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Rechtsprechung
   BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1959,371
BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U (https://dejure.org/1959,371)
BFH, Entscheidung vom 21.05.1959 - IV 106/59 U (https://dejure.org/1959,371)
BFH, Entscheidung vom 21. Mai 1959 - IV 106/59 U (https://dejure.org/1959,371)
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Volltextveröffentlichungen (3)

  • Wolters Kluwer

    Entscheidung eines Finanzamtes über die Auferlegung von Kosten wegen verspäteten Vorbringens im Einspruchverfahren als "reine Ermessensakte"

  • datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Papierfundstellen

  • BFHE 69, 121
  • BFHE 89, 121
  • NJW 1959, 1703
  • BStBl III 1959, 308
 
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Wird zitiert von ... (9)Zitiert selbst (8)

  • BFH, 17.04.1951 - GrS D 1/51
    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Kostenentscheidungen des Finanzamts, durch die dem Steuerpflichtigen trotz erfolgreichen Einspruchs die Kosten des Einspruchsverfahrens gemäß § 307 Abs. 3 AO wegen verspäteten Vorbringens auferlegt werden, sind keine "reinen Ermessensakte" im Sinne des Gutachtens des Bundesfinanzhofs Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951 (BStBl 1951 III S. 107 ff., Slg. Bd. 55 S. 277).

    Kostenentscheidungen des Finanzamts, durch die dem Steuerpflichtigen trotz erfolgreichen Einspruchs die Kosten des Einspruchsverfahrens gemäß § 307 Abs. 3 AO wegen verspäteten Vorbringens auferlegt werden, sind keine "reinen Ermessensakte" im Sinne des Gutachtens des Bundesfinanzhofs Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951 (BStBl 1951 III S. 107 ff., Slg. Bd. 55 S. 277).

    Kostenentscheidungen, die nach § 307 Abs. 3 AO ergingen, seien "reine Ermessensakte" des Finanzamts im Sinne des Gutachtens des Bundesfinanzhofs Gr. S. D 1/51 S vom 17. April 1951 (BStBl 1951 III S. 107 ff., Slg. Bd. 55 S. 277).

  • BFH, 11.08.1954 - II 239/53 U

    Rechtswirksamkeit der Zustellung eines Einspruchsbescheides an den …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Nach der unbestrittenen Darlegung des Vorstehers sind Bescheide und Verfügungen stets dem Stpfl. selbst und nicht seinem Vertreter bekanntgegeben worden, so daß ein Ermessensfehlgebrauch im Sinne der Entscheidung des Bundesfinanzhofs II 239/53 U vom 11. August 1954 (BStBl 1954 III S. 327, Slg. Bd. 59 S. 305) nicht deshalb in Betracht kommt, weil der Bescheid an den Stpfl. selbst und nicht an seinen Vertreter ging.
  • BFH, 23.02.1951 - IV 81/50 S

    Berechtigung zur Ermessensentscheidung für das Finanzgericht - Anwendbarkeit des …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Es gilt hier das gleiche, was in dem genannten Gutachten des Großen Senats unter Hinweis auf die Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 44/50 S vom 2. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 55, Slg. Bd. 55 S. 141) und IV 81/50 S vom 23. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204) für die Fälle ausgeführt ist, in denen im Rahmen einer Veranlagung von der veranlagenden Behörde Ermessensentscheidungen zu treffen sind.
  • BFH, 16.01.1959 - III 20/58 U

    Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde, die sich nur gegen die Kostenentscheidung …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Der VI. und der III. Senat des Bundesfinanzhofs haben in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs die selbständige Anfechtbarkeit von Kostenentscheidungen jedenfalls für die Fälle anerkannt, in denen nach Erledigung der Hauptsache noch eine Kostenentscheidung getroffen werden muß, die eine Prüfung der Rechtslage in der Sache selbst erfordert (Urteile des Bundesfinanzhofs VI 112/55 U vom 1. Februar 1957, BStBl 1957 III S. 90, Slg. Bd. 64 S. 237; III 20/1958 U vom 16. Januar 1959, BStBl 1959 III S. 119).
  • BFH, 23.10.1958 - IV 203/57 U

    Auferlegung von Verfahrenskosten eines Einspruchsverfahrens durch das Finanzamt …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Der Sachverhalt liegt hier anders als in dem Falle der Entscheidung des Senats IV 203/57 U vom 23. Oktober 1958 (BStBl 1959 III S. 10).
  • BFH, 01.02.1957 - VI 112/55 U

    Selbständige Anfechtbarkeit der finanzgerichtlichen Kostenentscheidung

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Der VI. und der III. Senat des Bundesfinanzhofs haben in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs die selbständige Anfechtbarkeit von Kostenentscheidungen jedenfalls für die Fälle anerkannt, in denen nach Erledigung der Hauptsache noch eine Kostenentscheidung getroffen werden muß, die eine Prüfung der Rechtslage in der Sache selbst erfordert (Urteile des Bundesfinanzhofs VI 112/55 U vom 1. Februar 1957, BStBl 1957 III S. 90, Slg. Bd. 64 S. 237; III 20/1958 U vom 16. Januar 1959, BStBl 1959 III S. 119).
  • BFH, 18.09.1957 - II 195/56 U

    Fehlerberichtigung bei Steuerbescheiden - Möglichkeit einer Fehlerberichtigung …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Kostenentscheidungen, die im Einspruchsverfahren ergehen, sind - darin ist der Vorinstanz zuzustimmen - ebenso wie die in diesem Verfahren zur Hauptsache ergehenden Entscheidungenverwaltungsakte und damit Akte der öffentlichen Gewalt im Sinne des Art. 19 Abs. 4 GG (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs II 195/56 U vom 18. September 1957, BStBl 1957 III S. 423, Slg. Bd. 65 S. 495).
  • BFH, 02.02.1951 - IV 44/50 S

    Ermessen des Finanzgerichts im Berufungsverfahren gegen Steuerbescheide - …

    Auszug aus BFH, 21.05.1959 - IV 106/59 U
    Es gilt hier das gleiche, was in dem genannten Gutachten des Großen Senats unter Hinweis auf die Entscheidungen des Bundesfinanzhofs IV 44/50 S vom 2. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 55, Slg. Bd. 55 S. 141) und IV 81/50 S vom 23. Februar 1951 (BStBl 1951 III S. 77, Slg. Bd. 55 S. 204) für die Fälle ausgeführt ist, in denen im Rahmen einer Veranlagung von der veranlagenden Behörde Ermessensentscheidungen zu treffen sind.
  • BFH, 30.08.1996 - I R 15/96

    Kostenverteilung bei nachgereichten Steuererklärungen

    Die Schätzung war danach auch dann auf ein vertretbares Maß herabzusetzen, wenn die Klägerin sich lediglich gegen ihre Höhe gewandt hätte, ohne gleichzeitig die Steuererkläru ngen nachzureichen (vgl. dazu BFH-Urteile vom 21. Mai 1959 IV 106/59 U, BFHE 69, 121, BStBl III 1959, 308; vom 22. Juni 1967 IV 196/63, BFHE 89, 326, BStBl III 1967, 640).
  • BFH, 16.02.1960 - I 10/58 S

    Anfechtbarkeit einer Streitwertfeststellung der Finanzverwaltungsbehörden - …

    Wenn nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs IV 106/59 U vom 21. Mai 1959 (BStBl 1959 III S. 308, Slg. Bd. 69 S. 121), vom Fall der Kostenübernahme nach § 94 Abs. 2 Satz 2 AO abgesehen, bei Erledigung der Hauptsache auf Grund § 94 Abs. 2 AO die Rechtsmittelinstanz noch über die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zu entscheiden hat, so muß diese nach §§ 320 Abs. 2, 319 Abs. 2 Ziff. 1 AO auch den Streitwert feststellen.
  • BFH, 08.11.1961 - II 206/59 U

    Feststellung des Gegenstandes eines Ausspruchs einer Rechtsmittelentscheidung …

    Die in dem genannten Urteil vertretene Ansicht scheint im übrigen durch das Urteil IV 106/59 U des gleichen Senats vom 21. Mai 1959 (BStBl 1959 III S. 308, Slg. Bd. 69 S. 121-123-) aufgegeben worden zu sein.
  • FG Baden-Württemberg, 18.12.1998 - 9 K 311/98

    Abhilfebescheid bei Vorlage der Steuererklärung im Klageverfahren nach …

    Der Senat sieht keine Veranlassung, von der Ausnahmeregelung (…vgl. Gräber/Ruban, FGO , Kommentar, 4. Auflage, 1997, § 137 Tz. 3) des § 137 FGO Gebrauch zu machen (in diesem Sinne: von Wedelstädt, DB 1998, 2188 zu VI.; differenzierend: Gosch. StBp 1998, 164 zu 5.; Urteil des Sächsischen FG vom 28. Januar 1998 1 K 46/97 - nicht rechtskräftig - EFG 1998, 799 ; anderer Auffassung: Urteil des FG München vom 26. November 1997 9 K 3584/96 - rechtskräftig - EFG 1998, 800), auch wenn in Schätzungsfällen bei Eingang der Steuererklärung erst im Klageverfahren regelmäßig dem Steuerpflichtigen trotz Obsiegens die Kosten aufzuerlegen sind (§ 137 Satz 1 FGO ;… BFH-Beschluß vom 30. August 1996 I R 15/96, BFH/NV 1997.195; BFH-Urteile vom 22. Juni 1967 IV 196/63, BStBl III 1967, 640; vom 21. Mai 1959 IV 106/59 U, BStBl III 1959, 308; vom 23. Oktober 1958 IV 203/57 U, BStBl III 1959, 10).
  • BFH, 21.05.1971 - V R 3/67

    Einspruchsentscheidungen - Erledigung der Hauptsache - Kosten des …

    Da in diesen Fällen die isolierte Kostenentscheidung im außergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren durch eine Einspruchsentscheidung (Restentscheidung) getroffen wird, ist -- ohne Zwischenschaltung eines weiteren Vorverfahrens (Beschwerde) -- unmittelbar das Klageverfahren gegeben (vgl. § 230 Abs. 2 Satz 2 AO n. F. sowie die Urteile des BFH VI 112/55 U vom 1. Februar 1957, BFH 64, 237, BStBl III 1957, 90; IV 106/59 U vom 21. Mai 1959, BFH 69, 121, BStBl III 1959, 308; I 36/59 U vom 15. Dezember 1959, BFH 70, 150, BStBl III 1960, 55).
  • BFH, 18.01.1968 - IV B 34/67

    Vortragen entscheidungserheblicher Tatsachen - Tatsachen untergeordneter …

    Daß dem obsiegenden Beteiligten die Kosten nur auferlegt werden dürfen, wenn er entscheidungserhebliche Tatsachen und Beweismittel hätte früher anführen können, bedeutet, daß ihn an dem verspäteten Vorbringen ein Verschulden treffen muß (vgl. zu dem insoweit gleichlautenden § 307 Abs. 3 AO a. F. das Urteil des Senats IV 106/59 U vom 21. Mai 1959, BFH 69, 121, BStBl III 1959, 308).
  • BFH, 22.06.1967 - IV 196/63

    Zulässigkeit der Anfechtung der Kostenentscheidung des Finanzgerichts

    Es ist unter diesem Gesichtspunkt in der Regel gerechtfertigt, einem Steuerpflichtigen die Kosten nach § 307 Abs. 3 AO a. F. trotz teilweisen Obsiegens aufzuerlegen, wenn er wegen grober Versäumnisse in der Erfüllung seiner ihm nach §§ 167, 171 AO obliegenden Mitwirkungspflichten Anlaß zur Schätzung seiner Besteuerungsgrundlagen gibt, die Schätzung des FA damals in einem vertretbaren Rahmen lag und erst im Rechtsmittelverfahren nach weiterer Verfeinerung der Schätzungsmethode auf einen Betrag herabgesetzt wird, den der Stpfl. bei ordnungsgemäßer Abgabe seiner Steuererklärungen vermutlich von vornherein erreicht hätte (vgl. BFH-Urteil IV 106/59 U vom 21. Mai 1959, BFH 69, 121, BStBl III 1959, 308).
  • BFH, 15.12.1959 - I 36/59 U

    Kostenentscheidung, die in einer von einer Verwaltungsbehörde erlassenen …

    Denn in diesem Fall ist der in der Rechtsmittelentscheidung enthaltene Kostenausspruch ein materiell selbständiger Akt der öffentlichen Gewalt im Sinne des Art. 19 Abs. 4 GG (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs IV 106/59 U vom 21. Mai 1959, BStBl 1959 III S. 308).
  • BFH, 28.08.1964 - VI 286/63 U

    Zulässigkeitsvoraussetzungen einer Rechtsbeschwerde

    Nur soweit das Finanzgericht eine Entscheidung in der Hauptsache nicht mehr treffen konnte, weil diese sich erledigt hatte, ist eine Rb. gegen die Kostenentscheidung des Finanzgerichts allein zulässig (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs IV 106/59 U vom 21. Mai 1959, BStBl 1959 III S. 308, Slg. Bd. 69 S. 121).
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