Rechtsprechung
| OLG Brandenburg, 29.09.2009 - 6 W 76/08 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
RVG § 15 ; RVG § 16 Nr. 4 ; RVG § 44
Gebührenrechtlicher Begriff der "Angelegenheit" - Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz und Volltext)
Gebührenrechtlicher Begriff der "Angelegenheit"
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- rechtsanwaltskammer-hamm.de (Kurzinformation)
Besprechungen u.ä.
- famrb.de
, S. 17 (Entscheidungsbesprechung)
Nochmals: Beratungshilfe und "Angelegenheit" (RA Michael Nickel; FamRB 2010, 113)
Verfahrensgang
- AG Brandenburg - 53 UR II 431/07
- LG Potsdam, 01.04.2008 - 7 T 170/07
- LG Potsdam, 01.04.2008 - 7 T 172/07
- OLG Brandenburg, 29.09.2009 - 6 W 76/08
Papierfundstellen
- MDR 2009, 1417
- FamRZ 2010, 1187
- Rpfleger 2010, 221
- FamRB 2010, 113
Wird zitiert von ... (13) Zitiert selbst (3)
- BVerfG, 31.10.2001 - 1 BvR 1720/01
Angelegenheiten i.S. von § 13 Abs. 2 S. 1 BRAGO
Auszug aus OLG Brandenburg, 29.09.2009 - 6 W 76/08
Das hat das Bundesverfassungsgericht bereits entschieden (Beschluss vom 31.10.2001, 1 BvR 1720/01, NJW 2002, 429 ). - OLG Stuttgart, 04.10.2006 - 8 W 360/06
Rechtsanwaltskosten: Definition der Angelegenheit für die …
Auszug aus OLG Brandenburg, 29.09.2009 - 6 W 76/08
Das OLG Stuttgart hat in seinem Beschluss vom 4.10.2006, 8 W 360/06 (…Rn. 19, - zitiert nach juris) folgendes ausgeführt:. - OLG München, 04.12.1987 - 11 WF 1369/87
Auszug aus OLG Brandenburg, 29.09.2009 - 6 W 76/08
aa) Der Senat folgt dem Landgericht darin, dass der gebührenrechtliche Begriff der "Angelegenheit" im Sinne der §§ 15 ff. RVG auch für die Bestimmung des Begriffs der "Angelegenheit" im Sinne des Beratungshilfegesetzes als Grundlage für die Festsetzung der Vergütung des Beratungshilfe leistenden Rechtsanwaltes maßgebend ist (so auch OLG München, MDR 1988, 330 zur vergleichbaren Rechtslage nach der BRAGO ).
- OLG Frankfurt, 12.05.2014 - 20 W 237/13
Beratungshilfe und Vergütung aus der Staatskasse im Zusammenhang mit Trennung und …
Rn. 30 Mit dem Landgericht und auch dem Kostengläubiger lehnt der Senat in Fortführung seiner bisherigen Rechtsprechung (Beschlüsse vom 26.08.2009, Az. 20 W 254/09 und vom 12.08.2009, Az. 20 W 197/09, beide zitiert nach juris) die Auffassungen ab, die davon ausgehen, dass alle Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung entweder eine einzige Angelegenheit (OLG München, Beschluss vom 04.12.1987, Az. 11 WF 1369/87; Teilaufgabe: OLG München, Beschluss vom 26.09.2011, Az. 11 W 1719/11; OLG Nürnberg - 7. Familiensenat, Beschluss vom 30.03.2004, Az. 7 WF 719/04; jeweils zitiert nach juris) oder getrennt durch die Zäsur der Scheidung höchstens zwei Angelegenheiten (vgl. im Ergebnis: Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 29.09.2009, Az. 6 W 76/08, zitiert nach juris) darstellen. - OLG Naumburg, 28.03.2013 - 2 W 25/13
Beratungshilfe: Begriff der Angelegenheit in familienrechtlichen …
Rn. 17 2. Für die Abgrenzung der erforderlichen anwaltlichen Tätigkeiten ist bei der gebotenen typisierenden Betrachtung jedenfalls zu unterscheiden zwischen den Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit der (vorübergehenden) Trennung einerseits und der (endgültigen) Beendigung der Ehe bzw. Lebenspartnerschaft (Scheidung, Aufhebung, Feststellung der Unwirksamkeit) andererseits (vgl. OLG München, Beschluss v. 26.09.2011, 11 W 1719/11, MDR 2011, 1386; insoweit auch Brandenburgisches OLG, Beschluss v. 29.09.2009, 6 W 76/08 - zitiert nach juris). - OLG Schleswig, 25.04.2013 - 9 W 41/13
Anwaltsgebühren für ein Beratungshilfemandat im Zuge der Trennung von Ehegatten
Die Annahme von jedenfalls zwei möglichen Angelegenheiten verwirkliche im Übrigen den vom Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung vom 31. Oktober 2001 (NJW 2002, 429 ) angesprochenen Gedanken der Gebührengerechtigkeit angemessen (Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 29. September 2009 - 6 W 76/08 - zitiert nach [...]; OLG München, Beschluss vom 26. September 2011 - 11 W 1719/11 -, zitiert nach [...]).
- OLG Nürnberg, 29.03.2011 - 11 WF 1590/10
Beratungshilfe: Beratung in Scheidungs- und Scheidungsfolgesachen als …
25 Eine dritte Meinung differenziert zwischen der Scheidung und den zugehörigen Folgesachen einerseits und Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Trennung andererseits und stellt ansonsten für die Beurteilung des Vorliegens einer Angelegenheit im gebührenrechtlichen Sinn auf den konkreten Lebenssachverhalt ab (vgl. KG RVGreport 2010, 141; Brandenburgisches Oberlandesgericht MDR 2009, 1417; OLG Rostock NJW Spezial 2011, 92). - OLG Celle, 14.07.2011 - 2 W 141/11
Beratungshilfevergütung: Dieselbe Angelegenheit bei Gewährung für "Unterhalt, …
Rn. 6 Nach einer dritten Meinung ist zwischen der Scheidung und den zugehörigen Folgesachen sowie den Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Trennung zu differenzieren und für die Beurteilung des Vorliegens einer Angelegenheit im gebührenrechtlichen Sinne auf den konkreten Lebenssachverhalt abzustellen (vgl. Brandenburgisches OLG, MDR 2009, 1417; OLG Rostock NJW Spezial 2011, 92; OLG Nürnberg, Beschluss vom 29. März 2011, Az. 11 WF 1590/10 = AG Spezial 2011, 298 f.). - OLG Köln, 04.01.2010 - 17 W 342/09
Anwaltsgebühren bei zeitgleich erfolgender Beratung des Mieters wegen zweier …
Mangels einer gesetzlichen Definition des Begriffs der Angelegenheit im BerHG ist hierbei allgemeiner Meinung zufolge auf die §§ 15 ff. RVG zurückzugreifen (vgl. OLG Brandenburg AGS 2009, 593, 594). - OLG Köln, 11.05.2010 - 17 W 47/10
Höhe der Anwaltsvergütung im Rahmen der Beratungshilfe im Zusammenhang mit der …
Rn. 5 Es entspricht der gefestigten obergerichtlichen Rechtsprechung, dass der gebührenrechtliche Begriff der "Angelegenheit" im Sinne der §§ 15 ff. RVG auch für die Bestimmung des Begriffs der "Angelegenheit" im Sinne des Beratungshilfegesetzes als Grundlage für die Festsetzung der Vergütung des Beratungshilfe leistenden Rechtsanwaltes maßgebend ist (Senatsbeschluss vom 04.01.2010, 17 W 342/09, BeckRS 2010, 00737 = MDR 2010, 474 = AGS 2010, 188; OLG Brandenburg, Beschluss vom 29.09.2009, 6 W 76/08, BeckRS 2009, 27557 = Rpfleger 2010, 221 = MDR 2009, 1417; OLG Köln, Beschluss vom 09.02.2009, 16 Wx 252/08, BeckRS 2009, 10575 = FamRZ 2009, 1345 = Rpfleger 2009, 516; OLG Düsseldorf, NJW-RR 2009, 430; OLG Stuttgart, Beschluss vom 04.10.2006, 8 W 360/06, BeckRS 2006, 12351 = Rpfleger 2007, 84 so auch OLG München, MDR 1988, 330 zur vergleichbaren Rechtslage nach der BRAGO;… vgl. ferner AnwaltKommentar-RVG/N. Schneider, 5. Aufl., Vor VV 2501 ff. Rn. 27). - OLG Frankfurt, 12.05.2014 - 20 W 236/13
Beratungstätigkeit des Anwalts im Zusammenhang mit Folgen von Trennung und …
Rn. 31 Der Senat lehnt in Fortführung seiner bisherigen Rechtsprechung (Beschlüsse vom 26.08.2009, Az. 20 W 254/09 und vom 12.08.2009, Az. 20 W 197/09, beide zitiert nach juris) in Übereinstimmung mit der Ansicht der Kostengläubigerin die Auffassungen ab, die davon ausgehen, dass alle Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung entweder eine einzige Angelegenheit (OLG München, Beschluss vom 04.12.1987, Az. 11 WF 1369/87; Teilaufgabe: OLG München, Beschluss vom 26.09.2011, Az. 11 W 1719/11; OLG Nürnberg - 7. Familiensenat, Beschluss vom 30.03.2004, Az. 7 WF 719/04; jeweils zitiert nach juris) oder getrennt durch die Zäsur der Scheidung höchstens zwei Angelegenheiten (vgl. im Ergebnis: Brandenburgisches OLG, Beschluss vom 29.09.2009, Az. 6 W 76/08, zitiert nach juris) darstellen. - KG, 26.01.2010 - 1 W 92/08
Beratungshilfe: Beratung in Scheidungs- und Scheidungsfolgesachen als …
Die Trennung haben die Eheleute bereits vollzogen; die Ehescheidung folgt ihr nicht zwangsläufig (vgl. OLG Brandenburg, MDR 2009, 1417). - LG Arnsberg, 26.08.2015 - 5 T 156/15
Vergütung der anwaltlichen Beratung nach dem Beratungshilfegesetz (BerHG) in …
Rn. 17 Hingegen sind die Auffassungen, die davon ausgehen, dass alle Beratungstätigkeiten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung entweder eine einzige Angelegenheit (OLG München, Beschluss vom 04.12.1987, Az: 11 WF 1369/87) oder getrennt durch die Zäsur der Scheidung höchstens zwei Angelegenheiten (OLG Brandenburg, NJOZ 2010, 2419) darstellen, abzulehnen. - LG Halle, 21.03.2012 - 2 T 251/11
Rechtsanwaltsvergütung im Beratungshilfeverfahren: Anschlussbeschwerde im …
- AG Eisleben, 08.09.2011 - 25 II 2401/10
Beratungshilfe: Verschiedene Angelegenheiten im Bereich des Familienrechts
- LG Marburg, 09.08.2011 - 3 T 134/11
Die Beratungsgegenstände - "Unterhaltsrecht" und "Umgangsrecht" - stellen im …
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Rechtsprechung
| OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- Entscheidungsdatenbank Niedersachsen
Art. 111 Abs. 1 FGG-RG; § 111 Nr. 10 FamFG; § 266 Abs. 1 Nr. 3 FamFG; § 38 Abs. 1 FamFG; § 76 Abs. 1 FamFG; § 17a Abs. 2 GVG; § 17a Abs. 6 GVG; § 281 Abs. 2 Nr. 3 ZPO; § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO
Gerichtliche Zuständigkeit für die Entscheidung über einen Prozesskostenhilfeantrag inÜbergangsfällen - rechtsportal.de
Gerichtliche Zuständigkeit für die Entscheidung über einen Prozesskostenhilfeantrag in Übergangsfällen
- juris (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Gerichtliche Zuständigkeit für die Entscheidung über einen Prozesskostenhilfeantrag inÜbergangsfällen
Besprechungen u.ä.
- famrb.de
, S. 17 (Entscheidungsbesprechung)
Übergangsrecht und PKH-Antrag (RA Gisela Kühner; FamRB 2010, 113)
Verfahrensgang
- LG Braunschweig - 7 O 959/09
- OLG Braunschweig, 21.09.2009 - 1 W 57/09
- OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Papierfundstellen
- NJW 2010, 452
- FGPrax 2010, 104
- FamRZ 2010, 1101
- FamRB 2010, 113
Wird zitiert von ... (6) Zitiert selbst (7)
- BGH, 13.07.2004 - VI ZB 12/04
Bewilligung von Prozesskostenhilfe bei fehlender sachlicher Zuständigkeit des …
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Auch eine im Verfahren über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe ausgesprochene Verweisung ist für das Gericht, an das verwiesen worden ist, grundsätzlich bindend (BGH NJW-RR 2004, 1437 [BGH 13.07.2004 - VI ZB 12/04]; BGH NJW 2001, 3633;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 68. Aufl., § 281 Rn. 9 mwNw;… Prütting/Gehrlein, ZPO, § 281 Rn. 8). - BGH, 26.07.2001 - X ARZ 132/01
Negativer Kompetenzkonflikt zwischen Gerichten der ordentlichen Gerichtsbarkeit …
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Auch eine im Verfahren über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe ausgesprochene Verweisung ist für das Gericht, an das verwiesen worden ist, grundsätzlich bindend (BGH NJW-RR 2004, 1437 [BGH 13.07.2004 - VI ZB 12/04]; BGH NJW 2001, 3633;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 68. Aufl., § 281 Rn. 9 mwNw;… Prütting/Gehrlein, ZPO, § 281 Rn. 8). - OLG Dresden, 14.07.2005 - 1 AR 120/04
Rechtsanwaltsvergütung; Gerichtsstandsbestimmungsverfahren
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Rn. 17 III. Eine Kostenentscheidung ist nicht veranlasst, da im Verfahren nach § 36 ZPO vor dem Oberlandesgericht Gerichtskosten nicht entstehen (…Zöller/Vollkommer, ZPO, 27. Aufl., § 36 Rn. 33) und die anwaltlichen Kosten zum Rechtszug der Hauptsache gehören (OLG Dresden RPfleger 2006, 44; OLG München MDR 2007, 1153, 1154;… Zöller/Vollkommer, aaO.).
- OLG Dresden, 18.03.2004 - 22 WF 3/04
Beschwerde; Prozesskostenhilfe; Beschwerdefrist
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Daher ist auch insoweit eine Entscheidung über einen Prozesskostenhilfeantrag keine Endentscheidung im Sinne der familienverfahrensrechtlichen Vorschriften wie Art. 111 Abs. 2 FGG-RG, § 38 Abs. 1 FamFG, § 621e Abs. 1 ZPO a. F. (vgl. OLG Dresden für § 621e ZPO a. F. in FamRZ 2004, 1979, 1980 [OLG Dresden 18.03.2004 - 22 WF 3/04];… von AG Meldorf in Beschl. v. 10.11.2009 - 81 C 33/09 - übersehen, vgl. Rn. 9, hier zit. n. juris). - OLG München, 13.06.2007 - 31 AR 79/07
Keine Kostenentscheidung im Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Gerichts
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Rn. 17 III. Eine Kostenentscheidung ist nicht veranlasst, da im Verfahren nach § 36 ZPO vor dem Oberlandesgericht Gerichtskosten nicht entstehen (…Zöller/Vollkommer, ZPO, 27. Aufl., § 36 Rn. 33) und die anwaltlichen Kosten zum Rechtszug der Hauptsache gehören (OLG Dresden RPfleger 2006, 44; OLG München MDR 2007, 1153, 1154;… Zöller/Vollkommer, aaO.). - AG Meldorf, 10.11.2009 - 81 C 33/09
Zuständigkeit der Zivilabteilung eines Amtsgerichts für Bewilligung von …
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Daher ist auch insoweit eine Entscheidung über einen Prozesskostenhilfeantrag keine Endentscheidung im Sinne der familienverfahrensrechtlichen Vorschriften wie Art. 111 Abs. 2 FGG-RG, § 38 Abs. 1 FamFG, § 621e Abs. 1 ZPO a. F. (vgl. OLG Dresden für § 621e ZPO a. F. in FamRZ 2004, 1979, 1980 [OLG Dresden 18.03.2004 - 22 WF 3/04]; von AG Meldorf in Beschl. v. 10.11.2009 - 81 C 33/09 - übersehen, vgl. Rn. 9, hier zit. n. juris). - OLG Naumburg, 26.03.2009 - 3 WF 66/09
Auszug aus OLG Braunschweig, 26.11.2009 - 1 W 57/09
Das Einreichen einer Antragsschrift zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe, in der - wie hier - zu dem gleichzeitig beigefügten Entwurf einer Klage ausdrücklich klargestellt wird, dass diese nur für den Fall der Prozesskostenhilfe erhoben werden soll, ist folglich auch keine von der Übergangsvorschrift des Art. 111 Abs. 1 Satz 1 FGG-RG erfasste Verfahrenseinleitung (so auch obiter dictum in OLG Naumburg, Beschl. v. 26.3.2009 - 3 WF 66/09, Leitsatz Satz 2, hier zit. n. juris).
- OLG Frankfurt, 21.07.2010 - 4 UF 55/10
Kieferorthopädische Behandlung als Sonderbedarf des Kindes
Die Einreichung einer Antragsschrift zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe stellt jedoch dann keine Verfahrenseinleitung im Sinne des Art. 111 Abs. 1 FGG-RG dar, wenn die vor dem 01.09.2009 eingereichte Klage - wie hier - ausdrücklich nur für den Fall der Bewilligung Prozesskostenhilfe erhoben wird (OLG Stuttgart, Beschl. vom 29.04.2010, 12 W 17/10; OLG Braunschweig NJW 2010, 452), so dass das Amtsgericht zu Unrecht die seit 1.9.2009 geltenden Regelungen des FamFG nicht angewendet hat. - BGH, 29.02.2012 - XII ZB 198/11
Familiensache in Übergangsfällen nach Gesetzesänderung: …
Rn. 16 (1) Teilweise wird die Auffassung vertreten, dass bereits die Stellung eines Antrags auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe als verfahrenseinleitende Handlung iSv Art. 111 Abs. 1 FGG-RG ausreiche (…vgl. OLG Celle FamRZ 2010, 1003 Rn. 6;… OLG Düsseldorf FamRZ 2010, 325 Rn. 8 f.;… Borth/Grandel in Musielak/Borth FamFG 2. Aufl. Einl. Rn. 95;… Schulte-Bunert/Weinreich FamFG 2. Aufl. Art. 111 FGG-RG Rn. 11;… differenzierend Hahne in BeckOK FGG-RG [Stand: 1. Januar 2012] Art. 111 Rn. 3;… Büte in Johannsen/Henrich Familienrecht 5. Aufl. Art. 111 FGG-RG Rn. 4; Schürmann FamFR 2010, 42; ders. FuR 2009, 548, 549; Giers FamFR 2009, 167; Holzwarth FamRZ 2009, 1884, 1885; ders. FamRZ 2008, 2168, 2170).Rn. 17 (2) Nach anderer Auffassung genügt die Stellung eines Prozess- bzw. Verfahrenskostenhilfeantrags noch nicht, um das Verfahren iSv Art. 111 FGG-RG einzuleiten (OLG Braunschweig FamRZ 2010, 1101 Rn. 11 ff.;… OLG Stuttgart FamRZ 2010, 1686 Rn. 8 f.;… MünchKommZPO/Papst 3. Aufl. Art. 111 FGG-RG Rn. 5;… Frederici/Kemper FamFG Einl. Rn. 20;… Bumüller/Harders FamFG - Freiwillige Gerichtsbarkeit 10. Aufl. Art. 111 FGG-RG Rn. 1; Kemper FPR 2010, 69, 70; Heiter FamRB 2009, 313, 316; Vogel FPR 2009, 381; Götsche FamRB 2009, 317, 318).
- OLG Stuttgart, 29.04.2010 - 12 W 17/10
Familiensache: Einreichung eines isolierten PKH-Antrages mit Klageentwurf zum …
Gemäß §§ 111 Nr. 10, 266 Abs. 1 Nr. 3 des am 01.09.2009 in Kraft getretenen FamFG handelt es sich bei der beabsichtigten Klage auf Gesamtschuldnerausgleich wegen eines in der Ehezeit gemeinsamen aufgenommenen Darlehens um eine Familiensache (OLG Braunschweig NJW 2010, 452), so dass die sachliche Zuständigkeit des Amtsgerichts gegeben ist (§ 23a Abs. 1 GVG).Daher ist die Einreichung einer Antragsschrift zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe, in der die Klage nur als Entwurf beigefügt wird, keine von der Vorschrift des Art. 111 Abs. 1 FGG-RG erfasste Verfahrenseinleitung (so auch OLG Braunschweig, NJW 2010, 452;… Münchener Kommentar/Papst, ZPO, 3. Aufl., § 111 FGG-RG Rn. 5; vgl. OLG Naumburg vom 26.03.2009 - 3 WF 66/09; anderer Ansicht allerdings OLG Celle vom 28.12.2009 - 17 W 100/09).
- BGH, 04.05.2011 - XII ZB 69/11
Prozesskostenhilfebewilligung durch das Beschwerdegericht bei zweifelhafter …
Rn. 6 Mit der vom Oberlandesgericht im Hinblick auf die gegenteilige Auffassung des Oberlandesgerichts Celle (OLG Celle FamRZ 2010, 1101 f.) zur Frage der Verfahrenseinleitung im Sinne von Art. 111 Abs. 1 Satz 1 FGG-RG durch ein Prozess- oder Verfahrenskostenhilfegesuch zugelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt die Beklagte ihren Antrag weiter. - LG Stuttgart, 21.11.2011 - 18 O 395/11
Familiensachen verweist das Landgericht nach § 281 ZPO an das Amtsgericht. § 17a …
Rn. 9 4. Die Verweisung hat nach § 281 ZPO zu erfolgen; § 17a Abs. 6 GVG ist hier nicht anwendbar, da dieser nur die Verweisung zwischen verschiedenen Spruchkörpern desselben Gerichts betrifft (…BT-Drucks. 16/6308, S. 318 zu Nummer 3;… BR-Drucks. 309/07, S. 724; OLG Hamm, Beschluss vom 18.05.2010 - II-2 Sdb (FamS) Zust 14/10; so wohl auch OLG Köln FF 2010, 80 und OLG Braunschweig, Beschluss vom 26. November 2009, Az.: 1 W 57/09, abgedruckt in NJW 2010, 452; a. A. OLG München, Beschluss vom 15. Juli 2010, Az.: 31 AR 37/10, abgedruckt in FamRZ 2010, 2090;… wie hier Musielak/Borth, FamFG, 2. Aufl. 2011, § 3 Rn. 14;… Schmitz-Wendl/Dose, Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis, 8. Auflage 2011, § 10 Rn. 25 und 26). - OLG Dresden, 26.04.2011 - 17 W 400/11 Auf das bereits im Juni 2009 vorgeschaltete Prozesskostenhilfeverfahren kommt es in diesem Zusammenhang nicht an (vgl. OLG Braunschweig FamRZ 2010, 1101 und OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 1686 entgegen OLG Celle FamRZ 2010, 1003), und zwar umso weniger, als der Klägerin die seinerzeit zu Recht noch beim Landgericht nachgesuchte Prozesskostenhilfe mangels Bedürftigkeit versagt wurde.
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