Rechtsprechung
| BFH, 29.06.2022 - III R 2/21 |
Volltextveröffentlichungen (11)
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- Bundesfinanzhof
GewStG § 8 Nr 1 Buchst f S 1, UrhG § 1, UrhG § 2 Abs 1 Nr 6, UrhG § 2 Abs 2, UrhG § 3 S 1, UrhG §§ 15 ff, UrhG § 15, UrhG § 23 S 1, GewStG VZ 2014, GewStG VZ 2015
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme
- rechtsinformationen.bund.de
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 8 Nr 1 Buchst f S 1 GewStG 2002 vom 14.08.2007, § 1 UrhG, § 2 Abs 1 Nr 6 UrhG, § 2 Abs 2 UrhG, § 3 S 1 UrhG
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme - IWW
§ 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG), § ... 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung, § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG, § 8 Nr. 1 GewStG, § 7 GewStG, § 31 Abs. 1 Satz 1 des Urheberrechtsgesetzes, § 1 UrhG, § 2 Abs. 1 Nr. 6 UrhG, § 2 Abs. 2 UrhG, § 3 Satz 1 UrhG, §§ 15 ff. UrhG, § 16 Abs. 1 UrhG, § 19 Abs. 4 Satz 1 UrhG, § 20 UrhG, § 23 Satz 1 UrhG, §§ 3 Satz 1, 23 Satz 1 UrhG, § 16 UrhG, § 13 UrhG, § 23 Abs. 1 Satz 1 UrhG, § 136 Abs. 1 Satz 1, § 137 Satz 1 FGO
- Wolters Kluwer
Vertrieb von Filmrechten; Synchronisierung eines Films in einer anderen Sprache; Zeitlich befristete Rechteüberlassung; Anrechnung von Lizenzgebühren
- Betriebs-Berater
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme
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Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme
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Vertrieb von Filmrechten; Synchronisierung eines Films in einer anderen Sprache; Zeitlich befristete Rechteüberlassung; Anrechnung von Lizenzgebühren
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Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Lizenzgebühren für synchronisierte Spielfilme
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Kurzinformation)
Ausschluss des Vorliegens sog. Durchleitungsrechte bzw. einer Vertriebslizenzdurch eine Untertitelung oder Synchronisation beim Vertrieb von Filmrechten
Sonstiges (3)
- Bundesfinanzhof (Verfahrensmitteilung)
GewStG § 8 Nr 1 Buchst f
- IWW (Verfahrensmitteilung)
GewStG § 8 Nr 1 Buchst f
Gewerbesteuermessbetrag, Film, Lizenz - Bundesfinanzhof (Terminmitteilung)
Verfahrensgang
- FG Berlin-Brandenburg, 09.12.2020 - 10 K 10003/19
- BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Papierfundstellen
- BFHE 277, 406
Wird zitiert von ... (4) Zitiert selbst (8)
- BFH, 19.12.2019 - III R 39/17
Das Sortenschutzrecht ist ein Recht i.S. des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (…Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, BFH/NV 2018, 1199, Rz 26, m.w.N., und vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32).Denn eine Sachkapitalüberlassung kann nicht nur durch die Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern, sondern auch durch die zeitlich befristete Überlassung von Rechten erfolgen; der einheitlich mit 25 % des zu zahlenden Entgelts pauschalierte Nettoertrag der befristeten Überlassung wird dabei als im nutzenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet behandelt und mit Gewerbesteuer belastet (Senatsurteile in BFHE 261, 549, BFH/NV 2018, 1199, Rz 27, m.w.N., und in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 33).
Rn. 20 a) Rechte i.S. des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, d.h. subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Senatsurteil in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 35, m.w.N.).
Rn. 23 b) Es handelte sich auch um eine zeitlich befristete und keine hiervon abzugrenzende endgültige Rechteüberlassung (s. dazu Senatsurteil in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 42 ff., m.w.N.).
Eine solche Vertriebslizenz ist nur dann gegeben, wenn der Lizenznehmer die eingeräumten Rechte nicht selbst nutzt oder verändert oder bearbeitet und er stattdessen die Rechte unverändert weitergibt (Senatsurteil in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 52, m.w.N.).
Damit sind nach der Senatsrechtsprechung (Urteil in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 52 f.) die Voraussetzungen der Rückausnahme des § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG nicht gegeben.
- BFH, 26.04.2018 - III R 25/16
Hinzurechnung von transaktionsbezogenen Zahlungen bei computerisierten …
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, BFH/NV 2018, 1199, Rz 26, m.w.N., und vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32).Denn eine Sachkapitalüberlassung kann nicht nur durch die Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern, sondern auch durch die zeitlich befristete Überlassung von Rechten erfolgen; der einheitlich mit 25 % des zu zahlenden Entgelts pauschalierte Nettoertrag der befristeten Überlassung wird dabei als im nutzenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet behandelt und mit Gewerbesteuer belastet (Senatsurteile in BFHE 261, 549, BFH/NV 2018, 1199, Rz 27, m.w.N., und in BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 33).
- BGH, 15.09.1999 - I ZR 57/97
Comic-Übersetzungen II, Urheberrechtsfähigkeit der Übersetzung eines Sprachwerkes
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Sie lässt sich nicht allein durch eine mechanische Übertragung der einzelnen Begriffe bewerkstelligen, sondern muss den Sinngehalt vollständig erfassen und auch Zwischentöne des Originals wiederzugeben versuchen (BGH-Urteil vom 15.09.1999 - I ZR 57/97, NJW 2000, 140, unter II.1.).Denn bei Letzteren genießt bereits das Original mangels Schöpfungshöhe keinen Werkschutz und eröffnet auch die Übersetzung keinen entsprechenden Gestaltungsspielraum für den Übersetzer (BGH-Urteil in NJW 2000, 140, unter II.1.; Urteil des Oberlandesgerichts --OLG-- München vom 29.07.2004 - 29 U 2350/04, Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht 2004, 845, unter II.2.).
- OLG München, 13.04.2017 - 6 U 3515/12
Fehlende Aktivlegitimation: Klage gegen Youtube wegen Marlene-Dietrich-Aufnahmen …
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Rn. 35 Entsprechend stellt auch die Nachsynchronisation eines geschützten Filmwerkes regelmäßig eine Bearbeitung i.S. der §§ 3 Satz 1, 23 Satz 1 UrhG dar (…Schulze in Dreier/Schulze, 7. Aufl., § 3 UrhG Rz 45;… Dreyer in Dreyer/Kotthoff/Meckel/Hentsch, Urheberrecht, 4. Aufl., § 3 Rz 40;… Bullinger in Wandtke/Bullinger, Urheberrecht, 5. Aufl., § 23 Rz 28, m.w.N.; Ahlberg/Lauber-Rönsberg in BeckOK Urheberrecht, § 3 Rz 14), wobei die Anforderungen an die eigenschöpferische Leistung grundsätzlich niedrig sind, weil auch bei Filmwerken bereits die sog. "kleine Münze" geschützt wird (OLG München vom 13.04.2017 - 6 U 3515/12, GRUR-RR 2017, 417, Rz 32). - BGH, 16.05.2013 - I ZR 28/12
Beuys-Aktion - Urheberrechtsschutz für Werke der bildenden Kunst: …
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Wird die Bearbeitung körperlich festgelegt, liegt darin zugleich auch eine Vervielfältigung i.S. des § 16 UrhG (BGH-Urteil vom 16.05.2013 - I ZR 28/12, Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht Rechtsprechungs-Report --GRUR-RR-- 2014, 65). - BGH, 28.11.1985 - I ZR 104/83
Oberammergauer Passionsspiele; Schutzfähigkeit eines Bühnenbildes; Einräumung …
- FG Berlin-Brandenburg, 09.12.2020 - 10 K 10003/19
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung beim Filmverleih
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 09.12.2020 - 10 K 10003/19 aufgehoben. - OLG München, 29.07.2004 - 29 U 2350/04
Auszug aus BFH, 29.06.2022 - III R 2/21
Denn bei Letzteren genießt bereits das Original mangels Schöpfungshöhe keinen Werkschutz und eröffnet auch die Übersetzung keinen entsprechenden Gestaltungsspielraum für den Übersetzer (BGH-Urteil in NJW 2000, 140, unter II.1.; Urteil des Oberlandesgerichts --OLG-- München vom 29.07.2004 - 29 U 2350/04, Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht 2004, 845, unter II.2.).
- FG Berlin-Brandenburg, 27.05.2026 - 10 K 10031/23
Keine gewerbesteuerliche Hinzurechnung von Vertriebslizenzen/Durchleitungsrechten
Es entspräche einem Übersetzen, welches nur in Ausnahmefällen als nur geringfügige Bearbeitung anzusehen sei (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs [BFH] vom 29. Juni 2022, III R 2/21, Bundessteuerblatt [BStBl.] II 2024, 477).Rn. 35 Der hinzugerechnete Anteil wird für gewerbesteuerliche Zwecke als in dem betreffenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet angesehen (…BFH-Urteil vom 17. Oktober 2024, III R 33/22, BStBl. II 2025, 318 Rz. 24; BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477, Rz. 18).
Rn. 36 Rechte im Sinne des § 8 Nr. 1 lit. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, das heißt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition - ein Abwehrrecht - besteht (…BFH-Urteil vom 26. April 2018, III R 25/16, BStBl. II 2024, 768 Rz. 29, m.w.N.;… BFH-Urteil vom 19. Dezember 2019, III R 39/17, BStBl. II 2020, 397, Rz. 35; BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477, Rz. 20).
Unschädlich für die Annahme einer reinen Vertriebslizenz können nur Befugnisse sein, die unmittelbar mit dem Vertrieb zusammenhängen (BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477).
Durch die Bearbeitungen, denen ein Werkcharakter zuzumessen ist, entstehen eigenständige, ihrerseits nach § 3 Satz 1 UrhG urheberrechtlich geschützte Werke, welche die Anwendung der Ausnahmeregelung ausschließen (vgl. BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477).
Eine relevante Bearbeitung i.S.v. §§ 3 Satz 1, 23 Satz 1 UrhG erfordert eine gewisse Schöpfungshöhe, sodass dem neu Entstandenen ein eigener Werkcharakter zukommt (BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477 Rz. 32 f.;… vgl. Raue in: Dreier/Schulze, Urheberrechtsgesetz, 8. Auflage 2025, § 23 UrhG Rz. 55).
Rn. 42 Werden sowohl Vertriebsrechte als auch andere Rechte in einem gemischten Vertrag übertragen und wird ein einheitliches Entgelt entrichtet, begründet dies einen Verstoß gegen das Ausschließlichkeitsgebot, sodass die Ausnahmeregelung in § 8 Nr. 1 lit. f GewStG nicht mehr anwendbar ist (vgl. BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477).
Rn. 44 Der BFH hat z. B. das Aufspielen eines lizenzierten Filmes auf den jeweiligen Übertragungskanal als eine reine Vertriebshandlung angesehen (BFH-Urteil vom 29. Juni 2022, III R 2/21, BStBl. II 2024, 477 Rz. 40).
- BFH, 23.02.2023 - IV R 37/18
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die Überlassung von …
Rn. 33 aa) Rechte im Sinne von § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, also subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, m.w.N.).Für diese Rechte kann der Urheber nach § 31 Abs. 1 Satz 1 UrhG einem anderen das Recht einräumen, das Werk auf einzelne oder alle Nutzungsarten zu nutzen (BFH-Urteil in BFHE 277, 406, Rz 21, m.w.N.).
Eine solche Vertriebslizenz ist nur dann gegeben, wenn der Lizenznehmer die eingeräumten Rechte nicht selbst nutzt oder verändert oder bearbeitet, sondern die Rechte unverändert weitergibt (BFH-Urteil in BFHE 277, 406, Rz 26).
Eine Lizenz ist etwa dann nur zeitlich befristet überlassen, wenn die Lizenzdauer befristet wird (vgl. BFH-Urteil in BFHE 277, 406, Rz 23).
- BFH, 26.02.2026 - IV R 26/23
Hinzurechnung von Entgelt für DDR-Wasserbezugsrecht
Der einheitlich mit 25 % des zu zahlenden Entgelts pauschalierte Nettoertrag ("ein Viertel der Aufwendungen") der befristeten Überlassung wird dabei als im nutzenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet behandelt und mit Gewerbesteuer belastet (BFH-Urteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, BStBl II 2024, 768, Rz 27; vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 18; BFH-Beschluss vom 31.01.2012 - I R 105/10, Rz 9).Rn. 18 Rechte im Sinne von § 8 Nr. 1 Buchst. f GewStG sind Immaterialgüterrechte, also subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (BFH-Urteile vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20; vom 23.02.2023 - IV R 37/18, BFHE 280, 300, BStBl II 2023, 917, Rz 33; vom 17.10.2024 - III R 33/22, BFHE 286, 459, BStBl II 2025, 318, Rz 26).
Rn. 43 Unter einer Lizenz ist die von dem Lizenzgeber dem Lizenznehmer privatrechtlich eingeräumte Befugnis zu verstehen, Rechte oder Werte zu nutzen (BFH-Urteil vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 21).
Nur für diesen Fall ist die in dem Gesetzgebungsverfahren herangezogene Gleichstellung mit einem Handelsvertreter erreicht (BFH-Urteil vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 26).
- BFH, 17.10.2024 - III R 33/22
Gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für Out of Home-Werbung
Die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung von Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten nach § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) setzt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert voraus, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Anschluss an die Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16; vom 19.12.2019 - III R 39/17 und vom 29.06.2022 - III R 2/21).Dadurch soll der unabhängig von der Art und Weise des für die Kapitalausstattung des Betriebs zu entrichtenden Entgelts erwirtschaftete ("objektivierte") Ertrag des Betriebs mittels Hinzurechnung eines "Finanzierungsanteils" als Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer erfasst werden; zudem soll die Vorschrift Gewinnverlagerungen entgegenwirken und die gewerbesteuerrechtliche Bemessungsgrundlage verbreitern (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 26, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 32 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 17).
Denn eine Sachkapitalüberlassung kann nicht nur durch die Vermietung und Verpachtung von Wirtschaftsgütern, sondern auch durch die zeitlich befristete Überlassung von Rechten erfolgen; der einheitlich mit 25 % des zu zahlenden Entgelts pauschalierte Nettoertrag der befristeten Überlassung wird dabei als im nutzenden Gewerbebetrieb erwirtschaftet behandelt und mit Gewerbesteuer belastet (Senatsurteil vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 18, m.w.N.).
Rn. 26 aa) Rechte im Sinne des § 8 Nr. 1 Buchst. f Satz 1 GewStG sind Immaterialgüterrechte, das heißt subjektive Rechte an unkörperlichen Gütern mit selbständigem Vermögenswert, die eine Nutzungsbefugnis enthalten und an denen eine geschützte Rechtsposition --ein Abwehrrecht-- besteht (Senatsurteile vom 26.04.2018 - III R 25/16, BFHE 261, 549, Rz 29, m.w.N.; vom 19.12.2019 - III R 39/17, BFHE 267, 415, BStBl II 2020, 397, Rz 35 und vom 29.06.2022 - III R 2/21, BFHE 277, 406, BStBl II 2024, 477, Rz 20).
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