Rechtsprechung
| BFH, 04.04.1974 - III R 168/72 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Wolters Kluwer
OHG - Schachtelvergünstigung - Wesentliche Beteiligung - Inländische Kapitalgesellschaft - Hauptgesellschafterin - Aufteilung des Einheitswertes - Betriebsvermögen
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Papierfundstellen
- BFHE 112, 401
- DB 1974, 1655
- BStBl II 1974, 598
Wird zitiert von ... (10) Zitiert selbst (7)
- BFH, 22.11.1972 - I R 252/70
Kapitalgesellschaften - Beteiligung an OHG - Gewerbliche Einkünfte - Vermietung …
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Diese Rechtsprechung sei auch im BFH-Urteil vom 22. November 1972 I R 252/70 (BFHE 108, 208, BStBl II 1973, 405) enthalten.Durch die Entscheidung I R 252/70 sei der Gleichklang zwischen der Rechtsprechung des BGH und der des BFH hergestellt worden.
Deshalb kann sich die Klägerin auch nicht mit Erfolg auf das Urteil des I. Senats des BFH I R 252/70 berufen.
- BGH, 16.02.1961 - III ZR 71/60
Kaufmannseigenschaft einer OHG
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Die Personengesellschaft sei aber im Verhältnis zu ihren Gesellschaftern nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 16. Februar 1961 III ZR 71/60, BGHZ 34, 293 [296]) nicht von der Person ihrer Gesellschafter zu trennen.Diese Personen verkörpern auf beiden Seiten verschiedene Sondervermögensmassen, die eine weitgehende rechtliche Selbständigkeit haben und deren Schicksal sich jederzeit vor allem im Hinblick auf die Träger der Vermögen verschieden gestalten kann." Dieser Verselbständigung des Gesellschaftsvermögens der OHG steht es nicht entgegen, daß nach dem von der Klägerin zitierten BGH-Urteil III ZR 71/60 "die Personengesellschaft kein von der Gesamtheit ihrer einzelnen Mitglieder verschiedenes Rechtssubjekt" ist.
- BGH, 18.12.1956 - VIII ZR 26/56
Voraussetzungen für die Bindungswirkung eines Geständnisses
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Im BGB-RGRK heißt es dazu wörtlich: "Die rechtliche Selbständigkeit des Gesellschaftsvermögens geht soweit, daß selbst die Übertragung von einem Gesamthandsvermögen der Gesellschafter auf ein anderes Gesamthandsvermögen (Erbengemeinschaft, eine andere Gemeinschaft) eine Übereignung darstellt." Dieser bereits vom Reichsgericht (RG) vertretenen Auffassung hat sich auch der BGH in dem Urteil vom 18. Dezember 1956 VIII ZR 26/56 (Lindenmeier-Möhrung, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, Nr. 8 zu § 419 BGB) angeschlossen.
- RG, 04.06.1932 - V B 6/32
1. Zur Auslegung von § 79 Abs. 2 GBO. 2. Ist zur Überführung eines Grundstücks …
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Er führt aus: "Das Vermögen der OHG und damit auch der ihr insoweit gleichstehenden KG ist nämlich nicht nur im Verhältnis zum Vermögen ihrer Gesellschafter stark verselbständigt, sondern auch im Verhältnis zum Vermögen einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, die aus denselben Personen besteht (RGZ 136, 402 [406]). - BFH, 17.02.1971 - I R 8/69
Kapitalgesellschaft - Beteiligung - Personengesellschaft des Handelsrechts - …
- BFH, 20.10.1972 - III R 5/72
Anteile einer Kapitalgesellschaft - Bewertungsfähige Wirtschaftsgüter - …
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Wie der Senat bereits in dem Urteil vom 20. Oktober 1972 III R 5/72 (BFHE 107, 390, BStBl II 1973, 105 unter 1. am Ende) entschieden hat, kann über die Frage, ob etwa der AG als Gesamthandseigentümerin die Schachtelvergünstigung nach § 60 BewG zusteht, nur im Verfahren über die Einheitsbewertung des Betriebsvermögens der AG entschieden werden. - BFH, 11.10.1966 - I 85/64
Annahme der Beteiligung an eine Kapitalgesellschaft durch die durch eine oder …
Auszug aus BFH, 04.04.1974 - III R 168/72
Das Urteil des BFH vom 11. Oktober 1966 I 85/64 (BFHE 87, 78, BStBl III 1967, 32) komme hier nicht in Betracht, weil es sich mit der Abgrenzung der personenbezogenen Kapitalgesellschaften bei Anwendung des § 19 Abs. 1 Nr. 2 KStG und nicht mit der Besteuerung einer Beteiligung und der daraus fließenden Erträge befasse.
- FG Rheinland-Pfalz, 16.04.2015 - 4 K 1380/13
Grunderwerbsteuer bei voreiliger Erbteilung
Mit der Übertragung des Grundstücks auf eine Bruchteilsgemeinschaft entstand ein neues Zuordnungssubjekt (in diesem Sinne auch BFH-Urteile vom 4. April 1974 III R 168/72, BStBl II 1974, 598, 600; vom 17. Juli 1975 II R 141/74, BStBl II 1976, 159, …und vom 07. Februar 2001 II R 5/99, BFH/NV 2001, 938; Finanzgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 2. Dezember 2010, 4 K 1298/07: Übertragung von einer Erbengemeinschaft auf eine andere personen- und beteiligungsidentische Gesamthand). - BFH, 18.05.2021 - I R 77/17
Entlastung von Kapitalertragsteuer trotz Zwischenschaltung einer GbR
Die BFH-Urteile vom 04.04.1974 - III R 168/72 (BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598) und vom 15.06.1988 - II R 224/84 (BFHE 153, 431, BStBl II 1988, 761) betrafen nicht das Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht, sondern das Bewertungsgesetz 1960, dem eine abweichende Besteuerungssystematik zugrunde lag. - BFH, 15.07.1976 - I R 17/74
Einbringung eines Wirtschaftsguts - Betriebsvermögen des Gesellschafters - …
Dieses Wahlrecht trägt dem Umstand Rechnung, daß eine Personengesellschaft zivilrechtlich und steuerrechtlich nicht einheitlich zu beurteilen ist (…vgl. Hueck, Das Recht der offenen Handelsgesellschaft, 4. Aufl., S. 33, 226 ff.; Fischer, in Großkommentar zum Handelsgesetzbuch, Anm. 8 und 45 zu § 105; BFH-Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598, mit weiteren Nachweisen; Raupach, FR 1976, 233).
- BFH, 12.04.1978 - II R 149/73
Übereignung von Wertpapieren - Kommanditgesellschaft - Börsenumsatzsteuer - …
Denn zumindest bliebe die Klägerin "eine gewöhnliche dem allgemeinen Rechte unterworfene Sozietät", also eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (§§ 705 ff. BGB), und damit ein von der A & Co. Kommanditgesellschaft verschiedener Rechtsträger ohne eigene Firma, aber mit eigenem Sondervermögen (RGZ 43, 81; vgl. Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401 [405], BStBl II 1974, 598)."Eigentümer" des Vermögens der A Verwaltungsgesellschaft offene Handelsgesellschaft sind demnach diese (§ 124 Abs. 1 HGB) und damit unter derem gemeinschaftlichen Handelsnamen (§§ 17, 105 Abs. 1 HGB) alle Gesellschafter (vgl. Urteile vom 3. Oktober 1973 I R 24/72, BFHE 110, 365 [367], BStBl II 1974, 15; vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401 [405 f.], BStBl II 1974, 598), keinesfalls aber die A & Co. Kommanditgesellschaft (vgl. § 124 Abs. 2 HGB, § 736 der Zivilprozeßordnung - ZPO -, § 209 der Konkursordnung - KO -) für sich allein (§ 105 Abs. 2 HGB, § 719 BGB).
Die rechtliche Selbständigkeit beider Kommanditgesellschaften ist unabhängig von der Zusammensetzung ihrer Gesellschafter (RGZ 43, 81; Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401 [405], BStBl II 1974, 598).
Sie gebietet nicht, eine bürgerlich-rechtlich vorliegende Personengesellschaft als nicht vorhanden zu betrachten (Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401 [406], BStBl II 1974, 598), sondern ordnet nur - weil bei der Personengesellschaft "der einzelne Gesellschafter nicht mit einer bestimmten oder bestimmbaren Quote am Gesellschaftsvermögen oder seinen einzelnen Bestandteilen beteiligt ist" (BFHE 112, 401 [405]) - an, es solle "so getan werden, als wären die einzelnen Beteiligten nach Bruchteilen berechtigt"; im übrigen aber "bleibt die Gemeinschaft weiterhin eine Gesamthandsgemeinschaft" (BFHE 112, 401 [407]) und die Gesellschaft eine Personengesellschaft.
- BFH, 07.02.2001 - II R 5/99
Nachlasszugehörigkeit eines Grundstücks
Eine im Verhältnis zu einer Erbengemeinschaft personen- und beteiligungsidentische GbR stellt deshalb ungeachtet der Tatsache, dass die Rechtszuständigkeit sowohl für das Vermögen der Erbengemeinschaft als auch für das Vermögen der GbR bei denselben Personen liegt, ein anderes Zuordnungssubjekt dar als die Erbengemeinschaft (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401, 405, BStBl II 1974, 598, 600, und vom 17. Juli 1975 II R 141/74, BFHE 117, 270, BStBl II 1976, 159). - BFH, 07.12.1988 - II R 150/85
Gesamthandsgemeinschaft kann Erwerber und damit Steuerschuldner i. S. des § 20 …
Die Gesellschafter sind Träger der gemeinschaftlichen Rechte nicht "als Individualpersonen", sondern "als Teilhaber der zweckgebundenen Personenvereinigung" (vgl. das BFH-Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598, 600 m.w.N.).Das bedeutet jedoch keine Gleichstellung der Gesamthandsgemeinschaft mit der Bruchteilsgemeinschaft (vgl. BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598).
- BFH, 08.05.1985 - I R 108/81
Revision - Revisionsbegründung - Abweichung von der Rechtsprechung des BFH - Rüge …
e) Zwar hat der III. Senat des BFH in seinen Urteilen vom 20. Oktober 1972 III R 5/72 (BFHE 107, 390, BStBl II 1973, 105) und vom 4. April 1974 III R 168/72 (BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598) für die vermögensabhängigen Steuern entschieden, über die Frage, ob einer Kapitalgesellschaft als Gesamthandseigentümerin die Schachtelvergünstigung nach § 60 des Bewertungsgesetzes (BewG) a. F. (§ 102 Abs. 1 BewG 1965) zustehe, könne nur im Verfahren über die Einheitsbewertung des Betriebsvermögens der Kapitalgesellschaft entschieden werden. - FG Köln, 02.05.2007 - 5 K 6275/03
Grunderwerbsteuerliche Einordnung der Einbringung eines Grundstücks durch seine …
Denn die Zurechnung von Gesamthandsvermögen auf einen "besonderen Rechtsträger" hat die Funktion, das Gesellschaftsvermögen im Interesse von Zweckverfolgung und -erreichung zu binden (Bundesfinanzhof - BFH - Urteil vom 4. April 1974 III R 168/72, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1974, 598;… Fischer in Boruttau, Grunderwerbsteuer, 15. Aufl. 2002, § 1 Rdnr. 106;… Pahlke in Pahlke/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, 3. Aufl. 2005, § 1 Rz. 36). - BFH, 24.06.1981 - III R 49/78
Aufteilung des Einheitswerts von Personengesellschaften unter Berücksichtigung …
Durch die Regelung des § 11 Nr. 5 StAnpG wird das privatrechtliche Institut der Gesamthand, das rechnerische Beteiligungsquoten des einzelnen Beteiligten an dem Gesamthandsvermögen nicht kennt, in einer Weise "wirtschaftlich ausgedeutet" (…Riewald in Becker/Riewald/Koch, Reichsabgabenordnung, Kommentar, 9. Aufl., § 11 StAnpG, Anm. 4 Abs. 1), die eine Zuordnung von rechnerischen Anteilen an dem Gesamthandsvermögen an die einzelnen Gesamthandsberechtigten ermöglicht (vgl. auch Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598). - BFH, 15.06.1988 - II R 224/84
Inländische Kapitalgesellschaft - Schachtelvergünstigung - Wesentliche …
Der Senat schließt sich dem Urteil des I. Senats vom 4. April 1974 I R 73/72 (BFHE 112, 351, BStBl II 1974, 645) an, wonach eine über eine Personengesellschaft gehaltene Beteiligung nur eine mittelbare Beteiligung ist (vgl. auch das Urteil des III. Senats vom 4. April 1974 III R 168/72, BFHE 112, 401, BStBl II 1974, 598).
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