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Rechtsprechung
   BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1991,2564
BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89 (https://dejure.org/1991,2564)
BVerwG, Entscheidung vom 15.01.1991 - 9 C 96.89 (https://dejure.org/1991,2564)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Januar 1991 - 9 C 96.89 (https://dejure.org/1991,2564)
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Volltextveröffentlichungen (3)

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • NVwZ-RR 1991, 443
 
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Wird zitiert von ... (54)Zitiert selbst (16)

  • BVerwG, 23.04.1985 - 9 C 48.84

    Asylverfahren - Gerichtsbeschluß - Verfügung - Vorsitzender - Berichterstatter - …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    § 33 AsylVfG sieht - in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BVerfG, Beschlüsse vom 7. August 1984 - 2 BvR 187/84 - NVwZ 1985, 33 und vom 15. August 1984 - 2 BvR 357/84 - DVBl. 1984, 1005) - eine Verfahrenserledigung kraft Gesetzes wegen unterstellten Wegfalls des Rechtsschutzinteresses vor (vgl. Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 1 und vom 23. August 1984 - BVerwG 9 CB 48.84 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 2; Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 , vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 6 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 263.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 7 ).

    Zweifel am Fortbestand des Rechtsschutzinteresses sind jedoch dann angebracht, wenn der Kläger einer richterlichen Aufforderung gemäß § 86 Abs. 4 Satz 2, § 87 Satz 1 VwGO zur Begründung der Klage nicht nachkommt (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - a.a.O. ).

    Die Vorinstanz ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats zutreffend davon ausgegangen, daß die Aufforderung zum Betreiben des Verfahrens nach § 33 AsylVfG nicht in Form eines Gerichtsbeschlusses zu ergehen braucht, sondern auch - wie geschehen - durch Verfügung des Berichterstatters erfolgen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 = Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 3 ; BVerwG, Beschluß vom 11. August 1988 - BVerwG 9 B 221.88 -).

    Ersichtlich hat das Verwaltungsgericht auf dem Standpunkt gestanden, die Aufforderung zum Betreiben des Verfahrens nach § 33 AsylVfG müsse in Form eines Gerichtsbeschlusses ergehen und könne nicht - was der erkennende Senat aber, wie ausgeführt, bejaht hat (Urteil vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - a.a.O.) - allein durch Verfügung des Berichterstatters erfolgen.

  • BVerwG, 13.01.1987 - 9 C 259.86

    Asylverfahren - Aufforderung zur Betreibung des Verfahrens - Nichtbetreiben des …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    § 33 AsylVfG sieht - in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BVerfG, Beschlüsse vom 7. August 1984 - 2 BvR 187/84 - NVwZ 1985, 33 und vom 15. August 1984 - 2 BvR 357/84 - DVBl. 1984, 1005) - eine Verfahrenserledigung kraft Gesetzes wegen unterstellten Wegfalls des Rechtsschutzinteresses vor (vgl. Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 1 und vom 23. August 1984 - BVerwG 9 CB 48.84 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 2; Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 , vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 6 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 263.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 7 ).

    Jedenfalls unter diesen Voraussetzungen bedarf es keiner weiteren Erinnerung des Klägers durch das Gericht, um diesen nochmals zur Erfüllung seiner Mitwirkungsverpflichtung anzuhalten (vgl. BVerwG, Urteil vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - a.a.O. ).

    Hierdurch sind die infolge Fristablaufs eingetretenen Rechtsfolgen des § 33 AsylVfG nicht nachträglich wieder entfallen (vgl. dazu, Urteil vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - a.a.O. ).

    Nach Ablauf der Dreimonatsfrist kann es zu einer Sachentscheidung nur dann gelangen, wenn es - gegebenenfalls im Streit um die Frage der Erledigung - zu dem Ergebnis gelangt, daß es an den gesetzlichen Voraussetzungen für den Eintritt einer Erledigung gemäß § 33 Satz 1 AsylVfG fehlt oder aber dem Kläger in Rechtsanalogie zu den §§ 58 Abs. 2, 60 Abs. 3 VwGO deshalb Wiedereinsetzung in die versäumte Ausschlußfrist des § 33 Satz 1 AsylVfG zu gewähren ist, weil er an der Einhaltung dieser Frist durch höhere Gewalt gehindert war (vgl. Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 7.85 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 4 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - a.a.O. ; Beschluß vom 11. August 1988 - BVerwG 9 B 221.88 -).

  • BVerwG, 23.04.1985 - 9 C 7.85

    Asylverfahren - Dreimonatsfrist - Verwaltungsgerichtsverfahren - Wiedereinsetzung …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Denn die im Gesetzestext verwendete Formulierung "Aufforderung des Gerichts" ist mit Blick darauf, daß die die Vorschriften der §§ 82 Abs. 2, 86 Abs. 3 und 4, 87 VwGO i.d. Fassung des 4. VwGOÄndG - a.a.O. - ergänzende Aufforderung nach § 33 AsylVfG dem Sachbereich der Leitung und Vorbereitung des Prozesses zuzuordnen ist, dahin auszulegen, daß die Aufforderung nicht dem Spruchkörper vorbehalten ist, sondern auch durch den Vorsitzenden bzw. den Berichterstatter erfolgen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. April 1985 a.a.O.).

    Nach Ablauf der Dreimonatsfrist kann es zu einer Sachentscheidung nur dann gelangen, wenn es - gegebenenfalls im Streit um die Frage der Erledigung - zu dem Ergebnis gelangt, daß es an den gesetzlichen Voraussetzungen für den Eintritt einer Erledigung gemäß § 33 Satz 1 AsylVfG fehlt oder aber dem Kläger in Rechtsanalogie zu den §§ 58 Abs. 2, 60 Abs. 3 VwGO deshalb Wiedereinsetzung in die versäumte Ausschlußfrist des § 33 Satz 1 AsylVfG zu gewähren ist, weil er an der Einhaltung dieser Frist durch höhere Gewalt gehindert war (vgl. Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 7.85 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 4 …und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - a.a.O. ; Beschluß vom 11. August 1988 - BVerwG 9 B 221.88 -).

  • BVerwG, 20.01.1984 - 9 B 689.81

    Folgen eines Verstoßes des Gerichts gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör - …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    § 33 AsylVfG sieht - in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BVerfG, Beschlüsse vom 7. August 1984 - 2 BvR 187/84 - NVwZ 1985, 33 und vom 15. August 1984 - 2 BvR 357/84 - DVBl. 1984, 1005) - eine Verfahrenserledigung kraft Gesetzes wegen unterstellten Wegfalls des Rechtsschutzinteresses vor (vgl. Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 1 und vom 23. August 1984 - BVerwG 9 CB 48.84 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 2; Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 , vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 6 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 263.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 7 ).

    Soweit der Kläger schließlich meint, das die Zulässigkeit einer Sachentscheidung nach Ablauf der Dreimonatsfrist des § 33 AsylVfG verneinende Urteil des Berufungsgerichts widerspreche dem Beschluß des Senats vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - (Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 1), übersieht er, daß die dort angesprochene "Selbstkontrolle" sich ausdrücklich (und ausschließlich) auf einen vom Bundesverwaltungsgericht erlassenen und daher mit Rechtsmitteln nicht anfechtbaren Beschluß bezog.

  • BVerwG, 13.01.1987 - 9 C 263.86

    Asylverfahren - Aufforderung zur Betreibung des Verfahrens

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    § 33 AsylVfG sieht - in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BVerfG, Beschlüsse vom 7. August 1984 - 2 BvR 187/84 - NVwZ 1985, 33 und vom 15. August 1984 - 2 BvR 357/84 - DVBl. 1984, 1005) - eine Verfahrenserledigung kraft Gesetzes wegen unterstellten Wegfalls des Rechtsschutzinteresses vor (vgl. Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 1 und vom 23. August 1984 - BVerwG 9 CB 48.84 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 2; Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 , vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 6 und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 263.86 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 7 ).

    Die Annahme eines ausreichenden Anlasses für die Aufforderung nach § 33 AsylVfG nach Ablauf von zehn Monaten im Anschluß an eine unbeachtet gebliebene prozeßleitende Verfügung steht auch - anders als der Kläger meint - nicht im Widerspruch zu den Ausführungen des Senats im Urteil vom 13. Januar 1987 (a.a.O. ), ein Anlaß für eine Aufforderung zum Betreiben des Verfahrens nach § 33 AsylVfG könne auch darin liegen, daß der Kläger entgegen seiner Ankündigung seine Klage in mehr als zwei Jahren nicht begründet habe.

  • BVerwG, 11.08.1988 - 9 B 221.88

    Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Gewährung von …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Die Vorinstanz ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats zutreffend davon ausgegangen, daß die Aufforderung zum Betreiben des Verfahrens nach § 33 AsylVfG nicht in Form eines Gerichtsbeschlusses zu ergehen braucht, sondern auch - wie geschehen - durch Verfügung des Berichterstatters erfolgen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 48.84 - BVerwGE 71, 213 = Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 3 ; BVerwG, Beschluß vom 11. August 1988 - BVerwG 9 B 221.88 -).

    Nach Ablauf der Dreimonatsfrist kann es zu einer Sachentscheidung nur dann gelangen, wenn es - gegebenenfalls im Streit um die Frage der Erledigung - zu dem Ergebnis gelangt, daß es an den gesetzlichen Voraussetzungen für den Eintritt einer Erledigung gemäß § 33 Satz 1 AsylVfG fehlt oder aber dem Kläger in Rechtsanalogie zu den §§ 58 Abs. 2, 60 Abs. 3 VwGO deshalb Wiedereinsetzung in die versäumte Ausschlußfrist des § 33 Satz 1 AsylVfG zu gewähren ist, weil er an der Einhaltung dieser Frist durch höhere Gewalt gehindert war (vgl. Urteile vom 23. April 1985 - BVerwG 9 C 7.85 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 4 …und vom 13. Januar 1987 - BVerwG 9 C 259.86 - a.a.O. ; Beschluß vom 11. August 1988 - BVerwG 9 B 221.88 -).

  • BVerwG, 13.12.1967 - IV C 124.65

    Entfallen der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs bei dessen …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Insbesondere ist die Verfahrenssituation nicht - wie der Kläger meint - mit derjenigen der Widerspruchsbehörde vergleichbar, die über einen verspätet eingelegten Widerspruch zu entscheiden hat und der nach der Rechtsprechung zugebilligt wird, gleichwohl eine Entscheidung in der Sache zu treffen (vgl. u.a., Urteil vom 16. Januar 1964 - BVerwG 8 C 72.62 - DVBl. 1965, 89; Urteil vom 13. Dezember 1967 - BVerwG 4 C 124.65 - BVerwGE 28, 305 ; Urteil vom 7. Januar 1972 - BVerwG 4 C 61.69 - Buchholz 310 § 70 VwGO Nr. 6).
  • BVerwG, 16.01.1964 - VIII C 72.62

    Zulässigkeit einer Anfechtungsklage gegen einen unanfechtbaren Verwaltungsakt …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Insbesondere ist die Verfahrenssituation nicht - wie der Kläger meint - mit derjenigen der Widerspruchsbehörde vergleichbar, die über einen verspätet eingelegten Widerspruch zu entscheiden hat und der nach der Rechtsprechung zugebilligt wird, gleichwohl eine Entscheidung in der Sache zu treffen (vgl. u.a., Urteil vom 16. Januar 1964 - BVerwG 8 C 72.62 - DVBl. 1965, 89; Urteil vom 13. Dezember 1967 - BVerwG 4 C 124.65 - BVerwGE 28, 305 ; Urteil vom 7. Januar 1972 - BVerwG 4 C 61.69 - Buchholz 310 § 70 VwGO Nr. 6).
  • BVerwG, 07.01.1972 - IV C 61.69

    Zulässigkeit der Klage - Auslegung von Eingaben als Widerspruch - Beachtlichkeit …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Insbesondere ist die Verfahrenssituation nicht - wie der Kläger meint - mit derjenigen der Widerspruchsbehörde vergleichbar, die über einen verspätet eingelegten Widerspruch zu entscheiden hat und der nach der Rechtsprechung zugebilligt wird, gleichwohl eine Entscheidung in der Sache zu treffen (vgl. u.a., Urteil vom 16. Januar 1964 - BVerwG 8 C 72.62 - DVBl. 1965, 89; Urteil vom 13. Dezember 1967 - BVerwG 4 C 124.65 - BVerwGE 28, 305 ; Urteil vom 7. Januar 1972 - BVerwG 4 C 61.69 - Buchholz 310 § 70 VwGO Nr. 6).
  • BVerwG, 13.09.1976 - 4 B 111.76

    Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision - Vorliegen eines …

    Auszug aus BVerwG, 15.01.1991 - 9 C 96.89
    Ebensowenig wie ein Berufungsgericht nicht zum Nachteil des Klägers gegen § 129 VwGO verstößt, wenn es bei einer allein vom Kläger eingelegten Berufung dahin erkennt, daß die vom Verwaltungsgericht als unbegründet abgewiesene Klage unzulässig sei, verstößt es gegen diese Vorschrift, wenn es die Unzulässigkeit einer von der Vorinstanz als unbegründet abgewiesenen Klage wegen eingetretener Verfahrenserledigung nach § 33 AsylVfG feststellt (vgl. dazu, Beschluß vom 13. September 1976 - BVerwG 4 B 111.76 - Buchholz 310 § 129 VwGO Nr. 2).
  • BVerwG, 17.01.1980 - 5 C 32.79

    Frage nach der Zulässigkeit einer bedingten Rechtsmitteleinlegung - …

  • BVerwG, 23.08.1984 - 9 CB 48.84

    Erledigungsbeschluß - Einstellungsbeschluß - Deklaratorische Bedeutung - …

  • BVerfG, 07.08.1984 - 2 BvR 187/84

    Asylverfahren - Verfassungsmäßigkeit

  • BVerfG, 15.08.1984 - 2 BvR 357/84

    Verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit der Erledigungsfiktion bei Nichtbetreiben …

  • BVerwG, 22.02.1985 - 8 C 123.83

    Verwaltungsgerichtsverfahren - Wiedereinsetzung - Verfahrensfehler - Vorinstanz - …

  • BVerwG, 09.12.1985 - 9 C 14.85

    Aylrecht - Asylrechtsstreit - Erledigung - Nichtbetreiben - Ersatzzustellung

  • LSG Baden-Württemberg, 19.04.2018 - L 7 AY 4220/17

    Sozialgerichtliches Verfahren - Berufungsrücknahmefiktion - …

    Rn. 20 Die Rücknahmefiktion beruht auf der Annahme, dass der Berufungskläger bei Nichtbetreiben des Verfahrens kein (subjektives) Rechtsschutzinteresse (mehr) hat (zur Klagerücknahmefiktion BVerfG…, Beschluss vom 27. Oktober 1998 - 2 BvR 2662/95 - juris Rdnr. 18; BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 22 m.w.N.; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 10; Oberverwaltungsgericht [OVG] Mecklenburg-Vorpommern…, Beschluss vom 30. September 2004 - 4 K 20/03 - juris Rdnr. 9).

    Rn. 26 Unter anderem kann die Nichtvorlage einer Berufungsbegründung zum Anlass und die Aufforderung zur Vorlage einer solchen zum Gegenstand einer Betreibensaufforderung gemacht werden (LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 20. Juli 2015 - L 4 R 4499/14 - n.v.); dies steht nicht im Widerspruch dazu, dass eine Berufungsbegründung nicht Zulässigkeitsvoraussetzung einer Berufung ist (vgl. zur Klagerücknahmefiktion BVerwG…, Beschluss vom 5. Juli 2000 - 8 B 119/00 - juris Rdnr. 4; BVerwG…, Beschluss vom 12. April 2001 - 8 B 2/01 - juris Rdnr. 6; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; Verwaltungsgerichtshof [VGH] Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4; OVG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 13. Oktober 2005 - 1 L 40/05 - juris Rdnr. 25).

    § 151 Abs. 3 SGG verhält sich nur zur Zulässigkeit der Berufungseinlegung, macht also die Vorlage einer Berufungsbegründung (während der Berufungsfrist) - anders als § 124a Abs. 3 VwGO - nicht zur Voraussetzung einer zulässigen Berufungserhebung, schließt aber den späteren Wegfall des Rechtsschutzinteresses, auf dem das Instrument der Berufungsrücknahmefiktion beruht (zur Klagerücknahmefiktion BSG…, Urteil vom 1. Juli 2010 - B 13 R 58/09 R - juris Rdnr. 15; BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 22; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11), als einer Sachurteilsvoraussetzung nicht aus (BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; vgl. auch VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Dies entspricht auch der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte zu § 92 Abs. 2 VwGO, nach der unter Umständen die Nichtvorlage einer Klagebegründung Anlass für eine Betreibensaufforderung sein kann (BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; BVerwG…, Beschluss vom 5. Juli 2000 - 8 B 119/00 - juris Rdnr. 4; BVerwG…, Beschluss vom 12. April 2001 - 8 B 2/01 - juris Rdnr. 6; BVerwG…, Beschluss vom 18. September 2002 - 1 B 103/02 - juris Rdnr. 7; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Die fehlende Vorlage einer Berufungsbegründung kann insbesondere dann Anlass für eine Betreibensaufforderung sein, wenn die Berufungsbegründung trotz Ankündigung (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4) oder trotz Fristsetzung nicht vorgelegt wird (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG…, Beschluss vom 18. September 2002 - 1 B 103/02 - juris Rdnr. 7; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Rn. 35 Die Betreibensaufforderung kann mit formlosem Schreiben erfolgen, muss also nicht als Beschluss ergehen (BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 18; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 14).

  • LSG Baden-Württemberg, 01.08.2019 - L 7 R 756/19

    Sozialgerichtliches Verfahren - Berufungsbegründung - Abhängigmachung von …

    Rn. 11 Die Rücknahmefiktion beruht auf der Annahme, dass der Berufungskläger bei Nichtbetreiben des Verfahrens kein (subjektives) Rechtsschutzinteresse (mehr) hat (…zur Klagerücknahmefiktion Bundesverfassungsgericht [BVerfG], Beschluss vom 27. Oktober 1998 - 2 BvR 2662/95 - juris Rdnr. 18; BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 22 m.w.N.; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 10; Oberverwaltungsgericht [OVG] Mecklenburg-Vorpommern…, Beschluss vom 30. September 2004 - 4 K 20/03 - juris Rdnr. 9).

    Rn. 17 Unter anderem kann die Nichtvorlage einer Berufungsbegründung zum Anlass und die Aufforderung zur Vorlage einer solchen zum Gegenstand einer Betreibensaufforderung gemacht werden (…Urteil des Senats vom 19. April 2018 - L 7 AY 4220/17 - juris Rdnr. 26 ; Landessozialgericht [LSG] Baden-Württemberg, Beschluss vom 20. Juli 2015 - L 4 R 4499/14 - n.v.); dies steht nicht im Widerspruch dazu, dass eine Berufungsbegründung nicht Zulässigkeitsvoraussetzung einer Berufung ist (vgl. zur Klagerücknahmefiktion BVerwG…, Beschluss vom 5. Juli 2000 - 8 B 119/00 - juris Rdnr. 4; BVerwG…, Beschluss vom 12. April 2001 - 8 B 2/01 - juris Rdnr. 6; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; Verwaltungsgerichtshof [VGH] Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4; OVG Sachsen-Anhalt…, Urteil vom 13. Oktober 2005 - 1 L 40/05 - juris Rdnr. 25).

    § 151 Abs. 3 SGG verhält sich nur zur Zulässigkeit der Berufungseinlegung, macht also die Vorlage einer Berufungsbegründung (während der Berufungsfrist) - anders als § 124a Abs. 3 VwGO - nicht zur Voraussetzung einer zulässigen Berufungserhebung, schließt aber den späteren Wegfall des Rechtsschutzinteresses, auf dem das Instrument der Berufungsrücknahmefiktion beruht (…Urteil des Senats vom 19. April 2018 - L 7 AY 4220/17 - juris Rdnr. 26 ; zur Klagerücknahmefiktion BSG…, Urteil vom 1. Juli 2010 - B 13 R 58/09 R - juris Rdnr. 15; BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 22; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11), als einer Sachurteilsvoraussetzung nicht aus (BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; vgl. auch VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Dies entspricht auch der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte zu § 92 Abs. 2 VwGO, nach der unter Umständen die Nichtvorlage einer Klagebegründung Anlass für eine Betreibensaufforderung sein kann (BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; BVerwG…, Beschluss vom 5. Juli 2000 - 8 B 119/00 - juris Rdnr. 4; BVerwG…, Beschluss vom 12. April 2001 - 8 B 2/01 - juris Rdnr. 6; BVerwG…, Beschluss vom 18. September 2002 - 1 B 103/02 - juris Rdnr. 7; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Die fehlende Vorlage einer Berufungsbegründung kann insbesondere dann Anlass für eine Betreibensaufforderung sein, wenn die Berufungsbegründung trotz Ankündigung (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 11; OVG Thüringen…, Beschluss vom 14. November 1995 - 3 ZO 429/95 - juris Rdnr. 11; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4) oder trotz Fristsetzung nicht vorgelegt wird (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG…, Beschluss vom 18. September 2002 - 1 B 103/02 - juris Rdnr. 7; VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 25. Oktober 1999 - 6 S 1870/99 - juris Rdnr. 4).

    Rn. 28 Die Betreibensaufforderung kann mit formlosem Schreiben erfolgen, muss also nicht als Beschluss ergehen (BVerwG…, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 48/84 - juris Rdnr. 18; BVerwG, Urteil vom 15. Januar 1991 - 9 C 96/89 - juris Rdnr. 14).

  • BSG, 08.12.2020 - B 4 AS 280/20 B

    Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensfehler - …

    Dies entspricht auch der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte zu § 92 Abs. 2 VwGO, nach der unter Umständen die Nichtvorlage einer Klagebegründung Anlass für eine Betreibensaufforderung sein kann (BVerwG vom 15.1.1991 - 9 C 96/89 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 11 - juris RdNr 11; BVerwG vom 5.7.2000 - 8 B 119/00 - Buchholz 310 § 92 VwGO Nr. 12 - juris RdNr 4; BVerwG vom 12.4.2001 - 8 B 2/01 - Buchholz 310 § 92 VwGO Nr. 13 - juris RdNr 6; BVerwG vom 18.9.2002 - 1 B 103/02 - Buchholz 310 § 92 VwGO Nr. 16, juris RdNr 7).

    Die fehlende Vorlage einer Berufungsbegründung kann insbesondere dann Anlass für eine Betreibensaufforderung sein, wenn die Berufungsbegründung trotz Ankündigung (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG vom 15.1.1991 - 9 C 96/89 - Buchholz 402.25 § 33 AsylVfG Nr. 11 - juris RdNr 11) oder trotz Fristsetzung nicht vorgelegt wird (zur Klagerücknahmefiktion BVerwG vom 18.9.2002 - 1 B 103/02 - Buchholz 310 § 92 VwGO Nr. 16 - juris RdNr 7).

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