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Weitere Entscheidung unten: BFH, 10.04.1990

Rechtsprechung
   BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,1141
BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84 (https://dejure.org/1990,1141)
BFH, Entscheidung vom 24.07.1990 - VIII R 194/84 (https://dejure.org/1990,1141)
BFH, Entscheidung vom 24. Juli 1990 - VIII R 194/84 (https://dejure.org/1990,1141)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    § 4 EStG; Art.3 GG
    Einkommensteuer; Abzug von Geldbußen als Betriebsausgaben

Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • BFHE 161, 509
  • NJW 1991, 192
  • BB 1990, 2012
  • DB 1990, 2350
  • BStBl II 1992, 508
 
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Wird zitiert von ... (18)Zitiert selbst (6)

  • BVerfG, 23.01.1990 - 1 BvL 4/87

    Verfassungsgemäße Besteuerung im Zusammenhang mit der Verhängung von Bußgeldern

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG i. d. F. des Gesetzes vom 25. Juli 1984 (BGBl I 1984, 1006) ist insoweit mit dem GG vereinbar, als er den auf die Abschöpfung des wirtschaftlichen Vorteils (Mehrerlöses) entfallenden Teil einer Geldbuße vom Abzug als Betriebsausgabe ausschließt (BVerfG-Beschluß vom 23. Januar 1990 1 BvL 4, 5, 6 und 7/87, BStBl II 1990, 483).

    Das BVerfG hat durch Beschluß vom 23. Januar 1990 1 BvL 4, 5, 6 und 7/87 (BStBl II 1990, 483) entschieden, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG sei insoweit, als er den auf die Abschöpfung des wirtschaftlichen Vorteils entfallenden Teil der Geldbuße vom Abzug als Betriebsausgabe ausschließe, mit dem GG vereinbar.

    Der Senat nimmt insoweit wegen der Begründung Bezug auf seinen Beschluß vom 21. Mai 1987 VIII R 194/84 - n. v. - und auf die Entscheidung des BVerfG in BStBl II 1990, 483.

    Sie verstößt insbesondere nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, der gebietet, die Besteuerung an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen auszurichten (vgl. Beschluß des BVerfG in BStBl II 1990, 483).

  • BFH, 21.11.1983 - GrS 2/82

    Betriebsausgaben - Geldbuße - Geldstrafe

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    In den Gründen seines Urteils, das vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung des Einkommensteuergesetzes und Körperschaftsteuergesetzes vom 25. Juli 1984 (BGBl I 1984, 1006) ergangen ist, führte es aus, bei den vom Bundeskartellamt festgesetzten Geldbußen, Gebühren und Auslagen handele es sich um Betriebsausgaben der Klägerin zu 1. Das FG hat insoweit auf die Gründe des Beschlusses des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 21. November 1983 GrS 2/82 (BFHE 140, 50, BStBl II 1984, 160) Bezug genommen.
  • BFH, 10.07.1986 - IV R 12/81

    1. Gegen die rückwirkende Wiedereinfährung der sog. Geprägetheorie durch § 15 …

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    Die Gesetzesänderung ist zwar erst während des Revisionsverfahrens wirksam geworden, aber gleichwohl vom Senat zu beachten (vgl. BFH-Urteil vom 10. Juli 1986 IV R 12/81, BFHE 147, 63, BStBl II 1986, 811).
  • BFH, 14.04.1986 - IV R 260/84

    Verfassungsrecht - Geldauflagen - Betriebsausgaben

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    Das FG hat zutreffend entschieden, daß die im Bußgeldbescheid festgesetzten Gebühren und Auslagen in Höhe von 1.012 DM bei der Gewinnfeststellung des Streitjahrs als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind (vgl. BFH-Urteil vom 14. April 1986 IV R 260/84, BFHE 146, 411, BStBl II 1986, 518).
  • BFH, 13.07.1967 - IV 191/63

    Befugnis des Kommanditisten zur Einlegung eines Rechtsmittels gegen einen …

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    Der Konkurs über das Vermögen der Personenhandelsgesellschaft berührt das Verfahren der Gewinnfeststellung nicht, da seine steuerlichen Folgen die Gesellschafter persönlich betreffen (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1967 IV 191/63, BFHE 90, 87, BStBl III 1967, 790, …und vom 8. August 1986 VIII R 64/85, BFH/NV 1987, 182).
  • BFH, 08.08.1986 - VIII R 64/85

    Unterbrechung eines Revisionsverfahrens durch die Eröffnung des Konkurses über …

    Auszug aus BFH, 24.07.1990 - VIII R 194/84
    Der Konkurs über das Vermögen der Personenhandelsgesellschaft berührt das Verfahren der Gewinnfeststellung nicht, da seine steuerlichen Folgen die Gesellschafter persönlich betreffen (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1967 IV 191/63, BFHE 90, 87, BStBl III 1967, 790, und vom 8. August 1986 VIII R 64/85, BFH/NV 1987, 182).
  • BFH, 22.05.2019 - XI R 40/17

    BFH konkretisiert das steuerliche Abzugsverbot für (Kartell-)Geldbußen

    Rn. 18 Das Abzugsverbot des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG 1984 wurde in seiner Grundkonzeption als verfassungsmäßig beurteilt (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 23.01.1990 - 1 BvL 4-7/87, BVerfGE 81, 228, BStBl II 1990, 483, unter B., Rz 26; BFH-Urteile vom 24.07.1990 - VIII R 194/84, BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508, unter 2.b, Rz 22; in BFHE 189, 79, BStBl II 1999, 658, unter II.1.a, Rz 9).
  • BFH, 11.10.2007 - IV R 52/04

    Verpflichtung von Autohändlern zum Rückkauf von Leasing- und …

    Die Insolvenz einer Personenhandelsgesellschaft berührt das Verfahren der Gewinnfeststellung nicht, da seine steuerlichen Folgen nur die Gesellschafter persönlich und nicht den nach Insolvenzrecht abzuwickelnden Vermögensbereich der Personengesellschaft betreffen (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1967 IV 191/63, BFHE 90, 87, BStBl III 1967, 790; vom 21. Juni 1979 IV R 131/74, BFHE 128, 322, BStBl II 1979, 780; vom 24. Juli 1990 VIII R 194/84, BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508, und vom 23. August 1994 VII R 143/92, BFHE 175, 309, BStBl II 1995, 194;… BFH-Beschluss vom 8. August 1986 VIII R 64/85, BFH/NV 1987, 182; Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 2. April 1998 IX ZR 187/97, Deutsches Steuerrecht 1998, 947).
  • BFH, 09.01.1997 - IV R 5/96

    Billigkeitsmaßnahme trotz Rücknahme der wegen Verfassungswidrigkeit erhobenen …

    Am 23. November 1990 wies das FA den Einspruch unter Berufung auf §§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8, 52 Abs. 3 a des Einkommensteuergesetzes (EStG) i. d. F. vom 25. Juli 1984, den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 23. Januar 1990 1 BvL 4-7/87 (BStBl II 1990, 483) und das BFH-Urteil vom 24. Juli 1990 VIII R 194/84 (BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508) als unbegründet zurück.

    Daher entschied dann auch der VIII. Senat des BFH im Juli 1990 in dem Fall, der zu der Vorlage an das BVerfG geführt hatte, daß nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG die steuerliche Abziehbarkeit der Bußgelder nicht möglich sei (Urteil in BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508).

    Allerdings wird auch im Urteil des VIII. Senats in BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508 die Verfassungswidrigkeit der Nichtberücksichtigung des Bußgeldes als Betriebsausgabe im Einkommensteuerbescheid mit dem Hinweis verneint, der Kläger habe sich gegen den Bußgeldbescheid zur Wehr setzen müssen.

  • BVerfG, 12.04.1996 - 2 BvL 18/93

    Anforderungen an eine Richtervorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG

    Andernfalls müsse der Verfallsbetrag durch entsprechende Auslegung des § 12 Nr. 4 EStG einkünftemindernd berücksichtigt werden (unter Hinweis auf BFH, Urteil vom 24. Juli 1990, BFHE 161, 509 , BStBl II 1992 S. 508 unter 2 c und d der Gründe).
  • BFH, 23.03.2011 - X R 59/09

    Abzug von Bußgeldern bei Abschöpfung des durch den Gesetzesverstoß erlangten …

    Rn. 8 Im Anschluss hieran hat der BFH entschieden, dass Geldbußen angesichts der eindeutigen Regelung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 EStG auch dann nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden dürfen, wenn bei ihrer Bemessung die anfallenden Ertragsteuern nicht berücksichtigt worden sein sollten (Urteil vom 24. Juli 1990 VIII R 194/84, BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508).

    Ob in einem solchen Fall der "verfassungswidrigen doppelten Abschöpfung des wirtschaftlichen Vorteils" ein Billigkeitserlass nach § 163 der Abgabenordnung (AO) in Betracht zu ziehen sei, hat der VIII. Senat ausdrücklich offengelassen (Urteil in BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508, unter 2.d).

  • BFH, 09.06.1999 - I R 100/97

    Geldbuße als Betriebsausgabe

    Diese Rückwirkung wie im Grundsatz auch das Abzugsverbot als solches waren verfassungsmäßig (Bundesverfassungsgericht --BVerfG--, Beschluß vom 23. Januar 1990 1 BvL 4, 5, 6, 7/87, BVerfGE 81, 228, BStBl II 1990, 483; BFH-Urteil vom 24. Juli 1990 VIII R 194/84, BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508).
  • FG Hessen, 29.10.2009 - 13 K 3181/08

    Billigkeitserlass von Steuern die aufgrund der Nichtabzugsfähigkeit von Geldbußen …

    Die daraufhin erhobenen Klagen wurden im Anschluss an den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) von 23.01.1990 BvL 4-7/97, BStBl II 1990, 483 und das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 24.07.1990 VIII R 194/84, BStBl II 1992, 508 zurückgenommen.

    Die Klage sei zurückgenommen worden, nachdem das BVerfG mit seinem Beschluss vom 23.01.1990 (BStBl II 1990, 483) den § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 8 EStG nicht für verfassungswidrig erklärt habe und der BFH am 24.07.1990 (BStBl II 1992, 508 ) entschieden habe, dass eine festgesetzte Geldbuße, mit der ein erzielter Gewinn abgeschöpft worden sei, auch dann nicht als Betriebsausgabe abgezogen werden dürfe, wenn bei der Festsetzung der Geldbuße die auf die abgeschöpften Gewinne entfallenden Steuern unberücksichtigt geblieben seien und die Geldbuße somit verfassungswidrig festgesetzt worden sei.

    Da aufgrund des Urteils des BFH in BStBl II 1992, 508 die verfassungswidrige Bemessung der Geldbuße in dem anhängigen Verfahren keine Berücksichtigung mehr habe finden können, habe mit einer Klageabweisung gerechnet werden müssen.

  • BFH, 09.06.1999 - I R 64/97

    Keine Rückstellung für Geldbußen

    BVerfG-Beschluß vom 23.1.1990 1 BvL 4, 5, 6, 7/87, BVerfGE 81 S. 228 = BStBl. II 1990 S. 483 = DB 1990 S. 832; BFH-Urteil vom 24.7.1990 VIII R 194/84, BStBl. II 1992 S. 508 = DB 1990 S. 2350.
  • BFH, 15.03.2007 - IV R 52/04

    Beiladung; ausgeschiedene Gesellschafter

    Die Insolvenz einer Personenhandelsgesellschaft berührt das Verfahren der Gewinnfeststellung nicht, da seine steuerlichen Folgen nur die Gesellschafter persönlich und nicht den nach Insolvenzrecht abzuwickelnden Vermögensbereich der Personengesellschaft betreffen (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1967 IV 191/63, BFHE 90, 87, BStBl III 1967, 790; vom 21. Juni 1979 IV R 131/74, BFHE 128, 322, BStBl II 1979, 780; vom 24. Juli 1990 VIII R 194/84, BFHE 161, 509, BStBl II 1992, 508, und vom 23. August 1994 VII R 143/92, BFHE 175, 309, BStBl II 1995, 194;… BFH-Beschluss vom 8. August 1986 VIII R 64/85, BFH/NV 1987, 182; Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 2. April 1998 IX ZR 187/97, Deutsches Steuerrecht 1998, 947; Brandis in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, Vor § 179 AO Rz 9, m.w.N.).
  • FG Düsseldorf, 17.05.2018 - 15 K 1458/17

    Qualifizierung der nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens begründeten …

    Rn. 44 2. Der Beklagte war trotz der Insolvenz der KG nicht daran gehindert, die Einkommensteuer aufgrund der anteilig dem Kläger zuzurechnenden Gewinne der KG durch Bescheid diesem gegenüber festzusetzen, da die Insolvenz das Gewinnfeststellungs- und nachfolgend das Einkommensteuerfestsetzungsverfahren nicht unterbrochen hat (ständige Rechtsprechung, vgl. nur BFH-Urteile vom 24.7.1990 VIII R 194/84, BStBl II 1992, 508; vom 1.6.2016 X R 26/14, BStBl II 2016, 848; Loose in Tipke/Kruse, AO/FGO, § 251 AO Tz. 47).
  • BFH, 15.03.2000 - VIII R 34/96

    Rückstellungen; steuerliches Abzugsverbot

  • FG Schleswig-Holstein, 18.02.2022 - 4 V 148/20

    Ablehnung einer Aussetzung der Vollziehung: Umsatzsteuerbarkeit von sog. …

  • FG Sachsen-Anhalt, 12.07.2007 - 1 K 456/05

    Möglichkeit der Feststellung einer Hafteinlage eines Gesellschafters als …

  • BFH, 17.07.2003 - X B 28/03

    Gewinnfeststellungsbescheid, Konkurs, Bekanntgabe

  • FG Niedersachsen, 14.09.2005 - 2 V 4/05

    Zuordnung der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung in der Insolvenz …

  • BFH, 23.11.1994 - VIII R 51/94

    Beteiligten- und Prozessfähig einer im Handelsregister gelöschten Gesellschaft …

  • BFH, 19.05.1994 - VIII B 85/93

    Anforderungen an eine hinreichend substantiierte Darlegung der grundsätzlichen …

  • BFH, 18.12.1997 - X S 22/96

    Zulässigkeit des Finanzrechtsweges in Kirchensteuersachen im Bundesland Hessen

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Rechtsprechung
   BFH, 10.04.1990 - VIII R 133/86   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/1990,2182
BFH, 10.04.1990 - VIII R 133/86 (https://dejure.org/1990,2182)
BFH, Entscheidung vom 10.04.1990 - VIII R 133/86 (https://dejure.org/1990,2182)
BFH, Entscheidung vom 10. April 1990 - VIII R 133/86 (https://dejure.org/1990,2182)
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Volltextveröffentlichungen (5)

Kurzfassungen/Presse

  • datenbank.nwb.de (Leitsatz)

    § 4 EStG
    Einkommensteuer; keine Grundstücksentnahme durch Erbbaurechtsbestellung

Papierfundstellen

  • BFHE 161, 438
  • BB 1990, 2015
  • DB 1990, 2350
  • BStBl II 1990, 961
 
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Wird zitiert von ... (10)Zitiert selbst (3)

  • BFH, 26.11.1987 - IV R 171/85

    1. Keine Grundstücksentnahme durch Bestellung eines entgeltlichen Erbbaurechts - …

    Auszug aus BFH, 10.04.1990 - VIII R 133/86
    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits mit Urteilen vom 26. Februar 1970 I R 42/68 (BFHE 98, 486, BStBl II 1970, 419) und vom 26. November 1987 IV R 171/85 (BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490) entschieden, daß die Belastung eines Betriebsgrundstücks mit einem Erbbaurecht selbst dann keine Entnahme des Grundstücks aus dem Betriebsvermögen zur Folge hat, wenn das Erbbaurecht von dem Betriebsinhaber zugunsten seines Ehegatten bestellt wird und dieser aufgrund seines Erbbaurechts auf dem belasteten Grundstück für eigene Wohnzwecke ein Einfamilienhaus errichtet.

    Ebenso wie die private Nutzung durch den mit dem Betriebsinhaber nicht identischen Erbbauberechtigten (BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490) führt auch die private Nutzung eines erbbauberechtigten Gesellschafters nicht dazu, daß das Grundstück, das Erträge in Form von Erbbauzinsen abwirft, bei der Klägerin notwendigerweise zum Privatvermögen gerechnet werden muß.

    Die Grundstücksnutzung verhält sich vielmehr wie vergleichsweise die Vermietung und Verpachtung eines Grundstücks zum Betrieb der Klägerin neutral (vgl. BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490, m.w.N.).

    b) In dem Urteil des IV. Senats in BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490 wird zutreffend darauf hingewiesen, daß die Entscheidung des erkennenden Senats vom 18. November 1986 VIII R 301/83 (BFHE 148, 466, BStBl II 1987, 261) nicht einschlägig sei, weil sie keinen Fall der Einräumung eines Erbbaurechts betreffe.

  • BFH, 18.11.1986 - VIII R 301/83

    Bau eines Einfamilienhauses durch Pächter auf gepachtetem Grundstück als Entnahme …

    Auszug aus BFH, 10.04.1990 - VIII R 133/86
    b) In dem Urteil des IV. Senats in BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490 wird zutreffend darauf hingewiesen, daß die Entscheidung des erkennenden Senats vom 18. November 1986 VIII R 301/83 (BFHE 148, 466, BStBl II 1987, 261) nicht einschlägig sei, weil sie keinen Fall der Einräumung eines Erbbaurechts betreffe.
  • BFH, 26.02.1970 - I R 42/68

    Belastung eines Betriebsgrundstücks mit einem Erbbaurecht als Entnahme des …

    Auszug aus BFH, 10.04.1990 - VIII R 133/86
    Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits mit Urteilen vom 26. Februar 1970 I R 42/68 (BFHE 98, 486, BStBl II 1970, 419) und vom 26. November 1987 IV R 171/85 (BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490) entschieden, daß die Belastung eines Betriebsgrundstücks mit einem Erbbaurecht selbst dann keine Entnahme des Grundstücks aus dem Betriebsvermögen zur Folge hat, wenn das Erbbaurecht von dem Betriebsinhaber zugunsten seines Ehegatten bestellt wird und dieser aufgrund seines Erbbaurechts auf dem belasteten Grundstück für eigene Wohnzwecke ein Einfamilienhaus errichtet.
  • BFH, 22.04.1998 - XI R 28/97

    Erbbaurecht bei gewerblichem Grundstückshandel

    In der Rechtsprechung des BFH wurde weder in der Belastung eines betrieblichen Grundstücks mit einem entgeltlich eingeräumten Erbbaurecht noch in der anschließenden Bebauung mit einem privat genutzten Wohnhaus durch den Erbbauberechtigten eine Entnahme gesehen (BFH-Urteile vom 26. Februar 1970 I R 42/68, BFHE 98, 486, BStBl II 1970, 419; vom 26. November 1987 IV R 171/85, BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490; vom 10. April 1990 VIII R 133/86, BFHE 161, 438, BStBl II 1990, 961;… vgl. auch Hoffmann in Littmann/Bitz/Hellwig, Das Einkommensteuerrecht, 1998, §§ 4, 5 EStG Rn. 208 "Erbbaurecht";… Wacker in Blümich, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, 15. Aufl., § 4 EStG Anm. 196 "Erbbaurecht").

    Diese zusätzliche Nutzung der Grundstücke ist auch geeignet, dem Betrieb durch die Erzielung von Erbbauzinsen zu dienen (BFH-Urteil in BFHE 161, 438, BStBl II 1990, 961).

  • BFH, 10.12.1992 - IV R 115/91

    Bebauung von geringem Teil der Grundstückfläche ist keine Entnahme

    In Anwendung dieser Grundsätze hat der BFH weder in der Belastung eines betrieblichen Grundstücks mit einem entgeltlich eingeräumten Erbbaurecht noch in der anschließenden Bebauung mit einem privat genutzten Wohnhaus durch den Erbbauberechtigten eine Entnahme gesehen (BFH-Urteile vom 26. Februar 1970 I R 42/68, BFHE 98, 486, BStBl II 1970, 419; vom 26. November 1987 IV R 171/85, BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490, und vom 10. April 1990 VIII R 133/86, BFHE 161, 438, BStBl II 1990, 961, sowie beiläufig BFH-Urteil vom 21. November 1989 IX R 170/85, BFHE 159, 72, BStBl II 1990, 310, zu 2, am Ende).
  • FG München, 13.09.2006 - 10 K 2650/03

    Zugehörigkeit eines Grundstücks zum Betriebsvermögen eines Betriebes der Land- …

    Mit der Bestellung eines Erbbaurechts wird das belastete Grundstück nicht zu notwendigem Privatvermögen (BFH-Urteil vom 10. April 1990 VIII R 133/86, BFHE 161, 438 , BStBl II 1990, 961 ).

    Durch die Erzielung von Einnahmen in Form des Erbbauzinses ist das Grundstück auf Dauer fähig, dem Betrieb der Klin zu dienen (BFH in BFHE 161, 438 , BStBl II 1990, 961 ).

  • BFH, 30.11.2000 - IV B 47/00

    Einbringung in eine Personengesellschaft

    Die Entscheidung des FG steht auch nicht in Widerspruch zu der von der Klägerin zitierten BFH-Rechtsprechung, die bei der entgeltlichen Bestellung eines Erbbaurechts an einem Betriebsgrundstück zum Zwecke der Bebauung mit einem privat genutzten Wohnhaus entschied, dass trotz der Nutzung für eigene Wohnzwecke nicht notwendigerweise eine Entnahme vorliegen müsse (BFH-Urteile vom 26. November 1987 IV R 171/85, BFHE 152, 95, BStBl II 1988, 490, und vom 10. April 1990 VIII R 133/86, BFHE 161, 438, BStBl II 1990, 961).
  • FG Baden-Württemberg, 01.02.1999 - 9 K 208/92
    Vielmehr wird auch mit dem Erbbaurecht grundsätzlich nur der Gebrauch eines Grundstücks für einen bestimmten Zeitraum überlassen (vgl. BFH-Urteile vom 20.01.1983 - IV R 158/80 -, BFHE 138, 53 , BStBl II 1983, 413 unter 2. und vom 08.12.1988 - IV R 33/87 -, BFHE 155, 532, BStBl II 1989, 407 unter 1. und vom 07.04.1994 - IV R 11/92 -, BFHE 174, 407 , BStBl II 1994, 796 unter I.2 a jeweils zu Bilanzierungsfragen; vom 24.08.1989 - IV R 38/88, BFHE 158, 250, BStBl II 1989, 1016 zum "Grund und Boden" im Sinne von § 6 b Abs. 1 Satz 1 EStG sowie vom 10.04.1990 - VIII R 133/86 -, BFHE 161, 438 , BStBl II 1990, 961 unter 2 a zu der Frage, ob ein Grundstück aus dem Betriebsvermögen einer Gesellschaft entnommen wird, wenn das Grundstück mit einem Erbbaurecht zugunsten eines Gesellschafters belastet wird und dieser ein für seine eigene Wohnzwecke benutztes Gebäudes errichtet).
  • LG Wuppertal, 05.03.1991 - 11 T 2/91

    Anmeldung des Wegfalls eines von zwei gemeinschaftlich vertretungsberechtigten …

    9. Steuerrecht/Einkommensteuerrecht - Entnahme von Betriebsvermögen (BFH, Urteil vom 10.4.1990 - VIII R 133/86) EStG § 4 Abs. 1 S. 2 Ein zum Gesellschaftsvermögen gehörendes Grundstück wird aus dem Betriebsvermögen der Personengesellschaft nicht dadurch entnommen, daß es zugunsten eines Gesellschafters mit einem Erbbaurecht belastet und von dem Gesellschafter mit einem für seine eigenen Wohnzwecke bestimmten und später benutzten Gebäude bebaut wird.
  • LG Köln, 21.12.1990 - 87 T 30/90

    Eintragungsfähigkeit der auf Satzung beruhenden Möglichkeit der Befreiung des …

    9. Steuerrecht/Einkommensteuerrecht - Entnahme von Betriebsvermögen (BFH, Urteil vom 10.4.1990 - VIII R 133/86) EStG § 4 Abs. 1 S. 2 Ein zum Gesellschaftsvermögen gehörendes Grundstück wird aus dem Betriebsvermögen der Personengesellschaft nicht dadurch entnommen, daß es zugunsten eines Gesellschafters mit einem Erbbaurecht belastet und von dem Gesellschafter mit einem für seine eigenen Wohnzwecke bestimmten und später benutzten Gebäude bebaut wird.
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