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Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2005,3208
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03 (https://dejure.org/2005,3208)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 01.09.2005 - 8 A 2810/03 (https://dejure.org/2005,3208)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 01. September 2005 - 8 A 2810/03 (https://dejure.org/2005,3208)
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Volltextveröffentlichungen (7)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Schutzwürdigkeit der Nachbarschaft einer Kartentankstelle; Betrieb einer Kartentankstelle; Nachbarschaftsschutz im Immisionsschutzrecht

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • DVBl 2005, 1600 (Ls.)
  • DÖV 2006, 224
  • BauR 2006, 82
 
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Wird zitiert von ... (3)Zitiert selbst (15)

  • BVerwG, 21.05.1976 - IV C 80.74

    Planfeststellungsverfahren im Bundesfernstraßenrecht - Erhebung einer …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Die Gemeinde kann durch ihre Bauleitplanung allerdings nur gebietsbezogen steuern, ob gewisse Nachteile oder Belästigungen im Sinne von § 3 BImSchG erheblich sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 14.4.1989 - 4 C 52.87 -, NVwZ 1990, 257), weil der Begriff der erheblichen Belästigungen, vor denen das Immissionsschutzrecht die Nachbarschaft schützt, im Sinne einer Zumutbarkeitsschwelle baugebietsspezifisch zu definieren ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.8.1999 - 4 CN 4.98 -, BVerwGE 109, 246 = DVBl. 2000, 187, m.w.N; grundlegend Urteil vom 21.5.1976 - IV C 80.74 -, BVerwGE 51, 15, 29 ff.).

    Vielmehr legen diese Bestimmungen die Voraussetzungen hierfür genau fest im Sinne einer äußersten Grenze, die im Wege der Abwägung nicht überwindbar und als zwingendes Recht bei der Planung zu beachten ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.1.1999 - 4 CN 5.98 -, BVerwGE 108, 248 = DVBl. 1999, 1288, vom 18.4.1996 - 11 A 86.95 -, BVerwGE 101, 73, vom 9.3.1990 - 7 C 21.89 -, BVerwGE 85, 44, 49, vom 21.5.1976, a.a.O., 26 ff., und vom 14.2.1975 - IV C 21.74 -, BVerwGE 48, 56, 68 f.).

    Dies trägt der Schutzwürdigkeit des Außenwohnbereichs und dem Interesse, ein Gebäude auch bei (gelegentlich) geöffnetem Fenster nutzen zu können, Rechnung (vgl. in diesem Zusammenhang auch BVerwG, Urteil vom 21.5.1976, a.a.O., 33).

  • BVerwG, 18.05.1995 - 4 C 20.94

    Baurechtlicher Nachbarschutz - Allgemeines Wohngebiet - Wohngebietsverträgliche …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Der Bestandsschutz gewährt aber schon von vornherein nicht jede Nutzungsmöglichkeit, die tatsächlich möglich ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 18.5.1995 - 4 C 20.94 -, NVwZ 1996, 379, 381).

    Im Konflikt zwischen einer bestandsgeschützten störenden und einer nach den Festsetzungen des Bebauungsplans zulässigen, später hinzugetretenen und bestandskräftig gewordenen empfindlichen Nutzung muss auch die störende Nutzung ihrerseits Rücksicht nehmen (vgl. BVerwG, Urteile vom 18.5.1995, a.a.O., und vom 23.5.1991 - 7 C 19.90 -, BVerwGE 88, 210, 216).

  • BVerwG, 24.09.1992 - 7 C 6.92

    Teiluntersagung des Betriebes einer nicht genehmigungsbedürftigen Anlage - …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Das Interesse der Wohnungsnutzer, die Wohnung frei von durch das (geöffnete) Fenster einwirkenden erheblich belästigenden Geräuschen nutzen zu können, ist nur dann nicht von der Rechtsordnung geschützt, wenn das Fenster überhaupt unzulässig ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 24.9.1992 - 7 C 6.92 -, DVBl. 1993, 159, 160).

    Selbst wenn die Klägerin eine Baugenehmigung für den Betrieb der Tankanlage hätte, bedeutete das nicht, dass diese einen Betrieb "rund um die Uhr" zulassen würde (vgl. BVerwG, Urteil vom 24.9.1992, a.a.O., 161).

  • BVerwG, 28.02.2002 - 4 CN 5.01

    Sondergebiet; Art der Nutzung; Schweinehaltung; Tierzahl; …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Zwar sind die Gemeinden im Rahmen ihrer Bauleitplanung nicht auf die Abwehr von schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne von § 3 BImSchG beschränkt, sondern dürfen darüber hinaus auch durch andersartige Festsetzungen entsprechend dem Vorsorgeprinzip des § 5 Abs. 1 Nr. 2 BImSchG schon vorbeugenden Umweltschutz betreiben (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.2.2002 - 4 CN 5.01 -, DVBl. 2002, 1121, …und vom 14.4.1989, a.a.O.).

    Es hat ausdrücklich klargestellt, dass die Gemeinden, die vorbeugenden Umweltschutz betreiben dürfen, gerade nicht auch umgekehrt berechtigt sind, sich über Grenzwertregelungen, durch die die Erheblichkeitsgrenze im Sinne des Schutzstandards der §§ 5 und 22 BImSchG zugunsten der Nachbarschaft auch mit Wirkung für das Städtebaurecht konkretisiert wird, sehenden Auges hinwegzusetzen und Festsetzungen im Bebauungsplan zu treffen, deren Verwirklichung an den Anforderungen des Immissionsschutzrechts scheitert (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.2.2002, a.a.O.; Nds. OVG, Urteil vom 3.7.2000 - 1 K 1014/00 -, DVBl. 2000, 1871).

  • BVerwG, 14.04.1989 - 4 C 52.87

    Befugnis einer Gemeinde zu vorbeugendem Umweltschutz im Wege …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Die Gemeinde kann durch ihre Bauleitplanung allerdings nur gebietsbezogen steuern, ob gewisse Nachteile oder Belästigungen im Sinne von § 3 BImSchG erheblich sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 14.4.1989 - 4 C 52.87 -, NVwZ 1990, 257), weil der Begriff der erheblichen Belästigungen, vor denen das Immissionsschutzrecht die Nachbarschaft schützt, im Sinne einer Zumutbarkeitsschwelle baugebietsspezifisch zu definieren ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.8.1999 - 4 CN 4.98 -, BVerwGE 109, 246 = DVBl. 2000, 187, m.w.N; grundlegend Urteil vom 21.5.1976 - IV C 80.74 -, BVerwGE 51, 15, 29 ff.).

    Zwar sind die Gemeinden im Rahmen ihrer Bauleitplanung nicht auf die Abwehr von schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne von § 3 BImSchG beschränkt, sondern dürfen darüber hinaus auch durch andersartige Festsetzungen entsprechend dem Vorsorgeprinzip des § 5 Abs. 1 Nr. 2 BImSchG schon vorbeugenden Umweltschutz betreiben (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.2.2002 - 4 CN 5.01 -, DVBl. 2002, 1121, und vom 14.4.1989, a.a.O.).

  • BVerwG, 23.09.1999 - 4 C 6.98

    Im Zusammenhang bebauter Ortsteil; Eigenart der näheren Umgebung; allgemeines …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Er kann sich nur in den Grenzen entfalten, die ihm das dynamisch angelegte Immissionsschutzrecht lässt (vgl. BVerwG, Urteil vom 23.9.1999 - 4 C 6.98 -, BVerwGE 109, 314).
  • BVerwG, 14.02.1975 - IV C 21.74

    Schutzauflagen zugunsten betroffener Grundstücke - Planfeststellungsbeschluss zum …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Vielmehr legen diese Bestimmungen die Voraussetzungen hierfür genau fest im Sinne einer äußersten Grenze, die im Wege der Abwägung nicht überwindbar und als zwingendes Recht bei der Planung zu beachten ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.1.1999 - 4 CN 5.98 -, BVerwGE 108, 248 = DVBl. 1999, 1288, vom 18.4.1996 - 11 A 86.95 -, BVerwGE 101, 73, vom 9.3.1990 - 7 C 21.89 -, BVerwGE 85, 44, 49…, vom 21.5.1976, a.a.O., 26 ff., und vom 14.2.1975 - IV C 21.74 -, BVerwGE 48, 56, 68 f.).
  • BVerwG, 12.08.1999 - 4 CN 4.98

    Bebauungsplan; Sportplatzerweiterung; Sportanlage; Sportlärm; …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Die Gemeinde kann durch ihre Bauleitplanung allerdings nur gebietsbezogen steuern, ob gewisse Nachteile oder Belästigungen im Sinne von § 3 BImSchG erheblich sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 14.4.1989 - 4 C 52.87 -, NVwZ 1990, 257), weil der Begriff der erheblichen Belästigungen, vor denen das Immissionsschutzrecht die Nachbarschaft schützt, im Sinne einer Zumutbarkeitsschwelle baugebietsspezifisch zu definieren ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 12.8.1999 - 4 CN 4.98 -, BVerwGE 109, 246 = DVBl. 2000, 187, m.w.N; grundlegend Urteil vom 21.5.1976 - IV C 80.74 -, BVerwGE 51, 15, 29 ff.).
  • BVerwG, 28.01.1999 - 4 CN 5.98

    Bebauungsplan; Straßenplanung; Planungskompetenz; Abschnittsbildung; …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Vielmehr legen diese Bestimmungen die Voraussetzungen hierfür genau fest im Sinne einer äußersten Grenze, die im Wege der Abwägung nicht überwindbar und als zwingendes Recht bei der Planung zu beachten ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.1.1999 - 4 CN 5.98 -, BVerwGE 108, 248 = DVBl. 1999, 1288, vom 18.4.1996 - 11 A 86.95 -, BVerwGE 101, 73, vom 9.3.1990 - 7 C 21.89 -, BVerwGE 85, 44, 49…, vom 21.5.1976, a.a.O., 26 ff., und vom 14.2.1975 - IV C 21.74 -, BVerwGE 48, 56, 68 f.).
  • BVerwG, 18.04.1996 - 11 A 86.95

    Naturschutz: Keine Zulassung einer Verbandsklage gegen eine …

    Auszug aus OVG Nordrhein-Westfalen, 01.09.2005 - 8 A 2810/03
    Vielmehr legen diese Bestimmungen die Voraussetzungen hierfür genau fest im Sinne einer äußersten Grenze, die im Wege der Abwägung nicht überwindbar und als zwingendes Recht bei der Planung zu beachten ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 28.1.1999 - 4 CN 5.98 -, BVerwGE 108, 248 = DVBl. 1999, 1288, vom 18.4.1996 - 11 A 86.95 -, BVerwGE 101, 73, vom 9.3.1990 - 7 C 21.89 -, BVerwGE 85, 44, 49…, vom 21.5.1976, a.a.O., 26 ff., und vom 14.2.1975 - IV C 21.74 -, BVerwGE 48, 56, 68 f.).
  • BVerwG, 23.05.1991 - 7 C 19.90

    Immissionsschutzrecht: Nachbarrechtlicher Abwehranspruch gegen Schießlärm auf …

  • BVerwG, 09.03.1990 - 7 C 21.89

    Abfallentsorgungsanlage - Planfeststellung für Anlagen-Zulassung - …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.02.2001 - 7 A 410/01

    Beibringung von Immissions-Gutachten

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 08.02.2001 - 7a D 169/98

    Festsetzungen für Einzelhandelsbetriebe im Gewerbegebiet

  • OVG Niedersachsen, 03.07.2000 - 1 K 1014/00

    Abwägungsgebot; Bebauungsplan; Erforderlichkeit; Geruchsminderung; …

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 01.06.2011 - 2 A 1058/09

    Folgen einer fehlenden Abwägung des Konfliktpotentials der Ansiedlung von …

    Rn. 62 Vgl. BVerwG, Urteile vom 23. September 1999 - 4 C 6.98 -, BVerwGE 109, 314 = BRS 62 Nr. 86 = juris Rn. 22 f. (zur 18. BImSchV), und vom 18. Mai 1995 - 4 C 20.94 -, BVerwGE 98, 235 = BRS 57 Nr. 67 = juris Rn. 22 (zur Anknüpfung an Gebietskategorien); OVG NRW, Beschluss vom 1. September 2005 - 8 A 2810/03 -, BRS 69 Nr. 44 = juris Rn. 4 ff. (ebenfalls zur Gebietsbezogenheit des durch die Bauleitplanung vermittelten Immissionsschutzniveaus).

    Rn. 79 Vgl. BVerwG, Urteile vom 28. Januar 1999 - 4 CN 5.98 -, BVerwGE 108, 248 = BRS 62 Nr. 4 = juris Rn. 29 ff., vom 18. April 1996 - 11 A 86.95 -, BVerwGE 101, 73 = NVwZ 1996, 901 = juris Rn. 44 f., und vom 21. Mai 1976 - IV C 80.74 -, BVerwGE 51, 15 = NJW 1976, 1760 = juris Rn. 46; OVG NRW, Beschluss vom 1. September 2005 - 8 A 2810/03 -, BRS 69 Nr. 44 = juris Rn. 19; siehe andererseits aber auch etwa BVerwG, Urteil vom 22. März 2007 - 4 CN 2.06 -, BVerwGE 128, 238 = BRS 71 Nr. 5 = juris Rn. 15, demzufolge es im Ergebnis mit dem Gebot gerechter Abwägung vereinbar sein kann, Wohngebäude an der lärmzugewandten Seite eines Baugebiets auch deutlich über den Orientierungswerten der DIN 18005 festzusetzen, wenn jedenfalls im Inneren der Gebäude durch die Anordnung der Räume und die Verwendung schallschützender Außenbauteile angemessener Lärmschutz gewährleistet wird.

    Rn. 81 Vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Mai 1976 - IV C 80.74 -, BVerwGE 51, 15 = NJW 1976, 1760 = juris Rn. 46; OVG NRW, Beschluss vom 1. September 2005 - 8 A 2810/03 -, BRS 69 Nr. 44 = juris Rn. 22.

  • BVerwG, 13.06.2007 - 4 BN 6.07

    Verwaltungserichtliche Behandlung eines Beweisantrags und Voraussetzungen der …

    Der Hinweis auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 1. September 2005 - OVG 8 A 2810/03 - (BauR 2006, 82 = DÖV 2006, 224) führt hier nicht weiter.
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 22.05.2006 - 7 D 114/05

    Bebauungsplan: Wohngebiet neben Gewerbegebiet

    Der Senat schließt sich deshalb nicht der vom Antragsteller zitierten Entscheidung des 8. Senats, Beschluss vom 1. September 2005 - 8 A 2810/03 -, BauR 2006, an, wenn dieser einen anderen Sachverhalt betreffende Entscheidung etwas anderes zu entnehmen sein sollte.
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