Rechtsprechung
| OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- Kanzlei Prof. Schweizer
Schadensdarlegung bei Weitergabe eines Maklernachweises
- zimmermann-notar-rostock.de
Darlegungslast bei behaupteter unbefugter Weitergabe eines Nachweises durch Maklerkunden
- grundeigentum-verlag.de(Abodienst, Leitsatz frei)
BGB §§ 652, 823 Abs. 2, 826; AGBG § 2
Anforderungen an Schadensersatzanspruch wegen Weitergabe des Nachweises; AGB für Makler nicht branchenüblich - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BGB § 652
Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs des Maklers; Einbeziehung von AGB kraft Branchenüblichkeit - juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Verfahrensgang
- LG Dresden, 25.08.1997 - 6 O 4892/96
- OLG Dresden, 11.02.1998 - 8 U 2863/97
- OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Papierfundstellen
- NJW-RR 1999, 846
- MDR 1998, 960
- NZM 1998, 446
- GE 1998, 799
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (21)
- BGH, 14.01.1987 - IVa ZR 130/85
Formularmäßige Vereinbarung der Provisionspflicht bei Weitergabe eines Nachweises …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Auch in der Berufungsinstanz fehlt notwendiger Vortrag dazu, dass der Kläger dann, wenn der Erstbeklagte das Angebot vertraulich behandelt und der Zweitbeklagte es nicht ausgenutzt hätte, in der Lage gewesen wäre, anderen Interessenten die Vertragsgelegenheit zu gleichen oder ähnlichen Konditionen nachzuweisen und - vor allem - dadurch erfolgreich einen Mietvertragsabschluß herbeizuführen (vgl. BGH, Urt. v. 14. Januar 1987 - IV a ZR 130/85, NJW 1987, 2431, 2432 unter IV; v. 22. Februar 1967 - XIII ZR 215/64, NJW 1967, 1225; OLG Koblenz, OLGZ 1994, 177 = NJW-RR 1994, 180 unter 2).Das ist rechtlich unbedenklich (eingehend BGH, Urt. v. 14. Januar 1987, aaO. unter II 1;… OLG Koblenz, aaO.).
- BGH, 12.02.1992 - VIII ZR 84/91
"erste Bestellung" von Rohrteilen - §§ 2, 24 Abs. 1 Satz 1 AGBG (jetzt §§ 305 …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Auch im kaufmännischen Geschäftsverkehr können Allgemeine Geschäftsbedingungen - vorbehaltlich des Bestehens eines entsprechenden Handelsbrauches, der gem. § 346 HGB auch ohne Einbeziehung Vertragsinhalt wird (…vgl. Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG , 8. Aufl., § 2 Rn. 90, 91;… Palandt/Heinrichs, BGB , 57. Aufl., § 2 AGBG Rn. 30, jeweils m.w.N.), für den vorliegend aber nichts ersichtlich ist - nur kraft rechtsgeschäftlicher Vereinbarung Vertragsbestandteil werden (BGHZ 117, 190, 194). - BGH, 10.05.1984 - I ZR 52/82
Ansprüche des Einlagerers gegen den Lagerhalter wegen des Verlustes oder der …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass die Branchenüblichkeit der Verwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen dazu führen kann, dass das Angebot des Verwenders auch ohne ausdrücklichen Hinweis die Einbeziehung der Geschäftsbedingungen umfaßt; der Einbeziehung muß dann der branchenkundige Kunde grundsätzlich von sich aus widersprechen, will er sich nicht den Bedingungen stillschweigend unterwerfen (…BGH, Urt. v. 26. Juli 1997 - I ZR 248/94, NJW-RR 1997, 1253 unter II 2; v. 20. Juni 1996 - I ZR 94/94, NJW-RR 1996, 1313 unter II 1; v. 10. Mai 1984 - I ZR 52/82, WM 1984, 1233 unter II 3 a; BGHZ 96, 136, 138, jeweils zur Geltung der ADSp für Transport- und Speditionsgeschäfte unter Kaufleuten;… Urt. v. 18. Dezember 1989 - II ZR 104/89, BGHR § 823 Abs. 1 BGB Verkehrssicherungspflicht 32: städtische Hafenbetriebe; BGHZ 108, 348, 352: AGB Sparkassen;… weitere Beispiele bei Ulmer/Brandner/Hansen, aaO. Rn. 85).
- BGH, 20.03.1985 - VIII ZR 327/83
Geltung widerstreitender AGB
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Vielmehr müssen Umstände hinzutreten, die den Schluß darauf zulassen, dass der Vertragspartner stillschweigend mit der Regelung einverstanden ist (…BGH, Urt. v. 4. Februar 1992 - X ZR 105/90, NJW-RR 1992, 626 unter II 2 zu Einheitsbedingungen der deutschen Textilveredelungsindustrie (EBTV); v. 20. März 1985 - IIX ZR 327/83, NJW 1985, 1838, 1840; vgl. auch OLG Hamburg, OLG-Rp 1997, 226 = EWiR 1997, 895 [Mankowski]: keine stillschweigende Unterwerfung unter Hamburger Lagerungsbedingungen [HLB] kraft regionaler Branchenüblichkeit). - BGH, 20.03.1997 - VII ZR 205/96
Zurückweisung fristgerecht vorgetragener Angriffs- und Verteidigungsmittel
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Grob nachlässig i.S.d. § 296 Abs. 2 ZPO handelt, wer seine Prozeßförderungspflicht in besonders hohem Maße vernachlässigt, also dasjenige unterläßt, was jeder Partei nach dem Stand des Verfahrens als notwendig hätte einleuchten müssen (BGH, Urt. v. 20. März 1997 - VII ZR 205/96, NJW 1997, 2244 unter II 2 m.w.N.). - BGH, 22.02.1967 - VIII ZR 215/64
Voraussetzungen des Anspruchs eines Maklers auf Zahlung einer Provision - …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Auch in der Berufungsinstanz fehlt notwendiger Vortrag dazu, dass der Kläger dann, wenn der Erstbeklagte das Angebot vertraulich behandelt und der Zweitbeklagte es nicht ausgenutzt hätte, in der Lage gewesen wäre, anderen Interessenten die Vertragsgelegenheit zu gleichen oder ähnlichen Konditionen nachzuweisen und - vor allem - dadurch erfolgreich einen Mietvertragsabschluß herbeizuführen (…vgl. BGH, Urt. v. 14. Januar 1987 - IV a ZR 130/85, NJW 1987, 2431, 2432 unter IV; v. 22. Februar 1967 - XIII ZR 215/64, NJW 1967, 1225; OLG Koblenz, OLGZ 1994, 177 = NJW-RR 1994, 180 unter 2). - BGH, 18.09.1997 - III ZR 226/96
Erhebung der Beschwerdegebühr
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Zum einen setzt § 652 BGB nicht notwendig voraus, dass der Maklerkunde zugleich Partei des Hauptvertrages wird (BGH, Urt. v. 18. September 1997 - III ZR 226/96, NJW 1998, 62, 63 unter 2 a m.w.N.). - BGH, 05.10.1995 - III ZR 10/95
Provisionsanspruch des Maklers bei Erwerb des Grundstücks durch eine der …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Zum anderen ist höchstrichterlich wiederholt entschieden, dass im Falle des Erwerbs oder der Anmietung des nachgewiesenen Kauf- bzw. Mietobjektes durch einen Dritten die wirtschaftliche Identität eines beabsichtigten Vertrages mit dem später tatsächlich geschlossenen bejaht werden kann, wenn zwischen dem Maklerkunden und dem Dritten besonders enge persönliche oder besonders ausgeprägte wirtschaftliche Beziehungen bestehen (zuletzt BGH, Urteile v. 20. November 1997 - III ZR 57/97, ZfIR 1998, 11 unter 3 a: Maklerkunde als Generalbevollmächtigter; v. 7. Februar 1996 - IV ZR 335/94, WM 1996, 722 unter 3 b: Maklerkunde als späterer Gesellschafter der Grundstückskäuferin; v. 5. Oktober 1995 - III ZR 10/95, NJW 1995, 3311 : Maklerkundin und Dritte = "gesellschaftergleiche" GmbH's; v. 4. Oktober 1995 - IV ZR 73/94, NJW-RR 1996, 113 : Erwerb durch Maklerkunden zusammen mit Dritten). - BGH, 20.11.1997 - III ZR 57/96
Anspruch des Maklers auf Zahlung der Provision bei Abschluß des Hauptvertrages …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Zum anderen ist höchstrichterlich wiederholt entschieden, dass im Falle des Erwerbs oder der Anmietung des nachgewiesenen Kauf- bzw. Mietobjektes durch einen Dritten die wirtschaftliche Identität eines beabsichtigten Vertrages mit dem später tatsächlich geschlossenen bejaht werden kann, wenn zwischen dem Maklerkunden und dem Dritten besonders enge persönliche oder besonders ausgeprägte wirtschaftliche Beziehungen bestehen (zuletzt BGH, Urteile v. 20. November 1997 - III ZR 57/97, ZfIR 1998, 11 unter 3 a: Maklerkunde als Generalbevollmächtigter; v. 7. Februar 1996 - IV ZR 335/94, WM 1996, 722 unter 3 b: Maklerkunde als späterer Gesellschafter der Grundstückskäuferin; v. 5. Oktober 1995 - III ZR 10/95, NJW 1995, 3311 : Maklerkundin und Dritte = "gesellschaftergleiche" GmbH's; v. 4. Oktober 1995 - IV ZR 73/94, NJW-RR 1996, 113 : Erwerb durch Maklerkunden zusammen mit Dritten). - BGH, 07.02.1996 - IV ZR 335/94
Maklerprovisionen für die Vermittlung von Grundstücken - Zustandekommen eines …
Auszug aus OLG Dresden, 13.02.1998 - 8 U 2863/97
Zum anderen ist höchstrichterlich wiederholt entschieden, dass im Falle des Erwerbs oder der Anmietung des nachgewiesenen Kauf- bzw. Mietobjektes durch einen Dritten die wirtschaftliche Identität eines beabsichtigten Vertrages mit dem später tatsächlich geschlossenen bejaht werden kann, wenn zwischen dem Maklerkunden und dem Dritten besonders enge persönliche oder besonders ausgeprägte wirtschaftliche Beziehungen bestehen (zuletzt BGH, Urteile v. 20. November 1997 - III ZR 57/97, ZfIR 1998, 11 unter 3 a: Maklerkunde als Generalbevollmächtigter; v. 7. Februar 1996 - IV ZR 335/94, WM 1996, 722 unter 3 b: Maklerkunde als späterer Gesellschafter der Grundstückskäuferin; v. 5. Oktober 1995 - III ZR 10/95, NJW 1995, 3311 : Maklerkundin und Dritte = "gesellschaftergleiche" GmbH's; v. 4. Oktober 1995 - IV ZR 73/94, NJW-RR 1996, 113 : Erwerb durch Maklerkunden zusammen mit Dritten). - BGH, 26.09.1989 - XI ZR 159/88
Formularmäßige Freizeichnung der Haftung für leichte Fahrlässigkeit bei der …
- BGH, 04.10.1995 - IV ZR 73/94
Umfang der Leistung des Nachweismaklers
- BGH, 05.06.1997 - III ZR 271/95
Zustandekommen eines Maklervertrages
- BGH, 10.10.1985 - I ZR 124/83
Wirksamkeit eines fernmündlich erteilten Auftrags zur Versicherung von Frachtgut
- BGH, 26.06.1997 - I ZR 248/94
Wirksamkeit der Haftungsbefreiung des Spediteur-Frachtführers nach ADSp
- BGH, 04.02.1992 - X ZR 105/90
Rechtsnatur eines Vertrages über die Ausrüstung und Färbung von Stoffen
- BGH, 26.01.1994 - IV ZR 39/93
Streit um Maklerprovision - Erteilung erweiterten Alleinauftrags - Zeugenbeweis - …
- OLG Hamm, 01.06.1995 - 18 U 126/94
Provisionszahlungspflicht des Auftraggebers bei Tätigkeit mehrerer Nachweismakler
- BGH, 20.06.1996 - I ZR 94/94
Abtretungsverbot nach Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen - …
- OLG Koblenz, 14.01.1993 - 5 U 1137/92
Vertragskongruenz bei Weitergabe einer Maklerinformation
- BGH, 18.12.1989 - II ZR 104/89
Haftung von Hafenbetrieben Haftung für Schäden an Schiffen, deren Einrichtung …
- OLG Bremen, 11.02.2004 - 1 U 68/03
Einbeziehung von AGB in einen Vertrag durch Hinweis auf deren Abrufbarkeit über …
Ausreichend ist, dass der Verwender erkennbar (nicht notwendig ausdrücklich oder durch deutlich sichtbaren Aushang wie gem. § 305 Abs. 2 Nr. 1 BGB) auf seine AGB verweist und der unternehmerische Vertragspartner deren Geltung nicht widerspricht (Anwaltskomm., ebenda; OLG Dresden NJW-RR 99, 846, 847). - OLG Dresden, 24.02.1999 - 8 U 3661/98
Maklerprovision bei Zustandekommen des Hauptgeschäfts mit einem Dritten
a) War, wovon offenbar das Landgericht ausgeht, ursprüngliches Ziel des Maklervertrages der Kauf durch die Beklagte selbst, ist allerdings nicht unzweifelhaft, ob der in Fällen des Erwerbs durch einen Dritten geltende Grundsatz, dass die wirtschaftliche Identität des beabsichtigten Vertrages mit dem später tatsächlich geschlossenen bejaht werden kann, wenn zwischen dem Maklerkunden und dem Dritten besonders enge persönliche oder besonders ausgeprägte wirtschaftliche Beziehungen bestehen (BGH NJW-RR 1997, 1276 unter II 1; Senat, Urt. v. 13.02.1998 - 8 U 2863/97, Grundeigentum 1998, 799 = OLGR 1998, 189 = MDR 1998, 960 unter II 1 m.w.N. zur jüngeren BGH-Rechtsprechung), tatsächlich herangezogen werden kann.Entgegen verbreiteter Ansicht (vgl. etwa Kühnapfel/Jesse, ZfIR 1998, 122 unter II) setzt § 652 BGB schon seinem Wortlaut nach nicht voraus, dass der Maklerkunde selbst Partei des Hauptvertrages wird (zuletzt BGH NJW 1998, 62, 63; Senat, Urt. v. 13.02.1998, aaO. unter II 1).
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