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Rechtsprechung
   BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2015,10348
BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14 (https://dejure.org/2015,10348)
BVerwG, Entscheidung vom 13.05.2015 - 8 C 12.14 (https://dejure.org/2015,10348)
BVerwG, Entscheidung vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 (https://dejure.org/2015,10348)
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Volltextveröffentlichungen (16)

  • Doctrine(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Mit KI-Zusammenfassung und KI-Dialogfeld, um Fragen zur Entscheidung stellen.
    Doctrine ist die neue umfassende Rechts-KI-Plattform in Kooperation mit dejure.org. Mehr Informationen

  • lexetius.com

    GG Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1; GewO § 35 Abs. 1; HwO § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 7 Abs. 1 und 1a, §§ 7b, 8 Abs. 1 und 2, § 16 Abs. 3 Satz 1, § 117 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2; VwGO § 137 Abs. 1
    Altgesellenregelung; Ausübungsberechtigung; Ausnahmebewilligung; illegaler Betrieb; Legalisierung; Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung; Wertungswiderspruch; zulassungspflichtiges Handwerk; leitende Stellung; Gewerbeuntersagung, Ein-Mann-Betrieb.

  • openjur.de
  • Bundesverwaltungsgericht

    GG Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1
    Altgesellenregelung; Ausnahmebewilligung; Ausübungsberechtigung; Gewerbeuntersagung, Ein-Mann-Betrieb; Legalisierung; Wertungswiderspruch; Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung; illegaler Betrieb; leitende Stellung; zulassungspflichtiges Handwerk

  • rechtsinformationen.bund.de

    Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbständiger Handwerksausübung

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 7b Abs 1 Nr 2 S 1 HwO, § 7b Abs 1 Nr 2 S 2 HwO, § 7b Abs 1 Nr 3 HwO, § 16 Abs 3 S 1 HwO, § 117 Abs 1 Nr 1 HwO
    Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbständiger Handwerksausübung

  • rechtsprechung-im-internet.de

    § 7b Abs 1 Nr 2 S 1 HwO, § 7b Abs 1 Nr 2 S 2 HwO, § 7b Abs 1 Nr 3 HwO, § 16 Abs 3 S 1 HwO, § 117 Abs 1 Nr 1 HwO
    Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbständiger Handwerksausübung

  • Wolters Kluwer

    Unzulässigkeit der Anrechnung von Zeiträumen der handwerksrechtlich unzulässigen selbstständigen Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 7 Abs. 1 und 1a, § 7b, § 8 Abs. 1 und 2 HwO, § 35 Abs. 1 GewO, Art. 12. Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 GG
    Gewerberecht: Kein Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbstständiger Handwerksausübung | Ausübungsberechtigung für zulassungspflichtiges Handwerk (Maler und Lackierer); Tätigkeit in leitender Stellung bei Ein-Mann-Betrieb

  • doev.de PDF

    Kein Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbständiger Handwerksausübung

  • ra.de
  • RA Kotz

    Altgesellenregelung - legale selbstständige Handwerksausübung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    HwO § 7b Abs. 1 Nr. 2 S. 2
    Unzulässigkeit der Anrechnung von Zeiträumen der handwerksrechtlich unzulässigen selbstständigen Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung

  • datenbank.nwb.de
  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Altgesellenregelung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus!

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (12)

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Altgesellenregelung der Handwerksordnung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Altgesellenregelung der Handwerksordnung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • lto.de (Kurzinformation)

    Altgesellenregelung: Geschummelte Jahre sind keine Lehrjahre

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Altgesellenregelung - und der bisherige "Ein-Mann-Betrieb"

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Altgesellenregelung der Handwerksordnung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Kurzinformation)

    § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 7 Abs. 1 und 1a, § 7b, § 8 Abs. 1 und 2 HwO, § 35 Abs. 1 GewO, Art. 12. Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 GG
    Gewerberecht: Kein Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbstständiger Handwerksausübung | Ausübungsberechtigung für zulassungspflichtiges Handwerk (Maler und Lackierer); Tätigkeit in leitender Stellung bei Ein-Mann-Betrieb

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Anforderungen an die Erteilung einer Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO

  • wolterskluwer-online.de (Kurzinformation)

    Altgesellenregelung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • beck-aktuell.de (Kurzinformation)

    Altgesellenregelung der Handwerksordnung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • Wolters Kluwer (Kurzinformation)

    Anforderungen an die Erteilung einer Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO

  • boorberg.de (Pressemitteilung)

    Altgesellenregelung der Handwerksordnung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation und Auszüge)

    Handwerksrecht: Illegale handwerkliche Tätigkeit

Besprechungen u.ä. (3)

  • Jurion (Entscheidungsbesprechung)

    Zeiten illegaler Selbstständigkeit eines Gesellen können keine Handwerksausübungsberechtigung begründen

  • Landesanwaltschaft Bayern PDF (Entscheidungsbesprechung und Volltext)

    § 1 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, § 7 Abs. 1 und 1a, § 7b, § 8 Abs. 1 und 2 HwO, § 35 Abs. 1 GewO, Art. 12. Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 GG
    Gewerberecht: Kein Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbstständiger Handwerksausübung | Ausübungsberechtigung für zulassungspflichtiges Handwerk (Maler und Lackierer); Tätigkeit in leitender Stellung bei Ein-Mann-Betrieb

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Altgesellenregelung setzt legale Handwerkstätigkeit voraus! (IBR 2015, 578)

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BVerwGE 152, 132
  • NVwZ 2015, 1288
  • DÖV 2015, 892
 
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Wird zitiert von ... (30)Zitiert selbst (11)

  • BVerwG, 09.04.2014 - 8 C 50.12

    Feststellungsantrag; Rechtsschutzziel; Maler- und Lackiererhandwerk; …

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Als wesentliche Tätigkeit des zulassungspflichtigen Handwerks, die nach § 7b Abs. 1 Nr. 3 HwO von der bisherigen Handwerksausübung mindestens umfasst sein muss, kann in Übereinstimmung mit den nach ständiger Rechtsprechung bestehenden Voraussetzungen für die Wesentlichkeit einer Tätigkeit nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und 2 HwO (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. April 2014 - 8 C 50.12 - BVerwGE 149, 265 Rn. 21 m.w.N.) nur eine Tätigkeit im Kernbereich des Handwerks in Betracht kommen, die diesem sein essentielles Gepräge verleiht.

    Zwar kann eine Tätigkeit nicht dem Kernbereich eines Handwerks zuzuordnen sein, wenn sie als zulassungsfreies Handwerk oder handwerksähnliches Gewerbe der Anlage B zur Handwerksordnung unterfällt (BVerwG, Urteil vom 9. April 2014 - 8 C 50.12 - BVerwGE 149, 265 Rn. 26).

    Die Tragfähigkeit dieser gesetzlichen Typisierungen wird bei einem regelwidrigen beruflichen Verlauf, der die gefahrenabwehrenden Vorschriften der Zulassungspflicht selbständiger stehender Handwerksausübung (vgl. für das Maler- und Lackiererhandwerk BVerwG, Urteil vom 9. April 2014 - 8 C 50.12 - BVerwGE 149, 265 Rn. 41 f.) nicht beachtet hat, in Frage gestellt.

    Zur Sicherung des Gemeinwohlzwecks der Abwehr von Gesundheitsgefahren für Dritte ist die Berufsbeschränkung der Eintragungspflicht gemäß § 1 Abs. 1 und 2 i.V.m. §§ 7 ff. HwO für das Maler- und Lackiererhandwerk verfassungsgemäß, insbesondere verhältnismäßig (vgl. BVerwG, Urteil vom 9. April 2014 - 8 C 50.12 - BVerwGE 149, 265 Rn. 37 ff.).

  • BVerfG, 26.09.2011 - 2 BvR 2216/06

    Nichtannahmebeschluss: Bindung der Judikative an Recht und Gesetz sowie Grenzen …

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Denn es ist anerkannt, dass bei der Auslegung einfachen Rechts innerhalb der Grenzen des methodisch Zulässigen ein Auslegungsergebnis vermieden werden soll, das zu normativen Wertungswidersprüchen führt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286 und Kammerbeschluss vom 26. September 2011 - 2 BvR 2216/06, 469/07 - NJW 2012, 669 Rn. 45 m.w.N.).

    Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG schützt das Erworbene als Ergebnis einer Betätigung, während Art. 12 Abs. 1 GG den Erwerb, die Betätigung selbst, schützt (BVerfG, Entscheidung vom 16. März 1971 - 1 BvR 52/66, 665/66, 667/66, 754/66 - BVerfGE 30, 292 ; Beschlüsse vom 25. Mai 1993 - 1 BvR 345/83 - BVerfGE 88, 366 und vom 26. September 2011 - 2 BvR 2216/06, 469/07 - NJW 2012, 669 Rn. 40).

  • BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvR 2661/06

    Ultra-vires-Kontrolle Mangold

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Denn es ist anerkannt, dass bei der Auslegung einfachen Rechts innerhalb der Grenzen des methodisch Zulässigen ein Auslegungsergebnis vermieden werden soll, das zu normativen Wertungswidersprüchen führt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 - BVerfGE 126, 286 und Kammerbeschluss vom 26. September 2011 - 2 BvR 2216/06, 469/07 - NJW 2012, 669 Rn. 45 m.w.N.).
  • BVerfG, 20.12.2007 - 2 BvR 2433/04

    Zustständigkeitsregelungen des SGB II und die Selbstverwaltungsgarantie

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Es verpflichtet den Gesetzgeber zur Normenklarheit und Widerspruchsfreiheit der von ihm getroffenen Regelungen (vgl. BVerfG, Urteil vom 20. Dezember 2007 - 2 BvR 2433/04, 2434/04 - BVerfGE 119, 331 ; Kammerbeschluss vom 28. April 2009 - 1 BvR 224/07 - BVerfGK 15, 377 ).
  • BVerfG, 07.05.1998 - 2 BvR 1991/95

    Kommunale Verpackungsteuer

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Rn. 21 Soweit der Gedanke der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung über diese Anforderungen hinaus in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts herangezogen wird, um widersprüchliche gesetzliche Verhaltensanforderungen gegenüber den Normbetroffenen zu vermeiden, soll dadurch eine Koordinierung des sachlichen Gehaltes von Regelungen unterschiedlicher Normgeber gewährleistet werden (vgl. BVerfG, Urteile vom 7. Mai 1998 - 2 BvR 1876/91, 1083/92, 2188/92, 2200/92, 2624/94 - BVerfGE 98, 83 und vom 7. Mai 1998 - 2 BvR 1991/95, 2004/95 - BVerfGE 98, 106, ), etwa im Verhältnis zwischen Sachgesetzgeber und Steuergesetzgeber sowie zwischen Bundes- und Landesgesetzgeber.
  • BVerfG, 16.03.1971 - 1 BvR 52/66

    Erdölbevorratung

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG schützt das Erworbene als Ergebnis einer Betätigung, während Art. 12 Abs. 1 GG den Erwerb, die Betätigung selbst, schützt (BVerfG, Entscheidung vom 16. März 1971 - 1 BvR 52/66, 665/66, 667/66, 754/66 - BVerfGE 30, 292 ; Beschlüsse vom 25. Mai 1993 - 1 BvR 345/83 - BVerfGE 88, 366 …und vom 26. September 2011 - 2 BvR 2216/06, 469/07 - NJW 2012, 669 Rn. 40).
  • BVerfG, 28.04.2009 - 1 BvR 224/07

    Ermächtigungsgrundlage für Sperrbezirksverordnungen verfassungsrechtlich …

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Es verpflichtet den Gesetzgeber zur Normenklarheit und Widerspruchsfreiheit der von ihm getroffenen Regelungen (vgl. BVerfG, Urteil vom 20. Dezember 2007 - 2 BvR 2433/04, 2434/04 - BVerfGE 119, 331 ; Kammerbeschluss vom 28. April 2009 - 1 BvR 224/07 - BVerfGK 15, 377 ).
  • BVerfG, 05.12.2005 - 1 BvR 1730/02

    Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Regelungen der alten Handwerksordnung zum …

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Auch aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG, Kammerbeschluss vom 5. Dezember 2005 - 1 BvR 1730/02 - GewArch 2006, 71) ergibt sich nichts anderes.
  • BVerwG, 31.08.2011 - 8 C 9.10

    Feststellungsantrag; Klageziel; Rechtsschutzziel; Handwerker; Eintragungspflicht; …

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Die Verhältnismäßigkeit der Eintragungspflicht wird dadurch gesichert, dass dem Gewerbetreibenden neben dem Großen Befähigungsnachweis mit der einzelfallbezogenen Ausnahmebewilligung des § 8 HwO wegen Unzumutbarkeit und der pauschal an Tätigkeitszeiträume anknüpfenden Altgesellenregelung des § 7b HwO nunmehr zwei weitere Möglichkeiten des Erwerbs der Eintragungsvoraussetzungen zur Seite stehen (vgl. in Bezug auf die Altgesellenregelung bereits BVerwG, Urteil vom 31. August 2011 - 8 C 9.10 - BVerwGE 140, 276 Rn. 36).
  • BVerfG, 07.05.1998 - 2 BvR 1876/91

    Landesrechtliche Abfallabgabe

    Auszug aus BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14
    Rn. 21 Soweit der Gedanke der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung über diese Anforderungen hinaus in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts herangezogen wird, um widersprüchliche gesetzliche Verhaltensanforderungen gegenüber den Normbetroffenen zu vermeiden, soll dadurch eine Koordinierung des sachlichen Gehaltes von Regelungen unterschiedlicher Normgeber gewährleistet werden (vgl. BVerfG, Urteile vom 7. Mai 1998 - 2 BvR 1876/91, 1083/92, 2188/92, 2200/92, 2624/94 - BVerfGE 98, 83 und vom 7. Mai 1998 - 2 BvR 1991/95, 2004/95 - BVerfGE 98, 106, ), etwa im Verhältnis zwischen Sachgesetzgeber und Steuergesetzgeber sowie zwischen Bundes- und Landesgesetzgeber.
  • BVerfG, 25.05.1993 - 1 BvR 345/83

    Tierzuchtgesetz II

  • OVG Rheinland-Pfalz, 07.10.2025 - 6 A 10529/25

    Recht der Handwerkskammern; Erteilung einer Ausübungsberechtigung für das Maler- …

    Eine leitende Stellung geht damit über das übliche Tätigkeitsprofil eines Durchschnittsgesellen des jeweiligen Handwerks hinaus und erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten in qualifizierter Funktion auch im fachlich-technischen Bereich des Betriebs (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 32; OVG Nds…, Beschluss vom 4. Juli 2011 - 8 LA 288/10 -, juris Rn. 12; OVG NRW…, Beschluss vom 15. März 2022 - 4 E 816/21 -, juris Rn. 7;… Peifer, in: Schwannecke, HwO, Stand: Erg.-Lfg. 1/25 Juni 2025, § 7b Rn. 17).

    Es ist dabei aber nicht erforderlich, dass die hohen Anforderungen an eine Betriebsleitung im Sinne von § 2 EU/EWR-Handwerk-Verordnung erfüllt sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 31; OVG RP, Beschluss vom 19. März 2018 - 6 D 11607/17.OVG -, BA S. 4;… s. a. BT-Drs. 15/1206, S. 28).

    Rn. 19 Eine leitende Stellung im Sinne von § 7b Abs. 1 HwO setzt nach dem klaren Wortlaut der Norm keine zwingende Betriebsform oder -größe voraus und kann daher grundsätzlich auch in Klein- und Kleinstbetrieben vorliegen (so ausdrücklich BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 31, zu einem Ein-Mann-Betrieb, wenn die Person über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO verfügt oder im Reisegewerbe tätig ist; s. a. Held-Daab, jurisPR-BVerwG 2/2016 Anm. 2; vgl. allgemein auch BayVGH…, Beschluss vom 14. Juli 2011 - 22 ZB 11.973 -, juris Rn. 13;… Detterbeck, HwO, 3. Aufl. 2016, § 7b Rn. 14;… Peifer, in: Schwannecke, HwO, Stand: Erg.-Lfg. 1/25 Juni 2025, § 7b Rn. 20; Kormann/Hüpers, GewArch 2004, 359; und Auslegungsrichtlinie des Bund-Länder-Ausschusses für Handwerksrecht zu § 7b HwO [Stand: 30. Juni 2006]).

    Hiergegen spricht auch die Funktion des § 7b HwO, welcher dem tüchtigen Altgesellen eine verbesserte Perspektive der selbständigen Handwerksausübung bieten und neben den bestehenden Zugangswegen der Meisterprüfung und der Ausnahmebewilligung eine weitere, prüfungsfreie Möglichkeit eröffnen sollte, um zur Eintragung in die Handwerksrolle zu gelangen (so ausdrücklich BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 26, unter Verweis auf die Begründung des Regierungsentwurfs in BT-Drs. 15/1206 S. 27 bis 29).

    Zugleich sollte die Regelung klarstellen, dass die für eine selbstständige Handwerksausübung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten durch die langjährige Berufserfahrung als nachgewiesen gelten (…vgl. BT-Drs. 15/1206, S. 28; BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 25).

    Es sollte mit der Norm kein fortwährender Anreiz zu unrechtmäßigem Verhalten gesetzt und Schwarzarbeit im Handwerk entgegengewirkt werden (vgl. BVerwG, BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 24).

    Der Gesetzgeber hat eine legale berufliche Entwicklung in den Blick genommen, auf deren Grundlage die nach 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO geforderte Berufserfahrung erworben werden kann und durch im Rechtsverkehr gebräuchliche Dokumente und etwa auch Zeugenaussagen belegbar ist (…vgl. BT-Drs. 15/1206, S. 28 f.;… BT-Drs. 15/1481, S. 12 f., 16; und BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 25 und 31).

    § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO ist danach kein Ersitzungstatbestand für Gesellen, die mit einem handwerksrechtlich unzulässigen Betrieb die in § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO geforderten Mindestzeiträume ohne behördliches Eingreifen überstehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 28).

    Insbesondere sind die endscheidungserheblichen Rechtsfragen bereits durch höchstrichterliche Rechtsprechung geklärt (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. April 1991 - 1 C 50.88 -, vom 8. November 1996 - 8 C 25.96 -, und vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 - alle juris).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 07.10.2025 - 6 A 10586/25

    Vorgaben zur Betriebsgröße von Handwerksbetrieben - Ausübung der Betriebsleitung

    Eine leitende Stellung geht damit über das übliche Tätigkeitsprofil eines Durchschnittsgesellen des jeweiligen Handwerks hinaus und erfordert Kenntnisse und Fertigkeiten in qualifizierter Funktion auch im fachlich-technischen Bereich des Betriebs (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 32; OVG Nds…, Beschluss vom 4. Juli 2011 - 8 LA 288/10 -, juris Rn. 12; OVG NRW…, Beschluss vom 15. März 2022 - 4 E 816/21 -, juris Rn. 7;… Peifer, in: Schwannecke, HwO, Stand: Erg.-Lfg. 1/25 Juni 2025, § 7b Rn. 17).

    Es ist dabei aber nicht erforderlich, dass die hohen Anforderungen an eine Betriebsleitung im Sinne von § 2 EU/EWR-Handwerk-Verordnung erfüllt sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 31; OVG RP, Beschluss vom 19. März 2018 - 6 D 11607/17.OVG -, BA S. 4;… s. a. BT-Drs. 15/1206, S. 28).

    Sie kann daher grundsätzlich auch in Klein- und Kleinstbetrieben vorliegen (so ausdrücklich BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 31, zu einem Ein-Mann-Betrieb, wenn die Person über eine Ausnahmebewilligung nach § 8 HwO verfügt oder im Reisegewerbe tätig ist; s. a. Held-Daab, jurisPR-BVerwG 2/2016 Anm. 2; vgl. allgemein auch BayVGH…, Beschluss vom 14. Juli 2011 - 22 ZB 11.973 -, juris Rn. 13;… Detterbeck, HwO, 3. Aufl. 2016, § 7b Rn. 14;… Peifer, in: Schwannecke, HwO, Stand: Erg.-Lfg. 1/25 Juni 2025, § 7b Rn. 20; Kormann/Hüpers, GewArch 2004, 359; und Auslegungsrichtlinie des Bund-Länder-Ausschusses für Handwerksrecht zu § 7b HwO [Stand: 30. Juni 2006]).

    Hiergegen spricht auch die Funktion des § 7b HwO, welcher dem tüchtigen Altgesellen eine verbesserte Perspektive der selbständigen Handwerksausübung bieten und neben den bestehenden Zugangswegen der Meisterprüfung und der Ausnahmebewilligung eine weitere, prüfungsfreie Möglichkeit eröffnen sollte, um zur Eintragung in die Handwerksrolle zu gelangen (so ausdrücklich BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 26, unter Verweis auf die Begründung des Regierungsentwurfs in BT-Drs. 15/1206 S. 27 bis 29).

    (…vgl. BT-Drs. 15/1206, S. 28; BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 25).

    Es sollte mit der Norm kein fortwährender Anreiz zu unrechtmäßigem Verhalten gesetzt und Schwarzarbeit im Handwerk entgegengewirkt werden (vgl. BVerwG, BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 24).

    Der Gesetzgeber hat eine legale berufliche Entwicklung in den Blick genommen, auf deren Grundlage die nach 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO geforderte Berufserfahrung erworben werden kann und durch im Rechtsverkehr gebräuchliche Dokumente und etwa auch Zeugenaussagen belegbar ist (…vgl. BT-Drs. 15/1206, S. 28 f.;… BT-Drs. 15/1481, S. 12 f., 16; und BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 25 und 31).

    § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO ist danach kein Ersitzungstatbestand für Gesellen, die mit einem handwerksrechtlich unzulässigen Betrieb die in § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO geforderten Mindestzeiträume ohne behördliches Eingreifen überstehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, juris Rn. 28).

    Insbesondere sind die endscheidungserheblichen Rechtsfragen bereits durch höchstrichterliche Rechtsprechung geklärt (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. April 1991 - 1 C 50.88 -, vom 8. November 1996 - 8 C 25.96 -, und vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 - alle juris).

  • VG Koblenz, 13.10.2020 - 5 K 534/20

    Ausübungsberechtigung für das Friseurhandwerk kann nicht auf illegalen …

    Im Falle eines abhängig beschäftigten Gesellen, der eine Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO beantragt, gilt dies jedenfalls dann, wenn dieser Kenntnis von der Illegalität des Handwerksbetriebs hatte oder hätte haben müssen (Fortführung von BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, BVerwGE 152, 132).

    Rn. 19 Zwar müssen für eine leitende Tätigkeit im Sinne von § 7b Abs. 1 Nr. 2 HwO grundsätzlich nicht die hohen Anforderungen erfüllt sein, die an einen technischen Betriebsleiter zu stellen sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, BVerwGE 132 [144 Rn. 31]; OVG Nds…, Beschluss vom 4. Juli 2011.

    Rn. 29 Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts können Zeiträume der handwerksrechtlich unzulässigen selbständigen Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks ohne die erforderliche Eintragung in die Handwerksrolle nicht für die Erteilung einer Ausübungsberechtigung nach § 7b HwO angerechnet werden (BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015 - 8 C 12.14 -, BVerwGE 152, 132 [136 Rn. 19]).

    Das Bundesverwaltungsgericht hat - unter überzeugendem Rückgriff auf die Entstehungsgeschichte, den Regelungszusammenhang und Sinn und Zweck der Norm sowie unter Heranziehung der rechtsstaatlichen Zielsetzung einer Vermeidung normativer Wertungswidersprüche - ausgeführt, es sei davon auszugehen, dass der Gesetzgeber ein gesetzlich verbotenes Verhalten nicht zur Tatbestandsvoraussetzung für einen Anspruch auf Genehmigung der Ausübung eines zulassungspflichtigen Handwerks hat machen wollen (BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015, a.a.O., Rn. 24 ff.).

    Rn. 30 Denn nach der vorgenannten Rechtsprechung ist § 7b HwO grundsätzlich dergestalt auszulegen, dass mit der nach dieser Norm bestehenden Möglichkeit zur Erlangung einer Ausübungsberechtigung kein fortwährender Anreiz zu unrechtmäßigem Verhalten gesetzt werden soll (BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015, a.a.O., Rn. 24; zuvor ebenso BayVGH…, Urteil vom 19. März 2014 - 22 B 13.2021 -, juris, Rn. 21).

    Entsprechend der auch rechtsstaatlichen Zielsetzung einer Vermeidung normativer Wertungswidersprüche (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015, a.a.O., Rn. 22 m.w.N.) ist § 7b Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 HwO demgemäß dergestalt auszulegen, dass als anrechnungsfähige Zeiten nur solche Tätigkeiten anzuerkennen sind, in denen die Voraussetzungen für die Ausübung des zulassungspflichtigen Handwerks vorlagen und dieses in zulässiger Weise betrieben worden ist (vgl. auch schon VG Koblenz…, Urteil vom 3. März 2020 - 5 K 770/19.KO -, n.v., Urteilsumdruck S. 13).

    Im Übrigen ist der abhängig beschäftigte Geselle bei einer Tätigkeit in einem unzulässigen Handwerksbetrieb jedenfalls insoweit geschützt, als diese Tätigkeit nach dem Willen des Gesetzgebers (vgl. BT-Drucks. 15/1206, S. 28) im Rahmen der Sechsjahresfrist des § 7b Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 HwO erfasst werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Mai 2015, a.a.O., Rn. 27 a.E.).

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