Rechtsprechung
| BFH, 30.09.2015 - I B 66/15 |
Volltextveröffentlichungen (12)
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Schlussentscheidung nach DMC Beteiligungsgesellschaft mbH: Materiell- und formellrechtliche Folgen der Unionsrechtswidrigkeit der in § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 angeordneten Wertaufdeckung
- openjur.de
- Bundesfinanzhof
UmwStG § 20 Abs 3, UmwStG § 20 Abs 4 S 1, AEUV Art 49, AEUV Art 63
Schlussentscheidung nach DMC Beteiligungsgesellschaft mbH: Materiell- und formellrechtliche Folgen der Unionsrechtswidrigkeit der in § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 angeordneten Wertaufdeckung - rechtsinformationen.bund.de
Schlussentscheidung nach DMC Beteiligungsgesellschaft mbH: Materiell- und formellrechtliche Folgen der Unionsrechtswidrigkeit der in § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 angeordneten Wertaufdeckung
- rechtsprechung-im-internet.de
§ 20 Abs 3 UmwStG 1995, § 20 Abs 4 S 1 UmwStG 1995, Art 49 AEUV, Art 63 AEUV
Schlussentscheidung nach DMC Beteiligungsgesellschaft mbH: Materiell- und formellrechtliche Folgen der Unionsrechtswidrigkeit der in § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 angeordneten Wertaufdeckung - IWW
§ 20 Abs. 3 ... des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG 1995), § 20 Abs. 3 UmwStG, § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 20 Abs. 3, 4 UmwStG, § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO, § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 UmwStG 2002, § 135 Abs. 2 FGO
- Wolters Kluwer
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die materieil-rechtlichen und formellen Folgen der Unionrechtswidrigkeit des § 20 Abs. 3 UmwStG mangels grundsätzlicher Bedeutung
- ra.de
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die materieil-rechtlichen und formellen Folgen der Unionrechtswidrigkeit des § 20 Abs. 3 UmwStG mangels grundsätzlicher Bedeutung
- datenbank.nwb.de
Schlussentscheidung nach DMC-Beteiligungsgesellschaft mbH: Einbringung eines (Teil-)Betriebs oder Mitunternehmeranteils in eine Kapitalgesellschaft; Ausschluss des Besteuerungsrechts; keine Bindungswirkung einer unionsrechtswidrigen Regelung
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- pwc.de (Kurzinformation)
Entstrickungsbesteuerung nach altem Umwandlungssteuerrecht unionsrechtswidrig
In Nachschlagewerken
- smartsteuer.de | Lexikon des Steuerrechts
- Bewertungswahlrecht bei Umwandlungen
- Einbringung von Betriebsvermögen in eine Kapitalgesellschaft (und ab 13.12.2006 auch in eine Genossenschaft)
- Bewertungswahlrecht bei Einbringung eines (Teil-)Betriebs in eine Kapitalgesellschaft/Genossenschaft (§ 20 Abs. 1 UmwStG)
Verfahrensgang
- FG Hamburg, 26.01.2012 - 2 K 224/10
- EuGH, 23.01.2014 - C-164/12
- FG Hamburg, 15.04.2015 - 2 K 66/14
- BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Wird zitiert von ... (2) Zitiert selbst (5)
- EuGH, 23.01.2014 - C-164/12
DMC - Steuerwesen - Körperschaftsteuer - Einbringung von Anteilen an einer …
Auszug aus BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Ein derartiger Ausschluss des Besteuerungsrechts liegt vor, wenn Deutschland "tatsächlich jedes Recht verliert, die nicht realisierten Wertzuwächse im Zusammenhang mit den Anteilen an einer Personengesellschaft zu besteuern, sobald diese gegen Anteile einer Kapitalgesellschaft ausgetauscht werden" (EuGH-Urteil vom 23. Januar 2014 C-164/12, DMC Beteiligungsgesellschaft mbH).Rn. 1 I. Es handelt sich um das Schlussurteil des Finanzgerichts (FG) Hamburg vom 15. April 2015 2 K 66/14 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2015, 1404) im Anschluss an das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) DMC vom 23. Januar 2014 C-164/12 (EU:C:2014:20, Internationales Steuerrecht --IStR-- 2014, 106).
Rn. 6 Nach Ergehen des EuGH-Urteils DMC (EU:C:2014:20, IStR 2014, 106) sieht die Klägerin es als geklärt an, dass § 20 Abs. 3 UmwStG 1995 unionsrechtswidrig und folglich die Klage zulässig und begründet ist.
Rn. 8 1. a) Nach Auffassung des FA ist --i.S. von § 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO)-- "dem Verfahren eine grundsätzliche Bedeutung inhärent", wie sich nicht zuletzt anhand der vielfachen Äußerungen in der Fachliteratur zu dem EuGH-Urteil DMC (EU:C:2014:20, IStR 2014, 106) belegen lasse und was allein schon die Zulassung der Revision bewirken müsse.
Rn. 12 Und auch, dass sich in der Folge des EuGH-Urteils DMC (EU:C:2014:20, IStR 2014, 106) im Fachschrifttum ein Reihe von Stimmen zu Wort gemeldet hat, die kontrovers darüber diskutieren, wie der in Tz. 56 und 57 des EuGH-Urteils enthaltene Vorbehalt im Einzelnen zu verstehen ist (einerseits --wie das FG-- die überwiegende Auffassung, vgl. z.B. Linn, IStR 2014, 136; Patzner/Nagler, GmbH-Rundschau 2014, 216; Gosch, Internationale Wirtschafts-Briefe 2014, 183; St. Müller, ISR 2014, 136; Th. Müller, DB 0648557 vom 3. Februar 2014; Thömmes, Steuer und Bilanzen 2014, 288, 290; Schön, Jahrbuch der Fachanwälte für Steuerrecht 2014/2015, 25 ff.; Isselmann, Betriebs-Berater --BB-- 2014, 496; wohl auch Bünning, Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2014, 273, 278; Ribbrock, BB 2014, 484; andererseits die Gegenstimmen, die abgesehen von Musil, Finanz-Rundschau 2014, 470, ausschließlich aus Kreisen der Finanzverwaltung stammen, vgl. z.B. wiederholt Mitschke, IStR 2014, 112 und 214, IStR 2014, 522, IStR 2014, 525, sowie Sydow, DB 2014, 265, und Zwirner, ISR 2014, 96), erzwingt eine Revisionszulassung nicht.
Sie wird durch die Vorgaben, welche der EuGH in seinem Urteil DMC (EU:C:2014:20, IStR 2014, 106) geliefert hat, bindend beantwortet und ist der nationalen Gerichtsbarkeit insoweit entzogen.
- FG Hamburg, 15.04.2015 - 2 K 66/14
Unionsrechtswidrigkeit von § 20 Abs. 3 und Abs. 4 UmwStG 1995
Auszug aus BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 15. April 2015 2 K 66/14 wird als unbegründet zurückgewiesen.Rn. 1 I. Es handelt sich um das Schlussurteil des Finanzgerichts (FG) Hamburg vom 15. April 2015 2 K 66/14 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2015, 1404) im Anschluss an das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) DMC vom 23. Januar 2014 C-164/12 (EU:C:2014:20, Internationales Steuerrecht --IStR-- 2014, 106).
Es hat die Revision gegen sein Urteil in EFG 2015, 1404 nicht zugelassen.
- BFH, 08.06.2011 - I R 79/10
Keine Klagebefugnis des aufnehmenden Unternehmens bei Einbringung eines (Teil-) …
Auszug aus BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Infolgedessen kann der Einbringende sein Begehren auf Fortführung der Buchwerte der eingebrachten Wirtschaftsgüter im Wege der Anfechtung des gegen ihn gerichteten Steuerbescheides geltend machen (Abgrenzung zur ständigen Senatsrechtsprechung, z.B. Urteil vom BFH, Urteil vom 8. Juni 2011 I R 79/10, BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421) 14 15 .Das FA bezieht sich dazu auf die einschlägige Spruchpraxis des Senats, beispielsweise im Urteil vom 20. April 2011 I R 97/10 (BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815) oder im Urteil vom 8. Juni 2011 I R 79/10 (BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421).
- BFH, 20.04.2011 - I R 97/10
Bindung des Einbringenden an bei aufnehmender Kapitalgesellschaft angesetzten …
Auszug aus BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Das FA bezieht sich dazu auf die einschlägige Spruchpraxis des Senats, beispielsweise im Urteil vom 20. April 2011 I R 97/10 (BFHE 233, 508, BStBl II 2011, 815) oder im Urteil vom 8. Juni 2011 I R 79/10 (BFHE 234, 101, BStBl II 2012, 421). - FG Hamburg, 26.01.2012 - 2 K 224/10
Unionsrechtswidrigkeit der sog. Entstrickungsbesteuerung nach § 20 …
Auszug aus BFH, 30.09.2015 - I B 66/15
Vorausgegangen war das Vorabentscheidungsersuchen des FG Hamburg durch dessen Beschluss vom 26. Januar 2012 2 K 224/10 (EFG 2012, 1206).
- FG Hamburg, 27.02.2025 - 5 K 159/24
Einbringung eines Mitunternehmeranteils in eine Kapitalgesellschaft: Konkludenter …
Rn. 95 c) Der erkennende Senat lässt offen, ob die Klage in Bezug auf die Feststellung des Einbringungsgewinns I auch deshalb unbegründet wäre, weil der gegenüber der A-GmbH ergangene Körperschaftsteuerbescheid für 2016 vom 26. Juli 2024, dem der Buchwertansatz zugrunde liegt, materielle Bindungswirkung für die Gewinnfeststellung bei der K-KG entfaltet (vgl. BFH, Urteile vom 15. Juni 2016, I R 69/15, BStBl II 2017, 75;… vom 25. April 2012 I R 2/11, BFH/NV 2012, 1649), und ob er deshalb im Wege der Drittanfechtungsklage hätte angefochten werden müssen (vgl. BFH, Urteile vom 15. Juni 2016, I R 69/15, BStBl II 2017, 75; vom 8. Juni 2011, I R 79/10, BStBl II 2012, 421), weil die hierzu entwickelten Grundsätze auch bei der Einbringung von Mitunternehmeranteilen in eine Kapitalgesellschaft gelten (vgl. BFH, Urteil vom 13. September 2018, I R 19/16, BStBl II 2019, 385; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 12. Februar 2019, 8 K 8230/15, EFG 2019, 742; FG Hamburg, Beschluss vom 15. April 2015, 2 K 66/14 , EFG 2015, 1404 , nachgehend BFH, Beschluss vom 30. September 2015, I B 66/15, BFH/NV 2015, 1708; a.A. BFH, Urteil vom 10. Juli 2024, IV R 8/22, DStR 2024, 2577, zu § 4 Abs. 1 Satz 1 UmwStG; Nitzschke, IStR 2014, 367; Mitschke, IStR 2015, 522 , für den Fall einer fortbestehenden Mitunternehmerschaft, an der die aufnehmende Gesellschaft beteiligt ist). - FG München, 24.07.2024 - 1 K 524/19
Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung
Rn. 86 Zu einer Entscheidung des BFH und einer Bestätigung oder Ablehnung der Ansicht des FG Hamburg, dass die Rechtsmeinung des BFH im Urteil vom 24. März 1983, IV R 138/80, BStBl II 1984, 233 zu der Frage überholt sei, in welchem Verfahren über materielle Streitigkeiten betreffend den Wertansatz des § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995/2002 zu entscheiden ist, wenn nicht Fragen im Zusammenhang mit der Ausübung des Wahlrechts nach § 20 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 1995/2002 an sich betroffen sind sondern solche, welche die Freiheit des Bewertungsansatzes einschränken, ist es nicht gekommen, weil in den jeweils betroffenen Verfahren die Frage, nach Auffassung des BFH, keine streitentscheidende Bedeutung erlangt hatte (z.B. BFH, Urteil vom 28. April 2016 I R 33/14, BFHE 253, 548, BStBl II 2016, 913; BFH, Beschluss vom 30. September 2015 I B 66/15, juris; BFH…, Beschluss vom 19. Dezember 2007 I R 111/05, BFHE 220, 152, BStBl II 2008, 536, Rn. 32).
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