Rechtsprechung
| FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02 F |
Volltextveröffentlichungen (5)
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- NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Betriebsaufspaltung; Personelle Verflechtung; Einstimmigkeitsabrede; Außergewöhnlicher Geschäfte - Betriebsaufspaltung bei personeller Verflechtung von Betriebs- und Besitzgesellschaft
- datenbank.nwb.de(kostenpflichtig, Leitsatz frei)
Betriebsaufspaltung bei personeller Verflechtung von Betriebs- und Besitzgesellschaft
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Betriebsaufspaltung bei personeller Verflechtung von Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft
Verfahrensgang
- FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02 F
- FG Nürnberg, 25.06.2003 - V 188/00
- BFH, 24.11.2004 - IV B 15/03
- BFH, 05.09.2005 - IV B 15/03
- BFH, 05.09.2005 - IV B 155/03
Papierfundstellen
- DB 2003, 1033
- EFG 2003, 455
Wird zitiert von ... (3) Zitiert selbst (14)
- BFH, 27.08.1992 - IV R 13/91
Alleingesellschafter-Herrschaft bei GmbH & Co KG
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Die gegenständliche Beschränkung der Beherrschung auf "Geschäfte des täglichen Lebens" besagt, dass dort, wo das Mehrheitsprinzip gilt (§ 745 BGB, § 47 GmbHG), die Mehrheit der Stimmen auch dann zur Beherrschung ausreicht, wenn in besonderen Fällen Einstimmigkeit oder eine qualifizierte Mehrheit erforderlich ist (z.B. nach § 745 Abs. 3 BGB, § 53 Abs. 2 GmbHG; vgl. BFH Urteil vom 27.8. 1992 IV R 13/91 BStBl II 1993, 134).Dieses soll nicht gegen den Willen der Person oder der Personengruppe, die das Besitzunternehmen beherrscht, aufgelöst werden können (BFH-Urteil vom 27.8. 1992 IV R 13/91, BStBl II 1993, 134; vom 21.8. 1996 X R 25/93 BStBl II 1997, 44).
- BFH, 21.08.1996 - X R 25/93
Zur Bedeutung des gesellschaftsrechtlichen Einstimmigkeitserfordernisses bei der …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Dieses soll nicht gegen den Willen der Person oder der Personengruppe, die das Besitzunternehmen beherrscht, aufgelöst werden können (BFH-Urteil vom 27.8. 1992 IV R 13/91, BStBl II 1993, 134; vom 21.8. 1996 X R 25/93 BStBl II 1997, 44).Damit konnte sich in der GmbH auf Dauer nur ein geschäftlicher Betätigungswille entfalten, der die Interessen der Grundstückseigentümer berücksichtigte (vgl. BFH vom 26.1. 1989 aaO., vom 21.8. 1996 aaO.).
- BFH, 21.01.1999 - IV R 96/96
Personelle Verflechtung bei Betriebsaufspaltung
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Ist dagegen an der einen Gesellschaft neben der mehrheitlich bei der anderen Gesellschaft beteiligten Person oder Personengruppe mindestens ein weiterer Gesellschafter beteiligt und müssen Beschlüsse der Gesellschafterversammlung generell einstimmig gefasst werden, so kann die beherrschende Person oder Personengruppe rechtlich ihren Willen nicht in beiden Unternehmen durchsetzen, wenn das Einstimmigkeitsprinzip auch die laufende Verwaltung der vermieteten Wirtschaftsgüter, die sogenannten Geschäfte des täglichen Lebens, einschließt (BFH vom 21.1. 1999 IV R 96/96 BFHE 187, 570 m.w.N.).Die Minderheitsgesellschafterin hatte insofern nicht die rechtliche Möglichkeit, zu verhindern, dass die beherrschende Person oder Personengruppe ihren Willen in bezug auf die laufende Verwaltung des an die Betriebsgesellschaft überlassenen Wirtschaftsguts durchsetzt (vgl. BFH vom 21.1. 1999 IV R 96/96 BFHE 187, 750).
- BFH, 26.01.1989 - IV R 151/86
Personelle Verfelchtung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung trotz …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Für die Rechtshandlungen bezüglich der der GmbH überlassenen wesentlichen Betriebsgrundlage bedurfte es keines Gesellschafterbeschlusses, da sie zur laufenden Geschäftsführung der GmbH (§§ 35, 37 GmbHG) gehörten (vgl. BFH Urteil vom 26.1. 1989 IV R 151/86 BStBl II 1989, 455).Damit konnte sich in der GmbH auf Dauer nur ein geschäftlicher Betätigungswille entfalten, der die Interessen der Grundstückseigentümer berücksichtigte (vgl. BFH vom 26.1. 1989 aaO., vom 21.8. 1996 aaO.).
- BFH, 26.11.1992 - IV R 15/91
Voraussetzungen der personellen Verflechtung bei ehelicher Gütergemeinschaft
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Welche Gesellschafter eine in der Rechtsform der GmbH geführte Betriebsgesellschaft beherrschen, richtet sich nach der Mehrheit der Anteile und damit der Stimmen (BFH Urteil vom 26.11.1992 IV R 15/91, BStBl II 1993, 876).Beherrschungsidentität liegt dann vor, wenn die Gesellschafter, die die Betriebsgesellschaft beherrschen, bei dem als Gesellschaft bürgerlichen Rechts organisierten Besitzunternehmen ebenfalls über die Mehrheit der Stimmen verfügen, sofern kraft Gesetzes (z.B. § 745 des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--) oder Vertrags (§ 709 Abs. 2 BGB) wenigstens für "die Geschäfte des täglichen Lebens" das Mehrheitsprinzip maßgeblich ist (vgl. BFH Urteil vom 26.11.1992 IV R 15/91 BStBl II 1993, 876).
- BFH, 02.08.1972 - IV 87/65
Zur Frage des einheitlichen geschäftlichen Betätigungswillens im Falle der …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Rn. 8 Für die Durchsetzung eines Beherrschungswillens ist in der Regel erforderlich, dass eine "durch gleichgerichtete Interessen geschlossene Personengruppe" (BFH-Urteil vom 2.8. 1972 IV 87/65, BStBl II 1972, 796) in beiden Unternehmen die Mehrheit der Anteile besitzt, auch wenn die Beteiligungsverhältnisse in beiden Unternehmen unterschiedlich sind (BFH Urteil vom 17.3. 1987 VIII R 36/84, BStBl II 1987, 858;… vom 18.3. 1993 IV R 96/92, BFH/NV 1994, 15 m.w.N.). - BFH, 12.11.1985 - VIII R 240/81
Zum Fortbestand des Rechtsinstituts der Betriebsaufspaltung und zur Frage der …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
In einem solchen Fall stellt sich die Vermietung oder Verpachtung nicht als bloße Vermögensverwaltung, sondern als gewerbliche Betätigung dar (BFH Urteil vom 12.11.1985 VIII R 240/81 BStBl II 1986, 296). - BFH, 31.08.1995 - VIII B 21/93
Mitunternehmeranteil - Sonderbetriebsvermögen
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Das von der GmbH gemietete Grundstück nebst Gebäude (Werkstatt, Büro- und Sozialräume) bildet nach seiner Funktion eine wesentliche Betriebsgrundlage des Betriebsunternehmens (vgl. BFH Urteil vom 26.5.1993 X R 78/91, BStBl II 1993, 718; vom 14. Juli 1993 X R 74-75/90, BStBl II 1994, 15;… vom 19. Juli 1994 VIII R 75/93, BFH/NV 1995, 597; Beschluß vom 31. August 1995 VIII B 21/93, BStBl II 1995, 890). - BFH, 26.05.1993 - X R 78/91
Ein Grundstück kann auch dann wesentliche Betriebsgrundlage im Rahmen einer …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Das von der GmbH gemietete Grundstück nebst Gebäude (Werkstatt, Büro- und Sozialräume) bildet nach seiner Funktion eine wesentliche Betriebsgrundlage des Betriebsunternehmens (vgl. BFH Urteil vom 26.5.1993 X R 78/91, BStBl II 1993, 718; vom 14. Juli 1993 X R 74-75/90, BStBl II 1994, 15;… vom 19. Juli 1994 VIII R 75/93, BFH/NV 1995, 597; Beschluß vom 31. August 1995 VIII B 21/93, BStBl II 1995, 890). - BFH, 17.03.1987 - VIII R 36/84
Zum Vorliegen besonderer Umstände für die Zusammenrechnung von Ehegattenanteilen …
Auszug aus FG Düsseldorf, 02.12.2002 - 7 K 2922/02
Rn. 8 Für die Durchsetzung eines Beherrschungswillens ist in der Regel erforderlich, dass eine "durch gleichgerichtete Interessen geschlossene Personengruppe" (BFH-Urteil vom 2.8. 1972 IV 87/65, BStBl II 1972, 796) in beiden Unternehmen die Mehrheit der Anteile besitzt, auch wenn die Beteiligungsverhältnisse in beiden Unternehmen unterschiedlich sind (BFH Urteil vom 17.3. 1987 VIII R 36/84, BStBl II 1987, 858;… vom 18.3. 1993 IV R 96/92, BFH/NV 1994, 15 m.w.N.). - BFH, 19.07.1994 - VIII R 75/93
Betriebsaufspaltung: Lagerhalle wesentliche Betriebsgrundlage
- BGH, 25.09.1989 - II ZR 304/88
Anfechtung eines Gesellschafterbeschlusses, der den Geschäftsführer abberuft - …
- BFH, 18.03.1993 - IV R 96/92
Zur Anwendung der sog. Personengruppentheorie bei Betriebsaufspaltung (§ 15 EStG …
- BFH, 16.07.1970 - IV-87/65
- BFH, 30.11.2005 - X R 56/04
Betriebsaufspaltung bei Vermietung eines Ladengeschäfts an Betriebs-GmbH durch …
Dies gilt auch dann, wenn der Gesellschaftsvertrag für alle zu fassenden Beschlüsse (mindestens) eine qualifizierte Mehrheit vorschreibt, über die der Gesellschafter-Geschäftsführer nicht verfügt (so zutreffend FG Düsseldorf, Urteil vom 2. Dezember 2002 7 K 2922/02 F, Entscheidungen der Finanzgerichte 2003, 455;… Schmidt/Wacker, Einkommensteuergesetz, 24. Aufl., § 15 Rz. 830;… vgl. auch BFH-Beschluss vom 24. November 2004 IV B 15/03, BFH/NV 2005, 545). - BFH, 24.11.2004 - IV B 15/03
Betriebsaufspaltung: personelle Verflechtung; Einstimmigkeitserfordernis
Die Entscheidung des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2003, 455 veröffentlicht. - FG Nürnberg, 28.06.2005 - I 320/01
Zur Zulässigkeit der Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG - …
Dementsprechend ist eine personelle Verflechtung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung auch dann bejaht worden, wenn die Gesellschafterbeschlüsse zwar einstimmig zu erfolgen haben, der an der Besitzgesellschaft nicht beteiligte Minderheitsgesellschafter der Betriebsgesellschaft aber nicht die rechtliche Möglichkeit hat zu verhindern, dass die beherrschenden Personen ihren Willen in Bezug auf die laufende Verwaltung der an die Betriebsgesellschaft überlassenen wesentlichen Betriebsgrundlagen durchsetzen (vgl. Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 02.12.2002 7 K 2922/02 F, EFG 2003, 455; Nichtzulassungsbeschwerde unbegründet, vgl. BFH-Beschluss vom 24.11.2004 IV B 15/03, nicht amtlich veröffentlicht).
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