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Rechtsprechung
   OLG Hamm, 06.09.2012 - II-3 WF 74/12   

Zitiervorschläge
https://dejure.org/2012,51307
OLG Hamm, 06.09.2012 - II-3 WF 74/12 (https://dejure.org/2012,51307)
OLG Hamm, Entscheidung vom 06.09.2012 - II-3 WF 74/12 (https://dejure.org/2012,51307)
OLG Hamm, Entscheidung vom 06. September 2012 - II-3 WF 74/12 (https://dejure.org/2012,51307)
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Volltextveröffentlichungen (4)

Kurzfassungen/Presse

  • Wolters Kluwer(Abodienst, Leitsatz/Tenor frei) (Leitsatz)

    Voraussetzungen einer familiengerichtlichen Genehmigung für die Stellung eines Antrags auf Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes

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Verfahrensgang

Papierfundstellen

  • FamRZ 2013, 985
 
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Wird zitiert von ... (4)Zitiert selbst (3)

  • OLG Düsseldorf, 16.09.2010 - 8 UF 107/10

    Verfahren im Zwischenverfahren nach § 2 Abs. 1 S. 1 NÄG

    Auszug aus OLG Hamm, 06.09.2012 - 3 WF 74/12
    Maßgeblich ist vielmehr das Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndG), das dem öffentlichen Recht zugeordnet ist und in § 3 die Änderung des Familiennamens aus wichtigem Grund zulässt (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.09.2010, Az: 8 UF 107/10, FamRZ 2011, 485, Juris, Rdnr. 10).

    Diesbezüglich ist von einer lediglich eingeschränkten Anhörungspflicht auszugehen (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.9.2010, Az: 8 UF 107/10, FamRZ 2011, 485, Juris, Rdnrn. 12 ff.).

    Rn. 34 c) Unter diesen Umständen ist im anhängigen Verfahren auch den Kindeseltern ausreichend rechtliches Gehör gewährt worden, indem sie Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme hatten (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.9.2010, Az: 8 UF 107/10, FamRZ 2011, 485, Juris, Rdnrn. 12 ff.).

    Dementsprechend hat der Gesetzgeber bei Schaffung des FamFG davon abgesehen, entsprechende Anforderungen im zeitgleich novellierten NamÄndG zu installieren (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 16.09.2010, Az: 8 UF 107/10, FamRZ 2011, 485, Juris, Rdnr.14).

  • OLG Hamm, 30.06.2011 - 8 UF 126/11

    Voraussetzungen der familiengerichtlichen Genehmigung eines Antrags der …

    Auszug aus OLG Hamm, 06.09.2012 - 3 WF 74/12
    Dieser Entscheidung darf das Familiengericht im Verfahren über die familiengerichtliche Genehmigung eines Änderungsantrages nach § 2 I S. 1, 2. HS NamÄndG indes nicht in der Weise vorgreifen, dass eine Sachentscheidung der Verwaltungsbehörde und eine Anrufung des Verwaltungsgerichts von vornherein unmöglich gemacht würde (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30.06.2011, Az: 8 UF 126/11, FamFR 2011, 503, Juris, Rdnr. 3).

    Rn. 22 b) Unter diesen Umständen dürfte die familiengerichtliche Genehmigung einerseits dann verweigert werden, wenn ersichtlich wäre, dass das Gesetz eine Namensänderung auf jeden Fall untersagen würde (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30.06.2011, Az: 8 UF 126/11, FamFR 2011, 503, Juris, Rdnr. 3; BayObLG, Beschluss vom 16.05.1990, Az: BReg …

    Müssen demnach aber bereits im Genehmigungsverfahren Umstände abgewogen werden, die auch aus Gründen des Kindeswohls für oder gegen eine Namensänderung sprechen, so darf die Genehmigung nicht verweigert werden (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30.6.2011, Az: 8 UF 126/11, FamFR 2011, 503, Juris, Rdnr. 3).

  • BVerfG, 31.01.1989 - 1 BvL 17/87

    Kenntnis der eigenen Abstammung

    Auszug aus OLG Hamm, 06.09.2012 - 3 WF 74/12
    Denn ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 I GG i.V.m. Art. 1 I GG umfasst auch ihr Recht auf Kenntnis ihrer eigenen Abstammung (vgl. BVerfG, Beschluss vom 31.01.1989, Az: 1 BvL 17/87, FamRZ 1989, 255, Juris, Rdnr. 44).
  • BGH, 08.01.2020 - XII ZB 478/17

    Familiensache: Beschwerdebefugnis des nichtsorgeberechtigten Elternteils gegen …

    Das Familiengericht könne hiernach die Genehmigung nur dann verweigern, wenn das Gesetz eine Namensänderung untersagen würde oder wenn sich offensichtlich kein Gesichtspunkt finden lasse, der eine Namensänderung als gerechtfertigt erscheinen lassen könnte (…vgl. OLG Koblenz Beschluss vom 20. Oktober 2014 - 13 WF 914/14 - juris Rn. 12 ff.; OLG Bremen StAZ 2014, 143; OLG Köln FamRZ 2013, 1317; OLG Hamm FamRZ 2013, 985, 986; OLG Brandenburg FamRZ 2012, 461, 462;… BayObLG …

    Nach ganz überwiegend vertretener Ansicht, der sich auch das Beschwerdegericht angeschlossen hat, stellt § 2 Abs. 2 NamÄndG im familiengerichtlichen Genehmigungsverfahren eine die weitergehenden Anhörungspflichten nach § 159 Abs. 1 FamFG verdrängende Spezialvorschrift dar (vgl. OLG Koblenz Beschluss vom 20. Oktober 2014 - 13 WF 914/14 - juris Rn. 10; OLG Bremen StAZ 2014, 143 f.; OLG München StAZ 2014, 114, 115; OLG Hamm FamRZ 2013, 985, 986; OLG Düsseldorf FamRZ 2011, 485, 486;… MünchKommFamFG/Schumann 3. Aufl. § 159 Rn. 3;… Hammer in Prütting/Helms FamFG 4. Aufl. § 159 Rn. 3;… Keidel/Engelhardt FamFG 20. Aufl. § 159 Rn. 3; aA noch LG Lübeck FamRZ 1996, 286 zu § 50 b FGG).

  • OLG Bremen, 25.07.2013 - 4 UF 100/13

    Beschränkte Anhörungspflicht im familiengerichtlichen Genehmigungsverfahren zur …

    Der Senat folgt insofern der vom OLG Hamm vertretenen Auffassung (Beschluss vom 11.4.2011 - 8 UF 36/11, ZKJ 2011, 259; Beschluss vom 11.9.2012, FamRZ 2013, 985 sowie Beschluss vom 10.1.2013, FamRZ 2013, 987), dass das Familiengericht im Verfahren über die familiengerichtliche Genehmigung nach § 2 Abs. 1 NamÄndG einem Änderungsantrag nicht in der Weise vorgreifen darf, dass eine Sachentscheidung der Verwaltungsbehörde nach § 3 Abs. 1 NamÄndG und eine Anrufung der Verwaltungsgerichte von vorneherein unmöglich gemacht wird.

    Der Senat geht vielmehr mit dem OLG Düsseldorf (Beschluss vom 16.9.2010, FamRZ 2011, 485) und dem OLG Hamm (FamRZ 2013, 985) davon aus, dass bei einem familiengerichtlichen Genehmigungsverfahren nach § 2 Abs. 1 NamÄndG für einen nachfolgenden Antrag auf Namensänderung nur eine beschränkte Anhörungspflicht besteht und die §§ 159, 160 FamFG hier keine Anwendung finden.

    Auch das OLG Hamm (FamRZ 2013, 985) hält es zu Recht nicht für erforderlich, die engen Voraussetzungen der §§ 159, 160 FamFG bereits auf das "Vorverfahren der familienrechtlichen Genehmigung" zu erstrecken.

  • OLG Koblenz, 20.10.2014 - 13 WF 914/14

    Namensrecht: Voraussetzungen der familiengerichtlichen Genehmigung eines Antrags …

    Sie ist daher beschwerdebefugt (vgl. OLG Hamm FamRZ 2013, 985; OLG Düsseldorf FamRZ 2011, 485; einschränkend OLG Brandenburg FamRZ 2012, 461).

    Die Verweigerung der Erteilung der Genehmigung mit § 2 Abs. 1 NÄG darf daher nur erfolgen, wenn das Gesetz eine Namensänderung in jedem Fall untersagen würde (vgl. OLG Bremen Beschluss vom 25.07.2013 - 4 UF 100/13 - juris und OLG Hamm FamRZ 2013, 985 sowie OLG Düsseldorf FamRZ 2011, 485).

  • OLG Frankfurt, 08.08.2017 - 6 UF 147/17

    Antrag auf Genehmigung der Änderung des Familiennamens nichtehelicher Kinder

    Die Beschwerdebefugnis der Kindesmutter ergibt sich nach überwiegender Meinung, obgleich sie nicht mehr Sorgerechtsinhaberin ist, daraus, dass in ihre Elternstellung eingegriffen wird (vgl. OLG Hamm, FamRZ 2013, 985; OLG Düsseldorf, FamRZ 2011, 485; OLG Koblenz, Beschl. v. 20.10.2014, 13 WF 914/14, zitiert nach juris, einschränkend OLG Brandenburg, FamRZ 2012, 461).
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