Rechtsprechung
| BFH, 27.04.2005 - II B 76/04 |
Volltextveröffentlichungen (5)
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GrEStG § 5; ; GrEStG § ... 6; ; GrEStG § 6 Abs. 1; ; GrEStG § 6 Abs. 3; ; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 1; ; AktG § 278 Abs. 1; ; AktG § 278 Abs. 2; ; AktG § 278 Abs. 3; ; BGB § 718; ; BGB § 719; ; UmwG § 78 Satz 4; ; UmwG §§ 191 ff.; ; HGB § 105 Abs. 3; ; HGB § 161 Abs. 2; ; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
GrEStG (1983) § 6 Abs. 3
GrESt: KGaA keine Gesamthand - datenbank.nwb.de
KGaA als Kapitalgesellschaft keine "Gesamthand" i. S. des §§ 5, 6 GrEStG
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse
- Wolters Kluwer (Leitsatz)
Übergang des Vermögens einer offenen Handelsgesellschaft (OHG) auf eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) auf Grund eines notariell beurkundeten Spaltungsplans; Anwendung einer Steuerbefreiung von persönlich haftenden Gesellschaftern bei einer Beteiligung an ...
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (9) Zitiert selbst (18)
- BFH, 21.06.1989 - X R 14/88
Zur Art und zur Ermittlung der Einkünfte des persönlich haftenden Gesellschafters …
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
München 1969, S. 13; Semler in Geßler/Hefermehl/ Eckardt/Kropff, a.a.O., § 278 Rn. 3; Nirk in Handbuch der Aktiengesellschaft, Loseblatt, Rn. 1917, Stand Januar 1998; Schaumburg/Schulte, Die KGaA - Recht und Steuern in der Praxis, 2000, Rn. 23; Semler/Perlit in Münchner Kommentar zum Aktiengesetz, 2. Aufl. 2000, § 278 Rn. 3, 14; Assmann/Sethe, a.a.O., § 281 Rn. 20; Jörgens in Herrmann/Heuer/Raupach, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz, Kommentar, § 15 EStG Anm. 911, Stand August 2003; Schütz/Bürgers/Riotte, Die Kommanditgesellschaft auf Aktien, Handbuch, 2004, § 9 Rn. 108; Bacher, Der Betrieb --DB-- 1985, 2117; Jünger, DB 1988, 1969, 1970, 1973; Patt/Rasche, DB 1993, 2400, 2401; Biagosch, Neue Wirtschafts-Briefe, F. 18 S. 3453, 3454; Mahlow, DB 2003, 1540; ebenso --beiläufig-- BFH-Urteile vom 21. Juni 1989 X R 14/88, BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881, unter 2.c, und vom 13. April 1994 II R 57/90, BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505, unter II.1.a; der von der Klägerin angeführten Kommentierung von Hüffer, Aktiengesetz, 6. Aufl. 2004, § 278 Rn. 6 lässt sich keine andere Auffassung entnehmen).Dass die persönlich haftenden Gesellschafter einer KGaA ertragsteuerrechtlich "wie Mitunternehmer zu behandeln sind" (BFH-Urteil in BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881, unter 2.a; für das Recht der Doppelbesteuerungsabkommen ferner BFH-Urteil vom 17. Oktober 1990 I R 16/89, BFHE 163, 38, BStBl II 1991, 211), und der Einheitswert des Betriebsvermögens einer KGaA auf die persönlich haftenden Gesellschafter einerseits und die Gesamtheit der Kommanditaktionäre andererseits aufzuteilen war (BFH-Urteil in BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505, unter II.1.b), ist für grunderwerbsteuerrechtliche Zwecke unbeachtlich (…ebenso Schütz/Bürgers/Riotte, a.a.O., § 9 Rn. 108;… hingegen tendenziell für eine Übertragung der Sonderregelungen des Ertragsteuerrechts auf die Vorschriften der §§ 5, 6 GrEStG Schaumburg/Schulte, a.a.O., Rn. 159).
- BFH, 13.04.1994 - II R 57/90
1. Keine Schachtelvergünstigung für die von einer GmbH erbrachte Vermögenseinlage …
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
München 1969, S. 13; Semler in Geßler/Hefermehl/ Eckardt/Kropff, a.a.O., § 278 Rn. 3; Nirk in Handbuch der Aktiengesellschaft, Loseblatt, Rn. 1917, Stand Januar 1998; Schaumburg/Schulte, Die KGaA - Recht und Steuern in der Praxis, 2000, Rn. 23; Semler/Perlit in Münchner Kommentar zum Aktiengesetz, 2. Aufl. 2000, § 278 Rn. 3, 14; Assmann/Sethe, a.a.O., § 281 Rn. 20; Jörgens in Herrmann/Heuer/Raupach, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz, Kommentar, § 15 EStG Anm. 911, Stand August 2003; Schütz/Bürgers/Riotte, Die Kommanditgesellschaft auf Aktien, Handbuch, 2004, § 9 Rn. 108; Bacher, Der Betrieb --DB-- 1985, 2117; Jünger, DB 1988, 1969, 1970, 1973; Patt/Rasche, DB 1993, 2400, 2401; Biagosch, Neue Wirtschafts-Briefe, F. 18 S. 3453, 3454; Mahlow, DB 2003, 1540; ebenso --beiläufig-- BFH-Urteile vom 21. Juni 1989 X R 14/88, BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881, unter 2.c, und vom 13. April 1994 II R 57/90, BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505, unter II.1.a; der von der Klägerin angeführten Kommentierung von Hüffer, Aktiengesetz, 6. Aufl. 2004, § 278 Rn. 6 lässt sich keine andere Auffassung entnehmen).Dass die persönlich haftenden Gesellschafter einer KGaA ertragsteuerrechtlich "wie Mitunternehmer zu behandeln sind" (BFH-Urteil in BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881, unter 2.a; für das Recht der Doppelbesteuerungsabkommen ferner BFH-Urteil vom 17. Oktober 1990 I R 16/89, BFHE 163, 38, BStBl II 1991, 211), und der Einheitswert des Betriebsvermögens einer KGaA auf die persönlich haftenden Gesellschafter einerseits und die Gesamtheit der Kommanditaktionäre andererseits aufzuteilen war (BFH-Urteil in BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505, unter II.1.b), ist für grunderwerbsteuerrechtliche Zwecke unbeachtlich (…ebenso Schütz/Bürgers/Riotte, a.a.O., § 9 Rn. 108;… hingegen tendenziell für eine Übertragung der Sonderregelungen des Ertragsteuerrechts auf die Vorschriften der §§ 5, 6 GrEStG Schaumburg/Schulte, a.a.O., Rn. 159).
- BGH, 29.01.2001 - II ZR 331/00
Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist rechtsfähig und parteifähig
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Auch die neuere Rechtsprechung des BGH geht zwar von einer "beschränkten Rechtssubjektivität" der GbR aus (BGH-Urteil vom 29. Januar 2001 II ZR 31/00, BGHZ 146, 341, unter A.I.2.), nicht jedoch von einer umfassenden Gleichstellung der Gesamthandsgesellschaften mit juristischen Personen (BGHZ 146, 341, unter A.I.4.).
- BGH, 24.02.1997 - II ZB 11/96
Rechtsform der GmbH & Co. KGaA ist zulässig
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Auch wenn die Abgrenzung der Anwendungsgebiete der Verweisungsvorschriften des § 278 Abs. 2 AktG einerseits und des § 278 Abs. 3 AktG andererseits in Randbereichen noch unklar sein mag, besteht doch Einigkeit darüber, dass der in § 278 Abs. 2 AktG enthaltene Verweis auf das Recht der KG hauptsächlich die Organisationsverfassung und Führungsstruktur der KGaA (Geschäftsführung, Vertretung) betrifft, während sich die --für die Entscheidung des Streitfalls maßgebliche-- Kapitalstruktur der KGaA über § 278 Abs. 3 AktG nach dem Recht der AG bestimmt (Beschluss des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 24. Februar 1997 II ZB 11/96, BGHZ 134, 392, unter C.I.3.a;… Semler, in Geßler/ Hefermehl/Eckardt/Kropff, Aktiengesetz, 1984, vor § 278 Rn. 23;… Assmann/Sethe, in Großkommentar Aktiengesetz, 4. Aufl. 2001, § 278 Rn. 5;… Bogenschütz in Umwandlungen im Zivil- und Steuerrecht, Festschrift für Siegfried Widmann, 2000, S. 163, 168). - BVerfG, 24.01.1962 - 1 BvR 845/58
Personenbezogene Kapitalgesellschaften
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Kapitalgesellschaften sind als juristische Personen gegen steuerrechtliche Durchgriffe auf Tatbestände in der Person ihrer Gesellschafter grundsätzlich abgeschirmt (Urteil des Bundesverfassungsgerichts --BVerfG-- vom 24. Januar 1962 1 BvR 845/58, BVerfGE 13, 331, unter III.3.). - BGH, 17.12.2001 - II ZR 31/00
Auslegung einer gesellschaftsvertraglichen Nachfolgeklausel
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Auch die neuere Rechtsprechung des BGH geht zwar von einer "beschränkten Rechtssubjektivität" der GbR aus (BGH-Urteil vom 29. Januar 2001 II ZR 31/00, BGHZ 146, 341, unter A.I.2.), nicht jedoch von einer umfassenden Gleichstellung der Gesamthandsgesellschaften mit juristischen Personen (BGHZ 146, 341, unter A.I.4.). - BFH, 18.12.1998 - VI B 215/98
Aufhebung der Kindergeldfestsetzung bei Haushaltswechsel
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
An der Klärungsbedürftigkeit fehlt es insbesondere dann, wenn die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG in Übereinstimmung mit der allgemeinen Meinung in der Literatur getan hat (BFH-Beschlüsse vom 11. Juli 1972 IV B 61/71, BFHE 106, 276, BStBl II 1972, 792; vom 18. Dezember 1998 VI B 215/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231, …und vom 16. Juni 2004 X B 172/03, BFH/NV 2004, 1528). - BFH, 04.04.2001 - II R 57/98
Grunderwerbsteuer: Einbringung eines Grundstücks
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Denn maßgebend hierfür ist die unmittelbare dingliche Mitberechtigung am Gesellschaftsvermögen (…BFH-Entscheidungen vom 8. August 2000 II B 134/99, BFH/NV 2001, 66, und vom 4. April 2001 II R 57/98, BFHE 194, 458, BStBl II 2001, 587, unter II.2.b), an der es dem persönlich haftenden Gesellschafter einer KGaA gerade fehlt (dazu oben a). - BFH, 18.12.2002 - II R 13/01
Grunderwerbsteuer beim Übergang auf eine Gesamthand
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Entsprechend fallen nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung Kapitalgesellschaften nicht unter den in §§ 5, 6 GrEStG verwendeten Begriff der Gesamthand, weil sie sich vor allem hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse wesentlich von Gesamthandsgemeinschaften unterscheiden (BFH-Urteile vom 22. Juni 1966 II 165/62, BFHE 86, 520, BStBl III 1966, 554, unter 2., und vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358, unter 3.; BVerfG-Beschluss vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1969, 398). - BFH, 06.11.2002 - X B 30/02
Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen, Zufluss
Auszug aus BFH, 27.04.2005 - II B 76/04
Eine Rechtsfrage ist klärungsbedürftig, wenn ihre Beantwortung zu Zweifeln Anlass gibt (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 6. November 2002 X B 30/02, BFH/NV 2003, 169). - BFH, 16.06.2004 - X B 172/03
Ansparrücklage nach § 7g Abs. 3 , Abs. 6 EStG
- BFH, 30.03.1988 - II R 76/87
Anteilsvereinigung i. S. des § 1 Abs. 3 GrEStG kann auch teils unmittelbar, teils …
- BFH, 17.10.1990 - I R 16/89
Von einer KGaA gezahlte Zinsen für ein von einem in der Schweiz ansässigen …
- BFH, 08.08.2000 - II B 134/99
Beteiligung eines Treuhänders am Vermögen der Gesamthand i.S.v. §§ 5 , 6 GrEStG
- BFH, 22.06.1966 - II 165/62
Antrag auf Freistellung von der angeforderten Grunderwerbsteuer - Anwendung des § …
- BFH, 30.11.1983 - II R 131/81
Berechnung der Beteiligungsquote - Atypische stille Beteiligung - …
- BVerfG, 16.05.1969 - 1 BvR 600/66
- BFH, 11.07.1972 - IV B 61/71
Rechtssache - Grundsätzliche Bedeutung - Anzufechtende Entscheidung - Allgemeine …
- FG Hamburg, 11.07.2023 - 3 K 188/21
Schenkungsteuer: Disquotale Einlage in eine KGaA durch einen Kommanditaktionär …
Hiervon gehe auch der BFH in seinem Beschluss vom 27. April 2005 (II B 76/04) aus.Auch steuerrechtlich wird die KGaA als Kapitalgesellschaft angesehen (BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 unter Hinweis auf § 1 Abs. 1 Nr. 1 Körperschaftsteuergesetz (KStG), § 2 Abs. 2 Satz 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG), § 97 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BewG).
Rn. 92 (1) Denn dem nicht am Grundkapital beteiligten phG einer KGaA stehen lediglich schuldrechtliche Ansprüche gegen die Gesellschaft zu (vgl. auch BFH, Urteil vom 21. Juni 1989, X R 14/88, BFHE 157, 382, BStBl. II 1989, 881, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 mwN), aber - anders als dem Kommanditaktionär - keine dingliche Berechtigung am Vermögen der KGaA.
Die KGaA als Kapitalgesellschaft ist als juristische Person grundsätzlich abgeschirmt gegen steuerrechtliche Durchgriffe auf Tatbestände in der Person ihrer Gesellschafter (vgl. ausführlich dazu: BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 mwN).
Denn eine dingliche Beteiligung des phG am Gesellschaftsvermögen folgt daraus gerade nicht (so zum Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 mwN).
- BFH, 29.02.2012 - II R 57/09
Änderung im Gesellschafterbestand einer grundbesitzenden Personengesellschaft
Damit knüpfen §§ 5 und 6 GrEStG an die die Gesamthand kennzeichnende unmittelbare dingliche Mitberechtigung der Gesamthänder am Gesellschaftsvermögen an (BFH-Urteil in BFHE 194, 458, BStBl II 2001, 587;… BFH-Beschlüsse vom 8. August 2000 II B 134/99, BFH/NV 2001, 66; vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627). - BFH, 15.03.2017 - I R 41/16
Ergänzungsbilanz eines persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA bei die …
Vor diesem Hintergrund sind die persönlich haftenden Gesellschafter einer KGaA "wie Mitunternehmer" zu behandeln (Senatsurteile vom 4. Mai 1965 I 186/64 U, BFHE 82, 471, BStBl III 1965, 418; vom 8. Februar 1984 I R 11/80, BFHE 140, 465, BStBl II 1984, 381; vom 23. Oktober 1985 I R 235/81, BFHE 145, 76, BStBl II 1986, 72; BFH-Urteil in BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881;… vgl. auch Senatsbeschluss vom 4. Dezember 2012 I R 42/11, BFH/NV 2013, 589; BFH-Urteile vom 13. April 1994 II R 57/90, BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505; BFH-Beschluss vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627).
- BFH, 09.04.2008 - II R 32/06
Verfassungsmäßigkeit der grunderwerbsteuerrechtlichen Erfassung von übertragenden …
Damit knüpfen §§ 5 und 6 GrEStG an die die Gesamthand kennzeichnende unmittelbare dingliche Mitberechtigung der Gesamthänder am Gesellschaftsvermögen an (vgl. BFH-Urteil in BFHE 194, 458, BStBl II 2001, 587;… BFH-Beschlüsse vom 8. August 2000 II B 134/99, BFH/NV 2001, 66; vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627). - FG Hamburg, 15.10.2024 - 3 K 134/22
Disquotale Einlage in KGaA keine Schenkung an persönlich haftenden Gesellschafter
Rn. 55 aa) Dem phG einer KGaA stehen lediglich schuldrechtliche Ansprüche gegen die Gesellschaft zu (vgl. BFH…, Urteil vom 21. Juni 1989, X R 14/88, BFHE 157, 382, juris, Rn. 27; BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627, juris, Rn. 16 m.w.N.), aber - anders als dem Kommanditaktionär (siehe dazu FG Hamburg…, Urteil vom 11. Juli 2023, 3 K 188/21 , EFG 2023, 1466 , juris, Rn. 93 m.w.N.) - keine dingliche Berechtigung am Gesellschaftsvermögen.Die KGaA als Kapitalgesellschaft ist als juristische Person grundsätzlich abgeschirmt gegen steuerrechtliche Durchgriffe auf Tatbestände in der Person ihrer Gesellschafter (vgl. BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627, juris, Rn. 19 m.w.N.).
Eine dingliche Beteiligung des phG am Gesellschaftsvermögen folgt daraus gerade nicht (vgl. BFH, Beschluss vom 27. April 2005, II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627, juris, Rn. 21 f. m.w.N.).
- FG Köln, 04.05.2022 - 12 K 1274/18
Streit um die Durchführung einer gesonderten und einheitlichen Feststellung in …
Auch steuerrechtlich wird die KGaA gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG als Kapitalgesellschaft eingeordnet (BFH, Beschluss vom 27.4.2005 - II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 m.w.N.). - BFH, 14.05.2008 - II B 49/07
Erlass verwirkter Säumniszuschläge zur Grunderwerbsteuer bei späterer …
Daran fehlt es insbesondere dann, wenn die Rechtsfrage nach den gesetzlichen Grundlagen und der dazu ergangenen Rechtsprechung eindeutig so zu beantworten ist, wie es das FG in seiner Entscheidung getan hat (vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627;… vom 30. Mai 2006 VII B 345/05, BFH/NV 2006, 1615; Lange in Hübschmann/Hepp/ Spitaler --HHSp--, § 115 FGO Rz 106, m.w.N.). - BFH, 22.01.2015 - X B 118/14
Übergabe von Anteilen an gewerblich geprägten Personengesellschaften nicht nach § …
An der Klärungsbedürftigkeit fehlt es insbesondere dann, wenn die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG in Übereinstimmung mit der allgemeinen Meinung in der Literatur getan hat (BFH-Beschlüsse vom 11. Juli 1972 IV B 61/71, BFHE 106, 276, BStBl II 1972, 792, und vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627, unter II.1.). - FG Schleswig-Holstein, 12.04.2011 - 5 K 136/07
Keine gesonderte Feststellung der Einkünfte aus einer Beteiligung als persönlich …
Auch steuerrechtlich wird die KGaA gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG als Kapitalgesellschaft eingeordnet (BFH, Beschluss vom 27. April 2005 II B 76/04, BFH/NV 2005, 1627 m.w.N.).
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Rechtsprechung
| BFH, 11.01.2006 - II B 76/04 |
Volltextveröffentlichung
- Wolters Kluwer
Schätzung des gemeinen Wertes von Anteilen an Kapitalgesellschaften an Hand des Stuttgarter Verfahrens - Vermeidung des Kaskadeneffekts bei mehrstufigen Beteiligungsketten - Fehlen eines Kaskadeneffekts in Fällen der Darlehensgewährung - Berücksichtigung der ...
Verfahrensgang
Wird zitiert von ... (0) Zitiert selbst (8)
- BFH, 26.01.2000 - II R 15/97
Bewertung von GmbH-Anteilen nach dem Stuttgarter Verfahren
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Mit Rücksicht auf die Gleichmäßigkeit der Besteuerung ist von diesem Verfahren nur abzuweichen, wenn es in Ausnahmefällen aus besonderen Gründen des Einzelfalls zu nicht tragbaren, d.h. offensichtlich unrichtigen Ergebnissen führt (BFH-Urteile vom 17. Mai 1974 III R 156/72, BFHE 112, 510, BStBl II 1974, 626, unter 2.; vom 26. Januar 2000 II R 15/97, BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.;… zuletzt BFH-Beschluss vom 31. Oktober 2003 II B 72/02, BFH/NV 2004, 471).Bei Holding-Gesellschaften ist der Kaskadeneffekt nicht hinzunehmen, weil in derartigen Fällen der Gesichtspunkt der Effektensubstitution zum Tragen kommt (vgl. BFH-Urteile vom 3. Dezember 1976 III R 98/74, BFHE 121, 93, BStBl II 1977, 235, unter 2.b; vom 17. September 1997 II R 74/94, BFH/NV 1998, 318, und in BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.b).
Darüber hinaus hat der BFH die Regelung des Abschn. 81 Abs. 1 a VStR 1986/1989, wonach die Ertragsaussichten auch bei solchen Kapitalgesellschaften außer Acht zu lassen sind, die zwar keine "reinen Holding-Gesellschaften" sind, deren Rohbetriebsvermögen aber zu mehr als 80 v.H. aus Anteilen an Kapitalgesellschaften besteht, unter dem Gesichtspunkt der Effektensubstitution als gerechtfertigt angesehen (BFH-Urteil in BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.b).
Für einen solchen Fall hat der BFH im Urteil in BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251 (unter II.A.2.) vielmehr ausgeführt, dass ein Absenken auf einen Satz von 43 v.H. --der dem Anteil der Beteiligungen am Rohbetriebsvermögen der Klägerin entspricht-- keinesfalls noch mit dem Gedanken der Effektensubstitution zu begründen wäre.
- BFH, 03.12.1976 - III R 98/74
Bewertung nichtnotierter Aktien und Anteile an Holding-Kapitalgesellschaften nur …
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Bei Holding-Gesellschaften ist der Kaskadeneffekt nicht hinzunehmen, weil in derartigen Fällen der Gesichtspunkt der Effektensubstitution zum Tragen kommt (vgl. BFH-Urteile vom 3. Dezember 1976 III R 98/74, BFHE 121, 93, BStBl II 1977, 235, unter 2.b;… vom 17. September 1997 II R 74/94, BFH/NV 1998, 318, und in BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.b).Entsprechend hat der BFH bereits ausdrücklich entschieden, dass nur die "reine Verwaltungs-Holding-Gesellschaft" von der einschlägigen Richtlinienregelung erfasst werde (BFH-Urteil in BFHE 121, 93, BStBl II 1977, 235, unter 2.b; zur Vorläuferregelung des Abschn. 81 Abs. 2 VStR 1960).
Zwar hat der BFH es in der angeführten Entscheidung im Hinblick auf einen vom Vermögenswert gewährten Abschlag von 10 v.H. nicht beanstandet, dass die entsprechende Verwaltungsanweisung auch auf eine Holding-Gesellschaft angewendet wurde, die über anderweitiges Vermögen (Wertpapiere und Grundstücke) im Umfang von weniger als 5 v.H. des Rohbetriebsvermögens verfügte (BFH-Urteil in BFHE 121, 93, BStBl II 1977, 235, unter 2.c).
- BFH, 17.09.1997 - II R 74/94
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Bei Holding-Gesellschaften ist der Kaskadeneffekt nicht hinzunehmen, weil in derartigen Fällen der Gesichtspunkt der Effektensubstitution zum Tragen kommt (vgl. BFH-Urteile vom 3. Dezember 1976 III R 98/74, BFHE 121, 93, BStBl II 1977, 235, unter 2.b; vom 17. September 1997 II R 74/94, BFH/NV 1998, 318, und in BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.b).Die Betrachtungsweise, die an der grundsätzlichen wirtschaftlichen Identität der Anteile an der Holding-Gesellschaft mit den von dieser gehaltenen Anteilen anknüpft, findet dort ihre Grenze, wo die Zwischenschaltung der juristisch selbstständigen Holding-Gesellschaft zu Veränderungen des gemeinen Werts der Anteile i.S. des § 9 BewG führt (BFH-Urteil in BFH/NV 1998, 318, unter II.2.).
- BFH, 31.10.2003 - II B 72/02
Holding-Gesellschaft: Bewertung von Anteilen
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Mit Rücksicht auf die Gleichmäßigkeit der Besteuerung ist von diesem Verfahren nur abzuweichen, wenn es in Ausnahmefällen aus besonderen Gründen des Einzelfalls zu nicht tragbaren, d.h. offensichtlich unrichtigen Ergebnissen führt (BFH-Urteile vom 17. Mai 1974 III R 156/72, BFHE 112, 510, BStBl II 1974, 626, unter 2.; vom 26. Januar 2000 II R 15/97, BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.; zuletzt BFH-Beschluss vom 31. Oktober 2003 II B 72/02, BFH/NV 2004, 471). - FG Düsseldorf, 12.10.2004 - 6 K 2422/02
Anteilsbewertung; Holdinggesellschaft; Vermögenswert; Darlehensgewährung; …
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2005, 339 veröffentlicht. - BFH, 17.05.1974 - III R 156/72
Gemeiner Wert - Schätzung - Nichtnotierter GmbH-Anteil - Stichtag - Vornahme der …
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Mit Rücksicht auf die Gleichmäßigkeit der Besteuerung ist von diesem Verfahren nur abzuweichen, wenn es in Ausnahmefällen aus besonderen Gründen des Einzelfalls zu nicht tragbaren, d.h. offensichtlich unrichtigen Ergebnissen führt (BFH-Urteile vom 17. Mai 1974 III R 156/72, BFHE 112, 510, BStBl II 1974, 626, unter 2.; vom 26. Januar 2000 II R 15/97, BFHE 191, 393, BStBl II 2000, 251, unter II.A.1.;… zuletzt BFH-Beschluss vom 31. Oktober 2003 II B 72/02, BFH/NV 2004, 471). - BFH, 10.03.1993 - II R 81/89
Bewertung der Anteile an einer vermögensverwaltenden GmbH (§ 11 BewG )
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Ferner hat er die Außerachtlassung der Ertragsaussichten bei einer Kapitalgesellschaft, deren Rohbetriebsvermögen zu 93, 8 v.H. aus Wertpapieren bestand, nicht beanstandet (BFH-Urteil vom 10. März 1993 II R 81/89, BFH/NV 1994, 361, zu der insoweit in den VStR 1995 nicht mehr enthaltenen Regelung des Abschn. 81 Abs. 2 VStR 1974). - BFH, 19.12.1960 - III 396/58 S
Bindungswirkung der Richtlinien zur Bewertung nichtnotierter Aktien und Anteile …
Auszug aus BFH, 11.01.2006 - II B 76/04
Das Stuttgarter Verfahren, das von der Finanzverwaltung zunächst in den VStR (für die streitbefangenen Feststellungszeitpunkte Abschn. 4 ff. VStR 1995), ab 1999 dann in R 96 ff. ErbStR geregelt worden ist, ist vom Bundesfinanzhof (BFH) in ständiger Rechtsprechung als geeignetes --wenn auch die Gerichte nicht bindendes-- Schätzungsverfahren anerkannt worden (erstmals BFH-Urteil vom 19. Dezember 1960 III 396/58 S, BFHE 72, 241, BStBl III 1961, 92, unter II.).
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