Rechtsprechung
| OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Judicialis
ZPO § 160 Abs. 3 Nr. 6; ; ZPO § ... 160 Abs. 3 Nr. 7; ; ZPO § 313; ; ZPO § 310; ; ZPO § 310 Abs. 1; ; ZPO § 310 Abs. 2; ; ZPO § 311 Abs. 1 Satz 1; ; ZPO § 315 Abs. 1; ; ZPO § 315 Abs. 1 Satz 1; ; ZPO § 317; ; ZPO § 517; ; ZPO § 538 Abs. 2 Nr. 1; ; ZPO § 538 Abs. 2 Ziff. 1; ; ZPO § 548; ; GKG § 8
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
ZPO § 310 § 315 § 517
Anforderungen an das Vorliegen eines formell ordnungsgemäßen Urteils - Scheinurteil - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei)
Verfahrensfehlerhaft ergangenes Urteil; Formell rechtswidriges Urteil; Fehlen der schriftlichen Urteilsformel bei Verkündung; "Nicht-Urteil"; Scheinurteil nach Ablauf der 5-Monatsfrist
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Stralsund, 09.01.2002 - 6 O 578/99
- OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Wird zitiert von ... (5) Zitiert selbst (13)
- BGH, 03.11.1994 - LwZB 5/94
Zulässigkeit der Berufung gegen ein nicht verkündetes Urteil
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Bei einem nicht verkündeten und nicht (innerhalb der Frist von 5 Monaten) abgesetzten Urteil handelt es sich um ein rechtlich nicht existentes sogen. Scheinurteil (vgl. OLG Frankfurt, NJW-RR 1995, 511), in Wahrheit nur um einen "Urteilsentwurf", der auch nicht Gegenstand einer die Berufungsfrist des § 517 ZPO in Lauf setzenden wirksamen Zustellung sein kann (vgl. BGH, NJW 1995, 404; 1996, 1969 [1970]; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 301f. jeweils m.w.N.).Gleichwohl ist gegen ein solches Nichturteil die Einlegung des bei wirksamer Verkündung und Absetzung der Entscheidung statthaften Rechtsmittels, hier also der Berufung, zulässig, um den äußeren Anschein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung zu beseitigen (vgl. BGH, NJW 1964, 248; VersR 1984, 1192; NJW 1995, 404; 1996, 1969; OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511f.;… Zöller/Gummer/Heßler, a.a.O., Vor § 511 ZPO Rn. 36 jeweils m.w.N.).
Auf die danach statthafte Berufung gegen das nicht wirksam verkündete und nicht abgesetzte Urteil des Landgerichts ist dieses aufzuheben und der Rechtsstreit an das erstinstanzliche Gericht zwecks Beendigung des noch nicht abgeschlossenen Verfahrens zurückzuweisen (vgl. BGH, NJW 1995, 404; OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511 [512]; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 301 [302] jeweils m.w.N. auch auf die Lit.).
Vielmehr dient dieses allein dazu, die unrichtige Behandlung der Sache wieder zu beseitigen (vgl. BGH, NJW 1987, 2446-2447; NJW 1995, 404).
- OLG Frankfurt, 07.12.1994 - 17 U 288/93
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Bei einem nicht verkündeten und nicht (innerhalb der Frist von 5 Monaten) abgesetzten Urteil handelt es sich um ein rechtlich nicht existentes sogen. Scheinurteil (vgl. OLG Frankfurt, NJW-RR 1995, 511), in Wahrheit nur um einen "Urteilsentwurf", der auch nicht Gegenstand einer die Berufungsfrist des § 517 ZPO in Lauf setzenden wirksamen Zustellung sein kann (vgl. BGH, NJW 1995, 404; 1996, 1969 [1970]; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 301f. jeweils m.w.N.).Gleichwohl ist gegen ein solches Nichturteil die Einlegung des bei wirksamer Verkündung und Absetzung der Entscheidung statthaften Rechtsmittels, hier also der Berufung, zulässig, um den äußeren Anschein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung zu beseitigen (vgl. BGH, NJW 1964, 248; VersR 1984, 1192; NJW 1995, 404; 1996, 1969; OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511f.;… Zöller/Gummer/Heßler, a.a.O., Vor § 511 ZPO Rn. 36 jeweils m.w.N.).
Auf die danach statthafte Berufung gegen das nicht wirksam verkündete und nicht abgesetzte Urteil des Landgerichts ist dieses aufzuheben und der Rechtsstreit an das erstinstanzliche Gericht zwecks Beendigung des noch nicht abgeschlossenen Verfahrens zurückzuweisen (vgl. BGH, NJW 1995, 404; OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511 [512]; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 301 [302] jeweils m.w.N. auch auf die Lit.).
Eine Anordnung der Vollstreckbarkeit hat zu unterbleiben, da die Entscheidung keinen vollstreckungsfähigen Inhalt hat (so ebenso OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511 [512]).
- BGH, 29.10.1986 - IVa ZR 119/85
Ablauf der 5-Monats-Frist
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Denn einerseits müssen die Parteien zumindest in der 5-Monats-Frist der §§ 517, 548 ZPO Klarheit darüber haben, ob und mit welchen Gründen sie gegen das (noch nicht begründete) Urteil ein Rechtsmittel einlegen sollen (vgl. GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2604] BGH, NJW 1987, 2446; 91, 1547; MDR 2001, 1184;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).Deshalb ist mit der Rechtsmeinung der Gemeinsamen Senate der obersten Gerichtshöfe des Bundes und des Bundesgerichtshofs - in st. Rspr. - die 5-Monats-Frist als eine absolute Frist zu verstehen, bis zu deren Ablauf "aus Gründen der Rechtssicherheit" sowie "zur Vermeidung von Fehlerinnerung" das vollständige Urteil vorliegen muss (vgl. insoweit GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2605]; BGH, NJW 1987, 2446; 1991, 1547ff.; NJW-RR 201, 1642-1643;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).
Vielmehr dient dieses allein dazu, die unrichtige Behandlung der Sache wieder zu beseitigen (vgl. BGH, NJW 1987, 2446-2447; NJW 1995, 404).
- GemSOGB, 27.04.1993 - GmS-OGB 1/92
Absoluter Revisionsgrund bei unvollständig abgefaßtem Urteil
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Daraus folgt im Umkehrschluss, ein Urteil ist i.S.v. § 538 Abs. 2 Nr. 1 ZPO als "nicht mit Gründen versehen" anzusehen, wenn eine schriftliche Begründung 5 Monate nach der Urteilsverkündung noch nicht vorliegt (vgl. GmS-OGB, NJW 1993, 2603).Denn einerseits müssen die Parteien zumindest in der 5-Monats-Frist der §§ 517, 548 ZPO Klarheit darüber haben, ob und mit welchen Gründen sie gegen das (noch nicht begründete) Urteil ein Rechtsmittel einlegen sollen (vgl. GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2604] BGH, NJW 1987, 2446; 91, 1547; MDR 2001, 1184;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).
Deshalb ist mit der Rechtsmeinung der Gemeinsamen Senate der obersten Gerichtshöfe des Bundes und des Bundesgerichtshofs - in st. Rspr. - die 5-Monats-Frist als eine absolute Frist zu verstehen, bis zu deren Ablauf "aus Gründen der Rechtssicherheit" sowie "zur Vermeidung von Fehlerinnerung" das vollständige Urteil vorliegen muss (vgl. insoweit GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2605]; BGH, NJW 1987, 2446; 1991, 1547ff.; NJW-RR 201, 1642-1643;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).
- BGH, 24.10.1990 - XII ZR 101/89
Verkündung des Urteils im Anschluß an Beweisaufnahme; Zustellung der …
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Denn einerseits müssen die Parteien zumindest in der 5-Monats-Frist der §§ 517, 548 ZPO Klarheit darüber haben, ob und mit welchen Gründen sie gegen das (noch nicht begründete) Urteil ein Rechtsmittel einlegen sollen (vgl. GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2604] BGH, NJW 1987, 2446; 91, 1547; MDR 2001, 1184;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).Deshalb ist mit der Rechtsmeinung der Gemeinsamen Senate der obersten Gerichtshöfe des Bundes und des Bundesgerichtshofs - in st. Rspr. - die 5-Monats-Frist als eine absolute Frist zu verstehen, bis zu deren Ablauf "aus Gründen der Rechtssicherheit" sowie "zur Vermeidung von Fehlerinnerung" das vollständige Urteil vorliegen muss (vgl. insoweit GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2605]; BGH, NJW 1987, 2446; 1991, 1547ff.; NJW-RR 201, 1642-1643;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).
- BGH, 17.04.1996 - VIII ZR 108/95
Zulässigkeit der Berufung gegen ein ein mangels Zustellung nicht existentes …
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Bei einem nicht verkündeten und nicht (innerhalb der Frist von 5 Monaten) abgesetzten Urteil handelt es sich um ein rechtlich nicht existentes sogen. Scheinurteil (vgl. OLG Frankfurt, NJW-RR 1995, 511), in Wahrheit nur um einen "Urteilsentwurf", der auch nicht Gegenstand einer die Berufungsfrist des § 517 ZPO in Lauf setzenden wirksamen Zustellung sein kann (vgl. BGH, NJW 1995, 404; 1996, 1969 [1970]; OLG Saarbrücken, OLG-Report 2001, 301f. jeweils m.w.N.).Gleichwohl ist gegen ein solches Nichturteil die Einlegung des bei wirksamer Verkündung und Absetzung der Entscheidung statthaften Rechtsmittels, hier also der Berufung, zulässig, um den äußeren Anschein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung zu beseitigen (vgl. BGH, NJW 1964, 248; VersR 1984, 1192; NJW 1995, 404; 1996, 1969; OLG Frankfurt/M., NJW-RR 1995, 511f.;… Zöller/Gummer/Heßler, a.a.O., Vor § 511 ZPO Rn. 36 jeweils m.w.N.).
- BGH, 18.06.2001 - AnwZ (B) 10/00
Schriftliche Niederlegung eines nach mündlicher Verhandlung ergangenen …
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Denn einerseits müssen die Parteien zumindest in der 5-Monats-Frist der §§ 517, 548 ZPO Klarheit darüber haben, ob und mit welchen Gründen sie gegen das (noch nicht begründete) Urteil ein Rechtsmittel einlegen sollen (vgl. GmS-OGB, NJW 1993, 2603 [2604] BGH, NJW 1987, 2446; 91, 1547; MDR 2001, 1184;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 315 ZPO Rn. 6).Dies gilt unabhängig davon, ob die Urteilsformel verkündet worden ist oder nicht (vgl. hier nur nochmals BGH, NJW-RR 2001, 1642-1643 = BGHReport 2001, 748-750 m.w.N.).
- BGH, 23.10.1998 - LwZR 3/98
Grundlage der Verkündung der Urteilsformel; Ersetzende Sachentscheidung des …
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Da die Verkündung durch Verlesung der Urteilsformel zu erfolgen hat (§ 311 Abs. 2 ZPO), muss zumindest diese Formel bei der Verkündung schriftlich vorliegen (vgl. BGH, NJW 1999, 794;… Zöller/Vollkommer, a.a.O.).Die Verkündung setzt - auch bei Verstoss gegen §§ 310 Abs. 1 und Abs. 2, 315 Abs. 1 ZPO (Unterschrift der an der Entscheidung mitwirkenden Richter) die 5-Monats-Frist der §§ 517 ZPO (zur Berufungseinlegung) in Lauf, wenn sie beweiskräftig protokolliert ist (§§ 165, 160 Abs. 3 Nr. 7 ZPO; vgl. BGH, NJW 1989, 1156 [1157]; 1999, 143f.; 1999, 794).
- BGH, 16.10.1984 - VI ZR 205/83
Beweiskraft eines Verkündungsprotokolls
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Dies jedoch ist nach §§ 310, 311 Abs. 1 Satz 1 ZPO vorausgesetzt (vgl. BGH, NJW 1985, 1782 = MDR 1985, 396;… Zöller/Vollkommer, a.a.O., § 311 ZPO Rn. 2 und § 310 ZPO Rn. 2 jeweils m.w.N.), denn "Verlesen" (§ 310 Abs. 1 Satz 1 ZPO) werden kann nur Etwas, was schriftlich vorliegt, und ein Ausnahmefall, in dem auf die Abfassung der schriftlichen Urteilsformel verzichtet werden kann (§ 311 Abs. 2 Satz 3 ZPO), ist bei dem hier gegenständlichen Sachverhalt nicht gegeben. - BGH, 29.09.1998 - KZB 11/98
Lauf der Berufungsfrist bei den Parteien nicht mitgeteilter Verlegung des …
Auszug aus OLG Rostock, 24.03.2004 - 6 U 124/02
Die Verkündung setzt - auch bei Verstoss gegen §§ 310 Abs. 1 und Abs. 2, 315 Abs. 1 ZPO (Unterschrift der an der Entscheidung mitwirkenden Richter) die 5-Monats-Frist der §§ 517 ZPO (zur Berufungseinlegung) in Lauf, wenn sie beweiskräftig protokolliert ist (§§ 165, 160 Abs. 3 Nr. 7 ZPO; vgl. BGH, NJW 1989, 1156 [1157]; 1999, 143f.; 1999, 794). - BGH, 16.10.1984 - VI ZB 25/83
- BGH, 06.12.1988 - VI ZB 27/88
Anwaltliche Sorgfaltspflicht bei drohendem Ablauf der Fünf-Monats-Frist
- BGH, 18.09.1963 - V ZR 192/61
- OLG Hamm, 22.06.2015 - 5 U 95/13
Rechtsfolgen der Verkündung einer nicht zuvor schriftlich niedergelegten …
Es fehlt jedoch an der schriftlichen Niederlegung der Urteilsformel, die dann ggf. - statt der Vorlesung - hätte in Bezug genommen werden können, wenn - so wie hier - von den Parteien zur Verkündung niemand erschienen ist, § 311 Abs. 2 Satz 2 ZPO (vgl. OLG Rostock in OLGR Rostock 2005, 835 f.). - OLG Brandenburg, 27.10.2021 - 11 U 12/21
Anspruch auf Schadensersatz aus einer laufenden …
Denn bei richtiger Behandlung der Angelegenheit durch das Landgericht wären die Kosten des hiesigen Berufungsrechtsstreites, in dem der Fortgang der Sache selbst nicht gefördert werden kann, sondern allein die gebotene Beseitigung des fehlerhaften Prozederes der Eingangsinstanz möglich ist, nicht angefallen (…vgl. hierzu BGH, Urt. v. 29.10.1986 - IVa ZR 119/85, Rdn. 8, juris;… OLG Brandenburg a.d.H., Urt. v. 10.02.1999 - 1 U 44/98, Rdn. 33, juris; OLG Rostock, Urt. v. 24.03.2004 - 6 U 124/02, Rdn. 33, juris = BeckRS 2005, 09195). - BFH, 10.11.2010 - III B 191/09
Beschwerde gegen einen Scheinbeschluss
äußerlich gesetzmäßige Zustellung eines nicht verkündeten Urteils; Oberlandesgericht --OLG-- Rostock, Urteil vom 24. März 2004 6 U 124/02, OLG-Rechtsprechung Neue Länder 2005, 279, betr. - OLG Düsseldorf, 24.10.2022 - 12 W 14/22
Voraussetzungen der Prozesskostenhilfe für den Insolvenzverwalter zum Zwecke der …
Rn. 23 Mit diesem sog. Schein- oder Nicht-Beschluss hat das Landgericht zwar zunächst den äußeren Schein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung gesetzt, so dass grundsätzlich das im Falle einer wirksamen Absetzung der Entscheidung statthafte Rechtsmittel -hier also die Beschwerde-, zulässig ist, um den unzutreffenden Schein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung zu beseitigen (…vgl. BGH, Urt. v. 16.10.1984 - VI ZR 25/83, VersR 1984, 1192;… BGH, Senat für Landwirtschaftssachen, Beschl. v. 03.11.1994 - LwZB 5/94, NJW 1995, 404 Rn. 5; OLG Rostock, Urt. v. 24.03.2004 - 6 U 124/02, zitiert nach juris, Rn. 30). - LSG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2008 - L 4 R 23/07
Rentenversicherung
Rn. 16 Gleichwohl ist gegen ein solches Nichturteil die Einlegung des bei wirksamer Absetzung der Entscheidung statthaften Rechtsmittel, hier also der Berufung, zulässig, um den äußeren Schein einer wirksamen gerichtlichen Entscheidung zu beseitigen (vgl. BGH, Urteil vom 03.11.1994 - LwZ B 5/94; NJW 1995 404 OLG Rostock, Urteil vom 24.03.2004 - 6 U 124/02 -).
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Rechtsprechung
| OLG Köln, 07.02.2003 - 6 U 124/02 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- Judicialis
- Wolters Kluwer
Unzulässige Bearbeitung einer Grafik in einer Plastik; Feststellung des Gerichts ohne sachverständige Hilfe; Überschreitung des erlaubten Rahmens der freien Benutzung bei grosser Ähnlichkeit der Kunstwerke; Besorgnis der Befangenheit eines gerichtlich beauftragten ...
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Köln, 08.05.2002 - 28 O 382/99
- OLG Köln, 07.02.2003 - 6 U 124/02
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Rechtsprechung
| OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- openjur.de
- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- verkehrslexikon.de
Reichweite des Vorfahrtsrechts im Kreisverkehr bei Vorhandensein eines Fahrbahnteilers
- Wolters Kluwer
Anspruch auf Schadensersatz nach einem Verkehrsunfall in einem Kreisverkehr; Verursachung einer Kollision zwischen zwei PKWs durch Verletzung der Vorfahrt; Berechnung eines Schadens unter Berücksichtigung einer Haftungsquote
- juris (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Dortmund, 12.04.2002 - 21 O 260/01
- OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Wird zitiert von ... Zitiert selbst (6)
- BGH, 24.02.1983 - VI ZR 191/81
Geltendmachung von Verzinsung neben Nutzungsausfallentschädigung
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
§ 849 BGB ist nicht einschlägig, da Nutzungsausfall begehrt wird (vgl. BGHZ 87, 38). - BGH, 27.10.1983 - VII ZR 41/83
Anschließung an unselbständiges Anschlußrechtsmittel
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Eine derartige Erweiterung ist jedoch nur im Rahmen der fristgerecht vorgebrachten Anfechtungsgründe möglich (vgl. BGH FamRZ 1988, 603, 604; BGHZ 88, 360, 364; BGH NJW 1957, 424). - BGH, 29.11.1956 - III ZR 4/56
Streitwert für Aussetzungsantrag
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Eine derartige Erweiterung ist jedoch nur im Rahmen der fristgerecht vorgebrachten Anfechtungsgründe möglich (vgl. BGH FamRZ 1988, 603, 604; BGHZ 88, 360, 364; BGH NJW 1957, 424).
- BGH, 24.02.1988 - IVb ZR 45/87
Behandlung einer Klageerweiterung im Berufungsverfahren
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Eine derartige Erweiterung ist jedoch nur im Rahmen der fristgerecht vorgebrachten Anfechtungsgründe möglich (vgl. BGH FamRZ 1988, 603, 604; BGHZ 88, 360, 364; BGH NJW 1957, 424). - OLG Stuttgart, 12.05.1989 - 2 U 162/88
Verstoß gegen Wettbewerbsvorschriften; Anspruch auf Unterlassung wegen Verstoßes …
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Rn. 25 Erstattungsfähig sind auch die Kosten des Privatgutachtens V. Kosten für Sachverständige sind zu ersetzen, wenn die Beauftragung zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich war (vgl. BGH NJW-RR 1989, 956). - OLG Karlsruhe, 25.11.1992 - 1 U 137/92
Voraussetzungen für die Abrechnung eines Kfz-Schadens auf Neuwagenbasis
Auszug aus OLG Hamm, 03.04.2003 - 6 U 124/02
Auch insoweit ist der Nutzungsausfall grundsätzlich zu ersetzen (vgl. OLG Karlsruhe DAR 1994, 26, 27).
- LG Berlin, 21.02.2013 - 41 S 117/12
Haftung bei Kfz-Unfall: Verbindlichkeit von auf der Fahrbahn markierten …
Rn. 39 Die Kammer stellt auch nicht die Rechtsprechung anderer Obergerichte zu Unfällen in einem echten Kreisverkehr in Frage (vgl. dazu z.B. OLG Koblenz, Urteile vom 29. November 2010 - 12 U 1275/09, und vom 1. März 2004 - 12 U 99/03; OLG Hamm, Urteile vom 18. November 2003 - 27 U 87/03, und vom 3. April 2003 - 6 U 124/02; OLG Celle, Urteil vom 22. Februar 1979 - 5 U 89/78, VersR 1980, 562; OLG Hamburg, Urteil vom 29. März 1966 - 7 U 363/65, VersR 1967, 411 (Straßenbahn und Kfz); alle zitiert nach juris;… vgl. auch noch die Nachweise zu Auffahrunfällen in einem Verkehrskreisel bei Grüneberg, Haftungsquoten bei Verkehrsunfällen, 12. Aufl., Rn 138).
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Rechtsprechung
| LSG Niedersachsen-Bremen, 20.02.2003 - L 6 U 124/02 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Anerkennung von Gesundheitsstörungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) als Berufskrankheit (BK)
- Wolters Kluwer
Anerkennung von Gesundheitsstörungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) als Berufskrankheit (BK)
Verfahrensgang
- SG Oldenburg, 13.02.2002 - S 7 U 152/01
- LSG Niedersachsen-Bremen, 20.02.2003 - L 6 U 124/02
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (2)
- BSG, 18.11.1997 - 2 RU 48/96
Anscheinsbeweis bei der Feststellung einer Berufskrankheit
Auszug aus LSG Niedersachsen-Bremen, 20.02.2003 - L 6 U 124/02
Rn. 13 Allein das Vorliegen einer Krankheit der BK-Liste sowie einer beruflichen Exposition, die geeignet ist, diese Krankheit zu verursachen, begründen keinen Anscheinsbeweis und damit auch nicht die Wahrscheinlichkeit der beruflichen Verursachung, denn es gibt keinen gesicherten Erfahrungssatz, dass bei Vorliegen der sog. arbeitstechnischen Voraussetzungen die bandscheibenbedingte Erkrankung beruflich verursacht ist (BSG, Urteil vom 18. November 1997 - 2 RU 48/96 - , SGb 1999, 39). - LSG Niedersachsen, 06.04.2000 - L 6 U 163/99
Zur Frage der Entschädigung einer BK Nr. 2108
Auszug aus LSG Niedersachsen-Bremen, 20.02.2003 - L 6 U 124/02
Auch wenn das Vorliegen der sog. arbeitstechnischen Voraussetzungen unterstellt wird, kann eine BK Nr. 2108 nicht anerkannt werden, weil aus medizinischer Sicht hinreichende Gründe gegen eine berufliche (Mit)Verursachung einer bandscheibenbedingten Erkrankung vorliegen und damit allein aus diesem Grund ein Anspruch auf Anerkennung der BK verneint werden muss (vgl. Urteil des Senats vom 6. April 2000 L 6 U 163/99 ZVW).
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