreicherung; nacheheliche …
Rn. 62 "Was unter der gesetzlichen Formulierung 'aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet' zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelungen im Bundesbesoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (vgl. BVerwG…, Urteil vom 29.1.1987 - BVerwG 2 C 6.85 -, juris Rn. 15; Urteil vom 12.3.1991 - BVerwG 6 C 51.88 -, juris Rn. 25;… Urteil vom 19.9.1991 - BVerwG 2 C 28.90 -, juris Rn. 14; Urteil vom 30.1.2003 - BVerwG 2 C 5.02 -, juris Rn.8).Wenn in einem solchen Falle die Kapitalabfindung gezahlt wurde, ist der Betreffende nicht (mehr) nach dem bürgerlichen Recht zum nachehelichen Unterhalt verpflichtet, was die besoldungsrechtliche Folge hat, dass ein Anspruch auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1 nach § 40 Abs. 1 Nr. 3 BBesG a.F. (§ 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BBesG n.F.) ausscheidet (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.3.1991, a. a. O., Rn. 26ff.; BVerwG…, Urteil vom 30.1.2003, a. a. O., Rn. 9).
Denn Sinn und Zweck des § 40 Abs. 1 Nr. 3 BBesG a. F./§ 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BBesG n. F. bestehen darin, wegen der Alimentationspflicht gegenüber der Beamtenfamilie der fortbestehenden unterhaltsrechtlichen Bindung zwischen den geschiedenen Ehegatten und der dadurch bewirkten erhöhten laufenden Unterhaltsbelastung des Beamten Rechnung zu tragen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, juris Rn. 37, 42; BVerwG, Urteil vom 12.3.1991, a. a. O., Rn. 31; OVG NRW…, Urteil vom 26.2.2007 - 1 A 2089/05 -, juris Rn. 31f.).
- BVerwG, 26.03.2026 - 5 C 7.24
Kein dauerndes Getrenntleben von Ehegatten im Sinne des …
Einen mit § 5 UVG vergleichbaren Ersatzanspruch enthalten etwa § 34a Abs. 1 Satz 1 SGB II und § 48 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB X. Für diese Ersatzansprüche ist höchstrichterlich anerkannt, dass von dem subjektiven Fahrlässigkeitsbegriff auszugehen ist, der insbesondere in der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts herausgebildet wurde und nach dem es für das Ob und den Grad der Fahrlässigkeit auch auf die persönliche Urteils- und Kritikfähigkeit sowie das Einsichtsvermögen des Betroffenen ankommt (vgl. BSG, Urteile vom 25. Januar 1994 - 7 RAr 14.93 - BSGE 74, 20 …und vom 12. Mai 2021 - B 4 AS 66/20 R - BSGE 132, 106 Rn. 26, jeweils m. w. N.; vgl. in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 48 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 VwVfG etwa BVerwG, Urteil vom 12. März 1991 - 6 C 51.88 - Buchholz 240 § 40 Nr. 23 S. 26).
- BVerwG, 30.01.2003 - 2 C 5.02
Kein Familienzuschlag der Stufe 1 bei Unterhaltsverzicht der Ehefrau gegen …
Was als Unterhaltsverpflichtung im Sinne der genannten Bestimmungen zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelung im Bundesbesoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (vgl. Urteile vom 19. September 1991 - BVerwG 2 C 28.90 - BVerwGE 89, 53 und vom 12. März 1991 - BVerwG 6 C 51.88 - Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 23 S. 23 jeweils m.w.N.).Die Unterhaltspflicht ist außerdem dadurch weggefallen, dass seine Ehefrau in der Vereinbarung auch auf jeglichen nachehelichen Unterhalt ausdrücklich verzichtet hat (vgl. Urteil vom 12. März 1991, a.a.O. S. 24).
Dieser besteht darin, wegen der Alimentationspflicht gegenüber der Beamtenfamilie die fortbestehende unterhaltsrechtliche Bindung zwischen den geschiedenen Ehegatten und der dadurch bewirkten erhöhten laufenden Unterhaltsbelastung des Beamten Rechnung zu tragen (vgl. BVerfGE 49, 260 ; BVerwG, Urteil vom 12. März 1991 - BVerwG 6 C 51.88 - a.a.O., S. 25).
- OVG Thüringen, 26.01.1999 - 2 KO 769/96
Recht der Landesbeamten; Recht der Landesbeamten; Rückforderung einer überzahlten …
Ein Mangel des rechtlichen Grundes im Sinne von § 12 Abs. 2 Satz 2 BBesG i.V.m. § 819 Abs. 1 BGB ist offensichtlich, wenn der Empfänger ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, Urteil v. 28.2.1985, - 2 C 31.82 -).Ein eventuelles behördliches Mitverschulden an einer Überzahlung von Bezügen ist ebenfalls grundsätzlich in die Ermessensentscheidung nach § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG einzustellen (BVerwG, Urteil v. 27.2.1994, - 2 C 19.92 - Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Mangel des rechtlichen Grundes offensichtlich, wenn der Empfänger ihn nur deshalb nicht erkannt hat, weil er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße außer Acht gelassen hat (BVerwG, Beschluß v. 19.11.1996, - 2 B 42/96 -, Juris-Datenbank; Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, NJW 1991, S. 2718 [2720];… Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, S. 622; Urteil v. 28.2.1985, 2 C 31.82, NVwZ 85, 907).
Ein solches Mitverschulden ist zwar nach Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts grundsätzlich in die Ermessensentscheidung des § 12 Abs. 2 Satz 3 BBesG mit einzubeziehen (BVerwG, Urteil v. 27.2.1994, - 2 C 19.92 -, BVerwGE 95, 94 [98]; Urteil v. 12.3.1991, - 6 C 51.88 -, NJW 1991, S. 2718 [2720];… Urteil v. 28.6.1990, - 6 C 41.88 -, NVwZ-RR 1990, S. 622 [623]).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.08.2001 - 1 A 5008/99
Gewährung des Ortszuschlags der Stufe 2 bzw. des Familienzuschlags der Stufe 1 …
Die anders lautende Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Urteil vom 12. März 1991 - 6 C 51.88 - greife zu kurz und sei aufzugeben.Rn. 32 Vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1991 - 6 C 51/88 -, ZBR 1991, 303 = NJW 1991, 2718 = BayVBl. 1991, 664 = FamRZ 1992, 137 = RiA 1992, 137; BAG, Urteil vom 25. Juni 1987 - 6 AZR 332/85 -, BAGE 55, 379 .
Rn. 44 Vgl. BVerwG, Urteil vom 12. März 1991 - 6 C 51/88 -, a.a.O.; BAG, Urteil vom 25. Juni 1987 - 6 AZR 332/85 -, a.a.O.
- BVerwG, 17.01.2008 - 2 B 58.07
Familienzuschlag für Geschiedene; Ehegatte; Unterhalt; Unterhaltsvereinbarung; …
Nach dieser Rechtsprechung richtet sich mangels eigenständiger Regelung im Bundesbesoldungsrecht das Verständnis der gesetzlichen Formulierung "aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet sind" in § 40 Abs. 1 Nr. 3 BBesG nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (Urteile vom 29. Januar 1987 - BVerwG 2 C 6.85 - Buchholz 239.1 § 50 BeamtVG Nr. 2, vom 12. März 1991 - BVerwG 6 C 51.88 - Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 23, vom 19. September 1991 - BVerwG 2 C 28.90 - BVerwGE 89, 53 = Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 25 und vom 30. Januar 2003 - BVerwG 2 C 5.02 - Buchholz 240 § 40 BBesG Nr. 30, stRspr). - OVG Niedersachsen, 18.03.2016 - 5 LA 22/15
Familienzuschlag; Familienzuschlag der Stufe 1; Familienzuschlag Stufe 1; …
Rn. 25 Was unter der gesetzlichen Formulierung "aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet" zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelungen im Bundesbesoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (vgl. BVerwG…, Urteil vom 29.1.1987 - BVerwG 2 C 6.85 -, juris Rn. 15; Urteil vom 12.3.1991 - BVerwG 6 C 51.88 -, juris Rn. 25;… Urteil vom 19.9.1991 - BVerwG 2 C 28.90 -, juris Rn. 14; Urteil vom 30.1.2003 - BVerwG 2 C 5.02 -, juris Rn.8).Wenn in einem solchen Falle die Kapitalabfindung gezahlt wurde, ist der Betreffende nicht (mehr) nach dem bürgerlichen Recht zum nachehelichen Unterhalt verpflichtet, was die besoldungsrechtliche Folge hat, dass ein Anspruch auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1 nach § 40 Abs. 1 Nr. 3 BBesG a.F. (§ 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BBesG n.F.) ausscheidet (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.3.1991, a. a. O., Rn. 26ff.; BVerwG…, Urteil vom 30.1.2003, a. a. O., Rn. 9).
Denn Sinn und Zweck des § 40 Abs. 1 Nr. 3 BBesG a. F./§ 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BBesG n. F. bestehen darin, wegen der Alimentationspflicht gegenüber der Beamtenfamilie der fortbestehenden unterhaltsrechtlichen Bindung zwischen den geschiedenen Ehegatten und der dadurch bewirkten erhöhten laufenden Unterhaltsbelastung des Beamten Rechnung zu tragen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 -, juris Rn. 37, 42; BVerwG, Urteil vom 12.3.1991, a. a. O., Rn. 31; OVG NRW…, Urteil vom 26.2.2007 - 1 A 2089/05 -, juris Rn. 31f.).
- VG München, 18.02.2020 - M 5 K 18.4089
Rückforderung von überzahltem Familienzuschlag
Rn. 23 Was unter der gesetzlichen Formulierung "aus der Ehe zum Unterhalt verpflichtet" zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelungen im bayerischen Besoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (…vgl. BVerwG, U.v. 29.1.1987 - BVerwG 2 C 6.85 - juris Rn. 15; U.v. 12.3.1991 - BVerwG 6 C 51.88 - juris Rn. 25;… U.v. 19.9.1991 - BVerwG 2 C 28.90 - juris Rn. 14; U.v. 30.1.2003 - BVerwG 2 C 5.02 - juris Rn.8).Dies hat besoldungsrechtlich zur Folge, dass ein Anspruch auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufe 1 nach Art. 36 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BayBesG ausscheidet (vgl. BVerwG, U.v. 12.3.1991, a. a. O., Rn. 26 ff.;… BVerwG, U.v. 30.1.2003, a. a. O., Rn. 9;… vgl. zum Ganzen: OVG Lüneburg, B.v. 15.3.2016 - 5 LA 22/15 - juris Rn. 25).
Rn. 24 a) Der Sinn und Zweck der Gewährung eines Familienzuschlags dient primär nicht der Kompensation einer finanziellen Belastung an sich, vielmehr soll wegen der Alimentationspflicht gegenüber der Beamtenfamilie der fortbestehenden unterhaltsrechtlichen Bindung zwischen den geschiedenen Ehegatten und der dadurch bewirkten erhöhten laufenden Unterhaltsbelastung des Beamten Rechnung getragen werden (…vgl. BVerfG, B.v. 10.10.1978 - 2 BvL 10/77 - juris Rn. 37, 42; BVerwG, U.v. 12.3.1991, a. a. O., Rn. 31;… OVG NRW, U.v. 26.2.2007 - 1 A 2089/05 - juris Rn. 31 f.).
- VG Ansbach, 07.05.2020 - AN 1 K 19.00948
Zins- und Tilgungsraten sind kein nachehelicher Unterhalt, der für einen …
Jedenfalls hätten der Kläger und seine damalige Ehefrau in § 3 des Abfindungsvergleichs über den 31. Dezember 2018 hinaus auf jedweden nachehelichen Unterhalt verzichtet, was zum Erlöschen des Unterhaltsanspruchs ab dem 1. Januar 2019 geführt habe (vgl. BVerwG, U.v. 12.3.1991 - 6 C 51/88 - juris Rn. 29).Rn. 36 Was unter der gesetzlichen Formulierung "aus der letzten Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Unterhalt verpflichtet" zu verstehen ist, richtet sich mangels eigenständiger Regelung im Besoldungsrecht nach den Bestimmungen des bürgerlichen Rechts (BVerwG, U.v. 12.3.1991 - 6 C 51/88 - juris Rn. 25).
Rn. 38 In der Rechtsprechung (BVerwG, U.v. 12.3.1991 - 6 C 51/88 - juris Rn. 29; BVerwG, U.v. 30.1.2003 - 2 C 5 /02 - NJW 2003, 1886;… VG Ansbach, U.v. 11.3.2015 - AN 11 K 14.00768 - juris Rn. 25), der sich die erkennende Kammer anschließt, ist anerkannt, dass eine Verpflichtung zur Zahlung von Unterhalt "aus der Ehe" nicht anzunehmen ist, wenn die konkrete Unterhaltsverpflichtung durch eine Kapitalabfindung abgelöst wurde (BVerwG, U.v. 30.1.2003 - 2 C 5/02 - NJW 2003, 1886), da mit Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung, wovon vorliegend auch der Kläger Gebrauch gemacht hat, die Unterhaltspflichten des Ehegatten erloschen sind, §§ 1585 Abs. 1 und 2, 1585c BGB.
- VGH Baden-Württemberg, 20.07.2010 - 4 S 1524/09
Rückforderung von Versorgungsbezügen - zur Berücksichtigung und Berechnung einer …
- OVG Sachsen-Anhalt, 07.07.2006 - 1 L 510/05
Zur teilweisen Rücknahme eines Beihilfebescheides über die Erstattung von …
- BVerwG, 19.08.1998 - 2 B 6.98
Voraussetzungen für die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Abgrenzung …
- OVG Thüringen, 16.02.1999 - 2 KO 769/96
Mangel des rechtlichen Grundes; Empfänger; Außerachtlassen der im Verkehr …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 26.02.2007 - 1 A 2089/05
Anspruch eines geschiedenen Beamten auf Familienzuschlag; Fehlende Anknüpfung an …
- VG Sigmaringen, 28.09.2011 - 1 K 3529/10
Familienzuschlag bei Abfindung des nachehelichen Unterhaltsanspruchs
- VGH Bayern, 10.05.2021 - 3 ZB 20.759
Rückforderung überzahlter Dienstbezüge - Familienzuschlag der Stufe 1 mit …
- BVerwG, 24.03.1997 - 2 B 33.97
Rückforderung überbezahlten Ausbildungsgeldes an einen Sanitätsoffizier-Anwärter …
- VGH Baden-Württemberg, 14.04.1993 - 11 S 461/92
Zur Rücknahme eines nachträglich rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts mit …
- VG Köln, 03.02.2016 - 23 K 6376/14
- VG Kassel, 29.02.2012 - 1 K 165/11
Familienzuschlag
- OVG Thüringen, 07.12.2000 - 2 KO 933/99
Besoldung und Versorgung; Zur Rückforderung überzahlter Bezüge gemäß § 12 Abs.2 …
- OVG Rheinland-Pfalz, 20.12.1996 - 2 A 13184/95
Unterhaltsverpflichtung; Scheidung; Ehegattenbestandteil; Ortszuschlag; …
- VG Schleswig, 25.02.2009 - 9 A 13/08
Rücknahme von Landeszuschüssen gegenüber Ersatzschule
- BVerwG, 06.12.1995 - 2 B 136.95
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Voraussetzungen für das …
- BVerwG, 07.11.1991 - 2 B 134.91
Darlegungserfordernis der "grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache"
- VG Bayreuth, 19.03.2024 - B 5 K 22.1156
Rückforderung zuviel gezahlter Bezüge, Bruttoprinzip, Rechtsfolgenverweis § 12 …
- OVG Schleswig-Holstein, 13.08.2024 - 2 LA 23/20
Festsetzung des Ruhegehaltes ohne Familienzuschlag nach Abfindung sämtlicher …
- VG München, 05.12.2016 - M 21 K 14.1651
Berücksichtigung des Familienzuschlags der Stufe 1 bei den Versorgungsbezügen
- VG Saarlouis, 12.02.2008 - 3 K 1149/07
Rückforderung zuviel gezahlten Familienzuschlags
- BVerwG, 03.07.1998 - 2 B 58.98
Ehe - Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache - Grundsätzliche Bedeutung einer …
- VG Sigmaringen, 28.11.2011 - 1 K 3529/10
Anspruch eines geschiedenen, den Unterhaltsanspruch seiner geschiedenen Ehefrau …
- VG Berlin, 04.02.1998 - 28 A 262.96
Ortzuschlag der Stufe 2 für einen geschiedenen Beamten; Unterhaltsverpflichtung …
- VG Bayreuth, 11.09.2018 - B 5 K 17.1046
Familienzuschlag der Stufe 1 für geschiedene Ruhegehaltempfänger
- VG Sigmaringen, 12.07.2000 - 9 K 15/00
Rückforderung von Bezügen wegen zuviel gezahlten Ortszuschlags der Stufe 2 durch …
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