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Rechtsprechung
   BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2022,15074
BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R (https://dejure.org/2022,15074)
BSG, Entscheidung vom 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R (https://dejure.org/2022,15074)
BSG, Entscheidung vom 18. Mai 2022 - B 7/14 AS 9/21 R (https://dejure.org/2022,15074)
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Volltextveröffentlichungen (8)

  • rechtsinformationen.bund.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - endgültige Entscheidung nach vorläufiger Leistungsbewilligung - Einkommensberücksichtigung und -berechnung - Bildung eines Durchschnittseinkommens - Zufluss einmaliger Einnahmen neben laufenden Einnahmen - Überstundenvergütung - ...

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 41a Abs 4 S 1 SGB 2 vom 26.07.2016, § 41a Abs 4 S 2 Nr 2 SGB 2 vom 26.07.2016, § 41a Abs 4 S 3 SGB 2 vom 26.07.2016, § 11 Abs 3 S 1 SGB 2, § 11 Abs 3 S 3 SGB 2
    Grundsicherung für Arbeitsuchende - endgültige Entscheidung nach vorläufiger Leistungsbewilligung - Einkommensberücksichtigung und -berechnung - Bildung eines Durchschnittseinkommens - Zufluss einmaliger Einnahmen neben laufenden Einnahmen - Überstundenvergütung - ...

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
  • rechtsportal.de

    Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende bzw. Sozialgeld nach dem SGB II Anforderungen an die Bildung eines Durchschnittseinkommens im Rahmen von § 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II im Hinblick auf laufende und einmalige Einnahmen

  • datenbank.nwb.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - endgültige Entscheidung nach vorläufiger Leistungsbewilligung - Einkommensberücksichtigung und -berechnung - Bildung eines Durchschnittseinkommens - Zufluss einmaliger Einnahmen neben laufenden Einnahmen - Absetzbeträge für die ...

Kurzfassungen/Presse

  • Bundessozialgericht (Terminbericht)

    L., A., M. vL. ./. Jobcenter Wesermarsch

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - einmalige Einnahme - Überstundenvergütung - abschließende Feststellung

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NZS 2023, 34
 
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Wird zitiert von ... (32)Zitiert selbst (6)

  • BSG, 11.07.2019 - B 14 AS 44/18 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung über zunächst …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Dabei erfasst § 41a Abs. 4 SGB II aF alle Arten von Einkommen im Bewilligungszeitraum und bezieht alle Monate des Bewilligungszeitraums in die Bildung des Durchschnittseinkommens ein (vgl BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 18 ff).

    § 41a Abs. 4 SGB II aF enthält insoweit eine Abweichung vom sog Monatsprinzip, aus dem in ständiger Rechtsprechung ua für die §§ 11 ff SGB II folgt, dass Einkommen in der Höhe zu berücksichtigen ist, wie es im jeweiligen Monat zufließt und als sog bereites Mittel zur Verfügung steht (zum Ganzen BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 29 ff)..

    Es ist je Einkommensart ein Durchschnittseinkommen zu berechnen und abschließend das Durchschnittseinkommen um die Absetzbeträge nach § 11b SGB II zu bereinigen (BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 41; zum Einmaleinkommen aber unter 9.)..

    Rn. 28 Die Anwendung dieser Regelung auch im Rahmen des § 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II aF stellt keinen Widerspruch zur Entscheidung des Senats vom 11.7.2019 (B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2) dar.

    Rn. 35 c) Dass § 11 Abs. 3 Satz 3 SGB II der Verwaltungsvereinfachung dienen soll, die bei abschließender Feststellung eines Leistungsanspruchs ggf ins Leere geht, rechtfertigt keine teleologische Einschränkung des Anwendungsbereichs der Regelung in Fällen, in denen im Ergebnis die Verschiebung des Beginns des Verteilzeitraums auf den Folgemonat des Zuflussmonats keine Verwaltungsvereinfachung bringt (vgl zu § 41a Abs. 4 SGB II aF; BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 36).

  • BSG, 24.04.2015 - B 4 AS 32/14 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Abgrenzung …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Als Reaktion auf frühere Rechtsprechung des BSG, wonach Nachzahlungen laufend fällig gewesener Einnahmen (zu denen auch die dem Kläger gezahlte Überstundenvergütung zählt) als laufendes Einkommen anzusehen waren (BSG vom 24.4.2015 - B 4 AS 32/14 R = SozR 4-4200 § 11 Nr. 72), ist zum 1.8.2016 (mit dem Neunten Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung - sowie zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vom 26.7.2016, BGBl I 1824) § 11 Abs. 3 Satz 2 SGB II eingeführt worden.
  • BSG, 19.10.2016 - B 14 AS 53/15 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Kindergeld - …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Rn. 14 3. Rechtsgrundlage für den Anspruch der Kläger auf Alg II bzw Sozialgeld sind §§ 19 ff und §§ 7 ff SGB II in der ab dem 1.1.2018 geltenden Fassung des SGB II, die es durch das Bundesteilhabegesetz vom 23.12.2016 erhalten hat (BGBl I 3234; Geltungszeitraumprinzip, vgl nur BSG vom 19.10.2016 - B 14 AS 53/15 R - SozR 4-4200 § 11 Nr. 78 RdNr 14 f).
  • BSG, 11.11.2021 - B 14 AS 41/20 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Fahrkostenersatz …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Die Kläger verfolgen ihr Klageziel, das auf die Abänderung der abschließenden Entscheidung gerichtet ist, soweit Leistungen in geringerer Höhe als vorläufig bewilligt festgestellt worden sind, zutreffend mit der kombinierten Anfechtungs- und Verpflichtungsklage (§ 54 Abs. 1 Satz 1 Alt 1 und 2, § 56 SGG; vgl dazu zuletzt BSG vom 11.11.2021 - B 14 AS 41/20 R - juris). Da nur der Beklagte Berufung gegen das der Klage teilweise stattgebende Urteil des SG eingelegt hat, sind mögliche Ansprüche der Kläger auch bei einem vollen Erfolg im Revisionsverfahren höhenmäßig begrenzt auf die Beträge, die das SG ausgeurteilt hat.
  • BSG, 29.03.2022 - B 4 AS 24/21 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung und -berechnung - …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Nicht zuletzt spricht auch die mit den Freibeträgen verbundene Anreizfunktion (vgl dazu auch BSG vom 29.3.2022 - B 4 AS 24/21 R - Terminbericht) für die vollständige Berücksichtigung des Freibetrags nach Abs. 3 beim Vorwegabzug.
  • BSG, 27.01.1977 - 7 RAr 17/76

    Ablehnung der Förderung von Bildungswilligen mit der Begründung des …

    Auszug aus BSG, 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R
    Rn. 26 9. a) Bei der nachgezahlten und im Mai 2018 zugeflossenen Überstundenvergütung handelt es sich um eine einmalige Einnahme nach § 11 Abs. 3 Satz 1 und 2 SGB II. Als einmalige Einnahmen iS des § 11 Abs. 3 Satz 1 SGB II sind solche Einnahmen zu verstehen, bei denen sich das Geschehen im Wesentlichen in einer einzigen Leistung erschöpft (so grundlegend BSG vom 27.1.1977 - 7 RAr 17/76 - BSGE 43, 134 = SozR 4100 § 34 Nr. 6), sie also nicht wiederkehrend sind.
  • BSG, 14.12.2023 - B 4 AS 4/23 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Umzug ohne vorherige Zusicherung …

    Diese taganteilige Berechnung ist auch vorzunehmen, wenn zwar der Anspruch dem Grunde nach für den vollen Monat zusteht, er sich aber - wie hier aufgrund der Geburt des Klägers zu 3 und der kopfteiligen Berücksichtigung der KdU - der Höhe nach während des Monats verändert (…Burkiczak in Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 5. Aufl 2020, § 41 RdNr 32; Hengelhaupt in Hauck/Noftz, § 41 RdNr 127, Stand Februar 2021;… Löcken in Luik/Harich, SGB II, 6. Aufl 2024, § 41 RdNr 15; in diesem Sinne auch BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 32).
  • BSG, 20.09.2023 - B 4 AS 6/22 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Rücknahme einer abschließenden Entscheidung …

    Danach kommen Erwerbstätigenfreibeträge auch kumulativ in Betracht (vgl BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 30).

    Denn die Höhe des Erwerbstätigenfreibetrags ist ausgehend vom Bruttobetrag zu errechnen (…vgl dazu BSG vom 29.3.2022 - B 4 AS 24/21 R - SozR 4-4200 § 11b Nr. 15 RdNr 29) und erst dann neben den weiteren Absetzbeträgen von der Einnahme in Abzug zu bringen (vgl BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 29 f).

  • BSG, 17.12.2024 - B 7 AS 9/23 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Aufhebung der Leistungsbewilligung für die …

    Rn. 44 Der Senat hat bereits entschieden, dass im Fall von Einmaleinkommen neben laufendem Einkommen eine kumulative Berücksichtigung von Erwerbstätigenfreibeträgen vorzunehmen ist (BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 30;… vgl auch BSG vom 20.9.2023 - B 4 AS 6/22 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 8 RdNr 26; Hengelhaupt in Hauck/Noftz, SGB II, § 11b RdNr 345 f, Stand Dezember 2024).

    Zwar will § 11b Abs. 1 Satz 2 SGB II eine mehrfache Berücksichtigung von Absetz- und Freibeträgen auf dasselbe Einkommen vermeiden, doch handelt es sich bei einem laufenden und einem einmaligen Einkommen gerade nicht um dasselbe Einkommen (vgl BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 30).

    Dem vom LSG angenommenen maximalen Gesamtbedarf der Klägerin iHv 876, 57 Euro für den Monat Dezember 2018 (Regelbedarf 416 Euro; tatsächliche Kosten der Unterkunft 451 Euro; Mehrbedarf für Warmwassererzeugung 9, 57 Euro) bzw 884, 75 Euro für die Monate Januar bis Mai 2019 (Regelbedarf 424 Euro; Kosten der Unterkunft 451 Euro; Mehrbedarf für Warmwassererzeugung 9, 75 Euro) steht bei einem nach den allgemeinen Regelungen der §§ 11 ff SGB II gebildeten Durchschnittseinkommen in keinem Leistungsmonat bedarfsübersteigendes Einkommen gegenüber (vgl zu den insoweit vorzunehmenden Berechnungen BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 22).

    Diese Regelung ist auch im Fall der abschließenden Festsetzung nach vorläufiger Bewilligung anwendbar (BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 33 f). Danach scheidet eine Berücksichtigung der Nachzahlung im Monat Mai 2019 aus, weil bei deren Zufluss für diesen Monat bereits SGB II-Leistungen erbracht waren.

  • BSG, 16.07.2025 - B 7 AS 19/24 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Aufhebung einer nach § 41a SGB 2 wegen der …

    Rechtsfolge insoweit war allerdings nur das Entfallen der Durchschnittseinkommensbildung, nicht aber die abschließende Festsetzung des Leistungsanspruchs für alle Monate des Bewilligungszeitraums, wie insbesondere der Ausnahmetatbestand des § 41a Abs. 4 Satz 2 Nr. 3 SGB II deutlich machte (dazu im Einzelnen BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 21 ff). Mit diesem spezifischen Regelungskonzept wäre es nicht vereinbar, wäre zugleich beim Entfallen des Leistungsanspruchs für einzelne Monate der Weg einer - rückwirkenden - Korrektur über die §§ 44 ff SGB X eröffnet.
  • BSG, 10.04.2024 - B 7 AS 21/22 R

    Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - tatsächliche Heizkosten - …

    Über die Vorgabe des § 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II (in der vom 1.8.2016 bis zum 31.3.2021 geltenden Fassung durch das Neunte Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung - sowie zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vom 26.7.2016, BGBl I 1824, nachfolgend 9. SGB II-ÄndG) ist dabei ein Durchschnittseinkommen zu bilden, das im Grundsatz alle Einkommensarten und alle Monate des Bewilligungszeitraums erfasst (…BSG vom 11.7.2019 - B 14 AS 44/18 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 2 RdNr 41; BSG vom 18.5.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - SozR 4-4200 § 41a Nr. 5 RdNr 19).
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 13.03.2025 - L 6 AS 2091/19
    Rn. 181 Nach dieser Vorschrift ist ein Durchschnittseinkommen dann nicht zu bilden und damit monatsscharf zu rechnen, wenn der Leistungsanspruch auch nach der Bildung eines Durchschnittseinkommens in mindestens einem Monat des Bewilligungszeitraums durch das zum Zeitpunkt der abschließenden Feststellung nachgewiesene zu berücksichtigende Einkommen entfällt (BSG, Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 22 m. w. N. u. a. auf die Gesetzesbegründung BT-Drucks. 18/8041 Seite 54 zu Absatz 4).

    (BSG, Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 23 m. w. N.).

    Rn. 186 Ausgehend von den Ausführungen des BSG in dem Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 9/21 R (…juris Rn. 24, zur Arbeitskleidung) sind nach Auffassung des Senats auch noch die jeweiligen in den Abrechnungen ausgewiesenen Beträge für die Monatskarte - als "nicht bereites Mittel" - abzuziehen.

    Rn. 195 (a) Da es sich im Wesentlichen um gleichartige Einnahmen (Erwerbseinkommen) handelt, die ihr lediglich aus unterschiedlichen Quellen, d. h. von unterschiedlichen Arbeitgebern, zugeflossen sind, ist aus diesen Einkünften ein einheitliches Durchschnittseinkommen zu berechnen (BSG, Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 23 m. w. N, s. o.) (dazu (b)).

    Unbeschadet dessen hat aber eine Verteilung dieser einmaligen Einnahme auf den Leistungszeitraum - also auf sechs Monate - zu erfolgen (§ 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II a. F.; BSG, Urteil vom 18.05.2022, B 7/14 AS 9/21 R, Rn. 23).

  • SG Nordhausen, 15.11.2022 - S 13 AS 1439/20

    Arbeitslosengeld II - sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Gegenstand des …

    Sie bestätigt vielmehr das Monatsprinzip, indem sie die monatlichen Ansprüche aufgreift und gerade nicht die Bildung eines Durchschnittsanspruchs im Rahmen der endgültigen Festsetzung zulässt (vgl. auch BSG, Urteil vom 18. Mai 2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris, wo im gerichtlichen Verfahren die Begrenzung des Streitgegenstands nach endgültiger Festsetzung sowohl hinsichtlich des Leistungsanspruchs als auch der Erstattung auf einen einzigen Monat für zulässig erachtet wurde).

    Denn die Norm findet auch im Fall der abschließenden Feststellung des Leistungsanspruchs nach vorläufiger Bewilligung Anwendung (BSG, Urteil vom 18. Mai 2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 33 ff.).

    Rn. 55 Da sowohl durch die eine als auch die andere BAB-Nachzahlung der Leistungsanspruch im August 2019 entfiele, muss nach § 11 Abs. 3 Satz 4 SGB II jedoch eine Aufteilung auf sechs Monate ab August 2019 erfolgen (zur Anwendbarkeit der Norm auch nach vorläufiger Bewilligung BSG, Urteil vom 18. Mai 2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 32).

    Denn einmalige Einnahmen im Sinne des § 11 Abs. 3 Satz 1 SGB II sind solche, bei denen sich das Geschehen im Wesentlichen in einer einzigen Leistung erschöpft, sie also nicht wiederkehrend sind (BSG, Urteil vom 18. Mai 2022, B 7/14 AS 9/21 R, juris Rn. 26).

    Denn im BSG-Urteil vom 18. Mai 2022 (Az. B 7/14 AS 9/21 R, juris) wird deutlich, dass auch im Rahmen der abschließenden Festsetzung das Monatsprinzip zu beachten ist (…vgl. dort insbesondere Rn. 37) und die monatlichen Beträge sowohl hinsichtlich der Leistungen als auch der Erstattungen keine bloßen Berechnungselemente darstellen (hierzu schon oben A.II.).

    Insbesondere besteht aufgrund der Entscheidung des BSG (Urteil vom 18. Mai 2022, Az. B 7/14 AS 9/21 R, juris) keine grundsätzliche Bedeutung mehr (§ 144 Abs. 2 Nr. 1 SGG).

  • LSG Sachsen, 08.09.2022 - L 7 AS 1023/18

    Von einer Urlaubsabgeltung können keine Erwerbstätigenfreibeträge abgesetzt …

    Bei dieser Urlaubsgeltung handelt es sich um eine einmalige Einnahme, da sie der Klägerin zu 1. nicht regelmäßig, sondern nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 7 Abs. 4 BUrlG i.d.F. des Gesetzes v. 29.10.1974, BGBl. I S. 2879) einmalig gezahlt wurde, auch wenn sie sich nicht nur auf ein Kalenderjahr (§ 1 BUrlG) bezieht (…zur Abgrenzung einmaliger und laufender Einnahmen vgl. z.B. BSG v. 24.04.2015 - B 4 AS 32/14 R - Rn. 16 ff., BSG v. 15.06.2016 - B 4 AS 41/15 R - Rn. 34 f., BSG v. 29.03.2022 - B 4 AS 24/21 R - Rn. 20; s. weiterhin z.B. BSG v. 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - Rn. 26, auch zu § 11 Abs. 3 Satz 2 SGB II als Reaktion auf die zuvor genannte Rechtsprechung des BSG zu Nachzahlungen laufend fällig gewesener Einnahmen).

    Bei der Verteilung der Urlaubsabgeltung sind vorweg keine Beträge abzusetzen (§ 11b Abs. 1 Satz 2 SGB II; vgl. hierzu z.B. BSG v. 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - Rn. 27, 30).

    Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die erwerbstätig sind, ist vom Einkommen anstelle der Beträge nach § 11b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 bis 5 SGB II ein Betrag von insgesamt 100,- EUR (§ 11b Abs. 2 Satz 1 SGB II: Grundfreibetrag;… teils auch Erwerbstätigenpauschale genannt, so z.B. BSG v. 11.02.2015 - B 4 AS 29/14 R - Rn. 20, BSG v. 16.06.2015 - B 4 AS 37/14 R - Rn. 30, BSG v. 17.09.2020 - B 4 AS 3/20 R - Rn. 17, 21, 24), soweit bei einem Einkommen von mehr als 400,- EUR monatlich nicht höhere Beträge nachgewiesen sind (§ 11b Abs. 2 Satz 2 SGB II), und ferner ein weiterer Betrag "von dem monatlichen Einkommen aus Erwerbstätigkeit" (…Erwerbstätigenfreibetrag, ebenso z.B. BSG v. 11.11.2021 - B 14 AS 41/20 R - Rn. 23, BSG v. 29.03.2022 - B 4 AS 24/21 R - Rn. 22 ; teils auch Zusatzfreibetrag für Erwerbstätige, so z.B. BSG v. 12.09.2018 - B 14 AS 36/17 R - Rn. 35, BSG v. 24.06.2020 - B 4 AS 8/20 R - Rn. 26, BSG v. 21.07.2021 - B 14 AS 29/20 R - Rn. 32, bzw. erhöhter Erwerbstätigenfreibetrag genannt, so z.B. BSG v. 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - Rn. 30 ) abzusetzen (§ 11b Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Abs. 3 Satz 1 SGB II), dessen Höhe näher bestimmt wird (§ 11b Abs. 3 Satz 2 f. SGB II) .

    Damit sollen die Freibeträge für Erwerbstätige dem pauschalierten Ausgleich für arbeitsbedingte Mehraufwendungen sowie der Stärkung des Arbeits- und Selbsthilfewillens dienen (…stRspr., vgl. z.B. BSG v. 29.03.2022 - B 4 AS 24/21 R - Rn. 25 m.w.N.; zur Anreizfunktion s. weiterhin z.B. BSG v. 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R - Rn. 30).

  • SG Dresden, 22.06.2026 - S 12 AS 756/24
    Abgrenzung zur Rechtsprechung des Bundessozialgerichts vom 18.5.2022 zur Nachzahlung einer Überstundenvergütung (B 7/14 AS 9/21 R).

    Aufgrund der übereinstimmenden Anträge der Beteiligten wurde das Verfahren durch Beschluss vom 7.12.2021 in Bezug auf die beim Bundessozialgericht anhängigen Verfahren B 14 AS 9/21 R und B 14 AS 1/21 R ruhend gestellt.

    Unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundessozialgerichts ebenfalls vom 18.5.2022 (B 14 AS 9/21 R) könne die Klage jedoch keinen Erfolg haben.

    Auch in der Entscheidung des BSG zum Az. B 14 AS 9/21 R werde ausdrücklich "nur" der erhöhte Erwerbstätigenfreibetrag in Abzug gebracht (…Rn. 30).

    Auch wenn es in der Entscheidung des BSG vom 18.5.2022 (B 14 AS 9/21 R) nicht um Insolvenzgeld gegangen sei, sondern um eine Nachzahlung von Überstundenvergütung, so sei diese doch eindeutig als Bestandteil von Arbeitsentgelt zu qualifizieren und daher hinsichtlich der Einkommensbereinigung wie der Arbeitsentgeltanspruch zu behandeln.

    Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der vom Beklagten benannten Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 18.5.2022 (B 7/14 AS 9/21 R).

  • LSG Bayern, 23.12.2022 - L 16 AS 339/22

    Grundsicherung für Arbeitsuchende: Anrechnung einer Wohngeldnachzahlung als …

    Das einmalige Einkommen aus der Wohngeldnachzahlung ist auch bei abschließender Feststellung des Leistungsanspruchs nach § 11 Abs. 3 Satz 3 SGB II erst ab dem auf den Zufluss folgenden Monat in die Bildung des Gesamteinkommens nach § 41a Abs. 4 Satz 3 SGB II a.F. einzustellen und insoweit bei der Berechnung des Durchschnittseinkommens nach § 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II a.F. zu berücksichtigen (vgl. auch BSG, Urteil vom 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R).

    § 41a SGB II als spezialgesetzliche Vorschrift verdränge § 11 SGB II. Das Urteil des BSG vom 18.05.2022 (B 7/14 AS 9/21 R) überzeuge nicht.

    Das einmalige Einkommen aus der Wohngeldnachzahlung ist jedoch auch bei abschließender Feststellung eines Leistungsanspruchs nach vorläufiger Bewilligung nach § 11 Abs. 3 Satz 3 SGB II erst ab dem dem Zuflussmonat folgenden Monat (hier ab September 2020) in die Bildung des Gesamteinkommens nach § 41a Abs. 4 Satz 3 SGB II a.F. einzustellen und insoweit bei der Berechnung des Durchschnittseinkommens nach § 41a Abs. 4 Satz 1 SGB II a.F. zu berücksichtigen (vgl. BSG, Urteil vom 18.05.2022 - B 7/14 AS 9/21 R, Rdnr. 18, 33 ff. juris).

  • BSG, 12.03.2026 - B 4 AS 24/24 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - selbständige …

  • LSG Baden-Württemberg, 21.02.2024 - L 3 AS 2081/23

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Aufhebung einer wegen der ungewissen Höhe von …

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 06.04.2023 - L 6 AS 947/22

    Auswirkungen der Berücksichtigung eines Absetzbetrages unmittelbar auf die …

  • LSG Baden-Württemberg, 22.11.2022 - L 13 AS 1610/22

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Grundsicherung für Arbeitsuchende - …

  • LSG Hessen, 27.03.2026 - L 9 AS 275/24

    SGB II

  • BSG, 12.03.2026 - B 4 AS 26/24 R

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - einmalige …

  • LSG Berlin-Brandenburg, 27.03.2025 - L 4 AS 1180/23

    Grundsicherung für Arbeitsuchende - abschließende Entscheidung nach vorläufiger …

  • LSG Sachsen-Anhalt, 09.11.2023 - L 2 AS 547/19

    Angelegenheiten nach dem SGB II (AS) - Kosten der Unterkunft und Heizung - …

  • LSG Berlin-Brandenburg, 27.06.2024 - L 27 AS 1192/22

    Berechnung der angemessenen Wohnungskosten eines Grundsicherungsberechtigten - …

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 15.12.2022 - L 7 AS 378/22
  • LSG Rheinland-Pfalz, 15.01.2025 - L 6 AS 1/23
  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 310/22
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 06.10.2025 - L 5 KR 142/25
  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 314/22
  • LSG Sachsen-Anhalt, 17.07.2025 - L 2 AS 45/25

    Angelegenheiten nach dem SGB II - Zur Verzinsung endgültig festgesetzten …

  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 315/22
  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 313/22
  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 312/22
  • LSG Sachsen, 05.12.2024 - L 3 AS 309/22
  • SG München, 22.06.2022 - S 2 AS 495/21

    Berücksichtigung von Wohngeld bei der Berechnung der Höhe von Alg II

  • BSG, 10.03.2026 - B 4 AS 78/25 B
  • BSG, 23.03.2026 - B 4 AS 12/26 B
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