Rechtsprechung
| LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Justiz Baden-Württemberg
§ 79 Abs 1 S 3 VBLSa, § 79 Abs 1 S 4 VBLSa, § 79 Abs 1 S 5 VBLSa, § 79 Abs 1 S 6 VBLSa, § 79 Abs 1 S 7 VBLSa
Wirksamkeit der Übergangsregelung für rentenferne Versicherte in der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Wirksamkeit der in der Zusatzversorgung des Öffentlichen Dienstes (VBL) für rentenferne Versicherte neu eingeführten Satzungsbestimmung zum Unverfallbarkeitsfaktor (Altersfaktor/jährlicher Anteilswert); Wirksamkeit der Übergangsregelung für rentenferne Versicherte in der ...
Verfahrensgang
- LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
- OLG Karlsruhe, 30.11.2021 - 12 U 88/20
- BGH - IV ZR 469/21 (anhängig)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (82)
- BGH, 14.11.2007 - IV ZR 74/06
BGH billigt Umstellung der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes - …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Die Anwartschaften der übrigen, ca. 1,7 Mio. rentenfernen Versicherten berechnen sich demgegenüber nach den §§ 78 Abs. 1 und 2, 79 Abs. 1 Satz 1 VBLS n.F. i.V. mit § 18 Abs. 2 BetrAVG, im Urteil des Bundesgerichtshofs vom 14. November 2007 (- IV ZR 74/06 -, BGHZ 174, 127, Rn. 68 ff.) näher dargestellt.Rn. 6 Mit diesem Grundsatzurteil vom 14. November 2007 (- IV ZR 74/06 - aaO.) erklärte der Bundesgerichtshof die Umstellung der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes von einem endgehaltsbezogenen Gesamtversorgungssystem auf ein auf dem Erwerb von Versorgungspunkten beruhendes Betriebsrentensystem und die Neufassung der Satzung der Beklagten als solche für mit höherrangigem Recht vereinbar.
Die klagende Partei gehöre als Normadressat der Satzungsregelungen der Beklagten zum individuell betroffenen Personenkreis.Die Beklagte sei dem Prüfauftrag des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 14. November 2007 (- IV ZR 74/06 - aaO.) zum Näherungsverfahren nicht flächendeckend und hinreichend differenzierend nachgekommen.
Rn. 40 Soweit nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 14. November 2007 - IV ZR 74/06, BGHZ 174, 127 und vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201) von einem Verstoß gegen Art. 3 GG durch die Berechnung der Startgutschrift unter Verweis auf die Regelung des § 18 Abs. 2 BetrAVG und die sich hieraus ergebende Benachteiligung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten auszugehen war, wird diese Ungleichbehandlung durch die neu eingeführten Regelungen des § 79 Abs. 1 Satz 3-8 VBLS beseitigt.
Im Ergebnis sind die hier streitgegenständlichen Regelungen deshalb der AGB-rechtlichen Inhaltskontrolle entzogen (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007 - IV ZR 74/06 -, BGHZ 174, 127-179, Rn. 29).
Rn. 42 2. Die Beklagte als Anstalt des öffentlichen Rechts sowie darüber hinaus die Tarifvertragsparteien als Urheber der der Systemumstellung und den neu eingeführten § 79 Abs. 1 Satz 3-8 VBLS zugrundeliegenden tarifvertraglichen Regelungen sind an die Grundrechte gebunden (…vgl. BGH, Urteile vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201 Rn. 17; vom 14. November 2007 aaO., Rn. 60 m.w.N.;… vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 25; vom 29. September 1993 - IV ZR 275/92 - VersR 1993, 1505).
Rn. 43 Ob die mit einer - bei der Ordnung von Massenerscheinungen und der Regelung hochkomplizierter Materien wie der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst grundsätzlich zulässigen (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007 aaO. Rn. 62 m.w.N.; BVerfGE 98, 365, 385; BVerfG…, Beschluss vom 22. März 2000, aaO.) Typisierung oder Generalisierung verbundenen Härten und Ungerechtigkeiten hingenommen werden müssen, hängt zum einen von der Intensität der Benachteiligungen und der Zahl der betroffenen Personen ab.
Das führte zu einer sachwidrigen, gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoßenden Ungleichbehandlung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten und damit zur Unwirksamkeit der sie betreffenden Übergangs- bzw. Besitzstandsregelungen (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007, aaO., Rn. 133;… Urteil vom 09. März 2016, aaO., Rn. 40).
Selbst eine Veränderung der gesamten Berechnungsformel (und nicht nur die Korrektur ihrer Faktoren) stehe ihnen offen" (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007, aaO., Rn. 149).
Rn. 54 b. Ebenso wie bei der zulässigen Abgrenzung zwischen rentennah und rentenfern Versicherten (vgl. dazu BGH, Urteile vom 14. November 2007 aaO.;… vom 24. September 2008 aaO., Rn. 61, BGHZ 178, 101; BAG…, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11, NZA 2014, 36, Rn. 36) beruhen hier die unterschiedlichen Faktoren von 2, 25 v.H. bis 2, 5 v.H. auf einer generalisierenden und pauschalierenden Betrachtung, die das Ziel verfolgt, jedem rentenfern Versicherten bei nunmehr unterstellten 40 Jahren pflichtversicherter Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu ermöglichen, den vollen 100 %-Wert nach § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG zu erreichen, selbst bei einem Einstieg erst mit dem 25. Lebensjahr.
Rn. 78 1. Dass bei der Errechnung der Startgutschrift die für die Ermittlung der Voll-Leistung von der Höchstversorgung in Abzug zu bringende voraussichtliche gesetzliche Rente gemäß den §§ 33 Abs. 1 Satz 1 ATV, 79 Abs. 1 Satz 1 VBLS i.V. mit 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. f BetrAVG nach dem bei der Berechnung von Pensionsrückstellungen allgemein zulässigen Verfahren (dem so genannten Näherungsverfahren) zu ermitteln ist, begegnet im Grundsatz ebenso keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007 - IV ZR 74/06 -, BGHZ 174, 127, Rn. 102 ff); insbesondere ist auch insoweit nicht von einer Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes auszugehen.
Rentenart- und Zugangsfaktor für die Regelaltersrente, auf die § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. a BetrAVG abstellt, belaufen sich auf 1, 0 (vgl. BGH, Urteil vom 14. November 2007, aaO.).
- LG Karlsruhe, 28.02.2014 - 6 O 145/13
Versorgungsausgleich: Vereinbarkeit der Berechnung der Startgutschrift für …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Eine Gleichheitsverletzung liegt auch nicht in der ausschließlichen Anwendung des Näherungsverfahrens (seit 2014 ständige Rechtsprechung der Kammer, LG Karlsruhe, Urteil vom 28. Februar 2014 - 6 O 145/13 , VersR 2015, 48 -61, juris).Rn. 77 Eine Gleichheitsverletzung liegt auch nicht in der ausschließlichen Anwendung des Näherungsverfahrens nach § 79 Abs. 1 Satz 1, Abs. 6 Satz 3 VBLS, § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 Buchst. f BetrAVG (seit 2014 ständige Rechtsprechung der Kammer, vgl. LG Karlsruhe, Urteil vom 28. Februar 2014 - 6 O 145/13 , VersR 2015, 48 -61).
Diese Bewertung der Tarifvertragsparteien ist auch Ausdruck ihrer Tarifautonomie (vgl. LG Karlsruhe - Kammerurteil - vom 28. Februar 2014 - 6 O 145/13 , VersR 2015, 48 -61, Rn. 96 - 98).
Auf das vorgelegte Gutachten der Beklagten vom 11.03.2011, welches den damaligen Tarifvertragsverhandlungen zugrunde lag, wird verwiesen (vgl. umfassende Ausführungen der Kammer in den Urteilen zur sog. 2. VBL-Welle", beispielhaft im Urteil vom 28. Februar 2014, aaO., Rn. 99-107).
Aus der höheren Voll-Leistung errechnet sich sodann mit Hilfe des Multiplikators der sich daraus ergebende Anwartschaftsbetrag, der wiederum zur Ermittlung der Startpunkte abschließend durch den Betrag von 4 EUR geteilt wird" (vgl. Kammerurteil vom 28. Februar 2014, aaO., Rn 122).
Dies wäre dem berechtigten Vereinfachungsinteresse der Tarifvertragsparteien und ihrem Ziel, den Systemwechsel zeitnah zu vollziehen (vgl. BGH…, Urteil vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 61; dazu auch BAG…, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11 -, NZA 2014, 36, Rn. 36), erkennbar zuwidergelaufen (vgl. Kammerurteil vom 28. Februar 2014, aaO. Rn 121).
Auch sind 2014 die Erziehungszeiten für vor dem 1. Januar 1992 geborene Kinder im gesetzlichen Rentenrecht bessergestellt worden, was sich auch auf die Zusatzversorgung ausgewirkt haben dürfte (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Mai 2018 - 1 BvR 1884/17, VerR 2018, 1216; sowie Parallelentscheidungen - 1 BvR 1935/17 -, - 1 BvR 1882/17 -, - 1 BvR 1866/17 -, - 1 BvR 216/18 -, - 1 BvR 162/18; vgl. auch LG Karlsruhe, Urteil vom 28. Februar 2014 aaO., Rn. 119).
Allgemeingültige Maßstäbe lassen sich insoweit - wie auch sonst für die Ausfüllung des Grundsatzes von Treu und Glauben - allerdings nur begrenzt aufstellen (ständige Rechtsprechung der Kammer, ua Urteil vom 28. Februar 2014 aaO., Rn. 145).
- BGH, 24.09.2008 - IV ZR 134/07
Startgutschriftenregelung der neuen Satzung der Versorgungsanstalt des Bundes und …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Rn. 42 2. Die Beklagte als Anstalt des öffentlichen Rechts sowie darüber hinaus die Tarifvertragsparteien als Urheber der der Systemumstellung und den neu eingeführten § 79 Abs. 1 Satz 3-8 VBLS zugrundeliegenden tarifvertraglichen Regelungen sind an die Grundrechte gebunden (…vgl. BGH, Urteile vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201 Rn. 17;… vom 14. November 2007 aaO., Rn. 60 m.w.N.; vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 25; vom 29. September 1993 - IV ZR 275/92 - VersR 1993, 1505).Rn. 52 Gegen diese unterschiedliche Behandlung und den für die Unterscheidung maßgeblichen Stichtag in der Übergangsregelung des § 79 VBLS bestehen keine rechtlichen Bedenken (…vgl. BGH, Urteile vom 25. September 2013 - IV ZR 207/11, VersR 2014, 89 Rn. 30 und IV ZR 47/12, BetrAV 2014, 189 Rn. 32; vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 aaO., Rn. 30).
Rn. 54 b. Ebenso wie bei der zulässigen Abgrenzung zwischen rentennah und rentenfern Versicherten (…vgl. dazu BGH, Urteile vom 14. November 2007 aaO.; vom 24. September 2008 aaO., Rn. 61, BGHZ 178, 101; BAG…, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11, NZA 2014, 36, Rn. 36) beruhen hier die unterschiedlichen Faktoren von 2, 25 v.H. bis 2, 5 v.H. auf einer generalisierenden und pauschalierenden Betrachtung, die das Ziel verfolgt, jedem rentenfern Versicherten bei nunmehr unterstellten 40 Jahren pflichtversicherter Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu ermöglichen, den vollen 100 %-Wert nach § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG zu erreichen, selbst bei einem Einstieg erst mit dem 25. Lebensjahr.
Dies wäre dem berechtigten Vereinfachungsinteresse der Tarifvertragsparteien und ihrem Ziel, den Systemwechsel zeitnah zu vollziehen, erkennbar zuwidergelaufen (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2008, aaO., Rn. 61; BAG…, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11, NZA 2014, 36, Rn. 36).
Rn. 57 a. Der Bundesgerichtshof hatte im Rahmen der zulässigen Abgrenzung zwischen Betriebsrentnern, rentennahen und rentenfernen Versicherten auf die vom Bundesarbeitsgericht angeführte Verteilungsgerechtigkeit verwiesen (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2008, aaO., Rn. 30 unter Hinweis auf BAGE 124, 1-21, Rn. 44).
Diesem erhöhten Schutzbedürfnis haben die Tarifvertragsparteien, die unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit zu regeln haben, in welchem Umfang die Konsolidierungslasten von Arbeitgebern, Versorgungsanwärtern und Betriebsrentnern zu tragen sind, bei der Übergangsregelung Rechnung zu tragen (vgl. BGH, - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101-123, Rn. 30 unter Hinweis auf BAGE 124, 1 ff.).
Dies wäre dem berechtigten Vereinfachungsinteresse der Tarifvertragsparteien und ihrem Ziel, den Systemwechsel zeitnah zu vollziehen (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 61; dazu auch BAG…, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11 -, NZA 2014, 36, Rn. 36), erkennbar zuwidergelaufen (…vgl. Kammerurteil vom 28. Februar 2014, aaO. Rn 121).
- BAG, 21.08.2007 - 3 AZR 102/06
Tarifliche Ablösung einer umlagefinanzierten Versorgung
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Auch diesem unterschiedlichen Schutzbedürfnis haben die Tarifvertragsparteien, die unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit zu regeln haben, in welchem Umfang die Konsolidierungslasten von Arbeitgebern, Versorgungsanwärtern und Betriebsrentnern zu tragen sind (vgl. BAG, Urteil vom 21. August 2007 - 3 AZR 102/06 -, BAGE 124, 1, Rn. 44), bei der unterschiedlichen Festsetzung des Faktors zwischen 2, 25 v.H. und 2, 5 v.H. Rechnung getragen.Rn. 57 a. Der Bundesgerichtshof hatte im Rahmen der zulässigen Abgrenzung zwischen Betriebsrentnern, rentennahen und rentenfernen Versicherten auf die vom Bundesarbeitsgericht angeführte Verteilungsgerechtigkeit verwiesen (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2008, aaO., Rn. 30 unter Hinweis auf BAGE 124, 1-21, Rn. 44).
Die Tarifvertragsparteien haben dabei berücksichtigt, dass die Betriebsrentner schutzbedürftiger sind als die Versorgungsanwärter" (vgl. BAG, Urteil vom 21. August 2007 - 3 AZR 102/06 -, BAGE 124, 1-21, Rn. 44 - und zur Verteilungsgerechtigkeit schon Aristoteles, Nikomachische Ethik, V 5).
Diesem erhöhten Schutzbedürfnis haben die Tarifvertragsparteien, die unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit zu regeln haben, in welchem Umfang die Konsolidierungslasten von Arbeitgebern, Versorgungsanwärtern und Betriebsrentnern zu tragen sind, bei der Übergangsregelung Rechnung zu tragen (vgl. BGH, - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101-123, Rn. 30 unter Hinweis auf BAGE 124, 1 ff.).
Die Festschreibung von Sanierungsgeldern, die allein von den Arbeitgebern zu tragen sind, entsprach dem Interesse der Arbeitnehmerseite, nicht über die im Altersvorsorgeplan (AVP) geregelte Umlage von 1, 41 v.H. aus dem zu versteuernden Einkommen hinaus mit einem noch höheren Finanzierungsanteil herangezogen und bei der Umstrukturierung der Finanzierung der Zusatzversorgung möglichst gering belastet zu werden (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juli 2011 - IV ZR 76/09 -, BGHZ 190, 314-353, Rn. 58 unter Hinweis auf BAGE 124, 1, Rn. 44).
Rn. 70 Zu den maßgeblichen Gestaltungskriterien gehört die Verteilungsgerechtigkeit (vgl. BAG, Urteil vom 21. August 2007, aaO., Rn. 44), die auch im Rahmen der Systemumstellung von der Gesamtversorgung zum sog. Punktemodell zu berücksichtigen ist.
- BGH, 09.03.2016 - IV ZR 9/15
GG Art. 3 Abs. 1; BetrAVG § 2, § 18 Abs. 2; VBL-Satzung § 79 Abs. 1 und Abs. 1a
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Rn. 7 Auf die genannte Beanstandung durch den Bundesgerichtshof reagierten die Tarifvertragsparteien durch Bestimmungen im 5. Änderungstarifvertrag zum ATV (§ 32 Abs. 6, § 33 Abs. 1a, Abs. 7 Satz 2, Protokollnotiz zu Abs. 1 und Abs. 1a, § 34 Abs. 1 Satz 2 und Satz 4 ATV) und diesen unverändert übernehmend die Beklagte mit den Regelungen des § 78 Abs. 4, § 79 Abs. 1a, Abs. 6 Satz 3, Abs. 7 Satz 2, § 80 Satz 2 und 4 VBLS n.F. Nach § 79 Abs. 1a VBLS n.F. ist eine Vergleichsberechnung vorzunehmen, wie im Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09. März 2016 (- IV ZR 9/15 -, BGHZ 209, 201, Rn. 4) näher erläutert.Rn. 8 In diesem Urteil vom 09. März 2016 (- IV ZR 9/15 - aaO.) stellte der Bundesgerichtshof fest, dass die erteilten Startgutschriften die Rentenanwartschaften nach wie vor nicht verbindlich festlegten, da die Übergangsregelung in § 79 Abs. 1 und 1a VBLS n.F. weiterhin mit dem Gleichheitsgrundrecht aus Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar sei.
Rn. 40 Soweit nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 14. November 2007 - IV ZR 74/06, BGHZ 174, 127 und vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201) von einem Verstoß gegen Art. 3 GG durch die Berechnung der Startgutschrift unter Verweis auf die Regelung des § 18 Abs. 2 BetrAVG und die sich hieraus ergebende Benachteiligung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten auszugehen war, wird diese Ungleichbehandlung durch die neu eingeführten Regelungen des § 79 Abs. 1 Satz 3-8 VBLS beseitigt.
Rn. 42 2. Die Beklagte als Anstalt des öffentlichen Rechts sowie darüber hinaus die Tarifvertragsparteien als Urheber der der Systemumstellung und den neu eingeführten § 79 Abs. 1 Satz 3-8 VBLS zugrundeliegenden tarifvertraglichen Regelungen sind an die Grundrechte gebunden (vgl. BGH, Urteile vom 9. März 2016 - IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201 Rn. 17;… vom 14. November 2007 aaO., Rn. 60 m.w.N.;… vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 25; vom 29. September 1993 - IV ZR 275/92 - VersR 1993, 1505).
Das führte zu einer sachwidrigen, gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoßenden Ungleichbehandlung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten und damit zur Unwirksamkeit der sie betreffenden Übergangs- bzw. Besitzstandsregelungen (vgl. BGH…, Urteil vom 14. November 2007, aaO., Rn. 133; Urteil vom 09. März 2016, aaO., Rn. 40).
Dem entspreche "die einseitige Belastung jüngerer Versicherter oder Versicherter mit einem Eintrittsalter bis zu 25 Jahren durch die neu gefasste Startgutschriftenermittlung nicht" (vgl. BGH, - IV ZR 9/15 -, BGHZ 209, 201, Rn. 40).
- BVerfG, 30.11.2011 - 1 BvR 3269/08
Zur Gleichbehandlung bei der Befreiung von Rundfunkgebühren
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Im Umkehrschluss kann die intensive Betroffenheit auch nur einzelner durch pauschalierende und typisierende Regelung bedeuten, dass die mit der Regelung verbundene Ungleichbehandlung nicht mehr in Kauf zu nehmen ist und ein Verstoß gegen den Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG vorliegt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. November 2011 - 1 BvR 3269/08, 1 BvR 656/10 -, juris, Rn. 20; Beschluss vom 17. Dezember 2012 - 1 BvR 488/10;… 1 BvR 1047/10 -, juris, Rn. 43).Allerdings ist dann nicht von der Verfassungswidrigkeit der jeweiligen Regelung auszugehen, wenn die Regelung in besonderen Härtefällen eine Befreiung vorsieht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. November 2011, aaO., Rn. 20) oder eine solche Möglichkeit sich jedenfalls im Wege der verfassungskonformen Auslegung bietet (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 22. April 2004 - 1 BvR 1372/98 -, juris, Rn. 24).
Jedoch obliegt es dann den Rechtsanwendern, bei Auslegung und Anwendung der jeweiligen Regelung und ihrer Befreiungstatbestände die genannten verfassungsrechtlichen Vorgaben zu beachten (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. November 2011, aaO., Rn. 20;… Beschluss vom 22. April 2004, aaO., Rn. 28).
Läge im Falle der klagenden Partei infolge besonderer Umstände eine besondere, unzumutbare Härte vor, könnte dem auch ohne ausdrückliche Härtefallregelung in der Satzung der Beklagten Rechnung getragen werden (vgl. zu § 37 VersAusglG: BGH…, Beschluss vom 17. Oktober 2018 - IV ZR 163/17, juris, Rn. 18; BVerfG, Beschlüsse vom 30. November 2011 - 1 BvR 3269/08, 1 BvR 656/10 -, juris, Rn. 20 …und vom 22. April 2004 - 1 BvR 1372/98 -, juris, Rn. 24).
- BVerfG, 22.04.2004 - 1 BvR 1372/98
Verfassungsmäßigkeit der Versicherungspflicht sog. Bestandsbäuerinnen in der …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Allerdings ist dann nicht von der Verfassungswidrigkeit der jeweiligen Regelung auszugehen, wenn die Regelung in besonderen Härtefällen eine Befreiung vorsieht (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. November 2011, aaO., Rn. 20) oder eine solche Möglichkeit sich jedenfalls im Wege der verfassungskonformen Auslegung bietet (vgl. BVerfG, Beschluss vom 22. April 2004 - 1 BvR 1372/98 -, juris, Rn. 24).Jedoch obliegt es dann den Rechtsanwendern, bei Auslegung und Anwendung der jeweiligen Regelung und ihrer Befreiungstatbestände die genannten verfassungsrechtlichen Vorgaben zu beachten (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 30. November 2011, aaO., Rn. 20; Beschluss vom 22. April 2004, aaO., Rn. 28).
Läge im Falle der klagenden Partei infolge besonderer Umstände eine besondere, unzumutbare Härte vor, könnte dem auch ohne ausdrückliche Härtefallregelung in der Satzung der Beklagten Rechnung getragen werden (vgl. zu § 37 VersAusglG: BGH…, Beschluss vom 17. Oktober 2018 - IV ZR 163/17, juris, Rn. 18;… BVerfG, Beschlüsse vom 30. November 2011 - 1 BvR 3269/08, 1 BvR 656/10 -, juris, Rn. 20 und vom 22. April 2004 - 1 BvR 1372/98 -, juris, Rn. 24).
Rn. 127 Es ist Sache der Versicherten, die sich auf einen Härtefall berufen, die den Härtefall begründenden Tatsachen vorzutragen und im Bestreitensfall zu beweisen (vgl. BGH, Urteile vom 22. Mai 2019 - VIII ZR 167/17 - ZfIR 2019, 670, 675 und vom 25. September 2013 - IV ZR 47/12, BetrAV 2014, 189; BVerfG, Beschluss vom 22. April 2004, aaO.).
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 1884/17
Erfolglose Verfassungsbeschwerden zur Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Auch das Bundesverfassungsgericht hat für die Prüfung der Verletzung von Art. 3 GG durch die ausschließliche Anwendung des Näherungsverfahrens die Darlegung einer konkreten Betroffenheit gefordert (…vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 10. März 2008 - 1 BvR 1243/04 -, juris, Rn. 6; Beschluss vom 08. Mai 2012 - 1 BvR 1065/03 -, BVerfGE 131, 66-88, Rn. 55 - 56 und Nichtannahmebeschluss vom 09. Mai 2018 - 1 BvR 1884/17 -, juris, Rn. 18).Auch sind 2014 die Erziehungszeiten für vor dem 1. Januar 1992 geborene Kinder im gesetzlichen Rentenrecht bessergestellt worden, was sich auch auf die Zusatzversorgung ausgewirkt haben dürfte (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Mai 2018 - 1 BvR 1884/17, VerR 2018, 1216; sowie Parallelentscheidungen - 1 BvR 1935/17 -, - 1 BvR 1882/17 -, - 1 BvR 1866/17 -, - 1 BvR 216/18 -, - 1 BvR 162/18; vgl. auch LG Karlsruhe…, Urteil vom 28. Februar 2014 aaO., Rn. 119).
Rn. 121 m. Es fehlen zudem Anhaltspunkte zu eventuellen, ohne eine sofortige Zwischenregelung eintretenden und nachträglich nicht mehr zu beseitigenden Nachteilen (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 09. Mai 2018 aaO. und zum Ausgleich im Härtefall oben I. 7. d. und e., unten III.).
- BVerfG, 22.03.2000 - 1 BvR 1136/96
Zur Berechnung der von der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder gewährten …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Eine unterschiedliche Behandlung ist bereits gleichheitswidrig, wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solchem Gewicht bestehen, dass sie die Ungleichbehandlung rechtfertigen können (vgl. BVerfGE 105, 73, 110; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 22. März 2000 - 1 BvR 1136/96, VersR 2000, 835, 837).Rn. 43 Ob die mit einer - bei der Ordnung von Massenerscheinungen und der Regelung hochkomplizierter Materien wie der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst grundsätzlich zulässigen (vgl. BGH…, Urteil vom 14. November 2007 aaO. Rn. 62 m.w.N.; BVerfGE 98, 365, 385; BVerfG, Beschluss vom 22. März 2000, aaO.) Typisierung oder Generalisierung verbundenen Härten und Ungerechtigkeiten hingenommen werden müssen, hängt zum einen von der Intensität der Benachteiligungen und der Zahl der betroffenen Personen ab.
Dabei ist zu berücksichtigen, wie kompliziert die geregelte Materie ist, welche praktischen Erfordernisse für sie sprechen und wie groß die Schwierigkeiten bei der Vermeidung der Ungleichbehandlung sind (vgl. u.a. BVerfGE 63, 119, 128; 87, 234, 255 f.; BVerfG, Beschluss vom 22. März 2000, aaO.).
- BAG, 20.08.2013 - 3 AZR 959/11
Betriebliche Altersversorgung - Gleichheitssatz - Differenzierung zwischen …
Auszug aus LG Karlsruhe, 29.05.2020 - 6 O 376/19
Rn. 54 b. Ebenso wie bei der zulässigen Abgrenzung zwischen rentennah und rentenfern Versicherten (…vgl. dazu BGH, Urteile vom 14. November 2007 aaO.;… vom 24. September 2008 aaO., Rn. 61, BGHZ 178, 101; BAG, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11, NZA 2014, 36, Rn. 36) beruhen hier die unterschiedlichen Faktoren von 2, 25 v.H. bis 2, 5 v.H. auf einer generalisierenden und pauschalierenden Betrachtung, die das Ziel verfolgt, jedem rentenfern Versicherten bei nunmehr unterstellten 40 Jahren pflichtversicherter Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu ermöglichen, den vollen 100 %-Wert nach § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG zu erreichen, selbst bei einem Einstieg erst mit dem 25. Lebensjahr.Dies wäre dem berechtigten Vereinfachungsinteresse der Tarifvertragsparteien und ihrem Ziel, den Systemwechsel zeitnah zu vollziehen, erkennbar zuwidergelaufen (vgl. BGH…, Urteil vom 24. September 2008, aaO., Rn. 61; BAG, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11, NZA 2014, 36, Rn. 36).
Dies wäre dem berechtigten Vereinfachungsinteresse der Tarifvertragsparteien und ihrem Ziel, den Systemwechsel zeitnah zu vollziehen (vgl. BGH…, Urteil vom 24. September 2008 - IV ZR 134/07 -, BGHZ 178, 101, Rn. 61; dazu auch BAG, Urteil vom 20. August 2013 - 3 AZR 959/11 -, NZA 2014, 36, Rn. 36), erkennbar zuwidergelaufen (…vgl. Kammerurteil vom 28. Februar 2014, aaO. Rn 121).
- BGH, 25.09.2013 - IV ZR 47/12
Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes: Verfassungsmäßigkeit der …
- BVerfG, 08.05.2012 - 1 BvR 1065/03
Mangels ausreichender Substantiierung unzulässige Verfassungsbeschwerde gegen die …
- BGH, 19.11.2003 - VIII ZR 60/03
Zum Umfang der materiellen Rechtskraft eines Urteils über eine Wandelungsklage
- BVerfG, 15.07.1998 - 1 BvR 1554/89
Versorgungsanwartschaften
- BVerfG, 23.06.2004 - 1 BvL 3/98
Rentenüberleitung V
- BGH, 09.03.2016 - IV ZR 168/15
Zusatzversorgung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst: Auch die …
- BVerfG, 28.04.1999 - 1 BvL 22/95
Rentenüberleitung II
- BGH, 11.02.2015 - IV ZR 276/14
Wiederanpassung im Versorgungsausgleich gekürzter Anrechte der Zusatzversorgung …
- BAG, 22.02.2000 - 3 AZR 845/98
Ausschluß von geringfügig Beschäftigten aus einem tarifvertraglichen …
- BGH, 25.09.2013 - IV ZR 207/11
Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst in Übergangsfällen: Errechnung der …
- BVerfG, 10.03.2008 - 1 BvR 1243/04
Bewertung beitragsgeminderter Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung
- BGH, 27.09.2012 - IV ZR 176/10
Rentensteigernde Berücksichtigung nach der Umstellung der Zusatzversorgung auf …
- BVerfG, 10.10.2017 - 1 BvR 2019/16
Personenstandsrecht muss weiteren positiven Geschlechtseintrag zulassen
- BVerfG, 26.01.1993 - 1 BvL 38/92
Transsexuelle II
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 162/18
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 1882/17
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 1866/17
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 1935/17
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
- BVerfG, 09.05.2018 - 1 BvR 216/18
Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung
- BVerfG, 17.12.1953 - 1 BvR 147/52
Alle Beamtenverhältnisse sind am 8. Mai 1945 erloschen
- EuGH, 19.01.2010 - C-555/07
Kücükdeveci - Kündigungsfrist in § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB verstößt gegen …
- EuGH, 22.11.2005 - C-144/04
DER GERICHTSHOF FESTIGT DEN SCHUTZ DER ARBEITNEHMER IN BEZUG AUF …
- BVerfG, 23.10.1951 - 2 BvG 1/51
Südweststaat
- BVerfG, 17.11.1992 - 1 BvL 8/87
Einkommensanrechnung
- BVerfG, 06.03.2002 - 2 BvL 17/99
Pensionsbesteuerung
- BGH, 06.07.1955 - GSZ 1/55
Bemessung des Schmerzensgeldanspruches
- BGH, 22.05.2019 - VIII ZR 167/17
Anspruch auf Räumung und Herausgabe einer Doppelhaushälfte nach Kündigung des …
- BAG, 16.09.1986 - GS 1/82
Ablösende Betriebsvereinbarung - Kriterien für die Zulässigkeit des Eingriffs in …
- BAG, 26.05.2009 - 1 AZR 198/08
Altersdifferenzierung in Sozialplan
- BGH, 06.04.1976 - VI ZR 246/74
Ersatz der Aufwendungen für eine Anzeigenaktion bei Verletzung des …
- BGH, 26.02.2013 - XI ZR 345/10
Bankenhaftung bei Anlageberatung: Richterliche Schätzung des entgangenen …
- BGH, 03.11.1999 - IV ZR 155/98
Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung; Begriff der Berufsunfähigkeit
- BGH, 01.06.1959 - III ZR 49/58
Ersatz von Anwaltskosten
- BGH, 17.02.1983 - III ZR 184/81
Rechtskraftwirkung der Abweisung einer negativen Feststellungsklage
- BAG, 12.02.2003 - 10 AZR 299/02
Betriebsübergang - Aktienoptionsplan
- EuGH, 13.07.2017 - C-354/16
Kleinsteuber - Vorlage zur Vorabentscheidung - Sozialpolitik - Richtlinie …
- BGH, 20.07.2011 - IV ZR 76/09
Erhebung von Sanierungsgeldern durch Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder
- BVerfG, 17.12.2012 - 1 BvR 488/10
Nichtannahmebeschluss: Auswirkungen des Systemswechsels in der Zusatzversorgung …
- BVerfG, 30.04.1952 - 1 BvR 14/52
Bezirksschornsteinfeger
- BFH, 15.09.2004 - I R 62/03
Voraussetzungen für das Vorliegen einer sog. Übermaßrente - …
- BGH, 24.02.1954 - II ZR 3/53
Dokumentarfilm - §§ 709, 432 BGB, keine Feststellungsklage über …
- BGH, 06.12.1978 - IV ZR 129/77
Verstoß des Versicherers gegen Treu und Glauben durch Berufung auf …
- BVerfG, 08.02.1983 - 1 BvL 28/79
Pflichtbeiträge in Ausfallzeiten
- BGH, 02.12.2009 - IV ZR 279/07
Zulässigkeit der rückwirkenden Systemumstellung des Zusatzversorgungssystems der …
- BGH, 15.07.2014 - IV ZR 261/14
Versorgungsausgleich: Wegfall der Kürzung einer Betriebsrente nach dem Tod des …
- BGH, 17.10.2018 - IV ZR 163/17
Versorgungsausgleich betr. Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst: Kürzung einer …
- BGH, 17.09.2008 - IV ZR 191/05
Rechtmäßigkeit der jährlichen Anpassung der Zusatzversorgung des öffentlichen …
- BAG, 14.12.1999 - 3 AZR 713/98
Steuerlast bei Nachversicherung einer teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmerin
- BGH, 14.02.1962 - IV ZR 156/61
Umfang der Rechtskraft
- BAG, 17.09.2013 - 3 AZR 686/11
Betriebliche Altersversorgung - Überführung in ein geändertes Versorgungssystem - …
- BAG, 12.11.1992 - 8 AZR 503/91
Schuldnerverzug - Entschuldbarer Rechtsirrtum
- BVerfG, 02.07.1969 - 1 BvR 669/64
Unterhalt II
- BGH, 03.07.1961 - III ZR 19/60
Rechtskraft eines klagabweisenden Versäumnisurteils
- BGH, 06.12.2017 - IV ZR 191/15
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst: Verfassungskonformität der …
- BGH, 10.03.2010 - IV ZR 333/07
Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes: Inhaltskontrolle der Satzung der …
- BGH, 29.09.1993 - IV ZR 275/92
Anrechnung der gesetzlichen Rente bei Teilzeitbeschäftigung
- BGH, 17.04.2002 - IV ZR 89/01
Pflicht der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder zum Abschluß eines ihr …
- BGH, 27.09.2012 - IV ZR 182/10
Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes: Rechtmäßigkeit der Übergangsregelung …
- BGH, 16.05.1990 - IV ZR 334/88
Grobe Fahrlässigkeit bei Herbeiführung eines Brandes durch weggeworfene Zigarette …
- BAG, 01.02.1960 - 5 AZR 20/58
Kündigung - Verjährung - Gehaltszahlungsanspruch
- BGH, 14.03.1990 - IV ZR 334/88
Brandverursachung - Wegwerfen von Zigarrenresten - Grobe Fahrlässigkeit
- OLG München, 22.05.2015 - 25 U 3827/14
Gleichheitswidrigkeit der Berechnung von Startgutschriften bei Umstellung der …
- LG Bochum, 09.07.2008 - 6 O 33/08
- LG Karlsruhe, 25.10.2019 - 6 O 5/19
Beitragserstattung in gesetzlichen Rentenversicherung und Betriebsrente …
- BGH, 05.12.1984 - IVa ZR 24/83
Zulässigkeit leistungssteigender Beiträge nach Eintritt des Versicherungsfalls
- LG Karlsruhe, 12.12.2008 - 6 S 52/08
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst: Streitgegenstand von Startgutschrift und …
- LG Karlsruhe, 24.10.2008 - 6 S 17/08
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst: Feststellungsinteresse für …
- LG Karlsruhe, 10.03.2006 - 6 S 26/05
Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst: Reichweite der Rechtskraft von …
- LG Karlsruhe, 21.02.2005 - 6 O 586/03
Zusatzversorgung im Öffentlichen Dienst: Streitgegenstand bei bürgerlichen …
- Drs-Bund, 22.06.2005 - BT-Drs 15/5821
- BAG, 25.07.2000 - 3 AZR 231/99
- LG Karlsruhe, 22.05.2020 - 6 O 85/19
Wirksamkeit der Übergangsregelung für rentenferne Versicherte in der …
- OLG Karlsruhe, 30.11.2021 - 12 U 88/20
Startgutschriften der VBL für rentenferne Versicherte
Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 29.05.2020, Az. 6 O 376/19 , wird zurückgewiesen.
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Rechtsprechung
| LG Trier, 05.05.2020 - 6 O 376/19 |
Volltextveröffentlichung
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (1)
- LG Tübingen, 17.05.2019 - 3 O 108/18
Tödlicher Verkehrsunfall: Bemessung des Hinterbliebenengeldes für den Ehegatten, …
Auszug aus LG Trier, 05.05.2020 - 6 O 376/19
(vgl. hierzu die ausführlichen Erwägungen des LG Tübingen, Urteil vom 17. Mai 2019 - 3 O 108/18).Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung der bisher ergangenen Rechtsprechung (LG Tübingen, Urteil vom 17. Mai 2019 - 3 O 108/18) schien es angemessen ein Hinterbliebenengeld in Höhe von 7.500 EUR zuzusprechen.
- OLG Brandenburg, 16.08.2022 - 12 U 30/22
Anspruch auf Zahlung restlichen Hinterbliebenengeldes Kriterien für die Bemessung …
In der Rechtsprechung sind bislang zumeist in Fallkonstellationen wie dem vorliegenden Fall (Verlust eines Elternteils für volljährige Kinder) auch niedrigere Entschädigungsbeträge zugesprochen worden (…vgl. LG Tübingen a.a.O.: 7.500,00 EUR; LG München II, Urteil vom 17.05.2019 - 12 O 4540/18, BeckRS 2019, 24127: 5.000,00 EUR für volljährigen Sohn; LG Trier, Urteil vom 05.05.2020 - 6 O 376/19, zitiert nach Hacks/Wellner/Häcker, Schmerzensgeldbeträge, 40. Aufl. Nr. 3088: 7.500,00 EUR für verheiratete und im eigenen Haushalt lebende Tochter).
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Rechtsprechung
| LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19 |
Volltextveröffentlichungen (2)
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (6)
- BGH, 19.01.2021 - VI ZR 433/19
Erste BGH-Entscheidung zum Daimler-Thermofenster: Zurückverweisung wegen …
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Insbesondere bei mittelbaren Schädigungen kommt es ferner darauf an, dass den Schädiger das Unwerturteil, sittenwidrig gehandelt zu haben, gerade auch in Bezug auf die Schäden desjenigen trifft, der Ansprüche aus § 826 BGB geltend macht (BGH…, Urteil vom 08. März 2021 - VI ZR 505/19 -, Rn. 17 m.w.N., juris; BGH, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 14, juris).Bei der Annahme von Willkür in diesem Sinne ist Zurückhaltung geboten; in der Regel wird sie nur beim Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte gerechtfertigt werden können (so BGH…, Beschluss vom 28. Januar 2020 - VIII ZR 57/19 -, Rn. 8, juris m.w.N.; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 14. Januar 2020 - VI ZR 97/19 -, Rn. 8, juris; vgl. auch zum "Abgasskandal" BGH, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 26, juris).
Indizwirkung entfalten können dabei unzutreffende Angaben im Typgenehmigungsverfahren (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 19ff, juris; BGH…, Beschluss vom 09. März 2021 - VI ZR 889/20 -, Rn. 26ff, juris).
- BGH, 08.03.2021 - VI ZR 505/19
Dieselskandal: Audi muss sich VW-Wissen nicht zurechnen lassen
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Insbesondere bei mittelbaren Schädigungen kommt es ferner darauf an, dass den Schädiger das Unwerturteil, sittenwidrig gehandelt zu haben, gerade auch in Bezug auf die Schäden desjenigen trifft, der Ansprüche aus § 826 BGB geltend macht (BGH, Urteil vom 08. März 2021 - VI ZR 505/19 -, Rn. 17 m.w.N., juris; BGH…, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 14, juris).Rn. 34 Eine sekundäre Darlegungslast der Beklagten kommt erst in Betracht, wenn (unstreitiges oder nachgewiesenes) Parteivorbringen hinreichende Anhaltspunkte enthält, die einen bestimmten Schluss nahelegen (vgl. BGH, Urteil vom 08. März 2021 - VI ZR 505/19 -, Rn. 27ff, juris).
Rn. 38 Entsprechend den obigen Ausführungen kann auch nicht festgestellt werden, dass der Klägerin gegen die Beklagte ein Anspruch aus § 831 BGB zustünde (vgl. BGH, Urteil vom 08.03.2021, VI ZR 505/19, Rn. 33).
- BGH, 09.03.2021 - VI ZR 889/20
Erste Entscheidung zum Software-Update der Volkswagen AG bei einem Kauf nach …
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Indizwirkung entfalten können dabei unzutreffende Angaben im Typgenehmigungsverfahren (vgl. BGH…, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 19ff, juris; BGH, Beschluss vom 09. März 2021 - VI ZR 889/20 -, Rn. 26ff, juris).Rn. 36 Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 6 Abs. 1, § 27 Abs. 1 EG-FGV bestehen nicht, da es sich bei der EG-FGV nicht um ein Schutzgesetz handelt (BGH, Beschluss vom 09.03.2021, VI ZR 889/20, Rn. 10).
- BGH, 30.07.2020 - VI ZR 5/20
Schadensersatzklage im sogenannten "Dieselfall" gegen die VW AG bei …
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Denn es besteht keine Stoffgleichheit einer etwaigen Vermögenseinbuße der Klägerin mit den denkbaren Vermögensvorteilen, die ein verfassungsmäßiger Vertreter der Beklagten (§ 31 BGB) für sich oder einen Dritten erstrebt haben könnte (vgl. BGH, Urteil vom 30. Juli 2020 - VI ZR 5/20 -, Rn. 24, juris). - BGH, 28.01.2020 - VIII ZR 57/19
Missachtung substantiierten Vorbringens zum Sachmangel betreffend …
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Bei der Annahme von Willkür in diesem Sinne ist Zurückhaltung geboten; in der Regel wird sie nur beim Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte gerechtfertigt werden können (so BGH, Beschluss vom 28. Januar 2020 - VIII ZR 57/19 -, Rn. 8, juris m.w.N.; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 14. Januar 2020 - VI ZR 97/19 -, Rn. 8, juris; vgl. auch zum "Abgasskandal" BGH…, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 26, juris). - BGH, 14.01.2020 - VI ZR 97/19
Ersatz materiellen und immateriellen Schadens nach einem Flugzeugabsturz; …
Auszug aus LG Düsseldorf, 10.09.2021 - 6 O 376/19
Bei der Annahme von Willkür in diesem Sinne ist Zurückhaltung geboten; in der Regel wird sie nur beim Fehlen jeglicher tatsächlicher Anhaltspunkte gerechtfertigt werden können (so BGH…, Beschluss vom 28. Januar 2020 - VIII ZR 57/19 -, Rn. 8, juris m.w.N.; vgl. auch BGH, Beschluss vom 14. Januar 2020 - VI ZR 97/19 -, Rn. 8, juris; vgl. auch zum "Abgasskandal" BGH…, Beschluss vom 19. Januar 2021 - VI ZR 433/19 -, Rn. 26, juris).
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