Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 21.05.2024 - 2 Ws 54/24 (S) |
Volltextveröffentlichungen (4)
- Burhoff online
KCanG, CannG, Neubewertung Strafen, Gesamtstrafenbildung
- Entscheidungsdatenbank Brandenburg
- strafrechtsiegen.de
KCanG - Neufestsetzung der Strafe - Voraussetzungen
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Neubewertung bereits rechtskräftig verhängter Strafen wegen nach neuem Recht ebenfalls strafbarer Tathandlungen i.R.d. Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge; Bindung des Gerichts an die Feststellungen früherer Urteile zu den Einzelstrafen bei der ...
Kurzfassungen/Presse
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Leitsatz)
CanG/KCanG: Strafzumessung - Neue Strafe
Verfahrensgang
- LG Frankfurt/Oder, 11.08.2021 - 24 KLs 11/21
- LG Frankfurt/Oder, 04.04.2024 - 24 KLs 11/21
- OLG Brandenburg, 21.05.2024 - 2 Ws 54/24 (S)
Papierfundstellen
- BeckRS 2024, 12707
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (3)
- BGH, 18.04.2024 - 1 StR 106/24
Konsumcannabisgesetz - BGH setzt Grenzwert der nicht geringen Menge für …
Auszug aus OLG Brandenburg, 21.05.2024 - 2 Ws 54/24
Die angegriffene Gesamtstrafenbildung, bei der das Landgericht zu Unrecht einen niedrigeren Grenzwert der nicht geringen Menge von 100 g THC zugrunde gelegt hat (vgl. hierzu im Übrigen BGH, Beschl. v. 18. April 2024 - 1 StR 106/24; Beschl. v. 23. April 2024 - 5 StR 153/24; KG, Beschl. v. 30. April 2024 - 5 Ws 67/24), kann demnach keinen Bestand haben. - BGH, 23.04.2024 - 5 StR 153/24
Beihilfe zum Handeltreiben mit Cannabis nach Inkrafttreten des Gesetzes zum …
Auszug aus OLG Brandenburg, 21.05.2024 - 2 Ws 54/24
Die angegriffene Gesamtstrafenbildung, bei der das Landgericht zu Unrecht einen niedrigeren Grenzwert der nicht geringen Menge von 100 g THC zugrunde gelegt hat (vgl. hierzu im Übrigen BGH, Beschl. v. 18. April 2024 - 1 StR 106/24; Beschl. v. 23. April 2024 - 5 StR 153/24; KG, Beschl. v. 30. April 2024 - 5 Ws 67/24), kann demnach keinen Bestand haben. - KG, 30.04.2024 - 5 Ws 67/24
Strafbarkeit des Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge nach …
Auszug aus OLG Brandenburg, 21.05.2024 - 2 Ws 54/24
Die angegriffene Gesamtstrafenbildung, bei der das Landgericht zu Unrecht einen niedrigeren Grenzwert der nicht geringen Menge von 100 g THC zugrunde gelegt hat (vgl. hierzu im Übrigen BGH, Beschl. v. 18. April 2024 - 1 StR 106/24; Beschl. v. 23. April 2024 - 5 StR 153/24; KG, Beschl. v. 30. April 2024 - 5 Ws 67/24), kann demnach keinen Bestand haben.
- BGH, 23.10.2024 - 2 ARs 179/24
Zuständigkeitsbestimmung (Neufestsetzung der Gesamtstrafe bei Erlass noch nicht …
(1) Die überwiegende und in der obergerichtlichen Rechtsprechung bislang einheitliche Ansicht sieht - in Abgrenzung zu den Strafvollstreckungskammern - die Zuständigkeit des "Gerichts des ersten Rechtszugs" bzw. "des Tatgerichts" oder "des erkennenden Gerichts" begründet (vgl. Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 21. Mai 2024 - 2 Ws 54/24 ("Gericht des ersten Rechtszugs"); OLG Stuttgart, Beschluss vom 6. Juni 2024 - 4 Ws 167/24 ("erkennendes Gericht"); OLG Dresden, Beschluss vom 7. Juni 2024 - 2 Ws 95/24 ("Gericht des ersten Rechtszugs"); Thüringer OLG, Beschlüsse vom 17. Juni 2024 - 1 Ws 190/24, und vom 25. Juni 2024 - 1 Ws 204/24 ("erkennendes Gericht"); OLG Köln, Beschluss vom 18. Juni 2024 - 2 Ws 319/24 ("Gericht des ersten Rechtszugs"); OLG Nürnberg, Beschluss vom 26. Juni 2024 - Ws 420/24 ("erkennendes Gericht"); Schleswig-Holsteinisches OLG, Beschluss vom 1. August 2024 - 1 Ws 123/24 ("Tatgericht" bzw. "erkennendes Gericht, welches die Ausgangsstrafe festgesetzt hat"); OLG München, Beschluss vom 6. August 2024 - 2 Ws 521/24 ("erkennendes Gericht"); Saarländisches OLG, Beschluss vom 8. August 2024 - 1 Ws 101/24, Rn. 11 und 17 (ohne konkrete Bezeichnung), jeweils mwN; vgl. auch LG Aachen, Beschluss vom 29. April 2024 - 69 KLs 17/19 ("erkennendes Gericht" bzw. "erstinstanzliches Gericht"). - OLG Jena, 25.06.2024 - 1 Ws 204/24
Neubemessung einer Gesamtfreiheitsstrafe aufgrund des Cannabisgesetzes
Diese gesetzliche Lücke ist durch Auslegung des objektivierten gesetzgeberischen Willens zu schließen, was im Ergebnis zu einer Zuständigkeit des erkennenden Gerichtes und nicht der Strafvollstreckungskammer führt (OLG Stuttgart, Beschluss vom 06.06.2024, 4 Ws 167/24; OLG Brandenburg, Beschluss vom 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S); i.E. wohl auch BGH, Urteil vom 24.09.1974, 1 StR 365/74).Die Kostenentscheidung beruht auf entsprechender Anwendung von § 465 Abs. 1 StPO (vgl. auch OLG Brandenburg, Beschluss vom 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S)).
- OLG Köln, 12.09.2024 - 2 Ws 553/24
Sofortige Beschwerde gerichtet auf eine Neufestsetzung der Gesamtfreiheitsstrafe …
Daher ist bereits der Anwendungsbereich des Art. 313 Abs. 3 EGStGB nicht eröffnet, was einer Strafneufestsetzung schon im Ansatz entgegensteht (so auch OLG Jena, Beschl. v. 25.06.2024, 1 Ws 204/24; AG Köln, Beschl. v. 16.05.2024, 583 Ds 135/22; AG Mannheim, Beschl. v. 06.08.2024, 2 Ls 302 Js 14819/21; wohl auch OLG Brandenburg, Beschl. v. 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S); vgl. auch BGH, Urteil v. 23.05.2024, 5 StR 68/24;… a.A. LG Magdeburg, a.a.O.).
- OLG Hamm, 20.08.2024 - 5 Ws 230/24
Handeltreiben mit Marihuana in nicht geringer Menge nach § 34 Abs. 1 Nr. 4, Abs. …
Allein der Umstand, dass das Handeltreiben mit Marihuana in nicht geringer Menge nach der neuen Gesetzeslage im Vergleich zu der in dem Urteil des Landgerichts Hagen noch zur Anwendung gelangten Strafvorschrift (§ 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG) mit einer geringeren Strafe bedroht ist, führt nicht zu einer nachträglichen Strafmilderung (…vgl. BGH, Urt. v. 23. Mai 2024 - 5 StR 68/24 -, BeckRS 2024, 13152; OLG Jena, Beschl. v. 25. Juni 2024 - 1 Ws 204/24 -, BeckRS 2024, 16416; OLG Brandenburg Beschl. v. 21. Mai 2024 - 2 Ws 54/24 -, BeckRS 2024, 12707; LG Karlsruhe, Beschl. v. 15. Mai 2024 - 20 StVK 228/24 -, BeckRS 2024, 10817; AG Köln, Beschl. v. 16. Mai 2024 - 583 Ds 135/22 -, BeckRS 2024, 12051). - OLG Nürnberg, 26.06.2024 - Ws 420/24
Strafvollstreckungskammer, Neufestsetzung, Erkennendes Gericht, …
Rn. 11 Für die Neufestsetzung einer Strafe nach Art. 316p, Art. 313 Abs. 3 S. 2 EGStGB sowie für die Neufestsetzung einer Gesamtstrafe nach Art. 316p, Art. 313 Abs. 4 S. 1 EGStGB ist das erkennende Gericht - hier das Amtsgericht Ravensburg - und nicht die Strafvollstreckungskammer zuständig (so OLG Stuttgart, Beschluss vom 06.06.2024, 4 Ws 167/24, juris; OLG Brandenburg, Beschluss vom 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S), juris; im Ergebnis wie hier: LG Aachen, Beschluss vom 29.04.2024, 69 KLs 17/19, juris; aA LG Trier, Beschluss vom 03.04.2024, 10 StVK 189/24, juris; aA ohne Begründung LG Karlsruhe, Beschluss vom 15.05.2024, 20 StVK 228/24, juris; Böhme/Günnewig, in: DRiZ 2024, 144 ; aA offenbar auch AG Köln…, Beschluss vom 16.05.2024, 583 Ds 135/22, juris Rn. 11, das von einer Zuständigkeit nach § 462a StPO ausgeht; vgl. auch zur Zuständigkeit des Richters, dem die Aufgaben des Vollstreckungsleiters obliegen, gemäß § 66 Abs. 2 S. 4 JGG: OLG Hamm, Beschluss vom 23.04.2024, 4 OGs 10/24, juris). - OLG Köln, 18.06.2024 - 2 Ws 319/24
Zuständigkeit des Gerichts des ersten Rechtszugs i.R.d. Neufestsetzung einer …
Dieser Grundsatz kommt, was in der angefochtenen Entscheidung zutreffend erkannt worden ist, deutlich auch in § 462a Abs. 3 S. 1 StPO zum Ausdruck, der die gleichfalls mit einem Strafzumessungsakt und der Schaffung einer Vollstreckungsgrundlage verbundene nachträgliche Gesamtstrafenbildung nach § 460 StPO ausdrücklich nicht der Strafvollstreckungskammer, sondern dem Gericht des ersten Rechtszugs zuweist (so auch LG Aachen, Beschl. v. 29.04.2024, 69 KLs 17/19; vgl. auch OLG Brandenburg, Beschl. v. 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S)). - OLG Jena, 17.06.2024 - 1 Ws 190/24
Zuständigkeit für die Neufestsetzung einer Gesamtstrafe nach dem Cannabisgesetz; …
Diese gesetzliche Lücke ist durch Auslegung des objektivierten gesetzgeberischen Willens zu schließen, was im Ergebnis zu einer Zuständigkeit des erkennenden Gerichtes und nicht der Strafvollstreckungskammer führt (OLG Stuttgart, Beschluss vom 06.06.2024, 4 Ws 167/24; Oberlandesgericht Brandenburg, Beschluss vom 21.05.2024, 2 Ws 54/24 (S); i.E. wohl auch BGH, Urteil vom 24.09.1974, 1 StR 365/74). - LG Neuruppin, 15.07.2024 - 13 KLs 25/22 Eine noch weitergehende Amnestieregelung lässt sich weder dem Wortlaut und der Systematik des Gesetzes, noch dem Willen des Gesetzgebers entnehmen (…vgl. hierzu die Begründung zum Gesetzesentwurf zu Artikel 13 BT-Drucksache 20/8704, S. 155), und sie wäre auch von Verfassung wegen nicht geboten (Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 21. Mai 2024 - 2 Ws 54/24 (S) m.w.N.).
- KG, 29.11.2024 - 5 Ws 174/24
Anwendung des Art. 316p EGStGB auf auch nach dem KCanG strafbare Taten
Die Regelungen in Art. 313 Abs. 3 EGStGB betreffen insgesamt lediglich Verurteilungen wegen einer Handlung, die eine nach neuem Recht nicht mehr anwendbare Strafvorschrift und zugleich eine andere Strafvorschrift verletzt hat, mithin Fallgestaltungen, in denen bei vorliegender Tateinheit (§ 52 StGB) ein nicht mehr strafbares Verhalten Gegenstand der Bildung einer Einzelstrafe war (vgl. Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 21. Mai 2024 - 2 Ws 54/24 [S] -, juris Rdnr. 20). - KG, 24.10.2024 - 2 Ws 147/24
Neufestsetzung noch nicht vollstreckter Strafen nach Inkrafttreten des …
Allein der Umstand, dass das bandenmäßige Handeltreiben mit Cannabis in nicht geringer Menge nach der neuen Gesetzeslage im Vergleich zu den in dem Urteil des Landgerichts Berlin noch zur Anwendung gelangten Strafvorschriften (§ 29a Abs. 1 Nr. 2, § 30a Abs. 1 BtMG) mit einer geringeren Strafe bedroht ist, führt nicht zu einer nachträglichen Strafmilderung (vgl. BGH…, Urteil vom 23. Mai 2024 aaO;… OLG Hamm aaO; OLG Brandenburg, Beschluss vom 21. Mai 2024 - 2 Ws 54/24 (S) -, juris). - OLG Brandenburg, 11.09.2024 - 1 Ws 127/24
- KG, 15.08.2024 - 5 Ws 126/24
Gerichtszuständigkeit für die neu zu bildende Gesamtstrafe nach Inkrafttreten des …
- OLG Brandenburg, 06.01.2025 - 1 Ws 148/24
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