Rechtsprechung
| VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Rechtmäßigkeit der Änderung einer Hausnummer für ein bebautes Grundstück; Kriterien für die Vergabe von Hausnummern; Zweck der Bezeichnung der Grundstücke einer Gemeinde mit Hausnummern; Benennung eines Anwesens mit einer Hausnummer als schützenswertes Eigentumsrecht; ...
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- VG Ansbach, 20.02.2001 - AN 20 K 00.1659
- VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Papierfundstellen
- NVwZ-RR 2002, 705
Wird zitiert von ... (21) Zitiert selbst (6)
- VGH Bayern, 19.02.1988 - 8 B 86.01328
Umbenennung einer Gemeindestraße
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Der Bescheid der Beklagten vom 3. Juli 2000 in der Fassung des Widerspruchsbescheids vom 29. September 2000 stellt einen Verwaltungsakt dar, da es sich um eine Einzelfallentscheidung mit unmittelbarer Rechtswirkung nach Außen handelt (vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20 = NVwZ 1983, 551; vom 19.2.1988 BayVBl 1988, 496/497; vom 6.8.1998 Fundstelle 1999 Nr. 97).Anders als bei der Entscheidung über die Vergabe oder Änderung von Straßennamen nach Art. 52 Abs. 1 BayStrWG (vgl. BayVGH vom 19.2.1988 a.a.O.; vom 16.5.1995 BayVBl 1995, 726;… vom 15.4.1999 a.a.O.), können die Grundstückseigentümer bei der Umnummerierung daher nicht geltend machen, dass die Gemeinde eine fehlerhafte Ermessensentscheidung getroffen habe.
Die Ausführungen des Senats zur Ermessensfrage in den genannten Entscheidungen beziehen sich lediglich auf die Umbenennung von Straßen, jedoch nicht auf die teilweise damit einhergehende Änderung von Hausnummern (vgl. Beschluss vom 19.2.1988 a.a.O.), bzw. auf einen Sonderfall, in dem die Gemeinde sich in ihrer Satzung dadurch selbst eingeengt hatte, dass sie die Umnummerierung von Anwesen an das Vorliegen "dringender Gründe" gebunden hat (…vgl. Beschluss vom 6.8.1998 a.a.O.).
- VGH Hessen, 13.09.1982 - VIII OE 68/81
Neuzuordnung von Straße und Hausnummer
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Der Bescheid der Beklagten vom 3. Juli 2000 in der Fassung des Widerspruchsbescheids vom 29. September 2000 stellt einen Verwaltungsakt dar, da es sich um eine Einzelfallentscheidung mit unmittelbarer Rechtswirkung nach Außen handelt (vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20 = NVwZ 1983, 551; vom 19.2.1988 BayVBl 1988, 496/497; vom 6.8.1998 Fundstelle 1999 Nr. 97).Überdies setzt sich die genannte Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs mit Fragen der Hausnummerierung nicht auseinander, sondern befasst sich ausschließlich mit der Frage der Zuordnung der Gebäude zu einer bestimmten Straße, ohne dass die sich daraus ergebende teilweise Umnummerierung der Anwesen weiter problematisiert wird (vgl. Urteil vom 13.9.1982 NVwZ 1983, 551).
- VGH Baden-Württemberg, 12.05.1980 - I 3964/78
Änderung eines Straßennamens; Verwechslungsgefahr; subjektives Recht auf …
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Überdies geht der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zwar grundsätzlich davon aus, dass den Grundstückseigentümern auch bei der Änderung der Hausnummer ein subjektives Recht auf ein ihnen gegenüber fehlerfrei ausgeübtes Ermessen zustehe, er prüft aber im Ergebnis ebenfalls nur, ob ein Verstoß gegen das Willkürverbot vorliegt (vgl. Urteil vom 13.11.1978 DVBl 1979, 527[VGH Bayern 13.11.1978 - I 1558/78]/528) bzw. befasst sich mit der Frage einer Umnummerierung im Zuge der Änderung eines Straßennamens überhaupt nicht ausdrücklich (vgl. Urteil vom 12.5.1980 NJW 1981, 1749/1750).
- VGH Baden-Württemberg, 13.11.1978 - I 1558/78
Straßenumbenennung wegen Verwechslungsgefahr; Rechte eines Anliegers
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Überdies geht der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zwar grundsätzlich davon aus, dass den Grundstückseigentümern auch bei der Änderung der Hausnummer ein subjektives Recht auf ein ihnen gegenüber fehlerfrei ausgeübtes Ermessen zustehe, er prüft aber im Ergebnis ebenfalls nur, ob ein Verstoß gegen das Willkürverbot vorliegt (vgl. Urteil vom 13.11.1978 DVBl 1979, 527[VGH Bayern 13.11.1978 - I 1558/78]/528) bzw. befasst sich mit der Frage einer Umnummerierung im Zuge der Änderung eines Straßennamens überhaupt nicht ausdrücklich (vgl. Urteil vom 12.5.1980 NJW 1981, 1749/1750). - BVerwG, 07.01.1972 - IV C 49.68
Klageerhebung ohne Vorverfahren bei wiederholt gleichen Streitgegenständen - …
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Es ist ein anerkannter Grundsatz des allgemeinen Verwaltungsrechts ist, dass ein Recht auf fehlerfreien Ermessensgebrauch nicht für sich besteht, sondern eine materielle Rechtsposition voraussetzt, also eine Norm, die zumindest auch dem Individualinteresse zu dienen bestimmt ist (vgl. BVerwGE 39, 235/237;… BayVGH vom 8.9.1982 a.a.O.). - VGH Bayern, 15.04.1999 - 8 B 95.589
Auszug aus VGH Bayern, 05.03.2002 - 8 B 01.1164
Auch unter dem Blickwinkel des Namenrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 GG ist die Anschrift nicht geschützt, weil sie nicht zur Identität einer Person oder Firma gehört (…vgl. BayVGH vom 8.9.1982 a.a.O.; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589).
- VGH Bayern, 06.12.2011 - 8 ZB 11.1676
Zuteilung oder Änderung von Hausnummern durch die Gemeinde
Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat (vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ), handelt es sich bei der Bezeichnung der Grundstücke einer Gemeinde mit Hausnummern um eine rein ordnungsrechtliche Aufgabe.Auch unter dem Blickwinkel des Namensrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ist die Anschrift nicht geschützt, weil sie nicht zur Identität einer Person oder Firma gehört (zum Ganzen vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
Bei der Vergabe der Hausnummern steht der ordnungsrechtliche Gesichtspunkt so stark im Vordergrund, dass die Interessen der Anlieger zurücktreten müssen (vgl. BayVGH vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
- OVG Sachsen-Anhalt, 18.08.2010 - 3 L 592/08
Anspruch auf Zuteilung einer Hausnummer; ordnungsrechtliche Herleitung
Rn. 34 - 11 LA 480/09 -, juris und v. 09.04.2009 - 11 LA 39/09 -, juris; BayVGH, Urt. v. 05.03.2002 - 8 B 01.1164 - NVwZ-RR 2002, 705 und Beschl. v. 06.08.1998 - 8 CS 98.14278 -, juris). - OVG Nordrhein-Westfalen, 29.02.2012 - 5 A 353/11
Widerruf eines Umnummerierungsbescheides: Anforderungen?
Rn. 7 Vgl. OVG NRW, Urteile vom 7. Juli 1987 - 9 A 1283/85 - und vom 22. März 1972 - IV A 196/71 -, ZMR 1973, 60 f.; Bay. VGH, Beschlüsse vom 6. Dezember 2011 - 8 ZB 11.1676 -, juris, Rn. 11, vom 5. März 2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 705, und Urteil vom 8. September 1982 - 4 B 81 A/513 -, NVwZ 1983, 352; Sächs. OVG, Beschluss vom 20. Oktober 2009 - 4 A 300/08 -, LKV 2010, 83 f.; zum insoweit vergleichbaren Widerruf einer als begünstigend empfundenen Einberufung zur Alarmreserve BVerwG, Urteil vom 22. Januar 2003 - 6 C 18.02 -, DÖV 2003, 683.
- VG Aachen, 02.09.2010 - 6 L 266/10
Rechtmäßigkeit der Umnummerierung von Hausgrundstücken auf Grund der …
Rn. 16 vgl. hierzu aus der jüngeren Vergangenheit: Sächsisches OVG, Beschluss vom 20. Oktober 2009 - 4 A 300/08 - ; OVG Lüneburg, Beschlüsse vom 9. April 2009 - 11 LA 39/09 - und vom 3. März 2010 - 11 LA 480/09 -, beide ; VG Bremen, Urteil vom 18. März 2010 - 5 K 932/09 - ; VG Leipzig, Urteil vom 19. März 2008 - 4 K 95/07 - ; weiter gehend (Eigentümer haben keinen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung, sondern können allein einen Verstoß gegen das Willkürverbot geltend machen): Bayerischer VGH, Urteil vom 5. März 2002, - 8 B 01.1164 -, BayVBl. 2003, 84. - VG Cottbus, 18.06.2015 - 3 K 74/13
Ordnungsrecht
Bei der Zuweisung einer Hausnummer handelt es sich um einen Verwaltungsakt im Sinne des § 42 Abs. 1 VwGO (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 12. Mai 1980 - I 3964/78 -, NJW 1981, 1749; Bayerischer VGH, Urteil vom 8. September 1982 - 4 B 81 A/513 -, NVwZ 1983, 352; OVG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 4. Juni 1991 - 4 L 62/91 -, NVwZ-RR 1992, 444, juris Rn. 27; OVG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 25. Oktober 1991 - 4 L 56/91 -, juris Rn. 24; Bayerischer VGH…, Beschluss vom 6. August 1998 - 8 CS 98.1427 -, juris Rn. 15; Hamburgisches OVG…, Urteil vom 16. März 2012 - 4 Bf 2/07 -, NordÖR 2012, 363, juris Rn. 23), der sich als belastend darstellt, da er für die Grundstückseigentümer die Pflicht zur Anbringung einer entsprechenden Kennzeichnung am Haus auf ihre Kosten statuiert bzw. konkretisiert (vgl. Bayerischer VGH, Urteil vom 8. September 1982 - 4 B 81 A/513 -, NVwZ 1983, 352; OVG Schleswig-Holstein…, Urteil vom 25. Oktober 1991 - 4 L 56/91 -, juris Rn. 24; Bayerischer VGH, Urteil vom 5. März 2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 78, juris Rn. 13; Hamburgisches OVG…, Urteil vom 16. März 2012 - 4 Bf 2/07 -, NordÖR 2012, 363, juris Rn. 23).Sie hat Bedeutung für das Einwohnermeldewesen, die Polizei, die Post sowie die Erreichbarkeit der Anwohner, insbesondere durch Rettungsdienste (vgl. BVerwG, Beschluss vom 25. Februar 1966 - BVerwG IV B 243.65 -, Buchholz 11 Art. 14 GG Nr. 73; Bayerischer VGH, Urteil vom 5. März 2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 78, juris Rn. 15; Niedersächsisches OVG…, Beschluss vom 3. März 2010 - 11 LA 480/09 -, NdsVBl 2010, 304, juris Rn. 3; Hamburgisches OVG…, Urteil vom 16. März 2012 - 4 Bf 2/07 -, NordÖR 2012, 363, juris Rn. 31).
Damit kann der Grundstückseigentümer lediglich einen Verstoß gegen das Willkürverbot aus Art. 3 Abs. 1 GG rügen (vgl. Bayerischer VGH, Urteil vom 5. März 2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 78, juris Rn. 16; Bayerischer VGH…, Beschluss vom 6. Dezember 2011 - 8 ZB 11.1676 -, NVwZ-RR 2012, 210, juris Rn. 14; Bayerischer VGH…, Beschluss vom 25. Januar 2012 - 8 ZB 12.90 -, juris Rn. 4).
- VG Schwerin, 15.05.2019 - 7 A 4097/17
Hausnummernumbenennung bei unklarer und widersprüchlicher Ausführung
2000, 71; vgl. BVerwG, Beschluss vom 25.02.1966 - IV B 243.65 -, Buchholz 11 Art. 14 Nr. 73; OVG Berlin, Urteil vom 22.03.1991 - 2 B 20/89 -, LKV 1991, 374; VGH München, Urteil vom 08.09.1982 - 4 B 81 A/513 -, NVwZ 1983, 352; Hess VGH, Urteil vom 13.09.1982 - VII OE 68/81 -, NVwZ 1983, 551; Bayerischer VGH, Urteil vom 05.03.2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 78, juris Rnr. 15; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 03.03.2010 - 11 LA 480/09 -, NdsVBl 2010, 304, juris Rnr. 3; Hamburgisches OVG, Urteil vom 16.03.2012 - 4 Bf 2/07 -, NordÖR 2012, 363, juris Rnr. 31; Kodal, Straßenrecht, 6. Auflage, Kap. 11 Rn. 13 f., 19).Auch unter dem Blickwinkel des Namenrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 GG ist die Anschrift nicht geschützt, weil sie nicht zur Identität einer Person oder Firma gehört (vgl. VG Bremen, Urteil vom 18.03.2010 - 5 K 932/09; Bay. VGH, Urteil vom 05.03.2002, Az. 8 B 01.1164 - juris, m. w. N.).
Andererseits wird vertreten, dass mangels einer dem Individualinteresse dienenden Regelung "nur" ein Verstoß gegen das Willkürverbot aus Art. 3 Abs. 1 GG geltend gemacht werden kann (so etwa nach dem dortigen Landesrecht BayVGH, Urteil vom 05.03.2002 - 8 B 01.1164 -, juris).
Auch unter Berücksichtigung der zuvor geschilderten eingeschränkten verwaltungsgerichtlichen Überprüfungsmöglichkeiten sowie des Umstandes, dass kein Rechtsanspruch des Eigentümers auf eine bestimmte Hausnummer besteht (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 25.02.1996 - VI B 243.65 -, Buchholz 11 Art. 14 Rn. 73; BayVGH; Urteil vom 05.03.2002 - 8 B 01.1164 -, BayVBI. 2003, 84), erscheint die getroffene Ermessensentscheidung nicht als rechtswidrig.
- VG Neustadt, 10.03.2021 - 3 K 676/20
Neuzuteilung von Anschriften und Hausnummer
Insbesondere gehört die Einnummerierung in eine bestimmte Straße weder zu dem nach Art. 14 Grundgesetz - GG - geschützten Eigentum, noch ist die Anschrift unter dem Blickwinkel des Namensrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 GG geschützt (vgl. BayVGH, Beschlüsse vom 12.6.2018 - 8 ZB 18.411 und 8 ZB 18.178 sowie Urteil vom 5.3.2002 - 8 B 01.1164). - VGH Bayern, 12.06.2018 - 8 ZB 18.178
Antrag auf Zulassung von Berufung - Anspruch auf die Beibehaltung von …
Rn. 12 "Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat (vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ), handelt es sich bei der Bezeichnung der Grundstücke einer Gemeinde mit Hausnummern um eine rein ordnungsrechtliche Aufgabe.Auch unter dem Blickwinkel des Namensrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ist die Anschrift nicht geschützt, weil sie nicht zur Identität einer Person oder Firma gehört (zum Ganzen vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
Bei der Vergabe der Hausnummern steht der ordnungsrechtliche Gesichtspunkt so stark im Vordergrund, dass die Interessen der Anlieger zurücktreten müssen (vgl. BayVGH vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
- VGH Bayern, 12.06.2018 - 8 ZB 18.411
Vergabe von Hausnummern
Rn. 12 "Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat (vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ), handelt es sich bei der Bezeichnung der Grundstücke einer Gemeinde mit Hausnummern um eine rein ordnungsrechtliche Aufgabe.Auch unter dem Blickwinkel des Namensrechts als Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ist die Anschrift nicht geschützt, weil sie nicht zur Identität einer Person oder Firma gehört (zum Ganzen vgl. BayVGH vom 8.9.1982 BayVBl 1983, 20; vom 15.4.1999 Az. 8 B 95.589 ; vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
Bei der Vergabe der Hausnummern steht der ordnungsrechtliche Gesichtspunkt so stark im Vordergrund, dass die Interessen der Anlieger zurücktreten müssen (vgl. BayVGH vom 5.3.2002 Az. 8 B 01.1164 ).
- OVG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2018 - 4 A 2426/15 Rn. 79 Vgl. ähnlich im Zusammenhang mit beamtenrechtlichen Klagen gegen innerdienstliche Anordnungen BVerwG, Urteil vom 20.10.2016 - 2 A 2.14 -, BVerwGE 156, 193 = juris, Rn. 20 ff., sowie zu innerdienstlichen Organisationsentscheidungen mit haushaltsrechtlichem Bezug: OVG NRW, Beschluss vom 26.3.2013 - 1 A 606/11 -, juris, Rn. 8 f.; im Zusammenhang mit der Vergabe von Hausnummern BayVGH, Urteil vom 5.3.2002 - 8 B 01.1164 -, NVwZ-RR 2002, 705 = juris, Rn. 16.
- VG München, 01.06.2011 - M 2 K 09.5072
Haunummerierung
- VG Cottbus, 18.06.2015 - 3 K 112/13
Ordnungsrecht
- OVG Thüringen, 09.02.2021 - 3 EO 195/20
Rechtsgrundlage für die Hausnummernvergabe in Thüringen
- VG Bayreuth, 29.01.2024 - B 1 K 22.1010
Anspruch auf Zuteilung einer Hausnummer
- VG Berlin, 17.10.2019 - 13 K 583.17
- VG München, 13.02.2012 - M 2 K 10.909
Hausnummerierung; Prüfungsmaßstab Willkürverbot
- VG Bremen, 10.02.2023 - 5 K 619/19
Bezeichnung eines Wohngrundstücks nach Straße und Hausnummer, Urteil vom …
- VG Gelsenkirchen, 07.06.2022 - 5 K 4183/20
Rechtmäßigkeit der Vorkaufsrechtssatzung und des …
- VG München, 13.05.2011 - M 2 K 10.4875
Hausnummerierung
- VG München, 13.05.2011 - M 2 K 10.4874
Hausnummerierung
- VG Köln, 07.04.2006 - 11 K 4397/05
Anspruchs eines Taxiunternehmers auf Zuteilung eines bestimmten Kfz-Kennzeichens …
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