Rechtsprechung
| OLG Köln, 25.03.1981 - 2 U 3/81 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- familienrecht-deutschland.de
BGB § 530; ZPO §§ 286, 294
Familienvermögensrecht; Schenkungswiderruf; Ehebruch eines (hier: bei vereinbarter Gütertrennung) beschenkten Ehegatten; Vollbeweis in einem Verfahren auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung durch notarielle Urkunde; Notwendigkeit von Strengbeweismitteln für den ... - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (2)
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
ZPO § 294
- Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)
Glaubhaftmachung; Überwiegende Wahrscheinlichkeit; Eidesstattliche Versicherung; Qualifizierter Urkundenbeweis; Entkräftung; Strengbeweis; Beweismittel; Sofortige Beibringung
Verfahrensgang
- LG Bonn, 21.11.1980 - 3 O 416/80
- OLG Köln, 25.03.1981 - 2 U 3/81
Papierfundstellen
- NJW 1982, 390
- MDR 1981, 757
- MDR 1981, 757 [765]
- MDR 1981, 765
- FamRZ 1981, 779
Wird zitiert von ... (8) Zitiert selbst (3)
- BGH, 23.01.1967 - II ZR 166/65
Ehegatten-Kommanditgesellschaft. Übernahmeklage
Auszug aus OLG Köln, 25.03.1981 - 2 U 3/81
In diesem Falle sind auch frühere Vorgänge zu berücksichtigen, selbst wenn sie wegen der Frist des § 532 BGB für sich allein keinen Widerruf mehr tragen können (BGH NJW 1967, 1081, 1082). - BGH, 08.01.1958 - IV ZR 173/57
Aufwendungen des Ehemannes für uneheliches Kind der Ehefrau
Auszug aus OLG Köln, 25.03.1981 - 2 U 3/81
Auf diese Wertung gründet sich auch die Rechtsprechung, wonach der Ehemann von dem Ehebrecher Ersatz der Kosten für die Entbindung seiner Frau von einem unehelichen Kind und für die Unterhaltsaufwendungen für dieses Kind verlangen kann (vgl. zum Beispiel BGHZ 26, 217). - BGH, 14.07.1960 - II ZR 268/58
Auslegung von formularmäßigen Bestimmungen eines Einheitsmietvertrages für …
Auszug aus OLG Köln, 25.03.1981 - 2 U 3/81
In Ergänzung der gesetzlichen Beweisregeln hat die Rechtsprechung für urkundlich verfestigte rechtsgeschäftliche Erklärungen gewohnheitsrechtlich die Beweisregel geschaffen, daß solche Erklärungen die Vermutung für sich haben, das in ihnen Erklärte sei richtig und vollständig beurkundet worden (zum Beispiel BGH VersR 1960, 812).
- BGH, 24.03.1983 - IX ZR 62/82
Widerruf einer Schenkung unter Ehegatten
Die Oberlandesgerichte Düsseldorf (FamRZ 1980, 446) und Köln (FamRZ 1981, 779) wie auch, allerdings ohne Begründung, Münch/Komm/Kollhosser BGB § 530 Rz. 9 mit Fußn. 33; Staudinger/Reuss BGB 12. Aufl. § 530 Rz. 3, 4, 6, 14 und der Bundesgerichtshof im Urteil WM 1982, 1057 - FamRZ 1982, 1066 folgen Bosch nicht. - OLG Frankfurt, 06.06.2025 - 25 U 183/24
Zu den Voraussetzungen eines Schenkungswiderrufs wegen groben Undanks
Ob eine schwere Verfehlung vorliegt, ist angesichts der normativen Begriffe anhand einer Gesamtwürdigung des Verhaltens von Schenker und Beschenktem unter Berücksichtigung aller Aspekte des Einzelfalls zu ermitteln; Anhaltspunkte dafür können der ursprünglich im Ersten Entwurf zum BGB vorgesehene Katalog von Widerrufsgründen in § 449 BGB-EI oder aber die Gründe bieten, die nach geltendem Recht gemäß §§ 2333, 2339 BGB den Pflichtteilsentzug rechtfertigen können (vgl MünchKomm/Koch8 § 530 Rn 2; Mugdan Mot II 168; Prot II 756; RG 11.2.1905 - V 553/04, BayZ 1905, 203; 7.6.1915 - IV 691/14, WarnR 1915 Nr. 281; 30.10.1907 - IV 90/07, Gruchot 52, 982, 984; 16.5.1935 - IV 339/34, WarnR 1935 Nr. 112; 22.5.1939 - IV 157/38, WarnR 1940 Nr. 5; OLG Köln 25.3.1981 - 2 U 3/81, NJW 1982, 390; Seutemann FamRZ 1983, 990, 991 f).Hierbei ist zunächst keine zeitlich-sachliche Nähe oder sonstige Verbindung zur Schenkung erforderlich, soweit sich in dem Verhalten nur eine undankbare Gesinnung ausdrückt (RG 30.10.1907 - IV 90/07, Gruchot 52, 982, 984 f; 1.11.1907 - VII 42/07, JW 1907, 744; 19.4.1920 - IV 548/19, LZ 1920, 860 f, WarnR 1920 Nr. 169; 13.4.1920 - VII 433/19, Das Recht 1920 Nr. 2830; OLG Hamm 25.11.1988 - 29 U 313/86, ZIP 1989, 1055, 1056; OLG Köln 25.3.1981 - 2 U 3/81, NJW 1982, 390); in Betracht kommen auch fortgesetzte Verstöße oder ein wiederholtes Fehlverhalten, wobei mehrere leichtere Verfehlungen einer schweren gleichkommen können und auch solche, die für sich genommen verfristet sind, in die Beurteilung einfließen können (OLG Köln 25.3.1981 - 2 U 3/81, NJW 1982, 390).
In letzterem Falle ist jedoch erforderlich, dass den Beschenkten eine sittlich-moralische Handlungspflicht getroffen hatte (BGH 23.5.1984 - IVa ZR 229/82, BGHZ 91, 273, 276 ff, NJW 1984, 2089, 2090 m zust Anm Seutemann FamRZ 1984, 1084; 27.9.1991 - V ZR 55/90, NJW 1992, 183, 184; OLG Köln 25.3.1981 - 2 U 3/81, NJW 1982, 390; RG 4.8.1938 - IV 104/38, RGZ 158, 141, 144).".
- BGH, 28.10.1982 - IX ZR 62/82
Möglichkeit des Widerrufs einer Schenkung innerhalb einer Ehe - Widerruf einer …
Deshalb ist § 530 BGB unter Berücksichtigung der sich aus den ehelichen Beziehungen ergebenden Besonderheiten anzuwenden, wie das angefochtene Urteil zutreffend ausführt (ebenso BGH WM 1982, 1057; OLG Düsseldorf, FamRZ 1980, 446 und OLG Köln FamRZ 1981, 779).
- OLG Dresden, 21.05.2025 - 22 U 195/25
Glaubhaftmachung eines Gefälligkeitsgutachtens im Arrestverfahren gegen den …
Folge ist, dass, wenn eine Partei durch präsente Beweismittel den Vollbeweis erbringt, dann auch der Gegenbeweis nur durch die Strengbeweismittel der ZPO geführt werden kann (OLG Köln, Urteil vom 25. März 1981 - 2 U 3/81 -, juris;… Zöller, a.a.O., § 920, Rz. 11). - OLG Köln, 20.10.1994 - 18 U 64/94
Rechtsstreitigkeiten wegen finanzieller Auseinandersetzungen zwischen Ehegatten …
Rn. 23 Ob die Hinwendung des Beklagten zu einer anderen Frau gegenüber der Tochter des Klägers als schwere Verfehlung anzusehen ist (vgl. dazu OLG Köln NJW 1982, 390), kann hier dahinstehen. - OLG München, 30.08.2010 - 31 Wx 24/10
Aktiengesellschaft: Voraussetzungen der gerichtlichen Bestellung eines …
Der mindere Gewissheitsgrad einer Glaubhaftmachung muss bei der Beweiswürdigung jedoch beachtet werden, wenn der Beweis für die Richtigkeit bestimmter Tatsachen durch Strengbeweismittel als erbracht angesehen werden kann und durch eine eidesstattliche Versicherung der Gegenbeweis geführt werden soll (…Keidel/Schmidt FGG 15. Aufl. § 15 Rn. 71; BayObLG NZM 2000, 245 zu dem durch öffentliche Urkunde geführten vollen Beweis der wirksamen Zustellung; OLG Köln OLGZ 1981, 444 zum Vollbeweis durch notarielle Urkunde). - OLG Frankfurt, 18.02.1986 - 8 U 44/85
Vorliegen einer Schenkung bei Zuwendungen unter Ehegatten; Verletzung der …
Danach kann die Verletzung der ehelichen Treuepflicht durchaus eine schwere Verfehlung sein (so auch OLG Düsseldorf FamRZ 1980, 446; OLG Köln FamRZ 1981, 779; OLG Nürnberg OLGZ 1982, 231). - BayObLG, 09.09.1999 - 2Z BR 83/99
Verteilung der materiellen Darlegungs- und Beweislast nach Abberufung des …
Eidesstattliche Versicherungen sind im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit zwar grundsätzlich als zulässige Beweismittel anzusehen (…Keidel/Kayser Rn. 177, Jansen Rn. 43, jeweils zu § 12); angesichts ihres geringen Beweiswerts (vgl. BGH WPM 1991, 1652/1653;… Jansen aaO) und des Umstands, daß hier der volle Beweis der wirksamen Zustellung gemäß § 418 Abs. 1 ZPO durch eine öffentliche Urkunde geführt ist, wird sich aber auch der Gegenbeweis nur durch eine förmliche Beweisaufnahme nach den Vorschriften der Zivilprozeßordnung führen lassen (vgl. OLG Köln OLGZ 1981, 444/445 f.).
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